"Wüsten"elefant tötet Touristen im Huab

55 Antworten · 15,1k Aufrufe · gestartet 07. Nov. 2019 von travelNAMIBIA
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Gast11. Nov. 2019 ·
OT und nicht speziell auf den tragischen Vorfall bezogen.
Es ist mE in Vergessenheit geraten, dass es nämlich das natürliche Verhalten von Elefanten wäre, Distanz zu Menschen zu halten und dass diese (aber nicht alle) die Scheu vor Menschen erst durch den Schutz des (Massen-)Tourismus verloren haben, und/oder durch den Zwang wegen Bevölkerungswachstum bei Menschen wie Elefanten für Wasser- und Nahrungssuch überwinden mussten.
1. Ersteres hat zu einem mE völlig falschen Eindruck von „Entspanntheit“ und Normalität bei Touristen geführt. Dort wo Elefanten öfters mit Menschen in Kontakt kamen, war dieser nämlich selten harmonisch, sondern oft (aber nicht immer) von Konkurrenz um Wasser, Weide und Feldfrüchte geprägt. Die Menschen müssen diese für ihre Lebenserhaltung schützen und die Elefanten vertreiben und fernhalten und sie töten Elefanten auch für Fleisch, Haut und Elfenbein. Elefanten, die diese Erfahrung gemacht haben, werden sich nie so harmlos verhalten wie „Parkelefanten“ die diese Erfahrung nicht kennen, sie haben gelernt „ihr“ Futter und Platz und Wasser durch Aggression zu verteidigen.
2. Ein 2. Punkt ist, dass Elefanten in den Schutzgebieten mehr an AUTOS als an ihnen gegenüber tretende MENSCHEN gewöhnt sind. Die auf diversen Campingplätzen in BW zwischen fotografierenden Touristen „entspannt“ fressenden Elefanten sind EINZELNE Tiere und AUSNAHMEN, die sich das irgendwann getraut oder von anderen angelernt haben und durch diese Ausnahmestellung auch einen Fressvorteil gegenüber dem großen Rest haben. Wenn einzelne davon zu aufdringlich oder sogar aggressiv werden und Autos demolieren (was selten aber doch vorkommt), werden sie meistens von der Parkverwaltung getötet, weil in diesem Besichtigungsmodell nicht anders möglich. Nach solchen Vorfällen zu fragen, ob es dort wieder sicher sei, erübrigt sich eigentlich, weil es dieses Tier meistens nicht mehr gibt. Dieses Verhalten ist erst in den letzten Jahrzehnten entstanden, davor gab es das nicht und es ist potenziell sehr gefährlich, wenn manche Touristen glauben, dass ALLE Elefanten so sind.
3. wird daher die einheimische Landbevölkerung (1.) mit Elefanten mit “Tourismuserfahrung“ ein größere Not haben, als mit (natürlich) scheuen, wie früher. In den Lokalmedien berichten Einheimische, wie zunehmend frech und unerschrocken die Elefanten über die Jahre geworden sind und sie sehen diese Gewöhnung an Menschen durchaus als Folge des Tourismus und viele haben auch eine Stinkwut deswegen. Es wird den meisten Touristen nicht bewusst sein, dass ihr Freud des Anderen Leid bedeuten und verursachen kann. Umgekehrt können aber natürlich auch Touristen eher zu Schaden kommen, wenn sie unvorbereitet und unbedarft auf Elefanten stoßen, die gerade von lokalen Farmern mit Trommel, Pfeifen und Crackern vom Feld oder Wasser vertrieben wurden.
Es ist eben auch in Afrika eng geworden und einiges davon mE ein Auslaufmodell und wegen dieser Prognose gehe ich daher jetzt auf Tauchstation.
Und PS: Man kann Elefanten im Busch und Wald durchaus „übersehen“ und ihnen zu nahe kommen, mit ungutem Erschrecken auf beiden Seiten.
zuletzt bearbeitet 11. Nov. 2019
522 Beiträge · seit 201711. Nov. 2019 ·
Sehr fein.

Das für einige Forumnutzer bewußte "falsch verstehen" in Perfektion.

Die Nähe zu einem Elefanten oder das Davonlaufen (lächerlich) hat natürlich nichts mit der Schuhwahl zu tun (war ja wohl klar was ich meinte, oder?).

Es ging um die unbedachte Nähe zu Tieren.

@Toppobär

Keine Ahnung ob das Bild von Dir stammte. Es gibt einige davon.

Es interessiert mich auch nicht wirklich was die Leute für Schuhe tragen.
2’120 Beiträge · seit 200611. Nov. 2019 ·
Hallo Gila.Bend,

jetzt machst du es dir aber sehr leicht. Zuerst kritisierst du Reiseberichtschreiber, die sich angeblich Elefanten zu sehr nähern, und wenn du (von Thomas) gefragt wirst, wen genau du meinst, bleibst du unkonkret. Du solltest schon mehrere der von dir gemeinten Bilder zeigen bzw. die verschiedenen Reiseberichte benennen. Denn wie Thomas fühlen auch wir uns angesprochen und möchten gerne wissen, was wir deiner Meinung nach falsch gemacht haben, falls wir gemeint waren.

Wenn dich das Schuhwerk nicht interessiert, warum schließt du es in deine Kritik dann ein? Das kann man wirklich nicht sehr gut verstehen. Bestenfalls so, dass du – etwas unsachlich – zum Ausdruck bringen wolltest, was du von den Personen hältst.

Gruß
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
21 Beiträge · seit 201811. Nov. 2019 ·
@Gila.Bend
Mich wurde es intressieren. Wie mann aus eine Foto entscheiden kann. Falls, die Elefant zu mir kam oder ich zum Elefant.

Meine Erfahrung ist eher, dass Elefanten ab und zu ins Camp zu mir kommen. Als Beispiel hatten wir etwa 1 Monat her im Third Bridge. Eine Elefant kam zu uns und hatte einfach eine tüte Grillkohle geklaut um damit Fussball zu spielen. Ich konnte nur ruhig abwarten bis er weg war und es wieder aufsammeln.

Erik

Ps!
Ich bin im Afrika bekennende barfuss Fahrer und Badeschlappen Träger. Ein Paar leichte Bergklappern habe ich immer dabei, falls notwendig! Ein Paar Laufschuhen für Wasserdurchfahrten vortapsen auch.
/ Erik Ps! Deutsch-Schwedish Schreibstil
82 Beiträge · seit 201911. Nov. 2019 ·
@ERA
"vortapsen" finde ich charmant- ich werde dieses Wort für unseren Trip im Januar behalten. Ich bin sicher, da muss ich auch öfter vortapsen...
82 Beiträge · seit 201911. Nov. 2019 ·
Zitat von loser:
Es ist eben auch in Afrika eng geworden
und von Gila.Bend
Es ging um die unbedachte Nähe zu Tieren

Ich glaube, vor lauter Begeisterung über die "intakte", großartige Natur in diesem Land, gibt es nun mal Fehlverhalten seitens der Besucher.
Aber wir sind doch alle lernfähig- oder?
1’055 Beiträge · seit 201612. Nov. 2019 ·
Gestern war ein sehr interessanter Bericht über den Schulweg von Kindern in Kenia im TV . Diese Kinder legen täglich ca 10 km Wegstrecke zurück . Dabei hatten die Kinder die größte Angst vor den Elefanten ( die daheimgebliebenen Mütter auch ) .Sie sahen zu , daß sie die Elis im großen Bogen und gegen die Windrichtung umgehen konnten - und das täglich .
Und wir bilden uns ein , die Gefahr , die von diesen schönen Tieren ausgeht , einschätzen zu können ? 😐
Zugegebener Maßen sind wir in unserem Urlaub 2018 auch öfters in ziemliche Nähe zu den Elis gekommen , jedoch nie beabsichtigt . Auch das Gefühl , im Auto wäre man sicherer , ist bei einem aggressiven Tier nicht angebracht . Aber selbstverständlich fahren wir ja auch wegen dieser imposanten Sichtungen nach Afrika - wir sollten jedoch nie den Respekt verlieren und die Gefahr außer Acht lassen . Schließlich wollen wir alle gesund nach hause kommen und von unseren tollen Erlebnissen berichten .

Liebe Grüße
Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
74 Beiträge · seit 201913. Nov. 2019 ·
Oh Mann, schlimme Geschichte.

An viele andere, die zu dem Thema etwas schreiben:
Schämt Euch! Es geht hier nicht um Schuhe oder was auch immer.
Es geht als erstes um Respekt gegenüber dem Toten, dessen Name jetzt auch bekannt ist.
Es ist ein Mensch bei einem tragischen Unfall in unser aller liebsten Reiseland während des Frühstücks gestorben. Von einem Elefanten totgetrampelt!
Es geht um Respekt gegenüber dem Rest der Gruppe, die das traumatische Erlebnis ihr Leben nicht mehr vergisst.
Stellt euch einfach mal vor, ein Familienmitglied oder Freund des Verstorbenen liest diesen Mist hier. Würdet Ihr dann immer noch so schreiben?
232 Beiträge · seit 201913. Nov. 2019 ·
Naja Forist,
das ist alles relativ.....
Manche Menschen sollten nicht auf Berge steigen, manche Menschen sollten sich nicht auf ein Motorrad setzen, manche Menschen sollten keine schwarzen Skipisten runter fahren und eben manche Menschen sollten nicht in der freien Wildbahn umhetstreifen, denn dann wird mal Teil der Natur. Das Leben ist gefährlich und es hat noch keiner überlebt.
Es ist zwar tragisch aber nun eine Gruppe zu tiefster Trauer aufzurufen geht ein bisschen zu weit finde ich. Und hier Geschriebenes ist so zu betrachten als wenn ich mich mit anderen über ein Ereignis unterhalte, ob freudig, tragisch, bedrückend witzig, böse, traurig etc.
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2019
2’780 Beiträge · seit 200714. Nov. 2019 ·
Dieser tragische Unfall beschäftigt mich, denn er hätte auch mir passieren können.
Mir tut der Guide leid, wie kann er den Tod seines Kunden jemals verarbeiten ohne sich selber die Schuld zuzuführen?
Was hätte er anders machen sollen, können, tun müssen?
Stellt euch die Situation vor. Einfach schrecklich, mein Beileid an alle Beteiligten.
Gruss Leona
808 Beiträge · seit 201814. Nov. 2019 ·
Danke dir Leona.....und.....VORSICHT....."Schmetterlingsgefahr"!
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
82 Beiträge · seit 201914. Nov. 2019 ·
Ja, dieser Unfall ist sehr, sehr tragisch und sicher werden diejenigen, die dabei waren, diese schreckliche Erinnerung niemals mehr vergessen.

Zu deiner Frage, La Leona :
Was hätte er anders machen sollen, können, tun müssen?

ist mir folgende Überlegung gekommen:

Die Tour nicht mehr anbieten. Das wäre meines Erachtens die einzige Lösung, bei der solche Unglücke ausgeschlossen werden können. Andere Massnahmen können vielleicht das Risiko verringern, aber nie ausschließen.

Meine Begründung dazu:
Wir Menschen aus den industrialisierten, wohlhabenden Ländern wollen im Urlaub unberührte Natur sehen, wünschen uns die Begegnung mit wilden Tieren, Einsamkeit und Abenteuer. Und das ist auch ganz verständlich.

Dass der Tourismus-Sektor diese Wünsche erfüllen will und damit Einkommen sichert ist auch ganz verständlich.

Aber mit diesen Vorgaben dringen wir immer weiter in die bis dahin unberührte Natur vor und verkleinern so immer weiter die Rückzugsgebiete der freilebenden Tierwelt.

Gerade jetzt, wo es in Namibia so trocken ist, müssen die Tiere weite Strecken für Wasser und Nahrungs-Suche zurücklegen, sind hungrig, nervös, aggressiv.
Frisches Futter ist rar- und wenn ein Busch oder Baum lockt, dann nähert der Elefant sich wohl auch mal einem Camp, einem Auto oder Menschen, wenn die eben an diesem Busch oder Baum stehen.

Ich will hier niemandem etwas schlecht reden, und auch mein Mann und ich wollen ja das Kaokofeld und den Mudumu besuchen.
Aber die Gefahr von unguten Begegnungen zwischen Mensch und Tier lässt sich unter diesen Umständen nie ausschließen.

Nachdenkliche Grüße
Elisabeth
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2019
16,9k Beiträge · seit 201214. Nov. 2019 ·
La Leona schrieb:Dieser tragische Unfall beschäftigt mich, denn er hätte auch mir passieren können.
Ganz genau so ist es!

Ich werde nie vergessen, als wir mit Freunden auf der Dombo Farm zu Gast waren:

Mein Mann und der Mann meiner Freundin ließen sich von Uli die Farmgebäude und die Herstellung der Ziegel auf dem Hof der Farm zeigen. Ich stand in der Zeit unter der Dusche und sah nur eine graue Wand am Badezimmerfenster vorbei schweben.

Und während die Männer so fachsimpelnd über den Hof liefen, haben sie den Elefantenbullen überhaupt nicht bemerkt, der da inzwischen mucksmäuschen still hinter einem Busch stand. Erst als der dann vorgeschossen kam....

Uli rief sofort: ....keiner bewegt sich und zusammen bleiben, damit der Bulle uns als Einheit wahrnimmt! Wenn wir jetzt wegrennen, packt er sich einen von uns!

Ganz langsam, Schritt für Schritt, haben die Männer dann den Rückzug angetreten - während der Elefant immer ohrenwedelnd Angriffe fuhr. So lange, bis der Knabe mit der Distanz zufrieden war.

Bis zu diesem Zeitpunkt hätten wir niemals für möglich gehalten, wie unsichtbar sich so ein Koloss hinter so einem kleinen Busch machen kann.

LG
Logi
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2019
232 Beiträge · seit 201914. Nov. 2019 ·
Genau Logi,
Deswegen bewegt man sich im Busch nirgendwo hin, ohne vorher die Umgebung ein paar Minuten auf Bewegungen abgesucht hat. Wer in der Wildnis rumsteuert wie im heimischen deutschen Garten dann....
Das heißt nicht das es doch Überraschungen geben kann. South Luangwa, Hippo vor der Duschtür z. B
Darum gilt, kein Zaun bei Wildtierbestand .In der Gegend, immer Augen, Ohren und restlichen Sinne einschalten.
Die Natur verzeiht keine Fehler.
68 Beiträge · seit 201914. Nov. 2019 ·
EundM schrieb:
Die Tour nicht mehr anbieten. Das wäre meines Erachtens die einzige Lösung, bei der solche Unglücke ausgeschlossen werden können. Andere Massnahmen können vielleicht das Risiko verringern, aber nie ausschließen.
Bleibt doch bitte mal rational. Es haben sicher hunderttausende Touris bereits geführte Touren durch wildreiche Gebiete in Namibia gemacht, bei denen nichts passiert ist. Insofern muss man das doch ins Verhältnis setzen. Das ist ein tragischer Unfall. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Traumatisch für Angehörige und Tourteilnehmer. Statistisch wäre wahrscheinlich auch einer von hunderttausend Touristen zu Hause beim Fensterputzen raus gefallen oder sowas, wenn er zu dem Zeitpunkt nicht als Tourist in Namibia gewesen wäre, wo er solchen Tätigkeiten nicht nachgeht.

Deutlicher häufiger als Touristen werden einheimische Schwarze von Wildtieren getötet. Das interessiert anscheinend niemanden. Nun ist "einer von uns" betroffen, ein (weißer) deutschsprachiger Tourist. Ganz große Betroffenheit. Die Einheimischen müssen dann alle in die Städte ziehen, weil sich Zusammenstöße mit Wildtieren anders nicht ausschließen lassen oder wie ist da die Lösung? Oder interessiert uns das einfach weiter nicht?

Liebe Grüße
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2019
Themenstarter33,3k Beiträge · seit 200614. Nov. 2019 ·
OFF TOPIC
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Das interessiert anscheinend niemanden. Nun ist "einer von uns" betroffen, ein (weißer) deutschsprachiger Tourist. Ganz große Betroffenheit.
Wahre Worte! Das ist doch leider aber immer so. Da sterben 200.000 Menschen bei einem Tsunami, z. B. die deutsche Presse interessiert sich aber praktisch nur dafür, ob es denn deutsche Opfer gab. Ist total Banane ob die Toten Deutsche, Namibier, Nordkoreaner oder Argentinier waren. Insbesondere für die Angehörigen ist es immer schlimm.

Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
232 Beiträge · seit 201914. Nov. 2019 ·
Auch alles relativ, wenn es hier in Deutschland, Spanien, Italien nen Erdbeben, massenkarambolage o. Ä gibt mit zig Toten, wird es den schwarzen Namibianer in Rundu auch nicht in tiefste Trauer stürzen.... Meine ich.
Ich habe auch noch nicht erlebt, dass ein weißer Südafrikaner Bestürzung darüber geäußert hat, dass es hier 3000 Verkehrtstote gibt.
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2019
82 Beiträge · seit 201914. Nov. 2019 ·
Lieber Avoniker,
statistisch gesehen ist das Risiko gering, da hast du völlig recht. Aber eben auch nicht ausgeschlossen.
Mehr wollte ich damit auch nicht sagen.

Dass die einheimische Bevölkerung sehr viel gefährdeter ist- auch da hast du völlig recht.
Die leben in dort, und der zunehmende Tourismus macht es für sie auch noch schwieriger, wie loser bereits auf Seite 4 schrieb.
Auszug aus dem Beitrag von Loser:
"In den Lokalmedien berichten Einheimische, wie zunehmend frech und unerschrocken die Elefanten über die Jahre geworden sind und sie sehen diese Gewöhnung an Menschen durchaus als Folge des Tourismus und viele haben auch eine Stinkwut deswegen. Es wird den meisten Touristen nicht bewusst sein, dass ihr Freud des Anderen Leid bedeuten und verursachen kann. "


Ich bin der Meinung, dass es auch an uns als Touristen liegt, uns verantwortungsvoll und achtsam zu benehmen.
Wenn ich aber Berichte lese, wie andere FoMis beschreiben, dass so manches Fahrzeug von geführten Safari-Touren unangenehm auffällt, dann glaube ich, gelingt das leider nicht immer.
Und Tierwelt und einheimische Bevölkerung geraten noch mehr unter Druck.
Das hat mit Irrationalität nichts zu tun, finde ich.

Liebe Grüße
Elisabeth
74 Beiträge · seit 201914. Nov. 2019 ·
1. An die harten Typen, die hier, in der Anonymität des Forums, so rational erklären, das man sich doch bitte nicht so anstellen möge (sinngemäß).
Ihr werdet bestimmt an eure Worte denken, wenn es bei euch einen tragischen Zwischenfall in der Familie oder im Freundeskreis gibt. Aber Hey! Dann bitte kein Selbstmitleid und Gejammer 😉

2. Schon vor 15 Jahren war ich teilweise entsetzt und verärgert über so manchen Touri oder Guide in NAM oder BOZI. Tiere füttern, off road fahren, Tiere mit dem Auto jagen, Abfall legen lassen usw.
Die Folgen rücksichtslosen Verhaltens sind ja nicht immer gleich zu erkennen. Aber Tendenzen kann man ja schon erkennen.
In Savuti, Moremi und Etosha gab es schon damals Elefanten, die erschossen wurden, weil sie Autos und Zelte zerlegten. Schuld waren Touris, die trotz aller Warnungen Obst und Kekse im Zelt hatten...
Oder wer kennt noch die bösen Paviane von Third Bridge? Die verloren ihre Scheu und klauten den Leuten das Brot aus den Händen.

Jeder von uns trägt da Verantwortung.