GAGastThemenstarterGast05. Jan. 2006 · #1... auch wir haben das große Glück, dieses Jahr vom 29. Juli bis 26. August durch Namibia zu fahren.
Wir werden uns einen 4 x 4 mieten, vermutlich einen in dem man zur Not auch hinten drin schlafen kann ( Nissan Single Cab oder einen Adventurer), wollen generell aber schon in B&B`s oder Loges übernachten.
Wir wollen keine Übernachtungen vorbuchen, da wir doch die Route relativ offen halten wollen, und dort verweilen, wo es uns gerade gefällt. Haben natürlich schon unsere Vorstellungen was wir sehen wollen. Ethosa - Victoria Fälle - Chope - Sossusvlei - Namib Nauklif, ... und je nach Zeit evtl. runter bis zum Fish-River, falls das überhaupt alles machbar ist. Haben uns vorletztes Jahr in 3 1/2 Wochen durch Südafrika geschlagen, was überhaupt kein problem war, ich glaube aber das wir uns dieses mal etwas mit der Zeit verschätzen.
Sind uns auch noch nicht sicher, ob wir von Windhoek aus zuerst Richtung Swadkopmund - Twyfelfontein - Ethos - Caprivi - Victoria Fälle - Chope NP und evtl. über Maun und das Okavango Delta oder besser wieder über den Caprivi Strip zurück sollen und dann ggf. noch schauen ob wir zeit für den Namib Nauklif und den weiteren Süden haben.
Wie siehts den generell mit " Spontan-Quartier-Suche " aus, meine größte Sorge ist, das wir abends, ohne " sicheres " Quartier miten in der Pampa stehen, gut zur Not haben wir ja unsere Schlafgelegenheit dabei, muß aber já nicht einfach so an der Strasse sein.
Welchen Vermiter könnt ihr uns denn empfehlen, ich weiß ist hier ein heikles Thema, brauche ja auch nur ein paar Tipps, haben bisher ein Angebot von Avis für 110 Euro/Tag und von Britz für 97 Euro/Tag für einen 4 x 4 mit Schlafgelegenheit.
Wie siehts den mit Traveller Checks aus, zu empfehlen oder eher nicht und wenn dann Euro oder Dollar ??? Werden natürlich die Kreditkarte dabei haben und auch ein paar Bar-Dollar für die Grenze an den Victoria Fällen.
Haben ja noch einige Wochen Zeit zum planen, Danke schon mal für eure Tipps. Komme bestimmt nochmal mit Fragen auf die "Profis" hier zu.
GAGastThemenstarterGast05. Jan. 2006 · #2"...ein paar Bar-Dollar für die Grenze an den Victoria Fällen..."
ein paar ist gut.
Rechne mal mit 200-250 US$ für 2 Tage Victoria Falls!
-Fähre ab Kazungula (60 US$ retour)
-Visum Zambia (65 US$ p.P.) oder Zimbabwe (30 US$)
-Eintritt Fälle (10 US$ p.P. in Zambia, 20 US$ in Zim)
-Übernachtung
-checke die generelle Möglichkeit bzw. Erlaubnis mit dem Autovermieter ab
Ab Namibia Richtung Victoria Fälle, egal ob über Caprivi retour oder eine Strecke Kasane-Maun-Ghanzi solltest Du mindestens 10 Tage einplanen, sonst wird´s stressig.
Der nördliche Teil vom Chobe mit seinen Elefanten ist seit Monaten im mittleren Drittel wegen Milzbrand gesperrt. Weitere Schliessungen nicht ausgeschlossen, aber auch positive Veränderungen möglich...
Über Savuti und Moremi nach Maun ist toll, aber 350-500 Kilometer teilweise sehr sandig und z.Zt. einsam und anstrengend. Nicht unbedingt 4x4-Erfahrung vorausgesetzt, aber man sollte schon wissen, was man sich und dem Wagen zutrauen kann und sollte.
Laß Dich auf dieser Strecke nicht wegen irgendwelchen Vorausbuchungen schon Monate im voraus verrückt machen. Einen Stellplatz für eine Nacht wirst Du ohne Probleme überall finden.
B&B´s gibt es ´da oben rechts´ eher weniger, eher teure Lodges, aber genügend Camps. Wenn kein richtiger Camper, dann würde ich ein Bodenzelt im Gepäck empfehlen.
Evtl. wirds in Etosha eng (deutsche Ferien), aber mit Camper/Zelt sollte das nicht das grösste Problem sein. Wenn doch, pennt man eben draussen außerhalb des Parks (Richtung Outjo oder Tsumeb). Ist eh billiger!
Summa summarum empfehle ich einen 4x4-Camper mit Dachzelt und geläufiger Ausrüstung. Ob günstig und älter von kleineren Firmen oder namhafte und teurere hängt vom Geldbeutel ab (natron.net). Wer nicht unbedingt 4x4- oder Camping-Freak ist, dem ist das Auto und die Ausrüstung egal, Hauptsache es funzt. Übrigens kann sich ein "Nomad"-Camper günstig anhören, kostet aber bei Britz mit der Full-Cover Insurance so ab 170EUR/Tag.
Beim Allrad-Camper mit Dachzelt KANN man IMMER im Auto schlafen, muss aber nicht, ohne Camper (Allrad oder PKW) MUSST Du Dir abends immer was zum schlafen suchen.
Wenn ihr routenmäßig nur den mittleren und nördlichen Teil, sowie Caprivi und Botswana machen wollt, dann würde ich eure einzige Süd-Destination Fish River auslassen. Sind ja schon ab WDH locker 1500km retour.
"Mitten in der Pampa ohne sicheres Quartier" ist ja eigentlich schon ein Widerspruch. Gerade mitten in der Pampa bist Du am sichersten.
Genug erzählt
Gruss
Petra
JOjoliThemenstarterGast05. Jan. 2006 · #3Hallo Ti. und Ta.,
Ihr geht Eure Reise so ganz anders an wie wir - da hab ich so manchmal meine Probleme, Euch zu folgen. Aber eines ist, glaube ich, klar: bei 4 Wochen Gesamtreisezeit ist das "volle" Programm so nicht machbar; Windhoek bis VicFalls und zurück einschließlich Etosha - das sollte gehen. Aber alles andere wie Swakopmund, Sossusvlei oder gar Fish River Canyon - das könnt Ihr getrost streichen, es sei denn, Ihr wollt den Wettbewerb " die längste Strecke in der kürzesten Zeit" gewinnen. Auch für den Chobe bzw. das Okavangodelta wird nicht so viel übrig bleiben wie man eigentlich brauchte. Wir werden im Oktober auch durch den Caprivi fahren und haben uns dafür von Johannesburg bis Windhoek einschl. Etosha 25 Tage vorgenommen - ohne Chobe oder Okavango. Ich will Euch damit keinen Maßstab " vorgeben" - es geht bestimmt auch schneller. Aber tut Euch den Gefallen und nehmt Euch Zeit. - Ohne Vorbuchung zu fahren, ist zwar möglich, schafft aber Zeitdruck deshalb, weil man schon am Morgen anfängt zu suchen, wo man abends übernachten kann. Es gibt zwar ausreichend Möglichkeiten, aber man muss dann u.U. nehmen, was kommt. Und das kann mitunter ganz schön teuer werden. Ja - Ihr habt immer noch die Möglichkeit, im Auto zu schlafen oder im Zelt - aber Eurer Schilderung nach seht Ihr das als Notlösung an. Und eine Reise, die u.U. aus Notlösungen zusammengestoppelt werden muss, ist selten eine schöne Reise. Da sind diejenigen, die von vorne herein an eine Campingreise durch Namibia denken, mental besser dran. Ich verstehe ja den Wunsch nach zeitlicher Unabhängigkeit und Spontanität - aber ich kenne nur sehr wenige Plätze in Namibia, an denen ich es nicht mindestens 2 Tage aushalten würde. Mit einem solchen Zeit-Ansatz geplant, könnt Ihr ziemlich sicher sein, dass Ihr in der Euch zur Verfügung stehenden knappen Zeit das Maximum an Namibiaerlebnissen erreicht. Und Ihr werdet hinterher nicht das Gefühl haben, in einem Zeitkorsett eingezwängt gewesen zu sein. Vielleicht überdenkt Ihr Euer Vorhaben nochmals in diese Richtung.
Viel Spaß - Joli
PAPascalinahThemenstarterGast05. Jan. 2006 · #4Hallo Ti und Ta,
wir sind bei unserer ersten Nam-Reise in etwa eure Strecke in 5 Wochen gefahren. Ich hänge dir die Route mal an. Vielleicht hilft`s ja ein wenig.
LG
Pascalinah
Datum Strecke km Camp
So. 21.05.1995 Windhoek - Dann Viljoen Wildpark 25 Daan Viljoen Wildpark
Mo. 22.05.1995 Windhoek - Hardap-Dam 255 Hardap-Dam
Di. 23.05.1995 Hardap-Dam - Keetmannshoop 250 Köcherbaumwald
Mi. 24.05.1995 Keetmannshoop - Ai Ais 276 Ai Ais
Do. 25.05.1995 am Fish-River Canyon entlang 70 Hobas
Fr. 26.05.1995 Fish-River Canyon - Lüderitz 425 Lüderitz - Haifischinsel
Sa. 27.05.1995 Lüderitz - Kolkmannskoppe - Lüderitz 50 Lüderitz - Haifischinsel
So. 28.05.1995 Lüderitz - Sesriem 475 Sesriem-Camp
Mo. 29.05.1995 Sesriem - Sossusvlei 150 Sesriem-Camp
Di. 30.05.1995 Sesriem - Swakopmund 320 Fischerhütte
Mi. 31.05.1995 Swakopmund - Welwitschia-Fläche 170 Fischerhütte
Do. 01.06.1995 Swakopmund - Ameib Farm 220 Ameib Farm
Fr. 02.06.1995 Khorixas 320 Khorixas-Camp
Sa. 03.06.1995 Khorixas - Tweifelfontein - Khorixas 250 Khorixas-Camp
So. 04.06.1995 Khorixas - Etosha NP 280 Okajuejo
Mo. 05.06.1995 Etosha NP Halali
Di. 06.06.1995 Etosha NP Namutoni
Mi. 07.06.1995 Namutoni - B 8 - Rundu 280 Sarasungu Lodge
Do. 08.06.1995 Rundu - Popa Falls - Shakawe 350 Popa Falls
Fr. 09.06.1995 Popa Falls - Katima Mulilo 300 Zambesi Lodge
Sa. 10.06.1995 Katima Mulilo - Vicotria Falls 230 Victoria Falls Rest Camp
So. 11.06.1995 Victoria Falls Victoria Falls Rest Camp
Mo. 12.06.1995 Victoria Falls - Maun 370 Island Safari Lodge
Di. 13.06.1995 Maun
Mi. 14.06.1995 Maun - Gobabis/Namibia 600 Welcome Restcamp
Do. 15.06.1995 Gobabis - Windhoek 370 Daan Viljoen Wildpark
Fr. 16.06.1995 Windhoek - Waterberg Plateau 380
Sa. 17.06.1995 Waterberg Plateau
So. 18.06.1995 Waterberg Plateau
Mo. 19.06.1995 Waterberg Plateau - Windhoek 380 Daan Viljoen Wildpark
Di. 20.06.1995 Windhoek
Mi. 21.06.1995 Rückflug Windhoek - Frankfurt
Am Waterberg Plateau würde ich heute keine 2 Tage mehr bleiben. Da kam `ne Horde Outlander... na, danke schön! Macht nen großen Bogen um diese Lärmbüttel!!!
WWwww.dt800.deThemenstarterGast05. Jan. 2006 · #5Das Zambia - Visum kostet 25 USD per P. f. Deutsche. 65 USD meines Wissens nur für Engländer.
Gruss
www.dt800.de
GAGastThemenstarterGast06. Jan. 2006 · #6@dt800
Definitiv nicht! Stand 19.12.: 65US$ ! Es war auch kein Christmas-Aufpreis
@pascalinah
"Mo. 12.06.1995 Victoria Falls - Maun 370 Island Safari Lodge"
Wie habt ihr das denn gemacht? Durchgeflogen oder 12 h nonstop gefahren? Auf alle Fälle habt ihr wenig gesehen.
Gerade für diese Strecke sollte man sich mindestens 3 Tage Zeit nehmen.
Alles in allem sind mehr als 300 Kilometer fast jeden Tag und bis manchmal 600 Kilometer einfach zu viel, gerade, wenn man zu 1. Mal im Land ist.
Petra
TOTomcatThemenstarterGast06. Jan. 2006 · #7Hallo Zusammen
Wir bereisen das südlich Afrika seit fast 20 Jahren und hatten noch praktisch nie eine Reservation, und auch noch nie ein Problem eine Bleibe zu finden. Ohne Reservationen kann eine Reise viel spontaner abgewickelt werden…unseren Zeitplan werfen wir jedenfalls bei jeder Reise in paar Mal über den Haufen. Ist ja mühsam man hat einen genialen Platz gefunden und muss wegen Reservationen weiterfahren…
Eure Route ist nicht schlecht, Zeit habt ihr genug und ich würde auf jeden Fall über Chobe und Moremi nach Windhoek zurückfahren. Das Okavango ist genial…falls es kanpp wird, würde ich den Fish River weglassen, der liegt doch sehr weit unten und muss nicht unbedingt ins Progamm meiner Meinung nach.
schöner Gruss Tom
WWwww.dt800.deThemenstarterGast06. Jan. 2006 · #8Visagebühren für Sambia sind:
VISA GEBÜHR in bar
# Euro 25,-- für einmalige Einreise
# Euro 50,-- für zweimalige Einreise
# Euro 75,-- für mehrmalige Einreise
Quelle: Botschaft Sambia in der BRD
....
Selbst bezahlt habe ich die 25 USD (vor Ort) noch im Okt. Die Angabe 65 USD kann nur auf einer Verwechslung beruhen. Ist also definitiv falsch !
Gruss
www.dt800.de
PAPascalinahThemenstarterGast06. Jan. 2006 · #9@ Petra,
durch die Magadigadi Pan sind wir von Vic Falls nach Maun gefahren. Durch den Chobe wäre sicherlich interessanter gewesen, aber da war derzeit irgendwo `ne Sperrung. Das weiß ich heute nicht mehr so genau. Und durch die Magadigadi gibts nun mal nicht allzu viel zu sehen. Ebenso auf der Strecke Maun - Gobabis. Kennst du da Sehenswertes und wo sollte man da zum Übernachten verweilen?
Die 2 langen Fahrtage haben uns nichts ausgemacht, wir waren immer schon sehr früh losgefahren, ca. 6.30 Uhr. Vermisst haben wir nichts. Wenn man erst um 10.00 Uhr los kommt wirds natürlich eng.
Letztendlich muss jeder selbst wissen wie lange er fährt. Heutzutage fahren wir durchschnittlich 200 km pro Tag. Aber wenn`s nichts zu sehen gibt, werden es auch mal mehr.
LG
Pascalinah
GAGastThemenstarterGast07. Jan. 2006 · #10Die Route ist ok. Fish River würde ich auch wegen der Entfernung weglassen. Übernachtung: Wenn kein 4x4 mitv Dachzelt nehmt ein normales Bodenzelt mit oder einen Camper mit Schlafplätzen hinten (aber dann mit Kochzeug!). Preis 100,- Euro kann passen und wäre ok.
REReimerThemenstarterGast07. Jan. 2006 · #11Hallo Ti&Ta,
eine schöne Reise die Ihr da plant. Auch ich bin bisher immer ohne Reservierung gefahren und habe noch immer eine Farm gefunden wo ich habe übernachten können.
Eine große Tour inkl. Fischfluss Canyon ist in 4 Wochen nicht zu schaffen (Ihr seid doch in Urlaub, nicht auf der Flucht). Swakopmund und die Küste würde ich auch auslassen, aber wenn's zeitlich irgendwie hinhaut nehmt die Dünen am Sossusvlei mit. Und dann von dort direkt nach Norden über Karibib, Omaruru nach Okaukuejo.
Von Katima Mulilo aus könnt Ihr duch Zambia nach Livingstone an der Ostseite der Victoria Fälle fahren und hier dann über die Brücke nach Victoria Falls in Zimbabwe.
Von Vic-Falls solltet Ihr unbedingt über Kasane, Chobe und Moremi Park und Maun nach Gobabis und W'hk zurück fahren.
Wie's allerdings mit Übernachtungsmöglichkeiten in Zambia, Zimbabwe und Botswana aussieht kann ich nicht sagen. Karten, Reiseführer sind sicherlich über Namibiana (www.namibiana.de) zu kriegen.
Beste Grüße, Reimer
GAGastThemenstarterGast08. Jan. 2006 · #12hallo an alle, die uns so zahlreich geantwortet haben, sind wirklich einige tolle tipps dabei.
melden uns mit sicherheit nochmals, da uns bestimmt noch einige fragen einfallen, bis dahin vielen dank !!!
GAGastThemenstarterGast08. Jan. 2006 · #13Swakopmund und die Küste würde ich auch auslassen, aber wenn's zeitlich irgendwie hinhaut nehmt die Dünen am Sossusvlei mit. Und dann von dort direkt nach Norden über Karibib
Wer Swakopmund auslässt, der hat meiner Meinung nach ein echtes Highlight verpasst. Aber die Geschmäcker sind ja unterschiedlich.
GAGastThemenstarterGast11. Jan. 2006 · #14Suche auch nach einer Möglichkeit, "günstig" -was Zeit und Geld betrifft-
zu den Vic Falls zu gelangen. Ist schon mal jemand geflogen oder mit
dem Bus gefahren???? Wollte auch einen Tag mehr einplanen falls
der Flug Verspätung hat. Danke.
Chris