NadjasThemenstarter131 Beiträge · seit 200925. Juli 2009 · #1
Hallo,
wir möchten im Oktober 2010 von Namibia über den Caprivi Streifen nach Botswana reisen. Nun habe ich eine Frage zu den N.P.
- Sind der Mahango Game Park und der Mudumo N.P. sehenswert und für jeweils 2 Nächte zu empfehlen ? Oder sollten wir uns mehr auf den Chobe N.P. und Moremi in Botswana konzentrieren.
Hallo Nadjas, ich kenne alle 4 Parks und würde folgende Rangfolge aufstellen: Moremi - Chobe - Mudumu - Mahango. Das beantwortet Deine Frage aber nur teilweise.Mehr helfen kann ich Dir aber nicht, weil ich auf jeden Fall lieber irgendwo 4 Nächte bin als je 2 Nächte an 2 verschiedenen Orten. Andere sehen das aber genau umgekehrt - und auch dafür gibt es Argumente. Gerade bei den 4 Parks gibt es natürlich auch deutliche Preisunterschiede, wenn Ihr in Lodges übernachten wollt. Nun liegt es an Dir. Gruß Joli
Reise_Meike272 Beiträge · seit 200825. Juli 2009 · #3
Ich finde auch alle 4 gut, aber auf jeden Fall sind Mahango und Mudumo sehenswert!
gglink5'538 Beiträge · seit 200826. Juli 2009 · #4
Hallo Nadjas,
auf jeden Fall würde ich die beiden Parks besuchen. Ob ich aber jeweils 2 Nächte dort bleiben würde, weiß ich nicht. Mahango eine Nacht und Mudumu (Camp Kwando) zwei Nächte. Im Chobe waren wir gerade eine Woche, davon 3 Tage vom Boot aus. Kann ich nur empfehlen.
sehenswert sind sie alle allemal. Eine Empfehlung welche Sie als Selbstfahrer sehen können, kann man nur aussprechen, wenn man weiß, wie Allradtauglich Sie sind.
Mahango Park: Ein Juwel mit Elefantengarantie. PKW taugliche Strecke entlang der Okavango Wasserfront.Dann ein Tag ausreichend. Zwei Tage, wenn man den Buffalo Core Bereich besucht. Sehenswert auch kulturell die Kxoe Buschleute, die Andara Missionsstation, das älteste Wasserradschaufelwerk des Caprivi, die Häuptlingsinsel Thipanana, Chief Erwin Mbambos Kraal bei Mukwe, das portugiesische Fort Mancusso und gegenüber Wachtmeister Hupels Polizeistationreste, sowie die erste Grenzbake zu Angola von 1930 am Westufer der Okavangoinsel Dikuyu.
Mudumu Park: Wunderbar, wenn man alles übers Scheitern lernen will. Es hat einen guten Grund, dass nur 50 Fahrzeuge pro Jahr in diesen Nationalpark reinfahren. Davon 43 begleitet auf 3 Tage Touren von Keith Rooken Smith. Im Oktober zumeist wegen des Wasserstandes No go Gebiet.
Ebenso Mamili, wenn die Brücke wieder mal nicht funktionsfähig ist. Zur Zeit fällt man 2 m tief, wenn sie nicht hält.
Bwabwata: Gute, aber nicht übermäßige Allraderfahrung notwendig. Horseshoe als tollster geheimer Elefantenspielplatz und Musterbeispiel für die sagenhaften Elefantenfriedhöfe aus den Berichten der ersten Forscher und echten Abenteurer. Der Fort Doppies Bereich als Bwanas Lieblingsplatz damals, heute und in Zukunft. Einfach am Aussichtspunkt sitzen und den Schreiseeadlern zuhören und man weiß, man ist in Afrika angekommen. Mehr Afrika braucht man nicht.
Chobe Wasserfront: Mit wenig Allraderfahrung gut und erfolgreich zu befahren. Alles an Großtieren zahlreich vorhanden. Besonders zu empfehlen ist eine Bötchentour, weil man von Wasserseite viel dichter an die Tiere herankommt. Die Tierdichte ist von Juli bis November noch einmal größer als im Rest des Jahres.
Linyanti-Savuti-Moremi Bereich: Wer über Allradfahrung aus ein oder zwei Namibiatouren verfügt, bei dem der Allrad auch eingesetzt wurde, hat im Oktober viel Spaß an diesem Bereich. Normalerweise ist dann schon das meiste Wasser verdunstet und die Flußquerungen einfach.
Wer keine Allraderfahrung hat oder bisher erst eine Namibiastandardrundreise gemacht hat, ist schnell überfordert und steht unter permantenten Streß.
In diesem Jahr haben sich bereits 15 Fahrzeuge von namibischen Verleihern dort versenkt, Kupplungen verbrannt und Motoren geflutet. Es wird zur Zeit intensiv diskutiert, die Mindest -Selbstbehalte für Botswana deutlich zu erhöhen.
Der Grund ist nicht das bißchen Regenwasser im April bis Juni, sondern die zum Teil falschen Leute, die in das Gebiet fahren. Man liest in Reiseberichten und Gesichtern doch ständig, wie froh man ist, von erfahrenen Südafrikanischen Allradhorden, die man ja nicht auf den Campingplätzen neben sich haben möchte, adoptiert worden zu sein, um überhaupt durchzukommen. Dazu hat man aus Kostengründen einen untermotorisierten 2,7 Liter Diesel vollgetankt und vollgepackt mit 4 Personen gemietet, veralteten Internetberichten geglaubt, sich doch vorbereitet, indem man 15 mal gefragt hat, bis jemand gefunden wurde, der sagt, nein, man braucht keine Malariaprophylaxe im Delta, außerdem gab es 1984 noch keine Veterinärzäune und die Bezeichnung Trockenzeit fehlinterpretiert, weil das Wasser im Okavango Delta- Moremi Bereich aus den Regenfällen von Angola bis Februar stammt. Traditionell hat das Delta dadurch erst Ende Juli seine höchste Ausdehnung.
In diesem Jahr hat es in Angola bis April heftig geregnet, zusätzlich eine hervorragende und sehr späte Regenzeit in Botswana selber, so dass die Wiesen bereits gut gefüllt sind, wenn das zusätzliche Wasser aus Angola nachdrückt.
Dafür hat man ein GPS dabei, was einem ganz genau zeigt, wo man das Fahrzeug versenkt hat.
Und der große Pavian von Third Bridge lacht dazu.
Also, beovor das Wunschkonzert einsetzt, erst einmal feststellen was man kann und dann die Strecke festlegen oder geeignete Maßnahmen einleiten wie - das richtige Auto für seine geplante Strecke mieten - jemanden Fragen der Ahnung hat - an geführter Allradsafari teilnehmen - ein Allrad - Trainingslager mit KRS vorschalten, bevor man in den Mamili fährt - für ausreichenden Versicherungsschutz sorgen
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek Carsten Möhle 📎 phpqYC2Iq
Mudumu Park: Wunderbar, wenn man alles übers Scheitern lernen will. Es hat einen guten Grund, dass nur 50 Fahrzeuge pro Jahr in diesen Nationalpark reinfahren. Davon 43 begleitet auf 3 Tage Touren von Keith Rooken Smith. Im Oktober zumeist wegen des Wasserstandes No go Gebiet.
Ebenso Mamili, wenn die Brücke wieder mal nicht funktionsfähig ist. Zur Zeit fällt man 2 m tief, wenn sie nicht hält.
Halo Carsten,
hast Du hier Mamili und Mudumu vertauscht?
LG Dirk
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NadjasThemenstarter131 Beiträge · seit 200926. Juli 2009 · #7
Erst einmal vielen Dank für Eure Beiträge, die Informationen haben mir wirklich sehr geholfen. Jetzt kann ich genauer an die Rotenplanung ran gehen.