Asco Car Hire - Varianten / Zubehör

12 Antworten · 3’518 Aufrufe · gestartet 04. Mai 2023 von Nick
Antworten
Themenstarter28 Beiträge · seit 202304. Mai 2023 ·
Hallo zusammen,

unsere Route führt uns im Juni von Windhoek über Maun/Moremi/Chobe über den Caprivistreifen und Etosha.

Wir sind 2 Personen und haben ein paar spezifische Fragen zu den verschiedenen Autos bei Asco Car Hire - vielleicht weiss da ja jemand etwas:

- Ist das Raumangebot im Land Cruiser für 1-2 Personen ausreichend oder ist dies sehr beengt beim Schlafen?
- Sind Upgrades für Large Roof Tent (67 €), Luxury Hard-top Roof Tent oder Luxury Camping Set sinnvoll?
- Wieviele Storage Boxes braucht man (kann man separat dazu buchen, in der Liste der included Items ist wohl eine Box aufgeführt)?
- Macht aus aus eurer Sicht Sinn noch ein Satelliten Telefon dazuzubuchen?
- Kann man auf die Budget Autos gehen oder besser die neueren Modelle? (wieviel KM haben erstere so runter?)

Vielen Dank!

LG
Nick
445 Beiträge · seit 201104. Mai 2023 ·
Hallo Nick.
Die Dachzeltgröße hat nichts mit dem Fahrzeugmodel zu tun. Der Land Cruiser ist ein tolles Fahrzeug. Für die sandigen Pisten eventuell etwas zu schwer.
Wir haben unser Gepäck in unseren Softtaschen - keine Boxen.
Satellitentelefon muss man nicht haben - außer man fährt in Gegenden, wo fast Niemand vorbeikommt. Aber auf deiner Tour bist du nicht allein.
Die Kilometerstände sind nach Corona extrem unterschiedlich.
Gruß Jochen66
zuletzt bearbeitet 04. Mai 2023
71 Beiträge · seit 201604. Mai 2023 ·
Hallo Nick,
wir haben im November 2022 die Tour in umgekehrter Richtung gemacht und hatten auch ein Fahrzeug von Asco dabei. Wir hatten aber keinen Landcruiser sondern den TOYOTA HILUX SAFARI 2.8. Der ist etwas billiger und hat Automatik, was ich gerade im Moremi bevorzuge. Das Raumangebot beim Schlafen hat ja nichts mit dem Fahrzeug zu tun. Wir hatten als Extra das LUXUS-CAMPING-SET gebucht und waren damit sehr zu frieden. Es war schnell aufgebaut und auch die Markise war super. Also ich würde es auch wieder buchen. Wir hatten auch ein Satellitentelefon dazu gebucht. Wir haben es nicht gebraucht, aber wenn man, wie wir alleine unterwegs ist, ist es zwischen Maun und Kasane, also im Moremi und Chobe, schon ganz gut wenn man so die Möglichkeit hat schnell Hilfe zu holen. Es kann das Auto defekt sein oder ... Das ist aber immer die Abschätzung des individuellen Risikos, also Deine Entscheidung. Ich würde bei der Fahrt im Moremi und Chobe nicht auf Budget Autos gehen. Dort braucht man zuverlässige Fahrzeuge. Wir haben keine zusätzlichen storage Boxen gebucht sondern hatten Taschen dabei. Navigiert haben wir mit Maps.Me was auch gut geklappt hat.
Themenstarter28 Beiträge · seit 202304. Mai 2023 ·
Vielen Dank für die Info!

Neben der Automatikschaltung scheint der Hauptunterschied zum Landcruiser ja beim Fassungsvermögen vom Tank zu liegen (200L vs 140L). Wie waren da eure Erfahrungen? Also reichen die 140L von Maun bis Kasane oder hattet ihr Kanister mit zusätzlichem Sprit dabei?

Und da ich noch keine Erfahrung damit habe: Wo ist der Vorteil von Automatik in dem Gelände (also zB Moremi), hätte eher gedacht, dass manuel hier Vorteile hat.
zuletzt bearbeitet 04. Mai 2023
71 Beiträge · seit 201604. Mai 2023 ·
bei dem TOYOTA HILUX SAFARI 2.8 hast Du außen noch einen Reservekanister angebracht, Den haben wir mit 20 L auch voll gemacht. Wir hatten nach der Tour zwischen Kasane und Maun (Ihaha, Savuti, Xakanaxa und Third Bridge) noch 1/4 Tank voll und haben den Reservekanister nicht benötigt. Automatik hat ist es nach meiner persönliche Meinung im Tiefsand besser weil immer ein Kraftschluss da ist. Wenn Du Dich manuell mal verschaltest kann es schon zu spät sein. Da ich kein Profi im Tiefsand bin ist mir daher Automatik lieber. Wir haben uns auf der ganzen Strecke nicht festgefahren. Wichtig ist eher den Luftdruck abzusenken.
Gast05. Mai 2023 ·
Nick schrieb:Neben der Automatikschaltung scheint der Hauptunterschied zum Landcruiser ja beim Fassungsvermögen vom Tank zu liegen (200L vs 140L). Wie waren da eure Erfahrungen? Also reichen die 140L von Maun bis Kasane oder hattet ihr Kanister mit zusätzlichem Sprit dabei?
Die 200 Liter Tankvolumen beim Landcruiser bedeuten keinen relevanten Reichweitenvorteil. Der hat einen 4.2 Liter Dieselmotor und der verbraucht damit je nach Streckenprofil und Fahrweise grob 2-6 Liter mehr als die 2.4 und 2.8 Diesel im Hilux. Wie viel Sprit Du brauchst, kann Dir hier keiner sagen. Einige reißen Maun-Moremi-Savuti-Ngoma in 3 Tagen ab, andere in 2 Wochen. Daraus ergeben sich große Unterschiede, wie viel Sprit man zwischendurch auf Gamedrives verbrennt.
Nick schrieb:Und da ich noch keine Erfahrung damit habe: Wo ist der Vorteil von Automatik in dem Gelände (also zB Moremi), hätte eher gedacht, dass manuel hier Vorteile hat.
Der Riesenvorteil im Sand ist die fehlende Kraftunterbrechung beim Schalten. Wenn Du da noch keine Erfahrung hast, solltest Du Dich dringend mit den Gegebenheiten und adäquatem Fahrverhalten in und um Moremi, Savuti usw. beschäftigen. Jedes Jahr werden da etliche Mietwagen im Wasser versenkt, Kupplungen verbrannt usw. Bei den meisten Vermietern ist nichts davon versichert - auch nicht bei aufpreispflichtiger SuperDuper-Zero-Excess-Versicherungsoption. Der Urlaub kann dadurch exzessiv teuer werden.

Grüße, Thorsten
zuletzt bearbeitet 05. Mai 2023
2’573 Beiträge · seit 200707. Mai 2023 ·
Nick schrieb:
Und da ich noch keine Erfahrung damit habe: Wo ist der Vorteil von Automatik in dem Gelände (also zB Moremi), hätte eher gedacht, dass manuel hier Vorteile hat.
Automatik hat im Gelände praktisch nur Vorteile, vor allem, wenn du noch nicht viel Erfahrung hast. Der größte Vorteil liegt im Kraftschluss, da dieser bei der Automatik immer vorhanden ist. Ich würde dir daher empfehlen, auf jeden Fall einen mit Automatik zu nehmen. Der einzige Nachteil ist der erhöhte Spritverbrauch. Aber das wiegt die Vorteile mehr als auf.
lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
118 Beiträge · seit 202315. Juni 2023 ·
dergnagflow schrieb:
Automatik hat im Gelände praktisch nur Vorteile, vor allem, wenn du noch nicht viel Erfahrung hast. Der größte Vorteil liegt im Kraftschluss, da dieser bei der Automatik immer vorhanden ist. Ich würde dir daher empfehlen, auf jeden Fall einen mit Automatik zu nehmen.
Wie sieht das denn aus, wenn man sich im Tiefsand festgefahren haben sollte. Ist da die Automatik dann nicht eher hinderlich?

LG Dirk
2’573 Beiträge · seit 200719. Juni 2023 ·
Wenn du dich im Tiefsand wirklich festgefahren haben solltest, musst du eh buddeln (oder dich mit deiner Winde oder einem kinetischen Seil von einem anderen rausziehen lassen? Da hilft dir nix anderes.
Wenn du meinst, dass du dich als Festgefahrener mit der Kupplung irgendwie retten kannst, wirst du ziemlich sicher einer jener sein, die die Kupplung dann verbrennen. Keine gute Idee.
lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
118 Beiträge · seit 202320. Juni 2023 ·
dergnagflow schrieb:Wenn du dich im Tiefsand wirklich festgefahren haben solltest, musst du eh buddeln (oder dich mit deiner Winde oder einem kinetischen Seil von einem anderen rausziehen lassen? Da hilft dir nix anderes.
Wenn du meinst, dass du dich als Festgefahrener mit der Kupplung irgendwie retten kannst, wirst du ziemlich sicher einer jener sein, die die Kupplung dann verbrennen. Keine gute Idee.
lg Wolfgang
Hallo Wolfgang,
zu dem Ergebnis bin ich bei meinen Recherchen auch gekommen und habe nen Automatik gemietet.
Macht aus meiner Sicht auch die Umstellung auf Linksverkehr einfacher, da links schalten doch schon recht ungewohnt ist.
Wir waren bisher nur einmal vor langer Zeit „links“ unterwegs und das war in Australien. War schon ne Umstellung.
Und da gab es eine ähnliche Problematik wie ich sie mir auch in NAM vorstellen kann. Im outback teilweise stundenlang keine anderen Autos und irgendwann waren wir aus der alten Routine auf der falschen Spur. Hat aber auch damit zu tun, dass wir im outback gestartet sind und dort erstmals links gefahren sind.
Liebe Grüße Dirk
zuletzt bearbeitet 20. Juni 2023
441 Beiträge · seit 201421. Juni 2023 ·
Ein Nachteil von Automatik, nee 2, sind:
Längere Zeit im Tiefsand in der Untersetzung. Das wird der Selbigen zu heiss auf Dauer.
Und ich kann mich nicht aus festgefahrenen Situationen (nicht unbedingt im Sand) "rausjuckeln" also schnell vor und zurück schalten.
Bequem isses - keine Frage 😉
Danke und Gruß Matze
490 Beiträge · seit 202021. Juni 2023 ·
MatzeHH schrieb:Ein Nachteil von Automatik, nee 2, sind:
Längere Zeit im Tiefsand in der Untersetzung. Das wird der Selbigen zu heiss auf Dauer.
Und ich kann mich nicht aus festgefahrenen Situationen (nicht unbedingt im Sand) "rausjuckeln" also schnell vor und zurück schalten.
Bequem isses - keine Frage 😉
nee, das kann ich technisch nicht so stehen lassen .... 😈
Untersetzung haben beide Antriebe eher gleich konstruiert, die sitzt oft mit im Verteilergetriebe für den Allrad-Antrieb. Das macht nur wenig Unterschied.
Der Wandler zwischen Motor und Getriebe kann (zu) warm werden bei der Automatik, aber im Tiefsand eher ohne den Einsatz der Untersetzung, mit eingeschalteter Untersetzung braucht er weniger "Schlupf" als ohne.

Trotzdem nutze ich die Untersetzung möglichst nur zeitweise, wenn notwendig und extrem langsam gefahren wird. Sobald der Grip wieder ausreichend da ist für den 1.Gang, kommt die raus.
Gruß Burkhard
441 Beiträge · seit 201421. Juni 2023 ·
Burkhard schrieb:
MatzeHH schrieb:Ein Nachteil von Automatik, nee 2, sind:
Längere Zeit im Tiefsand in der Untersetzung. Das wird der Selbigen zu heiss auf Dauer.
Und ich kann mich nicht aus festgefahrenen Situationen (nicht unbedingt im Sand) "rausjuckeln" also schnell vor und zurück schalten.
Bequem isses - keine Frage 😉
nee, das kann ich technisch nicht so stehen lassen .... 😈
Untersetzung haben beide Antriebe eher gleich konstruiert, die sitzt oft mit im Verteilergetriebe für den Allrad-Antrieb. Das macht nur wenig Unterschied.
Der Wandler zwischen Motor und Getriebe kann (zu) warm werden bei der Automatik, aber im Tiefsand eher ohne den Einsatz der Untersetzung, mit eingeschalteter Untersetzung braucht er weniger "Schlupf" als ohne.

Trotzdem nutze ich die Untersetzung möglichst nur zeitweise, wenn notwendig und extrem langsam gefahren wird. Sobald der Grip wieder ausreichend da ist für den 1.Gang, kommt die raus.
fahr mal zig Kilometer mit der Automatik und im Donkey in der Sahara 😉

Wir reden hier nicht über die 4 KM im Soussousvlei. da geht's ohne Untersetzung
Danke und Gruß Matze