REresi60Themenstarter66 Beiträge · seit 201016. Okt. 2025 · Hallo an die Runde,
bei den Recherchen zu "normalen 4x4" Fahrzeugen (ohne Campingausrüstung) ist mir aufgefallen, dass es zum Teil sehr große Preisunterschiede gibt. Wie ist dies zu erklären?
Gruß Resi
utaeleonore612 Beiträge · seit 202216. Okt. 2025 · Das liegt zum grössten Teil an der Ausstattung und Bereifung.
De meisten lokalen Anbieter haben "richtige" Allradreifen, recovery gear, bessere Federung. Das kann Dir sicher jemand technikaffineres besser erklären.
HAHans-Wolf272 Beiträge · seit 201916. Okt. 2025 · Mag sein, dass dem so ist, aber daran liegen die Preisunterschiede bestimmt nicht.
Die 'internationalen' Autovermieter sind im südlichen Afrika in der Regel lizensierte Unternehmen, die kapitalkräftigen südafrikanischen Gesellschaften gehören, die nicht nur Autos vermieten, sondern auch große Fahrzeugflotten von anderen Unternehmen managen und teilweise auch mit Autos handeln. Die Muttergesellschaft von Avis besitzt etwa 20.000 Mietwagen, managt dazu 200.000 Autos für andere Firmen; diejenige von Europcar verfügt über 7.000 Mietwagen und importiert als Händler bis zu 80.000 Fahrzeuge jährlich. Wenn ein namibischer Autovermieter eine Flotte von mehr als 100 Autos besitzt, ist es schon ein größeres Unternehmen!
Es ist doch klar, dass solche Firmen über Skaleneffekte und die damit einhergehende Einkaufsmacht ein
deutlich niedrigeres Kostenniveau haben als mittelständische namibische Unternehmen. Und damit können sie natürlich auch mit deutlich niedrigeren Preisen werben. Aldi verkauft seine Brötchen auch deutlich billiger als der Bäcker um die Ecke - und verdient auch sein Geld!
OceanView264 Beiträge · seit 202516. Okt. 2025 · Habe seit vielen Jahren regelmäßig Mietwagen über billiger-mietwagen.de und rentalcars.com gemietet. Zumeist am Flughafen Kapstadt, es waren da meistens Hertz-Fahrzeuge. Das waren immer PKW aus südafrikanischer Produktion. Da gibt es bei PKW keinen Unterschied.
Dann habe ich diese Vermieter vor wenigen Monaten für eine Einwegmiete von Swakopmund zum Flughafen Windhoek getestet, weil ich meinen Wagen nicht monatelang am Flughafen stehen lassen wollte.
Rentalcars.com hatten überhaupt nichts im Angebot von Swakopmund aus,
Billiger-Mietwagen.de war recht teuer für einen Toyota Quest.
Dann habe ich Hertz am Casino in Swakopmund kontaktiert, und habe einen Toyota Quest gemietet.
War fast 20% preiswerter als über das deutsche Buchungsportal.
Eigentlich noch immer zu teuer mit umgerechnet 275 Euronen pauschal mit 1000 km für einen Tag inkl. Versicherung, dafür ein nagelneues Fahrzeug. Sie kassieren 50% des Mietpreises für die fiktive Rückführung zum eigentlichen Standort.
Das war eine Lehre daß man örtliche Anbieter nicht unterschätzen darf.
Es ist richtig, die meisten nationalen "Anbieter" sind Franchisenehmer der großen internationalen Anbieter unter deren Flagge, wie bereits oben beschrieben.
REresi60Themenstarter66 Beiträge · seit 201017. Okt. 2025 · Die Fahrzeuge der internationalen Anbieter sind im Vergleich zu den nationalen namibischen Anbietern generell um einiges günstiger. Was sind also Gründe bei den nationalen Anbietern zu mieten? Weiterhin habe ich gehört, dass einige der nationalen Anbieter eigene Verkehrsregel aufstellen (z.B. keine Fahrten in der Dunkelheit, Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 100 km/h auch auf Teerstraßen usw.)
Gruß Resi
travelNAMIBIA33,2k Beiträge · seit 200617. Okt. 2025 · Die Fahrzeuge der internationalen Anbieter sind im Vergleich zu den nationalen namibischen Anbietern generell um einiges günstiger.
Bei PKW sind die internationalen Vermieter aufgrund ihrer Volumen (weltweit Einkauf von tausenden z. B. Toyota Corolla) konkurrenzlos. Bei 4x4 sieht es schon anders aus, zumal die internationalen deutlich weniger flexibel sind (Kühlschrank, weiterer Ersatzreifen, Bereifung für namibische Verhältnise usw.).
Weiterhin habe ich gehört, dass einige der nationalen Anbieter eigene Verkehrsregel aufstellen (z.B. keine Fahrten in der Dunkelheit, Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 100 km/h auch auf Teerstraßen usw.)
Das machen eigentlich alle namibischen Vermieter so - aus jahrzehntelanger Erfahrung. Wie die internationalen a la AVIS etc das handhaben, weiß ich nicht.
Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
OceanView264 Beiträge · seit 202517. Okt. 2025 · resi60 schrieb:Die Fahrzeuge der internationalen Anbieter sind im Vergleich zu den nationalen namibischen Anbietern generell um einiges günstiger. Was sind also Gründe bei den nationalen Anbietern zu mieten? Weiterhin habe ich gehört, dass einige der nationalen Anbieter eigene Verkehrsregel aufstellen (z.B. keine Fahrten in der Dunkelheit, Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 100 km/h auch auf Teerstraßen usw.)
Gruß Resi
Du mußt unterscheiden zwischen europäischen Vermittlungsportalen, die nationale oder internationale Autovermieter vor Ort vermitteln, wirklich nationale zumeist kleinere Vermieter, oder nationale Vermieter unter dem Franchising-Schirm der großen internationalen Vermieter. Wie bei den Ölgesellschaften in D scheinen sie gegenseitig auf die Preise der Anderen zu lauern, und passen die Preise laufend an. Und überall gibt es unterschiedliche Preise aufgrund der anfragenden IP, sagt man.
Wir als Mieter haben auch die Macht, an den Bedingungen etwas zu verändern. Denen ganz einfach mitzuteilen, daß man deren Angebot aufgrund der Bedingungen nicht wahrnimmt. Wenn einer 10 Vermietungen verloren hat wegen seiner inakzeptablen Bedingungen, dann bewegt sich etwas. Denn auch in NAM oder ZA läuft das meiste über (verbotene) Absprachen oder Verbände, aber wenn Absprachen anfangen Geld zu kosten, dann setzt der gesunde Menschenverstand wieder ein.
Bereits vor 25 Jahren gab es das totale Verbot für van Zyl´s Pass. Was ist davon wo noch übrig, obwohl der Pass eher schlechter als besser wurde?
Und mal realistisch: Auch bei den nationalen kleineren Vermietern ist es wie bei den Supermärkten: Die Großen mit vielen Vermietungen können die Risiken über einen größeren Kreis streuen und aufgrund der Mengen die Fahrzeuge preisgünstiger einkaufen, als die Kleinen. Oftmals können die Kleineren deshalb keine Niedrigspreise anbieten, sonst sind sie ganz schnell pleite.
dergnagflow2’570 Beiträge · seit 200717. Okt. 2025 · Hi,
OceanView schrieb:
Bereits vor 25 Jahren gab es das totale Verbot für van Zyl´s Pass. Was ist davon wo noch übrig, obwohl der Pass eher schlechter als besser wurde?
Aha, was ist denn davon übrig, ausser dass es immer noch bei allen Vermietern strikt untersagt ist?
Es wird eigentlich eher jedes Jahr schlimmer hinsichtlich Gegenden, in die man nur "auf eigenes Risiko" ohne jegliche Versicherung oder Schadenersatz unterwegs ist. Mittlerweile ist zB. bei Savanna das gesamte Kaokoveld von jeglicher Versicherung ausgenommen. Jeden Schaden, den du dort hast, zahlst komplett selbst inkl. ev. Abschleppung und Reparatur.
lg Wolfgang
OceanView264 Beiträge · seit 202517. Okt. 2025 · dergnagflow schrieb:Hi,OceanView schrieb:
Bereits vor 25 Jahren gab es das totale Verbot für van Zyl´s Pass. Was ist davon wo noch übrig, obwohl der Pass eher schlechter als besser wurde?
Aha, was ist denn davon übrig, ausser dass es immer noch bei allen Vermietern strikt untersagt ist?
Es wird eigentlich eher jedes Jahr schlimmer hinsichtlich Gegenden, in die man nur "auf eigenes Risiko" ohne jegliche Versicherung oder Schadenersatz unterwegs ist. Mittlerweile ist zB. bei Savanna das gesamte Kaokoveld von jeglicher Versicherung ausgenommen. Jeden Schaden, den du dort hast, zahlst komplett selbst inkl. ev. Abschleppung und Reparatur.
lg Wolfgang
Da hast Du wohl mehr konkrete Erfahrungen!
Was das Koakoland anbetrifft, da zirkulierten vor Jahren auf Whatsapp mal ein paar Bilder von einem Miet-Golf, mit dem zwei junge Deutsche angeblich im Koakoland unterwegs waren. Unterseite des Fahrzeuges völlig kaputt von Geländefahrten, und die Sitze rot gefärbt von der Farbe der Himbafrauen, mit denen sie wohl sozial Leibesübungen im Auto durchführten. Das sind natürlich Extremfälle die zu solchen Verboten führen.
Wir selbst haben Besucher mit einem Landcruiser 70 und durchgebrochener!! Hinterachse im Marienfluß angetroffen, das Fahrzeug war total überladen. Neben der eigenen Ladung haben sie wohl Einheimischen mit Gepäck einen "Lift" gegeben. Eine solche Bergung von Windhoek aus ist natürlich extrem teuer. Wie auch von Fahrzeugen, die den Van Zyl´s Paß herunter gerollt sind. So ganz grundlos sind diese Verbote wohl nicht entstanden. Der Mist Einzelner trifft meistens viele Unschuldige.
REresi60Themenstarter66 Beiträge · seit 201018. Okt. 2025 · Hallo zusammen,
danke für die vielen Informationen.
Es spricht demnach nichts dagegen bei den internationalen Vermietern zu buchen, da das Fahrzeug direkt am Flughafen abgeholt werden kann.
Gruß Resi
Manfred+1960-30 Beiträge · seit 202318. Okt. 2025 · Hallo,
werde Mitte November vor Ort sein und benötige einen Mietwagen.
Für normale Überlandfahrten wird wohl ein Toyota Corolla reichen denke ich.
Sehe ich das richtig?
gruß
Manfred
boris1’821 Beiträge · seit 200818. Okt. 2025 · Hallo Manfred, was versteht du denn unter normalen Überlandfahrten? Wo willst du denn hin?
Gruß Boris
BikeAfrica7’320 Beiträge · seit 200619. Okt. 2025 · utaeleonore schrieb:Das liegt zum grössten Teil an der Ausstattung und Bereifung.
De meisten lokalen Anbieter haben "richtige" Allradreifen, recovery gear, bessere Federung. Das kann Dir sicher jemand technikaffineres besser erklären.
Bei den Reifen stimme ich Dir zu. Die internationalen Firmen haben meist die Serien-Straßenreifen montiert und lokale Anbieter die grobprofiligeren und robusteren AT-Reifen (AT=All Terrain).
Andere Federn, Stoßdämpfer oder gar höhergelegtes Fahrwerk ist aber auch bei lokalen Vermietern nach meiner Beobachtung eher eine Ausnahme und meist auch unnötig.
Was jedoch noch sein könnte, ist das Fehlen einer Differentialsperre. Die ist bei den lokalen Vermietern meist verbaut und bei den internationalen evtl. nicht, da es je nach Fahrzeugtyp Sonderausstattung ist. Das ist für 99% der Touristen aber egal, weil sie es nicht brauchen oder gar nicht wissen, was das ist.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
OceanView264 Beiträge · seit 202520. Okt. 2025 · Manfred+1960- schrieb:Hallo,
werde Mitte November vor Ort sein und benötige einen Mietwagen.
Für normale Überlandfahrten wird wohl ein Toyota Corolla reichen denke ich.
Sehe ich das richtig?
gruß
Manfred
Wenn Du normale Asphaltstraßen (Teerstraßen) oder gehobelte Schotterstraßen fährst, könntest Du das sogar mit einem Austin Mini der alten Sorte machen. Der Corolla ist ein hervorragendes Fahrzeug, auch dafür, den haben wir jahrelang dafür genutzt. Beide Fahrzeuge. Mein Vater ist sogar mit dem Austin 1100 von Karibib nach Sossusvlei gefahren, und da war das noch eine Schaffarm und keine Touristenanlaufstelle. Mit ganz normaler Straßenbereifung. Fährst Du mit einem Kleinwagen, mußt Du natürlich anders fahren als mit einem hohen Geländefahrzeug, und darauf achten, daß das Fahrzeug bei Schotterwegen nicht mittig aufliegt und Du dieses nicht beschädigst. Wenn man so in manchen Foren liest, bekommt man den Eindruck, die Besucher sehen nur sich selbst im Spiegel und nehmen nichts anderes wahr. Keiner scheint zu registrieren wie viele Klein- und Mittelklassefahrzeuge im südlichen Afrika tatsächlich unterwegs sind. Und das nicht nur in Ortschaften.
dergnagflow2’570 Beiträge · seit 200720. Okt. 2025 · Na, ja, wenn's die Auswahl und die doch recht günstigen Preise vor 50 Jahren auch schon gegeben hatte, wäre man früher auch mit den höheren, bequemeren Fahrzeugen gefahren.
Klar geht das alles. Man kommt auch mit einem 30 Jahre alten Polo (fast) überall hin. Aber darum geht's ja nicht ausschließlich.
Es ist halt ein Unterschied ob man 2000 Kilometer mit einem Corolla oder einem Land Cruiser über die mitunter nicht ganz so guten Staubstraßen fährt.
LG Wolfgang
OceanView264 Beiträge · seit 202520. Okt. 2025 · dergnagflow schrieb:Na, ja, wenn's die Auswahl und die doch recht günstigen Preise vor 50 Jahren auch schon gegeben hatte, wäre man früher auch mit den höheren, bequemeren Fahrzeugen gefahren.
Klar geht das alles. Man kommt auch mit einem 30 Jahre alten Polo (fast) überall hin. Aber darum geht's ja nicht ausschließlich.
Es ist halt ein Unterschied ob man 2000 Kilometer mit einem Corolla oder einem Land Cruiser über die mitunter nicht ganz so guten Staubstraßen fährt.
LG Wolfgang
Danke! Da ich aber bei beiden von Dir genannten Ausführungen mitreden kann, würde ich bei Langstrecke unbedingt den Corolla wählen. Bin in vergangenen 12 Monaten 3x von Swakopmund Richtung Kapstadt gefahren mit Cruiser, dann habe ich zusätzlich wieder einen kleineren Toyota gekauft (Porte) den ich künftig für diese langen Strecken verwenden werde. Viel angenehmeres Fahren.
Aber die Autovermieter haben zumeist auch den Toyota Quest im Programm, einen Mittelklassewagen den ich schon klasse finde.
Allein schon vom Fahrkomfort her. Hängt IMMER vom Einsatz ab. Wo aber viel schlechte Schotterstrecke ist, da gibt es nur den Cruiser.
Manfred+1960-30 Beiträge · seit 202321. Okt. 2025 · Von Windhoek über Omaruru nach Swakop und zurück,
also nix Safarimäßiges.
gruß
Manfred
Hallo Manfred, was versteht du denn unter normalen Überlandfahrten? Wo willst du denn hin?
Gruß Boris
travelNAMIBIA33,2k Beiträge · seit 200621. Okt. 2025 · Von Windhoek über Omaruru nach Swakop und zurück,
da tut es wirklich jedes Auto.
Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!