FSausSThemenstarter466 Beiträge · seit 201006. Apr. 2017 ·
Chirindi Botanical Garden - Camp Buffalo, ca. 280km Vor uns lagen nun ca. 150km bis zur Küstenstrasse EN1. Bis Dombe ist die Strasse geteert, allerdings sehr kurvenreich und es geht ziemlich bergab - schnell fahren mit einem 4x4 ist hier Selbstmord. Die Strasse schlängelt sich an einem Bach entlang durch‘s Tal. Ein paar Dörfer links und rechts der Strasse. Wir hatten bis Dombe keinen Gegenverkehr und man kann sich fragen warum so eine tolle Verbindungsstrasse gebaut wurde... Ab Dombe geht‘s dann auf wirklich gutem Gravel weiter; 50km, dann war die Küstenstrasse erreicht. Hier fuhren dann schon mehr Fahrzeuge, viele LKW. Nach weiteren 50km erreichten wir dann Muxungue. Der Zustand der Strasse hier oben war Ok. Das sollte sich weiter südlich ändern. In Muxungue wuselte es wieder vor Menschen und Fahrzeugen. Fliegende Händler an der Strasse bieten ihre Waren an, Obst, Gemüse, Nüsse, Speiseöl usw. Von unserer letzten Reise wussten wir, dass es in Muxunge mindestens einen ATM gibt. Den suchten wir nun und fanden ihn auch schnell. Mit Meticals in der Tasche ging‘s dann weiter. Die Strasse war links und rechts gesäumt mit parkenden Autos und Trucks...es war drückend warm bei bedecktem Himmel. Kurz vor Ortsausgang stand ein Truck auf der Strasse und blockierte die linke Spur, ein paar Pylonen direkt vor ihm. Wir fuhren langsamer, niemand zu sehen, wir dachten uns nichts dabei und sind einfach weiter gefahren. Ein Fehler wie sich später herausstellte... 500m weiter stoppte uns eine Gruppe Uniformierter mit Waffen in der Hand. Nun kommt das Sprachproblem...sinngemäß fragten sie uns wohl was wir denn hier machen und wo wir hin wöllten. Eigentlich hatten wir die Hoffnung heute noch bis an die Küste nach Inhassoro zu kommen. Aber es war schon weit nach Mittag und wir hätten noch ein ordentliches Stück zu fahren... Plan B sah vor eine Nacht im Camp Buffalo direkt an der EN1 zu bleiben und dann am nächsten Tag die Reise fortzusetzen. Also Plan B - so antworteten wir das wir nach Camp Buffalo wollten, nur ein paar Kilometer die Strasse runter. Man lies uns fahren...nach dem sie 100 Meticals von uns extrahiert hatten. Keinen Kilometer weiter das gleiche Spiel. Hier wollte man uns aber nicht so einfach „davonkommen“ lassen. So wechselten ein paar Getränkedosen den Besitzer. Weiter ging‘s - bis zur nächsten Gruppe Bewaffneter. Anfangs trugen die „Waffenbrüder“ noch erkennbar Uniform, das änderte sich nun von Stop zu Stop. Dieser Gruppe haben wir unser altes Biltong aus Windhoek gegeben - schmeckte uns sowieso nicht mehr 😉 Die Jungs waren happy und wir konnten weiter fahren - bis zur nächsten Stop... Letztlich wissen wir nicht mehr wie oft wir angehalten und nach Essen, Getränken und Geld gefragt worden sind. Irgendwann hatte ich die Nase voll und hab dann nur noch gesagt wir hätten nichts mehr. Ihre Kollegen an der Strecke hätten schon alles was wir geben könnten. Wir waren uns der Gefahr wohl bewusst in der wir waren, aber was hätten wir jetzt machen sollen? Umdrehen um dann in Muxungue an der Strasse die Nacht zu verbringen? Oder sich hier irgendwo im Busch ein Nachtlager einrichten? Kam nicht in Frage... Wir wissen ja um die Hintergründe dieser Roadblock/Konvoi Geschichte. Hier stehen uns nicht wirklich Banditen gegenüber, sondern hier stehen sich Soldaten und Polizisten gegenüber. Die würden schon nicht auf uns schiessen... Die Regierung im Süden Mosambiks verkauft Schürfrechte im Norden und kassiert dafür. Im Norden - wo die Bodenschätze liegen - kommt aber wenig von den Erlösen an. Ebenso ist es mit den Kraftwerken im Norden, der Süden verkauft den Strom und die Betreiber im Norden gehen leer aus. Das dieser Umstand auf lange Sicht zu Unruhen führt ist doch klar. Man hat uns erklärt, dass die Regierung das Sagen über die Polizei hat; der Norden, vertreten durch die Opposition, hat aber das Sagen über das Militär. Durch Unterbrechung der Hauptverbindungsstrasse versucht der Norden Druck auf die Regierung auszuüben um Teilzuhaben an den im Norden erwirtschafteten Erlösen, die in Maputo versickern. Die Regierung begegnet dem und schickt Polizei mit gepanzerten Fahrzeugen, die die Konvois begleiten. Es kann natürlich gut sein, dass sich auch Banditen unter die Bewaffneten mischen um ihren Schnitt zu machen. Gefahr für Leib und Leben besteht also durchaus! Aber so schlimm wie weiter oben im Norden ist es hier in der Save-Region wohl noch nicht... Am letzten Roadblock, den wir diesen Tag erreichten, wollte man uns partout nicht weiterfahren lassen. Hier standen mehrere Gruppen Bewaffneter auf der Strasse, die offenbar teils Polizei teils Militär zuzuordnen waren. Eine Gruppe kam zu uns ans Auto und redete auf Portugiesisch auf mich ein. Ich hatte mir vorgenommen während der Reise Portugiesisch zu lernen und einen Sprachkurs mit CD in der Seitentasche der Fahrertür liegen. Den zog ich heraus und erklärte auf Englisch, dass ich versucht hätte ihre Sprache zu lernen, ich aber einfach zu stupid wäre und ihre Sprache nicht spreche. Man sah förmlich das Fragezeichen in den Augen unseres Gegenübers 😉 Das lockerte ein bisschen die angespannte Stimmung. Einer aus der Gruppe machte ein wirklich finsteres Gesicht und spielte die ganze Zeit mit Handschellen herum...machte uns ganz nervös! Einer aus der Gruppe sprach ein paar Brocken Englisch und erklärte uns, dass wir auf keinen Fall weiterfahren könnten und sogar umdrehen und wieder zurück nach Muxungue fahren müssten. Der folgende Wegabschnitt wäre der wirklich gefährliche Teil der Strasse und daher könne er uns auf gar keinen Fall weiterfahren lassen 🙁 Wir guckten uns kurz an - nein, zurückfahren wollten wir auf keinen Fall! Also erwiderte ich, dass wir nicht zurück fahren und statt dessen einfach hier bleiben würden. Das könne er uns auch nicht erlauben!? Der Bursche mit den Handschellen wurde immer nervöser, lief auf und ab und schaute die ganze Zeit zu uns rüber. Schien ihm nicht zu passen dass wir nicht kuschten... Der Sprecher forderte uns wieder auf zurück zu fahren - ich fragte ihn ob ich wieder durch all diese Roadblocks fahren söllte? Wir würden nicht fahren und hier bleiben... Er wies wieder in Richtung aus der wir gekommen waren. Ich fuhr los und drehte den Wagen in Richtung Muxungue, fuhr aber auf den Seitenstreifen und stellte den Motor ab. Dann würden wir halt hier bleiben! Die Jungs waren verblüfft und offenbar unschlüssig was sie nun tun sollten. Nach ein paar Minuten kam der Sprecher von eben zu uns und sagt wir könnten auf den Konvoi warten, der gerade auf dem Weg zu ihnen wäre und mit diesem dann zurück nach Muxungue fahren. Das wollten wir aber auch nicht...er ging. Fünf Minuten später war er wieder da und erkläre, dass er uns fahren lassen könne wenn wir denn wirklich nicht zurück fahren wollten. Uns war sofort klar woher der Wind wehte - es ging mal wieder um Geld! Den größten Teil des in Muxungue geholten Bargelds hatten wir sowieso versteckt, so zogen wir den Geldbeutel und gaben ihm die knapp 200 Metical die noch im Geldbeutel waren - umgerechnet etwa 2,50 Euro! Wir konnten fahren! So ein Theater... Ich drehte wieder und wir fuhren an den verschiedenen Gruppen vorbei - eine guckte finsterer als die andere... Wir haben dann Gas gegeben und sind mit 100km/h in Richtung Buffalo Camp gefahren. Keine 10 Minuten später kam uns dann der Konvoi entgegen; vorne fuhr ein gepanzertes Fahrzeug. Der Konvoi fuhr mitten auf der Strasse, so konnten wir nicht einfach passieren und stoppten - das gepanzerte Fahrzeug stoppte auch und man fragte uns was wir denn hier machen würden? Wir wollen nur noch die paar Kilometer zum Camp fahren und dort die Nacht verbringen. Der Befehlshabende schien das Camp zu kennen und erlaubte uns die Weiterfahrt! Wir sind dann erst einmal stehen geblieben und haben den Konvoi passieren lassen. Es waren sicher über 100 Fahrzeuge die da an uns vorbeischossen - ein wahres Rennen! Einige Fahrzeuge überholten im Konvoi, hauptsächlich große Busse fuhren wie die Wildschweine! Mit ihren 3 Achsen donnerten die einfach über den Seitenstreifen... Nach einiger Zeit war der Konvoi vorbei und wir konnten weiterfahren. Wir sind bestimmt noch 30 Kilometer bis zum Camp gefahren; viel weiter als wir dachten! Ein bisschen saß uns schon die Angst im Nacken...
Camp Buffalo, Tendet Camp, 90Euro/Zelt, (Sonderpreis 15US$ Camping) Dann die Einfahrt zum Camp Buffalo. Die Pforte war unbesetzt, im Camp trafen wir niemanden an. Aber es musste jemand da sein, denn ein laufendes Laptop stand auf dem Tisch in der Larpa! Wir waren etwas unschlüssig wo wir uns denn nun hinstellen sollten für die Nacht. Das Camp Buffalo ist ein „Tendet Camp“, normalerweise kein Camping. Ein Schweizer Investor hat dieses Camp vor ein paar Jahren gebaut und hat ausserdem eine Konzession erworben um dort einen Wildpark aufzubauen. Das Gelände erstreckt sich von der Strasse bis zur ca. 70 Kilometer entfernten Küste - ein riesiges Gebiet! Letztes Jahr waren die Bediensteten damit beschäftigt einen stabilen, elektrischen Zaun zu bauen. Man plante Tiere aus dem Krüger hier anzusiedeln - inklusive Elefanten! Später sollten dann auch noch Campsites im Park errichtet werden. Ein kühner Plan...Seinerzeit hatte die Verwaltung extrem Probleme mit illegalem Holzeinschlag und noch in der Nacht, in der wir dort übernachteten, haben sie einen vollbeladenen Holztruck und mehrere Bakkies mit Leuten festgesetzt. Chinesen wären die Drahtzieher erklärte man uns morgens beim Frühstück.
Wie wenig einladend wirkte das Camp dieses Jahr. Aber immerhin, das Camp gab es noch und sicher schien es hier auch zu sein. Keine Anzeichen von Zerstörung oder Vandalismus. Die große Solaranlage war noch installiert und die Trinkwasseraufbereitung funktionierte auch. Die Zelte standen noch, es gab warmes Wasser in den Duschen. Wir haben uns dann seitlich neben die Larpa gestellt, dicht beim Grillplatz - wir hatten ja Hunger! Es wurde langsam dunkel und wir richteten uns für die Nacht ein, Zelt aufklappen, Feuer machen usw. Es sah nach Regen aus...und es hatte offenbar schon ergiebig geregnet, denn links und rechts der Strasse stand alles unter Wasser! Das konnte ja noch heiter werden... Wir machten uns einen Tisch und Stühle sauber, standen ja genug herum. Kurze Zeit später war dann auf einmal jemand da, sprach aber nur Portugiesisch 🙁 Dann kam Francis, den wir schon letztes Jahr kennengelernt hatten. Ich erklärte ihm unsere Odyssee und er erlaubte uns die Nacht zu bleiben - für 15US$. Kein Thema... Ich fragte noch wie denn die Strecke bis zum Save wäre und er meinte, dass wir uns unbedingt am nächsten Morgen dem Konvoi anschliessen sollen - wäre sicherer. Der Konvoi würde um 6:00h in Muxungue starten und ca. eine Stunde später das Camp passieren. Dann sollten wir am Tor stehen! Das Feuer war soweit und ich hab flink unsere Steaks auf den Grill gelegt; Elke hat uns einen GT gemixt - und es gab sogar Eis aus der Eismaschine! Die Steaks waren noch nicht ganz fertig da öffneten sich die Himmelsschleusen! Das Wasser kam aus allen Richtungen; zur Lapa ging‘s ein paar Stufen hoch, hier blieb es Trocken und auch das Dach war dicht 🙂 Ich musste noch im Regen ausharren bis das Fleisch fertig war, dann haben wir es uns am Tisch gemütlich gemacht. Der Regen prasselte... Francis musste noch einmal weg, irgendwo wollte er jemanden abschleppen. Wir hätten uns gerne mit Francis weiter unterhalten um von ihm Näheres über die Situation hier zu erfahren. So saßen wir allein in der großen Larpa und liessen den Tag Revue passieren. Wir überlegten, wie wir diese Gefahrenlage hätten vermeiden können. Wenn man uns an der Grenze auf unser Nachfragen ehrlich geantwortet hätte, wären wir sicher nicht über Dombe gefahren sondern gleich von der Grenze aus kommend südlich gefahren und den Save weiter westlich überquert. Ob die Region sicherer gewesen wäre und vor allem ob es dort eine Möglichkeit gegeben hätte den Fluss zu queren ist auch fraglich. Letztlich hatten wir Glück dass wir so durch gekommen sind bis ins Camp. Hätte auch ganz anders ausgehen können...
Bissl trocken bis hier, müssen wir zugeben. Aber wir hoffen die Infos sind es wert sich hier „durchzulesen“ 😉 Fotos haben wir erst wieder gemacht, nachdem wir den Save überquert haben.
In der Nacht regnete es heftigst, aber sonst blieb alles ruhig. Bei dem Regen stromert niemand durch die Gegend. Am nächsten Morgen sind wir dann zeitig aufgestanden. Elke hat Frühstück gemacht und ich hab Zelt zusammengelegt und unsere sieben Sachen eingepackt. Dann ab zum Tor...
Camp Buffalo - Inhassoro, Seta Hotel / Estrela de Mananisse, 135km Es dauerte nicht lange und die ersten Fahrzeuge schossen vorbei, wieder große Busse aber keine gepanzerten Fahrzeuge! Wir trauten uns erst nicht, dann sind aber auch Bakkies und SUV vorbeigefahren mit RSA Registrierung. Denen haben wir uns dann angeschlossen. Leider sind die so schnell gefahren, dass wir dann bald den Anschluss verloren haben. Allerdings waren dann schnell wieder Busse hinter uns! Die Strasse wurde zusehends schlechter, die Schlaglöcher immer größer. Teilweise schien es als wenn es Quergräben gegeben hätte, denn der Teer fehlte auf ganzer Breite der Strasse. Dann wurde die Strasse so schlecht, dass wir nur noch Schritttempo fahren konnten. Wir sind teilweise neben der Strasse gefahren da die Schlaglöcher einfach zu tief waren. Auf dem Seitenstreifen war es zwar matschig, aber wozu haben wir einen 4x4...es regnete wieder ein bisschen. Irgendwann erreichten wir die Brücke über den Save - Roadblock - Schlangestehen! Die Uniformierten wollten wieder Geld, stellten ein paar dumme Fragen. Wir konnten dann aber weiterfahren ohne Fahrzeugkontrolle und ohne zu zahlen. Wir waren erleichtert, offenbar hatten wir das Schlimmste nun hinter uns. Wir fuhren an einer langen Schlange Fahrzeuge vorbei. Offenbar warteten diese auf den nächsten Konvoi in Richtung Norden.
Jenseits der Brücke haben wir uns erst einmal mit Holzkohle eingedeckt, die sackweise an der Strasse verkauft wird. Die Herstellung von Holzkohle geht ja leider mit dem Raubbau an der Natur einher. Aber Feuerholz muss auch geschlagen werden. Wir sehen den großen Vorteil von Holzkohle darin, dass man deutlich besser „portionieren“ kann und so insgesamt weniger Material verfeuert als man es mit Holz machen würde. Auch kann man gut Kohle nachlegen und kann eigentlich schon sehr schnell die entstehende Hitze nutzen um z.B. Reis oder Kartoffeln zu kochen. So ein großer Sack wiegt 50Kilogramm! und hält bei uns eine ganze Reise - und das sind schon ein paar Wochen 😉 Allerdings muss man so einen schweren Sack auch händeln können. Ich lasse den Sack immer auf den Dachträger packen und verteile den Sackinhalt später dann auf kleinere, dichtere Säcke, die ich dann alleine heben kann.
Die Strasse, hier südlich des Save, ist in einem guten Zustand, so kommen wir zügig voran. Unsere nächste Übernachtungen planten wir in Inhassoro, auf der Campsite vom Seta Hotel. Letztes Jahr sind wir fast eine Woche dort geblieben. Die Campsite selber ist ziemlich heruntergekommen aber damit kann man sich arrangieren. Schliesslich verbringt man seinen Urlaub ja nicht auf dem Klo 😉 Die vorderen Stellplätze haben Meerblick und die große Bäume spenden viel Schatten und zum Pool und zum Restaurant sind es nur ein paar Schritte. Es gibt Strom und einen Wasserhahn am Stellplatz - leider auch Ameisen, aber davon später mehr! Wir freuten uns schon auf die Lulas...und auf ein kühles 2M! Die Küstenstrasse verläuft ca. 20-30km von der Küste entfernt. An der Kreuzung haben wir dann die Hauptstrasse verlassen und sind in Richtung Inhassoro gefahren. Bald kamen wir in das kleine lebendige Örtchen Im Ort selbst herrscht immer reges Markttreiben. Hier kann man bis auf Fleisch und frischen Fisch alles für den täglichen Bedarf einkaufen. Simkarten gibt‘s bei fliegenden Händlern, die direkt Freischalten können und auch beim Einrichten helfen. Aber in die „City“ wollten wir ja jetzt noch nicht. Erster Stop beim Bäcker, direkt an der Strasse zum Seta-Hotel. Etliche Fahrzeuge mit RSA-Registrierung auf der Strasse. Wir kauften ein paar Brötchen für‘s morgige Frühstück und ein paar süße Stückle für den nachmittäglichen Kaffee - Nervennahrung 🙂
Seta Hoel, Campsite, 300MT /P /N (80MT ca. 1Euro) Zwei Minuten später waren wir schon an der Rezeption vom Seta-Hotel. Die Dame wollte erst einmal „Herbeigeklingelt“ werden. Keine Lust Gäste zu bedienen...?! Wie üblich gaben wir zunächst an für 2 Nächte bleiben zu wollen mit Option auf Verlängerung. Sie wollte dann losmarschieren uns das Gelände zu zeigen. Da wir schon einmal hier waren winkten wir ab und sind dann direkt zu „unserem“ Stellplatz in vorderster Reihe gefahren. Das Gelände sah aus wie wir es schon kannten, mit dem Unterschied dass der Pool nur halbvoll stand mit einer grünen Brühe gefüllt! Kein Pool?! Also wird‘s wohl nix mit Längerbleiben... (Fotos von vorletzter Reise)
Stellplatz - hier mit Freunden Sooo schön war der Pool LETZTES Jahr 🙁 Zugang zum Restaurant, unverändert. Ausblick, unverändert schön! Morgens die Fischer, auf dem „Weg zur Arbeit“ Stillleben, am Strand. Wir haben uns dann eingerichtet und sind dann los um uns den Pool genauer anzuschauen und um zu gucken, ob das Restaurant noch bewirtschaftet wird. Wir hatten von vielen Schliessungen gehört, weil durch die angespannte Lage im Land die Touristen ausbleiben. Der Zustand des Pools weckte wenig Hoffnung... Der Pool war nicht zu benutzen, allerlei Getier tummelte sich im und unter Wasser. Hier war schon länger nicht mehr sauber gemacht worden 🙁 Das Restaurant war aber offen und es waren auch ein paar Gäste da. Es war schon spätnachmittags und wir bestellten gegrillte Lula mit Pommes und einheimisches Bier - 2M. Aus Erfahrung vom letzten Jahr wussten wir, dass es hier dauern kann bis mal sein Essen bekommt. Manche Gäste warten 2 Stunden! auf ihr Essen! Am Besten bestellt man direkt an der großen Theke und wartet nicht lange auf eine Bedienung. So söllte man innerhalb der nächste Stunde sein Essen bekommen. Überraschenderweise kamen die Getränke sehr schnell - so liess sich‘s aushalten. Ein warmer Wind kam vom Meer, die Sonne strahlt, die Wellen rollen auf den Strand, ein kühles Bier am Start und leckere Lula bald auf dem Teller! Ein DJ baute hinter der Bar seine Anlage auf, offenbar sollte heute Nacht hier Party sein?! Die Musikanlage stand schon und spielte „heisse Rhythmen“. Man war noch beschäftigt Deko aufzuhängen. Jemand drehte an der Lautstärke, als wenn er wenn er Pegel justieren wollte. Bissl laut, aber sicher nur zum Testen...Pustekuchen! Die Anlage wurde weiter aufgedreht und man verstand seinen eigenen Gedanken! nicht mehr! Wir konnten uns nicht mehr unterhalten. Die anderen Gäste sassen alle wie versteinert da, niemand redete mehr und schien einfach den Lärm ertragen zu wollen. Ich bin dann rüber zu Bedienung um sie zu bitten die Lautstärke ein bissl reduzieren zu lassen. Sie zuckte nur mit den Schultern... Ich bin dann zu dem DJ gegangen um ihn zu bitten etwas leiser zu machen. „Ich solle mehr Respekt zeigen, käme als Weisser in ihr Land und wolle bestimmen“ - ich hätte hier nichts zu sagen und er hätte die Erlaubnis vom Betreiber hier heute Musik zu machen. Mag sein, aber sicher nicht so laut! Interessierte ihn nicht...Ich habe ihm dann noch versucht zu erklären dass letztlich die Touristen seinen Auftritt bezahlen und wenn diese wegbleiben oder unzufrieden wären nicht wiederkommen würden und er bald out of Business wäre. Auch das hat er nicht kapiert... Ich bin dann zur Bedienung gegangen und habe nach ihrem Boss gefragt - der wäre nicht da! Toll...Die Musik war so laut, wir wollten dort nicht bleiben. Das machte ich ihr auch klar, aber auch das interessierte sie nicht! Ich hab dann um die Rechnung gebeten und erklärt dass ich gerne noch geblieben und gegessen hätte. Für uns ist diese Lautstärke unakzeptabel und das ich nur die Getränke bezahlen werde. Da wurde sie dann ein bisschen flotter. Sie könnten uns das Essen ja einpacken und auf die Campsite bringen! Oh, das wußte sie schon?! So sind wir dann gegangen und haben beim Auto auf unser Essen gewartet. Die Musik war immer noch unerträglich laut. Die anderen Leute im Lokal mussten alle taub sein! Uns schwante was uns heute Nacht für einen Lärm erwarten würde. So überlegten wir noch heute abzureisen, aber wohin? Wir kannten nur eine andere Campsite, auf der anderen Seite von Inhassoro, ca. 5km ausserhalb. Direkt hinterm Bäcker hatten wir Schilder gesehen die auf andere Unterkünfte hinwiesen. Vielleicht war da was dabei? Es war also entschieden, wir würden gleich nach dem Essen zusammenpacken und eine andere Unterkunft suchen! Zur Not würden wir auch ein self-catering Chalet nehmen. Also Zelt zusammenklappen, Tisch und Stühle wieder einpacken, Stromkabel ausstecken. zwischendurch hatten wir uns die Abolutions angeschaut - noch schlimmer als letztes Jahr, obwohl das kaum möglich war...Schade dass der Betreiber die Anlage so verkommen läßt, denn die Lage ist einfach 1a. Das Essen kam dann und es war echt lecker! Wenigstens ein Lichtblick, aber nicht genug um zu bleiben. Wir sind dann vor gefahren zur Rezeption um klar zu machen dass wir jetzt das Camp verlassen und hier nicht die Nacht verbringen werden. Ich wäre auch nicht bereit die Übernachtung zu zahlen. Für ein „Tagesticket“ würde ich aber bezahlen wollen. Sie verschwand dann und kam kurze Zeit später in Begleitung eines älteren Herrn mit asiatischen Zügen wieder. Ach nee, der Herr war doch auch im Restaurant?! Wir erklärten die Umstände - obwohl er die ja kannte. Wir konnten fahren ohne etwas zu zahlen für unseren mehrstündigen Aufenthalt. Das war mal erfreulich...
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
Hallo Frank, wow was für ein Krimi. Ich hatte gerade durch einen älteren Bericht der Eulenmuckels die traumhaften Strände Mosambiks entdeckt. Aber so wie ihr das schreibt, ist das definitiv kein Land, dass ich mit einem Kind bereisen möchte. Da würden mir die Nerven fehlen bei den "Polizeikontrollen". Danke für den sehr informativen Bericht.
FSausSThemenstarter466 Beiträge · seit 201006. Apr. 2017 ·
Hallo Sasa, ich teile deine Bedenken, mit Kindern würde ich wahrscheinlich selbst auch nicht nach/in Mosambik fahren wollen. Ganz anders muss wohl die Situation in den Fly-In Resorts oben im Norden des Landes sein. Dort ist die Lage stabil, aber leider Fly-In und somit hochpreisig und nichts für Individualtourismus. Wir haben nur die Fahrt durch die Save-Region als bedrohlich empfunden. Weiter im Süden hatten wir eine traumhafte Zeit! Allerdings kann man in Mosambik nicht davon ausgehen, dass aktuelle Zustände stabil bleiben. Wir sind gespannt wie sich das Land weiter entwickelt. Der Norden möchte ja gerne zum eigenständigen Staat werden...
Grüßle Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
Also bislang erscheint mir Mozambique noch nicht sooo attraktiv. Ich bin gespannt, was noch so kommt.
Danke fürs Schreiben
Viele Grüße Mabe
FSausSThemenstarter466 Beiträge · seit 201019. Apr. 2017 ·
Wie schon angemerkt hatten wir an der Querstrasse kurz vor der Zufahrt zum Seta-Hotel ein paar Hinweisschilder auf andere Anlagen gesehen. Es gab also noch einen anderen Campingplatz in der Nähe.
Aber leider 4 km ausserhalb... Wir klapperten ein paar andere Resorts auf dem Weg zur Campsite ab, aber leider gab es keine „self-catering“ Chalets 🙁 Also sind wir weiter aus dem Dorf herausgefahren und dann schliesslich vor der Einfahrt zu „Estrela De Mananisse“ gestanden.
Estrela De Mananisse, Inhassoro, 300MT/N/P, kurz vor Xmas 2016 Ein großes Rolltor versperrte die Einfahrt und der Pförtner hatte wohl Ausgang... Also Aussteigen und gucken wen man hier wecken muss um aufs Grundstück fahren zu können. Das Tor war von innen nicht verriegelt; ich hab‘s einfach aufgeschoben und wir sind reingefahren. 😗 Nachdem ich das Tor geschlossen hatte, kamen nach ein paar Minuten zwei Männer auf uns zu und einer fragte nach unseren Wünschen. Wir wären auf der Suchen nach einer Campsite - ein paar Nächte wollten wir wohl bleiben. Es wäre noch was frei und wir könnten uns den Platz gerne anschauen! Ich bin dann mit einem der Herrn - Josefa - in den Teil der Anlage gelaufen, der als Campsite fungierte. Das mit Elektrodraht umzäunte Grundstück ist dicht bepflanzt mit niedrigen Bäumen, daher kann man die ganze Anlage nicht in eins überblicken. Wir passierten mehrere Chalets auf dem Weg. Ein paar waren schon von Gästen bewohnt, zumeist von Südafrikanern. Ein niederländischer Troopy parkte auf einem der beiden Stellplätze, für "Unterhaltung" war also schon gesorgt! Ein bisschen weiter hinten war dann der freie Platz. Ein rundes Dach mit einer geschlossenen Wand als Windschutz, der Boden betoniert. Licht und Steckdosen am Unterstand. Ein paar Meter weiter eine Feuerstelle und ein Waschtisch mit Ablage. Mehr braucht kein Camper 😉 Etwas entfernt stand der Ablution-Block mit Dusche und Toiletten.
Zum Fisch und zu den Lulas schreib ich noch was 😉
Einen Pool und eine Bar gab es auch auf dem Gelände. Mangels trinkwilliger Gäste war die Bar aber geschlossen. Der Pool war aber einsatzbereit und wir haben uns nach dem Zeltaufbau gleich zu Wasser gelassen! Das Wasser war herrlich und die Aussicht grandios!
Aussicht vom Pool - unten am Wasser sieht man Fischer wie sie ihre Netze einziehen... Da wir ja schon im Seta-Hotel gegessen hatten, waren wir in der Hinsicht versorgt und haben den Tag mit einem Rotwein ausklingen lassen.
t.b.c...
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
FSausSThemenstarter466 Beiträge · seit 201020. Juni 2017 ·
Die Nacht war herrlich - endlich mal keinen Regen! Die Temperaturen war sehr angenehm und Moskitos haben wir auch keine gesehen. Dafür haben wir aber nähere Bekanntschaft mit anderen Plagegeistern gemacht - Ameisen! Davon aber später mehr...
Nach dem Frühstück sind wir zunächst auf ein Schwätzchen zu den Holländern rüber gelaufen. Auch sie bereisen über den Winter das südliche Afrika. Sie leben direkt in Amsterdam und vermieten während ihrer Abwesenheit ihr kleines Häuschen mitten in der City und finanzieren so auch einen Teil ihrer Reise. Keine schlechte Idee...zu dumm dass wir kein Häuschen in Amsterdam haben 🙁
Wir wollten später noch in die Stadt fahren und ein bissl bummeln. Laufen konnten oder besser wollten wir die Strecke nicht. Man hätte zwar am Strand lang laufen können, aber das wäre ganz schön anstrengend gewesen und mit Einkäufen am Handgelenk nicht so prickelnd. Das Dachzelt war flink zusammengelegt. Bevor es los ging, wollte ich aber zunächst den Sack Holzkohle vom Dach haben. Kaum merklich fiel ein bisschen Sprühregen. Das Auto war nass... Der Betreiber arbeitete mit seinen Angestellten an einem neuen Weg runter an den Strand. Der Weg war schon fertig und man arbeitete grad am Tor und am Elektrozaun. Ich fragte ob mir jemand helfen könne den Sack Holzkohle abzuladen?! Ich bin auf‘s Auto hochgestiegen und habe den Jungs den Sack an die Dachkante herangerückt und sie haben ihn angenommen, unten hingelegt und sind dann wieder an ihre Arbeit gegangen. Ich stand barfüßig noch oben auf dem Dach und hab die Gurte aufgeräumt und wollte dann wieder heruntersteigen. Da ich keine Leiter am Auto habe, klettere ich immer wie ein (unbeholfenes) Äffchen über Kotflügel und A-Säule hoch aufs Dach und so auch wieder runter. Festhalten kann man sich am Dachträger. Wenn es trocken ist, ist das kein Problem. Nun war das Auto aber nass und es klebte noch der Dreck unserer bisherigen Reise auf dem Lack. Ihr könnt euch vorstellen was passiert ist - plumps lag ich unten auf dem Rücken, aber nicht ohne vorher auf dem Weg nach unten mit dem Oberkörper auf die Dachkante zu knallen. Autsch! Wie ein Maikäfer zappelte ich da auf dem Boden bis ich wieder auf die Beinen kam. Ich merkte sofort dass ich nicht ohne Blessuren der Schwerkraft gefolgt war. Es hatte wohl die kurzen Rippen der rechten Seite erwischt, jedenfalls waren die auf einmal seeeehr druckempfindlich! Zunächst dachte ich mir nichts dabei - wird sich wieder legen und ein Indianer kennt keinen Schmerz. Aber ich bin ja kein Indianer...Äusserlich sah man nichts, aber der Schmerz „entwickelte sich“ und ich sollte 6 Wochen! Spass haben mit den Rippen 🙄 Aber ich wollte ja den Sack Holzkohle versorgen. Die kleinen Säcke hatte ich schon zurecht gelegt. Ich hab den großen Sack aufgebunden und dann die großen Stücke Kohle in die kleinen Säcke umgeschichtet. Die kleinen „Portionen“ liessen sich so deutlich besser Händeln als der große Sack. Die Brösel hab ich dann gleich in die Feuerstelle befördert. Sollte für die heutige Grill-Session sicher reichen. Dann sind wir ins Dorf gefahren. In der Nähe des „Busbahnhofs“ ist der Markt gelegen. Die Händler haben hier größtenteils feste Stände oder verschliessbare Buden wo sie ihre Waren anbiete. Hier auf dem Markt kann man wirklich alles für den täglichen Bedarf kaufen - Fisch und Fleisch gibt‘s dort auch, aber die Nase meldet „hier lieber nix kaufen“! Ein paar Tomaten, Bananen und Mangos haben wir eingekauft. Wir wollten noch eine Simkarte für‘s Telefon erwerben. Mit ein bissl Durchfragen standen wir dann am Verkaufsstand eines fliegenden Händler. Bei ihm haben wir dann eine Sim-Karte gekauft und er hat uns die Karte auch gleich freigeschaltet. Internet wollte erst nicht funktionieren. Er hat länger in den (deutschen) Einstellungen gefummelt aber internet wollte nicht... Er hat dann die Karte in sein Telefon gesteckt und konfiguriert, dann funktionierte auch internet - auch auf meinem Mobiltelefon! Wir haben dann gleich noch Guthaben aufgeladen. Dann noch zum Bäcker und gleich weiter in Richtung Campingplatz gefahren. Wäschewaschen stand noch auf dem Plan 🙁 Nun möchte ich euch nicht langweilen mit einer detaillierten Beschreibung meines Wäschebergs... 😈
Stattdessen erzähle ich euch lieber von unserer kleinen Bootsfahrt die wir im Vorjahr gemacht haben?! Kurz zur Erinnerung, im Vorjahr haben wir noch auf dem Campingplatz am Seta-Hotel übernachtet. Dort lief nachmittags ein Einheimischer über den Platz und erkundigte sich ob wir Interesse an einem Bootsausflug hätten - es wären noch zwei Plätze frei auf seinem Boot?! Es sollte auf eine kleine vorgelagerte Insel gehen, Schnorcheln, Insel erkunden, Relaxen und ein Essen sollte es auch geben. Klar hatten wir Interesse! Ich kann jetzt nicht mehr sagen wie viel der Ausflug gekostet hat, aber es waren nicht viel mehr als umgerechnet 20Euro pro Person. Das „Paket“ bestand aus Bootsfahrt, kalten Getränken (Flasche Wasser) und einem Essen. Am nächsten Morgen wollte er uns abholen und zum Boot bringen. Am nächsten Morgen warteten wir dann am vereinbarten Treffpunkt auf unseren Guide. Es kam dann bald und wir sind zusammen ins Dorf gelaufen...eigentlich hatte er von Fahren gesprochen?! Es war schon sehr warm und die Sonne brannte. Wir waren schon fast im Dorf da tauchte sein Fahrer mit dem Pickup auf. Wir „durften“ auf der Ladefläche Platz nehmen und er ist über eine extrem krumplige Piste ans andere Ende des Dorfes an den Strand gefahren. Hier lag ein kleines Segelboot...
Das Boot wurde beladen - unter anderem mit einem großen, tiefgefrorenen Fisch - dann sind wir mit dem Kapitän losgeschippert. Der Mann vom Campingplatz war nur (s)ein „Seelenfänger“... Zunächst schipperten wir in Sichtweite des Ufers entlang zu einem nahen Campingplatz. Wir hatten diesen Platz auch schon angeschaut. Sehr schön, aber sehr voll und uns zu weit entfernt vom Dorfzentrum. Eine Gruppe Männer, Frauen und Kinder stieg zu und das Boot war voll! Jetzt ging es raus aufs Meer in Richtung Bazaruto Island. Das Ziel war aber nicht das Hauptarchipel sondern die vorgelagerte Felseninsel „Santa Carolina“.
Die Überfahrt war ruhig bei bestem Wetter und dauerte eine gute Stunde. Dort angekommen hatten wir ein paar Stunden zur freien Verfügung. Die Insel erwandern oder im kristallklaren, warmen Wasser Schnorcheln - war ja wohl klar was ich wollte... Während der Zeit unserer Abwesenheit wurde an Bord ein Essen für uns zubereitet. Der riesige, gefrorene Fisch war fast aufgetaut und wurde in „handliche“ Stücke zerteilt, mariniert und auf Holzkohle gegart. Dazu sollte es Reis und einen Paprika-Salat geben. Aber noch war es nicht soweit, wir wollten doch die Zeit nutzen...
Ich wußte nicht so recht was mich unter Wasser erwartete. Auf dem Hinweg hatten wir Delfine gesehen, die wären bestimmt nicht in der Bucht...Delfine habe ich auch nicht gesehen, aber viele bunte Fische! Leider habe ich keine Unterwasserkamera, sonst hätte ich hier ein paar Fotos zeigen können. Es war Niedrigwasser und die meisten Fische waren nahe der Felsen. Man muss höllisch aufpassen von den Wellen nicht auf die scharfkantigen Felsen gespült zu werden. So bin ich lieber ein bissl auf Abstand geblieben. Trotzdem hat es sich gelohnt diesen kleinen Ausflug zu machen um hier Schnorcheln zu gehen! Nach einiger Zeit bin ich doch etwas müde geworden und zum Boot zurück geschwommen. Dort hab ich dann Brille und Flossen deponiert und hab mit Elke noch ein bissl die Insel erkundet. Weit konnten wir aber nicht mehr gehen da das Essen schon fast fertig war! Die Insel war früher bewohnt, es gab sogar ein Hotel! Das Hotel und die umliegenden Wohnhäuser sind inzwischen alle verlassen und verfallen langsam. Ganz in der Nähe steht ein Gebäude das offensichtlich mal eine Kirche war. Ein anderes das Hotel? Stattlich war es immer noch, nun aber etwas verwohnt 😉 Seht selbst...
Wind, Wetter und vor allem das Meer knabbern an den Gebäuden und Befestigungen...
Unglaublich wie viele Fische sich da direkt am Ufer im Wasser tummelten!
Das war unser Ausflugsboot - ein Aussenborder hat uns auf die Insel gebracht. Das Segel kam leider nicht zum Einsatz. Das Essen war eine Wucht, schon erstaunlich wie einfach doch ein köstliches Mahl bereitet werden kann! Es war genug da für alle - wir konnten gar nicht alles essen! Leider habe ich keine Fotos der „Fressorgie“ gemacht 🙁 Nach dem Abwasch im Meer hat der Skipper den Anker gelichtet und wir sind wieder Richtung Festland aufgebrochen. Es war bereits Nachmittag. Unterwegs begleiteten uns wieder Delfine. Gar nicht so einfach im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken...
Die Sonne brannte den ganzen Tag erbarmungslos vom blauen Himmel. Ein leichter Wind bescherte ein bisschen Kühlung. Am Ausgangspunkt der kleinen Seereise wieder angekommen machte sich aber ein Sonnenbrand bemerkbar - trotz Sonnencreme und Mütze mit Nackenschutz... Das war ein kleiner Rückblick auf einen Ausflug den wir auf einer unserer letzten Reisen nach Mosambik vom Seta-Hotel aus gemacht haben. Lohnt unbedingt!
t.b.c.
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
FSausSThemenstarter466 Beiträge · seit 201009. Juli 2017 ·
so - nu mix ich mir erstmal 'nen GT und schreib dann gleich weiter... Kann ja nicht angehen dass ich hier nicht fertig bin mit Schreiben bevor die nächste Reise startet 😊
Grüßle Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
FSausS schrieb:so - nu mix ich mir erstmal 'nen GT und schreib dann gleich weiter... Kann ja nicht angehen dass ich hier nicht fertig bin mit Schreiben bevor die nächste Reise startet 😊
Grüßle Frank
Hallo Frank, das sieht bei mir ja auch danach aus, als ob ich vor Ende meines Reiseberichtes schon wieder in Namibia bin. Die Bilder von Eurem Bootsausflug sind wirklich schön. In dem Hotel hätte ich zu seiner Blütezeit gerne mal Urlaub gemacht. Die Insel sieht wirklich wunderschön aus.
FSausSThemenstarter466 Beiträge · seit 201009. Juli 2017 ·
Zurück zur aktuellen Reise... Der Berg Wäsche war versorgt und trocknete auf der Leine. Nachdem wir am Vortag noch im Seta-Hotel eine Portion Lulas verdrückt hatten, mussten wir uns heute mal wieder selbst ums Essen kümmern. 😗 Wir hatten aus Francistown noch Boerewors in der Engel. Kartoffeln hatten wir auch noch einen halben Sack voll. Also würde es heute eine Portion Wurst mit Kartoffeln geben; den Rest Wurst wollten wir Josefa, dem „Mädchen“ für alles auf der Campsite, gegeben und ihn gleich fragen, ob er uns einen frischen, ca. 6-7kg schweren Fisch - Cutter oder Barrakuda - besorgen könnte. Auf unseren ersten Reisen nach Mosambik hatten wir noch mittelprächtige Einzelfische (ca. 2-3kg) wie Rockfish, Parrotfisch oder Red Snapper gekauft. Mittlerweile kaufen wir aber lieber noch größere Fische, schneiden diese in Stücke und schichten sie in Tupper verpackt ganz unten in der Kühlbox. Cutter und Barrakuda haben den großen Vorteil, dass man sie in Scheiben sehr gut portionieren kann und so nicht einen ganzen Fisch zubereiten und vor allem essen muss! Ausserdem braucht man diese Fische nicht zu schuppen, denn ihre Haut ist ehr lederartig. Wir waren gespannt ob er einen Fisch besorgen konnte - er versprach seine Kontakte spielen zu lassen. Wir machten uns allerdings keine großen Hoffnungen schnell an Fisch zu kommen... 😐
In Windhoek hatten wir uns zu Beginn der Reise bei Bushwackers eine rechteckige, ca. DIN A4 große, Edelstahlpfanne gekauft. So könnte man auch Kleinzeug und Gemüse auf dem Feuer zubereiten ohne dass Grillgut in die Glut fällt - wie leider schon oft passiert 🙁 So habe ich ein Feuer entzündet, die Pfanne gleich mit Wasser gefüllt und mittels Dreibein aufs Feuer gestellt um die Kartoffeln zu kochen. Als die Kartoffeln dann fast gar waren, habe ich sie abgeschüttet und die Boerewors in der Pfanne gebraten. Anschliessend die Kartoffeln rein in den Sud und das Abendessen war fertig! Köstlich... Wie üblich wurde 2M gegen den Durst eingesetzt und für den Genuss hatten wir ja noch Pinotage!
Ich hatte die Nacht nicht gut geschlafen. Die Auswirkungen meines Freifluges vom Vortag zeigten sich in der Form, dass ich nicht auf der Seite liegen konnte. Jede Bewegung unter Beteiligung der Bauchmuskulatur schmerzte. So trieb es mich aus der Bettchen und ich habe zunächst das Frühstück bereitet. Elke rekelte sich derweil noch im Dachzelt. Wir hatten hier Strom und so brachte unser kleiner Elektrokocher das Wasser schnell zum Kochen und der Kaffee war schnell aufgebrüht. Der Duft vom frischen Kaffee hat Elke dann an den Tisch gelockt 😉 Die Brötchen vom Bäcker waren echt lecker - obwohl vom Vortag; heisser Kaffee, frische Morgenluft, das Rauschen des Meeres, ein wohlgedeckter Tisch - so kann man in den Tag starten! Mittags sind wir noch einmal in die Stadt gefahren. Das Fleisch hatten wir ja verschenkt und auf den Fisch mussten wir wohl noch warten. Wir wollten versuchen am Strand Lulas zu kaufen. Wir fanden einen Fischer? und versuchten ihm klar zu machen was wir wollten. Einer der Jungs aus der Gruppe konnten ein paar Brocken Englisch - so verstand er schliesslich unser Begehr. Wir sollten nachmittags zwischen drei und vier noch einmal wieder kommen, dann würden die Fischer ihre Fänge anlanden. Da unsere Biervorräte zur Neige gingen, mussten wir Nachschub kaufen. Nun muss man wissen, dass die großen Flaschen Bier (660ml) meistens nur im Tausch mit Leergut zu bekommen sind. Da wir (noch) kein Leergut hatten, bekamen wir auch leider keine großen Flaschen. Egal, 2M schmeckt auch aus kleineren Flaschen - man muss halt ein Flasche mehr öffnen 😉 Wir sind dann noch ein bissl durch die Stadt gebummelt. In den engen Marktgassen gibt es immer was zu entdecken. Ameisenspray stand ganz oben auf unserer Einkaufsliste. Sobald man mit dem Auto ein wenig länger an einem Platz steht, finden die Jungs den Weg ins Auto. Das ist kein Spass wenn die Kolonnen überall im Auto laufen! Binnen Stunden hat man ein Nest mit Eiern im Auto! Da hilft dann leider nur noch Gift...Gift zum Ausräuchern und Gift an die Räder gesprüht dass sie nicht mehr ins Auto kommen. Der nächste Regen wäscht leider wieder alles ab. 🙁 Zum Thema Regen, direkt an der Küste war er nicht so heftig, reicht aber um das Spray abzuspülen. Weiter im Landesinneren sind die Regenfälle aber deutlich ergiebiger. Ich werd versuchen ein Video einzubinden von dem Sturzregen der uns erwischt hat als wir aus Pomene und später noch einmal als wir von Zavora rausgefahren sind. Da war die Strasse ein Fluss! Zur inneren Desinfektion stand noch Gin auf der Einkaufsliste. Man muss höllisch aufpassen dass man nicht über den Tisch gezogen wird - die Preise variieren nach Lust und Laune der Händler. Ein „guter“ Kurs für eine 0.75l Flasche Gordon‘s Dry liegt bei 400Mt. In Inhassoro haben wir noch um 500Mt bezahlt (Dez/Jan. 2017: 75Mt = 1€). Weiter im Süden von Mosambik werden Grundnahrungsmittel dann günstiger. Die Händler hier sind sich aber leider einig. Schweppes Tonic bekommt man in Mosambik in 0.33l Dosen und deutlich günstiger als z.B. in Botswana oder Namibia. Hartling? ist immer eine gute Adresse für den Getränkeeinkauf. Die Zeit verging wie im Flug und es wurde Zeit wieder an den Strand zu fahren um den Fischer zu treffen. Ein Zwischenbier haben wir uns noch im Restaurant des Seta-Hotels gezischt; dann bin ich runter an den Strand und habe dort den Fischer getroffen. Er hatte eine große, flache Wanne voll mit Lula dabei! Elke war (zum Glück) nicht dabei und so habe ich reichlich ausgesucht... Der Fischer bot sich an gegen einen kleinen Obolus die Lula gleich küchenfertig zu machen und ich nahm das Angebot dankend an. Zwar hatte ich schon beim Saubermachen zugeschaut, aber das Säubern der Lula ist dann doch nicht ganz so einfach wie es aussieht. 200Mt/Kilo zahlt man im Schnitt für Fisch; für Lula ein bissl mehr. Saubermachen geht extra. Ich hab ihm 500Mt gegeben und hatte meine Tragetasche gut gefüllt. Wir hatten mehr als genug für 2 Mahlzeiten! Zurück im Camp stellte sich heraus, dass die Niederländer weitergezogen waren. Wir entschlossen uns auf die nun freie Campsite zu wechseln. Kaum Umgezogen hat uns dann Josefa mit einem ca. 5-6 Kilo Cutterfisch überrascht! Nun hatten wir mehr als genug Fisch...Zum Glück gab es einen Tiefkühlschrank am Pool wo wir einen Teil des Fisches lagern konnten. Heute Abend sollte es Lula mit Reis geben - die Lula wanderten in die Grillpfanne auf‘s Feuer und den Reise bereiteten wir auf dem Gasbrenner. Die Lula mussten noch ein wenig abgespült, kurz in Zitronenwasser mariniert und dann geklopft werden, dann waren sie bereit zum Garen. Der Cutter war schon ausgenommen; so musste ich ihn nur in Scheiben schneiden und in die Tupperdosen schichten. Wir haben zwei große Dosen und die waren schnell voll, alles passte gar nicht rein.
Die restlichen Stücke Fisch wollten wir zusammen mit einem Teil der Lula in der Pfanne braten.
Leider regnete es an diesem Abend und wir mussten das Grillfeuer geschützt vor dem Regen unter den Waschtisch verlegen. Ein bissl Knoblauch in ein bissl Olivenöl anschwitzen und dann die Lula dazu geben. Wichtig ist die Lula vor dem Braten kräftig mit einem harten Gegenstand - großes, schweres Messer ist bestens geeignet - zu klopfen. Dann ist das Fleisch viel mürber und überhaupt nicht gummiartig! Es braucht nicht lange und die Lula sind gar. Dann noch einmal kurz auf den Rost auf‘s offene Feuer und den Reis in die Pfanne ins Öl geben. Yammi... Ich hoffe euch läuft auch grad das Wasser im Mund zusammen - wie mir während ich hier schreibe! Wer Seafood mag, ist in Mosambik bestens aufgehoben 🙂
Die folgenden Tage haben wir abwechselnd Cutter und Lula gegessen. 5 Nächte waren wir auf dieser Campsite und wir werden ganz bestimmt wieder hinfahren! Die Lage ist zwar nicht ganz so toll wie vom Seta-Hotel, aber im Moment die deutlich bessere Wahl. Wenn die Betreiber des Seta-Hotels nicht bald was machen an den sanitären Anlagen und am Pool, wird wohl bald niemand mehr dort übernachten wollen! Jedenfalls nicht auf der Campsite. Zum Zustand die Chalets dort kann ich leider nichts sagen. Es gibt aber nur einen Pool und der ist eben nicht nutzbar. t.b.c.
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200824. Aug. 2017 ·
Hallo, ihr Beiden,
vielen Dank für den informativen Reisebericht! Eure Anfahrt zur Küste wollen wir zwar nicht nachmachen 😮 - sowas ist und einfach zu stressig - aber vom Rest der da jetzt ins Stocken geraten ist, von dem möchten wir gern weiterlesen, - ganz egoistisch, - zum abgucken. 🙂 Wäre ganz toll!
Gruß lilytrotter
btw - welche Mozambique Reiseführer/Karten findet ihr gut? Wir tendieren zu Lonely Planet oder Bradt.
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
FSausSThemenstarter466 Beiträge · seit 201024. Aug. 2017 ·
Asche auf mein Haupt...jaaaa ich wollte schon längst weiter schreiben 😊 Wir sind die nächsten Wochen an der Mosel unterwegs und leider hab ich mein Reisetagebuch daheim gelassen 😕 Ich schreibe schon nebenbei ein bissl offline und buddel auf der FP nach passenden Fotos. Wir demnächst sicher wieder mehr von Mosambik geben. 😎 Reiseführer - wir haben den Globetrotter Travel guide "Mozambique" 6th Edition in englisch und hatten leihweise den Hupe Mosambik-Führer dabei.
Grüßle Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200824. Aug. 2017 ·
Keine Eile!!
Genießt die Zeit!
Grüßle
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Ich bin ja froh, dass andere auch mit ihrem Bericht nicht fertig werden. Wir sind schon von der zweiten Runde zurück und mur fehlt noch das Ende des Berichts von der ersten. Lese gerne weiter bei Euch mit. Viele Grüße Sasa
FSausSThemenstarter466 Beiträge · seit 201015. Okt. 2017 ·
Estrelle de Mananisse - Vilanculos, Baobab Beach Camp, ca. 85km, ca. 1,5h
Da unser nächstes Ziel nicht weit entfernt liegt, konnten wir den Tag gemütlich angehen. Gemütlich Frühstücken, dann in Ruhe Packen, unseren Aufenthalt zahlen und los. Gut 20 Kilometer waren es bis zur Küstenstrasse. Die Teerstrasse ist gut befahrbar, der Verkehr überschaubar und so liessen wir den Landcruiser gemütlich mit 80km/h laufen. Immer schön abbremsen vor den Ortschaften und ans Tempolimit halten - auch wenn andere es eilig haben - lasst sie fahren! Oft rollen wir zwischen den Ortschaften nur mit 50km/h daher da es keine Aufhebung der Geschwindigkeitsbeschränkung gibt. Wir vermuten dass einige Schilder „abhanden“ gekommen sind um bei Bedarf vor allem Ausländer abzocken zu können. Ansonsten haben wir uns angewöhnt erst wieder auf „warp“ zu gehen, wenn in Gegenrichtung die 70km/h Schilder den Geschwindigkeitstrichter in Richtung Ansiedlung einläuten 😉 Nach fast 500 Meilen wurde es langsam Zeit wieder ein bissl was von dem schwarzen Gold in den Tank zu füllen. Direkt am Abzweig nach Vilanculos findet sich eine große Tankstelle. Die wollten wir aber erst auf der Weiterfahrt gen Süden aufsuchen. Für die 50 Kilometer hin und her nach/von Vilanculos wird‘s wohl noch reichen?!
Das Baobab Beach Camp, am Ortsrand von Vilanculos gelegen, haben wir schon auf mehreren Reisen besucht. Es gibt dort einen riesigen Baobab und wir hofften im Schatten dieses Riesen noch ein Plätzchen zu finden. Da man von der Küstenstrasse aus durch die Stadt muss um ins Camp zu kommen, wollten wir noch kurz beim Bäcker ein paar süße Stückle und Brötchen einkaufen. Leider gab es gerade keinen Strom in der Stadt und so gab‘s auch nix beim Bäcker 🙁 Dann müssen wir halt am Abend mal wieder Brot backen!
Baobab Beach Camp, Camp und Chalets, Camp: 500MT/P/N Das Gelände ist eingezäunt und Wachen stehen die ganze Nacht am Tor bzw. halten sich in der Hütte direkt neben dem Tor auf. Die Pforte zum Strand wird nachts auch versperrt. Das Haupttor wurde bei unserer Ankunft sofort geöffnet und wir fuhren aufs Gelände und steuerten gleich den Platz unterm Baobab an. Leider mussten wir feststellen dass die „schönen“ Plätze schon vergeben waren. Weiterfahren wollten wir heute nicht mehr, also haben wir uns mit einem weniger schönen Plätzchen zufrieden gegeben. Wichtig war nur die Stellflächen unter den Kokospalmen zu meiden, denn die Nüsse falle gerne mal runter und das gibt hässliche Beulen am Kopf und im Blech. Das Camp machte irgendwie einen etwas verlodderten Eindruck. Die Palmen wirkten ungepflegt, abgerissene Wedel lagen herum; die Mülltonnen voll mit stinkendem Unrat, Waschhäuser etwas abgerockt und bedingt durch den Stromausfall gab es nur sporadisch Wasser. Duschen war Glücksache... Es gibt ein paar Steckdosen auf der Campsite, die aber schon alle belegt waren. Strom gab‘s im Moment ja sowieso nicht...
Selbst gebackenes Brot...mmmmh
Die Rezeption ist an der Bar welche sich weiter unten in Richtung Strand befindet. Wir checkten für eine Nacht ein und zahlten gleich mit Kreditkarte. Getränke und Food zahlen wir üblicherweise cash. Das Camp hatte eine harte Zeit hinter sich. Aufgrund der Streitigkeiten zwischen Regierung und Opposition bleiben die Touristen aus. Hier an der Küste kommen die meisten Touristen aus dem Nachbarland Südafrika; wenige aus Zimbabwe. Im Baobab Beach Camp finden sich auch immer internationale Rucksack-Touristen die per ÖPV das Land bereisen. Man fliegt nach Maputo und fährt mit den Locals im Bus oder Minivan durch‘s Land. Wir hatten im Vorfeld überlegt ein wenig länger zu bleiben wenn wir eins der Chalets in Strandnähe ergattern könnten. Wir machten uns aber wenig Hoffnung denn üblicherweise sind diese Chalets heissbegehrt und schon lange im voraus ausgebucht - so war das jedenfalls die letzten Jahre. Angesichts gesunkenen Touristenzahlen bestand aber durchaus die Chance doch noch eins der Chalets zu ergattern. Der Traum zerplatze aber wie eine Seifenblase - ein Blitz war in eins der Chalets eingeschlagen und in Brand gesetzt! In Folge sind dann weitere Chalets mit abgebrannt und man hatte noch keine neuen Chalets gebaut. So war dann natürlich nichts frei für uns... Der Zeltplatz im Camp war wie schon die Jahre vorher gut gefüllt. Auf kleinen Terrassen stand hier Zelt an Zelt. Das Leben spielte sich aber in der Bar bzw. am Strand ab. Bei Niedrigwasser ist der Strand hier riesig und hunderte von Meter breit und Kilometer lang - endloser Sandstrand. Fischer- und Motorboote liegen trocken gefallen im Sand und schwimmen erst kurz vor Wasserhöchststand wieder auf. In der Ferne sieht man am Wasserrand Menschen laufen. Man darf aber nicht unterschätzen wie schnell das Wasser wieder aufläuft. Wer weit rauslaufen will, muss wissen was er tut...
Schnorcheln macht hier kein Spass, zu flach und nur „öder“ Kiesboden. Ein starke Strömung geht parallel zur Küstenlinie und treibt alles in Richtung Süden ab. Dieses Jahr habe ich erstmalig einen Kiter am Strand gesehen. Im Camp hab ich dann später auf einer Tafel gelesen, dass es hier nun eine Kiteschule gibt. Wer also mag kann sich hier dem Wind und den Wellen stellen... Wer ganz unter Wasser gehen und die Unterwasserwelt erkunden möchte, findet ganz in der Nähe mehrere Tauchschulen. Boote bringen die Taucher in Gruppen ins Tauchrevier und natürlich zurück 😉 Wer nicht aufs Wasser will, kann von hier in Richtung Vilanculos und weiter zum Hafen laufen. Ein großes Hotel thront direkt am Eingang zum Hafen und zur anschliessenden Bucht. Zur rechten Zeit findet man Fischer, die gerade ihren Fang anlanden und kann sich so mit Fisch versorgen. Wie schon zuvor angemerkt, kostet Fisch ca. 200MT pro Kilo. Am Rande der Bucht am Hafen finden sich auch ein paar teurere Restaurants und Apartmenthäuser. Vor dem Hafen verkaufen fliegende Händler tiefgefrorene Shrimps, auch die ganz Großen...Import aus Indien wird gemunkelt. Wenn man vom Hafen an der Strasse entlang wieder in Richtung Stadt läuft, kommt man am einem Supermarkt vorbei. Auswahl und Qualität ist akzeptabel und bezahlbar. Waren aus Südafrika sind aber deutlich teurer in Mosambik als z.B. in Namibia. Ein Stückchen weiter läuft man dann an Markthallen vorbei; hier ist auch der Busbahnhof. Der „große“ Markt ist aber direkt in der Stadt an der T-Junction. Hier oben auf dem kleinen Markt sind die Preise aber „ziviler“ und man bekommt u.U. auch große Bierflaschen gekauft ohne eine Pfandflasche zurück geben zu müssen 😉 Ein Stückchen weiter, an der Einmündung der Verbindungsstrasse zur Küstenstrasse, findet sich dann ein Bank mit ATM - oft mit langer Schlange davor 🙁 Ich verstehe auch nicht was die Leute da minutenlang in die Röhre gucken ohne was zu tun... Vom Hafen in die Stadt läuft man gemütlich in ca. 25 Minuten - mit Trödeln, Einkaufen, ATM und Bäcker natürlich länger...An der Hauptstrasse herrscht buntes Treiben. Fliegende Händler verkaufen Backwaren, gekühlte Getränke, Früchte (Ananas, Kokosnüsse, Limetten, Mangos, Bananen, Tomaten usw.) und Elektronik. Es gibt auch eine Tankstelle im Ort, etwas versteckt, auf dem Weg ins Camp kommt man direkt daran vorbei. Der Markt an der T-Junction mitten in der Stadt hat jeden Tag offen. Hier kann man alles und nix kaufen. Zum angebotenen Fleisch und Fisch sagt die Nase aber nein...Die Leute in den kleinen Marktständen sind offen und freundlich und preisen ihre Waren an. Vereinzelt bieten kleine Garküchen zwischen den Ständen local food an. Wohl dem der ein bissl Portugiesisch kann... Neben dem Markt gibt es noch ein Warenhaus wo man allerdings nichts Frisches kaufen kann, Konserven, Mehl, Reis, Speiseöl, Getränke usw. In Bottlestores kann man sich mit Alkoholischem eindecken. Man kann sich frei bewegen in der Stadt, wir haben uns nie unsicher gefühlt. Die Menschen sind freundlich und wir begegnen ihnen mit einem offenen Lächeln. Natürlich versucht der eine oder andere einen bei den Preisen über den Tisch zu ziehen. Aber hey! in den Menschen hier an der Küste Mosambiks fliesst einfach noch zuviel Piratenblut 😉
Tagestemperaturen steigen im Dezember leicht auf 40Grad. In der Stadt ist es in der Sonne kaum auszuhalten; direkt am Strand geht aber meistens ein leichter Wind und man spürt die Hitze kaum - aber verbrennt wenn man sich nicht schützt. Es kann aber auch sein das kein Wind geht und dann ist es schwül-heiss. Wir hatten letztes Jahr solche Nächte und man gart bei 40 Grad nachts um 12 im Dachzelt im eigenen Saft! Schön wenn dann die Duschen gehen...Wenn kein Wind geht, dann plagen einen die Moskitos - OBACHT! Malariagebiet!
Im Camp gibt es im Barbereich kostenloses WLAN, leider von sehr schlechter Qualität aber immer hin... Mit einem frei zur Nutzung bereitgestellten, elektrischer Wasserkocher kann man sich morgens einen Kaffee oder Tee kochen. Die Preise an der Bar sind OK und das Barfood ist auch gut und günstig.
Direkt vor dem Haupttor finden sich etwas versteckt in zwei Hinterhöfen kleine „Restaurants“ die sehr schmackhafte, lokale Speisen zu günstigen Preisen anbieten. Je nach „aktueller“ Ausstattung des Lokals tut man gut daran seinen eigenen Stuhl mitzubringen 😉 Man sollte unbedingt vorbestellen! Wir haben den Abend dann dort sehr gut gegessen.
Am Eck findet vor dem Haupttor sich auch ein Mechaniker der kleine Wartungsarbeiten wie z.B. Ölwechsel und auch Reparaturen am Auto macht. Ich kann den Burschen aber NICHT guten Gewissens empfehlen! Letztes Jahr z.B. habe ich ausnahmsweise kein Motoröl dabei gehabt - ein Ölwechsel war aber fällig. Filter hab ich zum Glück immer dabei! Er versprach mir gutes Öl zu besorgen und wir machten einen Termin aus. Bei Arbeiten am Auto bin ich grundsätzlich immer dabei. Zunächst glänzte der Mechaniker mit einer gründlichen Durchsicht des Antriebs. Lobte das Auto weil nirgends Öl tropfte, die Bremse noch gut belegt waren usw. Dann schob er einen Eimer unter die Ölwanne und lies das Öl ab. Mit dem vollen Eimer ging er dann hinter seine Hütte und kippte den Eimer zu meinem Entsetzen einfach auf den Boden aus! „Früher wäre dort eine Toilettenhaus gestanden und es wäre eine Sickergrube darunter!“ Nie wieder werd ich zu dem Mechaniker gehen. Ich dachte die Locals würden das alte Öl noch in ihre Traktoren oder LKW einfüllen - weit gefehlt! Der Umwelt-Frevler hatte zuwenig Öl „besorg“ obwohl ich ihm vorher informiert hatte, dass der LC 10Liter Öl braucht. So fuhr er mit seinem Toyo los um mehr Öl zu holen. Der Kanister, den er brachte, war im Gegensatz zu den vorherigen noch original verschlossen - Einbereichsöl - und kein teures 20W50 hat er mir angedreht! Zum SupersonderAbzockePreis...das wird mir eine Lehre sein! Ich dachte immer ich wäre zu übervorsichtig und würde den Locals zu wenig zutrauen. So hört man doch immer wieder, dass oft mit einfachsten Mitteln gut gearbeitet wird. Hier war das nicht der Fall. Zukünftig wieder mit eigenem Ölkanister unterwegs! Daher habe ich wohlweislich dieses Jahr seine Dienste nicht in Anspruch genommen. Auch habe ich ihn nicht als Mechaniker bei T4A „bekannt gemacht“.
tbc...
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
FSausSThemenstarter466 Beiträge · seit 201001. Nov. 2017 ·
weiter geht's...
Vilanculos - Pomene Schutzgebiet, Pomene Lodge, 220km, ca. 4,25h
Die 30 Kilometer bis zur Küstenstrasse sind schnell überbrückt. Volltanken an der Tankstelle am Abzweig, eine kalte Cola auf den Weg. 120km auf gutem Teer bis zum Abzweig ins Schutzgebiet, dann noch ca. 50 Kilometer Piste. Zunächst üble, ausgefahrene, 1 1/2-spurige Buckelpiste, es geht durch ein Dorf, die „Strasse“ ist eine Zumutung, weiter mit Buckelpiste. Kurz hinterm nächsten Dorf findet sich rechts der Pad vor einer Kurve ein Brunnen der mit EU-Mitteln gebaut worden war. Hier sollte man sich unbedingt mit Frischwasser eindecken - im Camp gibt‘s kein Süßwasser! Am Rand vom Schutzgebiet erwartete uns eine Schranke mit halbzerfallenem Wärterhäuschen - 1200MT Eintritt für 5 Tage für uns zwei und unser Auto. Für Camping zahlt man an der Lodge. Hinter der Schranke verläuft die schmale Pad durch Wald und dichtes Gebüsch, links die Mangroven, rechts der Busch und direkt dahinter die steilen Sanddünen. Kleine Krebse mit roten Scheren rennen seitwärts durch den Morast.
Dieses Jahr war dieser Bereich der Lagune trocken gefallen, vor zwei Jahren stand hier noch Wasser.
Dann lichtet sich der Busch und man hat weite Sicht über die Dünen, sieht aber noch kein Meer. Die Pad führt über Dünen rauf und runter, ähnlich wie in der Kalahari, aber mit geringerer Frequenz 😉 An einigen Stellen muss sich das Auto durch Tiefsand quälen - hier wöllte ich nicht mit einem schweren Anhänger fahren...
Dann ist man schon fast da und fährt lagunenseitig nahe am Wasser entlang. Bei auflaufendem Wasser wird dieser Bereich überspült und man muss sich einen Weg suchen.
Zunächst passiert man das Dive-centre, dann steht weiter links das Hauptgebäude der Lodge mit Bar, Restaurant, Empfang und großem Pool. Leider habe ich keine Fotos von der Lodge - wird nach der Wiedereröffnung 2018? sowieso ganz anders aussehen...
Pomene Lodge, Campsite 198R /N /P Zwischen Divecentre und Lodge stehen eine paar Chalets auf Stelzen in der Lagune - die lassen wir links liegen und stellen das Auto vor dem Hauptgebäude ab. Wir sind dann gleich vorgelaufen zu den Campsites zwischen Lagune und indischem Ozean. Vor Jahren hatten wir einen Platz direkt an der Lagune, keine 5 Meter vom Wasser. Ein paar Eindrücke...
Zum Meer brauchten wir nur die Lagune entlang zur Mündung laufen oder über die Zufahrt gehen und dann noch ein bissl über den Strand. An diesem Küstenabschnitt ist die Brandung weniger stark und auch Elke traute sich ans/ins! Wasser.
Dieses Jahr war leider alles anders!!! Die Plätze vorne waren leider alle besetzt bzw. mit Trailern und auf dem Sand liegende Schlauchboote „besetzt“. Camper standen hier nicht. Weiter vorne war eine größere Gruppe Südafrikaner und hatte den ganzen Bereich für sich in Beschlag genommen. Obwohl die einzelnen Stellplätze nicht wirklich belegt waren, so „beanspruchten“ die ca. 40 SA diesen Bereich des Camps - wie uns das Management dann wissen ließ 🙁 Wir waren natürlich bitter enttäuscht, aber es half alles nichts. So ist‘s halt wenn man nicht vorbucht - dann muss man sich halt mit der zweiter Reihe begnügen! In diesem Fall war das der Platz nahe des Tauchzentrums - „weit“ entfernt vom Wasser. Wir zahlten zunächst nur für zwei Tage; eigentlich hatten wir fünf Nächte geplant. Aber hier wollten wir nicht lange bleiben. Es tröpfelte und wir erkundigten uns bei der Anmeldung ob das Restaurant geöffnet wäre. Es war offen, aber das Speiseangebot deutlich reduziert, uns zu wenig Auswahl und nichts davon machte uns an. Also noch eine Entäuschung... Unser Platz musste zunächst zurecht gemacht werden. Astwerk wurde entfernt und rings um unser Auto geharkt. Die Stromleitung wurde geprüft und die Wasserleitung (Lagunenwasser) geflickt. So hatten wir wenigstens Wasser zum Spülen und Waschen. Strom gab es nur ein paar Stunden am Tag wenn der Generator lief - morgens zum Frühstück und abends; nachts gab es keinen Strom. Das nächste Waschhaus war so knapp 100m entfernt.
Der Wind zerrte so gewaltig am Dachzelt, dass ich das Auto in den Wind drehen musste und einen Standort hinter einer hohen Kiefer wählte. Ich spürte Tropfen auf meiner Haut, auch das Auto war wie von Sprühregen benetzt, aber es regnete nicht! Die Tropfen rührten von Feuchtigkeit, die im Wind an den langen Kiefernnadeln kondensierten und dann vom Wind wie Regen versprüht wurde. Im Gegensatz zum Regen waren diese Tropfen aber klebrig... Wie schön hatten wir es vor ? Jahren bei unserem ersten Besuch auf der Pomene Lodge?! Wir standen direkt am Wasser, hörten das Rauschen des Wassers, hatten eine Hängematte im Schatten der Bäume gespannt, hatten aus dem Dachzelt einen super Ausblick auf die Lagune und Einsiedlerkrebse haben uns besucht.
Die kleinen Taschenkrebse haben sich aber nicht ans Auto gewagt. Eine Grillstelle mit Ablagetisch nahebei; ein Wasserhahn ein paar Meter weiter, auf halbem Weg zum Ablutionblock - und nun sowas 🤨
Ein kurzer Rundgang, dann war es Zeit ans Abendessen zu denken.
Am nächsten Morgen bin ich vor dem Frühstück noch zum Schnorcheln rüber zum Dive-Centre gegangen - sind ja nur ein paar Meter und es gibt dort in der Lagune in geringer Tiefe eine kleines künstliches Riff mit, wie ich hoffte, reichlich, marinem Leben. Die Flossen waren schwer auf die Füße zu bringen - das nächste mal die Füße wieder vorher! eincremen - erleichtert ungemein das Anziehen der Flossen 😉 Daheim hatte ich mir Geräteflossen gekauft, da man diese mit Füßlingen einfach mit einer Schnalle hinter der Ferse schliesst. Leider sind die Flossen leichter als Wasser und beim Probeschnorcheln in Germany hatten sich diese als gänzlich untauglich für meine Anwendung erwiesen. So hab ich die Dinger daheim gelassen und musste mich hier mit meinen alten Flossen zum Reinschlüpfen zufrieden geben. Noch etwas ungeübt und nach so langer Abstinenz vom „Luftanhalten“ waren meine Erfolge runter zum Riff zu tauchen zunächst „zeitlich“ beschränkt... Trotzdem hat sich die Mühe gelohnt. Es gab reichlich - wenn auch kleine - Fische zu sehen. Später habe ich es dann noch einmal probiert mit ähnlichem Erfolg. Wie schon die Jahre zuvor zog morgens um die Frühstückszeit eine Karawane Frauen aus dem nächsten Dorf durch‘s Camp und haben frisches Brot und Brötchen und Früchte zum Kauf angeboten.
Qualität und Preis stimmen - und wir unterstützen gerne die lokale Bevölkerung. So gab‘s dann frische Brötchen und ein paar Mangos zum Essen und zum Kuchenbacken 🙂 Ananas hatten wir noch... Nach dem Frühstück wollten wir dann bei Niedrigwasser an der Lagune entlang zur Mündung laufen. Am Dive-Centre ist uns dann der Manager der Anlage über den Weg gelaufen - er zupfte da gerade an seinem Motorboot rum. Er erkundigte sich wie es uns geht... Wenn jemand so höflich fragt, kriegt er natürlich auch eine ausführliche Antwort von mir 🙂 Ich drücke mein Ungemach aus über das Besetzen der vorderen Campsite durch die SA und das mangelnde Angebot im Restaurant. Der Manager erklärte uns dass die SA als Gruppe eben alle Camps vorne gebucht hätten - auch wenn sie woanders ihre Wagenburg aufgestellt hätten wäre das ihr Platz 😐 Des weiteren erzählte er uns, dass MSC das Resort erworben hätte und im Laufe des kommenden Jahres (also 2017) das Resort komplett abtragen und neu aufbauen würde. Hier an Land würde eine Luxusanlage errichtet und draussen auf See ein Ankerplatz für Kreuzfahrtschiffe geschaffen. Mit kleinen Booten würden dann die Passagiere durch die Lagune auf die Rückseite der Lodge gebracht werden und könnten hier im Resort auch für länger bleiben. Appartements ab 10.000US$ die Woche...mit eigenem Personal; ein Landeplatz für Hubschrauber würde auch gebaut werden. Alle nötigen Genehmigungen und Verträge wären schon erteilt bzw. unterschrieben! Eine große Solaranlage würde den Energiehunger stillen und man dürfe entsprechend große Mengen Süßwasser der Lagune entnehmen... alles naturverträglich, das versteht sich von selbst! Somit ist die Pomene Lodge für Individualtouristen wie uns zukünftig nicht mehr zugänglich - schade!
Es war recht stürmisch und es sollte später ergiebig regnen - tat es dann auch. Grillen klappte so eben noch... Am nächsten Morgen hat Petrus dann die Schleusen so richtig aufgemacht. Ich war patschnass nach meinem Gang zum Ablutionblock. Nach einer guten Stunde war alles vorbei und wir konnten Frühstücken. Die Karawane der Frauen liess sich durch den Regen nicht aufhalten und wir erstanden ein paar Brötchen. Heute werden wir definitiv weiterfahren und nicht verlängern. Nächstes Ziel ist das Resort Bonito Bay, nahe Morrungulo, Luftlinie vielleicht 50km am Stand lang, wenn das ginge 😉, ca. 80km auf der Strasse.
Pomene Lodge, Pomene Schutzgebiet, - Morrungulo, Bonito Bay Holiday Resort, ca. 80km, ca. 2+h t.b.c.
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200802. Nov. 2017 ·
Danke, für deine interessanten Beschreibungen. Und so wissen wir nun auch, dass wir für Pomene definitiv zu spät sind... - manches verpasst man halt... aber die Küste ist lang...
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
FSausSThemenstarter466 Beiträge · seit 201002. Nov. 2017 ·
Hallo, ja wirklich schade dass Pomene nun für "Unsergleichen" kein Reiseziel mehr ist 🙁 Aber wie du ja schon schreibst - die Küste Mosambiks ist lang...leider aber nicht überall so "leicht" zu bereisen wie im Süden.
Würden gerne mal ins Zambesi-Delta fahren - wer fährt mit? 🤩
Grüßle Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...