travelNAMIBIA33,2k Beiträge · seit 200626. Jan. 2024 ·
Uff. Der Preis ist horrend. Ich weiß nicht, ob die Planungen auf einem veraltetem Technologiestand beruhen oder ob da jemand Namibia so richtig übers Ohr hauen will.
Die Machbarkeitsstudie wurde von einem namibischen Ingenieurbüro zwischen 2019 und 2021 erarbeitet. Die werden kaum jemanden übers Ohr hauen wollen und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die mit "alter Technik" gearbeitet haben. Mir fehlt dazu jedoch das wirkliche Wissen. Die zweite Meerwasserentsalzungsanlage wird ja nun ohnehin gebaut. Vielleicht ergeben sich dann auf einmal viel niedrigere Produktionskosten. Hoffen wir es mal.
Viele Grüße Christian
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travelNAMIBIA schrieb:Die Machbarkeitsstudie wurde von einem namibischen Ingenieurbüro zwischen 2019 und 2021 erarbeitet.
Wenn denn mit Technologiestand 2019 geplant wurde und wenn die Anlage deutlich kleiner ist (fehlende Skaleneffekte), dann erklärt das gewisse Mehrkosten, denn die Kosten für Meerwasserentsalzung sind in den letzten Jahren noch mal deutlich gefallen. Aber das erklärt niemals 650% höhere Kosten. Entweder war das namibische Büro dann inkompetent oder es gab andere Einflüsse. Anders ist das nicht zu erklären. Und anscheinend ist man in Namibia ja mittlerweile auch zu anderen Erkenntnissen gekommen, denn für US$ 3 pro Kubikmeter würde man jetzt wohl keine zweite Entsalzungsanlage bauen?
Namibia könnte ja auch einfach bei der israelischen Firma IDE anfragen. Die bauen solche Anlagen auch in China, USA, Indien, Chile, ... also weltweit. Und wenn es so wie bei Sorek II als Public-Private-Partnership im BOT-Modus (Build, Operate, Transfer) ausgestaltet ist, gibt es bei entsprechender Vertragsausformulierung keine Risiken für den Staat. Mehrkosten beim Bau oder Betrieb gehen zu Lasten des Anbieters.
mitglied19210 schrieb: Wenn denn mit Technologiestand 2019 geplant wurde und wenn die Anlage deutlich kleiner ist (fehlende Skaleneffekte), dann erklärt das gewisse Mehrkosten, denn die Kosten für Meerwasserentsalzung sind in den letzten Jahren noch mal deutlich gefallen. Aber das erklärt niemals 650% höhere Kosten.
Nur mal so ins Blaue hinein geraten: kann es sein, dass ihr hier Äpfel mit Birnen vergleicht? Die Finanzierungskosten, sprich: Zinsen für den Bau solcher Anlagen liegen in Namibia um 10% im Jahr, in Dubai & Co. wohl eher bei 1-2%, wenn nicht der Scheich sowieso Cash bezahlt. Das allein könnte die erheblichen Kostenunterschiede erklären, sofern Baukosten relativ zu den laufenden Kosten erheblich sind.
travelNAMIBIA33,2k Beiträge · seit 200627. Jan. 2024 ·
Aber wie gesagt, nicht mein Wissensgebiet. Ich weiss nur, dass es deutlich teurer als jedes andere Wasser hier im Land sein wird (wobei Wasser hier auch generell extrem günstig ist).
Viele Grüße Christian
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EbiThemenstarter904 Beiträge · seit 201021. Feb. 2024 ·
Zum eigentlichen Thema nochmal, hier sind die momentanen Regeln sowie das Antragsformular.
Für uns ist die Sache erledigt, interessieren würde mich aber, ob die genannte Gebühr von 20.000 Nam$ offiziell ist, oder in einer privaten Schatulle verschwindet. Kann da jemand was dazu sagen?
travelNAMIBIA33,2k Beiträge · seit 200621. Feb. 2024 ·
interessieren würde mich aber, ob die genannte Gebühr von 20.000 Nam$ offiziell ist, oder in einer privaten Schatulle verschwindet. Kann da jemand was dazu sagen?
ist die offizielle Gebühr des MHAISS.
Viele Grüße Christian
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Hallo Ebi, kann es sein, dass du zwei Dokumente anhängen wolltest? Du erwähnst die „momentanen Regeln“ und eine Gebühr, angehängt sind aber nur die Antrag-Vorlagen. Hast du bzgl. der Regeln noch Infos? Besten Dank vorab!
Du erwähnst die „momentanen Regeln“ und eine Gebühr, angehängt sind aber nur die Antrag-Vorlagen. Hast du bzgl. der Regeln noch Infos?
Auf der ersten Seite und auf Seite 4 der Application for PRP stehen die "Regeln", d.h. was, wie beizubringen ist. Für alle deutschen Bescheinigungen, Kontoauszüge etc. musst du eine beglaubigte englische Übersetzung beilegen, für manches ist eine notarielle Beglaubigung mit Apostille notwendig.
Viele Grüße Hans
travelNAMIBIA33,2k Beiträge · seit 200621. Feb. 2024 ·
Hast du bzgl. der Regeln noch Infos?
Die Vorgaben sind doch auf Seite 1 genau beschrieben... ABER: Es heißt weiterhin nicht, dass man bei Erfüllung aller Punkte sicher sein PRP bekommt. Das Grundproblem der "wahllosen Vergabe" bleibt weiterhin bestehen.
Viele Grüße Christian
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EbiThemenstarter904 Beiträge · seit 201021. Feb. 2024 ·
Ranger1968 schrieb:Hallo Ebi, kann es sein, dass du zwei Dokumente anhängen wolltest? Du erwähnst die „momentanen Regeln“ und eine Gebühr, angehängt sind aber nur die Antrag-Vorlagen. Hast du bzgl. der Regeln noch Infos? Besten Dank vorab!
Viele Grüsse Ranger
Ich meinte Seite 1, da steht ja, was benötigt wird.
Das normale permanent residency ist mitlerweile sehr schwer zu bekommen, lt. newnouveau wurden >80% z.Zt. abgelehent. Wir haben alle Vorgaben mehr als erfüllt, d.h. großes Grundstück in Windhoek gekauft und wir haben ein N$ Konto mit ein paar Mio. drauf, da wir bauen wollen. Ausgetrickst haben sie uns mit "mangelnder namibischer Integration" was bei der Bewerbung im Formular ja gar nicht gefordert ist?! Jetzt mach das mal mit normalem Urlaub im Arbeitsleben aus D-Land. Und wir haben die meisten Fernreisen in unserem Leben in Namibia verbracht, kennen viele Leute, haben Freunde usw. Hat aber im Ministerium keinen interessiert, trotz ausgeklügeltem Motivationsschreiben mit Anwalts Hilfe. Grundstück ist vom Geometer vermessen, der Architekt in WIndhoek am Start, Pläne gemacht, es könnte losgehen ... bringt ja auch Kohle (Steuern) und Beschäftigung für's Land ?!
Plan "B" ist in der Tat das "retirement residency" ab dem 60. LJ möglich. Das soll leichter zu bekommen sein, man darf halt 5 Jahre damit ab Beginn nicht arbeiten, was für uns dann kein Problem mehr darstellt. Leider steht auf dem Bewerbungsformular ganz unten, das dass Ministerium nach belieben irgendwelche Sachen random nachfordern kann, wenn sie die Laune dazu haben. Also kann man nie ganz sicher sein.
Da kann ich dir wenig Hoffnung machen. Ich bin 65 Jahre alt und beziehe eine Rente. Wir haben uns ein Haus mit Grundstück gekauft und eine nicht unwesentliche Summe auf ein namibisches Investmentkonto transferiert. Letzte Woche haben wir die Ablehnung erhalten. In der Begründung wird angeführt, dass ich über unzureichende Mittel zum Lebensunterhalt verfüge und keine Investitionen getätigt habe, die auf eine Absicht hinweisen, mich dauerhaft in Namibia aufzuhalten (Requirements of Section 26 (3) (d) of the Immigration Control Act, Act No. 7 of 1993). Das ist der Standardtext aus dem Immigration Act, den zur Zeit die meisten bekommen.
@Hans Erfahrungsgemäß geht das ohne Anwalt und Advocat tatsächlich nicht. ABER bei den von Dir genannten Ablehnungsgründen, ist es legitim mit dem Rechtsvertreter eine Antwort einzufordern und zu bekommen (das geht) wie hoch denn die Investition und das "Einkommen=Ruhestandsbezüge" bitte sein soll um einen positiven Bescheid zu bekommen. Wir haben z.B. deswegen einen Trust gegründet als eine Firma/Geschäft in Namibia.
Ja, genau das habe ich heute gemacht, das Board aufgefordert, uns mitzuteilen, was und wieviel wir denn detailliert aufbringen müssten, um den Anforderungen gerecht zu werden. Bin mal gespannt, ob und was da für eine Antwort kommt....
CyranoB schrieb: Wir haben alle Vorgaben mehr als erfüllt, d.h. großes Grundstück in Windhoek gekauft und wir haben ein N$ Konto mit ein paar Mio. drauf, da wir bauen wollen. Ausgetrickst haben sie uns mit "mangelnder namibischer Integration" was bei der Bewerbung im Formular ja gar nicht gefordert ist?!
Ihr habt eben nicht alle Vorgaben mehr als erfüllt. PRP kann man frühestens nach 5 (als Investor mit festgelegter Investitionssumme in ein namibisches Unternehmen), normalerweise aber nach 10 Jahren legalem Aufenthalt in Namibia (durch Work Permit) beantragen. Genau das ist auch, was diese „namibische Integration“ bedeutet. Das hätte dir jeder Agent vorab sagen können. Sogar ich hätte dir das sagen können. Es mag ja viel Ermessenssache sein, aber das ist tatsächlich so festgelegt. Ausnahmen mag es immer geben, aber darauf kann man sich doch nicht verlassen. Normale Urlaubsaufenthalte gelten da überhaupt nicht. Auch nicht, wieviele Leute ihr kennt. Tatsächlich könnte man davon ausgehen, dass keiner von denen euch gut genug kennt, um euch überzeugend empfehlen zu können, denn Urlaub ist nunmal nicht das tägliche Leben.
CyranoB schrieb: Grundstück ist vom Geometer vermessen, der Architekt in WIndhoek am Start, Pläne gemacht, es könnte losgehen ... bringt ja auch Kohle (Steuern) und Beschäftigung für's Land ?!
Warum habt ihr dann nicht ganz klassisch mit einem Work Permit begonnen, so wie es eigentlich vorgesehen ist?
CyranoB schrieb: Leider steht auf dem Bewerbungsformular ganz unten, das dass Ministerium nach belieben irgendwelche Sachen random nachfordern kann, wenn sie die Laune dazu haben. Also kann man nie ganz sicher sein.
Solange sie nachfordern und nicht ablehnen, oder - was ich eigentlich eher beobachte - sich überhaupt nicht melden ist das doch okay?
Warthog2023 schrieb:Ja, genau das habe ich heute gemacht, das Board aufgefordert, uns mitzuteilen, was und wieviel wir denn detailliert aufbringen müssten, um den Anforderungen gerecht zu werden. Bin mal gespannt, ob und was da für eine Antwort kommt....
Ich kann mir kaum vorstellen, dass du da eine detaillierte Antwort bekommst, weil das evtl einen Präzendenzfall schafft, auf den andere sich dann berufen könnten, und das widerspricht dem Grundsatz, dass jeder Antrag nach dem Ermessen des jeweiligen Sachbearbeiters und des Boards behandelt wird. Das ist laut Emce tatsächlich gesetzlich so geregelt - die haben da volle Handlungsfreiheit.
Ich werfe nun auch mal mein Halbwissen in den Ring: Bei einem Treffen Anfang November (wg. "Rentner-PRP") sagte Emcé Dodds mir, zurzeit würden fast alle Anträge abgelehnt, da die Regierung anscheinend die Regeln (die es ja offiziell nicht gibt) ändern wolle, dies aber erst mit der neuen Regierung nach der Wahl angehen wolle. Sie riet mir, vorerst keinen Antrag zu stellen, sondern alle drei Monate mal bei ihr nachzufragen, ob sich schon neue "Eckwerte" dessen, was erwartet wird, ergeben haben.
Ich selbst habe nun entschieden, meinen Immobilienkauf in Swakopmund trotzdem nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben, sondern mich geistig für die nächsten Jahre nur auf eine 3-Monats-Ferienwohnung einzustellen und hoffe, dass ich das nicht irgendwann bereuen werde.