SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201520. Jan. 2026 ·
Monday, August 25 Tarangire NP, Silale Swamp
Heute ist unser letzter game driving Tag im Tarangire und auch in Tanzania. Ich bin gespannt auf den heutigen Tag da wir zum Silale Swamp wollen, meine Lieblingsgegend im Tarangire.
Bei Tagesanbruch laufen wir den Hang hinunter und machen unser Auto startklar. Das Permit ist schnell gelöst, die Frau Angestellte kennt mich nun schon.
Wir fahren auf der Ridge Road Richtung Norden. Bald entdecke ich einen frischen Gnu Riss. Zwei Schakale reißen sich Häppchen von den Knochen. Keine Spur von Löwen, leider.
Nach einer Stunde Fahrt starten wir den Game Drive an der West River Road und klappern alle Linksspuren ab.
Wir sehen herzlich wenig Wild. Eine Herde Buffalo überquert den Fluss, oder mehr Rinnsal und wir schauen zu.
Weiter südlich sind einige Autos stationiert. Man macht uns auf eine Cheetah mit cub aufmerksam. Leider sind die beiden sehr vom Gestrüpp verdeckt und so bleiben wir nicht allzu lange.
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201520. Jan. 2026 ·
Longtailed Fiscal Shrike Western Tanager
Grey-headed Kingfisher
Es hat sehr wenig Verkehr hier was uns sehr freut.
Wir fahren die gleiche Route wieder zurück und sehen dass das rege Waserloch nun verwaist daliegt. Auch bei den Cheetah hat sich leider nichts getan. Sie ruhen noch weniger sichtbar im hohen Gras.
Also, fahren wir halt wieder in den Norden und checken die Wasserlöcher dort.
Wieder Fehlanzeige. Was ist denn hier los? Zur gleichen Zeit an der gleichen Stelle und wir sehen ein paar Vögel.
Ok, im dichten Grün im Sumpf nebenan, fressen ein Warthog und ein massiver Ellie Bulle.
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201520. Jan. 2026 ·
Entlang der Ridgeroad, auf der Heimfahrt, sehen wir viele Gnu und Zebra, sowie drei verschiedene Eland Herden. Und die sind nicht mal so scheu.
Und dann sagt mein Mann, “I think I see a leopard in the tree.”
Ich schaue durchs Fernglas und nein, es ist eine Löwin, die genau wie ein Leo auf einem Ast hängt.
Das ist eine wunderbare Überraschung für mich, denn ich habe mir den ganzen Tag inbrünstig einen Löwen gewünscht und nun liegt er so hübsch auf dem Ast drapiert in goldigem Licht. Mein Löwenherz ist happy.
(drapiert…. Extra so geschrieben für Picco)
Im Camp gibt’s heute Chicken Masala und dann ist packen angesagt.
Mit diesem Camp und Mannschaft sind wir nicht so richtig warm geworden. Das Chalet und Essen waren tip top und nach unserm Geschmack. Die Lage, wie schon gesagt, war eher abgelegen, aber landschaftlich war die Fahrt vom Camp in den Norden des Tarangire abwechslungsreich mit vielen Baobab und einigen guten Sichtungen am Weg.
Ein Negative ist die zusätzliche Wildlife Fee aber das positive ist das wenig benutzte Eingangstor in den Park.
So, a mixed basket, wie wir sagen.
Morgen geht’s zurück nach Arusha und am nächsten Tag nach Kenya zum Amboseli NP.
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201521. Jan. 2026 ·
Tuesday, August 26
Vom Sangaiwe Camp zurück nach Arusha
Da wir den Wagen schon um 15 Uhr abgeben müssen, rentiert es sich nicht einen weiteren Game Drive Tag im Park zu bezahlen. So schlafen wir etwas länger und nehmen dann ein gutes Frühstück im Camp ein, jedenfalls besser als das aus der Schachtel!
Wir verschenken die restlichen Esswaren an einige Leute am Straßenrand. Auf dem Weg zur Asphalt Straße fahren wir durch kleine Dörfer und sehen wie einfach die Leute leben und auch wie streng sie es haben. Macht uns nachdenklich und auch dankbar für unsere Lebensweise.
Wir biegen in die Tarangire Road ein und besuchen einige Souvenir Läden entlang dieser Strasse und so wechselt das eine und andere Souvenir seinen Besitzer.
Die Fahrt nach Arusha verläuft ohne Ereignisse und wir essen ein Sandwich in der Sable Mall.
Danach geht’s ohne Halt zurück ins Serengeti Select Safari Depot.
Wir erzählen Caleb wie es uns so ergangen ist und wie wir die Serengeti angetroffen haben. Ich gebe Patricia Feedback über all die gebuchten Tented Camps und sie freut sich dass wir überall gute Erfahrungen hatten.
Wenn man bei diesem Anbieter mehr als 100 km pro Tag fährt, muss man einen Aufpreis bezahlen und so gibt es für uns eine Rechnung. Da wir einen Tag wegen der Autopanne versäumt haben, erhalten wir diesen Tag gutgeschrieben. Alles sehr fair.
Caleb sagt uns dass wir die einzigen Mieter seien die nun schon drei Mal bei ihnen Autos gemietet haben.
Hmmm…und drei Mal hatten wir irgend ein Problem mit den Land Rover.
Ich kann euch die Leute dort empfehlen, die leisten guten Kundendienst. Aber es mangelt etwas a den Autos und manchmal auch an der Ausrüstung. Keine Wunder bei diesen Strassenbedingungen!
Nachdem wir grob packen, verabschieden wir uns von Caleb und Patricia, wirklich liebe Leute (sie schenkt uns eine Dose Cashew nuts) und werden im Green Mountain Hotel abgesetzt. Wir erhalten ein Upgrade, nämlich die rooftop suite. Einziger Nachteil: diese Wohnung liegt im 4. Stock…und es gibt keinen Lift. Aber dafür gibt es starke Helfer.
Wir brauchen etwa zwei Stunden um wieder mal richtig zu packen. Ein Koffer ist voll von Dingen die wir nicht mehr brauchen und der zweite Koffer teilen wir für ein paar Tage.
Wir gehen Abendessen und sinken dann tief ins Bett.
Ich bin glücklich dass wir diese Selbstfahrer Safari gut gemeistert haben und dass wir heil und ganz wieder in Arusha gelandet sind. Nun blieben die schoenen Erinnerungen.
Ich muss gestehen, dass wir eigentlich das Campen nicht vermisst haben. Denn hier in Tanzania total Selbstversorger zu sein ist viel anstrengender und anspruchsvoller als im südlichen Afrika. Wir sind uns einig dass das Selberfahren uns als Individualisten immer noch sehr gut gefällt auch mit den unweigerlichen Strapazen dazu auf der Piste. Wir waren froh, dass wir uns nicht selber verpflegen mussten, dass das Zelt jeden Abend schon errichtet war, dass wir jeder Zeit heißes Wasser zum Duschen hatten und dass wir unsere eigene Toilette mit Spüle zur Verfügung hatten.
Ja, so verwöhnt sind wir geworden!
Schuld daran ist natürlich unser fortgeschrittenes Alter.
Morgen haben wir einen Transfer zur Kenianischen Grenze und von Namanga gehts dann mit Wagen und Guide für ein paar Tage in den Amboseli NP.
Sadie schrieb:Hmmm…und drei Mal hatten wir irgend ein Problem mit den Land Rover.
Die Land Rover galten noch nie als besonders zuverlässig, aber nur selten funktionieren sie gar nicht mehr...ist halt im Grunde eine Konstruktion von 1948 mit einigen Modernisierungen. Und für das ist er erstaunlich zuverlässig.
Sadie schrieb:Morgen haben wir einen Transfer zur Kenianischen Grenze und von Namanga gehts dann mit Wagen und Guide für ein paar Tage in den Amboseli NP.
Auf die Beschreibung des Grenzübertritts bin ich schon gespannt, ich bin ja bei Holili/Taveta rüber, absolut problemlos, fast schon wie in Europa.
Landrover hat einen anerkannt guten Ruf für hochqualitative Musikboxen unter dem Fahrzeug,
die bei Reparaturen underfloor für eine gute Stimmung sorgen 😄 😄 😄
LG..............BMW
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201526. Jan. 2026 ·
AMBOSELI NP, Kenya, August 27-September 1. 2025
Wednesday, August 27
Heute starten wir den letzten Teil unserer drei-Länder Safari Tour. Wir fahren in den Amboseli NP in Kenya.
Nach dem eher mickrigen Frühstück im Green Mountain Hotel werden wir überpünktlich von Freddie abgeholt. Er wird uns nach Namanga zur Grenze fahren. Auch hat er schon die Lunch Pakete abgeholt die uns Patricia bestellt hat.
Es geht etwas langsam durch den Rush Hour Verkehr in Arusha, aber dann geht es zügig in die Hügel entlang der A103. Einige Masai hüten ihre Tiere die hier fett und gutgemästet sind.
Unterwegs sehen wir ein paar Tiere, Giraffen, Kudu, und Impala. Freddie ist stolz uns “Impala” zu zeigen die aber im Effekt Lesser Kudu sind!
Als wir uns dem Grenzdorf Namanga nähern, stehen eine Unmenge Lastwagen Schlange und mir schwant Böses…
Aber, Freddie überholt all die Lastwagen und wir parkieren beim Grenzkontroll Gebäude.
Ein uniformierter Mann erscheint und fragt ob wir Senioren seien. Ja, ist doch klar! Sieht man uns doch an!
Er erklärt uns dass wir als Senioren unser Gepäck nicht ins Gebäude schleppen müssen, sondern dass wir nur mit unsern Papieren reintreten dürfen
Na, dann, das ist richtig gute Nachricht. Freddie bewacht das Auto und das Gepäck und wir folgen dem Mann ins Innere.
Ui, am Eingang steht ein großes Poster mit Monkey Pox Symptomen das uns etwas abschreckt. Wohl nicht!
Hier das Prozedere:
Erster Schalter: show your Yellow Fever cards.
Kein Problem, die haben wir dabei und alles gut damit. Fertig.
Zweiter Schalter: check out of Tanzania. Stempel in den Pass und fertig.
Dritter Schalter: show your visa.
Eine Frau, auch in Uniform, füllt einen Zettel für uns aus, und sagt, sie brauche einen Tipp da unser Familien Name schwierig sei zum Schreiben. 😄 😄
Der Kenianische Beamte will das Visum von uns. Haben wir natürlich auch dabei. Er behält das Blatt und trägt die Information in unsere Pässe ein. Stempel drauf und…
FERTIG! 🤩
Das war’s und wir sind offiziell nach etwa 5 Minuten paperwork in Kenya eingereist. Ich finde es gut dass beide Länder ihre Schalter im gleichen Gebäude haben und Senioren haben es hier noch leichter. Zu unserm Glück war auch kein Bus voller Touristen vor Ort!
Als wir rauskommen, ist unser Guide Peter auch schon da. Elvira von unserm Forum hier (bushtruckers.ch)organisierte unsere kurze Amboseli Tour und hat uns Peter mit einem Landcruiser geschickt.
Er ist ein ausgesprochen netter und happy Mann und er ist uns auf Anhieb sympathisch.
Der Landcruiser hingegen weist einige Mängel auf, wie wir schnell herausfinden: die Ladestationen sowie der Kühlschrank funktionieren nicht und das ist enttäuschend. Obschon Peter später versucht beide Mängel zu beheben, hat er dabei keinen Erfolg.
Alles Gepäck wird umgeladen und wir sagen bye bye Freddie und Hello Peter.
Peter fährt entlang der C103, eine holprige Natur Straße die mehr oder weniger der Grenzlinie folgt.
Wir checken am Meshanani Gate in den Amboseli Park ein und diesmal erledigt Peter all die Formalitäten und nicht ich.
Einige Masai Frauen wollen uns unbedingt ihre Armbänder verkaufen. “ Ten dollar, ok five.” Tönt es minutenlang ins Auto hinein.
Nun kann der Game Drive beginnen! Wir sehen bald drei Generuk, genau wie es Elvira voraus gesagt hat. Das ist die ulkige Antilope die eigentlich wie ein Impala gezeichnet ist, aber mit ihrem langen Hals und dünnen Kopf eher eine Giraffe sein möchte.
Der Lake Amboseli ist im August völlig ausgetrocknet aber wir sehen Elefanten gegen Wasser laufen…oder doch nicht?
Unsere Augen sehen Wasser wo es keines hat! Eine richtige Fata Morgana oder Mirage auf Englisch (was natürlich eher Französisch ist!) Wir lachen mit Peter zusammen ab diesem trick of the eye oder auch optical illusion (auf Französisch trompe d’oeil)
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201526. Jan. 2026 ·
Hallo Bele, du Fruehaufsteherin! Bereitest du dich auf Botswana vor? bin gegenwaertig in Arizona und hier ist es erst 22:30! Ich kann deine Vogel Bestimmungen sehr gut gebrauchen, da ich mich noch nicht so gut auskenne. Es freut mich dass du noch dabei bist. Danke und Gruesse vonKatrin
Sadie schrieb:Das war’s und wir sind offiziell nach etwa 5 Minuten paperwork in Kenya eingereist. Ich finde es gut dass beide Länder ihre Schalter im gleichen Gebäude haben und Senioren haben es hier noch leichter.
Toll, dann haben sie dort das selbe System wie am Holili-Taveta-Übergang südlich des Kili. Das war mein bisher schnellster und einfachster Grenzübergang in Afrika!
Sadie schrieb:
Genau das gefällt mir an den ostafrikanischen Safari-Autos so sehr: Das Hubdach und der sich daraus ergebende Rundumblick im Schatten!
Hab soeben den Kenya-Teil in die Reiseberichtzusammenstellung Kenya eingefügt, wie ich es schon beim Tansania-Teil in der Reiseberichtzusammenstellung Tansania getan habe.
SadieThemenstarter1’835 Beiträge · seit 201526. Jan. 2026 ·
Nach 15 Uhr heben sich die Wolken die den Kilimanjaro Mountain umhüllt haben und man sieht seinen schneebedeckten Gipfel, oder besser, die Krone des Vulkan.
Nun suchen wir nach Motiven mit dem Kili im Hintergrund.
Gegen Abend geht es auf der sehr staubigen, eher puderigen Straße gegen das Kimana Gate und wir sehen einen Elefanten als letzte Sichtung des Tages.
Wir wohnen in der Sentrim Lodge und die erreichen wir via des schlimmsten Tracks das wir noch gut in Erinnerung haben von 2021, da wir im Kimana Community Camp logierten und die Sentrim Lodge ist ein bisschen weiter entlang dieser furchtbaren Straße. Aber, es hilft nichts; da müssen wir nun jeden Tag zwei Mal durch.
Wir erhalten den Schlüssel zum Zelt Nummer 7 das ganz am Ende liegt. Innen ist es gut eingerichtet und wir haben sogar eine Coffee Station und einen Kühlschrank, dafür aber keinen Duschvorhang.
Das Abendessen ist Buffet Stil und wird in einer riesigen Lappa mit vielen andern Gästen eingenommen. Es gibt eine große Auswahl an Gerichten, viele davon für den Indischen Gaumen. Trotz der Auswahl, haben wir etwas Mühe Gerichte zu finden die uns schmecken.
Peter sitzt mit uns am Tischund wir haben einen netten Abend.