Afrika im Februar/März – welche Route sinnvoll?

8 Antworten · 1’128 Aufrufe · gestartet 11. Sept. 2025 von oohbbat
Bilder klein
Antworten
Themenstarter7 Beiträge · seit 202211. Sept. 2025 ·
Hallo zusammen,

ich war in den letzten Jahren schon öfter in Afrika unterwegs – u. a. mit dem Dachzelt in Namibia und Botswana sowie mehrfach in Südafrika. Jetzt plane ich wieder eine Reise Ende Februar/Anfang März.

Der Einstieg ist klar: Zuerst einige Tage bei Freunden in Kapstadt, anschließend ein Abstecher nach Durban. Mir ist bewusst, dass die Kapregion um diese Zeit perfektes Sommerwetter hat, während es in KwaZulu-Natal feuchter und schwüler werden kann.

Frage ist nun: Wie die Route danach sinnvoll fortsetzen? Optionen, die ich im Blick habe:

Flug von Durban/Johannesburg nach Tansania (Safari im Norden, noch vor der Regenzeit). Macht definitiv Sinn, aber ich zögere wegen der längeren Reisezeit, der mäßigen Anbindung von Südafrika aus und den hohen Kosten. Trotzdem bleibt es eine Überlegung wert.

oder Verlängerung in ???
--> Hier brauch ich eure Expertise 🙂

Wichtig für mich: Naturerlebnisse und Safari. Ziel ist eine Route, die in dieser Jahreszeit klimatisch Sinn ergibt und sich auch mit dem Mietwagen / 4x4 praktisch umsetzen lässt.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Reisen Ende Februar/Anfang März in diesen Regionen? Wo würdet ihr zu- oder abraten?
Bin über jeden Tipp dankbar! Danke euch 🙂

Danke und viele Grüße
oohbbat
Themenstarter7 Beiträge · seit 202211. Sept. 2025 ·
Fast vergessen noch ein paar Details:
Am 13.02. ist unser erster Tag in CPT, dann am 17.02. geht es (vermutlich) weiter nach Durban mit dem Flieger und dann dort Freunde besuchen und Trips in den iMfolozi und nach isimingaliso. Dann ab 22./23. Februar ist noch alles offen. Zeit hätten wir noch zwei weitere Wochen.
33,3k Beiträge · seit 200611. Sept. 2025 ·
Welche Erfahrungen habt ihr mit Reisen Ende Februar/Anfang März in diesen Regionen?
Bei sämtlichen Planungen dürfte die Regenzeit eine Rolle spielen. Ich würde mir also an Deiner Stelle (wenn Du die Kombi RSA-TZN in den Raum wirfst) eine Region aussuchen, in der der Regen nicht so ausschlaggebend im Februar/März ist, d.h. vielleicht eher Kenia. Von Johannesburg kommst du gut nach Nairobi mit dem Flieger. Ansonsten: Bleib einfach in Südafrika oder fahr nach Namibia.

Historical-seasonal-rainfall-regions-in-Africa-Data-from-US-Geological-Survey-Global.png

(Quelle: https://www.researchgate.net/figure/Historical-seasonal-rainfall-regions-in-Africa-Data-from-US-Geological-Survey-Global_fig3_241277681)

Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2025
6’411 Beiträge · seit 201111. Sept. 2025 ·
Hoi zämä

Die Regenzeiten in Ostafrika halten sich leider nicht mehr an die Regenzeitentabellen...
Grundsätzlich habe ich seit 2009 mehrere Reisen nach Ostafrika gemacht und dabei hat die grosse Regenzeit, die ursprünglich mal im März begonnen hat, ab Mitte Februar begonnen.
2025 jedoch schon mitte Januar!
Mit Trockenphase danach.
Und in der Regenzeit sind Serengeti usw, halt die Parks mit der 'black cotton soil' nicht toll zu befahren.
Wir hatte 2025 mit der Fahrerei (Driverguide) Glück, aber das Gras war vor allem in der Serengeti teilweise so hoch dass sogar Zebras (fast) drin verschwunden sind. 😉

So spät im Februar würd ich eher in ein Land gehen wo Regen üblicher ist und wo man auch wenns regnet was machen kann ohne nur rumzurutschen, vor allem als Selbstfahrer: Nach Uganda!
Lies Dich etwas in die Reiseberichte Ostafrikas rein, ich hab da Zusammenstellungen der Reiseberichte der diversen Leute gemacht, die sind in den entsprechenden Landesrubriken oben angepinnt.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter7 Beiträge · seit 202212. Sept. 2025 ·
Danke euch für die zwei Antworten, das hilft mir sehr weiter. Kenia habe ich inzwischen stark im Blick, vor allem wegen der guten Anbindung an Johannesburg. Danke für den Tipp!

@picco: Deinen Reisebericht habe ich noch nicht komplett gelesen, aber schon große Teile. Du schreibst:

„… und bekommen mitten in der eigentlich noch andauernden kleinen Trockenzeit einen Regenguss ab. Offenbar hat sich da eine Wolke im Datum geirrt, denn die Regenzeit beginnt traditionell erst anfangs März. Aber schon in den letzten Jahren hat die Regenzeit vielfach schon Mitte Februar begonnen, dieses Jahr gabs schon eine Woche bevor wir angekommen sind starke Regenfälle, was absolut abnormal ist. Könnte es sein dass es doch einen Klimawandel gibt?“

Danke für diese Einblicke. Meinst du, dass eine so früh einsetzende Regenzeit die Reise wirklich komplett verhageln kann? Oder wie waren konkret deine Erfahrungen im Januar 2025?

@Christian: Welche Regionen in Namibia würdest du im Januar/Februar empfehlen? Etosha liegt ja in der Regenzeit – gibt es Alternativen, die trotzdem lohnenswert sind?

Viele Grüße
Peter
6’411 Beiträge · seit 201112. Sept. 2025 ·
Hoi Peter

Es hat durch den frühen Regenfall halt sehr hohes Gras und überall Wasser, so dass sich die Tiere weiter verteilen, teilweise auch aus den Parks heraus.
Kannst Du im Schlamm fahren?
Bei uns wars nur an wenigen Orten schlammig, aber wie das 2026 aussieht weiss kein Mensch.
Wie schon geschrieben: Es ist kein Verlass mehr auf den Zeitrahmen der Regenzeit!
Ich bin selbst schon mal im Regen einige Stunden auf der 'black cotton soil' gefahren, im Schritttempo mit nach links und rechts ausbrechendem Auto, das bis zum Schweller im Schlamm war. Dabei hab ich beim in Fahrtrichtung schauen etwa gleich viel aus dem Seitenfenster wie aus der Frontscheibe geschaut.
Im Ernst...
Für mich als Ex-Motorsportler wars meist spassig, manchmal aber auch wirklich grenzwertig.
Die professionellen Fahrer haben sich damals gemäss Aussagen eines an dem Vormittag nicht mitgefahrenen Mitreisenden nicht mehr in den Nationalpark zu fahren getraut.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
2’577 Beiträge · seit 200712. Sept. 2025 ·
Hi,
oohbbat schrieb:
@Christian: Welche Regionen in Namibia würdest du im Januar/Februar empfehlen? Etosha liegt ja in der Regenzeit – gibt es Alternativen, die trotzdem lohnenswert sind?
da ich ein bekennender Jänner/Februar Namibia Reisender bin, kurze Info:
Man muss damit rechnen, dass es halt mal Regenfälle gibt. Die sind aber in der Regel eher kurz und haben mit einem klassischen "Salzburger Schnürlregen" weniger zu tun. Im Norden (Region Twyfelfontein) kann's auch mal passieren, dass wichtige Verbindungen durch abgehende Flüsse nicht passierbar sind. Aber auch das dauert in der Regel maximal ein paar Stunden. Man sollte also ein wenig flexibel sein. Wenn du dich vornehmlich auf den Hauptstrecken aufhältst, wird das in der Regel auch kein Problem sein.

Ein (kleines/großes) Manko ist halt, dass die Tiere vor allem in Etoscha abseits der Wassserlöcher trinken und diese daher eher leer sind. Die hunderten Zebras, Springböcke, Giraffen, Elefanten oder Nashörner sind daher dort nicht anzutreffen. Dafür sind auch auf der anderen Seite des Zauns viel viel weniger Zuschauer 😉.

Alles in allem würde ich mir für eine "Klassische" Tour keine großen Sorgen machen, Hitze solltest halt vertragen.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
6’411 Beiträge · seit 201113. Sept. 2025 ·
Hoi Peter
oohbbat schrieb:Kenia habe ich inzwischen stark im Blick, vor allem wegen der guten Anbindung an Johannesburg.
Du weist schon dass zumindest in den Städten Kenyas und auf dem Nairobi-Mombasa-Highway recht 'un-nett' gefahren wird?
Ich zumindest möchte da nicht selbst fahren.
DIe Regenzeit ist dort in den Parks nahe der Grenze zu Tansania, also Mara, Amboseli, die Tsavo's usw. mit der in Tansania identisch, also auch unvorhersehbar.
Was die Erreichbarkeit der Destinationen angeht hab ich mir mal die Mühe gemacht auf Checkfelix.at einen Gabelflug zusammenzustellen:

Screenshot2025-09-13094547.png


Da würd ich dann eine Reise von Kigali nach Entebbe vorschlagen, wie wir sie im Oktober 2013 gemacht haben. Den Reisebericht findest Du in meiner Reiseberichtzusammenstellung im Link unten.
Zum Einen fahren sie weder in Ruanda noch in Uganda so idiotisch wie teilweise in Kenya, zum Anderen sind die Strassen dort ausser im Bwindi-Gebiet echt gut zu befahren.
Aber im Bwindi musst Du 'nur' für die Berggorillas hin, wenn Du die nicht besuchen willst kannst Du auf der gut ausgebauten Teerstrasse in Richtung Lake Mburo bleiben.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter7 Beiträge · seit 202216. Sept. 2025 ·
Hallo zusammen,

@Christian und @Wolfgang danke für eure Erläuterungen.
Namibia wäre es fast geworden - aber da ich etwas Neues sehen will hat mich Picco überzeugt 🙂 Es wird Uganda!

Landung 13.02. in CPT (gebucht). Dann vermutlich bis zum 22. Südafrika. Dann nach Uganda. Und starten von Entebbe Richtung Heimat wieder am 08.03 (auch schon gebucht).

Jetzt bin ich mir noch unsicher ob ich von Ruanda nach Uganda reisen mag, oder Start und Ende in Entebbe/Kampala. Da muss ich mich noch einlesen.

Viele Grüße
Peter