Spontaner Madagaskar-Trip April/Mai 2018

Reisebericht 29 Antworten · 9’865 Aufrufe · gestartet 11. Dez. 2018 von Fluffy
Themenstarter174 Beiträge · seit 200611. Dez. 2018 ·
Hallo in die Runde,

nach längerer Abwesenheit hier im Forum habe ich mich wieder etwas eingelesen - Namibia wäre mal wieder nett 😛
Ich bin dann aber schon etwas geschockt, wie lange im voraus und v. a. wie fest die Reisen nach Namibia inzwischen geplant werden müssen - da muss frau erstmal nachdenken. Um mich etwas "nützlich" zu machen schreibe ich einen kurzen Reisebericht zu meiner letzten Madagaskar-Reise.

Im Februar einen Schnäppchenflug von Nürnberg nach Antananarivo für 725 EUR mit Air France gefunden und nach Rücksprache mit dem Fahrer meines Vertrauens gebucht. Es sollte eine Mischung aus Neuem und Bekanntem werden. Der grobe Plan war Westküste (Kirindy Forest und Kirindy NP), dann Ranomafana NP und schließlich noch einen Abstecher Richtung Osten (Andasibe). Das sollte in knapp drei Wochen gut zu bewerkstelligen sein.

Unbenannt-1.jpg



Am 26.04.2018 um 7:00 Uhr hoben wir in Nürnberg pünktlich ab und bei zwei Stunden Aufenthalt in Paris blieb auch noch Zeit für ein zweites Frühstück. Die Einreise nach Madagaskar war wie üblich langwierig, trotzdem durfte ich noch eine ganze Weile auf mein Gepäck warten. Nein, der Flughafen in Tana ist nicht groß - es ist nur alles sehr umständlich - dafür sind die Beamten aber nett und fröhlich. Gut nach Mitternacht wurde ich von meinem - inzwischen auch sehr müden - Fahrer, Freund und Bodyguard, Zo, erwartet und in einem Flughafenhotel abgeliefert.

27.04.2018
Frühstücken, Gepäck einladen und los. Um erstmal im Stau zu stehen - es zieht sich bis man aus der Stadt ist. Tagesziel ist Miandrivazo laut Google 6 h 45 min, dauert aber wesentlich länger - große Pausen sind nicht drin, wir wollen Strecke machen Richtung Osten und damit wir am nächsten Tag direkt zum Kirindy Forest durchfahren können.

Ein paar Eindrücke von unterwegs...und es wurde natürlich später als geplant 😉
_DSC3449.jpg


_DSC3457.jpg


_DSC3462.jpg
zuletzt bearbeitet 15. Dez. 2018
8’066 Beiträge · seit 200811. Dez. 2018 ·
Coucou Fluffy,

Du kommst mir gerade Recht! 🙂

Wir sind Ende Juli 2019 auch in Madagascar unterwegs. 😎

Erste Etappe wird auch Miandrivazo sein. Dann machen wir die Flussfahrt auf den Tsiribihina bis nach Belo sur Tsiribihina um anschliessend den Nationalpark Tsingy de Bemaraha zu besuchen.

Mensch ich freue mich riesig auf dein Feed Back und bin natürlich dabei! 😄

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter174 Beiträge · seit 200611. Dez. 2018 ·
Hallo Annick,

die Tsingy de Bemaraha sind noch ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Madagaskar-Karte 😗 ansonsten habe ich schon ein paar Ecken dort "abgearbeitet". Willkommen an Bord auf dem Weg durch das etwas andere Afrika 😄

Liebe Grüße
Carmen
zuletzt bearbeitet 12. Dez. 2018
Themenstarter174 Beiträge · seit 200612. Dez. 2018 ·
28.04.2018
für Annick erstmal ein morgendlicher Blick auf den Tsiribihina 😉

_DSC3475.jpg


Gleich nach dem Frühstück geht es los Richtung Kirindy Forest, ein privates Schutzgebiet nördlich von Morondava. Auf dem Weg dahin kommt man auch an die Baobab Allee

_DSC3540.jpg


Eine malerische Touristenfalle und ökologisches Desaster, vom ursprünglichen Wald sind nach Brandrodungen nur noch die Baobabs übrig. Der Trockenwald der Westküste schrumpft ständig, wie alle Wälder Madagaskars.

Wir genehmigen uns ein leckeres Mittagessen im Fanamby Reserve eine gute Fahrstunde vor dem Kirindy Forest. Auf der anschließenden Runde durch den Wald sehen wir schon die tagaktiven Larvensifakas und Rotstirnmakis. Im Restaurant "wohnen" ausserdem Zwerg-Mausmakis

DSC_6185.jpg

Rotstirnmaki

Schließlich kommen wir am Nachmittag im Kirindy Forest an. Oft wird dieses Reservat nur als Tagesausflug von Morondava oder als Stop auf dem Landweg zu den Tsingy von Bemaraha besucht. Dabei verpasst man aber die phantastischen Nachtexkursionen die dort möglich sind, z. B. die Riesenspringratten, die man sonst nirgends sehen kann. Die Hütten sind eher einfach gehalten, aber hier geht Location vor Komfort 😎 Bei aktuell 38° C tagsüber und immerhin noch 26° C um 21:00 Uhr stört es selbst mich alten Warmduscher kein bisschen, dass es nur "kaltes" Wasser in den Hütten gibt.
547 Beiträge · seit 201415. Dez. 2018 ·
Hallo Carmen

Dein Bericht kommt gerade rechtzeitig. Wir überlegen uns nämlich nächstes Jahr nach Madagaskar zu reisen und sollten uns langsam informieren... Für uns bisher ein weisser Fleck auf der Landkarte.

Ich bin gespannt auf deinen Bericht und freue mich auf die nächsten Reisetage.

LG Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
Themenstarter174 Beiträge · seit 200615. Dez. 2018 ·
29.04.2018

Kirindy Forest ist der perfekte Ort zum Entschleunigen 😛 Kein WLAN, kein Netz, kein TV... nur Exkursionen in den Wald und das kleine Restaurant. Die Menü-Auswahl ist überschaubar, das Essen einfach aber gut, mit freundlicher und aufmerksamer Bedienung.

Wegen der abgeschiedenen Lage hatte ich hier vorgebucht (als einzige Unterkunft der Reise) und gleichzeitig auch die Exkursionen in den Wald als Exklusiv-Touren reserviert - das ist zu empfehlen, da man sonst gegebenenfalls mit kleineren oder größeren Gruppen durch den Wald marschiert. Die Guides sind zwar etwas auf die "Highlights" Fossa, Springratte und Lemuren fixiert, aber durchweg alle gut ausgebildet und kommunikativ - in den staatlichen Parks ist es eher ein Glückspiel, ob man einen vernünftigen Guide bekommt.
Hier kommt noch ein kleiner Ausschnitt der Ausbeute:
Paradiesschnäpper
DSC_6279.jpg


Fossa
DSC_6314.jpg


Riesen-Seidenkuckuck (mit ca. 60 cm ein ordentlich großer Vogel)
DSC_6342.jpg


Riesenmausmaki
DSC_6379.jpg


Pygmäen-Eisvogel
DSC_6383.jpg


Westlicher Gabelstreifenmaki
DSC_6418.jpg

Das hat mich wahnsinnig gefreut. Die Kerlchen sind laut, unglaublich schnell unterwegs und das meist auch nur in den Baumkronen. I

Riesen-Springratte (etwa Kaninchengröße)
DSC_6424.jpg
Themenstarter174 Beiträge · seit 200615. Dez. 2018 ·
30.04.2018
Jemand isst meinen Bungalow 😕 jede Nacht spätestens um zwei Uhr morgens geht es los chrk chrk chrk... Gepäck und Ausrüstung blieben bislang verschont, der oder die Täter scheinen auf Holz spezialisiert zu sein

_DSC3580.jpg


Natürlich geht es heute wieder in den Wald:

Schmalstreifenmungo
DSC_6487.jpg


Rotschwanz-Wieselmaki
DSC_6497.jpg


und darf ich vorstellen: Madame Berthe oder auch Berthes Mausmaki - der kleinste Primat:
DSC_6553.jpg


Spitzschopf-Seidenkuckuck
DSC_6578.jpg
Themenstarter174 Beiträge · seit 200615. Dez. 2018 ·
01.05.2018
Zum Abschied löst sich noch das Rätsel des nächtlichen Lärms

_DSC3639.jpg
_DSC3640.jpg

Bilchschwänze 🤩 gehören zu den Madagaskar-Ratten - wer kann so niedlichen Ruhestörern schon böse sein 😄 und wie gesagt, sie haben sich ausschließlich am Bungalow gütlich getan.

Bevor wir uns verabschieden bekomme ich doch noch eine Boa vor die Linse
Nördliche Madagaskar Boa
_DSC3646.jpg


Fazit Kirindy Forest:
Ein bisschen leidensfähig muss man schon sein, wenn man hier ein paar Tage bleiben möchte. Die Bungalows, Restaurant etc. ist alles sehr basic, Berührungsängste mit der Natur sollte man nicht haben. Die Guides sind sehr gut und freuen sich über echtes Interesse, im Restaurant liegen sehr gute Bestimmungsbücher aus. Der beste Platz um die Fossa - auch tagsüber - zu sehen, ansonsten sind die Morgenexkursionen ohne besondere Höhepunkte. Dafür sind die Nachtexkursionen einsame Spitze - ich hatte tolle Sichtungen der vorkommenden nachtaktiven Lemuren (Riesen-Mausmaki. Berthes Mausmaki, Rotschwanz-Wieselmaki, Westlicher Fettschwanzmaki, Gabelstreifenmaki, Grauer Mausmaki und Zwerg-Mausmaki). Ich war jedenfalls total begeistert von meiner Ausbeute.

Noch ein Foto von Baobabs in ihrem natürlichen Umfeld:

_DSC3678.jpg


und wie es ausserhalb des Schutzgebietes aussieht:

_DSC3717.jpg
zuletzt bearbeitet 15. Dez. 2018
Themenstarter174 Beiträge · seit 200616. Dez. 2018 ·
02.05.2018

Zwischenstopp in Morondava, um zu klären ob und wie der Kirindy Mitea Nationalpark zu erreichen ist. Die Fahrt durch Salzwiesen und Marschland nach Belo-sur-Mer und von dort in den Nationalpark ist angeblich möglich. Eintritt soll vor Ort bezahlt werden, falls doch nicht möglich 😗
Die Alternative wäre ein Transfer per Boot von Morondava nach Belo-sur-Mer, was die Flexibilität doch sehr einschränken würde. Also wird gefahren - Gezeiten notiert und abgeklärt, wann wir in Morondava am besten starten sollten.

Das Hotel Trecicogne (günstig, sauber, sehr gutes Restaurant) reserviere ich gleich wieder für den Zwischenstopp auf der Rückfahrt. Auf der kleinen Halbinsel Nosy Kely liegt ein Hotel am anderen, das nur unwesentlich bessere, dafür viermal so teure Hotel Palissandre liegt schräg gegenüber.

Mit einiger Mühe gelingt es Zo uns doch zu dem letzten Sakalava-Schnitzer in Morondava durchzufragen, den wollte ich unbedingt besuchen, seit ich 2015 in Tulear in dem kleinen Museum so tolle Sakalava-Schnitzereien gesehen hatte.

_DSC3836.jpg


20180502_131802.jpg


und zum Abschluß des Tages noch ein kleiner Strandspaziergang 🙂

_DSC3791.jpg
Themenstarter174 Beiträge · seit 200616. Dez. 2018 ·
03.05.2018
Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem Schwenk zum Holzschnitzer - die Skulptur, die mir besonders gut gefallen hat war gestern noch in Arbeit - geht es mit Sakalava-Verstärkung auf dem Landweg nach Belo-sur-Mer. Es gibt verschiedene "Mautstellen" auf der Strecke, die Wege ändern sich ständig, Dörfer ziehen wegen der Viehdiebe um etc. und so begleitet uns ein Fahrerkollege von Zo, der aus Belo-sur-Mer stammt und ohnehin daheim etwas zu erledigen hatte.

20180503_075652.jpg


20180503_100630.jpg


20180503_112235.jpg



Unsere Begleitung ist Gold wert - teilweise stösst man auf ein übles Wegewirrwarr und aus Versehen in einem Viehdieb-Camp zu landen stelle ich mir wenig spaßig vor.
Bei den alten Häuptlingsgräbern können wir einem echten Grabmaler über die Schulter sehen. Achtung, man darf als "Weißer/Fremder" nicht einfach zu den Gräbern hingehen - immer umschauen, ob man jemanden findet, den man fragen kann. Ein kleiner Obolus wird erwartet aber weder verlangt noch herumgefeilscht.

_DSC3896.jpg


Gegen 13:00 Uhr erreichen wir Belo-sur-Mer, das Fischerdorf im Nirgendwo 😁

_DSC3910.jpg


Erstmal Lunch in einem kleinen namenlosen Restaurant an der Hauptstrasse, dann zum Nationalpark Office. Die "Hauptstrasse" nach Belo-sur-Mer verhieß schon wenig Gutes und im NP-Office wurde uns dann bestätigt, dass der Park auf dem Landweg noch unpassierbar ist. Wir könnten ein Fischerboot mieten und von Seeseite in den Park 😵 das wäre allerdings sehr teuer. Okay, dann erstmal eine Bleibe finden und dann überlegen was zu tun ist. Im Vorfeld hatte ich mir Hotel Entremer als 1. Wahl ausgesucht, wegen des natürlichen Pools. Hingefahren, angesehen und gleich eingezogen 🤩

Blick vom Restaurant
20180504_073513.jpg


Und der Bungalow
20180503_143553.jpg


Robinson-Feeling pur 😛 kleine gemütliche Anlage mit persönlichem Service alles liebevoll gestaltet und gut durchdacht. Der Tagesausflug in den Nationalpark wurde gleich mit verworfen und beschlossen, lieber das Dorf und die Umgebung zu erkunden und ein bisschen Robinson zu spielen 😄


_DSC3940.jpg
zuletzt bearbeitet 16. Dez. 2018
Themenstarter174 Beiträge · seit 200618. Dez. 2018 ·
04.05.2018
In dem Vezo-Dorf Belo-sur-Mer dreht sich alles um den Bootsbau und die Fischerei. Die traditionellen Lastkähne werden hier in Handarbeit gezimmert

_DSC4156.jpg


_DSC4205.jpg


_DSC4170.jpg


_DSC4021.jpg


früh übt sich:

_DSC4117.jpg


_DSC4173.jpg


_DSC4101.jpg


Langeweile kommt nicht auf und ich bin zufrieden, auf den Tagesausflug in den Park verzichtet zu haben.
Themenstarter174 Beiträge · seit 200618. Dez. 2018 ·
05.05.2018
Leider ist es schon wieder Zeit Abschied zu nehmen. Ich hätte es hier durchaus noch eine Weile "aushalten" können 😛

Nochmal eine letzte Runde durch die Anlage

20180504_073559.jpg


_DSC4308.jpg


die Warmwasserbereitung vom Entremer soll nicht unerwähnt bleiben - eine gute Idee
20180504_162128.jpg



Dann nochmal auf dem Fußweg durch die Lagune ins Dorf, mit Zo und Fina zum Lunch und dann zurück durch die Marsch nach Morondava

20180504_101326.jpg


_DSC4319.jpg


_DSC4325.jpg


Fazit Belo-sur-Mer und Entremer
Sehr ursprüngliches Fischerdorf, die Leute sind freundlich und aufgeschlossen. Keine Souvenirstände oder Händler am Strand, die andernorts durchaus lästig sein können. Man muss aber auch wissen, dass Baden an diesem Küstenabschnitt - gilt auch für Morondava - aufgrund der starken Strömung nicht ratsam ist. Direkt vor dem Entremer ist ein natürlicher Pool in dem man bei Flut auch mit Kindern gefahrlos baden kann. Strom und Warmwasser werden durch Sonnenenergie erzeugt, die Küche ist sehr gut und die Betreuung egal, ob Inhaberin (sehr nette Französin) oder Angestellte, sehr persönlich und zuvorkommend. Würde ich jederzeit wieder hinfahren.
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2018
913 Beiträge · seit 201519. Dez. 2018 ·
Spannende Tour!
Habe ich in Gedanken auch schon durchgeplant.
Ob ich allerdings schon für so viel Abenteuer bereit bin...? 😗
Ich hatte überlegt via Belo sur Mer bis Ifaty zu fahren mit guide natürlich.
Die Strände sehen toll aus. Ist aber sicher eine heftige Route.

LG yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
Themenstarter174 Beiträge · seit 200619. Dez. 2018 ·
Hallo Yvy,

einen Trip die Westküste hoch könnte ich mir auch gut vorstellen, so von Tulear nach Bemaraha 😎 Für eine Ersttäter-Tour wäre es mir aber zu einseitig und als Rundreise mit anderen Destinationen würdest Du bei 3 bis 4 Wochen Zeit praktisch nur im Auto sitzen.

Zum Fotografieren bin ich lieber zwei oder drei Tag am gleichen Ort, kann mir meine Zeit einteilen und muss nicht beim besten Fotolicht im Auto sitzen 😉

Vielleicht kannst Du den folgenden Regenwäldern ja auch was abgewinnen...und an der Ostküste gibt es auch sehr schöne Strände...

LG
Carmen
Themenstarter174 Beiträge · seit 200619. Dez. 2018 ·
06.05.2018
Ein langer Fahrtag von Morondava nach Antsirabe (484 km). Nach Einbruch der Dunkelheit angekommen und im Hotel Green Park (einfach, günstig, sauber - für einen Zwischenstopp völlig in Ordnung). Dummerweise hatte das Restaurant nebenan Ruhetag und weder Zo noch ich Lust auf eine weitere Autofahrt 😛 Also sind wir zu Fuß los, die Lampe wurde mir untersagt. O-Ton Zo: "Touristen erkennt man an den Stirnlampen - da sieht jeder Taschendieb schon von weitem wo was zu holen ist.

07.05.2018
Ab heute wandle ich wieder auf bekannten Pfaden. Ich habe im Dorf Ranomafana zwar kein Hotel vorgebucht, aber den Nationalpark Guide von 2015 angeschrieben und gefragt, ob er mich wieder führen würde. Wenn man ohne NP-Guide zum Eingang kommt, bekommt man einen zugewiesen - der kann dann gut sein oder aber auch nicht, die Varianz ist da sehr groß. Am 07.05. war er schon ausgebucht, hat aber nach dem Abendessen angerufen, ob wir noch ein paar Meter die Straße lang laufen wollen und den Ablauf der nächsten Tage besprechen. Nachts ist das Betreten der Nationalparks nicht erlaubt, die Nightwalks "in" den Nationalparks finden alle an öffentlichen Straßen statt.

Junger Baumboa, den wir von der Straße gepflückt haben
_DSC4393.jpg


Calumma oshaughnessyi
_DSC4437.jpg


Abgestiegen sind wir schließlich im Manja Hotel, einfache Bungalows, sauber, gute Küche
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2018
Themenstarter174 Beiträge · seit 200619. Dez. 2018 ·
08.05.2018
Ranomafana Nationalpark 🤩

unbekannte, aber hübsche Raupe:
_DSC4565.jpg


Brookesia superciliaris
_DSC4582.jpg


und nun zum dem Tierchen, das mich ursprünglich 2012 nach Madagaskar gelockt hat 😁
Uroplatus phantasticus


_DSC4620.jpg



_DSC4707.jpg


_DSC4715.jpg


Calumma nasutum
_DSC4790.jpg


Calumma crypticum
_DSC4831.jpg


Calumma crypticum (Jungtier)
_DSC4839.jpg
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2018
Themenstarter174 Beiträge · seit 200621. Dez. 2018 ·
09.05.2018
ein weiterer Tag im Nationalpark Ranomafana (Ranomafana = heißes Wasser)

Blick auf den Fluß kurz hinter dem Haupteingang des Parks:
_DSC4970.jpg


Edwards-Sifaka:
DSC_7018.jpg


Einer - von nur noch zwei - im Park lebenden großen Bambuslemuren:
_DSC5025.jpg

Madame hatte einen besonders leckeren Bambustrieb direkt am Weg gefunden und hat sich von uns ein keinster Weise stören lassen.
Ein Versuch eine neue Gruppe anzusiedeln ist kläglich gescheitert. In Andasibe habe ich später erfahren, dass bei dieser Umsiedelung alles falsch gemacht wurde was nur irgend möglich war.

Goldener Bambuslemur:
DSC_7143.jpg


Schlafender Uroplatus phantasticus (man beachte das als "Blattstiel" abgestreckte Beinchen):
_DSC5071.jpg


Uroplatus sikorae:
_DSC5085.jpg


Megaloremmius leo, Sparassidae:
_DSC5179.jpg
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2018
5’069 Beiträge · seit 201421. Dez. 2018 ·
Hi Carmen,
als "stille Mitleserin" muss ich mich jetzt auch endlich mal zu Wort melden und Danke sagen für den interessanten Bericht und die tollen Bilder!
und nun zum dem Tierchen, das mich ursprünglich 2012 nach Madagaskar gelockt hat 😁
Uroplatus phantasticus


Das kann ich gut verstehen! Ich habe das "kleine Gespenst" bisher nur einmal auf einer Reptilienbörse gesehen. Allein schon wegen der Geckos und Chamäleons ist Madagaskar bestimmt eine Reise wert.

LG Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
Themenstarter174 Beiträge · seit 200621. Dez. 2018 ·
10.05.2018
Letzter Tag in Ranomafana

Mit einem kurzen Blick auf den östlichen oder grauen Bambuslemur habe ich dann doch alle gesehen:
_DSC5269.jpg


Der Giraffenhalskäfer darf natürlich nicht fehlen 😄
DSC_7249.jpg


Ich fotografiere liebend gerne auch all die anderen interessanten Insekten, allerdings fällt mir die Bestimmung unglaublich schwer - vielleicht hat ja jemand eine Idee:
DSC_7186.jpg

DSC_7304.jpg

DSC_7334.jpg


Eines der größten Chamäleons, das Calumma parsonii, ist in freier Wildbahn schwer zu entdecken. Zumindest die ausgewachsenen Tiere halten sich sowohl tagsüber als auch nachts hoch in den Bäumen auf. Ein ausgewachsenes Männchen lebt in der Nähe von Ranomafana in einem Mangobaum auf einem kleinen Bauernhof. Ich bin kein Freund von Wildtierhaltung und Streichelzoos für Touristen, habe mich aber doch breitschlagen lassen das Tier anzusehen. So ein Parsonii-Mann wird bis zu 30 cm lang plus nochmal ca. 70 cm Schwanz:
DSC_7667.jpg

DSC_7681.jpg

Ich konnte nicht mal nörgeln 😉 Das Tier war entspannt, augenscheinlich gesund und ohne Parasiten und lebt tatsächlich frei in einem riesigen Mangobaum, von dem es bei Bedarf vom Enkel des Bauern geholt wird. Auch auf dieser Eingriff in seine Privatsphäre hat ihn nicht wirklich gestört.
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2018
Themenstarter174 Beiträge · seit 200622. Dez. 2018 ·
11.05.2018
Zeit sich aus Ranomafana zu verabschieden.

Fazit Ranomafana NP und Hotel Manja
Manja ist eine einfache, sehr saubere Anlage mit einem guten kleinen Restaurant etwas ausserhalb vom Dorf Ranomafana, freundliche einheimische Inhaberin, WLAN... ich war zum zweiten Mal da und würde auch bei einem dritten Besuch wieder dort übernachten. Die Bungalows liegen an einem steilen Hang, sollte jemand nicht besonders fit sein oder fußkrank, empfiehlt es sich nach einem Häuschen möglichst weit unten zu fragen.

Für den Park empfiehlt es sich - wie für fast alle Parks - zu verschiedenen Uhrzeiten Exkursionen zu unternehmen, um ein möglichst breites Spektrum der Tierwelt zu sehen (Lemuren halten sich zu bestimmten Uhrzeiten ausschließlich in den Baumkronen auf und sind dann praktisch unsichtbar). Hier ist das Know How des Guides gefragt, ein guter Guide weiß, wann und wo die besten Sichtungen zu erwarten sind und passt den Tagesablauf ggf. der Witterung an, ein schlechter Guide läuft nur einen Rundweg mit Euch ab.

Wir verabschieden uns nach dem Frühstück noch von Diamondra und setzen ihn am NP Office ab, wo er seine Kunden in Empfang nimmt. Dann geht wieder Richtung Antsirabe als Zwischenstopp vor der letzten Station in Madagaskar.

DSC_7702.jpg


Obstverkäufer am Strassenrand gibt es fast überall - diesmal: Physalis
20180507_131717.jpg


Reis und Tilapia - wächst alles auf einem Feld 😛
DSC_7715.jpg


Ich wäre schon neugierig gewesen auf die chinesische Bolognese, hab mich aber dann doch für etwas anderes entschieden
20180511_133345.jpg