Unterstützung für die Planung Moremi/Chobe 2022

15 Antworten · 3’158 Aufrufe · gestartet 31. Okt. 2020 von DankeJack
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Themenstarter68 Beiträge · seit 202031. Okt. 2020 ·
Liebe Forummitglieder,

ich würde mich über eure Tipps und Unterstützung für unsere geplante Reise sehr freuen!
Ich bin mir sicher, es gibt bereits einen Thread mit nahezu exakt den gleichen Fragen. Ich bin neu im Forum und komme noch nicht ganz mit der Suche zurecht. Trotzdem wäre ich euch sehr über eure Erfahrung dankbar!
Wir planen seit einiger Zeit einen größeren Namibia & Botswana Urlaub ab Mitte September 2022. In der Hoffnung, dass dann Reisen wieder relativ problemlos geht 🙂

Nachdem wir einmal in Südafrika waren – was wir als super Einsteigerland wahrgenommen haben –und dort nächstes Jahr erneut hinwollen, planen wir 2022 dann das erste Mal richtig Safari mit Dachzelt, bzw. Bushcamper durch Namibia und Botswana.

Den Namibiateil konnten wir mit den Beiträgen hier im Forum und T4A sehr gut planen. Vor Moremi und Chobe habe ich aber durchaus Respekt.

Was denkt ihr zu der bisher geplanten Route? Schaffen wir das gut in der Zeit oder habe ich etwas Essentielles vergessen?
1 ÜN in Maun (das B&B Discovery wurde im Forum sehr angepriesen 🙂 )
2 ÜN in Xakanaxa Campsite
2 ÜN in Khwai
2 ÜN in Savuti
2 ÜN im Senyati Safari Camp (davon einen Tag Victoria Fälle)

Das Reservieren der Campsites im Moremi ist ja nicht ganz einfach. Ich habe von einigen im Forum gelesen, dass sie dafür Agengys genutzt haben, wie z.B. NDM. Habt ihr damit vielleicht Erfahrung? Prinzipiell bin ich dankbar, wenn ich mich nicht wochenlang mit der Buchung der Campsites beschäftigen muss 😗

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!
Viele Grüße
4’984 Beiträge · seit 201631. Okt. 2020 ·
Hi Dankejack,

deine Übernachtungsplanung ist so durchaus machbar.
Wir buchen immer über NDM und haben nur positive Erfahrungen gemacht. 🙂
Gruß Gina
158 Beiträge · seit 200731. Okt. 2020 ·
Moin Jack,
2022 ist aber noch lange hin. Buchen in Botswana ist immer etwas tricky. Sehr oft habe ich die Schwierigkeit gehabt, dass alles ausgebucht war und spontan einige Tage vorher dann doch noch viel frei war, weil die Leute wieder storniert haben und der Park dann regelrecht leer war.

Teilweise werden die Buchungen über die staatliche Einrichtung BNWP abgewickelt, dann wieder von privaten Unternehmen (SKL-Group, Xomae-Group, Bigfoot). Senyati habe ich immer direkt angeschrieben.
Man sollte sich nicht einschüchtern lassen. Nach meiner Erfahrung hat der Staat an allen Orten immer noch einige Plätze für sich behalten. Daher lohnt sich eine Anfrage und ggf. Buchung per Email an das BNWP in Maun in jedem Fall. Alternativ kann man auch erst nach Maun fahren und direkt dort ins Office gehen, buchen und zahlen. Kann auch ins Auge gehen, wenn dann doch nichts frei sein sollte. Auch bei den privaten Unternehmen kann in Maun vor Ort gebucht werden.

Ich habe in den letzten Jahren mehrfach bei den Privaten und bei BNWP direkt gebucht. Meist kam eine Antwort auf meine Mails recht zügig, nur BNWP musste manchmal mehrfach angeschrieben werden. Bezahlt werden muss sofort. Ich habe das immer per Kreditkarte gemacht. Die Preise bei den Privatunternehmen sind mehr als happig und Achtung, bei Stornierungen werden Anzahlungen nicht erstattet, sondern verfallen oftmals.

Die Route ist machbar, ich persönlich würde aber zwischen Savuti und Senyati noch eine Station direkt im Chobe NP dazwischenpacken. Fahrtechnisch muss man mit Tiefsand rechnen, z.B. Mababe Depression, Savuti und nördlicher. Es gibt auch einen Weg abseits der Hauptstrasse durch die Savuti Marsh. Die Route war bei meiner letzten Fahrt sehr fest, aber mit hohem Gras links und rechts. Trotzdem haben wir viel Wild gesehen und sind bis auf 10m an ein Löwenrudel herangekommen. Wie sich ein Bush-Camper fährt weiß ich nicht, mein Landcruiser hat alles mit niedrigem Reifendruck stets überrollt. Man sollte sich aber stets bewußt sein, dass man abseits der üblichen Routen im Falle einer Panne ganz auf sich allein gestellt ist.

Was mir an der Planung nicht gefällt, ist die Übernachtung in Maun. Das würde ich persönlich heute nicht mehr machen. Maun ist inzwischen eine quirlige, unübersichtliche und in meinen Augen unsichere Stadt. Ich würde hier mein Hab und Gut nicht aus den Augen lassen, d.h. einer bleibt immer im Auto, während der Andere Einkaufen geht. Ich wurde in den vergangenen 25 Jahren mehrfach Zeuge von Diebstählen und Überfällen bei Tag und Nacht. Eine Übernachtung in einem B&B käme für mich nie in Frage. Daher übernachten wir immer weiter ausserhalb, z.B. Sitatuga Camp, welches aber nicht gerade schön und durch die Bar auch manchmal sehr laut ist. Sehr schön ist dagegen das Mankwe Camp in Richtung Savuti, aber eben von Maun deutlich abseits. Von dort kann man dann auf der Cutline zum North-Gate fahren, muss dazu aber den Khwai Fluss durchqueren, dessen Furt auch schon mal 1 Meter Wassertiefe haben kann. In den letzten Jahren gehen wir daher immer zu Drifters, 50km auf Teerstraße in Richtung Nata. Schönes und ruhiges Camp direkt am Boteti Fluss. Man kann dort schnell hin- und herjetten, ca. 1 Stunde Fahrzeit.

Konkret also, nach Maun fahren, einkaufen, tanken und schnell wieder weg. Ist aber sicher Geschmackssache und abhängig von der persönlichen Einstellung.

Liebe Grüße
Peter
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
zuletzt bearbeitet 31. Okt. 2020
Themenstarter68 Beiträge · seit 202031. Okt. 2020 ·
Hallo Gina, hallo Peter,

vielen Dank für eure Antworten!
Das ihr die Planung der Übernachtungen im Camp soweit in Ordnung findet, gibt uns schon mal das Gefühl, dass wir uns nicht super dämlich beim planen angestellt haben 🙂

Senyati würden wir dann alleine "probieren" zu reservieren und für die anderen Sites NDM nutzen. Beim ersten Mal Botswana bin ich da sehr dankbar für eine Unterstützung. Wenn wir eine ähnliche Tour erneut machen, trauen wir uns dann vielleicht auch mehr alleine mit den Anbietern vorort zu schreiben oder auch kurzfristiger zu spekulieren. Guter Tpp mit den Stornierungsregeln, da wir uns aber bereits unglaublich auf diesen Urlaub freuen, kann uns nichts von dem Urlaub abhalten... außer eine globale Pandemie vielleicht 😕

Dadurch dass sich unsere Offroad-Erfahrung in Grenzen hält, würde ich deine Idee mit einer Nacht im Chobe gerne mit einbauen. Hast du eine Campsite, die du empfehlen kannst? Würdest du die Nacht zusätzlich anbauen oder an einem der vorherigen Camps eine streichen?
Wie läuft das dann eigentlich genau ab mit der Eintrittsgenehmigung in den Park? Die ist ja an den Campingplatz gebunden, wenn ich das korrekt verstanden habe? Bekomme ich mit der Bestätigung von NDM dann die Möglichkeit mich aus Deutschland dort zu melden? 🙂

Flussdurchfahrten stelle ich mir super spannend vor und "freue" mich auch schon darauf, allerdings fehlt mir auch da bisher die praktische Erfahrung und ich bin mir nicht sicher, ob wir gleich mit einem Meter anfangen sollten? Doofe Frage dazu, ist 1m viel oder im Moremi/ Chobe zu der Zeit völlig normal? 😕

Auch deine Tipps in Maun werde ich mal die Planung aufnehmen, ob wir vielleicht außerhalb was schönes finden. Wir kommen an dem Tag aus Rundu und auch wenn wir da früh losfahren, könnte eine längere Strecke nach Maun zeitlich knapp werden.

Vielen Dank und viele Grüße
Jack
4’984 Beiträge · seit 201601. Nov. 2020 ·
Hi Jack,

bei NDM kannst du die Parkeintrittsgelder mitbuchen.(Anzahl Personen und Fahrzeuge angeben!)
Bedenke, es gilt die Anzahl der Tage, nicht die der Nächte, die du dort bist.
Du bekommst dann ein permit per Email von NDM, welches bestätigt, dass du die Gebühr bereits bezahlt hast.
Das zeigst du dann am gate vor, und gut ists.

Die super spannenden Flussdurchfahrten vergiss am besten ganz schnell wieder!
Sind 1. bei den meisten Fahrzeugvermietern ausgeschlossen, 2. ohne Erfahrung grundsätzlich eine ganz schlechte Idee,
und 3. hat zB der 2" geliftete Ford Ranger "nur" eine vom Hersteller angebeben Wattiefe von 85cm.

Gruß Gina
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2020
158 Beiträge · seit 200701. Nov. 2020 ·
DankeJack schrieb:
Wir kommen an dem Tag aus Rundu und auch wenn wir da früh losfahren, könnte eine längere Strecke nach Maun zeitlich knapp werden.
Moin,
Die Strecke Rundu - Maun sind 650 km mit mindestens 8 Stunden Fahrzeit ohne Zwischenfall. Auch auf Teerpad ist das Irrsinn und hat mit Urlaub nichts zu tun. Lege eine Zwischenziel ein, z.B. Mahangu Lodge oder Shakawe River Lodge oder Guma Lagoon Restcamp ein. Wenn genug Zeit ist, mache dort eine lieber eine Bootstour ins Delta. Das Kanalsystem in dem hohen Ried ist sehr beeindruckend. Schon nach 10 Minuten würdest Du alleine nie wieder herausfinden.

Bei meinen Planungen lege ich Tagesetappen von 300 km und Fahrzeiten von max. 5 Stunden zu Grunde. Dabei versuche ich immer, etwa 3 Stunden vor Sonnenuntergang mein Übernachtungsziel zu erreichen. Stimmt hier etwas nicht,, habe ich noch die Change mir etwas anderes zu suchen.
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2020
158 Beiträge · seit 200701. Nov. 2020 ·
DankeJack schrieb:
Flussdurchfahrten stelle ich mir super spannend vor und "freue" mich auch schon darauf, allerdings fehlt mir auch da bisher die praktische Erfahrung und ich bin mir nicht sicher, ob wir gleich mit einem Meter anfangen sollten? Doofe Frage dazu, ist 1m viel oder im Moremi/ Chobe zu der Zeit völlig normal? 😕
Jack
Die Antwort ist definitv "NEIN". Ob dort Wasser steht und wieviel, kann man nicht vorher sagen. Ich habe es trocken erlebt oder eben unpassierbar. Egal wie tief die Furt ist, du musst vorher schleifenartig durchgehen, egal was du glaubst, was dich im Wasser erwartet. In der Spur können unerwartet Steine liegen oder tiefe Schlaglöcher. Wie ist der Untergrund, Sand, Kies, Schlamm. Ist die Spur fest oder sinkst du ein. Ab 80 cm Wassertiefe steht das Wasser bis zur Oberkante des Radkastens. Hat der Wagen keinen Snorkel, holt er sich die Luft aus dem Kotflügel und ggf. eben Wasser, wenn das Wasser zu tief war, was der Motor kaum überleben wird. Der Motor muss sein Abgas unter Wasser herausdrücken. Stirb der Motor ab, kann auch durch den Auspuff Wasser angesaugt werden, evtl. bis in den Motor.

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Der häufigste Fehler bei Wasserdurchfahrten ist, dass man immer schneller wird, um es hinter sich zu bringen und den Motor auf Drehzahl zu halten. Dabei baut sich vor dem Wagen eine große Welle auf, dass Wasser knall auf die Haube und vor die Scheibe und letztlich erhöht sich auch die relative Wassertiefe.
Sollte man im Wasser zum Stehen kommen, läßt sich ein Eindringen von Wasser in den Fahrzeugraum nicht mehr verhindern, ebenso dringt Wasser durch Entlüftungsbohrungen in die Motorwanne und Getriebegehäuse. Selbst wenn du jemanden findest, der dich wieder herauszieht, es entsteht ein immenser (Total)Schaden, der auch durch eine Vollkasko-Versicherung nicht gedeckt ist, da hier grob fahrlässiges Handeln vorliegt.
Könnte dann so enden wie bei diesem Schlappohr. Den Dreck und Gestank bekommst Du nicht wieder weg.

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Es bleibt nur eines. Hinfahren und durchgehen. Wird der Schlüpfer nass oder beim Mietwagen eine Wassertiefe größer als die Höhe des Türschwellers, , heißt es umdrehen und einen anderen Weg nehmen. Damit ist aber ein eng getakteter Reiseplan mit Vorbuchungen vermutlich im Eimer.
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2020
158 Beiträge · seit 200701. Nov. 2020 ·
DankeJack schrieb:
Dadurch dass sich unsere Offroad-Erfahrung in Grenzen hält, würde ich deine Idee mit einer Nacht im Chobe gerne mit einbauen. Hast du eine Campsite, die du empfehlen kannst? Würdest du die Nacht zusätzlich anbauen oder an einem der vorherigen Camps eine streichen?
Hi Jack,
deine geplanten Etappen erscheinen mir alle ein bisschen groß. Ich würde zusätzliche Tage einbauen. Persönlich würde ich von Savuti zum Linyanti Rest Camp fahren und von dort über die West-Ost-Cutline zurück an die Hauptroute, aber Sand, Sand, Sand. Wenn vor dir schwere Trucks die Piste ausgefahren haben, kann es ganz schön mühsam werden.
Alternativen wären
Mwandi View Campsite
Chobe River Campsite
Ihaha Rest Camp
Das Letztere ist für mich lediglich ein Übernachtungsplatz. Ich finde diesen nicht so schick und es wird auch häufiger von Übergriffen berichtet, aber die Gegend gefällt mir.

Ergänzung:
Aller Planung hin- und her. Folgende Frage muss du im Vorfeld klären:

Wo kann ich das nächste Mal tanken?

In Maun vollgetankt los, dann in den Moremi, dann Savuti und weiter, und weiter und weiter. Dazu noch jede Menge Game-Drives, Umwege, Tiefsand mit ungeübten Fahrer, unbekanntes Fahrzeug, usw.
Wieviel Treibstoff verbraucht dein Wagen im Sand? 12 Liter, 14 Liter, 20 Liter oder mehr auf 100 km? Diesel oder Benzin? Man weiß es erst nach der Reise genau. Vorher kann oder will dir das niemand sagen.
Mein letzter Mietwagen, Landrover 1.10, 4L Hubraum, 6 Zylinder, forderte im Tiefsand 35 Liter Benzin. Lag sicher auch an meiner Fahrweise, immer mit Gewalt durch. Da war ich mit meinen 210 Liter Benzin in Tank und Reservekanistern oft ein bisschen knapp.
Nur weil in T4A eine Tankstelle eingezeichnet ist, gibt es dort für dich nicht zwingend auch Sprit. Spritknappheit, Stromausfall an den Pumpen, falsche Hautfarbe und keinen Zugang zum Schwarzmarkt, usw. Auch die Lodgen verkaufen dir auch keinen Sprit. Die wollen keine Selbstfahrer in ihrer Nähe und müssen sich selbst ihren Treibstoff mühsam für ihre eigenen Fahrzeuge herankarren.
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2020
Gast01. Nov. 2020 ·
adkstr schrieb: Mein letzter Mietwagen, Landrover 1.10, 4L Hubraum, 6 Zylinder, forderte im Tiefsand 35 Liter Benzin. Lag sicher auch an meiner Fahrweise, immer mit Gewalt durch. ...
Hallo adkstr, falls dein "LR" ein Range Rover war und sich das 1997 ereignet hat, haben wir uns in Savuti kurz kennengelernt 🙂 . Da hat mich nämlich dessen Fahrer um Benzin angeschnorrt (den ich selber nicht entbehren konnte), weil er das sandridge trotz Kraftpakets durchgehend in L2 gefahren ist 😣 . Da läuft was rein, so 35 bis 40 könnte da schon hinkommen.
@DankeJack
Mit 14 l/100 km DIESEL solltest du IM SCHNITT der Tour gut zurechtkommen.
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2020
158 Beiträge · seit 200701. Nov. 2020 ·
loser schrieb:
adkstr schrieb: Mein letzter Mietwagen, Landrover 1.10, 4L Hubraum, 6 Zylinder, forderte im Tiefsand 35 Liter Benzin. Lag sicher auch an meiner Fahrweise, immer mit Gewalt durch. ...
Hallo adkstr, falls dein "LR" ein Range Rover war und sich das 1997 ereignet hat, haben wir uns in Savuti kurz kennengelernt 🙂 . Da hat mich nämlich dessen Fahrer um Benzin angeschnorrt (den ich selber nicht entbehren konnte), weil er das sandridge trotz Kraftpakets durchgehend in L2 gefahren ist 😣 . Da läuft was rein, so 35 bis 40 könnte da schon hinkommen.
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Hi loser, beruhigt mich, dass es noch mehr Deppen gibt wie mich gibt. L2 mit Diff-Lock würde schon passen, aber es war ein Landrover Defender 1.10 und in Savuti waren außer uns nur ein paar riesige Elefanten. Es war noch das alte Camp, bevor der Campsite nach ausserhalb verlegt wurde. Kein Tropfen Wasser, alle sanitären Anlagen nach Benutzung mit Sand zu geschaufelt. Hier wollten wir auf keinen Fall bleiben. Wir sind dann weiter zum Linyanti Camp mit russischer Generalstabskarte und Kompaß. Leider sind wir es aber wegen der irrsinnigen Elefantenherden nicht durchgekommen, sondern haben es uns verfahren. An diesem Tag haben bestimmt über 1000 Elefanten unsere Wege gekreuzt. In einem Bericht habe ich später gelesen, das in dem Jahr wegen der Trockenheit ca. 80000 Elis an den Chobe gezogen sind. Weil es dann dunkel wurde, mussten in einem Wald übernachten und bekamen nachts Besuch von Elefanten, die mit ihren Rüsseln unser Dachzelt abgetastet haben. Wider erwarten ging dann die Sonne nach endlosen Stunden Händchenhalten und Riesen-Angst wieder auf, die Elefanten standen noch zwischen den Bäumen und wir sind dennoch unbeschadet davon gekommen. Zurück sind wir auf der Cutline zum North-Gate gefahren. Unterwegs wurden wir vom Militärtruppen mit angelegten MP's gestoppt, Sprit haben sie uns aber ebenso wenig gegeben wie später die Lodgen am Khwai River. Dafür haben sie mir aber gröhlend geraten, den Diff-Lock auszuschalten und auch nicht im Low-Gear zu fahren. "To powerful". Darüber rollen statt durchgraben. Irgendwie kamen wir dann bis zum Audi-Camp in Maun. Damals gab es in Maun drei Tankstellen, eine konnte sogar Luftdruck messen. Wir hatten noch zwei Liter Benzin im Tank. Das war knapp. In den nächsten Jahren haben wir diese Tour mehrfach wiederholt, denn nirgends kann man mehr und besser Tiere beobachten als hier in Botswana.
Wir beide haben uns leider nicht getroffen, zumindest nicht in Savuti.
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Themenstarter68 Beiträge · seit 202001. Nov. 2020 ·
Liebe Gina, lieber Peter, lieber loser,

vielen Dank für eure Beiträge. Sie sind uns eine große Hilfe!! Insbesondere auch für die viele Zeit, die du Peter dir nimmst für die ausführlichen Infos. 🙂 🙂

@Gina: Das klingt super! Wenn eine lokale Agency ein paar Euro an uns verdient, ist das für uns auch in Ordnung. Wenn wir dafür deutlich weniger Stress haben erst recht.

In Ordnung, dann werden wir bei der Detailplanung Flussdurchfahrten vermeiden. Ist uns auch beim ersten Besuch dort lieber 🙂
Die Bilder von Peter sind abschreckend genug, auch wenn das Bier scheinbar unverpanscht ans andere Ufer kam 😉

Dass die Strecke von Rundu kein Zuckerschlecken bzw. Erholung wird, damit haben wir schon geplant. Wenn es sich einbauen lässt, werden wir die Strecke in einem Rutsch vermeiden. Wenn das jedoch nicht möglich sein wird, schaut die Strecke trotzdem machbar aus, nur eben stressig. Vielleicht zur Einordnung mal einen Satz zu uns: Ich bin 26 und meine Freundin 24 Jahre. Wir denken durch Teilen der Fahrt, sollte die Strecke „notfalls“ machbar sein. Der Plan ist dann aber logischerweise, um 6 in Rundu aufzubrechen. Wenn etwas nicht funktioniert, dann müssten wir eh kurzfristig neuplanen…

@Peter: Wir hatten auch Linyanti überlegt, aber die Straße von Savuti nach Linyanti ist bei T4A als permit eingetragen. Dementsprechend haben wir davon Abstand genommen. Weißt du, ob die „Straße“ trotzdem befahrbar ist?
Die Mwandi View Campsite (und auch die Chobe River Campsite) sieht toll aus. Vielleicht schaffen wir es, noch einen Tag mehr zu machen.

Was den Treibstoff angeht, der Bushcamper von Bushlore hat laut Angabe einen 180l Diesel-Tank. Auf Anfrage gibt es extra Kanister. Ich denke das sollte passen. Wenn wir bereits in Namiba merken, dass der Landcruiser sehr durstig im Gelände ist, dann müssen wir eben noch einen extra Kanister in Maun besorgen und den dann irgendwie transportieren. Da wird uns aber sicherlich etwas einfallen, sollte es notwendig sein 🙂

Auf solche Begegnungen mit dem Militär können wir gerne verzichten 🙄
158 Beiträge · seit 200702. Nov. 2020 ·
Für die Strecke von Maun nach Savuti benötigt man schon ab dem Mababe Gate ein Permit (Parkeintritt Chobe NP). Auch Linyanti gehört zum Chobe NP und demzufolge muss auch hier Eintritt bezahlt werden, Strassenbenutzung (Permit) im Park incl. Es gibt aber in der westlichen Gegend auch Konzessionsgebiete (privat), die nicht befahren werden dürfen. Die Eintrittsgebühr wird immer pro Tag erhoben und gilt bis 11 Uhr des Folgetags. Wegen der großen Entfernungen und den Strassenverhältnisse dürfte es wohl schwierig sein, den Park vor 11 Uhr wieder zu verlassen. In der Praxis bezahlt man dann pro Übernachtung für zwei Tage Eintritt. Bis 2022 kann sich aber wieder Vieles ändern.

180 Liter Diesel sollten wohl reichen. Selbst bei einem Verbrauch von 20L/100 km beträgt die Reichweite noch 900 km im Sand. Da sehe ich jetzt eher keine Probleme. Kanister rufen schnell Begehrlichkeiten hervor, nicht nur für andere Fahrzeuge, sondern auch z.B. für Wasserpumpen etc. Ausserdem ist das Auffüllen per Kanister immer eine mehr oder weniger große Sauerei.

Falls unklar ist, was ich mit Cutline meine, hier eine Erklärung. In Botswana sind an den Parkgrenzen Schneisen gerodet worden, auf denen meisten ein bis zwei sandige Fahrspuren existieren. So könnte der Park auch aus der Luft gut beobachtet werden und über diese Schneisen patrolliert eben häufig Militär. Ich denke, sie sollen den Park vor Übergriffen durch Wilderer oder sonstigen Mißbrauch schützen. Mir kamen die Truppen in den ganzen Jahren immer sehr jung vor und sie hatten bestimmt vor uns genau soviel Angst wie wir vor Ihnen. Vermutlich sind das Rekruten, die ihren Wehrdienst im Busch ableisten müssen. Negative Erlebnisse haben wir niemals mit ihnen gehabt. Also das ist kein belastbarer Grund für Unbehagen.

LG
Peter
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
Themenstarter68 Beiträge · seit 202002. Nov. 2020 ·
Hallo Peter,

vielen Dank für die Aufklärung.

Den Hinweis wegen den Kanistern nehmen wir ebenfalls dankend auf 🙂

Wir haben jetzt unsere Planung dahingehen angepasst, dass wir statt 2 ÜN in Senyati lieber die von dir genannte Mwandi View mit 3 ÜN ansteuern und von dort eine (organisierte) Tour zu den Victoria Fällen machen werden.
Nach der letzten ÜN geht es dann nach Kasane und von dort dann per Flieger nach Johannesburg.

Viele Grüße
zuletzt bearbeitet 02. Nov. 2020
1’166 Beiträge · seit 200802. Nov. 2020 ·
adkstr schrieb:Für die Strecke von Maun nach Savuti benötigt man schon ab dem Mababe Gate ein Permit (Parkeintritt Chobe NP). Auch Linyanti gehört zum Chobe NP und demzufolge muss auch hier Eintritt bezahlt werden, Strassenbenutzung (Permit) im Park incl. Es gibt aber in der westlichen Gegend auch Konzessionsgebiete (privat), die nicht befahren werden dürfen. Die Eintrittsgebühr wird immer pro Tag erhoben und gilt bis 11 Uhr des Folgetags. Wegen der großen Entfernungen und den Strassenverhältnisse dürfte es wohl schwierig sein, den Park vor 11 Uhr wieder zu verlassen. In der Praxis bezahlt man dann pro Übernachtung für zwei Tage Eintritt. Bis 2022 kann sich aber wieder Vieles ändern.
Guten Abend,

Diese Regel gibt es nicht mehr. Jeder Tag ist zu zahlen: https://namibia-forum.ch/forum/34-diverses/297706-botswana-np-eintrittsgebuehren-neu-ab-1-juni-2019.html#558104

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
547 Beiträge · seit 201404. Nov. 2020 ·
Hallo Peter

Wir waren letztes Jahr im Oktober/November mit einem Landcruiser Bushcamper (von Savanna) u.a. auch auf eurer geplanten Route im Moremi / Chobe, etc. unterwegs. Im Durschnitt hatten wir mit den Landcruiser einen Dieselverbrauch von ca. 15l/100km. Es lohnt sich aber sicherlich immer, genügend Diesel mitzuführen (auch wenn das umleeren vom Kanister ins Fahrzeug eine Sauerei gibt 😉 ).

Mehr Informationen findest du bei Bedarf in unserem Reisebericht (siehe Signatur).

LG
Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
Themenstarter68 Beiträge · seit 202008. Nov. 2020 ·
Hallo Axel,

danke dir für die Verlinkung. Dass jeweils ein ganzer Tag berechnet wird, ist gut für uns zu wissen, gibt uns aber auch die Möglichkeit, uns nicht zusätzlich beeilen zu müssen.

Hallo Stefanie,

wow, wir sind beide sehr beeindruckt von eurem Reisebericht. Wir haben ihn ab Maun bis Caprivi komplett gelesen, deshalb hat die Antwort auch so lange gedauert 😊
Ihr hattet echt unglaubliche Sichtungen und die Bilder haben eine hervorragende Qualität. Am liebsten wären wir gleich aufgebrochen und ein paar Mal haben wir uns erwischt, wie man am liebsten die Hand zum Kraulen in Richtung Bildschirm ausstrecken möchte 🤩

Viele Grüße