BurschiThemenstarter4’143 Beiträge · seit 200902. Jan. 2023 ·
Gleich nach dem Frühstück ein Sprint zu der Aussichtsplattform , um Sonnenaufgang und Blick auf den Kilimanjaro zu erhaschen.
Die Schneehaube des Kili ist noch etwas kräftiger geworden, aber der dortige Gletschrschwund wird dadurch wahrscheinlich nicht gestoppt. ]6.50 Uhr Abfahrt von der Lodge. Gleich nach dem Parktor eine kleine Herde Zebras mit Gelbschnabelmadenhacken, normalerweise domineren hier ihre rotschnäbeligen Verwandten.
Wir passieren wieder die Löwengruppe in der Ferne, die noch fast immer am gleichen Ort liegt. Dazwischen zieht eine Herde Elefanten vorbei. Zu viele Autos als dass ich Spaß daran habe. Dafür treffen wir um 8.15 Uhr allein auf eine Elefantengruppe, die gerade ein Staubbad nimmt.
Auf der gegenüber liegenden Seite stehen zwei Elefanten im Sumpf und baden. Um 8.50 Uhr liegen fünf Hyänen am Ufer das Amboselisees und dösen. Eine davon liegt di-rekt im Straßengraben
Dann fahren wir erneut wie gestern eine Weile auf den Wegen in und um den See herum und konzentrieren uns auf die Vogelbeobachtungen. Fischers Lerche
Sekretär
Rosapelikan und Seidenreiher
Die Schreiseeadler müssen hier in Ermangelung von hohen Bäumen auf dem Boden sitzen.
Dieser Kampfläufer hat eine außergewöhnliche Färbung. Keiner seiner Artgenossen hatte ein so prächtig weißes Gefieder.
Und dann natürlich Massen von Flamingos! Bwi genauerem Hinsehen kann man 2 Arten unterscheiden: Rospflamingo und Zwergflamingo
Beide unterscheiden sich vor allem an den Schnäbeln, da sie unterschiedliche Nahrungsquellen im Flachwasser erschließen und sich so auch nicht in die Quere kommen. Flussuferläufer
Hier muss ich passen, denn die Seeschwalben im Ruhekleid im Flug zu uterscheiden, das ist eine Wissenschaft für sich. Morgen noch ein paar Bilder dazu.
Auf die Weißrücken-Pfeifgans (oder auch Weißrückenente) war Elvira besonders scharf, denn sie ist sehr selten.
Kleine Streifenschwalbe
Sperbergeier
Raubadler
Erneut fahren wir an dem "Lost Place" der ehemaligen Amboseli Lodge vorbei. Schritt für Schritt erobert sich die Natur die ehemals schöne Lodge zurück. Eine Wiedereröffnung ist wohl ausgeschlossen.
11.00 Uhr sind wir am Tor zurück und kaufen zwei bestickte Gürtel für meine Frau und mich. von den Massai-Frauen. Die Qualität sit zwar nicht so toll wie in dem Cafe´ , aber es ist ein brauchbares schönes Mitbringsel. Unmittelbar vor der Lodge sammeln sich unsere Rauchschwalben auf einem Draht. Der Nachmittagsgamedive fällt mehr oder weniger ins Wasser. Es zieht auch wieder eine große Gewitterwolke herauf und es gibt einen schönen Regenbo-gen.
Diese Wolke erscheint so bedrohlich, dass Elvira umkehren lässt und wir fahren zur Lodge zurück.
Wir sehen vier Giraffen vor dem Kili, dessen Mawenzi-Gipfel gut zu sehen ist, aber kein brauchbares Fotolicht! es reicht gerade noch für eine Landschaftsaufnahme.
18.10 Uhr sind wir in der Lodge, ich hetze zur Aussichtsplattform, doch zu spät, die Sonne ist schon untergegangen
lese gerne auf Deinen Spuren.........den Mawenzi sehe ich aber auf Deiner eingestellten Foto
nicht....der müsste am linken Rand sein.....eventuell hast Du Dich aber einfach vertippt... 😄 😄 😄
oder ich habe das missverstanden..... 😄 😄 😄
LG....................BMW
BurschiThemenstarter4’143 Beiträge · seit 200902. Jan. 2023 ·
Hallo BMW, Missverständnis! Ich wollte kein Bild vom Mawenzi zeigen, weil es mir nicht so wichtig war. Sonderwünsche werden aber gerne erledigt. Bild 1 Mawenzi am linken Bildrand Bild 2 Mawenzi allein extra für dich! LG Burschi
BurschiThemenstarter4’143 Beiträge · seit 200903. Jan. 2023 ·
Heute sind wir den letzten Tag in Amboseli. Den Aufenthalt hier habe ich mir etwas anders vorgestellt. Von dem Tiersterben entsetzt, von der Vogelwelt überrascht. 6.00 Uhr Frühstück und 6.30 Uhr sprinte ich zum Kili-Aussichtspunkt, um Fotos zu machen. Die Atmosphäre ist schön und die Büffelweber – Kolonie auf der Aussichtsterrasse ist schon aktiv.
Sonnenaufgang endlich mal schön erwischt! Und der Kili zeigt sich auch schön!
Auch die Büffelweber scheinen begeistert und balzen. Bei der Ausfahrt begegnet uns ein Trupp Streifenmangusten.
6.50 Uhr fahren wir los und halten unterwegs noch einmal, da der Kili heute besonders schön zu sehen ist.
Am frühen Morgen wieder unglaubliche Szenen mit Elefanten. Besser gesagt mit den Autos, die auf diese Gruppe Jagd macht. Es spielt sich unglaubliches Gerangel ab.
Das Objekt der Begierde ist die Matriarchin mit herrlich schönen Stoßzähnen.
Mich wundert, dass die Eles nicht durchdrehen. Angewidert sage ich zu Josef, dass er weiter fahren soll. Kurz vorher haben wir eine Löwin gesehen, die von den anderen Fahrzeugen völlig unbemerkt spazieren gegangen ist, sich aber schnell in den Büschen versteckt hat.
8.30 Uhr machen wir nochmals Halt bei der Lodge-Ruine und beobachten die Balz der Goldweber. Etliche Fahrzeuge fahren uninteressiert daran vorbei,
Mit lautem Gezwitscher bieten die Männchen ihr Nest an. Aber natürlich stehen auch noch andere interessante Vögel auf unserer Sichtungsliste. Einige Rötelschwalben
ein Nubienspecht
ein Goliathreiher
ein Steppenadler
und zu meiner großen Freude das Männchen einer Wiesenweihe. Für mich Erstsichtung!
An einem toten Zebras frisst eine große Zahl von Reihern und Sichlern. Diese ernähren sich wohl eher von den Fliegenlarven, die inzwischen aus dem toten Tier kriechen.
Und dann , wie gestern schon angekündigt, ein Schwarm Seeschwalben, von denen keine uns den Gefallen tat, sich hinzusetzen. Also Versuche mit Flugbildern! Seeschwalben im Ruhekleid! Eine Sache für Spezialisten! ich tippe auf Weißbartseeschwalbe.
Eine besonders schöne Szene ist mit zwei Büffeln im Wasser, die mit „ihren“ Reihern zu kommunizieren scheinen.
Wir bleiben bei einer Gruppe von Hippos stehen, die sich wohl noch nach dem Fressen in der Nacht ausruhen.
Wenn der Kopf zu schwer wird, legt man ihn einfach beim Nachbarn auf. 😄 Wenig später begegnen wir erneut einer Elefantengruppe.
Keine Angst, er hat den Knoten im Rüssel wieder aufgekriegt! 😄 In ihrer Nähe ein ganz kleines Tier, das sich einen Dungballen geschnappt hat und eiligst abtransportiert.
12.40 Uhr sind wir wieder an der Lodge, Der Mittagsschlaf ist nur kurz. Ich gehe noch ein wenig Vögel im Garten fotografieren: Bindennektarvogel
Braunflügelmausvögel
Ein Dreifarbenglanzstar! Nein!!! 🤩 Ein Hildebrandt-Glanzstar! (Rote Augen!)
15.50 Uhr Nachmittagsgamedrive. Wir fahren lange Zeit vergeblich herum, keine Sichtung außer einzelnen Huftieren. Der „Höhepunkt“ ist ein totes Gnu, aus dem eine Schar Sichler und Reiher Maden und Fliegen herauspicken,
Zum Schluss verabschieden uns noch die Majestäten des Amboseli: Kronenkraniche.
BurschiThemenstarter4’143 Beiträge · seit 200904. Jan. 2023 ·
Heute ist Abschied von Amboseli und ich weiß, ich werde nicht wieder hierher kommen. 6.00 Uhr Frühstück; ich verabschiede mich mit einem Gespräch einer französischen Rumänin (In Kenia trifft sich die Welt! 😄 ). 7.10 Uhr Abfahrt von der Lodge; 7.45 Uhr erreichen wir wieder die Hauptstraße. Nun beginnt eine Odyssee´ in einem recht schmutzigen Dorf, wo Josef tanken und Elvira Wasser einkaufen will. Bei der Tankstelle in Kemana werden massenhaft Motorräder aufgetankt. Auf einer brennenden Plastik-Müllhalde suchen Kühe und Hunde nach Fressbarem.
Während der Wartezeit habe ich die Möglichkeit ein paar andere Szenen zu fotografieren.
Wenn die Kanister voll sind, Welches Gewicht muss der Mann wohl dann ziehen!? 🤩
Dann schon lieber mit einem der tollen Motorräder.
Die Motorrad-LKWs kann man auch toll beladen! 🤩
Oder man belädt die LKWs so hoch es eben geht. Es ist kein Wasser aufzutreiben und wir fahren wieder ein Stück zurück. 8.30 Uhr geht es endlich weiter, nachdem eine Tankstelle gefunden wurde, wo es auch Saft und Nüssli gibt. 8.30 Uhr Weiterfahrt! Die Straße würde direkt nach Tansania führen. 8.45 Uhr zweigen wir auf eine Gravelroad ab, die direkt nach Tsavo West führt. Die Road ist teilweise übles Wellblech. Die Landschaft ist völlig überweidet und von tiefen Erosionsrinnen durchzogen. Kein Grashalm steht mehr. 9.50 Uhr haben wir das Tor zum Tsavo West Nationalpark erreicht. Ich entdecke einen Spatz und Elvira klärt mich auf, dass es sich um einen Indischen Haussperling handelt. Diese breiten sich von der Küste weiter ins Landesinnere aus. Gleich nach dem Parktor gibt es Büffel, Impalas, Zebras und Giraffen zu sehen. Das verspricht mehr als später dann gehalten wird.
Die Landschaft ist stark vulkanisch geprägt, viele Hügel sind Vulkane. Unterwegs steht eine Giraffe auf dem Weg und trinkt aus dem Straßengraben. Wir lassen sie in Ruhe das Wasser genießen.
Plötzlich entdecke ich im dichten Busch eine Graurückendommel. Es reicht aber nur zu einem düsteren Foto.
10.45 Uhr machen wir eine kurze Pause am Shitane Lavastrom. Hier darf man aussteigen und sich auf der scharfkantigen, recht jungen Lava (nur ca. 200 Jahre) die Füße vertreten.
Oft sind die Fließstrukturen noch deutlich zu erkennen. . 11.00 Uhr fahren wir wieder weiter und kommen 45 Minuten später am Severin Safari Camp an, wo wir umgehend eine Lodge-Instruktion bekommen. Man darf z.B. in der Dunkelheit im Gelände – das nicht eingezäunt ist – nur mit einem Security unterwegs sein. Ein solcher in Massai-Tracht begleitet uns zu unserem Haus Nr. 6, das relativ weit weg ist. Das wird eine schöne Marschiererei, doch letztendlich ist das gar nicht so schlecht, da wir so relativ nah an dem außerordentlich schönen Pool und dem Spabereich wohnen. Der Eingang zur Lodge
unser Häuschen mit Terrasse
und der Schlafbereich
Zugang zum Pool
Der Pool
der Spa-Bereich
Das Restaurant
Im Nachhinein stellt sich ds Severin Safari Camp als die schönste Lodge der gesamten Reise heraus. Auch die Speisen sind außergewöhnlich gut und immer schön angerichtet.
Und aufmerksames Personal schaut, dass immer genug Kaffee in der Tasse ist! 😄 😄 Hier der Dodson-Bülbül
12.30 Uhr gibt es ein sehr gutes Mittagessen. Alle Mahlzeiten bestehen aus drei Gängen, die man anhand einer Karte wählen kann. Das erweist sich als wesentlich besser als die Büfettform. Nach dem Essen erkunden wir die Lodgeanlage und die ersten Mitbewohner: Der Maskenweber hat seine Behasung in einer kleinen Grünoase am Speisesaal.
Auch der Schwarznackenweber ist hier ansässig.
Männchen der Einsiedleragame (bunt) flirtet mit Weibchen (grau).
Und nebenan wird eine neue Einrichtung gerollt.
16.00 Uhr mache ich allein den Gamedrive mit Elvira und Josef, Meine Frau braucht mal Ruhe und bleibt im Camp. Das straffe Programm ist ja auch nicht gerade entspannend. Elvira Originalton: "Ihr seid hier nicht im Urlaub! Ihr seid auf Safari!" Wieder sind die Vögel im Vordergrund: Halsband-Zwergfalke
Gaukler
Und eine Savannentrappe (= Rotschopftrappe) zeigt uns, wie man sich richtig herausputzt.
An größeren Tieren können wir noch Büschelohren-Oryx, Zebras, Kongonis, einen Elefanten und zwei Schakale beobachten, die einen Dikdik-Kopf als Beute haben. Wo sie den wohl geklaut haben?
Aber auch hier fällt nmir die Landschaft ins Auge. Was sollen die Tiere hier fressen? Wo steht noch ein Grashalm? Denn meistens sieht es so aus:
Außer uns ist am Abend auch noch eine größere Gruppe deutscher Touristen angekommen, darunter zwei Ehepaare aus einem Ort, der zu Hause nur 15 km von uns entfernt ist. Durch sie erfahren wir auch von einer Art des Individualtourismus. Garantiert werden "kleine Gruppen bis 6 Personen". Richtig! aber die gesamte Gruppe fährt dann in vier bis fünf Fahrzeugen hintereinander. Und das Programm: Nachmittags ankommen, schnell noch kurzer Gamedrive, Abendessen, eine Übernachtung und am nächsten Tag in den nächsten Nationalpark. Da bleibt natürlich keine Zeit um für einen Vogel anzuhalten. Unser Programm ist auch straff, aber inzwischen haben wir schon über 200 Vogelarten entdeckt! LG Burschi
PKPapa Kenia541 Beiträge · seit 201204. Jan. 2023 ·
Hallo Burschi, vielen Dank für den Bericht und die schönen Fotos.
Da werden Erinnerungen wach. Mein Gott, das ist schon 13 Jahre her. Nicht zu fassen. Das Severin hat mir seinerzeit außerordentlich gut gefallen Viel hat sich hier anscheinend nicht geändert.
Alles Gute und viele Grüße
Papa Kenia (Dieter)
BurschiThemenstarter4’143 Beiträge · seit 200904. Jan. 2023 ·
Hallo Dieter, das Severin Camp hat inzwischen wohl den Besitzer gewechselt, aber die Mannschaft und der Koch sind gleich geblieben. ich mag es sehr, wenn der Teller individuell angerichtet wird und auch das Auge mitessen darf. Wenn es dann noch schmeckt, dann bin ich total zufrieden. Aber auch die Anlage der lodge und das Personal muss man loben. Viele Grüße: Burschi
Hallo Burschi, vielen Dank für Deine tollen Vogel-Bilder. Wir sind zwar seit 30 Jahren im südlichen Afrika unterwegs, waren aber noch nie in Kenia und Tansania. Aber wie es so ist, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Diese Automassen, die Tiere verfolgen, möchte ich mir nicht antun. Und das ist ja wohl in allen besseren Parks so. Wenn man schon die meisten Vierbeiner vielfach gesehen hat, braucht man das wirklich nicht, jedenfalls meine Meinung. Gut, die Landschaft ist toll, aber die Umstände?? Manfred
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Hallo, darf ich einmal fragen mit wa für einer Kamera und mit welchem Tele du fotografierst, da ich deine Vogel Bilder total klasse finde. Vielen Dank,
BurschiThemenstarter4’143 Beiträge · seit 200904. Jan. 2023 ·
Hallo Frieder, ich fotografiere mit einer Bridge-Kamera Canon SX70HS. Mein Teleobjektiv heißt "Geduld" und meine Prämisse ist "keine Gruppenreise". Ich habe früher auch eine SR-Kamera mit drei Objektiven und Ladegerät etc. herumgeschleppt, muss aber mit zunehmendem Alter immer mehr Ballast abwerfen. Das ist wie beim Ballonfahren, wenn du oben bleiben willst, musst du was loswerden und dich trennen. Früher habe ich Poster bis zu 2 Meter gemacht, jetzt reicht die Kamera nur noch für ein gutes DIN A3 - Bild. Siehe dazu die Kalender, die ich seit fast 20 Jahren mache. Aber für gute Bilder für meine Fotobücher reicht es. Natürlich kann man in einer Gruppe nicht 15 Minuten warten, bis der Vogel hinter dem Ast vorkommt - geht manchmal auch dann nicht - aber Elvira ist eine "Vogel-Närrin" (niicht böse gemeint!), die dafür absolute Verständnis hat. Aber sie kann ja auch nicht umsonst arbeiten. So investiere ich weniger in die Kamera-Ausrüsstung als mehr in die Organisation der Reise. Viele Grüße: Burschi
Bushtruckers1’589 Beiträge · seit 201404. Jan. 2023 ·
Hallo Burschi und Foris
Nachdem Burschi den Bericht erfolgreich vor mir versteckt hat - man sucht ja Kenia nicht als Kanton von Botswana .... 🤪 🙄 wurde ich geruegt, dass ich noch kommentiert hatte 🤩
Nein, Fraenkisch habe ich genau so viel gelernt, wie Burschi Schwyzertuetsch 😄
Aber wo er recht hat, die Kamera und ich sind eins. Ohne geht es auf Safari nirgendwo hin.. man weiss ja nie!
Danke Burschi fuers Kompliment, dass ich ein paar Dinge weiss 😘 , waere ja nicht gut, wenn in den ueber 2 Jahrzehnten nichts in meinen Hirnzellen eingespeichert wurde.
Liebe Gruesse aus Kenia - Wind, Sonne, Wolken, kuehl Elvira
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Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
BurschiThemenstarter4’143 Beiträge · seit 200904. Jan. 2023 ·
Hallo Manfred, ich gebe dir voll und ganz Recht. Mir geht es ebenso. Ich bin seit 25 Jahren in Afrika unterwegs und brauche nicht noch den 1678. Elefanten und den 467. Löwen sehen. Ich habe mich bewusst auch gegen die Gnu-Crossing in der Mara entschieden, weil ich Bilder gesehen habe und Berichte gehört, wo an den Ufern über 400 Fahrzeuge stehen. Das will ich gar nicht erleben. Ich hatte für Kenia ein paar Wünsche: Grevy-Zebra - die liebe ich ganz besonders - und mal Eles mit riesigen Stoßzähnen. Vielleicht die letzten, bevor es keine mehr gibt. Und meine Frau wollte mal den Kilimanjaro sehen. ich wollte früher auch da mal rauf, aber bei 40.000 Besuchern pro jahr - nein danke! Ich habe mir auch absichtlich die Nebensaison ausgesucht, um den Touristenmassen zu entgehen. Okay, es regnet oft - zum Glück!!!! Aber das ist meist am Nachmittag und nie langfristig. Ich weiß, ich habe noch unerfüllbare Wünsche, aber träumen hält wach und manchmal klappt es noch, wenn man Kompromisse eingeht. Liebe Grüße: Burschi
BurschiThemenstarter4’143 Beiträge · seit 200905. Jan. 2023 ·
5.45 Uhr stehe ich auf, weil ich die ganze Nacht schlecht geschlafen habe. Ständig haben Kiebitze geschrien. Und jetzt um 6.00 Uhr sind sie still. In die Pfanne damit! Es fahren nun auch schon jede Menge Autos. Kein guter Tagesanfang! 6.30 Uhr Frühstück, das sehr gut ist, endlich mal gutes Müsli, Schinken und Rohwurst und nicht immer nur die komischen Kenia-Würstchen, die sowieso eine Beleidigung für einen fränkischen Gaumen sind. 7.15 Uhr Start mit dem Gamedrive: Und nicht mal 30 Minuten später stoßen wir auf ein Wildhundrudel, das sich neben der Straße herumtreibt. Schon ein Highlight!
Während wir die schöne, einmalige Szene länger beobachten, fahren drei andere Safarifahrzeuge nach kurzem Stopp weiter. Sie haben es eilig, müssen ja noch in den nächsten Nationalpark und es sind ja nur Hunde, gehören ja nicht zu den Big Five. 🤩 😈 8.10 Uhr sind wir bei den Mzima-Quellen und steigen zu einem Spaziergang aus.
Kurz darauf stehen wir an einer massenhaft Wasser schüttenden Quelle. Das Wasser kommt vom Kilimanjaro, läuft unterirdisch durch das Vulkangestein und tritt hier an die Oberfläche.
Es ergießt sich dann als Bach in einen See, in dem Hippos und Krokodile wohnen.
Der See wird als Trinkwasser für Mombasa angezapft. Außerdem sind in dem See etliche verschiedene Fische, die man von einer Unterwasserkuppel gut beobachten kann.
Leider haben sich die Hippos davon fern gehalten.
Uns begleitet ein Ranger namens Titus, der, wie sich später im Gespräch herausstellt, ein Marathonläufer aus Eldoret ist und dort im Leistungszentrum trainiert. Er ist auch schon mit Erfolg bei den Marathons in Hamburg, Hannover und Berlin gelaufen. Die Ausbeute an Vögeln ist nicht so groß. Lediglich ein Nachtreiher lässt sich sehen.
Und ein Baumhörnchen!
Am Parkplatz treiben sich Meerkatzen herum und eine davon hat es mit ihrem Jungen tatsächlich in unser Auto geschafft und hat meinen Rucksack inspiziert.
9.10 Uhr fahren wir wieder weiter und stoßen kurz darauf auf eine Gruppe von Tieren: 3 Giraffen, Büschelohrenoryx und Zebras mit Rotschnabelnadenhackern.
Die "Büschel" an den Ohren des Oryx sind gut zu sehen.
Aber selbstverständlich begegnen uns auch noch ein paar Vögel, die sich in Szene setzen, wie z.B. die Rotschwingenlerche.
oder Fischers Glanzstar
Dazu zeigt sich noch ein schöner männlicher Kleiner Kudu.
Es ist eine andere Art als in Namibia! 11.45 Uhr sind wir zufrieden wieder in der Lodge. 12.30 Uhr ist das Mittagessen wieder sehr gut und auch schön dekoriert. Vorspeise und Nachspeise
Danach drehen wir ein paar Runden in dem sehr sauberen Pool und schlafen hinterher schnell ein. Am Pool ist regelmäßig eine Witwenstelze und sucht am Rand abgesoffene Insekten zu erhaschen. 16.00 Uhr Nachmittagsgamedrive und gleich am Anfang wieder ein Highlight: Eine Löwin mit drei Jungen, die ausgelassen herumtoben und in den Büschen klettern und sich gegenseitig necken. Hier - Entschuldigung - verstoße ich mal gegen meine Regel, keine Fotostrecken von einem Tier zu zeigen. Die kleinen Löwen spielen Verstecken,
klettern auf Bäume,
oder ruhen sich auch mal kurz bei Mama aus
entdecken einen neuen Spielbaum
Mama ist müde, hat aber trotzdem ein waches Auge!
Da wo der eine ist, will auch der andere hin!
Aber es ist nicht fair, das Geschwisterchen beim Schwanz zu ziehen!
Also, geht doch, haben ja alle Platz!
Dann bläst Mama zum Aufbruch.
Aber jetzt sind die Kleinen müde!
Wir schauen ihnen zu, bis sie in den Büschen verschwinden und fahren dann um die Ecke, wo sie nochmals auftauchen und vor uns den Weg queren, um sich dann endgültig zu verabschieden. Über dem Kili steht die Sonne und zieht Wasser. Vom Berg sieht man kaum etwas.
Das war heute ein ganz toller Gamedrive-Tag! Wildhunde und Löwen! An der Bar begießen wir das mit einer Runde Drinks. Mango Mule für meine Frau und Mai Tai für mich.
Auch Elvira ist eingeladen. Das Abendessen um 19.30 Uhr ist vorzüglich, besonders der Nachtisch: Karamellisierte Ananas mit Vanilleeis! Da kann man doch voll zufrieden ins Bett gehen! Mit freudigen Grüßen: Burschi
Ach du liebes Glockenspiel! Da hattet ihr wirklich einen sehr tierreichen Tag im Tsavo West. Da gab es für uns keine Katzen und schon gar nicht Wildhunde. Wir mussten mit der tollen Landschaft und den Mzima Springs zufrieden sein, sowie allerlei Herbies. (Schau mal wie du die Springs genannt hast…) Gute Nacht von Florida!
BurschiThemenstarter4’143 Beiträge · seit 200906. Jan. 2023 ·
]5.30 Uhr stehe ich nach der Frühgymnastik, die ich hier immer gut machen kann, auf. Ich habe besser geschlafen, obwohl heute statt der Kiebitze die Frösche ein Konzert gaben.
Zum Frühstück um 6.30 Uhr sitzt heute ein Dreifarbenglanzstar mit am Tisch. 7.20 Uhr Abfahrt zum Gamedrive. Am Anfang stellen sich Klippschliefer und Klippspringer in gutem Fotolicht vor.
Um 8.00 Uhr sehen wir für eine Sekunde einen Leoparden, dann ist auch schon die Schwanzspitze weg. Wir versuchen noch viermal an diesem und nächsten Tag ihn zu finden, aber ver-gebens! /Wer ihn sehen will, muss in den Bericht von Casimodo wechseln. 😐 ) Wir halten dann zu einer kurzen Pause bei den Mzima Springs. Dort sehen wir ein Paar Van der Deekens Tokos.
Männchen
Weibchen Ansonsten laufen wir den gleichen Weg wie gestern und schauen uns dieses Mal mehr die Botanik an. Interessant sind die Gelbholzbäume, die sich gegen den Viehverbiss mit Ausscheidung eines klebrigen Saftes wehren. Dadurch bekommen sie um unteren Stammbereich ganz merkwürdige Stammmuster.
Rechts vom Baum seht ihr mal den Burschi 😄 9.00 Uhr rast Josef im Rallye-Tempo durch den Park, denn er möchte ein etwas weiter entferntes Gebiet erreichen. Uns begegnet eine große Büffelherde.
Die Landschaft hat sich gewandelt, alles ist saftig grün und es steht auch ausreichend Gras. Der rote Lateritboden gibt einen netten farblichen Kontrast zu dem frischen Grün. Wir begegnen einer Gruppe von Kongonis zusammen mit Giraffen und Zebras – eine Szene wie aus dem Paradies!
Und dann sehen wir die berühmten Roten Zebras! 😄 😄
Danach stehen zwei kleine Giraffen alleine im Busch. Elvira meint, dass Giraffen auch Kin-dergarten unterhalten.
Einfach süüüüß die Kleine! Vögel: Häherkuckuck und Starweber beim Nestbau
11.15 Uhr sind wir zurück im Camp. Ich schwimme allein im Pool, eine Witwenstelze schaut zu und sucht den Poolrand nach toten Insekten ab und einige Felsenschwalben trinken im Flug aus dem Pool. Beim Mittagessen erscheint auch ein Pavian, der aus der Vogeltränke trinkt.
Auch ein Pärchen Rottokos glaubt, dass was vom Essen abfällt. 😄
Am Nachmittag unternehmen wir einen erneuten Versuch, den Leoparden zu sehen - wieder nichts!, Darür noch ein paar Vögelchen:
Madagaskar Spint
Rosenwürger Und auch der Botanik gilt die Aufmerksamkeit:
eine Art Amaryllis
und eine Art Chlorophytum Bin leider in der Botanik nicht so bewandert!. Mein Schwerpunkt liegt eher auf ... 🤩 😄
BurschiThemenstarter4’143 Beiträge · seit 200907. Jan. 2023 ·
Bis 5.05 durchgeschlafen! 6.05 Uhr stehe ich auf. Heute sind es allein die Mahaliweber, die Spektakel machen. Zum Frühstück kommen eine Giraffe und zwei Schakale ans Wasserloch der Lodge. Es herrscht fast himmlische Ruhe beim Frühstück.
Der Gamedrive beginnt mit Stopp am Jaima Lavasrom, der eigentlich ein Aschefeld ist. Eine Besteigung des Hügels verkneifen wir uns. Wir fahren dann durch eine vollständig grüne Landschaft mit grünen Bäumen und Sträuchern und höherem Gras. Eine richtige Frühlingslandschaft, durchzogen von einigen Lavaströmen!
Auch Volkankegel prägen die Landschaft.
Als erstes begegnen uns Geierperlhühner. Mit denen hatte ich hier nicht gerechnet.
Heute ist Reptilientag! Hintereinander sichten wir eine Sumpfschildkröte und einen Weißkehlwaran.
Ein Schwarm Kastanienweber ist dabei, gemeinschaftlich auf einem Baum eine Nistkolonie anzulegen. Welch ein Spektakel!
Wir fahren durch ein Seitental, in dem ein kleiner Fluss fließt, der gelegentlich zu einem Tümpel aufgestaut ist. In einem befinden sich sogar Hippos.
Nilgänse und Hippos kommen gut miteinander aus. Der Königsglanzstar beobachtet die Szenerie.
Auf der Rückfahrt begegnen uns viele Huftiere, die sich vorher versteckt hielten, besonders Zebras, Giraffen, Kongonis, Gnus, Büffel, Grant Gazellen und auch einige Eland-Antilopen. Wir waren heute in den Ngoria Bergen und dem Rhino Valley.
Einfach schön, die Szene! Um 11.40 Uhr sind wir zurück im Camp und müssen Elvira eine Enttäuschung bereiten. Wir sind der Meinung, dass Josef mal einen freien Nachmittag verdient hat und wir im Camp bleiben. Elvira ist etwas geschockt ob unseres Streiks, muss sich aber fügen. 12.00 bis 13.00 Uhr Mittagessen, dann Ruhe in der Hütte. Um 14.15 Uhr suchen wir den Pool auf und danach gönne ich mir eine Massage von hübschen (aber rauen) schwarzen Händen. Danach „dufte“ ich wie ein …, was meine Frau sofort bemerkt. 🤩 😄 Anschließend begeben wir uns zum Kaffeetrinken und verbringen den Rest des Nachmittags auf unserer Hausterrasse. Einfach nur Entspannen und die Natur genießen! Ein halber Tag Urlaub! 🤩 😄 😄 Dem Zimmer-Männchen - hier macht das Zimmer ein älterer kleiner Mann - schenken wir Schlappen und T-Shirt, schließlich ist morgen ja 1. Advent! Beim Abendessen noch ein Abschiedsspektakel: Erst besucht eine große Herde Impalas das beleuchtete Wasserloch. Zwei Elefanten, die noch lange in der Nacht im Camp bleiben, gestalten die Anlage neu, kürzen einige Sträucher und legen einen Baum schief. Sie sind bis 30 Meter an unserer Hütte. Außerdem hat uns auf dem Rückweg vom Abendessen eine Hyäne angeknurrt. Aber wir hatten ja unseren Massai-Krieger dabei! 😉 Das war noch mal ein schönes Abschiedserlebnis hier. Ich wäre gerne noch geblieben.
Bushtruckers1’589 Beiträge · seit 201407. Jan. 2023 ·
Hallo Burschi
"Um 11.40 Uhr sind wir zurück im Camp und müssen Elvira eine Enttäuschung bereiten. Wir sind der Meinung, dass Josef mal einen freien Nachmittag verdient hat und wir im Camp bleiben. Elvira ist etwas geschockt ob unseres Streiks, muss sich aber fügen." Da braucht es mehr, um mich zu schocken! Mir ist ja auch nie langweilig in einem Camp - Du weisst ja, die Kamera ist immer nahe bei mir 😮 😉 😄
Liebe Gruesse Elvira
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