JAJasminlemrThemenstarter6 Beiträge · seit 202611. Feb. 2026 · Hallo zusammen,
mein Name ist Jasmin, ich komme aus Deutschland und bin mit Reisen in Afrika extrem unerfahren. Ich hab schon einige Roadtrips gemacht und gecampt und gezeltet, aber diese Reise wäre die erste ihrer Art 🙂
Wie viele andere hier werden mein Freund und ich dieses Jahr das erste Mal nach Namibia reisen und stecken in der Planung - ich weiß wir sind knapp dran, aber die Urlaubsfreigabe hat leider sehr lange gedauert…
Ich lese immer wieder man sollte sich mit Kleidung für einen Zwiebellook eindecken und möglichst neutrale Farben wie beige, braun oder Olive - ist Decathlon dafür eine gute Anlaufstelle oder gibt es hier spezifische Shops die ihr empfehlt?
Mich würde mal interessieren, wie ihr die Begegnungen mit den Tieren vor Ort empfunden habt. Ich stelle mir diese Begegnungen unglaublich intensiv vor, zur gleichen Zeit hab ich alleine bei der Vorstellung schon gehörig Respekt und mein Fluchtinstinkt setzt ein.. 😅
Vielen Dank schon mal für eure Antworten und dass ihr euch Zeit für einen weiteren Newbie nehmt.. 🙂
Liebe Grüße
Jasmin
BikeAfrica7’320 Beiträge · seit 200611. Feb. 2026 · Die Art der Klamotten hängt sehr von der Reisezeit ab. Im dortigen Sommer hast Du nachts oft 30 Grad. Im dortigen Winter wird es ab Sonnenuntergang arschkalt.
Klamotten kann man die gleichen nehmen, die man zuhause in der Freizeit auch nimmt. Naturnahe Farben sind sinnvoll, weil man Staub nicht gleich so drauf sieht. Ich habe da schon häufiger ältere weiße T-Shirts genommen, die sonst nicht mehr verwendbar waren und sie mit Stofffarben in der Waschmaschine gefärbt.
Hosen mit abtrennbaren Hosenbeinen sind sinnvoll. Da kann man auch die von Aldi, Lidl oder Tchibo nehmen.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
ThF246 Beiträge · seit 201611. Feb. 2026 · Hallo,
bei der Kleidung sieht man unterwegs eine breite Palette. Du musst Dich darauf einstellen, tagsüber hohe trockene Hitze und morgens und abends durchaus frische Temperaturen auszuhalten. An der Küste (Swakopmund/Lüderitz) ist es auch tagsüber sehr frisch. Da freut man sich, wenn man an die Zipperhose die Beine wieder dranmachen kann.
Ich persönlich nehme gerne Funktionskleidung, die auch schnell trocknet, wenn man Sie mit Rei in der Tube unterwegs auswäscht.
Die Gänsehaut-Tierbegegnungen machst Du in erster Linie aus dem Auto heraus. Da ist die Farbe m.E. vernachlässigbar.
Die meisten Wiederholungstäter kommen nicht wegen der pittoresken Architektur wieder nach Afrika, sondern weil sie von den Tierbegegnungen nicht genug bekommen können. Respekt in Bezug auf wilde Tier ist immer gut. Erhalte Dir das. Fluchtinstinkt ist unnötig.
Viele Grüße
Thomas
2010 - 2024 Nam, Nam/Bot, SA, Nam/Bot, Bot/SA, Nam/KTP, Nam/Bot
boris1’821 Beiträge · seit 200811. Feb. 2026 · Hallo Jasmin,
wegen der Kleidung musst du dir keinen Kopf machen. Nimm mit, was der Schrank so hergibt, du wirst ja nicht nur Neonfarben drin haben. Hab mir für Namibia außer einer Zip-Hose noch nie was gekauft.
Das mit dem Zwiebelsystem hängt schwer von der Reisezeit ab, wo ihr hinwollt und ob ihr campt oder in Lodges übernachtet. Der namibische Winter kann saukalt sein, natürlich insbesondere je weiter südlich unterwegs man unterwegs ist.
„Gefährliche“ Tiere sieht man eher vom Auto aus. Insbesondere in Etosha darf man ja nur an den paar Parkplätzen aussteigen. Nur Mut!
Viel Spaß beim Planen
Boris
JAJasminlemrThemenstarter6 Beiträge · seit 202611. Feb. 2026 · Hi Wolfgang,
Alles klar - das mit der Stofffarbe ist eine super Idee, Dankeschön 🙂
JAJasminlemrThemenstarter6 Beiträge · seit 202611. Feb. 2026 · Hallo Thomas,
Rei in der Tube ist auch mein bester Reisepartner.
Danke für den Einblick, dann kann ich bis zur Reise versuchen meinen Fluchtinstinkt eindämmen zu lernen 🙂
JAJasminlemrThemenstarter6 Beiträge · seit 202611. Feb. 2026 · Hi Boris,
Neonfarben gehören eher weniger zu meinem Repertoire 🙂
Vielen Dank für den Einblick, ich denke der Mut kommt beim Reisen.
Logi16,9k Beiträge · seit 201211. Feb. 2026 · Safarikleidung ist nur dann notwendig, wenn man zwingend als Tourist auffallen möchte.
Ansonsten nimm mit was praktisch und komfortabel ist.
Das "kleine Schwarze", die Manolos und Birkin Bag können auch zu Hause bleiben.
LG
Logi
Makra899 Beiträge · seit 201711. Feb. 2026 · Wir haben auch zum größten Teil Funktionsklamotten dabei, weil man sie schnell im Waschbecken auswaschen kann und sie in Nullkommanix trocknen. Da man in den Unterkünften aus Diebstahlgründen nur noch Kleiderbügel findet, die man nicht entfernen kann, nehme ich immer 2-3 dieser Drahtkleiderbügel aus der Reinigung mit. Damit kann man die Sachen auch prima in der Dusche zum abtropfen aufhängen, wenn es sonst keine Möglichkeit gibt. . Übrigens auch die Badeklamotten....
Für Abendessen bzw Restaurants haben wir natürlich auch noch andere Kleidung dabei.
Mogambo569 Beiträge · seit 201311. Feb. 2026 · Logi schrieb:Safarikleidung ist nur dann notwendig, wenn man zwingend als Tourist auffallen möchte.
Zustimmung, Logi. Daran musste ich auch grad denken und schmunzeln.
Den "Safari-Touri" erkennt man eigentlich sofort, wenn er aus dem klimatisierten Bus aussteigt, dabei knöchelhohe Trecking-Boots anhat, idealerweise noch mit dicken Strümpfen über der khaki-Treking-Hose und - wichtig - die survival-Weste über dem langärmeligen Safari-Hemd umdrandet von einem schnieken Lederhut, am besten mit abgesetzten Leder- oder Fell-Applikationen dekoriert. 😄
Und schon schaut man beschämt an sich herab, wie man daneben steht, im grauen Polo-Shirt und Flip-Flops mit Schlapphut 🤨
Daher im Ernst: den Großteil der Zeit werdet ihr im Auto verbringen, teilweise auf staubigen Pisten. Auch ihr werdet regelmäßig eingestaubt, vor allem beim Auf- und Abbau des Dachzelts (hier mein Tipp: Abbau am Morgen immer vor dem Duschen 😄 ). Nimm für Dich bequeme Klamotten mit, für den Abend und morgens etwas Wärmeres und vielleicht noch etwas "besseres", falls ihr irgendwo mal in einer Lodge oder ähnliches Essen wollt. Also im Grunde so, wie eine Camping-Tour in Deutschland.
Ob es daher Notwendig ist, "echte" Outdoor-Klamotten extra im Fachgeschäft zu kaufen, bei dem was ihr vorhabt, sei also dahingestellt. Nur den Hut, den brauchtest vermutlich. Aber den kannst Du Dir vor Ort in Namibia kaufen und wirst dafür vermutlich auch nicht ewig lange suchen müssen.
Und noch ein Tipp hinsichtlich Staub: je nachdem, mit was für Taschen Ihr anreist, aber legt Euch ein "Rückflug-Outfit" zurecht und verpackt das möglichst extra staubsicher. Anderenfalls kann es passieren, dass ihr am Ende etwas staubig aus der Wäsche schaut, wenn ihr am Flughafen seid. 😉
LG Mogambo 🙂
ANannih._7 Beiträge · seit 202611. Feb. 2026 · Ich schließe mich mal mit der Frage an, welches Schuhwerk gebraucht wird? Nachts sollen hohe Schuhe ja sinnvoll sein? Oder lieber Wanderschuhe? Und Flip Flops? Danke 🙂
Logi16,9k Beiträge · seit 201211. Feb. 2026 · annih._ schrieb:Ich schließe mich mal mit der Frage an, welches Schuhwerk gebraucht wird? Nachts sollen hohe Schuhe ja sinnvoll sein? Oder lieber Wanderschuhe? Und Flip Flops? Danke 🙂
Ich verweise Mal auf den Thread
Welche Schuhe sind ideal für Namibia , der mittlerweile 16! Seiten umfasst.
LG
Logi
Sanne2’462 Beiträge · seit 200611. Feb. 2026 · Wir haben nur Sneaker, Flipflops (sind auch gut geeignet, wenn man der Sauberkeit der Unterkunft/Dusche nicht traut)im Gepäck. Wanderschuhe haben wir nicht dabei, wir reisen aber auch immer zu Zeiten, in denen mir lange Wanderungen keinen Spaß machen, weil zu heiß. Ich habe auch hochhakige Sandaletten mit breitem Absatz bei 😛, allerdings keine Manolos. Wenn wir abends nett essengehen, will ich da nicht mit Flipflops auflaufen.
Ansonsten haben wir normale Alltags-/Sommerkleidung mit: kurze Hosen, kurze Röcke, Sommerkleid, Shirts, Strickjacke und Schal (für den Flieger, mir ist immer zu kalt), Fleecejacke und eine lange Hose für An- und Abreise. Sonnenstrohhut hat sich auch bewährt. Unsere Kleidung ist für 10 Tage konzipiert, ich versuche die Route so zu planen, dass wir nach 7 Tagen feste Unterkünfte mit Wäschedienst haben.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
chamäleon20112’497 Beiträge · seit 201112. Feb. 2026 · "Ich schließe mich mal mit der Frage an, welches Schuhwerk gebraucht wird? Nachts sollen hohe Schuhe ja sinnvoll sein? Oder lieber Wanderschuhe? Und Flip Flops? Danke :)"
Also, ich schlafe immer barfuß. 😗
Im Ernst, wenn ich keine speziellen mehrtägigen Wanderungen plane, habe ich Trekking-Halbschuhe (wegen der guten, rutschfesten Sohlen), Trekkingsandalen und Badelatschen (etwas "nettere") bei, das reicht mir. Für Restaurantbesuche werden die Trekkungsandalen entstaubt.
Ansonsten habe ich leichte Hosen, Shirts und eine Fleecejacke dabei, falls es dort Winter ist oder ich eine morgentliche Bootstour in Swakopmund oder frühe Gamedrives in offenen Fahrzeugen plane, noch einen Satz Skiunterwäsche, die nimmt nicht viel Platz weg.
Viel Spass beim Planen.
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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JP K389 Beiträge · seit 202112. Feb. 2026 · Schuhwerk: es gibt Akaziendornen, die, wenn sie vertrocknen und am Boden liegen, problemlos durch weiche Sohlen von Sneakern durchstechen. Daher rate ich bei Spaziergängen im Busch, auch wenn es nur kurze leichte geführte Ausflüge sein sollten, zu festen Sohlen von Wanderschuhen. Ich habe mir kürzlich Wanderhalbschuhe ohne Schaft gekauft, weil die mit dem hohen Schnürschaft in der afrikanischen Hitze keinen Spass gemacht haben. Wer alpines Wandern in Afrika vorhat, dem rate ich zu einem hohen Schaft, da er Halt gibt wenn man über Wurzelwerk oder Steine und Geröll wandert, allerdings habe ich bisher solche Wanderungen in Afrika noch nicht gemacht, Schwerpunkt war ja immer Safari. Ansonsten sind Sandalen sehr bequem bei einem Fahrtag oder auf einem Gamedrive oder in der Lodge.
Sanne2’462 Beiträge · seit 200612. Feb. 2026 · JP K schrieb:Schuhwerk: es gibt Akaziendornen, die, wenn sie vertrocknen und am Boden liegen, problemlos durch weiche Sohlen von Sneakern durchstechen. Daher rate ich bei Spaziergängen im Busch, auch wenn es nur kurze leichte geführte Ausflüge sein sollten, zu festen Sohlen von Wanderschuhen. Ich habe mir kürzlich Wanderhalbschuhe ohne Schaft gekauft, weil die mit dem hohen Schnürschaft in der afrikanischen Hitze keinen Spass gemacht haben. Wer alpines Wandern in Afrika vorhat, dem rate ich zu einem hohen Schaft, da er Halt gibt wenn man über Wurzelwerk oder Steine und Geröll wandert, allerdings habe ich bisher solche Wanderungen in Afrika noch nicht gemacht, Schwerpunkt war ja immer Safari. Ansonsten sind Sandalen sehr bequem bei einem Fahrtag oder auf einem Gamedrive oder in der Lodge.
Nichts für ungut, aber wer läuft denn als Touri durch den Busch in Namibia und nicht auf ausgewiesenen Wanderwegen? Durch meine Sneaker haben sich in über 20 Jahren noch keine Dornen durchgestochen, durch Flipflops durchaus, war aber auch verschmerzbar.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
SESeyko1’097 Beiträge · seit 200912. Feb. 2026 · @Sanne
Beispielsweise jeder, der auf einer Lodge einen Bushwalk bucht?!
Liebe Grüsse
Guido
Sanne2’462 Beiträge · seit 200612. Feb. 2026 · Seyko schrieb:@Sanne
Beispielsweise jeder, der auf einer Lodge einen Bushwalk bucht?!
Liebe Grüsse
Guido
Auch dann bin ICH nicht mit dem Guide querfeldein, sondern auf Trampelpfaden unterwegs gewesen. Sneaker haben da immer völlig gereicht. 🙂
LG Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
SESeyko1’097 Beiträge · seit 200912. Feb. 2026 · Tut mir leid zu lesen, Sanne!
Vielleicht kannst du das ja nochmal nachholen? Querfeldein zu laufen ist toll!
Liebe Grüsse
Guido
STsteinbeisser577 Beiträge · seit 200612. Feb. 2026 · Wer z.B. im Naukluft den Olive Trail oder ähnliches vorhat, auch im Erongo oder Damaraland Hügel erklimmen oder zwischen Büschen herumstreifen möchte, sollt edies tunlichst in festerem Schuhwerk, insbesondere mit widerstandsfähigen Sohlen tun. Also Trekkingschuhe oder Lederboots (gibts die noch?). Flips und Sneaker sehen sicher cooler aus, Einheimische sind da tatsächlich scheinbar auch manchmal lockerer.
Wir fahren ja schon länger eher nach Südafrika, aber auch dort stehen mindestens ein oder zwei Wanderungen, durchaus über Stock und Stein auf dem Programm. Einen Dorn möchte ich keinesfalls in den Fuß bekommen. Steine sind hingegen weniger mein Problem 😄 . Sanne, Du hattest wohl immer Glück oder gehts halt nicht (mehr?) in den Busch?
steinbeisser