Kenia und Tansania, September 2010

8 Antworten · 3'824 Aufrufe · gestartet 28. Juni 2009 von HHaverkamp
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Themenstarter40 Beiträge · seit 200728. Juni 2009 · #1
Hallo Leute,

wir möchten in 2010 Kenia-Süd und Tansania-Nord als Selbstfahrer bereisen. Selbstfahrerkenntnisse sind durch Namibia und Botwana vorhanden.
Wer kann uns Tipps zu Mietwagen (Verleiher, Grenzübergang etc. ) geben. Welchen Verleiher habt ihr genommen? Es wurden ja schon Fortes und Sunworld genannt.
Die Reise soll keine Campingtour werden, sondern die Lodges werden vorgebucht - auch hierzu würden wir uns über Ratschläge freuen.
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387 Beiträge · seit 200928. Juni 2009 · #2
Hallo,
damit es gleich klar ist. Ich kann aufgrund nur positiver Erfahrungen "Sunworld" bedingungslos empfehlen. Ich kenne die Verantwortlichen, den Betrieb in Nairobi und Hermann in Wien.
Deine Erfahrungen aus dem südlichen Afrika werden Dir M.E. relativ wenig nützen, weil die Herausforderungen andere sind.

Ich empfehle Dir, bitte nicht magisch auf den Preis schauen, ein Fahrzeug von Sunworld mit Fahrer. Was ein Fahrzeugen von anderen Vermietern angeboten wird - unglaublich. Würden in Deutschland sofortaus dem Verkehr gezogen werden.
Die Kosten mit Fahrer sind nicht wesentlich höher. Wenn ein Schaden am Fahrzeug passieren sollte, betrifft es Dich kostenmäßig nicht. Kein Fahrer, dann kann es sehr teuer werden. Weitere Vorteile ist die Ortskennnis der Fahrer und die geschulten Augen für Tiersichtungen sehr wichtig. Er wird Tiere sehen, die üblicherweise übersehen werden.

Allein aus Nairobi herauszukommen ist ein Drama. Viersprurig im Kreisverkehr, ohne Leitlinien. Jeder fährt so wie es beliebt. Die Strassen häufig eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern.
Hinweis,- Ortsschilder wie in Namibia oder Südafrika gibt es nicht.
Auch empfehle ich die Lodges und Camps über Sunworld zu buchen. Fragst Du direkt bei den Lodges und Camps an, bekommst Du mit Sicherheit einen höheren Preis genannt.

Schau mal da rein:
http://www.sunworld-safari.com/
http://forum.kenia-inside.com/portal.php?sid=2750cb25521af53653885903b22d435c%20

Wenn Du Informationen zu Parks, Camps und Lodges möchtest, helfe ich Dir gern. Bei der zweiten URL bekommst Du auch Informationen. Mein Tipp:
Plane erstmal Deine Safari und dann lass Dir helfen.

Gruß
Siggi
Siggi Menschen für Afrika begeistern http://www.safaris-in-afika.de
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2009
325 Beiträge · seit 200628. Juni 2009 · #3
Hallo,
tja, genauso habe auch ich das Fahren in Ostafrika kennen gelernt: mit viel Erfahrung aus ZA und NAM nach Ostafrika, zwar nicht mit Mietwagen, sondern mit eigenem , na ja, manche sagen Auto, andere sagen Schrotthaufen....
Lasst Euch da mal nicht ins Boxhorn jagen! Man muß kein strahlender Held sein, um auf ostafrikanischen Straßen zu überleben 😵
Natürlich ist das Fahren was völlig Anderes, als in NAM und Botswana. Da lässt man anderen Verkehrsteilnehmern ja sogar Vorfahrt, während man in KE eher versucht, das Vorankommen des Anderen zu verhindern. Und Nairobi? Na ja, nicht ganz so schlimm wie Bombay (angeblich), aber hier muß man wirklich sehr nervenstark/dreist sein, um durch den Verkehr zu kommen.
In Tansania ist das Fahren wesentlich entspannter, als in KE (auch weil weniger Autos), und mit einem GPS werdet Ihr Euch auch nicht hoffnungslos verirren.
Ein Fahrer hat natürlich die genannten Vorteile, aber so richtig SELBST Afrika erfahren - ist was Anderes. Die kleinen Missgeschicke, die Euch garantiert passieren werden, gehören doch auch irgendwie zum "Abenteuer Afrika" dazu. Kommt immer drauf an, ob Ihr abenteuerlustig seid!
Wenn Ihr kein Abenteuer Afrika sucht, sondern eine luxoriöse Reise, die planmäßig und ohne große Probleme ablaufen soll -> siehe SIGGI.

Tierbeobachtung: für ca. 500 - 1000 ksh (+ Nahrungsmittel) bekommt man in den Parks einen ordentlichen Führer, meistens Massai. Man kann den Preis auch in Form einer Taschenlampe oder eines Handies begleichen (auch bei den Massai).

Gruß
Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
Themenstarter40 Beiträge · seit 200728. Juni 2009 · #4
Vielen Dank Ihr beiden,

da wir ebenfalls in Accra, Ghana und einigen südeuropäischen Großstädten gefahren sind, kann man uns damit wenig beeindrucken 🙂

Ein Fahrer kommt gar nicht in die Tüte (es sei denn, er sitzt auf dem Rücksitz, trinkt unser Bier und hält den Mund)

Wir wissen auch, dass einige Lodges wesentlich teurer sind.
Aber vielleicht habt Ihr ja einige Tipps, wo man preiswerte Übernachtungen findet.
Da wir Kenia-Süd und Tansania-Nord geschrieben haben, ist die Route auch schon (fast) klar.

Gruß aus Leverkusen
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325 Beiträge · seit 200628. Juni 2009 · #5
Leverkusen? Hallo Nachbar! 😁

Lodgen: wie billig/teuer solls sein?
1. Luxus?
2. Wenig Luxus?
3. Extrem wenig Luxus aber ne Toilette sollte es schon geben?
4. Egal, Zelt und ein Loch im Boden sind Luxus genug!

Es gibt in Ostafrika leider nicht das Campingparadies, wie in NAM und ZA. Auch ist es eher unüblich, die Lodgen anzufahren und nach den Preisen zu fragen. Verhandlungsgeschick drückt den Preis oft um 50%. Niemals zugeben, in einer Notsituation zu sein.

Kleine Story am Rande: wir waren in der Mara in der Nähe des Governeurs-Camp unterwegs, als mein Kühler im Auto meinte, er müsse vor Wut und Wasserpumpendefekt kochen. Also das Camp angefahren, um dort ordentlich nachschauen zu können und nach getaner gewiß öliger Arbeit schön duschen zu können. Dem Menschen an der Rezeption kurz mein Problem geschildert und nach einem Zelt für eine Nacht gefragt: 1300.- US$ pro Nase, aber ich könne den Gamedrive dafür mitmachen 🤩
Na ja, so wichtig war die Dusche dann doch nicht!

Auf meiner Seite www.afripix.de -> Camping stehen einige Adressen.

Gruß
Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
843 Beiträge · seit 200828. Juni 2009 · #6
Hallo,

wir wollen auch im Aug/Sep 2010 ohne Fahrer etc. nach Kenya - teilen Eure Einstellung dazu. Evtl. können wir irgendwann mal einen kleinen Erfahrungsaustausch bzgl. Planungsstand machen.
Allerdings wollen wir campen, weil wir mittlerweile 2x im Jahr nach Afrika fliegen. Lodges sind uns daher in Kenya schlicht zu teuer.

Viele Grüße aus K-Dellbrück

Dirk
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287 Beiträge · seit 200929. Juni 2009 · #7
Hallo HHaverkamp,

wir sind auch (schon mehrfach) als Selbstfahrer in Kenia unterwegs und denken, dass es angesichts eurer bisherigen Fahrerfahrungen kein Problem sein dürfte, ohne Fahrer/Guide eine Safari in Kenia zu machen.
Beschilderungen gibt es wenig bis gar nicht, aber mit einer guten Karte, einem guten bis sehr guten Orientierungssinn und gelegentlichem Fragen bei Einheimischen haben wir bisher immer unser Ziel ohne große Probleme erreicht.

Wir kennen NAM und BOT nicht, aber wenn wir den Erzählungen und Berichten der Selbstfahrer im südlichen Afrika so lauschen, kommen wir lediglich zu dem Schluss, dass Kenia andere Herausforderungen für Selbstfahrer bereit hält, die aber durchaus zu bewältigen sind.
Wer in Großstädten Italiens und Frankreichs oder auch in Kairo schon selbst gefahren ist, wird auch ganz gut in Nairobi zurecht kommen - ein bisschen stressresistent sollte man natürlich schon sein. 😉

Auch für Tiersichtungen entwickelt man im Laufe der Jahre einen guten und geübten Blick.

In diesem Jahr werden wir erstmalig mit Navi fahren (Garmin Nüvi 550). Mal sehen, ob uns dieses wirklich eine noch bessere Unterstützung als unser bisheriges Kartenmaterial ist. Bei Interesse werden wir nach unserer Rückkehr gerne darüber berichten. Ansonsten können wir euch folgende Karten empfehlen:

1. Kenia - Reiseführer und Reisekarte
Könemann Verlag
ISBN: 3-89508-869-2
Dieses Buch mit großer ausklappbarer Reisekarte ist allerdings schon recht alt (1998), aber hat uns bisher beste Dienste geleistet. Ob das noch erhältlich ist, wissen wir nicht, vielleicht über amazon.

2. Kenia - Marco Polo, Kosten 9,95 €
Übersichtskarte zum Ausklappen, mit Entfernungstabelle und Ortsregister
ISBN 978-3-8297-3902-3

Autovermietung: www.roversafari.com

Für die Strecken müsst ihr eine wesentlich längere Zeit als im südlichen Afrika einplanen, z.B.

- Nairobi - Massai Mara = ca. 250 km = mind. 6 Std. (ohne Zwischenstopp)
- Nairobi - Mombasa = ca. 480 km = ca. 7- 8 Std. (ohne Zwischenstopp und Zwischenfälle)
- Lake Naivasha - Lake Nakuru = ca. 90 km = 2,5 Std.
- Kisumu - Homa Bay = ca. 100 km = knapp 3 Std.

Da wir nur campen, können wir euch in Bezug auf Lodge - (Vor)Buchungen nicht behilflich sein. Wir haben das 2006 mal versucht für unsere Safari in 2007, aber schließlich erfolglos aufgegeben und uns für Camping entschieden (das muss man nicht vorbuchen und daher ist man ganz unabhängig). Am besten kennen wir uns in der Massai Mara aus und könnten euch zumindest ein paar Lodges nennen, bei denen ihr mal anfragen könnt. Welche Erfahrungen ihr mit diesen privaten Vorbuchungen macht und auch entsprechende Adressen, interessieren uns sehr!

Der Grenzübergang Sandriver Gate in der Massai Mara ist geschlossen. Von Nairobi kommt ihr über Namanga nach Tansania, von der Massai Mara könnte man über Isebania fahren. Klärt mit eurem Autovermieter unbedingt, welche Papiere ihr beim Grenzübertritt für das Auto braucht und ob ihr am gleichen Grenzübergang wieder ausreisen müsst.

Wichtig für den Grenzübertritt Kenia-Tansania und zurück: Ihr benötigt eine Gelbfieberimpfung. Nicht jeder Arzt darf gegen Gelbfieber impfen. Diese Impfung darf nur durch speziell weitergebildete Ärzte verabreicht werden, sogenannte Gelbfieber - Impfstellen. Wo eine solche Gelbfieber - Impfstelle in der Nähe ist, erfährt man unter:

http://www.crm.de/beratungsstellen/index.asp?URL=gelbimpf4.htm

Bei weiteren Fragen helfen wir gerne weiter.

Liebe Grüße
Birgitt und Joachim
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2009
5'479 Beiträge · seit 200906. Juli 2009 · #8
Wir haben eine vergleichbare Reise, wie von Dir geplant, vor 1,5 Jahren gemacht. Schreibe dazu auch gerade einen Reisebericht in diesem Unterforum.

Ich kann Sunworld nur uneingeschränkt empfehlen. Sowohl für den Mietwagen, als auch für die Buchung der Unterkünfte.

Für mich käme ebenfalls ein Fahrer auf keinen Fall in Frage. Zum einen macht mir das Fahren, die Navigation und alle anderen Aspekte, die mit dem Selbstfahren zusammenhängen viel Spaß und sind für mich Teil meines Urlaubserlebnisses. Zum anderen sehe ich in dem Auto auch Teil meiner Privatsphäre, so dass mich dort die permanente Anwesenheit fremder Menschen stören würde.

Wenns noch konkrete Fragen gibt, nur zu.
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Themenstarter40 Beiträge · seit 200715. Aug. 2009 · #9
Hallo Leute,

Vielen Dank für die vielen hilfreichen Tipps.

Habt Ihr zufällig noch Tipps für preiswerte Lodges in der Serengeti?

Die meisten, die wir gefunden haben sind sündhaft teuer.

Vielen Dank im Voraus

Gruß
Hubert
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