FotoGnu acht Wochen in Costa Rica u. auf Galapagos

Reisebericht 183 Antworten · 11,9k Aufrufe · gestartet 29. Okt. 2024 von FotoGnu
911 Beiträge · seit 201503. Dez. 2024 ·
Also doch wirklich eine tolle Ausbeute 🙂
Das Reihernest, Eule , Trogon und das Red Capped Manequin, Geier auch noch!
Uns wurde bei einer Tour für 40$ pp ein Papageien Nest versprochen.
nach 2 h Wanderung in Gummistiefeln durch den Regenwald und warten, war`s leider nix damit.
Das Manequin sahen wir auch, aber da tanzte es nicht und ich wusste noch nicht, dass es berühmt war.

Da wir ja auch im April unterwegs waren, kann ich das schlimme Schwitzen total nachvollziehen.
freu mich auf neue Eindrücke ....

Liebe Gruesse
yvy
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Themenstarter403 Beiträge · seit 202103. Dez. 2024 ·
Oha, da war das Preis-Leistungs-Verhältnis bei uns aber ganz eindeutig besser! Wenn ich mir vorstelle, nach zwei Stunden Wanderung in der schwülen Hitze mit leerem Speicherchip darzustellen - puh! 🙄

Morgen geht’s hier weiter! 🙂
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Themenstarter403 Beiträge · seit 202104. Dez. 2024 ·
Dienstag, 30.04.2024: Sarapiqui

Puh, war das laut in der Nacht! Diese Unterkunft war extrem günstig, aber nochmal würden wir hier auf keinen Fall übernachten. Die LKWs in Costa Rica sind so krass laut - viel, viel lauter als in Deutschland! Wir hatten das Gefühl, die fahren direkt um unser Bett herum.

Maria hatte uns gesagt, dass hier morgens Tukane kommen und darum gehe ich vorsichtshalber mal auf Pirsch. Tatsächlich finde ich sofort einen im Wald des Nachbargrundstücks und rufe schnell Lars dazu. Es gelingen ein paar Bilder ganz ohne Anfütterung - hah!

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Goldkehltukan

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Wir hatten gestern vereinbart, dass uns das Rafting-Unternehmen Green Rivers direkt an unserer Unterkunft abholt und genauso passiert es. Mit uns im Auto und später im Schlauchboot sind eine französische Familie mit zwei jugendlichen Söhnen, unser Guide Dillon und der Fahrer des Sicherheitskajaks Gerard. Wir fahren ca. 20 Minuten bis wir an der Einstiegsstelle ankommen.

Der Fluss Sarapiqui führt aktuell wenig Wasser und damit trotzdem Rafting stattfinden kann, wird das Wasser in einem Damm gestaut und morgens abgelassen.

Wir bekommen eine Sicherheitseinweisung und spätestens an der Stelle, als Dillon erklärt, was zu tun ist, wenn man aus dem Boot fällt, wird mir mulmig. Ich hatte auch nicht gewusst, dass man gar nicht im Boot sitzt, sondern im Normalfall auf der Kante. Man hält sich dort fest, indem man die Füße vorne und hinten einklemmt, denn die Hände braucht man ja fürs Paddel. Eieiei!

Zuerst werden die Kommando geübt: vorwärts paddeln, rückwärts paddeln, stop, nach innen lehnen und ins Boot rutschen. Dann geht’s auch schon los und wir durchfahren die ersten kleineren Stromschnellen.

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Ruhige Passagen, während denen man die Natur genießen kann, und Stromschnellen, in denen uns Dillon die verschiedenen Kommandos nur so um die Ohren haut, wechseln sich ab und oft genug werden wir richtig nass! Bei der Hitze ist das einfach nur ein Riesenspaß! Zwischendurch halten wir auch mal für eine Badepause an - mega!

Nach der Badepause wechseln wir mit den Franzosen die Plätze und Lars sitzt vorne, damit er mit unserer Action Cam besser filmen kann. Unsere großen Kameras und die Handys haben wir nämlich mal lieber nicht mitgenommen, aber die Action Cam darf ja ruhig nass werden. Und so filmt Lars, wie wir die „Lavadora“, die „Crazy Corner“ und andere Stromschnellen der Klasse 2-3 meistern. Nach jeder geglückten Durchfahrt geben wir uns mit den Paddeln ein „High Five“ und rufen „Pura Vida“!

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Wir machen eine längere Pause und wer möchte, kann vom Ufer in den Fluss springen. Dann gibt es Ananas, Melone und Kekse als kleinen Snack.

Als es weitergeht, geraten wir in eine tückische Stromschnelle und der Franzose fällt aus dem Boot. Dillon meint, dann könnten wir doch alle eine Badepause einlegen und so wird‘s gemacht.

Um mitten im Fluss wieder ins Boot zu gelangen, muss man sich über die Kante hochziehen und dabei passiert das Unglück: die Cam reißt aus der Halterung und fällt in den Fluss! 😈 😈 😈

Die Suche bleibt - wie zu erwarten - erfolglos. Die Cam durfte nur zwei Einsätze absolvieren und ruht nun auf dem Grund des Sarapiqui! Schade um die Cam, schade um die Aufnahmen! Bei Lars und mir ist die Laune entsprechend im Keller.

Wir kommen nach ein paar weiteren krassen Abschnitten an der Ausstiegstelle an und die Tour ist nach insgesamt 12 Kilometern und ca. zweieinhalb Stunden Fahrt zu Ende. Es hat soviel Spaß gemacht, aber der Verlust der Kamera hängt uns natürlich nach. Es wurden aber vom Begleit-Kajak aus Fotos gemacht, die wir nun - für 20 Dollar - kaufen.

Wir haben inzwischen Hunger, haben aber keine Lust, Essen zu gehen. Also fahren wir noch mal in den Ort, zahlen die Fotos, kaufen Essen und Getränke und ein Baguette-Brot und essen gemütlich in unserer Küche. Vom Balkon aus spotten wir außerdem noch eine hübsche Erstsichtung:

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Kappennaschvogel

Nebenan gibt es das Refugio Lapa Verde, das von einer Schweizer Umweltstiftung unter Schutz gestellt wurde. Wir laufen noch mal los, um zu fragen, ob wir dort wandern und fotografieren dürfen. Der Empfang ist freundlich und wir dürfen gerne auf den Trails wandern, sollen uns nur in eine Besucherliste eintragen. Wir laufen los und wundern uns: Kostenlos? In Costa Rica? Zu früh gefreut: dem jungen Mann fällt doch noch ein, dass das 20 Dollar pro Person kostet und läuft uns hinterher.

Dann kommen wir lieber morgen früh noch mal wieder: wir haben nur noch eine Stunde Licht, das lohnt sich nicht.

Den Rest des Tages verdaddeln wir auf unserer Terrasse und in unserem Zimmer.
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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
Themenstarter403 Beiträge · seit 202104. Dez. 2024 ·
Mittwoch, 01.04.2024: von Sarapiqui nach Braulio Carillo

Es war heute Nacht wieder so unfassbar laut! Die Hunde allein reichen schon aus, um einem den Schlaf zu rauben und insbesondere Marias zwei Hunde geben hier jede Nacht Vollgas! Aber die LKW hier knattern und machen Geräusche, die es in Deutschland gar nicht gibt! Ich liege ab zwei wach und höre Hörbuch und schlafe nur noch mal kurz gegen vier ein.

Wir essen Müsli und spotten wieder Vögel vom Balkon aus:

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Flammentangare

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Graukopfguan

Anschließend machen wir uns pünktlich um sieben zum Reservat in unserer Nachbarschaft auf. Das Tor ist verschlossen und wir klettern über den Zaun. Das hatten wir nämlich vorgestern schon mal beobachtet, dass da Leute rüber geklettert sind. An der Rezeption zahlen wir 40 Dollar und wandern den Trail mit der angeblich höchsten Tukan-Wahrscheinlichkeit. Leider erfolglos. Also wandern wir zum Eingang des Reservats zurück, denn dorthin hatten wir gestern ja den Tukan verschwinden sehen und Maria hatte ja auch gesagt, dass sie dort regelmäßig gegen acht Uhr zu finden sind.

Wir warten und warten, aber kein Tukan lässt sich blicken. Dafür fliegt eine Fledermaus im hellen Tageslicht herum und landet - gefühlt eine Bruchlandung - neben uns am Baum. Wir sehen außerdem noch zwei rote Aras und eine Gruppe Brüllaffen.

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Eigentlich wollen wir schon Schluss machen für heute, als wir einen jungen Mann treffen, der in Richtung Ausgang unterwegs ist. Eine kurze Nachfrage ergibt, dass er heute „many tucans“ gesehen hat! Sie sind angeblich beim Aussichtsturm. Na gut, wir wollen es noch mal versuchen!

Wie eigentlich zu erwarten, liegt der Aussichtsturm hoch und wir müssen einen steilen Anstieg bewältigen. Die Aussicht über das Schutzgebiet ist schön, aber Tukane oder ähnliches sehen wir nicht. Als einziges Motiv kommt uns dieser Rotschwanz-Glanzvogel vor die Linse.

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Frustriert und durchgeschwitzt kommen wir wieder in unserer Unterkunft an. Jetzt wird noch mal geduscht, dann etwas gechillt, gegessen, die Koffer gepackt und sich von Maria verabschiedet.

Los geht’s zu unserer nächsten Station: Suite y Loft Casa Torio, nahe dem Nationalpark Braulio Carrillo. Wir erhoffen uns Ruhe und Kühle!

Unser Weg führt uns stetig bergauf und es wird tatsächlich kühler - yeah! Die Strecke ist allerdings auch gefährlich: aufgrund von liegengeblieben Autos und LKWs in den Kurven muss man bei null Sicht auf die Überholspur der Gegenseite ausweichen.

Wir kommen an unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage an und werden herzlich von Valerie empfangen. Unser Wunsch nach Ruhe und Kühle scheint sich zu erfüllen: es ist hier sehr abgelegen und die das Grundstück umgebenden Wälder liegen im Nebel bzw. in den Wolken, also ist es hier sehr angenehm. Auch unsere kleine Hütte gefällt uns sehr gut!

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Wir fahren noch mal los, um einzukaufen und schauen auch gleich mal bei der Toucan Rescue Ranch vorbei: die Überlegung ist, dass wir dort doch wohl auf jeden Fall auf Tukane und Aracaris treffen müssten! Valerie hatte uns die Ranch als seriöse Tierrettungsstation empfohlen. In Costa Rica sind Zoos nämlich verboten und so nennen sich findige Geschäftsleute gerne „Sanctuary“, obwohl es nur darum geht, Profit mit den vermeintlich geretteten Tieren zu machen. Man kann die Ranch nur mit Voranmeldung besichtigen und weil ich im Internet keine Möglichkeit dazu gefunden habe, fahren wir einfach mal vorbei. Bei dem Gespräch mit der Mitarbeiterin am Tor kann ich einen kurzen Blick auf die Anlage erhaschen: dort läuft ein katzenartiges Tier in einem winzigen Käfig hin und her - furchtbar! Damit hat sich ein späterer Besuch schon mal erledigt!

Den Rest des Tages verbringen wir mit einem kleinen Spaziergang auf dem Grundstück und der Planung für morgen: laut Valerie gibt es im Braulio Carrillo keine geführten Touren, so dass wir stattdessen in das private Schutzgebiet Rainforest Adventure in der Nähe fahren wollen. Wir buchen eine Birdwatching-Tour um 7:30 Uhr.
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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
Themenstarter403 Beiträge · seit 202106. Dez. 2024 ·
Donnerstag, 02.05.2024: Braulio Carrillo

War das eine herrlich ruhige Nacht! Wir haben super geschlafen und konnten morgens dem Konzert der Vögel und ein paar heulenden Coyoten lauschen. Die Sonne scheint und wir haben einen klaren Blick auf San Jose.

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Heute geben wir der Fauna von Costa Rica noch mal eine gute Chance, sich uns in seiner ganzen Fülle zu offenbaren! Im Garten fängt es mit einem hübschen Blauscheitelmotmot schon mal gut an!

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Wir fahren die große Straße zurück, die wir herkommen sind und die direkt durch den Braulio Carrillo Nationalpark führt. Hier fährt der gesamte Schwerlastverkehr zwischen San Jose und Limon. Die Fahrspur, die gerade bergauf geht, ist meistens zweispurig, damit die vollbeladenen, langsamen Trucks überholt werden können. Die Gegenspur ist dann jeweils einspurig, aber weil einige Trucks mit schwachen Bremsen (oder aus welchem Grund auch immer) bergab auch manchmal nur im Schneckentempo fahren, staut es sich dort. Auf jeden Fall muss man höllisch auf den Verkehr achten… Zack - und schon haben wir die Abfahrt verpasst! Die war aber wirklich schlecht zu erkennen! Die nächste Möglichkeit zu wenden, ist in 5 Kilometern - zeitlich wird‘s jetzt eng!

Tatsächlich kommen wir ein paar Minuten zu spät an, aber das scheint nichts auszumachen. Unsere Namen auf der Liste werden gecheckt und dann wird der Haftungsausschluss, den wir gestern online ausfüllen musste, auch noch überprüft. Danach dürfen wir erstmal warten. Dabei entdecken wir ein Hörnchen und ein paar Tukane hoch oben in den Bäumen, die vergeblich gegen den Verkehr anschreien.

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Bunthörnchen

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Goldkehltukan

Den Kontrast zwischen dem mörderlauten Schwerlastverkehr und der grünen Dschungel-Wand am Fahrbahnrand ist extrem und auch ganz schön deprimierend.

Es stellt sich heraus, dass wir heute die einzigen Teilnehmer der geführten Tour sind. Wenig später kommt auch schon unser Guide und fragt nach unseren Sichtungswünschen: Da müssen wir nicht lange überlegen: Tukane und Arassaris, Vögel, gerne auch Faultiere, die hatten wir ja noch fast gar nicht!

Es geht mal wieder bergauf und bergab quer durch den Regenwald. Die 30 Kilometer Anfahrt zum Park haben nämlich ordentlich Höhenmeter gekostet, so dass wir vom angenehm kühlen Nebelwald wieder im schwül-heißen Regenwald gelandet sind - das haben wir ja nicht besser gewusst!

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Unsere Fotobilanz fällt mal wieder etwas gemischt aus: wir haben zwar ein paar interessante Sichtungen, aber fotografisch sind wir nicht wirklich zufrieden.

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Sperberschwanztrogon

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Grünschwanztrogon

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Großer Grün-Anolis

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Gelbhosenpipra

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Goldkehltukan

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Weiße Fledermäuse

Auch der Guide scheint zu spüren oder auch selber der Meinung zu sein, dass da noch Luft nach oben ist und geht mit uns nach offiziellem Ende der Tour noch ins Schmetterlingshaus, das eigentlich extra kostet. Hier gibt es die wunderschönen Blue Morphos zu sehen, die im Flug sauschwer zu fotografieren sind. Immerhin ein scharfes Bild gelingt!

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Wir dürften noch länger im Park bleiben, aber uns fehlt die Motivation und so fahren wir zu unserer Unterkunft zurück. Nicht aber ohne vorher beim Bäcker anzuhalten, der uns gestern schon ins Auge gefallen war. Da gibt es wieder den leckeren Käsezopf und außerdem zwei Stück Kuchen!

Danach ist Siesta bis sechs angesagt und anschließend lassen wir uns von Valeries Mama lecker bekochen.

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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
Themenstarter403 Beiträge · seit 202106. Dez. 2024 ·
Freitag, 03.05.2024: von Braulio Carrillo nach Tortuguero

Eigentlich wollten wir heute morgen noch ein bisschen im Nebelwald wandern gehen, aber Lars hat sich gestern anscheinend den Fuß vertreten und so gehen wir es heute früh ganz gemütlich an: Hörbuch hören, Frühstücken und Koffer packen.

Dann verabschieden wir uns noch von Valerie, kaufen Wegzehrung und auf geht’s nach La Pavona, von wo aus es mit der Fähre um elf Uhr weiter gehen wird nach Tortuguero.

Leider kommt es anders: 20 Kilometer vor unserem Ziel ist die Straße gesperrt. Eine Umleitungsempfehlung gibt es natürlich nicht. Waze lässt sich nicht beirren, auch wenn ich der App die Straße als gesperrt melde. Außerdem dreht sie dauernd die Ansicht und verhindert jegliche Orientierung. Google Maps hilft auch nicht weiter, also fahren wir eine Weile orientierungslos hin und her und landen wieder vor der Sperrung. Da sind schon jede Menge andere Touris gestrandet, die aber auch nicht wirken, als hätten sie den Durchblick, sondern in unterschiedliche Richtungen weiterfahren. Es hilft nix, wir fragen in einem Shop, wo leider keiner Englisch spricht. Trotz unserer extrem spärlichen Spanischkenntnisse geht das überraschend gut: mit „Tortuguero“ und „Bloqueo“ (Sperre) kann ich das Problem erklären und der Lösungsvorschlag heißt Waze. Die Verkäufer zeigt uns die Umleitung auf Waze und ich kann einen Wegpunkt setzen, sodass die App nicht wieder rumspinnt. Die Elf-Uhr-Fähre können wir aber komplett vergessen!

Gegen halb zwölf kommen wir in La Pavona an und jetzt läuft wieder alles hochprofessionell: der Parkplatz für zwei Tage wird abkassiert, die Fährtickets gleich mitverkauft und schließlich empfängt uns eine Dame unseres Hotels am Parkplatz, die uns auf ihrer Liste abharkt und uns auch gleich Touren verkaufen möchte.

Dann dürfen wir mit unserem Gepäck in einer Art Restaurant warten. Dort sehen wir ein Paar von der Straßensperre wieder - sie waren also auch nicht schneller als wir.

Die Lagune führt teilweise nur wenig Wasser, sodass wir streckenweise sehr langsam fahren müssen. So dauert es 80 Minuten bis wir die ersten Gäste absetzen.

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Wenig später dürfen wir am Steg des Casa Marbella aussteigen. Das Hotel liegt direkt zwischen Kanal und Hauptstraße, sodass ich um ein Zimmer im ersten Stock bitte, damit nicht jeder reingucken kann. Die AC funktioniert - wir sind zufrieden.

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Danach gehen wir in den Ort, um zu gucken, wo der Treffpunkt für unsere Kanu-Tour morgen früh ist. Der Ort ist sehr touristisch und es gibt fast nur Restaurants bzw. Sodas und Souvenirläden. Wir gehen einen vegetarischen Boquadillo essen, dazu gibt es für Lars einen Smoothie und für mich einen Milchshake - lecker!

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Die sehr gechillten Einheimischen und die verschiedenen Touris zu beobachten ist sehr unterhaltsam. Dann chillen wir noch an unserem Hotel mit Blick auf den Kanal.

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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
Themenstarter403 Beiträge · seit 202106. Dez. 2024 ·
Samstag, 04.05.2024: Tortuguero

Puh, das war wieder eine laute Nacht! Zum einen hört man jeden Piep aus allen Zimmern des Hotels und zum anderen hört man auch jeden Piep von der Hauptstraße. Da lärmen zwar keine Autos oder Trucks, aber das Partyvolk von Tortuguero.

Wir sind pünktlich um viertel vor sechs am Treffpunkt zu unserem Boot-Trip, wo uns unser Guide Chamba ziemlich wortkarg empfängt. Er erklärt uns knapp, dass wir noch auf eine Familie warten und er uns deshalb schon mal im Nationalpark anmeldet, damit wir nicht zu viel Zeit verlieren. Nach 10 Minuten kommt er, mit der vierköpfigen Familie im Schlepptau, zurück. Die Eltern haben ein kleines Baby dabei. Ich verstehe wirklich nicht, warum man mit so kleinen Kindern in den Regenwald fahren muss…

Wir steigen in ein kleines Boot mit E-Motor und überqueren als erstes den großen Kanal und fahren dann in verschiedene schmalere Kanäle. Hier gibt es bereits einiges zu sehen.

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Schlangenhalsvogel

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Grüner Leguan

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Grünreiher

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Nacktkehlreiher

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Grünreiher

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Gelbstirn-Blatthühnchen

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Goldkehltukan

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Überwiegend sehen wir alte Bekannte und als Highlight Klammeraffen fast auf Augenhöhe! Die hatten wir bislang überwiegend hoch oben in den Bäumen.

Danach gibt es nur noch sehr wenig tierische Motive, so dass ich noch mal unseren Selfie-Stick zum Einsatz bringe und außerdem die wunderschöne Flusslandschaft fotografiere und filme. Auch wenn der Tierreichtum nicht so groß ist, wie auf dem Cano Negro, sind diese Kanäle durch den Dschungel doch wirklich traumhaft schön! Nur das Baby-Geschrei stört die Idylle…

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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
Themenstarter403 Beiträge · seit 202106. Dez. 2024 ·
Samstag, 04.05.2024: Tortuguero (Fortsetzung)

Um neun ist die Fahrt vorbei und wir gehen ins Hotel zum Frühstücken. Es gibt die Auswahl zwischen Brot mit Rührei oder Pancakes ohne alles. Da entscheiden wir uns doch für Brot mit Rührei! Wieder einmal ist die Portion klein: es gibt drei kleine Scheiben Baguette und Rührei von maximal zwei Eiern.

Tortuguero ist eine Insel, die zwischen einem Kanal und dem karibischen Meer liegt. Nach dem Frühstück wird es für uns dringend Zeit, uns den Karibischen Strand anzuschauen.

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Der Anblick ist etwas ernüchternd, ich jedenfalls hatte mir die Karibik irgendwie anders vorgestellt. Nach ein paar hundert Metern kommen wir auch schon in den geschützten Nationalparkbereich. Da wir nicht wissen, ob wir hier vielleicht Schildkrötengelege kaputt trampeln, biegen wir lieber in Richtung Regenwald ab. Da werden wir aber sofort von den Mücken gefressen, so dass wir lieber wieder zum Hotel zurückgehen.

Also machen wir erstmal Siesta und kehren mittags auf eine Pommes ins El Patio ein. Die Pommes sind leider komplett geschmacksneutral und wollen auch mit reichlich Salz und Ketchup keinen Geschmack annehmen! Aber die Limo ist lecker und als besondere Zugabe turnen zwei Soldaten-Aras im Baum nebenan herum. Ein Angestellter macht uns außerdem einen Iguana im Baum aufmerksam.

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Wir gehen ins Casa Marbella zurück, duschen, dieseln uns mit Repellent ein und machen uns zum Eingang des National Parks auf. Nach Überprüfung unseres bereits gelösten Tagestickets und unseres Schuhwerkes, begeben wir uns auf den Jaguar-Trail.

Auf dem Weg durch den Park begegnen uns zuerst zwei Agutis, die jedoch flink im Unterholz verschwinden, dann einigen Krabben und später einem Specht.

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Vom Trail aus kann man immer wieder kleine Abstecher an den Strand machen. Dabei entdecken wir einen Krabbenbussard in einer Palme. Der Strand ist, wie es sich für einen Naturstrand gehört, unaufgeräumt und voller Treibholz. Trotzdem entdecken wir Spuren, die wir nicht zuordnen können… Jaguar? Oder doch eher Hund?

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Unser Guide von der Bootstour hatte eindringlich davor gewarnt, den Trail im Dunklen zu gehen, vor allem wegen der Schlangen dort. Auch ist die Wahrscheinlich auf einen Jaguar zu treffen, angeblich nirgends in Costa Rica so groß wie in Tortuguero. Laut Chamba kommen sie nachts regelmäßig ins Dorf und holen sich Hunde. An Menschen vergreifen sie sich im Normalfall nicht. Trotzdem kehren wir rechtzeitig um, um kein Risiko einzugehen. Dabei stoßen wir im Ort auf eine größere Gruppe Soldaten-Aras in einem Mandelbaum.

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Wir kaufen noch Wasser und zwei Eis ein und dann ist schon wieder Siesta abgesagt.
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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
1’249 Beiträge · seit 200906. Dez. 2024 ·
Hallo Lars und Elke,

still und heimlich reise ich virtuell mit.
Vielen Dank für die vielen Informationen und die tollen Fotos.
Die bunten Vögel haben es mir besonders angetan.

Viele Grüße
Bernd
Ägypten, Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter403 Beiträge · seit 202107. Dez. 2024 ·
Hallo Bernd,

schön, dass Du uns nun auch "offiziell" begleitest und vielen Dank für Dein Fotolob - aus Deiner Feder freut uns das natürlich besonders!

Viele Grüße, auch von Lars,
Elke
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Themenstarter403 Beiträge · seit 202107. Dez. 2024 ·
Sonntag, 05.05.2024: von Tortuguero nach Cahuita

Weil uns die Tour gestern so gut gefallen hat, haben wir für heute eine zweite Tour gebucht. Dieses Mal über unser Hotel und etwas günstiger. Statt mit sechs Personen sind wir mit 13 Personen unterwegs, aber ohne Baby. Wir starten erst um sechs, was zur Folge hat, dass sich das Einchecken am Nationalparkeingang etwas zieht, weil dann alle Hotels losfahren.

Gefühlt sind wir heute dadurch zu spät dran: wir fahren den anderen Booten hinterher, so dass die etwas scheueren Tiere schon abgehauen sind. Highlight sind ein Trogon und ein kleiner Basilisk. Bemerkenswert ist, dass in der Gruppe keine Sabbeltaschen dabei sind, sondern alle beeindruckt die Natur genießen.

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Nacktkehlreiher

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Grüner Leguan

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Stirnlappenbasilisk

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Grünibis

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Schwarzkehltrogon

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Zum Frühstück bestellen wir dieses Mal Pancakes. Die Portion ist reichlich!

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Nach dem Frühstück müssen wir mal wieder packen. Dabei gibt es einen ziemlichen Schreckmoment: ich hatte mein Portemonnaie auf dem zusätzlichen Bett unter meinem Koffer verstaut, um es nicht mitnehmen zu müssen. Da ist es aber nicht mehr! Nachdem wir alles sorgsam, aber erfolglos abgesucht haben, lasse ich meine verbleibende Visakarte sperren. Wir packen dann fertig und schließlich findet sich das Portemonnaie doch noch wieder an: es lag brav unter dem Koffer, aber unter dem Bettbezug! Da wollte ich es wohl besonders clever verstecken! Nun haben wir nur noch Lars' Kreditkarten zum Geld holen und bezahlen übrig.

Wir warten am Kanal auf unser Transferboot. Als es schließlich da ist, müssen alle erstmal gut zehn Minuten warten, bis auch zwei Ticas mit ihren Kindern soweit sind. Die zwei haben total die Ruhe weg! Der Kanal führt an einer Stelle so wenig Wasser, dass der Kapitän aussteigt und die Schiffsschraube wechselt. Ein Boot mit Einheimischen muss an der Stelle sogar gezogen werden.

Wir sind froh, als wir endlich in La Pavona ankommen: wir haben ganz hinten gesessen und das hochtourige Fahren und Gas hochreißen zerrte massiv an unseren Nerven!

Nach dreieinhalb Stunden Autofahrt erreichen wir unsere nächste Unterkunft, das Casa Martina in Cahuita, und werden vom Manager der Anlage freundlich und mit zwei Drinks begrüßt. Nachdem wir ja ein paar Mal etwas Pech mit unseren Unterkünften hatten, hatten wir uns für unsere letzte vorgebuchte Station ein Upgrade gegönnt. Darum haben wir jetzt nicht nur AC, sondern auch noch einen Pool und sind nur 100 Meter vom Strand entfernt. Angeblich wohnt in unserem Garten auch ein Zweifingerfaultier, aber als wir ankommen, ist es natürlich gerade weg.

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Jetzt aber auf zum Strand und was essen! Wir gehen ins Chao‘s und bestellen zu Reggae-Musik vom Strand zwei Cocktails und Fajitas con Pescado. Fajitas hatten wir uns eigentlich anders vorgestellt - das sind doch Kibberlinge mit Pommes!

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Egal, es schmeckt und die Cocktails hauen ziemlich rein...
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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
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Montag, 06.05.2024: Cahuita

Zum Frühstück gehen wir zu Brigittes Ranch gegenüber. Hier kann man à la carte frühstücken und im Hühnerauslauf nebenan laufen Agutis herum. Da müssen wir morgen wohl die Kameras mitnehmen!

Wir bestellen eine Fruchtplatte und Omelette mit Spinat, dazu gibt es frittierte Küchlein und gebratene Bananen - sehr lecker und sehr reichlich! Dabei werden wir abwechselnd von einem kleinen alten Hund und einer Katze belagert. Die Agutis werden von den Hähnen verjagt. Wir haben neben dem leckeren Essen also beste Unterhaltung!

Die nette Bedienung zeigt uns auch noch eine Baumsteigerfrosch-Art, die wir noch nicht kennen. Als Brigitte uns dann auch noch auf ein Faultier aufmerksam macht, laufen wir los und holen die Kameras!

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Weil es aktuell so trocken ist, wässert Brigitte die Bereiche ihres Gartens in dem die Frösche leben. Nach dem künstlichen Regen kommen sie sehr schnell aus ihren Verstecken. Die Blue Jeans Frösche sind hier ohne Hose unterwegs und die Baumsteiger sind grün mit schwarzen Flecken statt schwarz mit grünen Flecken.

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Danach fahren wir in den Ort, holen Geld und kaufen ein. Der Supermarkt ist der Hammer: es gibt hier richtiges Brot! Und eine große Käseauswahl! Leider stellt sich später heraus, dass wir doch lieber exportierten Käse statt heimischen hätten kaufen sollen: Käse können die Ticos offenbar nicht!

Im Anschluss gehen wir noch mal zu Brigitte, wo das Faultier tatsächlich etwas weiter nach unten geklettert ist.

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Danach springen wir ins karibische Meer, das hier Badewannen-Temperatur und -Seegang hat - herrlich! Weil die Sonne am Strand so erbarmungslos knallt, gehen wir aber schon bald an unseren Pool. Der ist noch wärmer als das Meer, bietet aber Liegen im Schatten. Wir hören Hörbuch bis wir ganz müde werden und in unserem Zimmer weiter Siesta machen.

Anschließend ist wieder Wäsche waschen mit der Lavadora angesagt. Von der anstrengenden Arbeit erholen wir uns dann wieder im Pool. Auch mal schön, so ein Tag ohne Programm!
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Themenstarter403 Beiträge · seit 202107. Dez. 2024 ·
Dienstag, 07.05.2024: Cahuita

Der Tag beginnt heute sehr früh mit dem Gebrüll der Brüllaffen, wobei uns das komischerweise nie stört. Wir gehen dann wieder zu Brigitte zum Frühstück. Lars isst Gallo Pinto und ich Pancakes. Beides ist sehr lecker und beide Portionen sind riesig! Die Faultiere sind leider nicht zu finden, aber dafür gelingen heute Fotos vom Aguti.

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Heute erwische ich außerdem endlich das niedliche Hörnchen, das gerne und oft im Baum direkt vor unserem Appartement herumturnt.

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Nach der Faulenzerei gestern, wollen wir heute mal wieder in einen Nationalpark. Wir fahren zum Eingang Puerto Vargas des Cahuita Nationalparks und werden von einem der freischaffenden Guides sehr freundlich mit allerlei Informationen versorgt. Wir überlegen kurz, ob wir ihn engagieren sollen, aber irgendwie glauben wir nicht daran, dass sich das lohnen wird. Wir haben unsere Erwartungen an Tiersichtungen in den Parks, egal ob mit oder ohne Guide, deutlich heruntergefahren und erwarten heute eigentlich nur einen Waldspaziergang und einen einsamen Karibikstrand. Der Trail durch den Regenwald verläuft auf einem Steg, was einerseits bequem ist, weil man mal nicht darauf achten muss, wo mal hintritt, sich aber andererseits nicht nach Wildnis anfühlt.

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Unterwegs hören wir die Brüllaffen und sehen sie auch hoch oben in den Wipfeln. Da sind die Kapuziner-Affen doch wieder mal service-orientierter!

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Am Ende des Steges erwartet uns ein wunderschöner und absolut leerer Traumstrand! Außer uns ist in der nächsten halben Stunde niemand da. Später kommen vereinzelnd Wanderer, aber keiner geht schwimmen - dabei ist das Wasser einfach nur herrlich! Pura Vida!

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Als wir nach Hause zurückkommen, hören wir beim Parkplatz das Gequake von Tukanen. Tatsächlich können wir sie in den Bäumen entdecken und ein Foto machen, bevor sie nach kurzer Zeit weiterziehen.

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Nach einer ausgiebigen Mittagspause machen wir uns auf den Weg zum nächst größeren Ort, Puerto Viejo. Ursprünglich hatten wir dort eine Unterkunft gebucht. Nochmal mehr sind wir froh, dass wir umgebucht haben: der Ort gefällt uns überhaupt nicht! Der Weg ist außerdem umsonst: bei beiden Banken des Ortes bekommen wir keine Dollar. Die brauchen wir aber für Galapagos. Naja, ein paar Tage haben wir ja noch, um das Geld zu besorgen.

Den Rest des Tages verbringen wir damit, zu überlegen und zu recherchieren, wo wir die letzten Tage in Costa Rica verbringen wollen. Hier gefällt es uns ja eigentlich wirklich gut, wenn nur die Hitze nicht wäre! Wahrscheinlich kehren wir noch mal an unsere erste Station, San Gerardo de Dota, im kühlen Hochland zurück. Andererseits ist dort für die nächsten Tage Regen angekündigt. Der wäre uns warm dann ja doch lieber als kalt…
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Mittwoch, 08.05.2024: Cahuita

Der heutige Tag ist schnell erzählt: wir waren morgens Geld holen und einkaufen und haben uns ansonsten nur ausgeruht. Wir haben unseren Aufenthalt hier außerdem um drei Nächte verlängert.

Weil sich Lars überhaupt nicht gut fühlt, gehe ich alleine am Strand spazieren. Ansonsten haben wir die Anlage nicht verlassen, sondern haben uns vom Hörnchen besuchen lassen.

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Donnerstag, 09.05.2024: Cahuita

Nun ist es offiziell: Lars und ich haben uns einen Magen-Darm-Virus eingefangen! Das hat uns zumindest Brigitte erzählt, bei der wir heute morgen nach einer guten Apotheke gefragt haben. Unsere Reiseapotheke hat sich nämlich als komplett nutzlos erwiesen! Brigitte war auch schon erkrankt und der Virus war auch bereits Thema in den landesweiten Nachrichten, weil er wohl gerade im ganzen Land rumgeht. Wir hatten schon das Wasser in der Karibik oder unsere gekauften Lebensmittel im Verdacht. Gut, dass wir noch bis Sonntag bleiben, da können wir uns auskurieren. Wobei es mir nicht so schlecht geht, Lars hat es härter erwischt.

Brigitte ist so lieb und macht uns eine Kanne Kräuter-Tee. Außerdem haben wir uns hiesige Medikamente besorgt und schon die erste Runde eingeworfen. Danach liegen wir im Schatten am Pool und lassen die Dinger erstmal wirken. Als es uns am Pool zu heiß wird, chillen wir in unserem klimatisierten und frisch gereinigten Zimmer weiter. Das Hörnchen kommt zwischendurch auch wieder zu Besuch.

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Da es uns gegen Nachmittag schon wieder besser geht, gehen wir zum Schwimmen an den Strand. Das Wasser ist herrlich! Wir wollen gerade wieder los, als mir auffällt, dass eine Frau mit ihrem Handy in einen Mandelbaum fotografiert. Sitzt da doch tatsächlich ein Faultier in bester Foto-Position! Lars und ich holen so schnell es geht unsere Kameras. Wir brauchen auch gar nicht lange, aber als wir wiederkommen, ist das Faultier spurlos verschwunden…
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Freitag, 10.05.2024: Cahuita

Es ist erst halb fünf, aber die Brüllaffen wollen es heute wirklich wissen! Gefühlt sitzen die direkt auf unserem Dach. Na, dann gehen wir zum Sonnenaufgang doch mal an den Strand. Leider ist es zu bewölkt für einen schönen Sonnenaufgang.

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Zurück beim Appartement erwartet uns eine großartige Überraschung: direkt vor unserem Balkon, im Hörnchenbaum, hat es sich doch tatsächlich ein Zweifinger-Faultier gemütlich gemacht! Und es hat sogar ein Baby!

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Eigentlich wollten wir heute zum Jaguar Rescue Center, aber Mama Faultier setzt sich in Bewegung und in eine gute Foto-Position. Da wir den Faultieren dieses Landes fototechnisch so lange vergeblich hinterher gejagt sind, bleiben wir nun also lieber auf der Terrasse sitzen und erfreuen uns an den zwei zuckersüßen Fotomotiven.

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Irgendwann bekommen wir Hunger. Da sich die beiden Faultiere in das Blätterdach zurückgezogen haben, denken wir darüber nach, welche Pizzeria wir wohl ansteuern könnten.

Wir entscheiden uns für die „fußläufige“. Dass sie fußläufig liegt, dachten wir zumindest immer, wenn wir mit dem Auto dran vorbeigefahren sind. Eigentlich ist es auch nur ungefähr ein Kilometer, aber ohne Schatten weit und breit. Als wir in der Pizzeria ankommen, sind wir also mal wieder gut durchgegart. Dummerweise hat sie noch nicht geöffnet und wir müssen den Kilometer wieder zurücklatschen. Puh!

Also fahren wir doch mit dem Auto los, aber viele Restaurants in Cahuita haben mittags geschlossen. Zu guter letzt finden wir noch eine Pizzeria bei Google Maps und da sie zum Cahuita Inn Hotel gehört, hat sie auch geöffnet. Man sitzt dort sehr schön im Wind und das Essen und die Getränke sind sehr lecker! Absolute Empfehlung!

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Nach der Pizza chillen wir noch kurz in unserer Unterkunft und gehen dann an den Strand um in die Wellen zu springen. Das Wasser ist wieder herrlich! Den Tag lassen wir am Pool mit Hörbuch hören ausklingen.
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zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2026
2’862 Beiträge · seit 201108. Dez. 2024 ·
Hallo Elke und Lars,
seit einiger Zeit lese ich still bei Euch - als blinder Passagier - mit.
Im Januar soll es für uns das erste Mal nach Costa Rica gehen. bisher hatte ich nur grobe Vorstellungen von Fauna und Flora, keinerlei Sichtungsansprüche.... Das wird jetzt nicht mehr zu halten sein! Die Messlatte habt ihr sehr hoch gesetzt.
Das Faultier-"Familienfoto" hat mich eben schmelzen lassen, von der Qualität Eurer Fotos ganz zu schweigen.
Da kenne ich aber meine Grenzen und die meiner Technik!
Viele Dank für das Mitnehmen und die Mühe des Berichtschreibens!
Viele Grüße
Christina
Themenstarter403 Beiträge · seit 202108. Dez. 2024 ·
Hallo Christina,

schön, dass Du uns begleitest und wir hoffentlich Eure Vorfreude noch etwas steigern können. Januar ist ja schon sehr bald, da steigt doch bestimmt schon die freudige Aufregung, oder? Wohin geht es bei Euch?

Von Sichtungsansprüchen können wir ja leider auch ein Lied singen! Eigentlich hatten wir ja gehofft, die in Afrika zu lassen, aber das hat dummerweise nicht funktioniert! Da muss man sich dann wohl eingestehen, dass es an einem selbst und nicht am Urlaubsziel liegt.

Über die Faultiere im Garten haben wir uns wirklich wahnsinnig gefreut: zu Beginn unserer Reise dachten wir ja noch, Faultiere würden an jeder Ecke im Baum sitzen und nur darauf warten, für uns Modell zu sitzen. Tja, weit gefehlt! Umso schöner, dass sich uns Mama und Kind so toll präsentiert haben. Wirklich zum dahin schmelzen, die zwei… 🙂

Viele Grüße und eine tolle Zeit in Costa Rica,
Elke
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2’772 Beiträge · seit 200609. Dez. 2024 ·
Hallo Elke,
bis heute habe ich euren Bericht regelrecht aufgesogen, da C.R. demnächst auch auf unserer Reiseliste steht. Ich hatte dir schon mal eine PN geschickt, aber die scheint im Nirwana verschwunden zu sein, denn ich erhielt keine Antwort. Ok, keinProblem, Eure Tierbilder sind einmalig (eure Ausrüstung dementsprechend). Jedoch hätte ich mir ein paar mehr Landschaftsbilder gewünscht.... aber das nur nebenbei. Danke, dass du dir solch eine Mühe mit dem Bericht machst. Ich bin mittlerweile zu faul zum schreiben, mache nur noch Fotobücher.
Ganz liebe Grüße
Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
298 Beiträge · seit 200709. Dez. 2024 ·
Hallo Elke und Anhang,

ich lese mit grosser Begeisterung euren Reisebericht. Die Fotos sind großssartig!! Vor allem die Faultiere haben es mir angetan!! Aber auch die Fotos der Vögel sind einmalig!!
Wie gerne wäre ich nach Costa Rica gereist, aber nun sind wir zu alt für so eine anstrengende Reise. Um so mehr geniesse ich euren Bericht mit den sensationellen Fotos und freue mich, wenn es auf die Galapagos Inseln geht.

Herzlichen Dank und liebe Grüße aus München
Silvy