wuestenfuchsThemenstarter86 Beiträge · seit 200930. Juni 2009 · #1
Hallo liebes Forum,
meiner Frau wurde ein Floh ins Ohr gesetzt. Nein, kein echtes "Vieh", sondern eine Idee:
Eine ihrer Kolleginnen war vor einiger Zeit in Namibia und erzählte ihr, "in der Nähe des Sossusvlei" (wie auch immer sie "Nähe" definiert) wäre eine Farm gewesen, auf der man Geparden bei der Fütterung zusehen und sie auch streicheln könnte.
Natürlich möchte ich die Chance wahrnehmen, meiner besseren Hälfte eine solche Begegnung zu ermöglichen (wer möchte es nicht, der den "Gefleckten Sphinx" von Joy Adamson gelesen hat?), die Frage ist nur: Wo liegt besagte Farm? Tatsächlich in der Nähe von Sesriem oder wesentlich weiter südlich (in diesem Fall wäre es nicht wirklich auf unserer Route)?
Der Dank für die Info kommt - wie immer bei mir - schon im vorhinein!😁
War mit hoher Wahrscheinlichkeit Hammerstein. Vor zwei Jahren liefen bei unserem Stopp immer drei Jungtiere rum und haben die Bustouristen erschreckt, indem sie deren Zimmer besetzten. Nach deren morgendlichen Abzug wurden die Tische "geplündert". Schlecht erzogen, aber nett. Sind halt dort die "Hauskatzen". Wer wollte, durfte auch streicheln, ist aber mittlerweile - offiziell - in Namibia verboten. Gruß Wolfgang
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200930. Juni 2009 · #3
Die Hammerstein Lodge liegt ca. 60km südlich von Sesriem.
Zum Gepardenstreicheln besser geeignet und schöner (meine Meinung): www.cheetahparknamibia.com bei Kamanjab. Die Farm ist sehr schön und familiär, der Drive zu den "Wilden" ein Erlebnis und die "Zahmen" lecken euch die Beine! Auch preislich mit das günstigste, was ich kenne. 50 N$ pro Person und Nacht für Camping (Die Bungalow-Preise weiß ich nicht, sind aber bestimmt auch sehr günstig)) und 100 N$ pro Person den Besuch und die Fütterung der Zahmen + den Drive zu den Wilden.
Ansonsten haben http://aloegrove.com/?page_id=36)=de , www.okonjima.com (wird von vielen Formis SEHR gelobt) und www.duesternbrook.net auch Raubkatzen. Ich weiß aber nicht, ob man da streicheln kann. Das können dir andere aber bestimmt beantworten. (Auf Düsternbrook kann man jedenfalls nicht streicheln)
KEkeimoes118 Beiträge · seit 200730. Juni 2009 · #4
Hallo zusammen,
alle guten Dinge sind drei, deswegen hier noch ein Vorschlag, der vielleicht gut in deine Route passt: Das Quivertree Forest Camp an der C 17 etwa 20 km nordöstlich von Keetmannshoop. Du kannst dort Köcherbäume besichtigen mit einer beeindruckenden Erdmännchenkolonie sowie im Spielplatz der Riesen mit schönnen Steinformationen herumspazieren. Und jeden Tag, ich glaube gegen 17 Uhr werden Geparde gefüttert mit der Möglichkeit diese zu steicheln. Kostete Anfang 2008 so etwa 80 Nam$ inklusive Köcherbäume und Giants Playground.
Schöne Grüße
Keimoes
MAmaxnam148 Beiträge · seit 200930. Juni 2009 · #5
Ich finde das pervers. Diese wunderschönen Geschöpfe als Haustiere, Streichelzoo oder Bettvorleger. Und die Geschichte mit "das Gepardenbaby hätte alleine nicht überlebt" stimmt wohl, ist aber auch klar, wenn man vorher die Mutter erschießt. Aber als willkommener Touri-Magnet gut zu gebrauchen...
Nur sollte sich jeder klar sein, dass er damit diese Vorgehensweise fördert. Jeder Farmer in Namibia darf Leos und Geparden als "Problemtiere" auf seinem Land abschießen.
Ich liebe Katzen, habe selber einen Haustieger, aber die in Afrika sehe ich lieber in ihrem natürlichen Lebensraum.
Auf die Gefahr hin, dass ich hier gleich gefressen werde: Wir waren auf der Hammerstein Lodge und auch auf der Aloegrove und es war ein Erlebnis die Geparden zu streicheln. Die Aloegrove hat eine erwachsene Gepardin von einem Farmer genommen, der sie erschossen hätte, weil er sie nicht mehr wollte. Nun hat sie ein Leben in einem großen Gehege mit 2 wilden Geparden und geniesst trotzdem noch immer jede Streicheleinheit. Ausserdem ist die Raubtierfütterung auch super, so tolle Bilder konnte ich in freier Wildbahn natürlich nicht machen. Und da wir im Etosha N.P. auch keine Löwen gesehen haben, halt dann auf der Aloegrove.
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200930. Juni 2009 · #7
@maxnam
sicher ist es ein viel tolleres Erlebnis Raubkatzen wild und in freier Wildbahn sehen zu können. Aber dieses Glück hat man nicht oft... Wer so eine Einrichtung wie Otjitotongwe oder Okonjima besucht erlebt aber trotzdem etwas sehr tolles und die Tiere hautnah. Da viele Einrichtungen der Afri Cat Foundation angehören (die sich dem Schutz von Großkatzen verschrieben hat) unterstützt man damit sicher nicht das abknallen von Katzen.
Diese Einrichtungen nehmen Katzen, die in der freien Wildbahn nicht überleben könnten auf und bieten ihnen die Chance zu leben und finanzieren das zum Teil durch Tourismus. Dagegen ist finde ich nichts zu sagen.
Die Farmer erschiessen Katzen auch, wenn es diese Einrichtungen nicht gäbe. Das hat damit nichts zu tun. Und in diesen Fällen ist es besser, man bringt die Jungen zu so einer Farm, als das man sie ohne Mutter im Busch verhungern lässt.
Übrigens fangen manche Farmer so genannte "Problemkatzen" jetzt auch schon lebend und bringen sie in solche Einrichtungen (z.B. CCF , www.cheetah.org ). Sicher nicht schön, aber besser, als wenn sie sie töten würden, oder?
MAmaxnam148 Beiträge · seit 200930. Juni 2009 · #8
Mann ist das eine Argumentation. Blos weil jemand in der 2-Wochen-ganz-Namibia-gesehen-Tour nicht die Geduld hatte, die Tiere in freier Wildbahn zu sehen geht man in den "Zoo". Es gibt sicher Ausnahmen wie Africat. Aber es gibt mittlerweile auch für Farmer andere Möglichkeiten wie den entsprechenden Hütehund, dann kommen die Geparden erst gar nicht und reißen Nutztiere. Das Umdenken dauert aber.
Es ist sicher besser, die Jungtiere zu einer ANERKANNTEN Institution zu bringen, wo sie zumindest mit anderen Tieren zusammenleben, als als Schmusekatze im Farmhaus enden.
Dann geht doch gleich hier in den Zoo. Und das man da EINFACHER tolle Bilder hinbekommt, ok. Dann schreib aber wenigstens "Captive" drunter.
Also, purer Egoismus, an die Tiere denkt da keiner. Tolle Bilder, schmusen und dann ab nach Hause.
Ich finde das einfach nur traurig....
Max
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Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200930. Juni 2009 · #9
Natürlich sollte man die Tiere in eine Anerkannte Institution bringen. Aber auch diese finanzieren sich größtenteils vom Tourismus. Dagegen kann man aber nichts sagen, denn schliesslich muss das ganze ja finanziert werden. Und Otjitotongwe machte auf mich einen sehr guten Eindruck was das mit den Tieren angeht. Die Wilden leben in einer großen Gruppe und die zahmen sind auch zu viert und werden nur für ein paar Minuten den Touris "ausgesetzt".
Africat ist ja sowieso "anerkannt" bzw. sinnvoll.
Es ist sicher Geschmackssache ob man solche Einrichtungen besuchen mag oder nicht. Ich kann verstehen, wenn du lieber echte Wildtiere im Busch sehen willst. Ein tolles Erlebnis und einen sinnvoller finanzieller Beitrag (kommt natürlich auf die richtige Einrichtung an!!!) ist es aber schon.
Ich denke, dass da schon viele an die Tiere denken! Aber evtl. leider nicht alle...
Hi Silfri, stimme Dir voll und ganz zu. Wir hatten zwar das Glück im Etosha am Wasserloch 10 Löwen inklusive Jungtiere zu geniesen, dennoch empfand ich es auf Aloegrove wo wir 12 Tage diesen Frühling waren, nicht als "Zoo" weil die unterschiedliche Gehegen so groß sind, das man den leopard gar nicht erspähen konnte, unser Zimmer hatte den Ausblich auf seinem Gehege,nur wenn eine Tierfütterung gemacht wurde, die Löwen nicht immer erschienen, nur die Geparden , die neugierig sind am Zaun kamen. Johan von Aloegrove steht in ständiger Kontakt mit CCF und hat sogar für seine Gäste die Möglichkeit über seinem Gelände dort hin zu fahren um CCF zu besuchen.Wir werden in Oktober 2009 abermals auf Aöoegrove verbringen nachdem wir vorher in Botswana unterwegs sind . Jeder empfindet es nunmal anders. Lieben Gruß Cécile
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
wuestenfuchsThemenstarter86 Beiträge · seit 200901. Juli 2009 · #11
Danke für die Antworten! Mir persönlich sagen Einrichtungen, die für den Schutz und Erhalt von Cheetahs eingerichtet sind, auch viel eher zu als Farmen, wo diese Tiere als "Haustiere" gehalten werden. Wenn ich mit meinem Besuch in Otjitotongwe auch einen finanziellen Beitrag zum Forterhalt der Spezies leiste, umso besser. Geparden die vom Frühstückstisch die Überreste wegfuttern, finde ich zwar "niedlich", aber mein Ding sind solche "Haustiere" denn doch nicht.
Wilde Tiere beobachte ich lieber dort, wo sie leben. Nur würde es mir nie im Leben einfallen, im Busch einem Geparden die Ohren kraulen zu wollen... Und wie gestern meine Frau sagte: "Ich hasse typische Touri-Fallen - aber einmal in meinem Leben einer 'Wild'katze zu begegnen, und das ohne Gitter, das möchte ich erlebt haben."
Otjitotongwe liegt ohnehin so ziemlich auf unserer Route - eine kleine Stippvisite wird sich machen lassen!
PS: Wer Tiere nur in der "absolut freien Wildbahn" beoachten will, sollte konsequenterweise auch umzäunte Nationalparks meiden...;)
PPS: Hat jemand von euch Joy Adamson gelesen? Die Geschichte vom wieder-ausgewilderten Geparden Pippa klingt zwar romantisierend, aber ich wünschte es gäbe mehr Menschen von ihrem Schlag...
swisschees1'715 Beiträge · seit 200601. Juli 2009 · #12
maxnam schrieb:
Mann ist das eine Argumentation. Blos weil jemand in der 2-Wochen-ganz-Namibia-gesehen-Tour nicht die Geduld hatte, die Tiere in freier Wildbahn zu sehen geht man in den "Zoo".
Hallo Max kannst Du mir einen sicheren Tipp geben wie man "in freier Wildbahn" (sprich eingezäunter NP) in 12 Wochen eine oder mehrere Raupkatzen sieht?😐
janet1'419 Beiträge · seit 200901. Juli 2009 · #13
Guten Morgen,
ich habe zu dieser Diskussion eine Frage, da ich noch nicht in Namibia war und diese Situationen der auf Farmen gehaltenen Katzen dort nicht kenne:
Wie schaut das dort aus, wenn die Tiere dort bei den Besitzern leben? Ist das ganze Areal eingezäunt und die Katze(n) können sich frei bewegen, oder haben die spezielle Gehege?
swisschees1'715 Beiträge · seit 200601. Juli 2009 · #14
Hallo janet
In der Regel werden die die Tiere in relativ grossen Gehege gehalten und können z.T. nur bei der Fütterung beobachtet werden. Die Fütterung findet dann in der nähe des Zauns statt oder man wird im Rahmen des Sundowners zur Fütterung gefahren.
Das frei laufen lassen der Tiere oder herum führen an einer Leine ist zwar m.W. verboten, aber letzters habe ich trotzdem noch gesehen.
In der Nähe von Keetmaanshop befindet sich der Giants Playgrund und ein Köcherbaumwald. Beides gehört einem Besitzer und dort haben wir am Abend ebenfalls bei der Fütterung zusehen können. In diesem Zuge konnte ich auch einen Geparden streicheln während er sein Fleisch frass. Der Besitzer hat uns erzählt das er wie die Tiere klein waren er sogar bei ihnen im Gehege geschlafen hatte.
Die Tiere sind in einem großen Gehege untergebracht und man muss keine Angst haben. gruß mike
Juan hat uns von Euch erzählt, da es ungewöhnlich ist, dass Ihr solange auf der Aloegrove wart. Aber es ist schon ein absolut tolles Plätzchen wir wären auch gerne länger geblieben.
Zum Streichen: Die Geparden haben auf der Aloegrove zu 3 ein riesiges eingezäuntes Gelände (die Größe wird übrigens von den Behörden vorgeschrieben) und werden täglich gefüttert. Dabei kann man sie auch fotografieren und ich bin der Meinung, dabei tolle Fotos schießen zu können ist ja kein Fehler! In freier Natur habe ich leider bei meinen vielen Safaris - trotz Geduld! keine gesehen. 😉
Die Argumentation, dann in den Zoo zu gehen finde ich echt übertrieben. Wir haben uns die Lodge nicht wegen der Geparden ausgesucht. Ich finde es trotzdem besser, Tiere die sonst erschossen worden wären dort so zu halten. Die Geparden wurden nicht auf der Aloegrove aufgezogen, sie bekamen im Erwachsenen Alter dort Asyl - oder hätte man sie erschiessen sollen? Und wenn dann die Besitzer der Lodge mit der Raubtierfütterung Geld machen - dann sollen Sie, schließlich kosten die Katzen ja auch Geld.
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200901. Juli 2009 · #17
@wüstenfuchs
den Gepardenbesuch bzw. Game drive solltest du aber auf Otjitotongwe vorreservieren. Tagesbesucher werden auch nicht zu allen Jahreszeiten zugelassen. Lieber die Fütterung/den Game Drive reservieren (auch wenn ihr da übernachtet. In dem Fall natürlich auch die Unterkunft) und genau erfragen, um wie viel Uhr diese losgehen. Die Zeiten sind oft sehr unterschiedlich.
Gruß, Otjikoko.
wuestenfuchsThemenstarter86 Beiträge · seit 200901. Juli 2009 · #18
@Otjikoko: Danke! Ich hoffe, dass sie auf meine Mails reagieren - bei NWR und diversen Farms warte ich schon seit einigen Tagen. Aber ich weiss, dass die Uhren in NAM anders ticken...;)
Otjikoko2'349 Beiträge · seit 200901. Juli 2009 · #19
Alles klar! Beachte beim korrespondieren, dass die Besitzer nur englisch sprechen auch wenn die website auch in deutsch ist. Viel Spaß bei den Cheetahs!
wuestenfuchsThemenstarter86 Beiträge · seit 200901. Juli 2009 · #20
Otjikoko schrieb:
Alles klar! Beachte beim korrespondieren, dass die Besitzer nur englisch sprechen auch wenn die website auch in deutsch ist. Viel Spaß bei den Cheetahs!
Ich korrespondiere mit NAM grundsätzlich in Englisch, solange mir nicht eindeutig gesagt/geschrieben wird, dass er/sie auch Deutsch versteht.B)