"Wüsten"elefant tötet Touristen im Huab

55 Antworten · 15,1k Aufrufe · gestartet 07. Nov. 2019 von travelNAMIBIA
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2’781 Beiträge · seit 200715. Nov. 2019 ·
Liebe Vorschreiber es geht mir nicht darum den Tod des weissen Touristen mit schwarzen einheimischen Opfern zu vergleichen. Jedes Menschenleben ist kostbar, und je näher man dem Opfer steht umso heftiger ist der Verlust.

Ich versuche mir halt die Situation der Reisegruppe vorzustellen und ob es eventuell Anzeichen für eine unerwartete Begegnung gab, welche jedoch übersehen oder falsch eingeschätzt wurde. Wer schon selbst einmal in die brenzlige Situation kam und sich plötzlich von Elefanten umgeben wusste, versteht genau worauf ich hinaus will. Nämlich die Frage wie solch ein Unfall dort vermieden werden kann. Das ist der ausschlaggebende Punkt für mich. Wann sah die 8-köpfige Gruppe die Tiere zum ersten Mal? Wann sah der Guide sie? Wusste er dass es eine verstreute Gruppe Elefanten war oder dachte er sie seien alle am anderen Ufer des Reviers? Kamen sie an diesem Morgen oder waren sie schon am Vorabend oder in der Nacht zu hören und sehen? Waren die Elefanten am kommen oder bereits am weitergehen? Hielten sich die Tiere lange zuvor bereits in der Nähe auf? Hätte er den Mann vom Gang in die Büsche abhalten sollen? Niemand wird mir diesen Fragen beantworten können, ausser jemand der dort war, aber hypothetisch können wir uns austauschen und ich hoffe von diesem Unfall zu lernen, damit ich mich auf zukünftigen Reisen bewusst besser verhalten kann.
Gruss Leona
1’113 Beiträge · seit 200915. Nov. 2019 ·
Bei Unfällen dieser Art ist es am Ende wichtig zu verstehen warum es dazu kam. Meiner Ansicht nach ist es nur in ganz wenigen Ausnahmefällen "dumm gelaufen" und es hat das berühmte Restrisiko zugeschlagen.

Leider ist in den allermeisten Fällen Fehlverhalten der Grund.

Studiert man die namibische Presse bzgl. des Vorfalls, insbesondere die aktualisierten Berichte, wo mehr Details ans Tageslicht kommen, dann ergibt sich auch da ein Bild, das massives Fehlverhalten von gleich mehreren Beteiligten aufzeigt. Am Ende hat das leider zu dem Tod eines Menschen geführt der, so muss man sagen, total unnötig und leicht vermeidbar gewesen wäre (ich unterstelle dabei, dass die aktualiserten Berichte inhaltlich stimmen).

Laut dem Namibian bspw. hat diese Gruppe wild gecampt. Es war eine Privatgruppe, die mit einem namentlich bekannten Tourguide aus Omaruru unterwegs war. Sie haben ihr Camp im Khorixas District (recht mittig zwischen Kamanjab und Uis) aufgeschlagen.
Dort bewegen sich häufig und völlig natürlich Elefanten.

An der Stelle entscheidet sich dramatisch was weiter passiert und wie der Aufenthalt abläuft.
Wildes Camping mit unbedarften Menschen benötigt besonders strenge Regeln damit nichts passiert.

Der Guide muss hier imho ein "Meeting" abhalten wo er einige klare Regeln (zum Schutz) bekannt gibt. Wie mehrfach berichtet wird, hat der tödlich verletzte Österreicher die Gruppe beim Frühstück verlassen und ist in ein schlecht einsehbares/nicht einsehbares Gebüsch gegangen um sich zu erleichtern. Da haben wir den Salat...

Wieso gab es keinen "gesicherten" Toilettenbereich in diesem wilden Camp? Es ist kein Zustand bei einer Gruppengrösse von 8+Guide, dass jeder einfach hinter irgendwelchen Bäumen verschwindet wenn er mal muss. Niemand hat den Mann in seinem Vorhaben aufgehalten - das sagt mir, dass keiner der anderen Beteiligten die Gefahr erkannt hat.

Man kann es drehen und wenden wie man will aber nach den bisherigen veröffentlichten Infos wussten die Menschen schlicht nicht wie man sich in "wilder Umgebung" benimmt und welche Verhaltensregeln einzuhalten sind um Gefahren so gering wie möglich zu halten und somit diese tolle Natur mit sehr reduziertem Restrisiko zu geniessen.

Das die Elefanten sich vom Guide unbemerkt so nah am Camp befanden und "die Toilette" nicht gesichert (überprüft) war, ist imho der Hauptgrund für diesen schrecklichen Vorfall.

Nach meiner Ansicht ein vermeidbarter tragischer Vorfall...
feste Schuhe oder FlipFlop spielen da eher eine untergeordnete Rolle.
2’530 Beiträge · seit 201115. Nov. 2019 ·
Wenn man sich vom Camp entfernt dann macht man das langsam, leise und sehr aufmerksam und versucht vorher irgendwelche Geräusche wahrzunehmen bevor man sich in oder um ein Dickicht bewegt. Es sind ja auch Löwen in der Gegend und nicht nur Ellies. Als Touroperator scannt man erst die Gegend für seine Gäste ab und läßt sie nicht einfach loslaufen. Das Gleiche habe ich mit meiner Familie gemacht und mache es heute noch für meine Frau. Ich gehe auch einige Meter weiter und versuche in jedes Gebüsch oder beobachte Bäume von angemessener Ferne um etwas zu erkennen, rascheln, Ästebewegung etc.

Nicht sicher ob die Gäste vorher dahingehend ordentlich unterrichtet wurden.

Dies soll kein Vorwurf sein oder eine Anspielung auf falsches Verhalten sondern nur meine Sichtweise warum es eventuell so Enden mußte.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
68 Beiträge · seit 201915. Nov. 2019 ·
Seyko schrieb:Der Guide muss hier imho ein "Meeting" abhalten wo er einige klare Regeln (zum Schutz) bekannt gibt.
Und woher weißt Du, dass er das nicht gemacht hat? Das steht nirgends!
Seyko schrieb:Man kann es drehen und wenden wie man will aber nach den bisherigen veröffentlichten Infos wussten die Menschen schlicht nicht wie man sich in "wilder Umgebung" benimmt und welche Verhaltensregeln einzuhalten sind um Gefahren so gering wie möglich zu halten und somit diese tolle Natur mit sehr reduziertem Restrisiko zu geniessen.
Du tust so, als wenn Du hier Fakten auflistest. Die hast Du aber nicht. Auf Basis reiner Spekulation kommst Du zu einem Urteil und gibst dem Guide die Schuld am tragischen Tod dieses Menschen. Einerseits läuft hier die große Betroffenheitsnummer: Der arme Tourist. Der arme Guide - wie soll er damit klar kommen. Wer nicht wortreich einstimmt, hat angeblich keinen Anstand. Gleichzeitig gibt es substanzlose Vorverurteilungen. Es wird (virtuell) mit dem Finger auf den Guide gezeigt: Du bist schuld, weil Du hast keine Regeln vorgegeben und nicht aufgepasst.

Wer sich in Afrika immer fehlerfrei verhalten hat, der werfe den ersten Stein. Ich halte mich für Afrika-erfahren und ich achte selbstverständlich bestmöglich auf die meinen. Aber auch mir sind über die Jahre schon viele dumme, unbedachte Fehler unterlaufen. Im Gegensatz zu Dir, kann ich für mich und die meinen nicht ausschließen, dass mir oder den meinen mal ähnliches passiert.

Die Unmöglichkeit, sich im Busch immer 100prozentig richtig zu verhalten, beginnt doch schon damit, dass es keine festen Gesetzmäßigkeiten oder auch nur allgemein anerkannten Regeln gibt und jedes Tier sich anders verhät. Die einen sagen: Bloß ganz leise sein. Keine Aufmerksamkeit erregen. Nicht stören. Die anderes sagen: Singen, laut reden, denn das Allerschlimmste, was einem passieren kann, ist einen Elefanten zu überraschen/erschrecken. Diese Regeln widersprechen sich. Sag mir: Welche Regel ist eindeutig richtig und welche ist eindeutig falsch?

Falls dort in der Gegend wildes Camping verboten ist (was ich nicht weiß), wäre das beim jetzigen Wissensstand, der einzige formale Vorwurf, den man dem Guide machen könnte. Für ursächlich würde ich das aber nicht halten. Auf ausgewiesenen aber nicht elefantensicher eingezäunten Campsites hätte das beim Gang zur Toilette auch passieren können.

Liebe Grüße
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2019
1’113 Beiträge · seit 200915. Nov. 2019 ·
@Avioniker

Ich urteile, dass ist korrekt. Ich habe zunächst die verfügbaren Artikel gelesen und abgewartet bis die Faktenlage möglichst ausführlich durchsickerte. Ich nehme dabei natürlich an, dass der Ablauf, der in diversen Publikationen steht, so war.

Du fragst woher ich weiss, dass er kein "Meeting" gemacht hat. Das weiss ich natürlich nicht aber ich unterstelle, dass kein Tourist sich freiwillig in Lebensgefahr begibt. Die Regel, die Umgebung vor einem Toilettengang zu checken und möglichst dichte Büsche/Ecken zu meiden, ist, so denke ich, allgemeiner Konsens. Wenn nun sieben Menschen beim Frühstück sitzen und der achte verlässt die Gruppe und bewegt sich in einen solchen Busch, dann deutet das darauf hin dass sie das nicht auf dem Schirm hatten.

Da der Guide der Profi sein sollte/ist, so obliegt ihm hier die Verantwortung.
Du hast natürlich recht, dass man sich nie zu 100% "richtig" verhalten kann. Darum geht es aber bei diesem Ablauf nicht - der hier begangene "Fehler" ist leicht vermeidbar und nicht sonderlich komplex. Ich sehe das daher nicht als substanzlose Verurteilung.
Die Gruppe hat den Mann nicht aufgehalten als er in den Busch wollte. Der Guide hat den Mann nicht aufgehalten, als er in den Busch wollte. Eine Gruppe frühstückt in einem wilden Gebiet und ist sich der Umgebung nicht gewahr (das ist ein Fakt, denn ansonsten wäre der Mann nicht in den Busch gegangen).

Ich wehre mich dagegen, dass so getan wird als wären Wildtiere unberechenbare Monster und als müsse jeder, der sich in der Wildnis aufhält damit rechnen, dass er umkommt. Unfälle passieren aber sie beruhen nach meiner Ansicht eben ganz selten auf unvorhersehbaren Konfrontationen.

Grüsse
2’530 Beiträge · seit 201115. Nov. 2019 ·
Ich behaupte auch nochmal, bei einem sehr guten aufmerksamen Guide wäre dies nicht passiert. das ist meine Meinung. Natürlich haben wir auch nur die eine Seite der Geschichte und werden auch wirklich nie die andere wahre Geschichte, wenn es eine gäbe, erfahren.
Es können auch sehr starke Windverhältnisse gewesen sein das man nichts anderes hört und trotzdem hätte der Guide die Gegend vorher checken sollen. Dafür steht auch der Beruf, Guide, anderen den Weg vorzugeben und darauf zu achten das die Gegend rein ist.

Es ist nicht erst seit heute bekannt das es in der Gegend Elephanten und AUCH Löwen gibt. Es gab ja schonmal einen Toten im Huab Community Camp, wenn ich mich recht erinnere.
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232 Beiträge · seit 201915. Nov. 2019 ·
Also ein Guide ist kein Kindergärtner der die Aufgabe hat, Schutzbefohlene zu betreuen.
Woher wisst ihr, daß der Kunde nicht zum Zelt gehen wollte und sich dort überlegt hat noch fix in die Büsche zu verschwinden? Soll ein Guide jedem der Gruppe bei jedem weg an die Hand nehmen? Wisst ihr tatsächlich, dass der Kunde am Tisch abgemeldet hat mit den Worten, ich gehe jetzt pipi hinter den Busch dort? Unverständlich was manche erwarten.
Die einzigen wahren Worte zur Spekulation hat Cruiser geschrieben.
Nebenbei unterschreibt Jeder Kunde einen haftungsausschluss gegenüber dem Veranstalter. Wie heißt das... At your own risk.
232 Beiträge · seit 201915. Nov. 2019 ·
Ach Avioniker, du hast schon viel wahres geschrieben. Es gibt keine Regel und es ist das Vermögen des einzelnen zu unterscheiden wann man in einer Situation ruhig und leise ist oder laut und tosend.... Das beruht meist aus Wissen, Erfahrung und persönlichem Charakter.
1’113 Beiträge · seit 200915. Nov. 2019 ·
Achdoch schrieb:Also ein Guide ist kein Kindergärtner der die Aufgabe hat, Schutzbefohlene zu betreuen.
Woher wisst ihr, daß der Kunde nicht zum Zelt gehen wollte und sich dort überlegt hat noch fix in die Büsche zu verschwinden? Soll ein Guide jedem der Gruppe bei jedem weg an die Hand nehmen? Wisst ihr tatsächlich, dass der Kunde am Tisch abgemeldet hat mit den Worten, ich gehe jetzt pipi hinter den Busch dort? Unverständlich was manche erwarten.
Die einzigen wahren Worte zur Spekulation hat Cruiser geschrieben.
Nebenbei unterschreibt Jeder Kunde einen haftungsausschluss gegenüber dem Veranstalter. Wie heißt das... At your own risk.
Zunächt einmal IST ein Guide ein "Kindergärtner" wie du schreibst. Er ist es natürlich nicht aber dennoch gilt eigentlich immer und überall im Busch: Den Anweisungen des Guides ist Folge zu leisten. In Lodges in nicht eingezäunten Gebieten im südlichen Afrika darf sich kein Gast ab der Dämmerung alleine bewegen. Jeder Gast wird von einem Guide "an die Hand genommen" und zur Unterkunft begleitet. Warum ist das so?

In der FGASA Ausbildungsreihe zum Field Guide - und noch viel mehr zum Trails Guide (egal ob Back Up oder Lead Guide) geht es IMMER darum, dass der Guide die volle Verantwortung für die Gruppe trägt. Er muss stets alle seine Sinne beisammen haben und alles erdenkliche tun um die Gäste zu schützen (manchmal auch vor sich selbst).

Namibia hat mglw. den Nachteil, dass es das einzige Land im südlichen Afrika ist, wo es keine Regelungen bzgl. Tourguides gibt. Jeder kann Tourguide werden und es gibt keine geforderte Qualifikation. In ZIM ist es bspw. am strengsten. Wer dort als Trails Guide mit Gästen arbeiten will, muss einen der Big 5 töten, ansonsten gibt es keine Zulassung. Das mag sich barbarisch anhören aber am Ende bedeutet das, das die Guides wissen was sie tun.

Die rechtliche Haftung ist vollkommen irrelevant für das Thema.

PS: ich habe natürlich keine Ahnung wie der Background des Guides ist und ich will damit nicht aussagen das er nciht weiss was er tut - bevor da jetzt irgendwas aufkommt. Der Post bezieht sich ausschliesslich auf das Thema "Kindergärtner" von oben...
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2019
Gast15. Nov. 2019 ·
Wahrscheinlich kennen die meisten NF-Buschweisen das südafrikanische Forum sowieso, wo das Unglück auch kontrovers diskutiert wird. Wer nicht, ist vielleicht an der Meinung der dortigen Buschweisen interessiert. Einige leben dort, haben Jahrzehnte und nicht bloß einige Urlaube in solchen Gegenden verbracht. Trotz dieser geballten Expertise gibt es unterschiedliche Meinungen, they agree to disagree
https://www.4x4community.co.za/forum/showthread.php/323106-Australian-killed-by-Elephant-Kunene
Forist schrieb:
In Savuti, Moremi und Etosha gab es schon damals Elefanten, die erschossen wurden, weil sie Autos und Zelte zerlegten. Schuld waren Touris, die trotz aller Warnungen Obst und Kekse im Zelt hatten...
Oder wer kennt noch die bösen Paviane von Third Bridge? Die verloren ihre Scheu und klauten den Leuten das Brot aus den Händen.
Dazu einfach zum Nachdenken @Mitnahme von Lebensmitteln, Tiere und Gewöhnung an Menschen. In den ersten Jahren nach der Gründung des Moremi war ein Auto voll mit Gemüse, Obst bis Pasta und Kekse für zwei bis drei Wochen ÜBERHAUPT KEIN PROBLEM. Elefanten sind NICHT auf einen besetzten Platz gegangen, sondern auf einen nicht belegten Nachbarplatz, so was gab’s ja ein Mal. Die Paviane waren aber total frech, tw. bis bedrohlich. Zelte mit aus Unwissenheit oder Nachlässigkeit zurückgelassenen Lebensmitteln wurden zerlegt bis zerstört (PS: bei Abwesenheit, auf einen besetzten Platz sind sie nicht gegangen, nur nachts auf einen Schlafbaum) . Aber mit Elefanten gab es überhaupt keine Probleme am Platz, soweit sie überhaupt dorthin kamen. Warum sollten sie auch, wenn sie das gleiche Futter 50 Meter weiter ohne die Nähe zu Menschen kriegen konnten? Nur 10 bis 20 Jahre später, hatte sich das drastisch geändert, warum wohl? Vor ein paar Jahren hatten Südafrikaner ein haariges Erlebnis in Xakanaxa; sie wurden beim Aufräumen nach dem Abendessen regelrecht überfallen, der Elefant hat die herumstehenden Vorratboxen ausgeräumt und alles demoliert und fast nur Verpacktes, Konserven, Gewürze, Nudeln udgl. verdrückt. Die Touristen hatten KEIN frisches Gemüse und Obst dabei! Gegen so ein Tier hätte nicht nur ein Zitrusverbot am Platz sondern totales Essverbot erlassen werden müssen. In Anbetracht solcher, wenn auch extrem seltener, Möglichkeiten, der Besucherzahl und deren mehrheitlicher Unbedarftheit i. A. passiert Touristen*) m. E. eigentlich wenig, eigentlich nix. In der heurigen Sommersaison gab es in Österreich in 7 Monaten 162 Bergunfälle mit Todesopfern, das ist ein üblicher Wert. *) Deren Exponiertheit ist um Größenordnungen geringer als das der einheimischen Bevölkerung.
Grüße
PS. Die Gruppe war mW ein Allradfahrer-Club, die schon solche Touren gemacht haben, ganz unbedarft waren sie nicht.
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2019
68 Beiträge · seit 201917. Nov. 2019 ·
Seyko schrieb:Du fragst woher ich weiss, dass er kein "Meeting" gemacht hat. Das weiss ich natürlich nicht aber ich unterstelle, dass kein Tourist sich freiwillig in Lebensgefahr begibt.
Als wenn sich immer alle an alle Vorgaben halten. Das ist doch eine völlig lebensfremde Herleitung. Sicher geht der Tourist nicht mit dem Gedanken los: "Mal sehen ob ich es überlebe, wenn ich 2 Meter neben dem Elefant pinkel." Der geht los mit dem Gedanken: "Kein Tier zu sehen. Was soll denn schon passieren, wenn ich mal ganz kurz pinkeln gehe". Auch der Guide muss selbst mal auf Toilette, muss vielleicht mal etwas aus dem Zelt holen, ist einfach mal mit anderem beschäftigt. Es ist doch lebensfremd, die Forderung aufzustellen, dass der seine 8 Touristen jederzeit lückenlos überwachen kann.

Liebe Grüße
16,9k Beiträge · seit 201217. Nov. 2023 ·
Wieder einmal idiotische Touristen bei den Wüstenelefanten:

Allgemeine Zeitung:

Ein Video, das in den sozialen Medien die Runde macht, hat Naturliebhaber und Naturschützer in helle Aufregung versetzt. Das Video zeigt Touristen, die die an die Wüste angepassten Elefanten im Flussbett des Ugab beobachten. Kinder sitzen auf der Ladefläche eines Bakkies, während sich der große Bulle Bennie, das Baby Fiori und seine Mutter sowie einige weitere Elefanten aus der Ugab-Herde um das Fahrzeug herum bewegen. Die Elefantenmutter plättet dann eine Kühltasche direkt neben dem Bakkie. Das Umweltministerium war nicht in der Lage, eine Stellungnahme abzugeben, als es heute um einen Kommentar gebeten wurde, oder den Inhalt des Videos zu bestätigen.


Hier das betreffende Video:

Bei YouTube ansehen ↗




LG
Logi
zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2023
Themenstarter33,3k Beiträge · seit 200617. Nov. 2023 ·
Hier poste ich es auch gegebenem Anlass auch nochmal (u.a. Verhaltensregeln):
📎 desertelephantinfo-2.pdf
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2’577 Beiträge · seit 200717. Nov. 2023 ·
Hi,
Logi schrieb:Wieder einmal idiotische Touristen bei den Wüstenelefanten:
da wären die näheren Umstände wirklich interessant zu erfahren. Dass sich jemand hinten auf der Ladefläche befindet, ist in so einer Situation natürlich sehr sehr ungünstig. Auch dass das Fenster offen ist, ist meines Erachtens nach ein Fehler.
Der Motor vom Fahrzeug läuft offenbar nicht. Die Elefanten sind sehr gechillt und nicht nervös.

Per se ist das aber für mich eine Situation, die im Ugab (oder in anderen Situationen) auch ungewollt relativ schnell passieren kann. Man parkt das Fahrzeug 200 Meter von den Elefanten entfernt (oder macht ein Picknick während keinerlei Elefanten zu sehen sind) und dann bewegen sich diese auf einen zu. Diese Herde ist ja Verkehr und Menschen gewöhnt und ev. auch neugierig (was die Kuh, die da in der Kühltasche wühlt) auch zeigt. Ohne Details zu wissen, kann man diese Situation daher schlecht beurteilen. Ausser eben das mit der Ladefläche und dem Fenster.

Der Artikel in der AZ ist aber auch eher fragwürdig 😉. "Helle Aufregung" kann ich da nur beim (offenbar) Vater und dem Kind im Auto erkennen.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
16,9k Beiträge · seit 201207. Dez. 2023 ·
DER NATUR GEBÜHRT RESPEKT

Erneut machten Videos in den sozialen Netzwerken die Runde, in denen sich Menschen verantwortungslos gegenüber wilden Tieren verhalten. Die Organisationen „Elephant Human Relations Aid" und die „Namibian Wild Horses Foundation" mahnen erneut die Öffentlichkeit zur Enthaltung auf. ...

Link

LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201230. Jan. 2024 ·
ES GILT SICH AN DIE REGELN ZU HALTEN

... Im Dezember stellte das EHRA-Team große Schilder in beliebten Touristengebieten auf, um die Besucher an wichtige Sicherheitsregeln für Elefanten zu erinnern...
Die Elefantenschutzorganisation erinnert die Öffentlichkeit an folgendes: „Halten Sie keine Nahrung für Elefanten zugänglich, bleiben Sie in Ihrem Auto und halten Sie einen Sicherheitsabstand von mindestens 20 Metern zu Elefanten ein.“ ...


LG
Logi