Wie sich schützen gegen Wildlife auf Camp-Sites?

14 Antworten · 7’001 Aufrufe · gestartet 08. Juli 2008 von fahrinurlaub
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Themenstarter394 Beiträge · seit 200808. Juli 2008 ·
Wir planen eine Reise nach Botswana und haben gelesen, dass die Camp-Sites nicht umzäunt sind.

Was bedeutet das jetzt genau? Da es ja ca. gegen 18 Uhr dunkel wird, können wir dann noch in Ruhe unser Abendessen draußen verzehren? Ich habe gelesen das Feuer Tiere abschreckt, aber Feuerholz können wir bestimmt auch nicht sammeln. Wie sieht es aus wenn man Nachts pinkeln oder zur Toilette muss. Kann ich mit der Taschenlampe raus und zum nächsten Busch… wohl nicht?! Wir haben vor einen Bushcamper zu mieten… zelten also nicht.

Wir waren schon oft auf Safari in Afrika aber bis jetzt waren die Camp-Sites immer eingezäunt… was aber viele Tiere doch nicht von einem Besuch abgehalten hat. Ich errinnere mich noch an eine Pavianattacke und den morgendlichen Besuch eines Honigdachs, der sich in Richtung unseres Frühstückstisches auf machte. Verlief aber alles glimpflich.
Camperreise in die tasmanische Wildnis https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306857-camperreise-in-die-tasmanische-wildnis.html?start=0 Mora, Mora unterwegs auf Madagaskar https://www.namibia-forum.ch/forum/164-diverses/306553-mora-mora-langsam-langsam-auf-nord-madagaskar.html
2’732 Beiträge · seit 200608. Juli 2008 ·
Du hast es erfasst - Deine Taschenlampe leuchtet nicht alles aus. Ich bin ein notorischer Morgenpinkler 😊 und erledige das einfach von der Dachzeltleiter aus 😕 . Essen am Feuer ist aber kein Problem. Feuerholz sammeln ist in den Nationalparks verboten. Ausserdem tust du etwas Gutes es den Einheimischen am Wegrand abzukaufen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
982 Beiträge · seit 200608. Juli 2008 ·
Wir planen eine Reise nach Botswana und haben gelesen, dass die Camp-Sites nicht umzäunt sind.

Was bedeutet das jetzt genau? Da es ja ca. gegen 18 Uhr dunkel wird, können wir dann noch in Ruhe unser Abendessen draußen verzehren? Ich habe gelesen das Feuer Tiere abschreckt, aber Feuerholz können wir bestimmt auch nicht sammeln. Wie sieht es aus wenn man Nachts pinkeln oder zur Toilette muss. Kann ich mit der Taschenlampe raus und zum nächsten Busch… wohl nicht?! Wir haben vor einen Bushcamper zu mieten… zelten also nicht.

Wir waren schon oft auf Safari in Afrika aber bis jetzt waren die Camp-Sites immer eingezäunt… was aber viele Tiere doch nicht von einem Besuch abgehalten hat. Ich errinnere mich noch an eine Pavianattacke und den morgendlichen Besuch eines Honigdachs, der sich in Richtung unseres Frühstückstisches auf machte. Verlief aber alles glimpflich.
Das sind berechtigte Fragen, die Du stellst.

a. Es ist in den Nationalparks Botswanas offiziell nicht erlaubt, Feuerholz zu sammeln. De facto hält sich da aber niemand dran. Du kannst Holz für wenig Geld bei den Einheimischen außerhalb des Parks kaufen. Dann hast du schon einmal eine gewisse Grundausstattung. Wenn Du die Vorschrift missachten willst, dann mache es bitte bei Tage und achte auf Schlangen (hier: Puffotter).

b. Du hast es erkannt: ist es dunkel, dann sieht man nur soweit der Lichtkegel des Feuers scheint, das du entfacht hast. Was sich außerhalb dieses Lichtkegels abspielt, bekommst du eher weniger mit (siehe auch die Lagerfeuerbilder hier, hier und hier.

c. Die Sache mit dem Toilettengang (jedes Camp hat welche) mitten in der Nacht ist keine gute Idee. Was aber durchaus machbar ist, die freie Natur neben des Autos dafür zu nutzen. Wie überall: Augen auf, sonst pinkelst du nacher noch an ein Elefantenbein.

d. Mit Affen ist in jedem Camp zu rechnen. Du musst halt alles verschließen. Das war es dann schon.

e. Überlege es mit dem Bushcamper. Je nach Jahreszeit ist das Dachzelt klimatechnisch angenehmer. Nicht zuletzt ist es ein Erlebnis, die Geräuschkulisse bei Nacht (fast) ungefiltert zu erleben.

Grüße,

Holger
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zuletzt bearbeitet 08. Juli 2008
1’933 Beiträge · seit 200708. Juli 2008 ·
In case of an emergency I have this with me:
http://ijskap.climbing.nl/images/pepperspray.jpg
(never been used...)

Grusse, Hans
zuletzt bearbeitet 11. Juli 2008
982 Beiträge · seit 200608. Juli 2008 ·
Achja... ich hab vergessen, auf eine Frage zu antworten: Natürlich kannst du auch bei Dunkelheit grillen, den Bier trinken und den Sternenhimmel beobachten. Nichts wäre fataler, wenn du in dein Dachzelt gehst, wenn es dunkel ist.
Ein Feuer wirst du schon freiwillig anmachen, damit du überhaupt etwas siehst.
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Themenstarter394 Beiträge · seit 200808. Juli 2008 ·
Wie sieht es aus bei einer Autopanne am Tage… einfach nur unübersichtliche Gegenden mit hohem Gras meiden und dann den Reifen etc. wechseln?

Das mit dem Klima im Dachzelt ist ein Argument. Wir hatten das letzte Mal in Namibia einen Bushcamper, waren auch sehr zufrieden aber Nachts in der Wüste wurde es doch etwas kälter. Da wir im November fahren hält das Dachzelt auch kräftigen Regen aus?
Camperreise in die tasmanische Wildnis https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306857-camperreise-in-die-tasmanische-wildnis.html?start=0 Mora, Mora unterwegs auf Madagaskar https://www.namibia-forum.ch/forum/164-diverses/306553-mora-mora-langsam-langsam-auf-nord-madagaskar.html
265 Beiträge · seit 200708. Juli 2008 ·
Hallo,

für den "Notfall" sollte man sich einen geeigneten Behälter kaufen, um einen längeren Fussweg zur Toilette in der Nacht zu vermeiden.

Man muss wissen, das ein Lagerfeuer nicht alle Tiere abschreckt - daher ist umsichtiges Verhalten zu jeder Tageszeit erforderlich. Die Bushregeln lernt man aber sehr schnell vor Ort - so mussten wir auch schon mal unser Lagerfeuer (mit leckeren Staeks) verlassen, um das sichere Dachzelt aufzusuchen - Löwengebrüll kam immer näher ......

In einigen Camps sind die Affen sehr aufdringlich und neigen sehr stark zum "Diebstahl";) - also Essbares immer gut verschließen.

Respektvoller Abstand zu den Wildtieren und umsichtiges Verhalten in der Dunkelheit lassen eine Reise in der Wildnis zu einem unvergesslichen Erlebnis werden .... man wird es nie vergessen ....

Weiterhin viel Freude bei den Planungen,
mit Grüssen
Dieter
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766 Beiträge · seit 200708. Juli 2008 ·
fahrinurlaub schrieb:
hält das Dachzelt auch kräftigen Regen aus?
Hi,
wir waren dieses Jahr in der Regenzeit da und es war kein Problem im Dachzelt.
Unser Dachzelt war trocken und ich fand es sehr kuschelig und angenehm, als die Regentropfen auf das Dachzelt prasselten.
Wir stellten tagsüber, während unserer Mittagspause das Dachzelt auf damit es trocknen konnte, denn tagsüber hat es nie geregnet und war herrlich warm und leicht windig.

Gruß Elli
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
zuletzt bearbeitet 08. Juli 2008
982 Beiträge · seit 200608. Juli 2008 ·
Wie sieht es aus bei einer Autopanne am Tage… einfach nur unübersichtliche Gegenden mit hohem Gras meiden und dann den Reifen etc. wechseln?
Als ich mich mal festgefahren habe, musste ich auch aussteigen. Gibt es eine Alternative?

Ja, es gibt wilde Tiere in Afrika und ja, sie können auch gefährlich werden. Aber du wirst feststellen, dass nicht hinter jedem Busch ein Löwenrudel auf dich wartet. Im Gegenteil. Das Land ist relativ leer und die meisten Tiere haben mehr Angst vor dir als umgekehrt.
Das mit dem Klima im Dachzelt ist ein Argument. Wir hatten das letzte Mal in Namibia einen Bushcamper, waren auch sehr zufrieden aber Nachts in der Wüste wurde es doch etwas kälter. Da wir im November fahren hält das Dachzelt auch kräftigen Regen aus?
Das dürfte von Zelt zu Zelt unterschiedlich sein.
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3’766 Beiträge · seit 200608. Juli 2008 ·
Hi,

Zum Feuer in der Nacht, wir haben sehr viel Angstfeuer auf den Campsites gesehen die so manchem Höhenfeuer ebenbürtig waren und die Gefahr eines Buschbrandes grösser war als die von Löwen angefallen zu werden.

Grundsätlich zieht Licht in jeder Form Tiere an, das Feuer schreckt nur auf nahe Distanz.

Autoreperatur, ich habe schon wenige Meter von Löwen entfernt am Auto repariert, ein Blick immer nach hinten gerichtet 😕 um notfalls in das Auto zu flüchten 😗 aber die Grossen Katzen sind doch Tagsüber eher träge (sagt man).

Was definitiv keine gute Idee ist, nachts mit der Taschenlampe ein Nilpferd anzuleuchten wie dies ein paar Amis am Kwhai taten.

Clo, kurz mal die Gegend ausleuchten und ins Dunkle lauschen und sich neben dem Auto klein machen, manchmal beruhigt es wenn der Partner "Wache" hält.

Was aber sicher gut ist, vor dem Schlafen gehen nicht Literweise trinken, der Biorythmus stellt sich schnell auf die Tagesabläufe ein, so das man(n) in der Nacht nicht pinkeln muss. 😈

Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Gast09. Juli 2008 ·
holger schrieb:
Leichtsinnig sollte man aber trotzdem nicht sein: http://youtube.com/watch?v=hkyrvB5nPW0
Aua. Das ist ja so schlimm, das kann man gar nicht angucken.

Beste Grüße

Guido
1’450 Beiträge · seit 200611. Juli 2008 ·
Hallo,

noch ein Vorteil des Dachzeltes:
Wir haben es genossen, abends auf der Leiter im Zelteingang unseren Sun-Downer zu trinken und von dieser erhöhten Position die Umgebung zu geniessen.

Beate
2’047 Beiträge · seit 200711. Juli 2008 ·
Hallo!

Ich habe "nur" Bodenzelterfahrung. Ich bleibe dann mehrer Nächte stationär und muß nicht alles Auf- und Abbauen, wenn ich mit dem Auto eine Tour machen will. Ein möglicher Nachteil: wir sind evtl, näher dran. Aber den unangenehmsten Tierkontakt war ein Nachbar mit Dachzelt. Mitten in der Nacht wurden alle von einem Schrei wach. Die Ehefrau hatte geglaubt, der Mann würde sie zärtlich berühren. Als sie darauf reagierte hatte sie einem Elefantenrüssel in der Hand, der sie neugierig beschnüffelte. Der Mann war auf der Toilette und hatte hinter sich das Dachzelt nicht verschlossen. Es ist aber gar nichts ernsthaftes passiert. Wir selbst hatten 6 Bodenzelte aufgestellt, Morgens war zwischen den Zelten frische Elefantenlosung und Trittsiegel. Einmal gab es ein kratzen am Zelt (sollte man auch in einer lodge nie die Tür aufmachen!), die Damen öffneten den Reißverschluss, leuchteten einer Hyäne direkt ins Gesicht und schlossen das Zelt wieder. Das wars. Ich war immer im Winter unterwegs. Ich hatte nie eine Schlange in Zeltnähe und nie einen Skorpion im Schuh. Allerdings klopfe ich auch in einer Gästefarm oder einer Lodge immer brav die Schuhe aus....

Ernsthaft Probleme hatte ich nur mit Pavianen. Einmal war unsere Metallkiste für Lebensmittel nicht richtig verriegelt. Als wir von der Morgenpirsch (Savuti) zurückkamen flüchtete eine Pavianhorde von unserem Zeltplatz. An Lebensmitteln (wir hätten noch 1 1/2 Tage gehabt) waren noch trockene Aniskekse und eine Dose Wurst übrig, in die nur ein Pavianzahn eingedrungen war, dann aber nicht aufging. Andere Dosen waren aufgebissen, Verpackungen zerrissen und eine Transportbox für die Eier war ebenfalls Kaputgebissen. Auch an einem Fahrzeug hatte ich mehrere Schäden durch Paviane. Die Gummiteile waren irgendwie besonders wichtig für die Biester. Sowohl Scheibenwischer als auch Schaumstoffummantelungen (= Wasserrohrisolierungen) am Dachträger wurden mehrfach Ziel von Beißattacken, wenn das Auto abgestellt war.

@ Beate: wir hatten Sitzbretter auf dem Dachträger, sowohl für die bessere Tierbeobachtung im höheren Gras als auch als Beobachtungsplatz am Abend. Dann steht die Kamera mit Stativ auch gut auf dem Dach und macht keine Spuren. U-Bögen mit Gewinde mitnehmen, gehobelte Bretter bekommt man immer und ein netter Mensch mit funktionierendem Bohrer gibt es auch überall. Ausstieg war das Schiebedach oder die feste Leiter am Heck.

Wenn man in die Literatur schaut, so stellt man schnell fest: Es sterben viel mehr an Infektionskrankheiten etc. als an Tierproblemen, Nur hat man eben nach eine Löwen-, Elefanten-, Flusspferd- oder Büffelattacke eine viel größer Chance in der Zeitung oder gar im Fernsehen zu landen. Oder hab ihr auf you tube schon mal Aufnahmen von Malaria, Gelbfieber, Cholera oder Typhus gefunden? Wenn ja bitte pm an mich.

Viele Grüße

Jaw

P.S. noch 20 Tage:)
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
726 Beiträge · seit 200611. Juli 2008 ·
Hallo!

wegen der Toilettenproblematik schau mal hier:
Link

Aber Achtung: Die Lachmuskeln werden stark beansprucht!😄

Sonst gibt es noch weitere Hinweise bei den FAQ!

Gruß,
Carsten
http://www.derfreed.de