Mit den Adventurecars durch Boliviens Weiten 2019

Reisebericht 181 Antworten · 15,1k Aufrufe · gestartet 13. Apr. 2021 von Katma1722
1’394 Beiträge · seit 200916. Jan. 2022 ·
Liebe Kathrin,

oh, wie schön, dass es hier weiter geht.

Klasse, dass Ihr einen Königsgeier gesehen habt. Diese Tiere sind irgendwie gleichzeitig hässlich und schön, wie ich finde.

Pekari Roberto ist wirklich sehr niedlich. Normalerweise habe ich großen Respekt vor Pekaris und ich war schon heilfroh, dass wir auf Fußsafaris im Pantanal keiner Horde begegnet sind. Aber dieser Kleine hätte mir auch gefallen.

Dass es Bäume gibt, die sich quasi mit Ihren Wurzeln fortbewegen können, habe ich nicht gewusst. Von welcher Geschwindigkeit reden wir hier? Der Regenwald ist schon unglaublich faszinierend. Wie war es denn bei Euch mit Kreuchen und Fleuchen, speziell Schlangen und Spinnen? Hattet Ihr etwas davon in Euren Hütten?

Der Schmetterling ist ja auch wunderschön, dieses Royalblau ist herrlich!

Allerdings frage ich mich, welche Spezies das ist, die es sich in der Hängematte gemütlich gemacht hat 🤩

Danke noch einmal, dass Du hier weiter schreibst - Du siehst, ich bin nach wie vor dabei.

Liebe Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 16. Jan. 2022
Themenstarter560 Beiträge · seit 202116. Jan. 2022 ·
Liebe Sabine!
Wie schön, dass meine treueste Leserin noch mit im Boot sitzt! 😁
Sabine26 schrieb:
Klasse, dass Ihr einen Königsgeier gesehen habt. Diese Tiere sind irgendwie gleichzeitig hässlich und schön, wie ich finde.
Ich war auch total begeistert! Hatte noch nie zuvor von denen gehört! Du hast recht schön und hässlich gleichzeitig trifft es! Auf alle Fälle majestätisch! 🙂
Sabine26 schrieb:
Pekari Roberto ist wirklich sehr niedlich. Normalerweise habe ich großen Respekt vor Pekaris und ich war schon heilfroh, dass wir auf Fußsafaris im Pantanal keiner Horde begegnet sind. Aber dieser Kleine hätte mir auch gefallen.
Ohh Pekari Roberto war wie ein Schoßhund... Er war aber auch noch sehr jung und man konnte schon eine Ahnung kriegen, dass er vielleicht mal zu frech werden könnte... 😐 Ich fürcht inzwischen haben sie ihn aufgegessen! 🙄
Sabine26 schrieb:
Dass es Bäume gibt, die sich quasi mit Ihren Wurzeln fortbewegen können, habe ich nicht gewusst. Von welcher Geschwindigkeit reden wir hier?
Wenn ich Roberto richtig verstanden habe, wachsen die Stelzwurzeln dieser Arten einfach in die Richtung, in die der Baum strebt... und so bewegt er sich millimeterweise dorthin...!? 😐 Die "Walking trees" fand ich absolut faszinierend... Diese Art der Wurzeln ist wohl charakteristisch für bestimmte Palmenarten.
Sabine26 schrieb:
Der Regenwald ist schon unglaublich faszinierend. Wie war es denn bei Euch mit Kreuchen und Fleuchen, speziell Schlangen und Spinnen? Hattet Ihr etwas davon in Euren Hütten?
Absolut faszinierend... 🤩 Ich glaube aber es war vergleichsweise trocken als wir da waren. Der Fluss hatte nicht sehr viel Wasser. In unseren Hütten war tatsächlich gar nichts! Ich habe zumindest weder Spinnen noch sonst was gesehen... Vielleicht ganz gut, dass wir nachts nur die Taschenlampen hatten - wer weiß was für Kankras in den dunklen Ecken gelauert haben... 😗
Sabine26 schrieb:
Allerdings frage ich mich, welche Spezies das ist, die es sich in der Hängematte gemütlich gemacht hat 🤩
Das ist mein kleiner Reisefuchs!!! Der besetzt sofort immer den besten Platz! Zur Nachtwanderung wolle er aber nicht mit - das war ihm zu gruselig! 😉

Im Großen und Ganzen denke ich, ist der Madidi nicht mit dem Pantanal zu vergleichen - habe auch schon Bilder meiner Schwester aus dem peruanischen Urwald gesehen - der Tierreichtum ist nicht vergleichbar - aber da wir das erstemal im Urwald waren haben wir es in vollen Zügen genossen! Wobei nach deinem Bericht das Pantanal ganz oben auf der Wunschliste steht! 😎 😎
Liebe Grüße und schön, dass du noch dabei bist!
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202116. Jan. 2022 ·
Zu den Nisthöhlen der Rot-grünen Aras

Irgendwann in der Nacht lässt der Sturm nach. Als wir im Morgengrauen aufwachen zirpen unbekannte Insekten was das Zeug hält… Das Ganze gleicht einem Tinitus! 😗
Endlich geht es dem Magen besser und wir alle stürzen uns auf das leckere Frühstück, bestehend aus Pfannkuchen, Omelette und jeder Menge frischen Früchten. 😛

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Pekari Roberto ist noch nicht ganz ausgeschlafen... 😗

Morgens machen wir mit Roberto einen „Dschungelwalk“.
Der morgendliche Wald ist großartig!
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Wir freuen uns über Schmetterlinge,
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Blüten
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und seltsame Tierspuren.
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Der Obst- und Gemüse“garten“ der Lodge fügt sich unauffällig in den Urwald ein.
Ananas:
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Kakao:
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Roberto entdeckt für uns Kolibris, Brüllaffen und anderes Getier – leider sind wir mit dem Fotografieren echt überfordert… Gegen den Himmel in die Baumkronen oder ins dichte Blattwerk… komplett talentfrei! 😊
An einem Altarm des Rio Tuichi gibt es interessante Wasserpflanzen,
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eine Schildkröte, Jacanas und 2 prächtige Hoatzins! 🙂
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Erfüllt von den vielen Eindrücken machen wir dann eine lange Pause an der Lodge, mittags wird wieder aufgekocht, was das Zeug hält! 😛 Wir sind immer noch die einzigen Gäste… 🙁
Um halb 3 marschieren wir zum Boot. Ich bin total aufgeregt! Heute könnte ein Traum in Erfüllung gehen. 😘 Wir fahren zu den Nisthöhlen der Aras. Wie schön es wäre, die in freier Wildbahn sehen zu können! Zu Beginn sehen wir einige Brüllaffen (leider hinter viel zu vielen Blättern versteckt…), Geier, diverse Greifvögel und Reiher lassen sich sehen.
Reiher mit fetter Beute
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Schließlich landen wir an einer Sandbank und marschieren über das Geröll eines ehemaligen Flussbettes in Richtung Klippen und bis zum Waldrand. Roberto erzählt uns, dass der Fluss vor kurzem sein „Bett“ verändert hat. Nicht nur der Pfad zu den Aras beginnt irgendwo im Nirgendwo, die gesamte Tacuaral Lodge musste neu gebaut werden… 🙄
Am Waldrand plötzlich – wie aus dem Nichts – Infotafeln, eine Infohütte und ein Holzsteg samt Aussichtsturm! 😎
Unterwegs ein gut getarnter Frosch
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Und eine Eidechse
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Oben auf dem Turm angekommen bleibt uns erstmal der Mund offen stehen. An der ca. 200m entfernten Felswand wimmelt es nur so von Rot-grünen Aras! 🤩 🤩 Der Blick auf die Nisthöhlen ist einfach toll! Es herrscht ein ständiges Kommen und gehen. Ich weiß nicht, wie lange wir hier stehen und diesen wunderbaren Vögeln zusehen, auf alle Fälle ist es unglaublich schön und mit Worten nicht zu beschreiben.
Ein paar talentfreie Bilder um einen Eindruck zu bekommen:

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Irgendwann – die Sonne steht schon tief, machen wir uns auf den Rückweg. Keiner von uns redet viel, wir sind alle erfüllt von den Eindrücken.
Unser Boot erwartet uns:
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Am Fluss gibt es noch eine nette Überraschung für das Jungvolk. Roberto zieht ein paar aufgeblasene Gummireifen hervor – ahhh dafür sind die!!! 😗 - und die Jugend legt sich mit Badeklamotten in selbige und lässt sich in Sichtweite des Bootes flussabwärts treiben. 😎 Stefan, Gabi, M. und ich sind froh, dass wir „im“ Boot sitzen, von wo aus wir den wunderschönen Sonnenuntergang bewundern können!
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Nach einer erfrischenden Dusche und einem leckeren Abendessen machen Mario, Lena, M. und ich mit Roberto noch eine Nachtwanderung. Roberto ist total enthusiastisch, als wir eine rot-schwarze Ameise entdecken – er macht sofort ein Handyfoto um sie seinem Ameisen-begeisterten-Freund zu zeigen. Auch die anderen skurrilen Insekten sind spannend. Unsere heimliche Hoffnung, vielleicht einem Jaguar zu begegnen erfüllt sich fast… wir stolpern über einen ziemlich frischen Jaguarhaufen! 😗
Abends in der Hütte hören wir Vögel, Geraschel und natürlich das wilde Gezirpe der Insekten, wobei es deutlich leiser ist als am Morgen.

Fortsetzung folgt...
zuletzt bearbeitet 16. Jan. 2022
1’394 Beiträge · seit 200920. Jan. 2022 ·
Liebe Kathrin,

die Aras sind klasse! Das könnte mir auch so gefallen …

Interessant ist auch das Blatt mit den Löchern. Sind die durch Tiere entstanden oder wachsen die so?

Hatten die Boote eine Rückenlehne? Ich kann es nicht so genau auf Deinen Bildern erkennen. Die Frage klingt vielleicht doof für den einen oder anderen, aber das wäre für uns essentiell, sonst könnten wir diese Fahrt gar nicht machen.

Hast Du vielleicht auch noch Bilder von der Lodge?

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter560 Beiträge · seit 202120. Jan. 2022 ·
Hi Sabine!

Die Aras waren wirklich wunderschön! 😘
Die Sitze auf dem Boot haben eine Rückenlehne, man sitzt aber sehr tief. Wir fanden es O.K. Die Sitze sind so ähnlich wie niedrige Autositze, also auch gepolstert.
Der Reiz des Madidi macht für mich wirklich die Unerschlossenheit aus. Dementsprechend sind auch die Lodges - ich glaube es gibt zwei - sehr einfach gebaut. Leider habe ich da keine weiteren Bilder gemacht 🙁 Im Prinzip Hütten auf Stelzen um ein Haupthaus gruppiert, wo das Essen stattfindet. Die Hütten haben jeweils ein eigenes Bad mit Dusche und sowohl die - offenen Fenster als auch die Betten haben Moskitonetze. Nachts gibt es keinen Strom, weil alles per Solarstrom läuft. Lodge klingt auch sehr hochtrabend... unsere war sehr klein und wurde von einer einheimischen Familie betrieben. Alles ist also sehr familiär! Vorteil, es gibt kaum Touristen. Das Essen war absolut lecker, die Köchin ist extra mit angereist und hat alles in Buffetform frisch zubereitet. Besonders angenehm fand ich auch, dass es keinerlei Stechmücken gab - Roberto und Bala Tours haben uns auch versichert, dass es in dieser Region keine der gängigen Tropenkrankheiten wie Malaria o.ä. gibt. Fanden wir sehr beruhigend.
Der Weg zur Lodge vom Fluss aus ist einfach zu begehen. 440US$ für die 5 Tage alles inklusive finde ich wirklich spottbillig!
Auch die Tage in den Pampas waren sehr spannend - mehr dazu im nächsten Teil! 😎
Viele Grüße,
Kathrin
661 Beiträge · seit 201521. Jan. 2022 ·
Liebe Kathrin
Deinen Bericht verpasste ich, weil wir Ende Oktober Anfang November in Kenia auf Safari waren.....wunderschön!
Jetzt habe ich nachgelesen und freue mich sehr an deinen /euren Erlebnissen in La Paz.............die Lust in die Anden zu reisen ist wieder aufgeblüht
Einmal Regenwald nie mehr REGENwald es war nur Nass! Aber deine Bilder beweisen, dass es auch anders sein kann.
Ich freue mich auf die Fortsetzung
Liebs Grüessli
Judith

@Sabine
Offensichtlich hast du meine Empfehlung für Catamarca in Taten umgesetzt!
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2022
1’394 Beiträge · seit 200921. Jan. 2022 ·
Malbec schrieb:Liebe Kathrin
Deinen Bericht verpasste ich, weil wir Ende Oktober Anfang November in Kenia auf Safari waren.....wunderschön!
Jetzt habe ich nachgelesen und freue mich sehr an deinen /euren Erlebnissen in La Paz.............die Lust in die Anden zu reisen ist wieder aufgeblüht
Einmal Regenwald nie mehr REGENwald es war nur Nass! Aber deine Bilder beweisen, dass es auch anders sein kann.
Ich freue mich auf die Fortsetzung
Liebs Grüessli
Judith

@Sabine
Offensichtlich hast du meine Empfehlung für Catamarca in Taten umgesetzt!
Hallo Judith,

nein, nicht ganz, trotzdem vielen Dank! Uns verbindet halt die Begeisterung für diese Region.
Die Route/Planung für die Gegend hatte ich ja schon seit vielen Jahren im Kopf. Gebucht habe ich woanders, habe festgestellt, dass ich noch Kontakte vorliegen hatte von einer Reise von vor zehn Jahren … Ich hoffe nur sehr, dass C. mir nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter560 Beiträge · seit 202121. Jan. 2022 ·
Malbec schrieb:Liebe Kathrin
Deinen Bericht verpasste ich, weil wir Ende Oktober Anfang November in Kenia auf Safari waren.....wunderschön!
Jetzt habe ich nachgelesen und freue mich sehr an deinen /euren Erlebnissen in La Paz.............die Lust in die Anden zu reisen ist wieder aufgeblüht
Einmal Regenwald nie mehr REGENwald es war nur Nass! Aber deine Bilder beweisen, dass es auch anders sein kann.
Ich freue mich auf die Fortsetzung
Liebs Grüessli
Judith
Hi Judith!
Schön dass du wieder dabei bist! Kenia ist auch Top auf meiner Traumliste!!! Bin aber noch unentschlossen ob ich es dieses Jahr nicht zuerst mit Uganda versuche - obwohl meine Schwester von ihrer 3. Tour in die Masai Mara unglaublich schöne Bilder von jungen Servalen mitgebracht hat 😘 😘
Sie war dann noch auf einer unbekannten Insel nahe der Küste und auch diese Bilder haben mich begeistert! Mal sehen was Corona so erlaubt!

REGENwald war bei uns tatsächlich sehr trocken! Keine Ahnung. Kein Tropfen Regen und auch sonst...

Jetzt geht es noch in die Pampas - das war noch mal ein spannender Abschluss!
Viele Grüße aus Bayern,
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202121. Jan. 2022 ·
Auf in die Pampas

Hinter uns liegt ein Tag voller unglaublicher Erlebnisse. 🙂 Morgens mussten wir schon früh aufbrechen. Schon um 7 Uhr saßen wir im Boot und fuhren durch die noch nebelverhangene Flusslandschaft des Rio Tuichi zurück nach Rurrenabaque.

Morgendliche Nebelstimmung am Fluss
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Flussabwärts geht es deutlich schneller als flussaufwärts.
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Black Hawk
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Was Tiere angeht ist ansonsten nicht viel geboten und so sind wir schon um halb neun am Büro von Bala Tours, wo wir auf die „Taxis“ warten, die uns in die Pampas bringen sollen. Die Straße Nr. 8 in Richtung Santa Rosa und brasilianische Grenze ist eine einzige Baustelle. 😣 Desvio folgt auf Desvio und es staubt, dass es zum Grausen ist. 😣 😣 Wir werden ziemlich durchgerüttelt, trotzdem ist die Fahrt unglaublich spannend. 😎 Roberto sitzt bei M. und mir im ersten Auto und unsere Fahrer bremst immer wieder scharf, weil Roberto oder wir etwas entdecken. Obwohl wir durch komplett flaches Land fahren, links und rechts ist das Grasland voller blühender gelber und rosa Bäume, Kuherden und Gauchos, aber auch immer wieder Vögel, Vögel, Vögel… Wir entdecken zum ersten Mal Jabirus und Wehrvögel, dazu verschiedene Reiher und Greifvögel und vieles mehr…
Der Jabiru gehört bestimmt zu den "Ugly Five" Südamerikas! 😗
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Zweimal kommen wir an Tümpeln vorbei, die blau leuchten vor lauter Wasserhyazinthen!
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Eingangs"tor" zum Rio Yacuma Gebiet
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Auf den letzten Metern in Richtung Caracules Ecolodge entdecken wir die ersten Capibaras 🙂
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Quatis (Südamerikanische Nasenbären) 😘
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und einen großen Waran:
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Gut durchgeschüttelt erreichen wir die Lodge, wo wir sogleich mit einem eisgekühlten Saft empfangen werden. 😛 Es ist ziemlich heiß und bis zum Mittagessen entspannen wir in der Hängematte. 😎
Die Zimmer sind sehr nett - nur der "Bestplatz-Besetzer" ist auch schon wieder da! 😗
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Das Essen in Buffetform ist super lecker und frisch zubereitet, 😛 😛 danach gibt es gleich nochmals eine Siesta, um der ärgsten Hitze zu entgehen.
Um 15 Uhr treffen wir uns mit Roberto am Haupthaus. Er drückt uns große Strohhüte zum Schutz gegen die Sonne in die Hand – very chic!!! - 😎 dann geht es hinunter zum Bootsanleger. Der Rio Yacuma ist gesäumt von einem breiten Streifen Wald und Gebüsch und schlängelt sich als braune Brühe – der Wasserstand ist unglaublich niedrig – dahin.
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Völlig unerwartet folgt einer der schönsten Nachmittage der Reise 😘 😘 : Roberto fährt mit uns flussaufwärts, vorbei an hunderten Vögeln - hier eine kleine Auswahl einigermaßen brauchbarer Fotos:
Tigerreiher
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Schwefeltyrann
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Schwarzbussard
Schwarzbussard1.jpg


Schlangenhalsvögel
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Ringed Kingfisher
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Reiher
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Nachtreiher
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Hoatzins
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Dazu Kaimane in großen Mengen:
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Capibarafamilien 🙂
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Capibara1.JPG


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und Schildkröten.
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Wir sind total überwältigt. 🤩 Fast fühle ich mich wie im Zoo! Die Tiere sind nur wenig scheu – Roberto lässt das Boot immer wieder ohne Motor dahingleiten.
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Dann wurde es noch richtig spannend. 🤩 An einer breiten Biegung lässt Roberto das Boot treiben und plötzlich sind sie da. Eine Gruppe Amazonas-Flussdelfine schwimmt um uns herum. Immer wieder blitzen Rückenflossen oder schiebt sich eine rosa Schnauze aus dem Wasser. Das beste Foto ist leider trotzdem schlecht 😐
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Die Stimmung ist total berührend! Roberto erklärt, dass die Delfine hier Jagd auf Piranhas machen. Wir bleiben, bis die Gruppe weiterzieht, dann geht es zurück in Richtung Lodge. Roberto ist wirklich ein toller Guide mit viel Liebe zur Natur, dabei unaufdringlich aber mit enorm viel Wissen. Als wir zurückfahren färbt sich der Himmel langsam rosa.
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Reiher und andere Vögel ziehen nur noch schemenhaft an uns vorbei und schließlich umkreisen Nachtschwalben und das Boot. Es ist bezaubernd. Wir erreichen die Lodge bei fast völliger Dunkelheit.
Nach einer kühlen Dusche treffen wir uns beim wiederum sehr leckeren Abendessen zu Gesprächen, Vogelbestimmung – no, no, this is different!!! und Schafkopfen. Als wir uns gerade in die Hütten zurückgezogen haben, klopft es nochmals leise an der Tür. Einer der Mitarbeiter hat einen Baumstachler in einer hohen Palme und ein Schleiereulenpärchen beim Liebesspiel entdeckt. Das will Roberto uns natürlich nicht vorenthalten. Staunend stehen wir in der warmen Nacht.

Fortsetzung folgt...
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2022
105 Beiträge · seit 201822. Jan. 2022 ·
Kathrin, du wirst uns doch die "menschenlnden" Vögel nicht vorenthalten. 😉

Schöne Bilder.

Eure letzte Unterkunft wird von Google nicht angezeigt. Ich vermute sie liegt in der Nähe der Las Tortugas Eco Lodge, oder?

VG
Schoggi
1’394 Beiträge · seit 200922. Jan. 2022 ·
Liebe Kathrin,

klasse, was hattet Ihr für tolle Tiersichtungen! Nachdem, was Du vorher geschrieben hattest, hätte ich mir das so nicht vorgestellt. Da hast Du schon so ein klitzekleines bisschen untertrieben 😗 , gell?

Die Tierwelt ist hier ja sehr ähnlich wie im Pantanal. Nur, dass Ihr Flussdelfine (super!) gesehen habt, die gibt es nicht im Pantanal. Außerdem ist es hier auch noch einsam, das Pantanal - noch bis vor wenigen Jahren vielfach unbekannt - ist ja auch immer mehr im Kommen. Hoffen wir mal, dass es keinen Overtourism gibt und möglicherweise auch nicht noch die Influencer das für sich entdecken 😠

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter560 Beiträge · seit 202122. Jan. 2022 ·
Schoggi schrieb: Kathrin, du wirst uns doch die "menschenlnden" Vögel nicht vorenthalten. 😉

Schöne Bilder.

Eure letzte Unterkunft wird von Google nicht angezeigt. Ich vermute sie liegt in der Nähe der Las Tortugas Eco Lodge, oder?

VG
Schoggi
Ein bisschen Privatsfähre muss schon sein!! 😗

Wenn ich mir die Fotos der Tortugas Ecolodge so ansehe, sieht der Bootsanleger so aus wie bei unserer Lodge am Rio Yacuma - die war aber denke ich etwas einfacher - kein so schickes "Deck" zum sitzen! Habe ein "Mashaquipe"-Boot auf einem der Fotos gesehen. Mashaquipe bietet auch Kombitouren von Rurrenabaque aus an. Die Unterkünfte sehen vielleicht einen Tick "nobler" aus als unsere. Wir waren mit Bala-Tours super zufrieden - die wollten nicht mal eine Anzahlung! Haben erst gezahlt, als wir angekommen waren und sie uns vom Flughafen abgeholt hatten!
Viele Grüße aus dem verschneiten Bayern!
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202122. Jan. 2022 ·
Sabine26 schrieb:Liebe Kathrin,

klasse, was hattet Ihr für tolle Tiersichtungen! Nachdem, was Du vorher geschrieben hattest, hätte ich mir das so nicht vorgestellt. Da hast Du schon so ein klitzekleines bisschen untertrieben 😗 , gell?

Die Tierwelt ist hier ja sehr ähnlich wie im Pantanal. Nur, dass Ihr Flussdelfine (super!) gesehen habt, die gibt es nicht im Pantanal. Außerdem ist es hier auch noch einsam, das Pantanal - noch bis vor wenigen Jahren vielfach unbekannt - ist ja auch immer mehr im Kommen. Hoffen wir mal, dass es keinen Overtourism gibt und möglicherweise auch nicht noch die Influencer das für sich entdecken 😠

Viele Grüße
Sabine
Also die Tiersichtungen am Rio Yacuma waren wirklich fantastisch! Das hatten wir so gar nicht erwartet!!! Total zu empfehlen und - außer uns kaum ein anderer Tourist. An einem Tag war eine andere Familie mit einem Boot unterwegs und an unserem ersten Tag war eine weitere Gruppe in der Lodge - alles sehr angenehm und ruhig! Wie ganz Bolivien - abgesehen vom Salar de Uyuni - ein Terra Incognita was Influencer und andere unangenehme Zeitgenossen betrifft!
Eigentlich ein Grund, bald wieder hinzufahren!

Liebe Grüße,
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202123. Jan. 2022 ·
Was tun mit lästigen Touris??? Mit Piranhas und Kaimanen zum schwimmen schicken!!!

Heiß, heißer, Pampas! 😮 Im Nachhinein glaube ich, wir waren alle von der Hitze benebelt 😗 – nur so kann ich mir erklären, dass wir tatsächlich alle (nur M. war mit einem leichten Sonnenstich in der Lodge geblieben) im Rio Yacuma schwimmen waren!!! 😗 Aber wie ihr seht hat Roberto es nicht geschafft uns auf diese Weise loszuwerden! 😎 Aber dazu später mehr…

Noch angenehm frisch bei Sonnenaufgang
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Morgens haben wir Lenas 18. Geburtstag gefeiert und nach einem leckeren Frühstück ging es am schon etwas späteren Vormittag wieder auf den Fluss, diesmal in die andere Richtung.
Wir kamen zunächst an einem Fähranleger vorbei:
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Dann wieder das gewohnte Bild:
Kaimane
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Schildkröten (auch bei der Eiablage)
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belauert von den Caracaras, denen die Schildkröteneier besonders schmecken 😵
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Araraunas (Ara ararauna)
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und vielen anderen Vögeln von denen leider keine annehmbaren Bilder geglückt sind: Thornbirds, Rosa Löffler, Kardinäle, und und und … Die Artenvielfalt ist wirklich beeindruckend. 🤩
Auf einem großen Baum entdeckte Roberto dann Totenkopfäffchen und das Touriprogramm konnte starten: 😎
1. Ganz nahe hinfahren …. die Affen kommen, bleiben aber in sicherem Abstand 🤪
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2. Ungeschälte Bananen unauffällig auf dem leeren Sitz drapieren …. die Affen schauen zwar interessiert, bleiben aber auf Abstand 😄
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3. Ich nehme eine Banane und beginne sie zu schälen – schlechte Idee 🙄 – mehrere Affen erfassen sofort die veränderte Lage und gehen zum „Angriff“ über! 🙄 🙄
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Blitzschnell sind sie bei mir und reißen mir die Banane fast aus der Hand 😄 – oh jee… als wir gemeinsam in Botswana und Namibia waren habe ich den anderen immer gepredigt, dass man ja keine Wildtiere füttern darf...das muss ich mir bis ans Ende aller Tage anhören!! 😣 😣
Roberto amüsiert sich königlich und ich muss zugeben, die Totenkopfäffchen sind einfach zu niedlich!!! Sie haben ganz weiche Pfoten und sind auch nicht (noch nicht… 😐 ) aggressiv sondern wollen nur die Banane…
😛
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Eigentlich mögen wir sowas ja gar nicht. Die deutsche Familie von gestern ist auch dazugekommen und die Jungs sind natürlich begeistert…

Gegen Mittag sind wir zurück in der Lodge, werden wie immer mit einem kühlen Drink empfangen 😎 und stärken uns dann mit dem wiederum leckeren Mittagessen. 😛 Nach einer langen Mittagspause brechen wir gegen 15 Uhr erneut auf – nur M. bleibt in der Lodge und im Schatten – tja, wenn man zu eitel für den schicken Strohhut ist… 😗
Diesmal fahren wir wieder in Richtung Flussdelfine. Roberto hat einen Eimer mit Fleisch dabei…
Wieder sehen wir unglaublich viele Capibaras
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Kaimane und diverse Vögel:
Amazonas Kingfisher
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Wattled Jacana
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Tigerreiher
Tigerreiher.JPG


Schlangenhalsvogel
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Reiher
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Orinoco Gänse
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Neotropic Cormorant
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Jacamar
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Jabirus
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Hoatzin
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Und auch mal ne Landschaft 😗
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Die Delfine sind wieder an der selben Flussbiegung wie gestern. Roberto macht das Boot an einem dickeren Ast fest und fragt, ob wir nicht mit den Delfinen schwimmen wollen…. Schwimmen??? 🙄 Und die Kaimane??? 🙄 🙄
Die Geier warten schon... 😗
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Roberto blickt uns milde lächelnd an und erklärt uns, wo es Delfine gibt sind keine Kaimane. 😉 Die können die Delfine nämlich nicht leiden und vertreiben sie. Und schon entledigt er sich seines Hemdes und seines Hutes und lässt sich über den Bootsrand ins trübe Wasser gleiten! 😎 Da können wir natürlich nicht zurückstecken und trauen uns alle rein – iiiiiiihhhhhh mich hat etwas berührt!!! 🙄 Mario prustet und strampelt aber was schlimmes war es wohl nicht! Das Wasser ist total erfrischend, lange bleibe ich aber nicht drin. Die Delfine kann ich besser vom Boot aus beobachten und so ganz wohl ist mir beim Gedanken an die anderen Tiere im Fluss auch nicht. 😗
Als wir alle heil und unversehrt wieder im Boot sitzen zündet Roberto den nächsten Teil des Touri-Programms: 😎
Er fängt an das Fleisch zu zerschneiden und will, dass wir Piranhas angeln….
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Er lässt sich durch nichts von seiner Idee abbringen … 😐
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O.K. Da ich zappelnde und tote Fische nicht ausstehen kann 😣 😣 beschränke ich mich aufs Zusehen. Jonas, Mario und Stefan haben auch schon früher gerne geangelt und machen mit. Allerdings sind ihre Bemühungen – zum Glück für die Fische 😎 – nicht von großem Erfolg gekrönt. Ein ziemlich kleiner Piranha und ein genauso kleiner Catfish sind alles, was wir erbeuten…. Die anderen Fische sind schlauer 😄 – das Fleisch ist immer schön vom Haken gefressen, selbiger bleibt aber leer. 😗
Die erbeuteten Fische bekommen wir abends gebraten – für jeden eine Mini Gabel voll. Gut, dass die Köchin sich nicht auf unsere Angelkünste verlassen hat, sonst wären wir wohl hungrig geblieben. 😄
Kurz vor der Dämmerung sind wir zurück und bekommen ein schönes kühles Bier zum Sundowner. 😛 Die Familie der die Lodge gehört hat noch eine Überraschung – sie haben uns morgens „Happy birthday“ singen hören und haben für Lena eine Torte gezaubert. 😘 😘 Dass darauf eine 15 statt einer 18 ist, macht nichts, die Torte schmeckt sehr lecker! 😛 Da die deutsche Familie nach dem morgendlichen Bootsausflug abgereist ist, sind wir heute wieder die einzigen Gäste. 🙁 Sehr schade – alle geben sich so viel Mühe und sind unglaublich freundlich.
Nach so viel Touri-Programm sind wir heute total geschafft und verziehen uns bald in unsere Betten... 🙂

Fortsetzung folgt...
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2022
46 Beiträge · seit 202213. Feb. 2022 ·
Liebe Kathrin,

auch wir gehören zur Fraktion der Hochanden-Fans. Bisher waren wir allerdings nur in den chilenischen und argentinischen Anden unterwegs, nach Bolivien haben wir uns (noch) nicht getraut. Mit umso größerem Interesse habe ich deinen Bericht gelesen, ja geradezu verschlungen.

Er war ein echtes Lesevergnügen, und als i-Tüpfelchen kam deine amüsante und oftmals witzige Schilderung eurer Abenteuer hinzu. Und natürlich die tollen Fotos!

Die Uyuni ist mein ganz großer Sehnsuchtsort, den wir bisher nur ein einziges Mal, in einem langen Tagesausflug von San Pedro de Atacama aus, besucht haben. Da konnten wir natürlich nur ein kleines, wenn auch besonders spektakuläres Zipfelchen erleben, und so war es für mich von größter Faszination, euch auf eurer mehrtägigen Reise durch die Uyuni begleiten zu dürfen.
Vielen Dank dafür!

Herzliche Grüße
Mimo
Themenstarter560 Beiträge · seit 202113. Feb. 2022 ·
Mimo schrieb:Liebe Kathrin,

auch wir gehören zur Fraktion der Hochanden-Fans. Bisher waren wir allerdings nur in den chilenischen und argentinischen Anden unterwegs, nach Bolivien haben wir uns (noch) nicht getraut. Mit umso größerem Interesse habe ich deinen Bericht gelesen, ja geradezu verschlungen.

Er war ein echtes Lesevergnügen, und als i-Tüpfelchen kam deine amüsante und oftmals witzige Schilderung eurer Abenteuer hinzu. Und natürlich die tollen Fotos!

Die Uyuni ist mein ganz großer Sehnsuchtsort, den wir bisher nur ein einziges Mal, in einem langen Tagesausflug von San Pedro de Atacama aus, besucht haben. Da konnten wir natürlich nur ein kleines, wenn auch besonders spektakuläres Zipfelchen erleben, und so war es für mich von größter Faszination, euch auf eurer mehrtägigen Reise durch die Uyuni begleiten zu dürfen.
Vielen Dank dafür!

Herzliche Grüße
Mimo
Hi Mimo!
😊 Wow! Vielen Dank für diese nette Rückmeldung! Schön, dass dir der Bericht gefallen hat! 🙂
Träume auch nach mehr als 2 Jahren noch von Südamerika! Will unbedingt wieder hin! Chile, Argentinien, Bolivien... egal wo. 😎 Bolivien ist wirklich einmalig und eigentlich easy zu bereisen ... die Leute sind unglaublich hilfsbereit!!!
Viele Grüße,
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202121. Feb. 2022 ·
Stochern im Schlamm

So langsam wird uns allen ein bisschen wehmütig 🙁 … Morgens nach einem wiederum reichhaltigen Frühstück geht es zu einem letzten „Pirschausflug“ mit Roberto hinunter zum Bootsanleger. Das Motto des Tages: Stochern im Schlamm… 😗
Nach einer kurzen Bootsfahrt landen wir am Anleger einer verlassenen Lodge – gruselig… sieht aus als hätten die Eigentümer alles fluchtartig verlassen. 😕 Roberto kann uns auch nichts dazu sagen. Rund um die Geisterlodge hausen halbwilde Schweine. Es ist schon jetzt so früh am Morgen schwülheiß. Im Gänsemarsch stapfen wir hinter Roberto her, bis wir aus dem Wald heraustreten. Vor uns nichts als Pampa…. Also Schilf, Schlamm und Gräben. Roberto steigt todesmutig in einen der Gräben und stochert gefühlt stundenlang im Schlamm herum. 😗
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Was er sucht??? Eine Anaconda… die Suche wird erfolglos bleiben. 😐 Die Anaconda ist heute nicht für Touristen zu sprechen! 😗

Wir stapfen am Rand entlang – leider, leider haben wir keine Gummistiefel, so dass wir Roberto nur aus sicherer Entfernung helfen können… 😗

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Plötzlich stößt Mario einen Schrei aus. Er meint ihn hat irgendwas an der Hand gestochen und tatsächlich schwillt diese gleich an. Zum Glück haben wir unseren Medizinmann Roberto dabei. Er eilt zu Hilfe, sucht irgendein Kraut das er Mario gibt mit der Anweisung: zerkauen und auf den Stich! Der tut brav wie ihm geheißen und das Zeug färbt seine Zunge und seine Hand tintenblau! Aber – es hilft! 😛
Wir geben die Suche schließlich auf und fotografieren statt einer Anaconda noch ein paar Rindviecher und Rosa Löffler.
Besonders schön sind die riesigen „Victoria Seerosen“, die ich nur aus dem botanischen Garten in München kenne. Traumhaft!
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Im Wald entdeckt Roberto noch eine „Spectacled Owl“ - absolut Klasse!!!
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Auch ein winziges Kolibrinest zeigt er uns noch, dann wird es Zeit zur Lodge zurückzukehren.
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Am Anleger entdecken wir noch eine wilde Amaryllis
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... und ein paar Vögel!
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Nach einer kurzen Rast und einem letzten leckeren Mittagessen geht es schließlich zurück nach Rurrenabaque. Der zweistündige Höllenritt wird gekrönt von der Sichtung eines Großen Ameisenbären und eines Gürteltiers – bis ich die Kamera herausgefummelt habe sind beide leider im Gebüsch verschwunden. Egal – wir freuen uns trotzdem! 😎

In Rurrenabaque müssen wir uns von Roberto verabschieden, der ein großartiger Guide mit viel Liebe zur Natur und extrem viel Wissen war. Ein echter Glücksgriff!!! Auch die Organisation durch Bala-Tours hat wie am Schnürchen geklappt. Ein klares Daumen hoch für diese Tour! 😎 😎
Wir checken wieder im Maya de la Amazonia ein und verbringen den restlichen Nachmittag mit Kaffee trinken, baden und lesen am Pool. Den Sundowner genießen wir am Flußufer mit einem kühlen Huari. 😛
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Später schlendern wir durch den Ort, kommen mit einem deutsch sprechenden Bolivianer in einem Souvenirladen mit Holzobjekten ins Gespräch und lassen uns bei „Julianos“ noch frischen Fisch schmecken. 🙂

Fortsetzung folgt...
zuletzt bearbeitet 21. Feb. 2022
Themenstarter560 Beiträge · seit 202121. Feb. 2022 ·
Heimreise in zwei Etappen

Heute Morgen ist uns allen klar – der Urlaub geht unwiederbringlich zu Ende. Es ist wieder tropisch schwül und bis unser „Taxi“ - organisiert von Bala Tours und gratis!!! kommt, beobachten wir im Garten noch die zahmen Papageien und ein paar Kolibris die sich an den Hibiskusblüten laben.
Unser Zimmer von Außen!
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Wir fotografieren noch ein paar Blumen zum Abschied!
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Um halb zehn geht es zum „Buschflughafen“ und wir heben pünktlich nach La Paz ab, wo wir bei frischen 13 Grad landen. Wir nehmen einen Imbiss am Flughafen bevor wir nach Santa Cruz einchecken. Leider gehen alle Flüge mit Air Europa via Santa Cruz, so dass wir uns entschlossen haben die Heimreise etwas zu entzerren und eine weitere Nacht in Santa Cruz zu verbringen.
Nach der Landung stellen wir fest, dass der versprochene Shuttle Service des „Sun Hotels“ nicht aufgetaucht ist – da das Hotel aber nur ca. 5km entfernt ist, entschließen wir uns ein Taxi zu nehmen. Nach ein paar Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Preises werden wir uns einig und sind in 5 Minuten da. Das Hotel ist ziemlich groß und unpersönlich, die Zimmer sind aber sauber und geräumig. Auch in Santa Cruz ist es eher frisch und bewölkt, trotzdem lassen es sich Lena und Jonas nicht nehmen, den Pool zu testen.
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Wir spazieren im Garten herum, sitzen auf der Terrasse und lassen den Urlaub ausklingen. Das Abendessen ist reichhaltig und lecker, obwohl es ewig dauert bis wir etwas bekommen. Gut dass wir die Schafkopfkarten dabei haben… 😗
Am nächsten Morgen startet der Shuttle zum Flughafen erst um 9.30 Uhr. Wir stehen Ewigkeiten am Check in, um 11.45 Uhr heben wir ab in Richtung Madrid. Nach einem grauenhaften Flug mit unfreundlichem Personal und schrecklichem Fraß – Air Europa können wir nicht wirklich empfehlen – landen wir morgens um 5 Uhr in Madrid. Alle sind wie gerädert. Wir fliegen pünktlich um 7.10 Uhr weiter nach München, wo wir Glück haben und schon um 10. 38 Uhr den Zug in Richtung Heimat erwischen.

Fazit Bolivien von meinen Mitreisenden:

Beeindruckend, abwechslungsreich und überraschend. Kalt, heiß, charmant und staubig!

Eine Reise durch alle Klimazonen!

Eine sehr vielfältige Reise mit sehr unterschiedlichen Landschaften.

Bolivien ist BUNT!!!

Sooo viele Erlebnisse und Abenteuer, sooo viel Abstand vom Alltag!

Ein unglaublich faszinierendes Land mit freundlichen, hilfsbereiten Menschen!

Das wars! Vielen Dank an alle die mitgefahren sind, an die Kommentar-Schreiber und Danke-Button-Drücker!!! 🙂 🙂
Schön, dass ihr dabei wart!
zuletzt bearbeitet 21. Feb. 2022
1’394 Beiträge · seit 200921. Feb. 2022 ·
Liebe Kathrin,

vielen lieben Dank für diesen wunderbaren Bericht aus diesem so unglaublich schönen Land! Ich weiß, ich wiederhole mich, Ihr hattet eine traumhafte Reise. Nur gebadet hätte ich in dem Fluß nicht, so mutig wäre ich nicht gewesen.

Ich kann mir gut vorstellen, noch einmal nach Bolivien zu reisen - unsere Reise war manchmal ähnlich, oft aber doch gänzlich anders als Eure. Ob es zu einer Wiederholung kommt, wir werden sehen.

Eure Tiersichtungen am Ende waren doch sagenhaft! Die Parallelen zum Pantanal sind wirklich gegeben. Leider haben wir auch keine Anakonda gesehen - das wäre noch das i-Tüpfelchen gewesen.
Der Reisebericht dazu inkl. Nord-Chile ist übrigens auf meiner Website fertig, mit ganz vielen zusätzlichen Bildern, falls Du Interesse hast.

Noch einmal vielen Dank, dass ich mitreisen durfte. Es war sooo schön!

Muchos Saludos,
Sabine
Themenstarter560 Beiträge · seit 202121. Feb. 2022 ·
Liebe Sabine!
Vielen lieben Dank dass du so treu Kommentare gepostet hast! Das motiviert immer zum Weiterschreiben! 🙂
Hoffe auch, bald wieder mal nach Südamerika zu kommen! Da gibt es so unglaublich viel zu sehen!!!
Dieses Jahr wird es aber wohl erstmal Uganda werden... So Corona es zulässt!

Auf deiner Webseite habe ich schon mal geschnuppert! Super professionell!
Einstweilen ganz liebe Grüße,
Kathrin