Reiseroute beurteilen

9 Antworten · 2'827 Aufrufe · gestartet 09. Jan. 2006 von Gast
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ThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #1
Hallo,

wir planen im Sept. /Okt. eine Namibiareise. Haben folgenden Routenvorschlag bekommen:

Ankunft in Windhoek 1 Übernachtung
Mariental 1 Übernachtung
Keetmanshoop 1 Übernachtung
Fish River Canyon 2 Übernachtungen
Tirasberge 2 Übernachtungen
Maltahöhe 2 Übernachtungen
Swakopmund 2 Übernachtungen
Erongo 1 Übernachtung
Khorixas 1 Übernachtung
Etosha 1 Übernachtung Okaukuejo + 2 Übernachtungen Mushara Lodge
Waterberg 1 Übernachtung
Rückflug Frankfurt

Ich finde diese Route etwas lang für den kurzen Reisezeitraum von nur 19 Tagen. Was haltet Ihr davon? Habe keine Lust die "Sehenswürdigkeiten" nur "abzugrasen" und dann schnell weiter zum nächsten...

Gruss.
Dina
ThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #2
Hallo Dina

Zu deinem Plan. in 19 Tagen kann man eine Menge erleben. Dir frage ist, ist es die erste Reise nach Namibia ? Jeder hat so seine Vorlieben.

Was mir auffällt ist die letzte Übernachtung in Waterberg und dann Abflug Windhoek. Das scheint mehr sehr knapp in der Zeit.

Nach meiner Meinung, lass Mariental ganz fallen, Maltahöhe nur eine Nacht und dann eine Nacht Sossusvlei. Etosha bleibe ich persönlich gerne länger und würde dann lieber die Lodge ausfallen lassen.

Ankunft Etosha, 1 Übernachtung ist recht wenig. Wann willst du Etosha sehen ? Von hier aus direkt nach Windhoek und am nächsten Tag Abflug. Sonst wird das Stress.

Mal sehen was die anderen meinen.

Grüsse Georg
ThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #3
Hallo Dina,
ich kann Deine Befürchtungen sehr gut nachvollziehen; Deine Route ist in 19 Tagen durchaus machbar - fraglich nur, ob sie auch besonders sinnvoll ist. Ich würde mir an Deiner Stelle zunächst mal überlegen, ob der Süden überhaupt sein muss. Mit dem Fish River Canyon und den Tirasbergen hast Du Dir ohne Zweifel ein paar schöne Ziele ausgesucht ( wieso dann eigentlich nicht auch noch Sossusvlei und Duwisib ??) - aber um die zu erreichen, fährst Du ca. 1.500 km und brauchst dafür 7 Tage. Deine Reisezeit Sep./Okt. " schreit" förmlich nach Etosha - aber dafür hast Du Dir einschl. Mushara nur 3 Tage vorgenommen; dabei ist Mushara - bestimmt eine schöne Lodge, ich kenne allerdings nur Aoba - noch nicht mal Etosha i.e.S., sondern außerhalb. So wirst Du eigentlich von Etosha gar nichts mitbekommen - Du kommst am späten Nachmittag in Okaukuejo an und hast am nächsten Tag rund 160 km Parkdurchfahrt mit max. 60 km/h, um nach Mushara zu kommen. Bei dieser Planung kannst Du schon fast von Glück reden, wenn Du ein paar Springböcke zu Gesicht bekommst. Gönn Dir das Vergnügen und plane für die 3 Etosha-Camps je 2 Nächte ein und dann noch zum Verwöhnen 2 Nächte Mushara, dann hast Du 8 wundervolle Tage mit fast garantiert reichen Tiererlebnissen. Und auf der Rückreise nach Windhoek machst Du nicht am Waterberg, sondern auf Okonjima im Bush-Camp 2 Nächte Station. Sollte bei dieser Planung noch irgendwo ein Tag übrig bleiben, dann wäre der in Swakopmund gut investiert - m.E. wirklich ein Ort, in dem man auch ein paar Tage länger bleiben kann. Nur mal rein vorsorglich: solltest Du Dich für einen längeren Aufenthalt in Etosha entscheiden, dann wirst Du vermutlich bei einer Reservierungsanfrage die Auskunft erhalten, dass alles ausgebucht ist. Das sollte Dich nicht schrecken - es wird immer wieder etwas frei - aber mitunter erst 1 Tag vor Deiner Ankunft. Damit muss man leben - oder: Du buchst über einen Reiseveranstalter, denn der hat sich üblicherweise ein bestimmtes Bettenkontingent für Etosha reservieren lassen.
Gruß Joli
ThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #4
@Joli & Dina

Ich merke immer wieder dass ich mehr mit Joli übereinstimme.

Der Süden und Norden auf einmal ist etwas zu viel. Mein Plan wäre da auch anders gewesen, besonders Etosha ist mein Hauptziel mit Sossusvlei und Swakopmund. Das wäre auch zu überlegen.

Windhuk, Sossusvlei, Swakop, Khorixas, Etosha, und dann wie Joli sagt zum verwöhnen auf eine Lodge. Auf jeden Fall aber noch eine Übernachtung in Windhuk vor dem Abflug.

Bei der nächsten Reise könnt ihr ja auch den Süden erkunden auch mit Kalahari. Alles auf einmal geht in 19 Tagen schlecht.

Viel Spass beim Planen
ThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #5
Moin

Da kann ich mich meinen Vorredner nur anschliessen. Die vorgeschlagene Route in 19 Tagen zu bewältigen ist bestimmt machbar, aber purer Wahnsinn.

Ich schlage ebenfalls vor, den Süden für dieses Mal auszulassen und bei Gelegenheit beim nächsten Besuch zu bereisen. Das gibt dann eben mehr Spielraum und aus meiner Sicht völlig unnötige Übernachtungsstops wie in Mariental (was will man da?) fallen weg. So habt ihr die Möglichkeit, Sossusvlei einzubauen und wie gesagt mehr Zeit im Etosha zu verbringen.

Grüsse aus Zürich,
Samuel.
ThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #6
Hallo
Bin für einmal auch mit meinen Vorpostern einig. In 19 Tagen würde ich mich nicht südlicher als Sossusvlei (das aber sicher) und nicht nördlicher als Etosha (mind. 4 Tage) bewegen. Je nach Abflugszeit würde ich keine extra Nacht in Windhoek verbringen (ist schade darum), denn ab Etosha ist alles Teer und somit reifentechnisch weniger heikel. Ob nun eine Luxuslodge am Ende wirklich nötig ist, hängt vom Geschmack und vom Geldbeuter ab. Viel Spass und Gruss, Thomas
ThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #7
Hallo Dina,

Joli und ich sind eigentlich meist der gleichen Meinung, was Reiserouten betrifft. Ich neige jedoch durchaus auch schonmal dazu, den Radius der Touren trotz Zeitbegrenzung etwas auszuweiten. Außerdem spielen "Hochpreis-Unterkünfte" zum "Verwöhnen" in meinen Reiseplanungen aufgrund des eingeschränkten Budgets keine Rolle. Grundsätzlich bin ich aber immer der Meinung, dass man möglichst zwei Nächte an einem Ort verbringen und stattdessen zwischendurch auch mal etwas weitere "Sprünge" machen sollte.

Ich halte den dir vorliegenden Reisevorschlag in groben Zügen durchaus für machbar und sogar sinnvoll, würde jedoch durch das Weglassen "unsinniger" Stationen soviel Freiraum schaffen, dass weitgehend Mehrfachübernachtungen an den jeweiligen Etappenzielen möglich sind:

Ankunft Windhoek 1 Übernachtung
Keetmanshoop 1 Übernachtung
Fish River Canyon 2 Übernachtungen
Tirasberge 2 Übernachtungen
Region Sesriem (statt Maltahöhe) 2 Übernachtungen
Swakopmund 2 Übernachtungen
Khorixas 2 Übernachtungen
Etosha 4 Übernachtungen (in verschiedenen Restcamps im Park)
Windhoek 1 Übernachtung

Zur Erläuterung:

Einen Sinn zur Zwischenübernachtung in Mariental sehe ich nicht (ersatzlos streichen).

1 Übernachtung in Keetmanshoop reicht zur Besichtigung des Köcherbaumwaldes aus.

Ich denke mal, dass die Station Maltahöhe in deiner Reiseplanung steht, um an dem freien Tag von dort aus eine Fahrt ins Sossusvlei zu machen. Habe ich auch schonmal gemacht, da wir bei Freunden in Maltahöhe gewohnt haben, ist aber schon recht stressig. Näher dran wäre besser.

1 Übernachtung im Erongo halte ich für unsinnig. Von Swakopmund kann man locker bis Khorixas durchfahren.

2 Übernachtungen bei Khorixas sind zu empfehlen, wenn man sich für die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung interessiert (wovon ich in deinem Fall mal ausgehe). Oder einfach mal in der Vingerklip Lodge (ist bei mir Budget-Grenze) ausspannen.

Unter Auslassung des Waterbergs und bei Einfügung einer Abschlussübernachtung in Windhoek springen bei der Planung sogar noch insgesamt 4 Übernachtungen in Etosha raus (möglichst in den Restcamps im Park selbst).

So, dann plane mal fröhlich weiter. Hoffentlich schmeißt du nach 10 Vorschlägen nicht alles hin (und nimmst doch den Original-Vorschlag).

Viel Spaß
Armin
ThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #8
Vielen Dank für die Antworten, da hat mich mein Gefühl ja nicht getäuscht...
Würdet Ihr eine Reise über einen Veranstalter buchen oder alles selbst organisieren? Es ist die erste Reise nach Namibia. Waren im letzten Jahr in Südafrika unterwegs.

Gruss Dina
ThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #9
@Armin:

zu Khorixas: Also wenn Du nur die Sehenswürdigkeiten "Versteinerter Wald", Twyfelfontein und Orgelpfeifen meinst, so würde ich sagen, dass man die locker an einem Vormittag auf der Durchreise abklappern kann.
Wir sind eines Morgens von Okaukuejoe über Outjo zur Fingerklippe gefahren, haben uns dort eine Stunde aufgehalten. Allerdings muß ich erwähnen, daß ein Marsch zur Klippe an sich an diesem Tag nicht möglich war und wir deshalb die Stunde in der Lodge mit kühlen Getränken verbracht haben. Anschließend sind wir zum versteinerten Wald und haben im Xaragu-Camp, 15km nordöstlich Twyfelfontein, nahe der Straße dorthin übernachtet (übrigens empfehlenswert). Am nächsten Morgen sind wir rasch zu den Felsgravuren von Twyfel. gefahren, danach Richtung Swakopmund über Uis. An den Orgelpfeifen kommt man da automatisch vorbei und länger als ca. 15 min. gibt es dort eh nichts zu sehen, meine ich.
Das war natürlich nicht ganz unanstrengend. Wenn Euer Budget es hergibt, dann wäre es vielleicht zu empfehlen, dass Ihr von Swakopmund nach Twyfelfontein fahrt, dort irgendwo übernachtet. Am nächsten Morgen könnt Ihr Euch diese Sehenswürdigkeiten anschauen oder evtl. teils schon am selben Tage und am anschließend vielleicht nur bis zur Vingerklip-Lodge fahren. Unterwegs liegt wieder der versteinerte Wald, direkt an der Straße.

@ DINA:
Unbedingt selbst organisieren. Wenn Ihr schon Afrika-Erfahrung habt, dann spricht eh nichts dagegen. Wir sind in 05 das erste Mal in Afrika und Namibia gewesen und für mich war es überhaupt der erste Aufenthalt außerhalb der EU. Ich kann also nicht sagen, dass ich besonders reiseerfahren bin und wir haben trotzdem alles selbst gemacht. Mit Erfolg, viel Spaß und sehr viel Individualität. Ich persönlich würde auch nichts vorbuchen, da es mir wichtig ist, alles vor Ort den Gegebenheiten anpassen zu können. Wenn es mir besonders gut gefällt (so z.B. in Swakopmund geschehen) dann möchte ich länger verweilen, andernfalls fahre ich eben gemäß meinem Plan weiter.

Viel Erfolg und viel Spaß!
ThemenstarterGast09. Jan. 2006 · #10
Hallo Dina,
eigentlich ist Namibia ein klassisches Selbstfahrer-Land, wobei ich die Selbstorganisation jetzt mal mit einschließe. Du kannst alles, was Du Dir ausgesucht hast, normalerweise übers Internet selbst buchen. Einziges Problem: gelegentlich werden zur Buchungsbestätigung Anzahlungen verlangt und Überweisungen nach Namibia sind mitunter unzuverlässig, auf jeden Fall aber teuer. Wir machen es daher immer so, dass wir unsere Buchungswünsche über ein in Windhoek ansässiges Reisebüro abwickeln. Oder man sucht sich ein renomiertes Unternehmen hier in Deutschland, was auch unter dem Gesichtspunkt der "Reiseplanung aus einer Hand" ( also incl. Flug und Mietwagen) und des deutschen Reiserechts gewisse Vorteile hat. Dabei kann auch das durchaus eine Individual-Reise sein. Der Vorteil der geführten (Klein-)Gruppenreise - als dritte Alternative - liegt einfach in der Bequemlichkeit und der besseren Einführung in das Land. Wenn man das erste Mal nach Namibia reist, kann das von Vorteil sein. Aber es muss nicht sein - zumal Ihr ja Südafrika-Erfahrung habt.
Gruß Joli
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