Hallo zusammen die zwei Giraffenbilder sind ja interessant von der Fellmusterung her...
Ich weiss, dass Giraffen im Moment in 4 Arten unterteilt werden, und dazu gibt es noch Unterarten. Kann das jemand bei diesen zwei Bildern konkret zuordnen? LG Kudu
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt. Paulo Coelho
Ich habe mal einen Reisebericht gelesen und mich auch gefragt, wie sich eine z.B. Nubische Giraffe von anderen unterscheidet ... 1. Südafrikanische Giraffe (Southern Giraffe) Verbreitung: Botswana, Namibia, Zimbabwe, Südafrika Merkmale:
dunklere Fellfarbe
sternförmige, unregelmäßige Flecken
Flecken reichen oft bis weit an die Beine
passt perfekt zur trockenen Savanne
2. Masai-Giraffe Verbreitung: Kenia und Tansania Merkmale:
sehr unregelmäßige, gezackte Flecken
Muster erinnert fast an Weinblätter
oft dunkler und kontrastreicher
Die Masai-Giraffe gilt als die am „wildesten“ gemusterte Giraffe. 3. Netzgiraffe (Reticulated Giraffe) Verbreitung: Nordkenia, Somalia, Äthiopien Merkmale:
sehr geometrisches Muster
große polygonale Flecken
helle, scharfe Linien zwischen den Flecken
wirkt fast wie ein Netz
Eine der am leichtesten erkennbaren Giraffen-Arten. 4. Nubische Giraffe Verbreitung: Uganda, Südsudan, Äthiopien Merkmale:
große kastanienbraune Flecken
helle Beine unterhalb der Knie („weiße Socken“)
ruhigeres und klareres Muster
Die früher sogenannte „Rothschild-Giraffe“ wird heute meist zur Nubischen Giraffe gezählt. 5. Kordofan-Giraffe Verbreitung: Zentralafrika Merkmale:
kleinere, unregelmäßige Flecken
weniger kontrastreich
hellere Grundfarbe
Sehr selten und wenig bekannt. 6. Westafrikanische Giraffe Verbreitung: Niger Merkmale:
sehr helle Fellfarbe
orange-braune Flecken
vergleichsweise schlichtes Muster
Eine der seltensten Giraffen überhaupt.
Die unterschiedlichen Muster wirken je nach Landschaft völlig anders:
Masai-Giraffen wirken dramatisch und kontrastreich
Netzgiraffen fast grafisch und künstlich
Südafrikanische Giraffen harmonieren wunderbar mit trockenem Buschland
Meine Googlerei zeigt, dass da wohl immer noch viel Uneinigkeit herrscht in der Giraffen-Systematik und vielleicht auch viele falsche/veraltete Infos im Netz stehen. Ich finde meist das: Die Art Südafrikanische Giraffe oder Süd-Giraffe (Giraffa giraffa) wird in 2 Unterarten geteilt: Angola-Giraffe (Giraffa giraffa angolensis) Kap-Giraffe (Giraffa giraffa giraffa). Vermutlich (meine Schlussfolgerung) sind beide Bilder Angola-Giraffen, was von den Konturen und der Verbreitung her am ehesten stimmt. Dass das eine Fellmuster viel dunkler ist als das andere könnte (meine Idee, nicht wissenschaftlich...) mit Alter, Geschlecht, Lichtverhältnisse zu tun haben .
Lassen wir das mal so stehen und entern den Reisebericht nicht mit Girafferie. Wäre ja schade, wenn Bele nicht weiterfährt, sondern schmollt wegen meinem Einwurf.
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt. Paulo Coelho
ChampagnerThemenstarter8’791 Beiträge · seit 201019. Mai 2026 ·
Lassen wir das mal so stehen und entern den Reisebericht nicht mit Girafferie. Wäre ja schade, wenn Bele nicht weiterfährt, sondern schmollt wegen meinem Einwurf.
😄 😄 😄 Warum sollte ich schmollen? Ich hatte ein paar andere Baustellen in den letzten Tagen, that's it!
Ich musste eher lachen, als diese Frage kam 😉 ,
Kudu schrieb: Ich weiss, dass Giraffen im Moment in 4 Arten unterteilt werden, und dazu gibt es noch Unterarten. Kann das jemand bei diesen zwei Bildern konkret zuordnen? LG Kudu
denn du hast - wenn ich nicht irgendwas total durcheinander bringe - mich schon einmal in einem Bericht wegen eines etwas sonderbaren Giraffenfotos (also die Giraffe sah sonderbar aus, nicht das Foto) ange"sprochen" 🙂 und solche Kommentare/Beteilgungen freuen mich ja auch 🙂 . Und daher musste ich vor Ort tatsächlich an dich denken, als ich das Foto von dieser dunklen Giraffe gemacht habe, weil ich mir echt überlegt habe, ob du wohl dieses Mal auch nachfragst 🤪 !
Allerdings fragst du leider wieder die Falsche 🙁 - ich kenne mich damit nämlich gar nicht aus 🙄 .
Daher danke an Elena fürs Recherchieren! Ob das alles noch so stimmt oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
Ich kann aber definitiv sagen, dass diese dunkle Giraffe wirklich viel dunkler war als die anderen, schlechtes Licht hin oder her.... Und auch das Muster war besonders stark "ausgefranst". Die Giraffe, bzw. genauer gesagt der Giraffen-Mann sah auch schon ziemlich "gebraucht" aus.
Und ich kann auch sagen, dass - wenn nichts dazwischen kommt - das nächste Kapitel bald fertig ist.
ChampagnerThemenstarter8’791 Beiträge · seit 201019. Mai 2026 ·
15. Februar 2026: Abschieds-Nachmittags-Game-Drive in der Khwai Concession vom Khwai Guesthouse aus
Bevor wir zum Gamedrive losfahren, knipse ich noch die Common Myna. Eigentlich gehört die ja gar nicht nach Afrika und schon gar nicht ins Delta (laut Roberts), aber inzwischen treiben die sich ja überall herum, ich habe sie auch schon in Savuti gsehen.
Übrigens ist mir zu der Wilddog-Sichtung heute morgen noch eingefallen, dass Wilddogs die Lieblingstiere von Diteko sind: “I love their social structure, it’s amazing how they support each other. For instance if one is ill or weak the rest of the pack nurse it back to health.” 😘
Bruce, der Assistant Manager und KD verabschieden uns zu unserem letzten Gamedrive in der Khwai Concession. Der Sonnenschein wird leider nicht lange anhalten 🙁 .
Wir verlassen das Guesthouse nach links und müssen wieder durch die Pfütze davor, die inzwischen deutlich größer geworden ist (danke Simone für das Foto). Was man nicht sieht, ist die Tatsache, dass sie auch sehr tief ist.
Aktuell ist es noch kein großes Problem, durchzukommen, aber das Wasser wird jeden Tag weitersteigen, Anfang März schreibt mir Heiko, dass sein Team Tag und Nacht kämpft, um das Wasser vom Khwai Guesthouse und vom Sango Safari Camp fernzuhalten.
Im Netz gab es genau von dieser Stelle Mitte März einige Fotos, leider hab ich den Namen des Fotografen gerade nicht mehr parat, könnte ihn aber bei Bedarf finden.
Hier der Blick in genau die Richtung, in die wir "eben" auch fahren, man kann das weiße Schild ganz hinten erkennen:
Links die Einfahrt zum KGH:
Direkt vor dem KGH:
und Blick in die andere Richtung:
Aber lasst uns im Bericht weiterfahren....!
Vorbei an dem Pied Kingfisher
und vorbei an viel Wasser, das hier noch ganz friedlich aussieht
müssen wir dann selber durch eben dieses…… Auch hier sieht man, dass es ganz schön viel mehr geworden ist seit dem letzten Mal! Inzwischen ist die Gravelroad an vielen Stellen komplett und über längere Strecken überflutet.
Am Rande der Straße = des Tümpels entdecken wir diese Schlange. Okay, es ist eher ein Schlängchen 😉 , auch wenn sie auf dem Foto richtig groß aussieht! Keine Ahnung, wie sie sich nennt….
Nachdem wir rechts in die Concession abgebogen sind, wird dieser Gamedrive zur Abschiedstour.
Zunächst taucht als Vertreter der Elefanten diese graue Eminenz auf
und möchte gerne etwas mehr Raum haben, um links abbiegen zu können (vielleicht hat er Angst, dass er auf dem Glibber ausrutscht und auf uns drauf fällt 😄 😎 ?) Nein, Diteko kennt natürlich die nötige Distanz, um Elefanten bei guter Laune zu halten und setzt kurz zurück.
Problem gelöst!
Auch ein „scratching“ Zebra lässt sich blicken, dieses Mal in niedlich klein und eher braun/weiß als schwarz/weiß.
Der immature Rufous-bellied Heron sitzt entweder seit gestern auf diesem Ast oder ist extra noch einmal eingeflogen, um uns zu verabschieden.
Viel Zeit nimmt er sich aber nicht für uns 🙁 .
Das Tree-Squirrel wartet am selben Termite Mount wie letztes Mal auf uns:
Das Wasser ist auch hier mehr geworden, wen wundert es…. 🙄
Waterbuck – den hatten wir tatsächlich schon länger nicht mehr! Und das mit diesem Namen..... 😗
Und dann haben wir auf einer großen Grasebene noch eine Hyänensichtung (not on the mainroad). Eine White-faced Wisteling-Duck fliegt über sie hinweg, während sie uns mit einer Art Lutscher im Maul beobachtet.
Der Lutscher ist ein Knochen, wie wir beim Näherkommen bemerken.
Es ist übrigens gar nicht so einfach, zu ihr hinzufahren, zwar ist Offroad in der Khwai Concession erlaubt, aber nicht immer empfehlenswert. Fast überall steht Wasser - heimtückisch unter Gras verborgen 😈 !
Bei Hyänens geht es nicht zimperlich zu, neben einer frischen Wunde auf dem Kopf kann man auch einige Narben erkennen.
Während wir dort stehen, gibt uns sogar ein Yellow-crowned Bishop noch ein letztes Mal die Ehre!
Ich glaube, Matte fotografiert dort auch noch eine Whydah, und zwar eine, die wir noch nicht hatten, ich bekomm sie aber gar nicht mit, weil ich irgendwo anderes hinschaue 😊 . Soweit ich weiß, wird Matthias vogeltechnisch noch einiges ergänzen, wenn ich mit dem Bericht fertig bin, aktuell ist er aber im Urlaub.
Tschüss Namaqua Dove!
Tschüss Southern Ground-Hornbills (der Junior war auch da, aber zu versteckt).
Tschüss Warthog, man könnte meinen, es steht noch von gestern hier!
Zu guter Letzt schauen wir noch beim Hyänenbau vorbei. Gestern war niemand zuhaus (oder gut versteckt), es ist also ganz und gar nicht selbstverständlich, dass man sie sieht. Zum Abschied haben sich aber einige versammelt, auch welche, die wir noch nicht kennen.
Beim Abfahren schaut uns noch eine aus dem Gebüsch nach….
Inzwischen hat sich der Himmel wieder zugezogen und es regnet bereits, als wir uns Khwai nähern. Zu dieser Wolkenwand muss ich wohl nichts sagen 🙄 – wir sehen auf jeden Fall zu, dass wir schnell ins Khwai Guesthouse zurückkommen.
Der Abend verläuft wie jeder andere: es gibt etwas Leckeres zu essen und ich weiß nicht mehr, was es war 🤩 😄 ! (Simone?)
Das Briefing für morgen ist denkbar einfach: Packen, Frühstück und dann Abfahrt. Die Aufgabe des Tages wird sein, einigermaßen problemlos nach Maun zu gelangen. Schaunmermal.... 🙄 😮 😗 😣
Simone kann helfen…. 😛 Nachdem ich meinen falschen Eintrag für den 14.02. korrigiert habe, nun an der richtigen Stelle das heutige Dinner: Hier sagt mein Tagebuch: Hähnchenkeulen, Reis, Butternut, Rote Beete Rösti, Salat und zum Dessert Mandelkuchen mit Schlagsahne. Fotos habe ich keine
Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Ich muss gestehen, ich bin irgendwie traurig, dass dieser Bericht bald zu Ende geht! So viele wunderschöne Fotos, dazu so gut und humorvoll geschrieben – einfach großartig! Ich liebe die Reiseberichte von Dir, Bele, viele habe ich schon gelesen, und ich freue mich jedes Mal, wenn ein neuer Bericht von Dir erscheint.
Fährst Du denn in nächster Zeit wieder irgendwohin, liebe Bele? Damit ich mich schon auf einen neuen Bericht freuen kann 😊
Entschuldige bitte auch, dass ich mit meinem kleinen Giraffenbeitrag dazwischengeplatzt bin. Ich kenne mich mit Giraffen eben nicht wirklich aus 😉 und dachte, vielleicht weiß jemand anderes mehr darüber.
Es ist wirklich unglaublich, wie viel Arbeit Du und die anderen Forumsmitglieder in diese Berichte steckt! Sie sind nicht nur eine Informationsquelle, sondern auch Herz und Seele dieses Forums. Dafür habe ich allergrößten Respekt!
Und Du, Bele, organisierst zusätzlich noch solche Mitgliederreisen – das finde ich wirklich bewundernswert. Oft sind es gar nicht nur die Fotos oder Sichtungen, die eine Reise unvergesslich machen, sondern die gemeinsamen Erlebnisse, durch die man zusammen geht – in guten wie in schwierigen Momenten. Gerade diese Erfahrungen bleiben einem oft über viele Jahre im Herzen und lassen alles wieder lebendig werden. So ging es mir auch beim Lesen eures Berichts – ich hatte wirklich das Gefühl, selbst mit dabei gewesen zu sein.
Wirklich wunderschön! Vielen Dank an alle Beteiligten! Liebe Grüße Elena
ChampagnerThemenstarter8’791 Beiträge · seit 201022. Mai 2026 ·
@ Simone: danke fürs Korrigieren 😉 und Ergänzen! Ich denke, damit haben wir das Essensthema dann auch geschafft 🙂 !
ElenaHanak schrieb:Ich muss gestehen, ich bin irgendwie traurig, dass dieser Bericht bald zu Ende geht! So viele wunderschöne Fotos, dazu so gut und humorvoll geschrieben – einfach großartig! Ich liebe die Reiseberichte von Dir, Bele, viele habe ich schon gelesen, und ich freue mich jedes Mal, wenn ein neuer Bericht von Dir erscheint.
Hallo Elena, danke für das große Lob 😊 🙂 ! Ich bin auf der einen Seite auch traurig, weil ich ja eigentlich selber daran interessiert bin, die Fotos der Reise endlich mal durchzuarbeiten (bin ehrlich manchmal erstaunt, was wir alles gesehen haben - und ich schon wieder vergessen habe 😗 ) und auch gerne schreibe, bin aber angesichts des aktuellen Wetters (also hier im Schwabenländle) auch ganz froh, dass ich bald etwas weniger Zeit am Rechner verbringen werde!
Fährst Du denn in nächster Zeit wieder irgendwohin, liebe Bele? Damit ich mich schon auf einen neuen Bericht freuen kann 😊
Nirgendwohin, woraus sich ein Bericht fürs Forum ergeben würde 😎 .
Entschuldige bitte auch, dass ich mit meinem kleinen Giraffenbeitrag dazwischengeplatzt bin. Ich kenne mich mit Giraffen eben nicht wirklich aus 😉 und dachte, vielleicht weiß jemand anderes mehr darüber.
Das war doch nicht reingeplatzt, sondern ein hilfreicher Beitrag, zumal ich in Sachen Giraffen völlig unwissend bin!
Und Du, Bele, organisierst zusätzlich noch solche Mitgliederreisen – das finde ich wirklich bewundernswert.
Auch wenn das vielleicht manchmal so rüberkommt (vielleicht auch deshalb, weil ich danach den Bericht schreibe), als ob ich die Reisen organisiere , weil ich eben am nächsten an Bushways dran bin, stimmt das so nicht. Wir sind ja nicht einfach eine Gruppe von Forumsmitgliedern, sondern eine Freundesgruppe, die sich zwar übers Forum kennengelernt hat vor langer Zeit, aber durchaus auch andere Dinge als nur Afrikareisen zusammen unternimmt, entweder in der Großgruppe oder auch oft in Teilgrüppchen. Für die gemeinsamen Touren kommt dann irgendwann in unserer Chatgruppe oder bei persönlichen Treffen von irgendjemand die Idee auf, und danach setzt ziemlich - ja schon fest erschreckend 😮 - schnell die gemeinsame Planung und danach Organisation ein 😄 . In Sachen wie zum Beispiel Kaiserstuhl, Eifel, Federseee kümmern/kümmerten sich vor allem andere Langweilerinnen und Langweiler drum, und auch bei den Afrikatouren haben einige von uns spezielle Aufgaben!
Oft sind es gar nicht nur die Fotos oder Sichtungen, die eine Reise unvergesslich machen, sondern die gemeinsamen Erlebnisse, durch die man zusammen geht – in guten wie in schwierigen Momenten. Gerade diese Erfahrungen bleiben einem oft über viele Jahre im Herzen und lassen alles wieder lebendig werden.
Da hast du vollkommen recht - inzwischen haben wir einige Stories, an die wir uns sicher sehr lange erinnern werden und die uns auch zusammengeschweißt haben. Und ganz sicher kann man solche Touren nicht mit "Hinz und Kunz" fahren, da ist es schon sehr wichtig, dass jeder und jede aus der Gruppe genau weiß, wie die anderen Leute so ticken.
So, aber noch sind wir nicht ganz am Ende 😉 , den nächsten Tag der Tour werden wir sicher auch sehr lange nicht vergessen 🤩 . Allerdings muss ich jetzt erstmal wieder auf eine meiner Baustellen und dann hoffen, dass ich heute Abend nicht zu müde/faul/gintonicbetrunken 😛 bin, um weiterzuschreiben und über eben diesen Tag zu berichten 🤪 .
ChampagnerThemenstarter8’791 Beiträge · seit 201024. Mai 2026 ·
16. Februar 2026: Von Khwai nach Maun - Teil 1
Regen, Regen, Regen – inzwischen gibt es kaum mehr ein anderes Wetter… 🙄 Hier der Blick aus Simones Chalet:
Und hier aus meinem:
Ich muss für dieses Kapitel gleich vorausschicken, dass ich sicher nicht zu 100% vermitteln kann, wie dieser Tag für uns war, aber ich kann ja nicht einfach nichts schreiben… 😊
Von Anfang an war die Enttäuschung da, dass wir die Tour vorzeitig beenden mussten 🙁 .
Und dann kamen nach und nach die Herausforderungen der Fahrt dazu 🤩 . Abends in Maun haben wir alle gesagt, dass man niemandem beschreiben kann und es sicher auch niemand nachvollziehen kann, welche Emotionen im Spiel waren und wie wir uns gefühlt haben. Es gab so viel an Adrenalin, an Anstrengung, an Nässe, an Zweifeln, an Bewunderung für Diteko, Jubel, Ärger, auch mal Spaß zwischendurch und vor allem große Erleichterung 🤩 .
Wenn man sich die Bilder jetzt so anschaut, dann denkt man: naja, die sind eben durch viel Wasser und Matsch gefahren, fertig…. 😗 Wir 11, also auch Diteko und KD, werden diese Fahrt aber so schnell nicht mehr vergessen 🤨 !
Um 7 Uhr machen wir uns bei Regen - was sonst 😛 - auf den Weg.
Zum Glück müssen wir nicht nach links in das große Wasserloch abbiegen, sondern unser Weg führt uns zur North Gate Bridge. Auch hier steht das Wasser überall.
Und wenn man genau hinschaut, kann man bei Diteko bereits eine leichte Anspannung erkennen.
Er hat nun die große Aufgabe und auch die Verantwortung, uns und unser Fahrzeug sicher nach Maun zu bringen. Zum Glück haben wir durch die Planänderung einen ganzen Tag dafür – und ich greife schon mal vor: wir werden diese Zeit auch benötigen!
Die Fahrt auf der Cutline ist auf der einen Seite wie immer sehr eintönig, weil man außer Mopane rechts und links nichts sieht, auf der anderen Seite momentan extrem anstrengend, weil seit neulich, wo wir die Strecke nach Norden gefahren sind, noch viel mehr Wasser auf der Sandpiste steht.
Eine kleine Abwechslung sind die Bäumchen, die auf den Umfahrungen genau in der Mitte der Spur sprießen und von dem Toyota einfach runtergeklappt werden. Ich bin ziemlich sicher, dass sie hinten wie Stehaufmännchen wieder auftauchen! Das amüsiert auch Diteko, der bei jeder dieser Aktionen vor sich hinlacht 😄 !
Zum Glück haben Tanja und Uwe in der 3. Reihe noch ein selbsterfundenes Quiz auf dem Handy parat, Tom und Birgitta in Reihe 4 und Simone und ich in Reihe 2 (weiter kommt man auf Grund der vielen Nebengeräusche stimmlich nicht) geben uns jeweils als Team große Mühe, den Sieg davon zu tragen. Bis heute wissen wir nicht, welchem Team das gelungen wäre, denn irgendwann machen wir eine Ratepause und setzen das Quiz nie mehr fort. (@ die Langweilertruppe: vielleicht im August?)
Es ist aber auf jeden Fall eine sehr gelungene Abwechslung – danke dafür 😘 !
Kurz vor neun steigt Diteko aus, um die Strecke zu prüfen. So etwas geschieht sehr selten, denn normalerweise weiß er immer auf Grund seiner immensen Erfahrung und seines Vertrauens in seinen Landcruisers wo er langfahren muss.
Als er wieder einsteigt und sein treues Gefährt starten will, gibt dieses keinen Mucks von sich 😣 . Achneee, das wär’s jetzt noch, ein defektes Fahrzeug und dies noch soweit vom Ziel entfernt. Ich sehe schon vor meinem inneren Auge, wie Bushways uns mit Buschfliegern evakuiert (wobei ich nicht wüsste, wo sie landen sollten, aber träumen darf man ja…. 😗 ).
Während ich noch über diesen meinen neuen Plan nachdenke, steigt KD aus, öffnet die Motorhaube und fummelt ganz selbstverständlich mit einem Radkreuz (war es ein Radkreuz 😕 ?) an den Innereien des Toyotas herum. Ich vermute jetzt mal laienhaft, dass er auf unsere Zweitbatterie umgestellt hat….
Auf jeden Fall springt die Kiste wieder an 🙂 und weiter geht die wilde Fahrt 🤩 .
Als wir aus irgendeinem Grund wieder anhalten, macht Diteko automatisch den Motor aus und natürlich kommt uns das einzige Auto auf dieser Strecke genau in diesem Moment entgegen 🙄 .
Sorry, KD muss erst wieder mit seinem Zauberwerkzeug tätig werden, aber die anderen sind schneller und fahren auf dem Gras nebenan vorbei.
Diteko kriegt sich nicht mehr ein über seine eigene Dummheit , den Motor ausgemacht zu haben 🙄 und bittet uns laut lachend 😄 , ihn beim nächsten Mal daran zu erinnern.
Kurze Zeit darauf kommt uns tatsächlich noch ein Fahrzeug entgegen - und das ist Evans mit seiner Bushwaystour. Wir hatten ihn ja schon auf der Fahrt raus aus dem CKGR getroffen. Natürlich tauschen sich die beiden Guides über ihre Erlebnisse aus.
Als DT seinem Kollegen von unserer Fahrt nach Xini erzählt, bekommt Evans große Augen. Noch heute lachen wir über seinen Gesichtsausdruck, der eine Mischung aus Entsetzen und Bewunderung ist!
Er war mit seiner Gruppe die letzten beiden Nächte auf einer Mokorotour mit Übernachtung von Kaziikini aus und nun ist die ganze Ausrüstung durchnässt, da man bei diesen Ausflügen ja kein Fahrzeug+Trailer dabei und somit keine Möglichkeit hat, sich ins Trockene zu retten. Soweit ich es verstanden habe, haben sie nun auch umdisponiert, denn 3 Nächte Campen im Moremi, wie es der Plan vorsieht, scheint niemandem erstrebenswert. Sie werden vermutlich auch im Khwai Guesthouse übernachten. Da es nur wenige Touristen sind (drei der Insassen sind Bushwaysmitarbeiter), hätte die Anzahl der Chalets auch gereicht, wenn wir noch dortgeblieben wären.
Da Diteko den Motor diesmal nicht ausgestellt hat, können wir zügig (sofern dieses Wort bei diesen Pistenverhältnissen überhaupt angebracht ist 😉 ) weiterfahren und erreichen gegen 10 Uhr das South Gate. Vorher müssen wir noch durch die Matsch-Passage, in der wir auf der Hinfahrt steckengeblieben sind. Ich wundere mich, dass wir glatt durchkommen, aber KD klärt mich auf: kein Problem, in diese Richtung geht es leicht bergab an der schwierigen Stelle und daher besteht weniger Gefahr, sich festzufahren. Aaaaaajaaaa…..
Wir befinden uns nun in der Sankuyo-Concession, was am Wetter aber nichts ändert 🤢 .
Trotzdem versucht Diteko uns aus dieser Fahrt noch eine Art Game-Drive zu zaubern und hält für einige Motive in aller Ruhe an.
Auch hier gibt es immer wieder überschwemmte Passagen, und in einer solchen stecken zwei LKWs fest.
Diteko und KD steigen aus und unterhalten sich mit einem Fahrer. Als sie feststellen, dass er schon seit zwei Tagen hier festsitzt, gibt ihm KD ein paar Sachen aus unseren Vorräten ab (wir haben u.a. noch recht viel Obst übrig). Es fällt wirklich auf, wie hilfsbereit die beiden sind, ich kann mir gut vorstellen, dass hier schon einige Leute einfach vorbeigefahren sind.
Auf den Fotos sieht die Stelle harmlos aus, in dem Video weiter unten hat Uwe unsere Vorbeifahrt (und zwar links vorbei, rechts ist alles überflutet) gefilmt und so kann man den Zustand der Strecke etwas besser erkennen.
Um 12 Uhr benötigen wir dringend eine Pipi-Pause und halten mitten auf der Straße an – übrigens wollten wir nach unserem ursprünglichen Plan um diese Uhrzeit am Flughafen in Maun sein 🤩 , wenn auch einen Tag später, aber ich denke, da wären wir auch nicht schneller unterwegs gewesen.
Zurück zu unseren menschlichen Bedürfnissen: aus dem Pinkeln wird nichts, denn plötzlich kommt eine Hyäne auf uns zu 🤩 !
Ich finde das schon fast ein bisschen spooky 🙄 – seit unserer Zeit am Boteti ist „hyena on the mainroad“ ein running gag, und nun erleben wir ganz am Ende unserer Reise genau sie noch einmal! Da muss irgendjemand die Finger im Spiel haben 🤨 !
Die Hyäne ist eine Mischung aus neugierig und vorsichtig, läuft durch die Pfützen, verschwindet im Gebüsch, um kurz darauf wieder auf der Mainroad aufzutauchen und bietet sie uns so noch die Möglichkeit für ein paar nette Fotos (man ist inzwischen ja dankbar für alles!).
Diteko mahnt zum Aufbruch und so kann ich nur noch aus dem Auto heraus einen Schnappschuss davon machen, wie die Hyäne mit einer erbeuteten Maske, die am Straßenrand lag, im Gebüsch verschwindet… 😄
…nur um uns aus selbigem noch einmal nachzuschauen!
(Weiter geht es - aus Gründen der Übersichtlichkeit beim Fotohochladen- gleich im Teil 2 !)
ChampagnerThemenstarter8’791 Beiträge · seit 201024. Mai 2026 ·
16. Februar 2026: Von Khwai nach Maun - Teil 2
Wir sind immer noch in der Sankuyo-Concession und immer noch gibt es einiges zu sehen.
Zum Beispiel Büffel – mensch, die hatten wir auf der Tour ja noch gar nicht 🤨 !
Büffel können vor allem eines sehr gut: blöd aus der Wäsche zu kucken.
Dass sie ihren süßen Kälbern direkt auf den Kopf kacken 🤢 , das wusste ich bisher allerdings nicht und macht sie in meinen Augen nicht unbedingt sympathischer….
Noch ein bissle birden:
European Bee-Eater, die inzwischen wieder bei uns angekommen sind.
Leicht panisch wirkendes Red-billed Spurfowl.
Und dann eine Barn Swallow – ich kann mich nicht erinnern, diese jemals in Afrika fotografiert zu haben. Aber ich mag mich täuschen….
Ein Pärchen Knob-billed Ducks - ich mag die irgendwie!
Als das Gelände offener wird,
haben wir noch einmal die Gelegenheit, Wattled Cranes zu beobachten, zuerst ein erwachsener Vogel und ein noch nicht ganz ausgefärbter, dazu ein immaturer Saddle-billed Stork.
Wir stehen eine ganze Weile an dieser Stelle und beobachten die Kraniche in Ruhe.
Hier noch ein Familienfoto
Besonders freue ich mich über die Sichtung einer Gymnogene (African Harrier Hawk), auch wenn das Licht für diese Entfernung natürlich mies ist.
Der Greif ist nicht alleine, neben ihm sitzt ein Hornbill, irgendein LGJ und ein Burchell’s Starling.
Dieser ist allerdings nicht alleine, sondern es ist eine ganze Gruppe, die den African Harrier Hawk hasst.
Von allen Seiten wird er angegriffen, bis es ihm zu blöd wird und er zu einem anderen Totholz flüchtet.
Hilft aber gar nichts, die Stare lassen nicht locker.
Wir schauen und hören uns das Spektakel eine ganze Zeit lang an,
bis wir Richtung Kaziikini aufbrechen, wo wir Mittagspause machen.
Hier ist alles ausgestorben (bis auf einen Elefanten) - wen wundert es bei diesem Wetter!
Zum Glück regnet es gerade nicht, aber die nächste dunkle Wolkenwand zieht bereits wieder auf. Wir machen uns daher recht zügig wieder auf die Weiterfahrt.
Auf dem Weg zum Mawana Vet Fence begegnen uns die letzten Wildtiere.
Kurz vor dem Veterinärzaun (er befindet sich oben kurz nach der Anhöhe) sind es noch 20km bis Shorobe, wo dann die Teerstraße beginnt. Na, das ist ja überschaubar…. 🙂 🤪 ......(denkste.... 😗 😈 )
Als wir durch die Kontrolle durch sind, fahren wir wieder leicht bergab, die Senke vor uns wird von einem Altarm des Thamalakanes gebildet, der aber nicht mehr fließt. Trotzdem macht er aktuell riesige Probleme, denn an dieser Stelle sammelt sich besonders viel Wasser.
Es ist kurios, wie die Kamera die tatsächliche Situation von dort oben komplett falsch darstellt 🤩 .
Man denkt, dass man mit etwas Schwung sicher locker durch dieses Stückchen Matsch durchkommt. Diteko aber flucht bereits jetzt leise vor sich hin, dass er diese Stelle hasst 😠 – zu Recht, wie wir bald wissen werden 🙄 ! Es ist übrigens genau der Platz, an dem wir auf der Herfahrt einer Meinung waren, dass dort für uns als Selbstfahrer wohl Schluss gewesen wäre. Damals sind wir durch die Umfahrung auf der rechten Seite (von hieraus gesehen, dort wo das graue runde Schild steht) noch einigermaßen durchgekommen, auch wenn der Trailer sehr geschlingert und sich fast in den Bäumen verkeilt hätte.
Übrigens ist es gerade 14.30 Uhr, die Uhrzeit, an dem der tägliche Airlink-Flug nach Johannesburg startet. Hätten wir uns morgen erst auf den Weg gemacht, wäre er wohl ohne uns in die Luft gegangen.
Als wir näherkommen, erkennen wir das ganze Ausmaß des Problems.
Auf eben dieser Umfahrung, der einzigen aktuell, haben sich zwei Pick-Ups festgefahren, sie ist somit komplett blockiert. Diteko und KD steigen aus und sondieren die Lage, Diteko läuft dazu einmal quer über das Matschfeld 😮 .
KD löst unseren Spaten aus der Halterung und leiht ihn den Leuten am ersten Toyota.
Sie buddeln zwar gleich los, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie viel Erfolg haben werden.
Auf der Südseite stehen bereits Fahrzeuge und kommt nicht weiter, wir auf der Nordseite sind noch alleine.
Besonders hilfreich finden wir übrigens den Hinweis auf die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an dieser Stelle 😎 :
Überall stehen und sitzen aber Menschen herum, auch bei den festgefahrenen Autos. In Sambia wäre hier jetzt sofort ein Pop-up-Verkaufsstand für Obst und Getränke eröffnet worden 🤪 .
Für uns stellt sich nun die Frage, wie wir hier durchkommen sollen. Diteko zögert nicht lange, für ihn ist klar, dass auf unserer linken Seite quasi auf dem Seitenstreifen eine neue Spur gebaut werden muss. Das Problem: es wachsen kleine Bäume und Büsche dort, so einfach durchfahren geht also nicht. Wir scheinen die Einzigen im Besitz von Werkzeug zu sein, KD packt die Axt und DT die Panga und legen mit der Rodung los - natürlich in Sicherheitsschuhen 😗 .
Viele der Wartenden schauen zu, statt mitzuhelfen, einige drehen der Arbeit demonstrativ den Rücken zu.
Unsere Männer packen aber kräftig mit an, das abgeholzte Material wird als Unterbau auf dem durchweichten Boden aufgebracht.
Birgitta sinniert unterdessen, dass es eigentlich Zeit wäre, dass sich das Straßenbauamt Maun der Sache annimmt 😗 . Sie erntet natürlich lautes Gelächter 😄 , das noch stärker wird, als aus einem Fahrzeug Menschen mit gelben Arbeitshosen aussteigen. Allerdings machen sie nicht den Eindruck, als ob sie zum Mithelfen hier sind…..
Als Diteko mit der Strecke zufrieden ist, holen wir unsere Rucksäcke aus dem Wagen und begeben uns ans Ende der Ausbaustrecke….
Ich bin sehr erstaunt, dass ich diese einmalige Gelegenheit nicht (wie in Sambia eigentlich immer) nutze, auszurutschen und im Schlamm zu landen 😮 ! Das wär’s noch gewesen… 🤪
Inzwischen sind auf beiden Seiten des Matschgebietes weitere Fahrzeuge aufgetaucht.
Eines davon ist vom Khwai Community Trust und der Schlaumeier am Steuer meint, sofort die neue Strecke testen zu wollen. Er rollt Diteko, der sich zu Fuß zu seinem Fahrzeug auf den Weg macht, langsam hinterher, was zu einem allgemeinen Aufruhr führt. 🤩 😈
Gerechterweise muss man sagen, dass das Fahrzeug erst angekommen ist, als die Strecke schon fertig war, von daher wusste der Fahrer vermutlich nicht, wer das Recht hat, als erster zu fahren (wobei man auch mal fragen könnte, bevor man Gas gibt). Dies wird ihm aber mit lautem Gebrüll von Diteko (so laut und aufgebracht habe ich ihn noch nie erlebt 🙄 )und einigen anderen klar gemacht, auch wir mischen uns ein und stellen uns als Straßensperre vor das feindliche Fahrzeug!
So kann Diteko dann zu seiner Heldenfahrt ansetzen, die laut bejubelt wird.
Davon habe ich keine Fotos, weil ich - wenn auch ziemlich wirr, wie man nachher im Video sehen wird - gefilmt habe, auch das oben erwähnte Fahrzeug...)
Ohne Probleme, wenn auch mit ein paar Ästen im Schlepptau, kommt er bei uns auf der Südseite an.
Kaum ist die Spur frei, düst der Wagen des Khwai Community Trusts los, Matte bekommt von ihm noch beinahe eine Matschdusche ab 🤩 .
Danach testen die beiden Autos aus dem Norden die Strecke – und wie Uwe in dem Video auch sagt: wir fragen uns, wie lange sie wohl hält….
KD und Diteko sammeln noch ihre Werkzeuge ein und dann können wir uns auf unsere letzte Etappe nach Maun machen.
Hier ein paar bewegte Bilder von unserer Fahrt ab Khwai bis hierher:
Übrigens gab es in den Tagen danach folgende Fotos auf Facebook zu finden (leider kann ich nicht mehr sagen, von wem sie waren...). Besser wurde es hier in der kommenden Zeit sicher nicht, zumal weiterer Regen folgte.
Um 16.30 Uhr endet die Gravelmatschroad bei Shorobe. Zeit für einen weiteren (Zwangs-)Stopp, denn die Reifen müssen für das letzte Stück auf Teer (mit vielen Potholes) nach Maun aufgepumpt werden.
Auf diese letzte Stunde ist noch sehr anstrengend für Diteko zu fahren, es ist wirklich unglaublich, wie sicher und schon fast elegant er dieses Riesengefährt inklusive Anhänger stundelang durch Matsch, Wasser und Schlaglöcher gelenkt hat 🤩 !
In der Maun Lodge kommen wir so gegen 17.30 Uhr an. Wir sind alle ziemlich kaputt und aufgewühlt, aber den Hauptjob hat natürlich DT gemacht, der sich sichtlich erschöpft mit glasigem Blick (und der kommt nicht vom Abschiedsschmerz 😐 ) von uns verabschiedet.
Wir vereinbaren mit ihm noch schnell die Abholzeit für die Fahrt zum Flughafen morgen und checken dann ein. Zum Glück hat Matthias die glänzende Idee, dass wir morgen nicht hier im Hotel, sondern im Dusty Donkey frühstücken werden, und so zahlen wir auch nur die Übernachtung. Wir sind alle in einem Gebäude auf einem Stockwerk untergebracht und nach einer schnellen Dusche versammeln wir uns bei Matthias im Zimmer für unseren letzten GinTonic, denn den lassen wir uns auch oder gerade in so einem Moment natürlich nicht nehmen 🤪 !
Auf 19 Uhr haben wir einen Tisch reserviert, das Essen ist sosolala, aber ich glaube, das war heute für niemanden DER Aufreger des Tages 😉 !
Erschöpft fallen wir uns unsere Betten, ich mache die Augen zu und sehe ein Matschloch nach dem anderen vor meinem inneren Auge, durch die bzw. an denen vorbei wir uns schaukelnd und rumpelnd quälen…. 😊 .
Beim Anblick des Matschlochs spüre ich gleich wieder, wie mein Kreislauf wegkippt…. Irgendwie war mir das alles emotional gar nicht mehr so präsent; doch Deine Schilderungen machen das jetzt wieder sehr lebendig! Mir ging es an der Stelle richtig mies ~ eine Mischung aus Sorge, Angst, Adrenalin, Magenkrampf 🤢 und Kreislaufproblem! Ich sah uns damals vor meinem geistigigen Auge umkippen und tief im dunklen Matsch versinken… 😣
Das war schon ein brutaler Höllenritt und ich finde es immer noch unglaublich, wie Diteko uns alle unversehrt nach Maun chauffiert hat! Danke, Bele, für das Teilen der kollektiven Erinnerungen. 😘 Liebe Grüße Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
WoW! Unglaubliche Geschichte! So spannend! Ich habe fast diesen Gatsch und Matsch zwischen meinen Zehen gespürt ... 😄 Und diese ganze Aufregung! Super geschrieben, Bele! Und noch ein Video dazu! LG Elena
boah ey, was eine Reise! Mal so ganz anders als das, was wir hier üblicherweise so lesen. Auf Dauer nasse Klamotten, schlammige Wege, Regen, nasse Tiere - ich glaube, ich hätte da doch irgendwann ziemlich schlechte Laune 😵 . Super, dass Ihr das mit Humor und Teamgeist gewuppt habt.
TinuHH schrieb: Auf Dauer nasse Klamotten, schlammige Wege, Regen, nasse Tiere - ich glaube, ich hätte da doch irgendwann ziemlich schlechte Laune LG Martin
Hallo Martin, schlechte Laune gab es in der Tat nicht, bisserl Enttäuschung natürlich schon, wobei wir ja wussten, dass manches vielleicht nicht nach Plan laufen wird. Ich für meinen Teil war eher überrascht, dass wir doch anfangs sehr viel Wetterglück hatten, bei drei Wochen Regen hätte die gute Laune schon kippen können. Die Klamotten wurden eigentlich auch eher selten nass, zumindest meine waren nur einmal richtig nass geworden. Der Ritt nach Maun war schon sehr abenteuerlich und aufregend und ich war sehr froh, dass wir einen Tag früher gefahren sind, denn wir hätten das niemals pünktlich zum Flieger geschafft, wären wir bei unserer Planung geblieben.
viele Grüße Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
vielleicht solltet Ihr den NAmen "Lanweilertruppe" überdenken 😛 😵 😣 So eine Matschschlach braucht kein Mensch, ich schon gar nicht. Aber so entstehen auch genau die Geschichten die Ihr zulünftig noch oft erzäheln werdet 😎
ChampagnerThemenstarter8’791 Beiträge · seit 201028. Mai 2026 ·
Beatnick schrieb:Oha, Kleene, das ist ja mal echt Land unter...
Kannste so sagen 🙄 , Große 😉 !
tigris schrieb:WAAAAAAHNSINN!!! 😮 🤨 🙄 😵 😣 Das war schon ein brutaler Höllenritt und ich finde es immer noch unglaublich, wie Diteko uns alle unversehrt nach Maun chauffiert hat!
Das sehe ich genau so!
Danke, Bele, für das Teilen der kollektiven Erinnerungen. 😘 Liebe Grüße Simone
Aber gerne, liebe Simone!
ElenaHanak schrieb:WoW! Super geschrieben, Bele! Und noch ein Video dazu! LG Elena
Danke für das Lob, Elena 🙂 !
TinuHH schrieb:Moin Bele, Danke für diesen Abenteuerbericht! 🤩 LG Martin
Sehr gerne 🙂 ! Zu den anderen Punkten beziehe ich mich auf Elke, sie hat eigentlich genau das geschrieben, was auch mir spontan eingefallen ist, als ich deinen Kommentar gelesen habe!
fiedlix schrieb: Hallo Martin, schlechte Laune gab es in der Tat nicht, bisserl Enttäuschung natürlich schon, wobei wir ja wussten, dass manches vielleicht nicht nach Plan laufen wird. Ich für meinen Teil war eher überrascht, dass wir doch anfangs sehr viel Wetterglück hatten, bei drei Wochen Regen hätte die gute Laune schon kippen können. Die Klamotten wurden eigentlich auch eher selten nass, zumindest meine waren nur einmal richtig nass geworden. Der Ritt nach Maun war schon sehr abenteuerlich und aufregend und ich war sehr froh, dass wir einen Tag früher gefahren sind, denn wir hätten das niemals pünktlich zum Flieger geschafft, wären wir bei unserer Planung geblieben. viele Grüße Elke
Hi meine Liebe, ich hab dir ja schon an anderer Stelle gesagt, dass du genau meine Gedanken wiedergegeben hast! Danke fürs unbewusste Abnehmen der Schreibarbeit 😘 !
casimodo schrieb:Bele, Bele, vielleicht solltet Ihr den NAmen "Lanweilertruppe" überdenken 😛 😵 😣 So eine Matschschlach braucht kein Mensch, ich schon gar nicht. Aber so entstehen auch genau die Geschichten die Ihr zulünftig noch oft erzäheln werdet 😎 Liebe Grüße aus Fronkraisch Carsten
Allô nach Fronkraisch - gab es denn ein bisschen zu viel Champagner dort 😗 🤩 🤪 ??? Ich, bzw. auch andere aus unserer Truppe mussten sehr lachen wegen der „LANweilertruppe“. Danke dafür 😘 ! Und ja, diese Geschichten werden wir uns wohl tatsächlich noch öfters erzählen, mit vielen „Wisst Ihr noch….?“ versehen…. Freut mich, dass du auch weiterhin mitliest 🙂 , ich hinke in vielen Berichten gerade völlig hinterher, weil das Wetter einfach zu schön ist, um länger als nötig am Rechner zu sitzen….. 🙄
Danke auch an alle stillen Mitlesenden und Dankebuttondrückenden – das weiß ich zu schätzen 😘 ! Wann es hier weitergeht weiß ich hingegen noch nicht, aber ich bin auf jeden Fall dran!
ChampagnerThemenstarter8’791 Beiträge · seit 201031. Mai 2026 ·
17./18. Februar 2026: Frühstück in Maun, Abschied und Heimreise
Vorab: viele der Fotos heute sind nicht von mir, sondern von Simone, Tanja, Birgitta und KD (wen hab ich vergessen?) - danke dafür!
Statt im Landcruiser von Khwai nach Maun zu rumpeln gehen wir es heute durch unsere Planänderung ganz gemütlich an (auch wenn es kurz noch einmal ungemütlich wird 😐 ).
Wie besprochen wollen wir nicht im Hotel frühstücken, sondern im Dusty Donkey (DD), es gibt Traditionen, die – so jung sie auch sein mögen 😗 – gewahrt werden müssen 😉 .
Eigentlich haben wir vor, mit ein paar Taxis in die Stadt zu fahren, aber – ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf die Idee gekommen bin – ich frage an der Rezeption, ob sie uns die Taxis eventuell bestellen können, obwohl ich doch seit letztem Juni überzeugte „Taxi-Stopperin“ draußen an der Straße bin (mein süßer Taxifahrer von letztem Jahr ist übrigens gerade in Orapa und kann uns daher nicht chauffieren). Die Dame an der Rezeption meint, das sei nicht nötig, es gäbe einen kostenlosen Hotel-Shuttle in die Stadt und zurück, sie müsse nur kurz schauen, wann der nächste fährt. Okay, cool – das machen wir natürlich so, und schnell trommle ich die Truppe per Whatsappgruppennachricht zusammen, wenig später sind wir dann schon mitten in Maun.
Ahhhhh….. ich könnte jeden Tag dort essen gehen!
Unser Frühstück gestaltet sich unerwartet kompliziert, da es einen längeren Stromausfall im Ort gibt und unsere Speisen zunächst nicht zubereitet werden können. Zum Glück haben wir einigermaßen viel Zeit – mit dem Shuttlefahrer haben wir 10.15 Uhr als Abholzeit vereinbart. Schlussendlich – nachdem ein Generator angeworfen wurde – bekommen wir alle unser leckeres Frühstück (das teilweise eher einem Brunch gleicht).
Danach schwärmen wir in Kleingruppen zum Shoppen aus.
Ich bin ja bekannterweise nicht die große Shopping-Queen und erstehe nur eine Tüpfelhyäne aus Perlen als Schlüsselanhänger – das passt perfekt zu unserer „hyena on the mainroad“!
Um 10 Uhr stehe ich daher schon draußen vorm DD, wo wir abgeholt werden sollen.
Und zack: schon fährt der Shuttle vor. Natürlich sind die anderen noch nicht da und daher sage ich dem Fahrer, dass wir ja auch erst 10.15 Uhr vereinbart haben. So schnell wie er wieder wegfährt, kann ich gar nicht kucken 🤩 ! Ups, so war das nicht gemeint….. es sollte nur eine Erklärung dafür sein, dass ich noch alleine dastehe. Das Dumme an der Sache: er hat wohl statt fifteen fifty verstanden (und ja, ich habe es richtig ausgesprochen, aber er muss wohl gedacht haben, wegen ein paar Minuten wird die doch nichts sagen... und nochmal ja, ich denke inzwischen auch, dass ich am besten die Klappe komplett gehalten und mir jeglichen Smalltalk verkniffen hätte, um diese ungemütliche Situation zu vermeiden 😊 🙄 ).
Vermutlich deshalb taucht er dann zur vereinbarten Zeit nicht auf. Nun kommt zum ersten Mal auf der Reise ein bisschen Unruhe auf, manche wollen eh noch weiter einkaufen und dann mit einem Taxi nachkommen, ich würde gerne ins Hotel und noch duschen, und anderen geht es ähnlich. Wir versuchen, das Hotel vom DD aus anzurufen, die meinen lapidar, dass der Fahrer schon kommen wird. Jemand läuft zum Flughafen hoch, weil wir überlegen, ob er wohl dort rumsteht und wartet, oder ob wir ihn vielleicht sogar dort haben fahren sehen? Naja, es wäre ja wirklich unheimlich, wenn alles auf dieser Reise zumindest in Sachen Pünktlichkeit wie geschmiert geklappt hätte 😗 .
Um 10.50 Uhr biegt der Shuttle dann wieder auf den Randstreifen ein 🙂 , nachdem wir die ganze Zeit Ausschau nach ihm gehalten haben und kurz davor waren, uns ein Taxi zu nehmen. Okay, viel Zeit haben wir jetzt nicht mehr, um fertig zu packen und zu duschen, aber ist auch nicht tragisch.
Für unseren letzten Shuttle der Reise versammeln wir uns im Foyer des Hotels und sind kurz etwas irritiert, als statt Diteko und KD plötzlich Gare (spricht man übrigens nicht „Gär“, sondern Chchcharrrre aus – wie Chchchabarrrron/Gabarone oder Xhumachchcha/Khumaga) und eine andere Mitarbeiterin aus dem Bushways Office vor uns steht.
Aber alles gut, die beiden Männer sind unterwegs, Gare wollte nur mal Hallo sagen und hören, wie es uns so ergangen ist (einen Teil hatte sie ja schon mitbekommen wegen der Umbucherei von unterwegs aus). Na das ist ja wirklich nett 🙂 , ich freue mich sehr, sie nach meinem kurzen Besuch letztes Jahr im Office wiederzusehen, zumal sie ja die Person ist, mit der ich immer am meisten und längsten in Sachen Planung zu tun habe.
Bald tauchen auch Diteko und KD mit dem Bushways-Shuttlebus auf und bringen uns zum Flughafen.
Nun kommt der schlimmste Teil der Reise: Abschiednehmen 🙁 . DT lässt uns direkt beim Eingang raus und sucht mit KD einen Parkplatz, um sich in Ruhe von uns verabschieden zu können.
Während wir im Eingangsbereich nach dem Einchecken die blöden Formulare ausfüllen, tauchen die beiden auf und DT bittet uns, Elke, die irgendwo in der Halle herumschwirrt, herbeizurufen. Dann baut er sich vor uns auf und zieht – tata - sein Hosenbein hoch, um uns zu zeigen, dass er die selbstgestrickten Socken von Elke anhat. KD zögert nicht lange, und entblößt ebenfalls sein Bein - und dann dürfen wir einen total verblüfften Guide erleben 🤩 😮 ! Das sollte SEINE Überraschung für Elke und uns sein 🤩 , er hatte keine Ahnung, dass KD mit derselben Idee heute früh auch die Socken anzog!
Die beiden kriegen sich kaum mehr ein vor Erstaunen und Lachen 😄 😄 😄 und uns geht es ähnlich, wobei sich bei uns Neunen auch viel Rührung daruntermischt. Diese Wertschätzung des Geschenks ist so schön 😘 und ich muss schwer aufpassen, dass nicht jetzt schon die Tränen fließen. Lange lässt sich dies aber sowieso nicht mehr hinauszögern, vor dem Flughafengebäude übergeben wir DT und KD unsere Trinkgeldumschläge, deren Rückseite Uwe F. mal wieder verziert hat, die Vorderseiten sind vollgeschrieben mit unseren Danksagungen (die aber unter uns bleiben).
Und dann ist es soweit, Diteko hält seine Abschiedsrede und Taschentücher werden gezückt 🙁 🙁 🙁 . Nochmal alle drücken - und dann heißt es endgültig "good bye"! Ob es ein Wiedersehen geben wird 😐 ? Wir wissen es nicht… 😕 😵 🙁
Tanja und ich müssen uns tröstend umarmen, die Fotos macht KD von uns im Weggehen, ihm gehen diese Abschiede auch immer sehr nahe. Birgitta muss mir mehrere Taschentücher leihen (= schenken), da meine mal wieder irgendwo, aber nicht griffbereit sind.
Zur Ablenkung gehen wir noch ein bisschen shoppen
und ich bin wirklich sehr glücklich, als ich mir endlich so ein blau-weiß-schwarzes Botswana-Armbändchen gekauft habe. Warum bin ich da nicht schon früher draufgekommen? Danach finde ich sogar noch eine Brillenkette in den botswanischen Farben, die ich sofort an meiner Brille befestige, was mir ein tröstliches Gefühl gibt.
Als ich bei der Passkontrolle dann von der Dame am Schalter nach einem Blick auf mein mit Brille und Kette „geschmücktes“ Gesicht mit einem freundlichen „Hello Mrs.Botswana“ begrüßt werde, kann ich schon wieder lachen 🙂 . Vorher sind wir übrigens noch im The Duck direkt am Flughafen etwas trinken, es ist dort aber recht voll und ein bisschen ungemütlich – kein Vergleich mit dem Dusty Donkey.
Bis Johannesburg fliegen wir wieder alle zusammen, und dort ist ein gemeinsamer Besuch des Mugg & Beans quasi Pflicht, da eine schon etwas ältere Tradition 😎 🙂 .
Danach trennen sich unsere Wege, aber wir werden uns – im Gegensatz zu Diteko und KD 🙁 🙁 – in absehbarer Zeit ja wiedersehen.
Matthias und ich fliegen wieder über die Schweiz, nach der Zwischenlandung dort schicke ich Sam (kalachee) kurz „Grüße aus Zürich“, worauf er sofort antwortet. Warum auch immer haben wir uns nur über unseren Hinflug und ein mögliches Treffen dabei unterhalten, der Rückflug war nie ein Thema gewesen 🤨 . Nun stellt sich heraus, dass er für unseren Weiterflug nach Stuttgart verantwortlich ist und er versuchen wird, uns vor oder in der Maschine noch einmal zu sehen (auch wenn er einen Kollegen dabeihat, den er einlernen muss). 🙂
Gesagt – getan: als wir über die gläserne Fluggastbrücke Richtung Flugzeug gehen, steht er schon unten, winkt und kommt dann über den „Lieferanten“-Eingang direkt zur Flugzeugtür, wo wir ganz schnell die wichtigsten Neuigkeiten austauschen und uns noch einmal umarmen!
Auch wenn wir noch nach Stuttgart fliegen müssen, schließt sich für mich hier der Kreis - was für ein schöner und auch stimmiger Abschluss unserer spannenden und emotionalen Reise 😘 🙂 .
Liebe Bele, Was für ein Abenteuer- das war schon eine ganz besondere Reise voller Glücksmomente und Herausforderungen. Gar nicht so selbstverständlich, dass sich so eine große Gruppe immer einig wird, ohne dass jemand dabei unzufrieden ist. Du hast es geschafft uns emotional abzuholen und uns das Gefühl vermittelt mit dabei zu sein.
Vielen Dank für diesen außergewöhnlichen Bericht. Liebe Grüße, Silvia
ChampagnerThemenstarter8’791 Beiträge · seit 201031. Mai 2026 ·
FAZIT
Bevor ich es am Ende vergesse: vielen Dank an alle, die hier mitgelesen, kommentiert und den Dankebutton gedrückt haben 😘 ! Es war mir ein Vergnügen und oft auch die nötige Motivation!
Ein Fazit ist vermutlich nie vollständig, mir fallen bestimmt noch viele Dinge ein, die ich noch sagen wollte, aber ich versuche es jetzt einfach mal:
Unsere Unterkünfte waren toll 🤩 , Tuli Wilderness ist zu 100% eine Empfehlung (sehr netter Kontakt mit Julie, der Inhaberin), Bushways sowieso! Auch wenn wir die Route am Ende des Tages nicht ganz so fahren konnten wie geplant, fand ich sie nahezu perfekt.
Die Jahreszeit: uns war von vornherein klar – auch wenn vor 2 Jahren diese außergewöhnliche Regenzeit 2025/26 nicht abzusehen war – dass wir Probleme bekommen könnten. Auch vor der Hitze hatten wir Respekt. Unsere Planänderungen waren schade, aber notwendig und von der Kraft der Natur bedingt. Wie Elke auch schon geschrieben hat, hatten wir ja eigentlich zwei Wochen lang tolles Wetter, viel besser als erwartet. Ja, es war sehr warm, aber es hat nachts abgekühlt (ganz anders als in Sambia), was sehr angenehm war.
Diteko und KD: Für mich war es die 6. Tour mit Diteko als Guide und die dritte mit KD als Campchef. Ein tolles Team, ich mag Ditekos eher trockenen Humor und seine ganz besondere Ernsthaftigkeit. Mir ist das lieber als jemand, der meint, von morgens bis abends Späßchen machen zu müssen. Seine „Lache“ in besonderen Situationen ist großartig, ich ärgere mich, dass ich sie nie aufgenommen habe, dann könnte ich sie mir immer vorspielen, wenn ich mal schlechte Laune habe. Seine Fähigkeiten als Guide, Fahrer und Rundumbetreuer sind unschlagbar, ich habe mich immer sicher bei ihm gefühlt. Am Tag der Arbeit wurde er übrigens von Bushways geehrt, ich denke, das spricht für sich!
KD, unser Sonnenschein, immer fröhlich, immer gegenwärtig, immer hilfsbereit, ein toller Koch. Und ein Seelchen, er leidet immer sehr bei den Abschieden (willkommen im Club 🙁 😣 ) und nimmt – wie auch DT - in unregelmäßigen Abständen per Text- und Sprachnachrichten immer wieder Kontakt mit uns auf.
Die beiden zusammen sind ein perfekt aufeinander eingespieltes Team und harmonieren auch sehr gut, soweit ich das beurteilen kann.
Mit dem Begriff „Freundschaft“ bin ich sehr vorsichtig, dazu braucht es für mich dann schon mehr als ein paar gemeinsame Reisen, aber wir, also die Touris und DT+KD, sind im Laufe der Jahre auf jeden Fall sehr zusammengewachsen, sind ein gutes Team und wir hören von Beiden immer mal wieder, dass unsere Beziehung für sie schon über eine normale Touristenbekanntschaft hinausgeht – was wir umgekehrt natürlich genauso empfinden. KD: „I have a problem when i think of you guys and looking at pictures, feel sad or far away from my family, I saying this because to me and DT we no longer call you a guest, we are family. Anyway it's life, we will see each other again, have a good afternoon miss you guys, always in my mind.“
Die Extremsituationen auf dieser Tour haben sicher dazu beigetragen, dass das Band zwischen uns noch enger geknüpft wurde.
Was hat mir diese Reise gegeben? Sie hat mich auf jeden Fall meinem Wunsch, Botswana in all seinen Facetten und damit auch zu allen Jahreszeiten erleben zu dürfen, einen Schritt nähergebracht. Begeistert bin ich noch heute von den unzähligen Vögeln, die unterwegs waren und insgesamt von dem pulsierenden Leben zu dieser Zeit. So habe ich mein Lieblingsland noch nie erlebt! Da ich das große Glück habe, schon viele der „besonderen“ Sichtungen erlebt zu haben, ging es mir nicht um den x-ten Löwen und Leoparden, sondern um das Gesamtkunstwerk. Und das habe ich bekommen! Dazu gab es einige sehr spannende Neusichtungen und Erlebnisse, die ich natürlich nicht missen will! Womit ich nach wie vor ein kleines Problem habe ist das viele Grün! Vor Ort war das sehr stimmig, auch weil dort ja auch noch die Gerüche und Geräusche dazu kamen, beim Fotosichten daheim vermisste ich dann aber doch ein bisschen das „Staubige“! Wobei mir die Herausforderung, zwischen Halmen hindurch ein Tier mit der Kamera zu erwischen, durchaus Spaß gemacht hat und ich die Blümchen auf den Bildern liebe.
Fasziniert hat mich auf dieser Reise, wie uns die Natur die Grenzen aufgezeigt und Botswana sich uns an manchen Stellen einfach verweigert hat. Von meinem älteren Sohn habe ich vor einiger Zeit das Buch „Unverfügbarkeit“ geschenkt bekommen und auch wenn es darin um wesentlich komplexere Zusammenhänge und Sachverhalte geht, spricht der Klappentext für mich in Bezug auf diese Tour eine deutliche Sprache: "Unablässig versucht der moderne Mensch, die Welt in Reichweite zu bringen. Dabei droht sie uns jedoch stumm und fremd zu werden. Lebendigkeit entsteht nur aus der Akzeptanz des Unverfügbaren."
Übrigens auch ein Grund, warum ich inflationäre Drohnenaufnahmen nicht mag – sobald man nicht mehr mit der Kamera in der eigenen Hand und auf den eigenen Beinen unterwegs ist, fühlt es sich für mich ein bisschen wie eine Grenzüberschreitung an, eine zwanghafte Art, Verfügbarkeit zu erreichen. Natürlich finde ich diese Anblicke auf den Fotos auch faszinierend, aber für mein Empfinden würden der Menschheit auch ein paar wenige Aufnahmen von Profis genügen. Der Anblick von Touristen, die mit ihren „Spielekonsolen“ vorm Bauch in der Einsamkeit Afrikas stehen und ihrem Flugobjekt nachschauen, fühlt sich für mich falsch an (von dem ekelhaften Geräusch mal ganz abgesehen… 😣 ).
Aber ich schweife ab 😗 ! Solche Belästigungen hatten wir natürlich nicht und auch generell wurden wir in Ruhe gelassen, denn außer uns war kaum jemand unterwegs, so wie wir es uns ja auch gewünscht hatten. Wobei wir für ein paar mehr befahrbare Strecken gerne ein bisschen Menschenmasse in Kauf genommen hätten 😎 . Aber siehe oben….
Noch eine kleine Erkenntnis hat mir die Reise geliefert (bzw. hat mir das nochmal bestätigt, eigentlich wusste ich es schon): ich fühle mich beim Zelten auf einer einsamen Campsite mit Essen vom Holzfeuer wohler als in den festen Unterkünften mit teilweise sehr aufwändig zubereitetem und präsentiertem Essen. Auch hier muss ich noch einmal das Wort „stimmig“ verwenden. Und nein, es ist nicht so, dass ich nicht gerne gut und auch mal fein essen gehe und dabei gerne aufmerksam bedient werde, aber dafür muss ich doch nicht ins südliche Afrika und schon gar nicht nach Botswana reisen. Dort habe ich definitiv andere Prioritäten und möchte die gerne auch ausleben. Von daher spüre ich eine leichte Traurigkeit, dass uns 3 Nächte Camping verloren gegangen sind… auch wenn es sich vor Ort in einem richtigen Bett und einem Dach über dem Kopf schon besser angefühlt hat 😉 .
Worüber habe ich noch gar nicht gesprochen? Genau – über die Langweilertruppe 🤩 . Und da will ich dieses Mal auch gar nicht viele Worte verlieren, ich hoffe, das Video weiter unten spricht für sich 😗 🤪 !
Die Vorgeschichte dazu:
An Heiligabend schickt Tom diese Nachricht in den Gruppenchat.
Beim Anhören der Audiodatei bin ich zunächst verwirrt 😐 : Echt, es gibt noch eine Langweilertruppe außer uns und sogar einen Song über diese 😕 ? Wow 🤩 ! (Da merkt man mal wieder, wie naiv und gutgläubig ich bin 😛 🤪 !)
Und plötzlich tauchen da unsere Namen auf 😮 ! Das geht ja wohl nicht mit rechten Dingen zu 😵 – und genau, KI hatte ihre Hände im Spiel 😄 . An dieser Stelle nochmal tausend Dank an Birgitta und Tom für diese tolle Überraschung 😘 !
Kurz darauf erscheint dann diese Nachricht von Matte im Gruppenchat:
Ich sag nur: challenge accepted! 😄 (Aber erwartet nun bitte keine Diashow mit tollen Tier- und Landschaftsfotos…es ist eine Hommage an uns 😊 🤪 )