Angola-Visum für Deutsche Individualtouristen

21 Antworten · 12,1k Aufrufe · gestartet 12. Okt. 2017 von lilytrotter
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Themenstarter4’132 Beiträge · seit 200812. Okt. 2017 ·
Angola-Visum für Deutsche Individualtouristen

Vorab:
- Als unerfahrener Individualreisender in Afrika sollte man lieber erst einmal mit anderen Afrikanischen Staaten beginnen, bevor man sich auf eigene Faust nach Angola aufmacht.
- Die Personengruppe „Unerfahrene, die zuvor noch nie Europäische Verhältnisse verlassen haben“ sollte vielleicht überhaupt von einer selbstorganisierten Angolareise Abstand nehmen.
- Erfahrene Reisende nehmen den aufwändigen Visa-Antrag gelassen und erledigen stoisch alle erforderlichen Punkte.



Ein Visum für Angola zu bekommen, ist nicht von irgendwelchen „Zufällen“ abhängig, wie es nach Jahren hier noch immer wiederholt wird. Es ist von den Bedingungen abhängig, die die souveränen Staaten stellen und die auf diplomatischem Wege, mehr oder weniger, zwischen den Staaten abgestimmt werden.

Das einzige, was ein wenig kompliziert ist, ist die Tatsache, dass man wiederholt falsche Behauptungen über die Bedingungen für die Erteilung eines Touristenvisums liest und dadurch immer wieder Verunsicherung geschürt wird, was denn nun für einen selbst gilt.
Immer wieder werden Erfahrungen aus anderen Visum-Bereichen, die anderen Bedingungen unterliegen, mit denen des Individualtouristen gleichgesetzt oder Gehörtes und Angelesenes aus dem südlichen Afrika auf Deutsche Bundesbürger übertragen und als allgemeingültig dargestellt.
Seit vielen Jahren ist das so. Leider.
Warum? Da mache sich jeder sein eigenes Bild.
Aktuell beziehe ich mich auf ungereimte Aussagen zur Visum-Erteilung aus diesem Thread https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/293642-angola-ueber-die-strasse-der-deutschen.html?start=18
und den Wunsch des Thread-Erstellers, die Visum-Frage in einem Extra-Thread zu behandeln.



Zur großen VISA-FRAGE, hier also noch einmal eine klärende Zusammenfassung:

Man beantragt sein Touristen-Visum für Angola sinnvoller Weise persönlich beim Generalkonsulat der Republik Angola in Frankfurt, denn die Bearbeitung geht dort schneller und sie nehmen 150 Euro/per Visa und nicht 200 Euro, wie die Angolanische Botschaft in Berlin.

globenomaden schrieb:
Touristenvisum

Vorzulegende Unterlagen:

1- An das Generalkonsulat der Republik Angola in Frankfurt am Main gerichteter Schreiben, zwecks Beantragung des Visums. Nachstehende Angaben zum Begünstigten sollten enthalten sein:

Vollständiger Name;
Staatsangehörigkeit;
Eltern (Name und Staatsangehörigkeit);
Geburtsdatum;
Nummer ,Gültigkeit und Ausstellungsort des Passes;
Grund und Dauer der Reise

2- Antragsformular, ordnungsgemäß ausgefüllt und vom Antragsteller oder Begünstigten unterzeichnet;

3- Zwei aktuelle biometrische Fotos mit weißem Hintergrund;

4- Internationaler Impfpass;

5- Reisepass im Original mit mind. 6 Monaten Gültigkeit und Kopien der Seiten, aus denen die Reisebewegungen

ersichtlich sind;

6- Fotokopie des Hin- und Rückflugtickets in die Republik Angola.

7- Nachweis über den Besitz ausreichender finanzieller Mittel in Höhe von USD 200,00 pro Aufenthaltstag in die Republik Angola und die Verfügung einer Unterkunft in Angola.

1- Dieses Visum wird zu Freizeit-, Kultur- Tourismus- oder zu familiären Zwecken gewährt;

2- Dieses Visum muss innerhalb von 60 Tage nach Ausstellungsdatum benutzt werden und gilt für 60 Tage Aufenthalt in der Republik Angola. Es darf zwei Mal verlängert werden;

Dem ist nichts hinzuzufügen.
> link https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/293642-angola-ueber-die-strasse-der-deutschen.html?start=18


Liest man sich das genau durch, wird man feststellen, welche Bedingung fehlt...
Genau, - die eines Einladungsschreibens!
Das braucht man nämlich nicht, als persönlich beantragender Deutscher Bundesbürger.

Und das deckt sich mit dem, was schon 2014 auf der HP des Generalkonsulates stand und nach dem wir uns in der Beantragung Anfang 2015 gerichtet haben. Es ist wörtlich auch aktuell derselbe Text.
Quelle: HP des Generalkonsulates http://www.generalkonsulat-angola.de/index.php/Touristenvisum.html

Schon 2014 schrieb der Fomi capekiter, der auch schon zuvor des Öfteren in Angola war, dass für persönlich beantragende deutsche Individualtouristen noch nie ein „Letter of Invitation“ für ein Visa gefordert wurde!
link: https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/281499-angola-empfehlung-fuer-reisefuehrer-etc.html?start=36



Grundsätzliches zu Gesprächseinladungen einer Landesvertretung bei Visum-Antrag:
Schon immer haben sich Landesvertretungen (Botschaft/ Generalkonsulat) das Recht vorbehalten, im Bedarfsfalle den Antragsteller eines Visum zu einem Gespräch einzuladen. Das ist auch bei anderen Botschaften so üblich, wenn sie eine besondere Klärung wünschen.
- Beantragt man sein Visum nicht persönlich, sondern über eine Agentur, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit dafür.
- Hat man in seiner Vita bestimmte Auffälligkeiten, ebenfalls.
- Plant man, in einem Land, das ein hohes Kontrollbedürfnis hat, zur Übernachtung nur wild zu stehen, um Geld zu sparen oder aus welchen Gründen auch immer, ebenfalls.
- Ist man ein gewöhnlicher Durchschnittsbürger der BRD (zu anderen Nationalitäten kann ich nix sagen) und hat einen korrekten und in sich schlüssigen Antrag gestellt und seine Hotels/Campingplätze angegeben, ist es der Normalfall, dass keine Einladung zu einem Gespräch erfolgt. Offene Fragen werden ggf. am Telefon geklärt und die gewünschten Erklärungen/Nachweise gegeben. Denn auch das passiert: Wir hatten etwas vergessen, da haben sie uns ganz einfach und freundlich angerufen und uns gebeten, das nachzureichen. Kein Problem.

Visa beantragen ist keine Hexerei.
Man kann sich die Kosten für eine Agentur getrost sparen.

Allerdings:
Im eigenen Interesse und für einen reibungslos funktionierenden Ablauf zur Erteilung eines Visum können wir nur wiederholt raten, seine genaue* Reiseroute mit seinen geplanten Übernachtungen dem Antrag beizulegen! Hotels und Campingplätze mit Namen! Es sollte eine in sich schlüssige und genau nachvollziehbare Route sein, je verständlicher desto weniger Fragen.
Wir, z.B., haben unsere Route zusätzlich mit den Übernachtungen auf einer hübschen kleinen Angola Karte (nicht T4A) eingezeichnet und das wurde nicht nur akzeptiert sondern gelobt.
Man sollte dabei bedenken, das die zuständigen Mitarbeiter der Auslandvertretung auch nur das verstehen wollen, was man ihnen erzählt, damit sie beurteilen können, was man plant!
Gibt man allerdings bei der Visa-Beantragung an, man plane, keine Hotels/Campingplätze zu nutzen und wolle nur „wild“ im Land übernachten, ruft das berechtigter Weise Sorgen und Mistrauen der Behörden/der Botschaft hervor. Man stört damit außerdem auf empfindliche Weise deren Kontrollbedürfnis. Folglich werden Nachfragen wohl unvermeidlich sein, wahrscheinlich in der Form einer Einladung zu einem Gespräch. Dem sollte man dann Folge leisten, denn eine solche Einladung ist nichts, das man folgenlos absagt...



Weitere Infos unter Angola hier im Forum, u.a.
siehe unter: globenomaden
und Visum: „Einladung“ https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/243952-einladung-angola.html?start=12#396324
und Angola Reiseinfo von 2015: https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/287027-angola-eine-reise-wert.html

Gruß lilytrotter


*was nicht bedeutet, dass man sich auf der Reise sklavisch daran halten muss!
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2017
348 Beiträge · seit 201112. Okt. 2017 ·
Ein Visum für Angola zu bekommen, ist nicht von irgendwelchen „Zufällen“ abhängig, wie es nach Jahren hier noch immer wiederholt wird. Es ist von den Bedingungen abhängig, die die souveränen Staaten stellen und die auf diplomatischem Wege, mehr oder weniger, zwischen den Staaten abgestimmt werden.
Kleine Anmerkung
Das trifft nur zu, sofern man das Visum im europäischen Heimatland vorab beantragt, also für Touristen, die kurz mal Urlaub machen wollen in Angola.
Muss man das Visum während der Reise irgendwo in Afrika organisieren, dann sind da mehr als 50 % "Zufälle" , viel Glück und Verhandlungsgeschick im Spiel.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
33,3k Beiträge · seit 200612. Okt. 2017 ·
Hi zusammen,

ich will diesen Thread keinesfalls missbrauchen, sondern nur eine kleine Info dazu liefern. Derzeit werden (so habe ich es von sicherlich 10 Fahrzeugvermietern im Land gehört) die Verleiher in Namibia von Anfragen nach Angola-Überfahrten überhäuft. Fast alles stammt von Deutschen. Es scheint also irgendwie einen Angola-Reise-Boom in Deutschland zu geben (das können vielleicht die vor Ort besser erklären, woran das liegen mag). Es gibt kaum einen Vermieter der eine Überfahrt nach Angola erlaubt, was v.a. daran liegt, das kaum eine namibische Versicherung das abdeckt. Aber was ich eigentlich sagen wollte: Die angolanische Botschaft hier hat angedeutet, dass das Reisen nach Angola für Touristen (v.a. aus der EU) in naher Zukunft (2018, 2019, er weiß das schon) deutlich vereinfacht werden soll. Ob das nun über ein eVisum, Visum an der Grenze oder so gehen soll, weiß ich (und wahrscheinlich auch die staatlichen Stellen) aber nicht.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter4’132 Beiträge · seit 200812. Okt. 2017 ·
es ist doch informativ und erweiternd
– allerdings haben noch nie Namibische Autovermieter ihre Fahrzeuge nach Angola gelassen.
Einheimische namibische Agenturen wenden sich gern an angolanische Partner, z. B. Eco-Tours, denen Zuverlässigkeit bescheinigt wird, die allerdings nicht grad kostengünstig sind. Sie haben in Angola die „Pole-Position“ – auch im Kissama NP.

Man kann ja auch nach Luanda fliegen und sich dort ein Fahrzeug mieten.
Würden wir so machen, wären wir auf ein Mietfahrzeug angewiesen.
Das spart auch die elend lange Anfahrt ab Windhoek bis zur Grenze. Das sind ja auch so bummelig 4 Fahrtage, Hin- und Zurück.
Die meisten Touristenattraktionen im Westen Angolas kann man mit dem PKW ab Luanda recht gut erreichen. Die Angolanische Namib (im äußersten Südwesten) müsste man auslassen (gut erreichbare Namib in allerschönsten Variationen gibt es in Namibia ja genug 🙂
Aber wie schon oben erwähnt, sind Reisen in Angola für Unerfahrene nicht zu empfehlen.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 12. Okt. 2017
Themenstarter4’132 Beiträge · seit 200813. Okt. 2017 ·
Ergänzend zu meinen obigen Infos wäre noch zu erwähnen:
Weder bei den Grenzübergängen noch bei (mehreren) Polizeikontrollen (zwei Fahrzeuge, unabhängig voneinander) und nicht einmal bei den beiden ernstzunehmenden Korruptionsversuchen von Polizisten wurde nach einem „Letter of Invitation“ gefragt.


@ Turi
Ja, darüber habe ich schon mehrfach gelesen, dass es für die Leute, die auf der Westroute runterkommen z.T. Probleme gibt und sie nicht einmal ein vollwertiges Visum (30 Tage) sondern dann grad mal ein 7tägiges Transit-Visum erhalten, - mit dem man touristisch nicht wirklich etwas abfangen kann... - außer sich beeilen“ oder vielleicht in Luanda einen Antrag auf Verlängerung zu stellen. Sehr ärgerlich.

Aber globenomaden beschrieb grad einen positiven Fall von der Angolanischen Botschaft aus Lusaka!
https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/292786-angola-visa-lusaka.html#478209

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 13. Okt. 2017
348 Beiträge · seit 201113. Okt. 2017 ·
hallo Lilytrotter
Wir haben das versucht ab Bamako in Mali, geklappt hat es dann erst in Pointe Noire.
Der Ambassadeur sowie dessen Sekretärin waren sehr freundlich und hilfsbereit und wir bekamen nach Jahren wieder mal ein Visum und das für 30 Tage.
Bedankt haben wir uns erst nach Erhalt mit einem Taschenmesser, mit der Bitte, dass 2 Paare die ein paar Wochen hinter uns wären das Visum auch erhalten würden.
Hat alles winderbar geklappt.
Hätten wir dort das Visum nicht erhalten, war die letzte Embasy, hätten wir über Lubumbashi nach Zambia müssen. 🤩
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
143 Beiträge · seit 200808. Nov. 2017 ·
Liebe Angolainteressierte,

zunächst vielen Dank an Lilytrotter für die Eröffnung dieses Themas. Hier kann themenbezogen von zukünftigen „Grenzerfahrungen“ nach und von Angola berichtet werden. Ich nutze sogleich die Gelegenheit damit zu beginnen:

Vor dreieinhalb Wochen reiste ich mit einer elfköpfigen Gruppe, bestehend aus Bundesdeutschen, Schweizern und Namibiern über den Grenzübergang Omahenene / Calueque nach Angola ein. Sechs meiner Gäste begleiteten in selbstgesteuerten Mietfahrzeugen diese Reise. Bis auf die Namibier hatten alle Touristen in ihren Heimatländern bei den zuständigen Konsulaten bzw. Botschaften Angolas Touristenvisa beantragt und erhalten. Ich hatte als Bürger Namibias mit meinem deutschen Paß bei der Botschaft Angolas hier in Windhuk ein „ordinario Visa“ beantragt, da ich offensichtlich nicht als Tourist nach Angola einreiste.

Probeweise ließ ich die selbstfahrenden Teilnehmer als "deutsche Individualtouristen" zuerst die Grenze passieren. Die Einladungsschreiben sollten den Grenzbeamten auf keinen Fall unaufgefordert vorgelegt werden. Anschließend brachte ich mit den restlichen Gästen den Grenzprozeß hinter uns. Alle „Visumtouristen“ wurden explizit nach ihrem Einladungsschreiben befragt! Zwei Gäste hatten ihr Einladungsschreiben im Fahrzeug liegengelassen. Sie mußten das Schreiben holen, sonst wäre ihnen die Einreise verweigert worden.

Während unseres dreiwöchigen Aufenthaltes in Angola wurde bei den wenigen Straßenkontrollen nicht nach dem Einladungsschreiben gefragt. Es wurden nur dreimal die an der Grenze ausgestellten angolanischen Fahrzeugimport- und Versicherungspapiere gefordert. Bei diesen Gelegenheiten mußte nur einmal mein RP und der RP eines weiteren selbstfahrenden Gastes vorgezeigt werden. Die Straßenkontrollen in Angola sind sehr häufig, …jedoch nur für angolanische Fahrzeuge. Sobald die Polizisten unsere gelben Namibiakennzeichen erkannt hatten, wurden wir freundlich gegrüßt und durchgewunken!

Es gab keinen Korruptionswunsch!

Schlußfolgernd möchte ich weiterhin dem zukünftigen Angolareisenden raten, sich um ein Einladungsschreiben zu kümmern. Es spielt in Afrika keine Rolle, nach welchen „rechtstaatlichen“ Richtlinien ein Visum im Heimatland erteilt wurde. Der Grenzbeamte vor Ort alleine hat die Machtposition darüber zu verfügen, ob eine Einreise genehmigt oder verweigert wird.

In Oshikango / Santa Clara wurden vor sieben Wochen Fotografien meines Fahrzeuges und Kopien der an der Scheibe klebenden (!) Lizenzen gefordert, die in Namibia von der Polizei beglaubigt sein mußten! Dies wird ebenfalls nirgendwo vorab erwähnt. Eventuell haben die dortigen Grenzbeamten befreundete Fotografen, die nun ein gutes Auskommen haben…?

Ich grüße aus der Sonne Afrikas,

Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
20 Beiträge · seit 201130. Dez. 2017 ·
Hallo
wir sind im Oktober 2017 drei Wochen mit Gabriel (Namibiana) und Cornelius (Angolana) durch Angola mit zwei 4x4 Dachzelt Fahrzeugen gefahren.
Bei dem Konsulat von Angola in Frankfurt fehlte das Einladungsschreiben meiner Frau und es gab eine lange Diskussion. Ich kann nur empfehlen dies Schreiben auch bei der Grenze mit sich zu führen.
Angola ist für uns landschaftlich eines der schönsten Länder in Afrika auch wenn es fast keine Tiere mehr gibt.
In den drei Wochen haben wir uns sehr sicher gefühlt und hatten nicht einmal das Gefühl von Angst.
Gerade im Westen von Angola konnten wir zumindest nichts negatives feststellen.
Wir waren unterwegs mit einem 4x4 Landcruiser von Bushlore aus Windhoek ohne Probleme lieber Olli.
Gerne wären wir auch mit Olli und seinem MAN nach Angola gefahren aber leider wollte er kein Fahrzeug bin Bushlore €€€€€€€ sondern nur seine Mietwagen.
Was die Regelmässigen Polizeikontrollen angeht mussten wir bei 2 von 8 zahlen. Also das Thema Korruption ist immer noch vorhanden obwohl wir mit Gabriel den Neffen von einem hochrangigen Offizier bei uns hatten.

Liebe Grüße aus dem kalten Hamburg

Bernd
143 Beiträge · seit 200818. März 2018 ·
Liebe Gemeinde,

Der neue Staatspräsident Angolas João Lourenço setzt sein Versprechen tatsächlich sehr schnell um. Im folgenden Link http://www.theeastafrican.co.ke/news/Angola-offers-visa-on-arrival-to-nationals-from-61-countries/2558-4321486-nemitvz/index.html wird über den Wegfall der Visapflicht für viele Länder berichtet. Leider ist die Bundesrepublik Deutschland (noch) nicht darunter. Ich werde mich in der nächsten Zeit bei der Botschaft Angolas hier in Windhuk um eine nachhaltige Aussage diesbezüglich bemühen. Generell freut es mich jedoch, daß die Initiative zur Visaerleichterung aus Angola selbst kommt.

Lieber Bernd (Möhrchen63)! Es freut mich, daß Du es problemlos mit einem Fahrzeug von Buschlore geschafft hast! Bitte verstehe mich nicht falsch: Ich vermiete keine eigenen Fahrzeuge und arbeite auch mit keiner Autovermietung explizit zusammen. Mit Fahrzeugen der Firma Buschlore hatte es wegen falscher / fehlender Papierlage einmal an der Grenze zu Angola nicht geklappt. Die Gäste mußten zurück bleiben. Diese Mietwagenfirma konnte / wollte daraufhin bei nachfolgenden Vermietungen nach Angola auch keine zusätzlichen Dokumente ausstellen. Da uns das als für unsere Gäste in der Verantwortung stehende Veranstalter nicht genügte, mußten wir seitdem von einer Miete bei Buschlore Abstand nehmen. Nichts anderes.

Herzliche Grüße aus Windhuk,

Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
143 Beiträge · seit 200809. Apr. 2018 ·
Liebe Angolainteressenten!

Die deutsche Botschaft in Luanda hat ein Schreiben an alle deutschen Staatsbürger in Angola verfaßt. Der Inhalt ist erfreulich und wird von mir im folgenden vollständig zitiert:

"Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie Sie wahrscheinlich in den hiesigen Medien bereits mitverfolgt haben, traten zum 01.04.18 operative Änderungen in der angolanischen Visumvergabe per Präsidenzialdekret 57/18 in Kraft.

Da die Zeitungsberichte größtenteils unvollständig und z.T. irreführend sind und uns schon mehrere Anfragen erreicht haben, möchte die Botschaft die Details des Dekrets mit dieser E-Mail verdeutlichen:

• Die angolanischen Auslandsvertretungen weltweit werden weiterhin Touristenvisa ausstellen, nun jedoch in einem beschleunigten Verfahren von maximal drei Arbeitstagen
• Das Präsidenzialdekret sieht für die Einholung eines Touristenvisums zwei mögliche Wege vor: 1) den bisherigen Weg über die Auslandsvertretung und 2) die online Beantragung über das neue Portal des Serviço de Migração e Estrangeiros de Angola (SME), der für Visafragen zuständigen Behörde.
• Nach der online Beantragung erhält der Antragsteller innerhalb von 72 Stunden (laut Pressesprecherin der SME) eine pre-autorização (Vorabgenehmigung)
• Er hat diese, sowie die gängigen Unterlagen für ein Touristenvisum (Unterkunftsnachweis Hotel oder privat, Reisepass mit Gültigkeit von mind. sechs Monaten, Flugreservierung für Hin- und Rückflug, Impfpass, Nachweise zur Lebensunterhaltssicherung) bei der Einreise mit sich zu führen
• Es werden lediglich die o.g. Unterlagen verlangt – das bisher verlangte Einladungsschreiben entfällt damit
• Nach der Vorlage der o.g. Unterlagen am Grenzposten wird das Visum in den Pass geklebt
• Die für dieses Verfahren zu erhebende Gebühr beträgt 120 USD; die Botschaften erheben weiterhin dieselben Gebührensätze
• Die Gültigkeit des Touristenvisums beträgt 30 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen
• Das online Portal wurde bereits eingerichtet und ist in verschiedenen Sprachen aufrufbar: http://www.smevisa.gov.ao/
• Das hiesige Außenministerium soll den Diplomatischen Corps umfassend über die Neuregelung informieren (bislang ausgeblieben)
Entgegen sonstiger Aussagen seitens der SME ist im Präsidenzialdekret ausschließlich die Rede von Touristenvisa, d.h. keine Besuchs- oder Geschäftsvisa.
Da es noch keine Erfahrungswerte zu der neu eingeführten Vergabepraxis gibt, rät die Botschaft dazu vorerst weiterhin Touristenvisa über die zuständige angolanische Auslandsvertretung zu beantragen.
Wir werden Sie bei weiteren Neuigkeiten zu dieser Thematik auf dem Laufenden halten.

Mit freundlichen Grüßen,
Lennart Eisenträger
Sachbearbeiter Rechts- und Konsularwesen"
...Zitat Ende.

Gespannte und erleichterte Grüße aus Windhuk,

Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
33,3k Beiträge · seit 200609. Apr. 2018 ·
Hi Olli,

es ändert sich somit erstmal gar nichts, außer, dass das Einladungsschreiben entfällt und alles binnen 3 Tagen ablaufen soll. Erst wenn es Erfahrungswerte gibt, ist die Aussage bzgl. des Vorabverfahrens mit Visum an der Grenze irgendwas wert. Und wenn man sich die Seite anschaut, dann sieht man, dass es eh nur für 4 Grenzübergänge das Vorabverfahren gibt.
Nach der online Beantragung erhält der Antragsteller innerhalb von 72 Stunden (laut Pressesprecherin der SME) eine pre-autorização (Vorabgenehmigung)
• Er hat diese, sowie die gängigen Unterlagen für ein Touristenvisum (Unterkunftsnachweis Hotel oder privat, Reisepass mit Gültigkeit von mind. sechs Monaten, Flugreservierung für Hin- und Rückflug, Impfpass, Nachweise zur Lebensunterhaltssicherung) bei der Einreise mit sich zu führen
das ist laut dem besagten Portal schlichtweg nicht so ganz richtig. Alles muss in gescannter Form mit der Online-Visabeantragung bereits abgeliefert werden UND im Original an der Grenze vorgezeigt werden.

Viele Grüße aus und nach Windhoek 😉
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 09. Apr. 2018
143 Beiträge · seit 200810. Apr. 2018 ·
Moin Christian!

...aber genau darum ging es doch in den bisherigen Beiträgen: das leidige Einladungsschreiben, von dem einige hier im Forum überzeugt waren, daß man es als Tourist nicht mehr zur Einreise nach Angola benötige.

Jetzt erst ist es amtlich: Das Einladungsschreiben ist nicht mehr nötig!

Nun hoffen wir auf weitere Schritte seitens Angolas zur Erleichterung / Vereinfachung der Einreise für Touristen in unser schönes Nachbarland! 😎

Grüße aus der Diazstraße! Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
33,3k Beiträge · seit 200610. Apr. 2018 ·
Hi Olli,
...aber genau darum ging es doch in den bisherigen Beiträgen: das leidige Einladungsschreiben,
das Einladungsschreiben war doch die kleinste Hürde. Jede bestätigte Hotelreservierung hat bisher auch gereicht (ich kann aber nur als Deutscher vom Vorgehen der Angol. Botschaft in Windhoek sprechen). Mich würden eher die US$ 120 stören 😉

Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter4’132 Beiträge · seit 200810. Apr. 2018 ·
travelNAMIBIA schrieb: ...das Einladungsschreiben war doch die kleinste Hürde. Jede bestätigte Hotelreservierung hat bisher auch gereicht (ich kann aber nur als Deutscher vom Vorgehen der Angol. Botschaft in Windhoek sprechen). ...
das Angolanische Generalkonsulat in Frankfurt verfährt für BRD Bürger (ohne historische/familiäre Bezüge zu Angola), die selbst organisiert/individuell/privat reisen, seit vielen Jahren wie hier beschrieben:
https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/293723-angola-visum-fuer-deutsche-individualtouristen.html?limitstart=0
und hier:
https://www.namibia-forum.ch/forum/149-diverses/287027-angola-eine-reise-wert.html?limitstart=0

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2018
34 Beiträge · seit 201418. Nov. 2018 ·
Hallo, zufällig habe ich jetzt gelesen, es gibt ein Visum on arrival in Luanda Airport - ob's das auch an der Landgrenze von Namibia aus gibt, hab' ich noch nicht herausgefunden.

Internationale Impfbescheinigungen sind erforderlicg - nehme mal an, es handelt sich hier in erster linie um Gelbfieber?

Gruß, Tonicek
266 Beiträge · seit 200818. Nov. 2018 ·
hallo
ich bin 2016 von kamerun,kongo kommend durch angola gefahren.
die visum hatte ich vorher zu hause für alle durchfahrtsländer mir besorgt.
das visum für angola war kein problem in berlin.es war kein einladungsschreiben erforderlich.einen bericht unserer möglichen route und ein foto unserer autos mit deren übernachtungsmöglichkeiten im fahrzeug legten wir bei.es war keine hotelbuchung erforderlich.
wir erhielten unser visum kurzfristig zurück.
die einreise nach angola sollte spätestens nach drei monaten nach dem ausstellungsdatum erfolgen.
wir erhielten 30 tage.
die einreise vom kongo her gestalltete sich völlig problemlos.
auf der angolaseite suchten die zollbeamten für uns extra beamten die englischsprachig und in südafrika ausgebildet würden.
somit war die sprache auch kein problem.
unser fahrzeug hat deutsche papiere und hat eine deutsche nummertafeln.
bei ca. 10 kontrollen im land wurden wir bis auf zwei durchgewunken.und auch bei diesen zweien gings sofort nach der kontrolle der papiere unverzüglich weiter.
wir hatten tolle erlebnisse im land.auch beim wild campen im land gabs keine probleme.in zwei fällen nahmen uns die polizei bzw. das militär " zu unserer sicherheit" mit zum campen auf den polizeiparkplatz.
wir hatten kein namibianisches kennzeichen.vielleicht macht das die kontrollen etwas umfangreicher bis hin zum Bakschisch.
ich kann mich an kontrollen in namibia erinnern die nicht so stressfrei liefen.
aber da wimmelt es ja auch vor touristen.
das fahren in angola ist auch nicht anders wie in sambia,namibia,kamerun oder anderen ost europäischen ländern.
ich kann nur sagen,überlegt nicht viel,fahrt hin,wenn mal viele touristen im land sind wird auch mit der krimialität anders,siehe namibia.vor 10 jahren konnte ich solchen "häufigen" überfalle bei fahrten übers land noch nicht lesen.
gruss matthias
1’335 Beiträge · seit 200619. Nov. 2018 ·
skrewdrivers schrieb:hallo
wir hatten kein namibianisches kennzeichen.vielleicht macht das die kontrollen etwas umfangreicher bis hin zum Bakschisch.
ich kann mich an kontrollen in namibia erinnern die nicht so stressfrei liefen.
Da irrst Du!
Wir sind zu zweit gefahren: Ein Wagen mit deutschem Kennzeichen, ein Wagen mit namibischem Kennzeichen.

DEutsches Auto wurde meist durchgewunken, namibisches Auto wurde eingehend kontrolliert. Ist auch logisch, Namibia und Angola waren verfeindet und namibische Kämpfer in Angola!
Auch werden südafrikanische Autos stärker kontrolliert, haben wir oft beobachten müssen!
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33,3k Beiträge · seit 200619. Nov. 2018 ·
OFF TOPIC
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Hi Riedfrosch,
Ist auch logisch, Namibia und Angola waren verfeindet und namibische Kämpfer in Angola!
da irrst Du Dich aber gewaltig. Namibia und Angola sind die engsten Freunde, da die SWAPO als "Kommunisten" mit Angola und den dortig stationierten Kubanern engste Freundschaften unterhielt. Angola hat den Aufbau von SWAPO-Kampfstrukturen und die Einrichtung von Militärlagern aktiv mitgestaltet und unterstützt.

Viele Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
266 Beiträge · seit 200819. Nov. 2018 ·
hallo riedfrosch
das meinte ich ja auch,vielleicht etwas unklar von mir beschrieben.
wir mit deutscher nummer wurden bei ca. 10 kontrollen,8x durchgewunken.
bei 2 kontrollen mit stop,könnten wir sofort nach prüfung des passes weiterfahren.
gruss matthias