1 Löwe im Klo, 2 Reifenplatzer und 6 Kameras

Reisebericht 40 Antworten · 14,3k Aufrufe · gestartet 15. Apr. 2018 von Bobu
65 Beiträge · seit 201619. Apr. 2018 ·
Vielen Dank fürs Zeigen... Ganz fantastische Fotos... Ich freue mich auf mehr... 🙂
8’065 Beiträge · seit 200819. Apr. 2018 ·
Hi Boris,

Ich bin auch von deinen Bildern begeistert!

Danke für's Mitnehmen.

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter69 Beiträge · seit 201721. Apr. 2018 ·
Von Kolmannskuppe sind wir dann über die B4 und C13 auf die D707 abgebogen. In vielen Posts hier im Forum wird sie als die schönste Straße in Namibia beschrieben. Dementsprechend hoch waren dann auch unsere Erwartungen. Und wie das so häufig ist, wenn man sehr hohe Erwartungen hat, waren wir dann auch eher etwas enttäuscht. Uns hat z.B. die C27 von Sesriem bis zum Abzweig der D707 deutlich besser gefallen. Trotzdem war es aber die absolut richtige Entscheidung die D707 entlangzufahren. Das wussten wir aber zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Leicht enttäuscht und ohne Reservierung für die nächste Nacht (wegen der spontanen Umplanung) mussten wir versuchen zeitnah ein nettes Camp zu finden. Nach kurzer Recherche im Internet in Lüderitz waren unsere Top-Favoriten Namtib, Koiimasis und Kanaan. Am Tor zur Namtib Farm dann die erste Ernüchterung: dort stand ein großes Schild, dass Gäste ohne vorherige Reservierung nicht willkommen sind. Wenn wir irgendwo nicht willkommen sind, dann wollen wir uns auch nicht aufdrängen. Also ging’s weiter nach Koiimasis (ergänzende Info: vor ein paar Tagen hatte ich mit ein paar Bekannten gesprochen, die auch letztes Jahr in der Gegend waren: sie hatten auch nicht vorher reserviert, sich aber von dem Schild am Namtib Tor nicht abschrecken lassen und sind einfach weiter reingefahren und wurden dort entgegen der Ankündigung dann freundlich aufgenommen).

Als wir an der Koiimasis Ranch ankamen war es schon ziemlich spät. Zum Glück war noch ein Zeltplatz für uns frei. Die Besitzerin ist etwas gewöhnungsbedürftig: durchaus sehr hilfsbereit aber Regeln müssen unter allen Umständen eingehalten werden, auch wenn sie zumindest auf den ersten Blick vielleicht ziemlich sinnlos erscheinen. Die Familie vor uns beim Check-In hatte aus Versehen eines der vielen Betreten-Verboten-Schilder missachtet und wurde dann ermahnt wie eine Gruppe kleiner Schulkinder. Irgendwie habe ich mich da an den Hausmeister aus meiner Grundschulzeit erinnert gefühlt 🙂

Die ganze Anlage ist aber ansonsten traumhaft schön. Ich glaube es ist sogar der schönste kommerzielle Campground mit Infrastruktur, den ich bislang in meinem Leben aufgesucht habe (und das sind inzwischen ziemlich viele).







Es gab einen großen Grillplatz, Tische und Bänke, ein wunderschönes Privatbad, das auch in einem 4 Sterne Hotel eine gute Figur abgegeben hätte, und eine absolut traumhafte Landschaft drum herum. Es wirkte auch nicht zu stylisch oder schickie-mickie, es blieb immer noch ein ausreichender Hauch von Rustikalität und Abenteuer übrig. Wir waren rundum begeistert von der Location und können sie nur weiterempfehlen.

Am Farmhaus kauften wir dann noch frische Eier, etwas Grillfleisch und geräuchertes Oryx.

Am nächsten Tag haben wir dann die Umgebung etwas genauer mit dem Landcruiser erkundet. Die Landschaft ist einfach traumhaft schön dort. Direkt hinter der Farm gibt es einen kleinen Aussichthügel, wo man mit dem Geländewagen rauffahren kann und dann einen fantastischen Blick über die Umgebung einschließlich den Tirasbergen hat. Wir haben von dort oben den Sonnenuntergang genossen. Ebenfalls sehr interessant war ein Köcherbaumwald, der ca. 30 Minuten mit dem Auto vom Camp entfernt an einer Bergflanke liegt.
Sehr angenehm war auch, dass man sich mitten in der Nacht problemlos alleine auf dem ganzen Gelände bewegen durfte. Es gab keine Einschränkungen diesbezüglich und gefährliche Situationen (mit Menschen oder Tieren) waren dort auch nicht zu erwarten. Ideal also für ein paar weitere Milchstraßenfotos.
Bei den Panoramafotos lohnt sich wieder das draufklicken, um sie in voller Größe genießen zu können.































Nach zwei Nächten sind wir dann schweren Herzens wieder abgereist. Ich hätte mir gut vorstellen können dort noch 2-3 weitere Nächte zu verbringen. Am Abreisetag hatten wir uns dann spontan entschlossen noch auf die Kanaan Farm zum Frühstücken/Mittagessen zu fahren. Eine gute Entscheidung. Auch diese Farm ist wirklich schön. Die Landschaft ist etwas weniger abwechslungsreich als auf Koiimasis, aber trotzdem wunderschön und das Restaurant ist ein echtes Highlight mit super-nettem Service, fantastischem Blick und schöner, stylischer Inneneinrichtung.
Von Kanaan ging’s dann schließlich weiter zum Köcherbaumwald bei Keetmanshoop.
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2018
Themenstarter69 Beiträge · seit 201721. Apr. 2018 ·
Neben dem Danke-Button nun noch ein paar persönliche Antworten:
hhdkram schrieb:Moin Bobu,
Kompliment - Du hast Top-Fotos eingestellt. Bin begeistert!
Gruß,
Dieter
Danke Dieter!
Dillinger schrieb:Hallo Boris,

danke für deinen Bericht und vor allem für die fantastischen Fotos. Die sind echt der Hammer und wunderschön.

Gruß Markus
Danke Markus!
Gabi-Muc schrieb:Hallo,

sehr schöne Fotos. Mein Mann ist auch Fan von Sony Kamaras. Bei uns geht es in 5 Wochen in den Etosha und die Fotos steigern meine Vorfreude noch mehr.

LG

Gabi
Danke Gabi! Gerade wenn man viel reist und Größe und Gewicht der Fotoausrüstung ein Rolle spielen ist Sony zur Zeit der beste Kompromiss aus Bildqualität und Größe. Ich hatte vorher eine Nikon D800E. Die Fotos waren definitiv genauso gut wie mit der Sony, aber die gesamte Ausrüstung war in Summe fast doppelt so groß und schwer. Viel Spaß in Etosha!
Martina56 schrieb:Hallo Boris,
vielen Dank für die gigantischen Fotos und das Einstellen des Berichts.
LG
Martina
Danke Martina!
lormon schrieb:So schöne Bilder - danke!
Danke lormon!
tigris schrieb:Hallo Boris,

vielen Dank, dass Du uns auf Eure Reise mit nimmst.

Deine Bilder gefallen mir ausgesprochen gut und dafür, dass Du nur 135 mm als maximale Brennweite dabei hattest, sind Dir tolle Tieraufnahmen gelungen. Mein bisheriger Favorit ist das hier:
...
und ich kann Dir gar nicht mal genau sagen, warum.... es spricht mich irgendwie am meisten an 😗
Die Landschaften sind natürlich der Knaller - da merkt man, wo Dein Fokus in der Fotografie liegt 🤩

Ich freue mich jedenfalls auf eine Fortsetzung Eurer Ralley durch Namibia

Viele Grüße
Simone
Danke Simone! Das Zebrabild ist auch eins von meinen Favoriten bei den Tierbildern. Das Zebrafohlen einfach extrem süß und flauschig aussehen trägt da sicher dazu bei 🙂
Elde schrieb:Hallo Bobu,
das sind ja traumhaft schöne Fotos die du hier präsentierst, sehr stimmungsvoll! Da merkt man doch das du das professionell betreibst. Die Bilder sprechen für sich, da ist gar nicht mehr viel Text erforderlich. Ich reise gerne weiter mit euch mit und staune und staune 😄

Lothar
Danke Lothar! Ich hoffe, das heißt nicht, dass mein Text nichts taugt und ich den besser weglassen soll? 🙂
Aber ja, ich bin mit Sicherheit ein besserer Fotograf als Schriftsteller/Journalist.
Daxiang schrieb:Hi Boris,

habe mir heute Morgen deine tollen Fotos betrachtet und bin total begeistert. Vielen Dank fürs Zeigen!

LG Konni
Danke Konni!
chemamsee schrieb:Vielen Dank fürs Zeigen... Ganz fantastische Fotos... Ich freue mich auf mehr... 🙂
Danke chemamsee! Es kommt noch mehr, aber nicht mehr so viel. Die Köcherbäume bei Keetmanshoop werden aber auf jeden Fall noch mal ganz interessant.
ANNICK schrieb:Hi Boris,

Ich bin auch von deinen Bildern begeistert!

Danke für's Mitnehmen.

Es grüsst
Annick
Danke Annick!
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2018
210 Beiträge · seit 201721. Apr. 2018 ·
Hoi
Danke für die Beschreibung von Koiimasis. Man hört ja unterschiedliche Dinge und wir werden in ca 2 Wochen dort sein und die Fotos steigern unsere Vorfreude. Hast Du noch spezielle Tips?
Grts
Marianne
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
16,9k Beiträge · seit 201222. Apr. 2018 ·
Bobu schrieb:Von Kolmannskuppe sind wir dann über die B4 und C13 auf die D707 abgebogen. In vielen Posts hier im Forum wird sie als die schönste Straße in Namibia beschrieben. Dementsprechend hoch waren dann auch unsere Erwartungen. Und wie dass so häufig ist, wenn man sehr hohe Erwartungen hat, waren wir dann auch eher etwas enttäuscht. Uns hat z.B. die C27 von Sesriem bis zum Abzweig der D707 deutlich besser gefallen.
Da gehe ich mit Dir 100 % d´accord!
Bobu schrieb:Die Besitzerin ist etwas gewöhnungsbedürftig: durchaus sehr hilfsbereit aber Regeln müssen unter allen Umständen eingehalten werden, auch wenn sie zumindest auf den ersten Blick vielleicht ziemlich sinnlos erscheinen. Die Familie vor uns beim Check-In hatte aus Versehen eines der vielen Betreten-Verboten-Schilder missachtet und wurde dann ermahnt wie eine Gruppe kleiner Schulkinder. Irgendwie habe ich mich da an den Hausmeister aus meiner Grundschulzeit erinnert gefühlt 🙂
Genau so haben wir es auch erlebt. Die Farmerin ist sehr, sehr speziell.
Wir sind sofort abgekanzelt worden, da wir es versehentlich gewagt hatten außerhalb der "Sprechzeiten" dort aufzuschlagen. Überall Schilder mit Regeln, Verbote, Regeln, Verbote.....

LG
Logi
Themenstarter69 Beiträge · seit 201722. Apr. 2018 ·
marianne2014 schrieb:Hoi
Danke für die Beschreibung von Koiimasis. Man hört ja unterschiedliche Dinge und wir werden in ca 2 Wochen dort sein und die Fotos steigern unsere Vorfreude. Hast Du noch spezielle Tips?
Grts
Marianne
Eigentlich nicht. Einfach genießen und vielleicht zum Sonnenuntergang einen Spaziergang auf einen der umliegenden Hügel unternehmen.

Einen kleinen Tipp habe ich aber doch noch für Dich: Der Köcherbaumwald ist nicht ganz so einfach zu finden, daher hier die GPS Koordinaten als Hilfestellung: 25°53'7" S 16°18'40" E

Viele Grüße und viel Spaß in Koiimasis
Boris
Themenstarter69 Beiträge · seit 201722. Apr. 2018 ·
Nach einer kurzen Besichtigung des Duwisib Castle (hat uns nur mäßig beeindruckt) und der obligatorischen Apfelkuchenkuchenpause in Helmeringhausen haben wir dann am späten Nachmittag Keetmanshop erreicht. Die Stadt war nicht sonderlich interessant also ging’s gleich weiter zum Mesosaurus Fossil Camp. Die weitläufige Anlage ist sehr schön und der Besitzer sehr sympathisch. Wir haben uns dann einen Stellplatz im Schatten eines Baumes direkt unter einem riesigen Vogelnest gesucht. Tagsüber war es da ziemlich quirlig. Permanent sind Vögel rein und raus geflogen. Nachts war aber zum Glück Ruhe.



Auf dem Gelände standen viele Köcherbäume verteilt rum. Der „Wald“ war nicht ganz so dicht wie beim offiziellen Köcherbaumwald vor Keetmanshoop, zum Fotografieren war Mesosauras aber meiner Meinung nach sogar besser geeignet.



























Außerdem konnte man natürlich sehr bequem nachts noch eine Runde drehen und direkt vor dem Zelt noch ein paar weitere Sternenhimmelfotos aufnehmen. Da im Vergleich zum Beginn der Reise, der Mond inzwischen aber ganz schön zugenommen hatte war die Milchstraße nur noch schwach zu erkennen. Dafür konnte man dann aber die Landschaft und insbesondere die Köcherbäume im hellen Mondlicht deutlich besser auf den Fotos erkennen und auch das Wandern ist Nachts bei Mondlicht natürlich viel einfacher.







Wir haben dann auch noch den Köcherbaumwald bei Keetmanshop sowie den Giants Playground gegenüber erkundet.



Es war dort aber etwas viel los für meinen Geschmack. Große Gruppen von asiatischen Touristen, die mit Reisebussen angekarrt wurden, haben das Naturerlebnis etwas geschmälert. Bei Mesosaurus waren wir dagegen fast immer ganz alleine unterwegs. Zum Essen sind wir dann noch in die Central Lodge in Keetmanshoop gefahren. Im schönen Innenhof kann man gemütlich sitzen und es gibt auch eigene Parkplätze im Innenbereich. Man hat beim Essen das Auto so immer im Blick und muss sich keine Sorgen um das Gepäck im Auto machen.
Von der Central Lodge aus haben wir dann bei der Bagatelle Kalahari Game Ranch angerufen und eine Campsite für die nächsten zwei Nächte gebucht. Nach zwei Nächten auf dem Mesosaurus Camp ging’s dann am nächsten Morgen also zum Abschluss der Reise noch in die Kalahari.
zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2018
Themenstarter69 Beiträge · seit 201722. Apr. 2018 ·
Wir hatten über Bagatelle vor unserer Reise schon viel Positives gelesen, wussten aber trotzdem nicht so recht was uns da genau erwarten würde. Und irgendwie weiß ich selbst jetzt nach der Reise noch nicht so genau, was ich von Bagatelle halten soll.

Ohne Frage, auf der Bagatelle Game Ranch ist alles perfekt organisiert. Jeder der dort arbeitet, ist superfreundlich und extrem hilfsbereit. Alles ist hochglanzpoliert und durchgestylt. Jeder Staubfussel wird sofort weggewischt und alle Fußspuren auf dem Sandboden vor der Lodge werden mehrmals am Tag mit Besen und Harke beseitigt.

Mir war es aber deutlich zu perfekt und glatt. Irgendwas fehlte mir da. Ich habe mich zum Teil mehr wie in einer künstlichen Disney-Welt gefühlt als in Afrika.

Bitte nicht falsch verstehen: ich bin mir sicher, dass sich die meisten Leute super wohl auf der Bagatelle Ranch fühlen werden und ich mit meiner Einschätzung wahrscheinlich eher die Ausnahme darstelle.

Auch die Landschaft der Kalahari mit ihren sanften roten Dünen ist mir insgesamt irgendwie zu lieblich, mir fehlte einfach die Wildheit der Namib.

Die Campsites liegen sehr weit auseinander und sind mit perfekt funktionierender Infrastruktur ausgestattet, haben aber auch deutlich weniger Atmosphäre als z.B. auf Koiimasis.



Mit dem eigenem Auto darf man die diversen Wege auf dem Gelände nicht selbst erkunden. Stattdessen muss man immer organisierte Ausfahrten buchen. Die sind durchaus interessant und gut gemacht, waren aber trotzdem nicht so ganz mein Ding. Zum Glück gibt es aber deutlich weniger Beschränkungen, wo man zu Fuß hinlaufen darf. Wir haben dann alleine eine längere Wanderung durch die Dünen unternommen, die sehr schön war.



























Katzen und sonstige Tiere sind auf Bagatelle strikt voneinander getrennt. Die beiden älteren Geparde sind in einem mittelgroßen umzäunten Bereich eingesperrt, die Jung-Geparde befinden sich in einem relativ kleinen Käfig nahe der Lodge und die anderen Haus- und Wildtiere können sich auf dem umzäunten Gelände der Lodge frei bewegen.

Zu den Geparden werden dann zwei verschiedene Touren angeboten. Eine mit Füttern und Streicheln und eine mit Schwerpunkt auf Beobachten. Wir haben Beide gemacht. Zum Fotografieren war die zweite besser.







Insgesamt habe ich mich über die Löwen-Sichtungen im Etosha Nationalpark aber deutlich mehr gefreut als über die Besichtigung der eingesperrten Geparden auf Bagatelle.

Wir haben an beiden Abendenden auf Bagatelle an dem Abendessen im Lodge-Restaurant teilgenommen. Das Atmosphäre war sehr angenehm und stimmungsvoll.



Das Essen war gut, aber nicht überragend, und für das Gebotene auch etwas zu teuer.

In Summe war Bagatelle ein sehr schöner und entspannter Abschluss unserer Reise mit Rundum-Sorglos-Paket. Ich würde da aber sehr wahrscheinlich nicht nochmal hinfahren.

Nach zwei Nächten in der Kalahari ging es dann am Tag vor unserem Rückflug zurück nach Windhoek, wo wir die letzte Nacht in einem Guesthouse in der Stadt verbrachten. Nachdem wir bei unserer letzten Namibia-Reise zwei Mal im Joe’s Beerhouse Essen waren, wollten wir diesmal was Neues ausprobieren. Am Abend vor dem Abflug sind wir ins NICE gegangen und am Abreisetag dann noch ins Stellenbosch. Das NICE hat mir leider gar nicht gefallen. Die Atmosphäre war mir zu steif und das Medium Rare bestellte Steak war eher Well Done.
Naja, dafür war das Stellenbosch dann aber eine sehr positive Überraschung. Freundliche Bedienung, hervorragendes Essen und nette, lockere Atmosphäre. Insbesondere der Innenhof ist wirklich sehr gemütlich. Und das Steak war diesmal perfekt zubereitet.

Die Mietwagenrückgabe bei Africa On Wheels sowie der Rückflug mit Condor waren dann wieder völlig problemlos. Grundsätzlich kann ich Africa On Wheels als Vermieter empfehlen und würde beim nächsten Mal auch wieder bei denen mieten. Bei kritischeren Touren in abgelegene Gebiete würde ich dann aber darauf bestehen, dass ältere, abgefahrene Reifen vorher noch gegen Neue ausgetauscht werden.

Das war’s es dann erst mal mit unserem Reisebericht. Als nächstes werde ich mich an die vielen Stunden Videomaterial ransetzen und daraus dann hoffentlich in einigen Wochen einen interessanten kurzen Videofilm von unserer Tour zusammenschneiden. Sobald der fertig ist, werde ich hier einen entsprechenden Link posten.

Über jedes weitere Feedback zu den Bildern und/oder dem Text freue ich mich sehr. Ebenso beantworte ich gerne alle weiteren Fragen, die vielleicht noch hochkommen.

Wir werden sicher irgendwann nochmal nach Namibia fahren, in den nächsten 2-3 Jahren haben wir jetzt aber erst mal Neuseeland und Australien geplant.

Viele Grüße

Boris
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2018
294 Beiträge · seit 201622. Apr. 2018 ·
Absolut Spitze finde ich die Köcherbäume vor dem Sternenhimmel. Meine Hochachtung auch vor der gekonnten Bildbearbeitung. Da steckt eine Menge Arbeit drin, die sich aber, wie man bei dir sehen kann, lohnt. Die Landschaft an der D707 hat uns auch sehr beeindruckt, besonders die Möglichkeit in dieser tollen Landschaft zu wandern und sie so ganz anders kennen zu lernen als vom Auto aus. Wir haben das von Namtib aus gemacht. Wir sind dort sehr freundlich aufgenommen und hervorragend bekocht worden. Die Campsite sah dort auch sehr gut aus. Ich bin gespannt wie es bei euch weitergeht.
viele Grüße
Lothar
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage: https://fldegen.jimdo.com/
3’883 Beiträge · seit 201122. Apr. 2018 ·
Vielen Dank für deinen Bericht, Boris.
Wir haben Bagatelle 2016 genau so empfunden wie ihr. Wir kamen ebenfalls "aus dem Busch" zurück, waren davor 2 Nächte im Mesosaurus Restcamp und fanden uns auf Bagatelle fehl am Platz. Bei der Ankunft wurden wir mit einem Glas kalten Obstsaft auf "Silbertablett" empfangen und ich bin in Gedanken verzweifelt meine nach 5 Wochen ziemlich abgewohnte Kleidung durchgegangen. Wäre die Erdmännchenkolonie nicht gewesen, wäre ich enttäuscht gewesen. Wir haben dort keine Aktivität mitgemacht, sondern am Ende unserer Reise nur noch relaxt.
Einen schönen Sonntag wünscht
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
2’203 Beiträge · seit 201623. Apr. 2018 ·
Hallo Boris,

danke für den tollen Bericht und die stimmungsvollen Bilder. Diese habe ich mir sehr gerne angesehen.

Australien steht auch auf meiner Liste. Neuseeland würde auch auf meiner Wunschliste stehen, aber im deutschen Winter sind mir die Schulferien zu kurz und im deutschen Sommer ist es mir in Neuseeland zu kalt. Zu welcher Jahreszeit wollt Ihr nach Neuseeland?

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
5’490 Beiträge · seit 200923. Apr. 2018 ·
Vielen Dank für den schönen Reisebericht mit den vielen tollen Bildern.

Besonders interessant ist für mich die Info, dass es jetzt auf Koimasis Strecken für Selbstfahrer gibt, um das Farmgelände zu erkunden. Diese Möglichkeit gab es bei unserem Aufenthalt auf der Farm noch nicht. Ein guter Grund, Koimasis noch einmal zu besuchen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter69 Beiträge · seit 201723. Apr. 2018 ·
Elde schrieb:Absolut Spitze finde ich die Köcherbäume vor dem Sternenhimmel. Meine Hochachtung auch vor der gekonnten Bildbearbeitung. Da steckt eine Menge Arbeit drin, die sich aber, wie man bei dir sehen kann, lohnt. Die Landschaft an der D707 hat uns auch sehr beeindruckt, besonders die Möglichkeit in dieser tollen Landschaft zu wandern und sie so ganz anders kennen zu lernen als vom Auto aus. Wir haben das von Namtib aus gemacht. Wir sind dort sehr freundlich aufgenommen und hervorragend bekocht worden. Die Campsite sah dort auch sehr gut aus. Ich bin gespannt wie es bei euch weitergeht.
viele Grüße
Lothar
Danke Lothar! Beim nächsten Mal würde ich mir Namtib (mit entsprechender Vorreservierung) auch mal anschauen.

VG

Boris
Themenstarter69 Beiträge · seit 201723. Apr. 2018 ·
freshy schrieb:Vielen Dank für deinen Bericht, Boris.
Wir haben Bagatelle 2016 genau so empfunden wie ihr. Wir kamen ebenfalls "aus dem Busch" zurück, waren davor 2 Nächte im Mesosaurus Restcamp und fanden uns auf Bagatelle fehl am Platz. Bei der Ankunft wurden wir mit einem Glas kalten Obstsaft auf "Silbertablett" empfangen und ich bin in Gedanken verzweifelt meine nach 5 Wochen ziemlich abgewohnte Kleidung durchgegangen. Wäre die Erdmännchenkolonie nicht gewesen, wäre ich enttäuscht gewesen. Wir haben dort keine Aktivität mitgemacht, sondern am Ende unserer Reise nur noch relaxt.
Einen schönen Sonntag wünscht
freshy
Beruhigt mich, dass ich mit meiner Meinung nicht ganz allein dastehe. Die Erdmännchenkolonie haben wir leider nicht gesehen. Wo war denn die?

Viele Grüße

Boris
Themenstarter69 Beiträge · seit 201723. Apr. 2018 ·
Gabi-Muc schrieb:Hallo Boris,

danke für den tollen Bericht und die stimmungsvollen Bilder. Diese habe ich mir sehr gerne angesehen.

Australien steht auch auf meiner Liste. Neuseeland würde auch auf meiner Wunschliste stehen, aber im deutschen Winter sind mir die Schulferien zu kurz und im deutschen Sommer ist es mir in Neuseeland zu kalt. Zu welcher Jahreszeit wollt Ihr nach Neuseeland?

LG

Gabi
Das Problem mit den Schulferien und Reisenzielen auf der Südhalbkugel haben wir auch. Bei unserer ersten Neuseeland-Reise vor ca. 10 Jahren ist Linnéa noch in den Kindergarten gegangen. Da war es dann auch in unserem Winter ohne Probleme möglich mal 4 Wochen weg zu fahren.
Bei unserer letzten Reise nach Australien war Linnéa dann schon in der Grundschule und es war deutlich schwieriger. Ich habe dann einen Antrag auf Sonderbefreiung beim Schulleiter gestellt, der zum Glück auch genehmigt wurde. Wir waren dann 4 Wochen über Weihnachten in Tasmanien. Am Flughafen war übrigens die erste Frage des Polizeibeamten, ob wir eine Schulbefreiung haben. Hatten wir zum Glück, sonst wäre die Reise sehr schnell zu Ende gewesen.

Jetzt ist sie auf dem Gymnasium und da funktioniert das mit der Befreiung leider überhaupt nicht mehr. Wir werden daher diesmal ganz regulär in den Sommerferien fahren. Damit es uns dann auf Neuseeland nicht zu kalt wird werden wir uns auf die Nordinsel beschränken. Da wir beim letzten Mal nur auf der Südinsel waren, ergänzt sich das dann ganz gut.

Patagonien würde ich auch sehr gerne mal mit meiner Tochter machen. Da habe ich aber noch keine gute Lösung gefunden. In unserem Sommer ist es da einfach zu ungemütlich. Als Notlösung bin ich dann zwei mal kurz alleine dort hingeflogen.

Viele Grüße

Boris
Themenstarter69 Beiträge · seit 201723. Apr. 2018 ·
Topobär schrieb:Vielen Dank für den schönen Reisebericht mit den vielen tollen Bildern.

Besonders interessant ist für mich die Info, dass es jetzt auf Koimasis Strecken für Selbstfahrer gibt, um das Farmgelände zu erkunden. Diese Möglichkeit gab es bei unserem Aufenthalt auf der Farm noch nicht. Ein guter Grund, Koimasis noch einmal zu besuchen.
Ja, auf den Pisten mit dem eigenen Auto selbst rumfahren war überhaupt kein Problem. Interessant, dass das früher mal nicht ging.

Viele Grüße

Boris
2’203 Beiträge · seit 201623. Apr. 2018 ·
Hallo Boris,

ja, das gleiche Problem haben wir auch. Deswegen habe ich erstmal nur Australien in's Auge gefasst. Ein paar Tage Sydney und dann von Cairns nach Brisbane. Das ist im August/September kein Problem. Allerdings habe ich kein so tolles Australien-Forum mit so vielen Reiseberichten gefunden wie das Namibia-Forum. Das macht die Planung schon etwas schwerer. Aber von Cairns nach Brisbane plane ich einen Camper ein, dann muss ich hoffentlich nicht alles vorbuchen.

Der Vorteil an dem südlichen Afrika ist die schnellere Flugzeit und kein Jetlag. Deswegen haben wir es bisher noch nicht nach Australien geschafft.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
1’042 Beiträge · seit 201624. Apr. 2018 ·
Hallo Boris,
Bobu schrieb:
Wir hatten über Bagatelle vor unserer Reise schon viel Positives gelesen, wussten aber trotzdem nicht so recht was uns da genau erwarten würde. Und irgendwie weiß ich selbst jetzt nach der Reise noch nicht so genau, was ich von Bagatelle halten soll.
ich weiß ganz genau was ich von der Bagatelle halten soll... Wir hatten dort zum ersten Mal im Leben Giraffen in freier Wildbahn gesehen und beim Game Drive fuhr uns dann auch der Fahrer so hin, dass das Licht perfekt war und die dahinter liegende Landschaft beinahe auch... 😉
Bobu schrieb:
Ohne Frage, auf der Bagatelle Game Ranch ist alles perfekt organisiert. Jeder der dort arbeitet ist superfreundlich und extrem hilfsbereit. Alles ist hochglanzpoliert und durchgestylt. Jeder Staubfussel wird sofort weggewischt und alle Fußspuren auf dem Sandboden vor der Lodge werden mehrmals am Tag mit Besen und Harke beseitigt.
Naja so perfekt organisiert wie Du das dar stellst finde ich die Bagatelle nicht. Es ist immer noch Afrika und das merkt man auch. Das soll auch kein Kritikpunkt sein nur eine Bestandsaufnahme. Ich kann mir denken wie schwer es ist in Afrika so eine Lodge zu führen und kleinere Mängel (wie kein fließend Wasser) können schon einmal vor kommen.
Bobu schrieb:
Mir war es aber deutlich zu perfekt und glatt. Irgendwas fehlte mir da. Ich habe mich zum Teil mehr wie in einer künstlichen Disney-Welt gefühlt als in Afrika.
Von Windhoek am Anfang der Reise kommend sieht man das noch ganz anders... 😉
Bobu schrieb:
Bitte nicht falsch verstehen: ich bin mir sicher, dass sich die meisten Leute super wohl auf der Bagatelle Ranch fühlen werden und ich mit meiner Einschätzung wahrscheinlich eher die Ausnahme darstelle.
Ich denke es kommt auch darauf an ob man die Dünen Chalets (recht teuer) hat oder nicht... 😄
Einfach mal die Ruhe genießen und sich nach der "Großstadt" Windhoek erholen... 😗
Bobu schrieb:
Insgesamt habe ich mich über die Löwen-Sichtungen im Etosha Nationalpark aber deutlich mehr gefreut als über die Besichtigung der eingesperrten Geparden auf Bagatelle.
Logischerweise, ich denke die "Zoo-" Atmosphäre findet kein Namibia Reisender so prickelnd... kann man eben nicht vergleichen...
Bobu schrieb:
Die Mietwagenrückgabe bei Africa On Wheels sowie der Rückflug mit Condor waren dann wieder völlig problemlos. Grundsätzlich kann ich Africa On Wheels als Vermieter empfehlen und würde beim nächsten Mal auch wieder bei denen mieten. Bei kritischeren Touren in abgelegene Gebiete würde ich dann aber darauf bestehen, dass ältere, abgefahrene Reifen vorher noch gegen Neue ausgetauscht werden.
Wer hat im Endeffekt die Reifen bezahlt? 😉

Was an den Reifenbildern auffällt: Warum bist Du auf den Platten weiter gefahren? So schlecht sahen die Reifen ja eigentlich nicht aus, jedenfalls hatten die noch Profil. Ich hatte beim ersten Mal Afrika deutlich schlechteres "Material" und auch zwei Platten...

Ansonsten sind Deine Bilder echt gut gelungen... Daumen hoch dafür. Bei uns geht es in einem Monat auch wieder los, die erste Übernachtung in der Bagatelle.... 😉

Gruß Markus