Auf der Suche nach „piet-my-vrou"-Sambia Nov 2019

Reisebericht 89 Antworten · 18,1k Aufrufe · gestartet 02. Feb. 2020 von chrissie
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200623. Feb. 2020 ·
17.11. Kafue Nationalpark - Lusaka
Nachts jucken die Stiche/Bisse sehr, daher reibe ich sie mit einem Alkoholpad ein. Das brennt zwar, aber es ist wenigstens kurzzeitig angenehmer. 😐
Gegen Morgen werden wir vom vielstimmigen Vogelkonzert geweckt und wie in der Nacht grunzen Hippos. Am Toilettenhäuschen schrecke ich wieder die Papageien auf - aber natürlich habe ich keine Kamera zur Hand.


Kuhreiher-cattle egret


feste Zelte - aber ich ziehe mein Dachzelt vor

Unsere heutige Etappe nach Lusaka ist nicht sehr weit, aber da wir unbedingt heute unseren Großeinkauf für den SLNP machen wollen, bummeln wir nicht zu sehr.
Wir begleichen unsere Rechnung und geben dem Angestellten - es ist derjenige, der uns auch gestern das Feuer entzündet hat - ein Trinkgeld sowie eine Dose corned meat, über die er sich sehr freut.

Wir sehen nur bis zum Abzweig nach Mayukuyuku ein paar Tiere, danach ist die Transitstrecke diesbezüglich wie ausgestorben.
Einige Autos und noch mehr LKWs kommen uns entgegen. Je näher wir dem Nalusanga Gate kommen, umso öfter sehen wir Leute. auch Frauen und Kinder, am Straßenrand laufen. Sogar Radfahrer fahren hier.



Am Nalusanga Gate sind einige Verkaufsstände. Ein Angestellter notiert unserer Autokennzeichen, wir müssen unterschreiben und die Zeit einschreiben, wann wir rausfahren, dann können wir passieren.



Die Teerstraße hier hat wieder ein paar Löcher, aber wenige im Vergleich zu der Strecke zwischen Mongu und Kafue Nationalpark. An den Straßenrändern sind oft Stände mit Orangen, Mangos, Tomaten oder Holzkohle.





Hier sind wieder dörfliche Ansiedlungen. Am Abzweig nach Mumbwa sind eine Tankstelle und mehrere kleinere Geschäfte.





Im Internet wurde mehrfach Chishawasha, ein Café, das vom Sambian Children’s Fund betrieben wird, als Rast- und Toilettenstopp genannt. Beinahe wären wir daran vorbeigefahren, denn es gibt kein Hinweisschild. Das Café ist geschlossen, obwohl offizielle Öffnungszeiten an einem Sonntag von 7 h - 21:00 h sind. Allerdings lässt das äußere Erscheinungsbild und das, was man durch die Fensterscheiben erkennen kann, vermuten, dass es nicht mehr bewirtschaftet wird. Leider sind auch die Toiletten verschlossen.



Der Vorplatz sieht noch gepflegt aus



Weitere Eindrücke von der Fahrt:




afrikanisches Warndreieck






Die 30° Marke haben wir gegen 11:20 Uhr erreicht. Aber dennoch wäre mir das ein zu riskantes Plätzchen für eine Pause im Schatten. 😄

Es gibt keine Hinweisschilder mit Entfernungsangaben. Christian wird immer ungeduldiger, weil er keine Möglichkeit sieht, auf Toilette zu gehen. Da langsam die Besiedelung noch dichter wird und die ersten größeren Häuser auftauchen, rate ich ihm, er soll am Straßenrand halten, bevor es gar nicht mehr möglich ist.





Er ist stur und hat Glück: an einer Tankstelle gibt es ein sauberes WC. Kurz dahinter erreichen wir ein Schild, das Lusaka als Hauptstadt angekündigt.




schön ist anders

Bei der Recherche für die Reise las ich, dass der Verkehr in Lusaka ziemlich heftig sein soll und teilweise sehr rücksichtslos gefahren wird. Zuerst beunruhigte mich das etwas, aber dann erinnerte ich mich daran, wie tough Christian den Verkehr in Kampala gemeistert hatte, so dass ich diesbezüglich beruhigt war. In der Hoffnung, dass der Stau an einem Sonntag geringer ausfällt, kürzten wir unsere anfängliche Überlegung, vier Nächte im Kafue zu bleiben, um eine Nacht.
Die Rechnung ist aufgegangen, selbst ich hätte es zur Not durch Lusaka geschafft. Es gab nur eine Kreuzung, die ich sehr unübersichtlich fand, da war aber das Navi Schuld, denn offenbar hätten wir hier nicht geradeaus fahren dürfen, aber egal, es ist gut gegangen.





In der Manda Hill Shopping Mall besorge ich mir als erstes in der Apotheke eine Salbe gegen meine Stiche / Bisse. Dann stocken wir sowohl unsere Bargeld- als auch die Lebensmittelvorräte auf. Zu meiner Freude gibt es auch Samosas.


Manda Hill Shopping Mall - es weihnachtet 😄


zwischen Hauptstraße und Pioneers Camp

Kurz nach 15 h sind wir im Pioneers Camp. Ein Angestellter zeigt uns den Campingplatz, den Pool usw.. Kaffee und Tee gibt es den ganzen Tag kostenlos. WLAN-Empfang ist an der Rezeption.
Wir stärken uns. Danach schauen wir uns die Anlage an und ich versuche, mit nicht besonders großem Erfolg Vögel zu fotografieren.






Turaco

An der Rezeption hängt eine große Sambiakarte vom Hupeverlag, die wir kurz studieren. Daraufhin spricht uns der Angestellte an, und wir unterhalten uns nett. Nach einer Abkühlung im Pool ist duschen und Haare waschen angesagt.



Später durchsuche ich vergeblich das ganze Gepäck nach dem Buch vom South Luangwa NP von Hupe .Offenbar habe ich es beim Aus- und Umräumen des Gepäcks in der Liseli Lodge in Mongu liegen lassen 😈 . Ich ärgere mich, vor allem, weil ich das Buch ursprünglich zu Hause lassen wollte, aber da noch genügend Platz im Gepäck war, habe ich mich anders entschieden. Hoffentlich liegt wenigstens die Sambiakarte vom Hupeverlag im Koffer, den wir bei Bushlore in Kazungula gelassen haben.
Wir schauen noch vergeblich über die Campsite, ob wir eine Eule finden. Den restlichen Abend verbringen wir lesend. Wir hören viel Vogelgezwitscher, teilweise auch Hundegebell und gackernde Hühner.
Übernachtung: Pioneer Camp, 280 ZMW
Tageskilometer: 299
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200626. Feb. 2020 ·
18.11. Lusaka – South Luangwa Nationalpark
Der Wecker klingelt um 5:00 Uhr. Der ältere Franzose (Fahrzeug hat ein französisches Kennzeichen) hat schon sein Lagerfeuer angemacht und kocht sich Kaffee. Es ist sehr bewölkt, der Wind geht stürmisch, daher fühlen sich die 19 ° C noch frischer an. Tee und Kaffee müssen sein, aber warum das bis kurz vor 6:30 h dauert, ehe wir losfahren, weiß ich nicht. 😮
Auf der T 4 herrscht schon reger Verkehr. Viele Fußgänger und Radfahrer sind unterwegs. Für uns ist eine Frau mit einem lebenden Huhn in der Hand ein ungewohnter Anblick. Wir fahren an vielen Obst- und Gemüseständen vorbei. Es tröpfelt immer wieder (wahrscheinlich habe ich auch deshalb keine Fotos gemacht 😣 ).
Die Straße aus Lusaka heraus ist gut, aber nach knapp 100 km fangen die Schlaglöcher an. Nur kurz nach Verlassen von Lusaka gibt es Schilder mit Entfernungsangaben, danach nicht mehr. Es herrscht lebhafter Gegenverkehr, vor allen LKWs. Es sind überwiegend Tanklaster.



Die Aussicht auf die hügelige Landschaft ist stellenweise sehr schön, gerade da auch die Sonne inzwischen hervor gekommen ist. Der Blick auf die Höhenanzeige vom Navi bestätigt, dass wir nicht nur gefühlt hoch und runter fahren: von ca. 700 Höhenmetern bis knapp 1200 reicht die Bandbreite.





Die Angaben im Hupe Reiseführer, dass hinter Rufunsa nur noch wenige Ansiedlungen kommen, können wir nicht bestätigen. Viele preisen ihre Ware an, indem sie Obstkörbe et cetera hochhalten. Es sind sogar zum Teil Kinder, die die sichtlich schweren Körbe hochhalten, was bei uns ein bedrückendes Gefühl hinterlässt. 😐





Vor der Luangwa Bridge werden die Löcher mehr und größer . Es darf immer nur ein Fahrzeug die Brücke passieren. Unweit der Brücke blicke ich auf die Höhenangabe vom Navi: 465 Höhenmeter, und es geht noch tiefer bergab.


Auf dem Luangwa Bridge Market werden neben Lebensmitteln hauptsächlich Korbwaren verkauft


Die Brücke ist schon zu erkennen





Der Lkw-Verkehr lässt hinter der Luangwa Brücke merklich nach. Vermutlich kommen viele von Mosambik. Es sind diverse Polizei Police entlang der Strecke, aber diese interessieren sich nicht für uns.
Wir legen am Straßenrand vor dem Ort Kacholola eine Pause ein, um uns zu stärken und einen Kaffee zu machen. Während wir stehen, kommt eine junge Radfahrerin vorbei und fragt nach Brot. Da ich im Hinterkopf habe, dass frisches Brot nicht immer erhältlich ist, möchte ich unser Brot nicht weggeben und schenke ihr eine Tüte rusk. Spätestens in Chipata hätten wir wieder Brot kaufen können, denn nur beim SLNP ist frisches Brot mitunter Mangelware, da habe ich was durcheinander gebracht 🙁 . Als sie weitergefahren ist, kommen zwei Mädchen vorbei. Sie bleiben in einigem Abstand stehen. Einerseits würde ich sie gerne ansprechen, aber ich will sie nicht zum Betteln animieren. Ich fühle mich wie immer in solchen Situationen unwohl und bin froh, als das Wasser heiß ist und wir weiterfahren. Zum Abschied winke ich den beiden Mädchen zu.

In Nyimba ist sehr viel los. Vielleicht ein Grund dafür, dass wir auf den folgenden Kilometern verhältnismäßig viele überfahrene Tiere auf den Straße (Greifvogel, Ziege, Hund) sehen.







Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200626. Feb. 2020 ·
Zwischen Nyimba und Petauke müssen wir für ein paar 100 m wegen Bauarbeiten auf eine Sandpiste ausweichen.


In mehreren Orten sehen wir solarbetriebene Straßenlaternen.

In Petauke tanken wir und gehen auf Toilette. Diese ist in keinem guten Zustand und auch die Tankwartin ist ausgesprochen unfreundlich, was wir so bisher in Sambia nicht kennengelernt haben. 😐


Die Strecke zieht sich


Sinda



Katete


Sieht wie eine Moschee aus

Hinter Katete durch müssen ein zweites Mal wenige 100 m auf eine Sandpiste ausweichen. Je näher wir Chipata kommen, umso besser sehen größtenteils die Hütten aus. Nicht nur strohbedeckte Häuschen sondern fest aus Zement und überwiegend mit Wellblechdach.






Chipata ist nicht mehr weit

Ich hatte für den Hin- und Rückweg von Lusaka sicherheitshalber jeweils eine Zwischenübernachtung in meiner Planung vorgesehen. Es waren einige, die diese Strecke an einem langen Fahrtag gemeistert haben, aber gerade in Afrika kann bei so einer langen Strecke immer etwas dazwischen kommen oder der Straßenzustand ändert sich, deshalb wollte ich auf „Nummer sicher“ gehen. Insgeheim habe ich jedoch gehofft, wenn schon nicht nach Mfuwe, dann zumindest bis Chipata zu kommen. So bin ich froh, als wir das Chipata-Schild sehen.



Ich frage Christian, ob wir hier übernachten oder auch die letzten rund 150 km noch zurücklegen wollen. Durchziehen ist seine kurze Antwort, die mir sehr aus dem Herzen spricht. 😄

Am Abzweig zum Mama Rula’s B&B (hatte ich mir als Übernachtungsoption notiert) ist ein Police Checkpoint. Der Beamte fragt uns, ob wir den König des Dschungels sehen wollen und lacht. 🤪 Er wünscht uns viel Spaß in Sambia und im SLNP.
In Chipata haben wir neben Schlaglöchern mit einer Reihe von humps zu kämpfen. Erstere bleiben uns noch ein ganzes Stück Richtung SLNP erhalten.

Als Christian pieseln muss, übernehme ich das Steuer für die letzten 100 km. Man merkt, dass wir langsam im Lowveld ankommen – die Temperatur steigt bis zum SLNP auf 37 ° C. Der Weg ist zuerst noch relativ gut zu fahren, aber hinter dem kleinen Ort Kakumbi wird es zum Teil löcherige Teerstraße, Sandpiste, Schlaglöcher et cetera.

Um 17:15 h erreichen wir die Rezeption vom Wildlife Camp und bekommen Stellplatz eins für die heutige Nacht, die nächsten drei Tage haben wir dann Stellplatz neun am Ufer (wir hatten von D aus für drei Tage per E-Mail reserviert).
Campsite Nr. 1 ist sehr groß – kein Wunder, denn Campsite 1 und 2 werden für Overlander freigehalten - und liegt ganz in der Nähe zur Bar, wo wir ein Hunters trinken und die Füße in den Pool halten. Das ist eine Wohltat für meine Füße/ Beine, denn juckreizstillend ist die Salbe aus der Apotheke nicht. Wenn die Bisse sich nicht weiter entzünden (einige sind eitrig), bin ich zufrieden.









Will man bei so einer Aussicht woanders sein?



Wir genießen es sehr, schon den heutigen Abend hier verbringen zu können. Es weht eine leichte Brise. Die Zikaden sind heute sehr laut. Impalas kommen auf das Gelände, aber sie halten gehörigem Abstand zu uns. Zu meiner Verwunderung isst Christian heute nichts mehr, ich bin mit einem Samosa zufrieden.
Ich gehe zuerst duschen, Christian trinkt noch in Ruhe sein Bier aus. Während Christian duschen ist, räume ich noch ein bisschen im Camper herum – hätte ich vor dem Duschen machen sollen, denn mir läuft der Schweiß, kein Wunder, bei über 30 °C im Camper. 🤪 Müde fallen wir beide gegen 21 h ins Bett.
Übernachtung: Wildlife Camp, 260 ZMW, CS 1
Tageskilometer: 694
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
3’883 Beiträge · seit 201126. Feb. 2020 ·
Hallo Chrissie, da werden Erinnerungen wach!!! Ich hätte ein paar Fotos mehr vom Wildlife Camp machen sollen. Doch die nasse Wettersituation wäre nicht so mein Fall.
Ich erlaube mir ein paar Infos zu deinem Bericht:
"Sieht wie eine Moschee aus."
Sieht nicht nur so aus! Zwischen Petauke und Chipata scheinen muslimische Familien zu wohnen, denn wir sahen dort häufiger Frauen und Mädchen mit Kopftüchern. Außerdem fiel uns in Chipata eine riesige Moschee auf.

Ja, es gibt in einigen Gegenden von Sambia Ziegelhäuser neben Strohhütten. Im Gegensatz zu Nam/Bot und teilweise ZAR besteht der Boden oft aus Lehm anstatt Sand, so dass in kleinen wie großen Ziegeleien Bausteine gebrannt werden können. Wir sahen sie öfters am Straßenrand. Die rohen Ziegel werden geschichtet, im Innern bleibt eine Höhle, in die das Holz zum Anzünden kommt, zum Schluss werden diese "Gebäude" mit Lehm verschmiert. Bhekisisa berichtet über Madagaskar auch von solchen Ziegelbrennereien.

Ich bin gespannt, wie es bei euch weitergeht!

LG freshy
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35 Beiträge · seit 201527. Feb. 2020 ·
Hallo Chrissie
Schöner Reisebericht, auf dem Weg nach SLNP kurz vor Chipata können wir Kigelia Campsite ,als Alternative zu Mama Rula`s empfehlen ,waren schon 2 mal dort und fühlten uns gut aufgehoben ,der Besitzer Ernesto hat auch einige Infos für Reisende ,10 Dollar pro Person
Gruss Mike
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200628. Feb. 2020 ·
Hallo Freshy,
vielen Dank für deine interessanten Anmerkungen. Ich habe sie in meinem privaten RB eingearbeitet.

Hallo Mike,
vielen Dank für deine Empfehlung einer Campsite bei Chipata. Uns wird es vermutlich nicht in nächster Zeit dorthin verschlagen, aber für andere FoMis ist dein Tipp sicher interessant.

Hoffe, ich kann am Wochenende den nächsten Tag einstellen.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
381 Beiträge · seit 200928. Feb. 2020 ·
hallo chrissie, so nun seid ihr im wildlife camp angekommen und ich steig mal mit ein, bin doch sehr gespannt, was ihr so alles erlebt habt....lg petra
spirit-of-zambia.com
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200601. März 2020 ·
19.11. SLNP
Die Nacht ist sehr warm, dennoch schlafe ich gut. Der Wecker klingelt um 5 h, fast zeitgleich mit dem Ruf des Schreiseeadlers. Paviane streifen durchs Camp.
Das Wildlife Camp liegt nicht in unmittelbarer Nähe zum Parkeingang, sondern ca. 8 km entfernt. Es gibt andere Camps, die näher am Park liegen, aber durch die Nähe zum Ort lauter sein sollen.
Auf der Fahrt zum Park sehen wir dennoch schon Paviane und verschiedene Vögel. Am Gate bezahlen wir unser heutiges Permit - man kann entweder mit USD (30 $ pP zuzügl. 15 $ für das Auto, wenn es kein sambisches Kennzeichen hat) oder in Kwacha zahlen.
Der Angestellte erzählt uns, dass Löwen im ersten Loop auf der rechten Seite gesichtet wurden. Na dann ist ja wohl klar, wo wir lang fahren. 😄

Wir biegen in den Elephant loop ein, uns folgen zwei Fahrzeuge. Zuerst sehen wir nur die Hinterlassenschaften der Namensgeber, aber dann:





Vor 7 h sind schon 27 °C, nicht nur daher fahren wir mit geöffneten Seitenfenstern. Den Gesang der Zikaden haben wir selten lauter gehört.
Im Park ist zumindest etwas ausgeschildert. Da wir kein bestimmtes Ziel haben, biegen wir nach Lust und Laune, mal rechts, mal links ab.










Da die Lichtverhältnisse ungünstig und die Vögel zum größten Teil für meine Kamera weit weg sind, geben meine Bilder nur annähernd wieder, was für ein Vogelparadies die Luangwa Wafwa Lagune ist: Nilgänse, Karminspinte, Graufischer, Silberreiher, Hammerkopf, Hagedash Ibis, Schreiseeadler, Nimmersatt, Perlhühner, Angola-Schmetterlingsfink und heiliger Ibis sowie vermutlich weitere, die wir nicht sehen oder nicht identifizieren können. 😗
Jedoch kein Löwe weit und breit.









Vereinzelt verirrt sich eine Tsetsefliege zu uns ins Auto. Eine erwische ich, und ihr Blut (oder unseres 😐 ) verschmiert die Fensterscheibe.
Der Loop hinter der Chipela Chandombo Lagune ist eng und buschig, dass wir an besonders schmalen Stellen Angst um das Solarpaneel haben.









Besonders Christian ist angespannt, wenn Wege buschig und kurvenreich sind, da dann jederzeit unverhofft Elefanten im Weg stehen können. So sind wir froh, als wir wieder offenes Terrain erreichen.







Besonders ich freue mich über die vielen Karminspinte





Da wir ohne Navi und Karte fahren - beides haben wir dabei, aber da wir kein bestimmtes Ziel haben und nicht unter Zeitdruck stehen, lassen wir uns treiben- sind wir an manchen Stellen unsicher, ob wir hier heute schon mal vorbeigefahren sind. Bei solch eindeutigen Zeichen



wissen wir, dass wir nun das zweite Mal vorbeifahren. 😄


hier zwei lebendige Exemplare

In einem Baum entdecke ich mehrere Vögel:



Zuerst denken wir, es könnten Tauben sein, aber der Schnabel passt nicht zu Tauben. Danke an Solitaire, die sie als als Lappenstare im Schlichtkleid identifiziert hat .Lappenstare haben wir zwar auch schon das ein oder andere Mal gesehen, aber während der Brutzeit, so dass wir nicht selbst darauf gekommen sind.

Wie wir in den nächsten Tagen feststellen werden, lohnt sich ein Stopp am Wasserloch vor der Mfuwe Lodge: Hammerkopf, Nilgans, Reiher, Schreiseeadler, Sattelstörche, African jacana, Weißstirnspinte und heiliger Ibis sowie Hippos.








Von der Mfuwe Lodge ist es nicht mehr weit bis zur Brücke über dem Luangwa nahe des Gates.



Auch ohne Löwensichtung verlassen wir zufrieden erstmal den Park um 10:40 h. Im Park haben wir neben zwei Safarifahrzeugen nur drei oder vier Selbstfahrer gesehen.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200602. März 2020 ·
Im Camp frühstücken wir, dann ist Wäsche waschen angesagt. Zur Belohnung gibt es eine wohlverdiente Abkühlung im Pool. 😄 Es donnert in der Ferne.

Nicht nur um das Permit (Eintritt ist je Kalendertag zu zahlen und gilt nicht 24 h) auszunutzen, fahren wir gegen 15:45 h noch mal zum Park. Schon unweit des Camps sehen wir Elefanten, aber sie halten sich mehr im Gebüsch auf- kein Wunder bei 38 °C.

Bei dem Vogelreichtum müssen wir jedoch noch an einem Wasserloch außerhalb des Parks halten:




Pelikane- die einzigen in diesem Urlaub


Christian zählt insgesamt 51 Marabus

Dieses Mal biegen wir im Park links ab, denn im Camp haben wir gehört, dass auf dieser Seite morgens Löwen waren. Ob der Angestellte rechts und links verwechselt hat? 😉



Anscheinend, denn fünf Löwenweibchen liegen unter einem Baum und stehen, als wir uns annähern, auf und gehen Richtung Fluss. Die letzte Löwin humpelt.







Der Himmel zieht sich zu. Wind kommt auf, aber durch unser Auto weht kein Lüftchen.


Roadblock - etwas Geduld ist gefragt



Wir schrecken eine Warzenschweinfamilie unterm Baum hoch. Die Muttersau bleibt kurz stehen, bevor sie mit ihren Frischlingen das Weite sucht.





Elefanten sehen wir zu meiner Freude häufig. Hier mit einem der wenigen Safarifahrzeuge.



Die anderen Impalas sind schon aufgesprungen, dieses gönnt mir wenigstens ein Foto.



Es fängt an zu tröpfeln. Wir fahren langsam zum Gate.



Jungtiere, egal welcher Art- sind immer niedlich anzusehen.



Ein letzter Halt auf der Brücke, dann verlassen wir den Park ca. eine halbe Stunde vor Toresschluss (18 h) .





Die Marabus haben schon ihre Schlafplätze auf den Bäumen eingenommen.



Wir bereiten gemeinsam das Essen zu. Einen Beutel Kartoffeln müssen wir wegschmeißen, da sie vermutlich durch die Hitze schimmlig geworden sind. Heute sind die Insekten stärker vertreten, vielleicht durch den zeitweiligen Nieselregen? 😕
Nach dem Abwasch sitzen wir noch eine Zeitlang draußen, ab und zu grunzt ein Hippo. Ich bedauere mal wieder, dass ich nicht fähig bin, mit meiner Kamera den schönen Sternenhimmel einzufangen. 🙁
Hoch zufrieden mit dem ersten Tag im South Luangwa Nationalpark und froh, noch mehrere volle Tage hier vor uns zu haben, gehen wir ins Bett.
Übernachtung: Wildlife Camp
Tageskilometer: 81
.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
2’128 Beiträge · seit 200602. März 2020 ·
Hallo Chrissie,

vielen Dank für deinen Reisebericht aus Sambia. Ich lese ihn sehr interessiert, weil wir dieses Jahr auch wieder dort unterwegs sein werden. Freue mich auch schon auf die vielen Vögel. Außerdem weckt euer Bericht viele schöne Erinnerungen.
Auch wenn ihr regelmäßig etwas mit dem Regen zu kämpfen hattet, hat euch das Wetter schöne Wolkenhimmel beschert.
Ich bin beeindruckt, dass ihr die Etappe von Lusaka zum South Luangwa an einem Tag gefahren seid. Das war sicherlich anstrengend und sollte man evtl. nicht so planen, oder?

Freue mich auf eure kommenden Erlebnisse.

Viele Grüße
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
2’319 Beiträge · seit 201104. März 2020 ·
Eulenmuckel schrieb:
Ich bin beeindruckt, dass ihr die Etappe von Lusaka zum South Luangwa an einem Tag gefahren seid. Das war sicherlich anstrengend und sollte man evtl. nicht so planen, oder?

Viele Grüße
Uwe
Servus Uwe,

soll mir Deine o. a. Frage suggerieren, Ihr fahrt dieses Jahr in den SLNP?

😉

Gruß vom Alm
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200604. März 2020 ·
Hallo Uwe,
freut mich, dass du mit liest. Eure Reiseberichte gehören ja zu den Bestsellern im Forum 🙂

Die Fahrt vom Lusaka zum South Luangwa ist definitiv lang, mit einigen kurzen Pausen haben wir rund 10,75 h benötigt.

Wie ich schon im RB schrieb, hatte ich für den Hin- und Rückweg sicherheitshalber jeweils eine Zwischenübernachtung in der Planung vorgesehen. Wenn man gut in der Zeit ist und sich fit fühlt – ihr könnt euch auch beim Fahren abwechseln, oder? – dann kann man das spontan entscheiden.

Zurück haben wir in Nyimba eine Übernachtung eingelegt, da wir uns am Abreisetag morgens nicht hetzen wollten. Allerdings kann ich unsere Zwischenübernachtung absolut nicht weiter empfehlen (mehr dann zu gegebener Zeit), aber es gibt ja ein paar Alternativen.

LG Chrissie
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
3’883 Beiträge · seit 201104. März 2020 ·
Hallo ihr Eulenmuckels,
infrage käme als Alternative Petauke Lodge und Campsite. Wir haben dort auf der Hin- und Rückreise übernachtet.
Einziger möglicher Nachteil: Auch Overlander übernachten gelegentlich dort, dann sind die sehr ordentlichen Sanitäreinrichtungen "gut 🙁 " belegt.
Petauke ist vor allem auf der Rückreise zu empfehlen, falls ihr die Old Petauke Road fahren wollt, was nur in trockenen Zeiten möglich ist. Einzelheiten s. bei Interesse in unserem Reisebericht.

Liebe Grüße
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
77 Beiträge · seit 201704. März 2020 ·
Liebe Chrissie
Vielen Dank für deinen schönen Bericht und die super Fotos und all die Informationen. Ich hoffe sehr wir starten wirklich am 2.7. und nicht, dass der Coronavirus uns all die Planung zunichte macht.
Ich lese gerne mit!
Danke!
Liebe grüsse
Sandra
2’319 Beiträge · seit 201104. März 2020 ·
@Eulenmuckels

Späßle gemacht heute Vormittag 🤪

Um ernst zu bleiben... Ja, von Lusaka in den SLNP ist es ein sehr langer Tag.
Mit 10 Stunden solltet Ihr rechnen, sofern Ihr über Chipata und somit über kompletten Asphalt fahren wollt.
Als Zwischenstopp, um die Fahrt auf der Great Eastern Road entspannter ausfallen zu lassen, fällt mir außer der The Bridge Camp i.d.N. der Luangwa-Brücke noch Tikondane ein. Das Communityv Center begrüßt gerne Camper und freut sich immer über Kleinder- und Schuhspenden für die Kids in den Dörfern, die von der Community betreut werden. Vor einigen Jahren leitete Elke Kroeger-Radcliffe den ganzen Laden.
Ferner, wie Freshy bereits schrieb, gibt es die Petauke Lodge und Campsite sowie die Chimwemwe Lodge mit Campsite und selbstverständlich diverse Unterkunftsmöglichkeiten in Chipata.
Auf jeden Fall ist die Escarpmentstrecke von Chipata gen SLNP am späten Nachmittag ein einziger Genuß... sofern es nicht wolkenverhangen ist oder regnet.

Gruß vom Alm
2’128 Beiträge · seit 200604. März 2020 ·
@Alm: Das hast du ja messerscharf kombiniert. 😉
Ja, wir werden dieses Jahr den South Luangwa NP besuchen.
Danke für die Infos zu den Übernachtungsmöglichkeiten. Ich finde in Petauke nur die Chimwemwe Lodge. Wo finde ich die Petauke Campsite? Welche der beiden würdest du empfehlen?

@Chrissie: Vielen Dank. Die Fahrzeit ist wirklich lang. Wir können uns zwar abwechseln, planen aber doch mal lieber eine Zwischenübernachtung ein. Ich hoffe, es macht dir nichts aus, wenn wir uns in deinem Reisebericht ein bisschen über die Strecke austauschen. Wenn doch, mache ich gerne einen neuen Thread auf.

@freshy: Danke für die Tipps. Meinst du die Chimwemwe Lodge? Ich denke, die Old Petauke Road werden wir nicht (nochmal) fahren.

Liebe Grüße
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
3’883 Beiträge · seit 201105. März 2020 ·
Eulenmuckel schrieb:
@freshy: Danke für die Tipps. Meinst du die Chimwemwe Lodge? Ich denke, die Old Petauke Road werden wir nicht (nochmal) fahren.

Liebe Grüße
Uwe
Ja, das ist die Chimwemwe Lodge. Sorry wegen der ungenauen Info.

Nächtliche Grüße
freshy
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2’319 Beiträge · seit 201105. März 2020 ·
Eulenmuckel schrieb:@Alm: Das hast du ja messerscharf kombiniert. 😉
Ja, wir werden dieses Jahr den South Luangwa NP besuchen.
Danke für die Infos zu den Übernachtungsmöglichkeiten. Ich finde in Petauke nur die Chimwemwe Lodge. Wo finde ich die Petauke Campsite? Welche der beiden würdest du empfehlen?

Uwe
Guten Morgen Uwe,

sorry, war Quatsch von mir. In unseren Unterlagen haben wir die Chimwemwe Lodge mit Campsite als Petauke Lodge und Campsite eingetragen.
Generell würde ich sagen, daß sämtliche Übernachtungsoptionen und -alternativen auf dem Weg von Lusaka in den SLNP nur suboptimal sind. Das ist alles weder Fisch noch Fleisch. Risiko von Overlandern, hohe Geräuschkulisse durch die Great Eastern Road, ungemütlich und nicht heimelige Campörtlichkeiten…
Wie schon geschrieben, wir sind in einem Rutsch von Lusaka (Pioneer Camp) bis zum The Wildlife Camp durchgefahren. Abfahrt war um 5 Uhr morgens; vergeblicher Benzinstop in Petauke; Benzinstop in Katete; Einkaufsstop in Chipata; ein paar Pippistops, Ankunft The Wildlife Camp gegen 16 Uhr.
Auf dem Rückweg vom The Wildlife Camp haben wir uns etwas Zeit genommen und sind nicht in aller Herrgottsfrüh losgefahren. Hielten in Tikondane wegen der ganzen neuen Kinderklamotten, die wir mitbrachten. Übernachtet hatten wir dann im The Bridge Camp, um am nächsten Morgen über Lusaka zur bis zu unserer nächsten Übernachtung auf der Moorings Farm zu fahren.
Wir sind eigentlich auch strikte Nicht-den-ganzen-Tag-Fahrer, doch wir würden die Strecke Lusaka-SLNP jederzeit wieder in einem Aufwasch fahren. Die Strecke ab Lusaka Intern. Airport bis hinter die Luangwa-Brücke ist landschaftlich wirklich sehr reizend und macht dem Auge Spaß. Doch ab Kacholola bis Chipata empfanden wir die Strecke nur noch langweilig. Wohingegen die D104 Chipata-Mfuwe mit dem Escarpment sich positiv eindrucksvoll in unser Gedächtnis eingeprägt hat.

Alm

P.S. @Chrissie... Auch von mir ein Entschuldigung für das kleine Kidnapping Deines RBs.
Themenstarter2’459 Beiträge · seit 200605. März 2020 ·
@Sandra
Positiv denken! Wir wollen im April in den Kruger NP, da verschwende ich erstmal keinen Gedanken daran, dass wir nicht reisen können.

@Uwe
Kein Problem.
Ich bin davon ausgegangen, dass euch die gängigen Übernachtungsalternativen (Bridge Camp, Petauke/Chimwembe Lodge und Katete/ Tinkondane- sowie zB das MamaRulas/ Chipata) bekannt sind, daher bin ich darauf nicht eingegangen. In Nyimba gibt es zwei "Lodgen", die Camping anbieten, keine ist empfehlenswert (allenfalls als Notlösung).
Aus der Info vom Hupe Verlag habe ich entnommen, dass das Bridge Camp auch nur noch als Notlösung taugen soll.
Gruss Chrissie ___________ Namibia 2012DVD Suedafrika DVD Botswana DVD
324 Beiträge · seit 201806. März 2020 ·
Eulenmuckel schrieb:@Alm: Das hast du ja messerscharf kombiniert. 😉
Ja, wir werden dieses Jahr den South Luangwa NP besuchen.
Danke für die Infos zu den Übernachtungsmöglichkeiten. Ich finde in Petauke nur die Chimwemwe Lodge. Wo finde ich die Petauke Campsite? Welche der beiden würdest du empfehlen?
Liebe Grüße
Uwe
Da stell ich doch gleich zwei Fotos dazu 😉 Die Chimwemwe Lodge ist nichts besonderes aber für einen Zwischenhalt perfekt.
Die Overlander parken auf einem grossen Platz mit dem Auto kann man sich ein bisschen durch die Bäume schlagen
und hat dann ein lauschiges Plätzchen mit ein bisschen Strassenlärm der aber am Abend abnimmt und zu ertragen ist.

ChimwembeLodge_LI.jpg


DSC00015.JPG


Bitte entschuldigt den Zwischenruf bei dem schönen Reisebericht 😗
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause