Fahrzeug für Afrikatour

16 Antworten · 5’585 Aufrufe · gestartet 03. Sept. 2017 von andy
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Themenstarter78 Beiträge · seit 200603. Sept. 2017 ·
Hallo zusammen,
wir möchten in den nächsten 3 Jahren auf mehreren Kontinenten mit einem eigenen Fahrzeug unterwegs sein. Von Freunden haben wir das Angebot für einen Jeep Wrangler Unlimited Artic, Automatik, Diesel mit diversen Zusatzausstattungen mit dem sie selber drei Jahre in Südamerika unterwegs waren. Die Marke Jeep hatten sie sich ausgesucht, weil sie in Südamerika gut vertreten ist.
Da wir aber auch Afrika bereisen wollen (Südafrika bis Kenia/Uganda), haben wir bei unseren bisherigen Recherchen wenige Jeep-Vertretungen gefunden. Für uns stellt sich nun die Frage, ob dieses Fahrzeug/Marke sich überhaupt für Afrika eignet, gibt es Ersatzteile, kann der Wagen bei Pannen repariert werden.
Hat jemand von euch Erfahrung? Welche Fahrzeugmarke/-typ wäre für unterschiedliche Kontinente geeignet (Afrika, Süd-Nordamerika, Australien)? Freuen uns über Posts mit euren Erfahrungen!

Viele Grüße
Andrea
2’610 Beiträge · seit 200703. Sept. 2017 ·
Hallo Andrea,

vorab: ich hab keinerlei Erfahrung mit dem Jeep Wrangler! Trotzdem würde ich sagen, dass du es mit Ersatzteilen schwer haben wirst. Aus dem einfachen Grund, da er in Afrika kaum? oder gar nicht? gefahren wird. Würde ich mit eigenem Fahrzeug durch Afrika fahren wollen, hätte ich einen Toyota- Hilux oder besser Landcruiser. Das sind die am meisten gefahrenen Fahrzeuge als 4x4 und deshalb gibt es dementsprechend genügend Werkstätten. Ost-Afrika war früher Landrover -Land, aber auch das hat sich im Laufe der Jahre geändert. (Obwohl der Defender für mich einer der besten/wenn nicht gar der Beste 4x4 im schweren Gelände ist).

Grüße
Jambotessy

P.S.Gilt auch für Australien
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 03. Sept. 2017
7’359 Beiträge · seit 200603. Sept. 2017 ·
Hallo Andrea

Vor einigen Jahren habe ich in Namibia einen Toyota LandCruiser HZJ78 gekauft. Damit war und bin ich immer sehr zufrieden. Irgendwann war ich dann in Sambia, Tansania, Malawi und Mosambik unterwegs. Da sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen. Sehr viele 4x4 Fahrzeuge waren identisch mit meinem LandCruiser. Das kommt daher, dass die ganzen NGOs, dieses Fahrzeug extrem gerne einsetzten. In jedem Land, dass ich bisher in Afrika bereist habe, bist Du mit diesen Toyotas sehr gut gerüstet.

troupie-030-2-3.jpg


In Namibia und Südafrika sieht man ab und zu noch den Jeep Wrangler Rubicon. Den habe ich aber in anderen Ländern nicht gesehen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 03. Sept. 2017
7’359 Beiträge · seit 200603. Sept. 2017 ·
Hallo Andrea,

ich hätte bei Jeep auch so meine Bedenken und bei einem Automatikfahrzeug noch mehr.
Ich würde Toyota Landcruiser oder Hilux, Land Rover oder Mercedes G oder Ford Ranger wählen oder ansonsten 'nen Mitsubishi, Nissan oder Isuzu.

Bevor ich 'nen Jeep in dieser Gegend wählen würde, würde ich 'nen Lada Niva wählen. Den kennt dort zwar auch keiner, aber den kann man mit 'nem Schweizer Taschenmesser reparieren.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
33,4k Beiträge · seit 200603. Sept. 2017 ·
Hi Andrea,
Da wir aber auch Afrika bereisen wollen (Südafrika bis Kenia/Uganda), haben wir bei unseren bisherigen Recherchen wenige Jeep-Vertretungen gefunden. Für uns stellt sich nun die Frage, ob dieses Fahrzeug/Marke sich überhaupt für Afrika eignet,
pauschal kann man das für "Afrika" kaum beantworten. Hier im südlichen Afrika ist Toyota die beste (da am weitesten verbreitetste Marke) die beste Wahl. In Westafrika werden v.a. auch Franzosen gefahren, wie es in Nord- und Ostafrika ist vermag ich pauschal nicht zu sagen. Ein Jeep-Automatik ist in jedem Fall eher eine "außergewöhnliche" Wahl...

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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7’359 Beiträge · seit 200604. Sept. 2017 ·
travelNAMIBIA schrieb:In Westafrika werden v.a. auch Franzosen gefahren, wie es in Nord- und Ostafrika ist vermag ich pauschal nicht zu sagen. Ein Jeep-Automatik ist in jedem Fall eher eine "außergewöhnliche" Wahl...

... auch in Marokko bis Libyen, Westsahara, Mauretanien, Mali, Tschad, Niger ... sind französische Autos sehr bekannt. Mercedes ist überall in Afrika sehr angesehen und bekannt.
Ansonsten ist neben Toyota in Afrika (bis auf den Süden) auch Tata sehr verbreitet.

Tata ist ein indischer Hersteller, den hierzulande kaum jemand kennt, aber seit ca. 10 Jahren gehört auch Land Rover zu denen. Tata stellt diverse ältere europäische Fahrzeuge weiter als Lizenzbau her, z.B. Mercedes-Lkw und Busse. Der Mercedes 190 wurde später von Tata z.B. auch als Pick Up gebaut.

Toyota ist weltweit sehr verbreitet und bewährt. Ford Ranger wird z.B. in Südafrika gebaut und in 180 Ländern verkauft und wurde z.T. in Australien entwickelt, aber dafür wird er nicht in den USA verkauft. Allerdings dürfte es durch die dort vertriebene F-Serie (verwandt mit dem Ranger) kein Problem sein, für ein Auto eines amerikanischen Herstellers notfalls Ersatzteile zu bekommen. Was Südamerika angeht, habe ich keine Infos ...

Gruß
Wolfgang
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1’042 Beiträge · seit 201604. Sept. 2017 ·
Hallo Wolfgang und Andrea,
BikeAfrica schrieb:
ich hätte bei Jeep auch so meine Bedenken und bei einem Automatikfahrzeug noch mehr.
Dazu würde ich einfach einmal den Testbericht bei Auto Motor Sport zum Wrangler lesen. Vor allem der letzte Absatz, die nicht abschaltbare Traktionskontrolle wird einen im Sand vor unlösbare Probleme bringen.
BikeAfrica schrieb:
Ich würde Toyota Landcruiser oder Hilux, Land Rover oder Mercedes G oder Ford Ranger wählen oder ansonsten 'nen Mitsubishi, Nissan oder Isuzu.
Oder einen Unimog... 😉
BikeAfrica schrieb:
Bevor ich 'nen Jeep in dieser Gegend wählen würde, würde ich 'nen Lada Niva wählen. Den kennt dort zwar auch keiner, aber den kann man mit 'nem Schweizer Taschenmesser reparieren.
Ich hatte 10 Jahre lang einen Jeep Wrangler 2.5 (Benziner) mit Schaltgetriebe. Reparaturen waren daran in der Regel auch relativ einfach WENN man das entsprechende Werkzeug und die Ersatzteile zur Verfügung hatte. Das erste größere Problem ist nämlich, dass da nicht nur metrischen Schrauben verbaut sind und man selbst in Europa schon ein kleineres Ersatzteilproblem hat. Ein Griff in die "Schraubenkiste" wenn man eine schwergängige Schraube "vernudelt" hat ist manchmal nicht zielführend.
Was mich auch abschrecken würde wäre der Dieselmotor. Der wäre mich für Afrika "zu modern".

Pannen und Defekte: Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen und da waren auffällig der Anlasser und vor allem die Bremsen. Die Bremsen musste ich einmal komplett neu machen, damit meine ich nicht die "üblichen" Verschleißteile sondern wirklich alles bis auf die Leitungen. Die Ersatzteile kamen aus Kanada, das Auto stand ca. 3 Monate... 😉

Ansonsten war der Wrangler aber ziemlich zuverlässig und auch gut geländegängig. Mein Modell hatte weder ESP, Traktionskontrolle, noch nicht einmal ABS. Der ging auch noch wirklich gut durch tiefen Sand, war aber auch mit 120 PS nicht gerade stark motorisiert...

Gruß Markus
33,4k Beiträge · seit 200604. Sept. 2017 ·
OFF TOPIC
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Hi Wolfgang,
Bevor ich 'nen Jeep in dieser Gegend wählen würde, würde ich 'nen Lada Niva wählen.
hast Du Erfahrungen mit dem neuen Lada Niva? Das Ursprungsmodell war ja einfach nur Klasse (und das sage ich nicht nur, weil mein Vater die Erstfahrt mit einem Lada Niva als Promotion von Deutschland nach Westafrika Mitte der 1970er Jahre organisiert/durchgeführt hat).

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter78 Beiträge · seit 200609. Sept. 2017 ·
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Beiträge! Wir werden uns jetzt intensiv mit dem Fahrzeug auseinandersetzen, aber für die ganze Welt ist wahrscheinlich ein Toyota Landcruiser die bessere Wahl! Unsere Bekannten sind in ganz Südamerika gut durchgekommen - außer einmal in großen Dünen im Sand versunken. Allerdings sind sie auch keine "Hardcore Off-Roader"; wir allerdings auch nicht. Unser Schwerpunkt ist Fotografie und das Fahrzeug Mittel zum Zweck!
Falls jemand von euch "jemanden" kennt, der ein solches Fahrzeug verkaufen will (in Deutschland oder auch Südafrika), gerne an uns weiterleiten!

LG aus dem Odenwald
Andrea
1’062 Beiträge · seit 200609. Sept. 2017 ·
Hallo Andrea

Denke ich mir auch. Der Landcruiser ist wohl DAS Weltreise-Auto schlechthin. Freunde von mir sind seit rund 1.5 Jahren auch damit unterwegs und den LC kann wohl wirklich fast jeder «Buschmechaniker» auf der ganzen Welt reparieren. Insbesondere natürlich auch Afrika, da finden sich überall Ersatzteile und wenn nicht, sind sie für afrikanische Verhältnisse relativ rasch aus den verschiedenen Zentrumsstädten besorgt.

In Afrika (südlich/östlich) ist auch Nissan sehr gut vertreten. Werden in Südafrika gebaut für den afrikanischen Markt und das sind nun wirklich auch sehr gute Fahrzeuge. Wie es damit auf dem Rest der Welt ausschaut, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Liebe Grüsse
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
828 Beiträge · seit 201609. Sept. 2017 ·
andy schrieb:

...für die ganze Welt ist wahrscheinlich ein Toyota Landcruiser die bessere Wahl!
...genau... der HZJ78 bringt dich überhall hin und vor allem auch wieder zurück... 😉


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ghj-2.jpg
6’429 Beiträge · seit 201110. Sept. 2017 ·
Hoi Andrea

Meiner Meinung nach ist spätestens nach der Einstellung des Landrover Defenders Toyota das Mass der Dinge!
Ob es aber ein LandCruiser sein muss?
Ich hätte da lieber einen älteren Hilux oder besser einen Hilux Surf (bei uns als '4Runner' bekannt), zumal die leichter sind, was bei Schlamm und Tiefsand von Vorteil ist!
Da die dritte Generation des 4Runners das Fahrwerk nicht mehr vom Hilux sondern vom LandCruiser Prado (Leichtversion des Landcruisers) hat wird da der Gewichtsvorteil eher gering sein, wenn überhaupt.
Falls für Dich von Interesse: Ein Freund von mir importiert gebrauchte Autos aus Japan nach Kenya, dann hättest Du auch eine Rechtslenker-Version.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2017
Themenstarter78 Beiträge · seit 200610. Sept. 2017 ·
Hallo picoo,

danke für die Infos! Vielleicht kannst du mir mal die Kontaktdaten deines Freundes zukommen lassen! Wir sind für jede Info froh!
Weißt du (oder jemand aus dem Forum) vielleicht, ob es so etwas wie Vollkasko--Versicherungen für Afrika mit dem eigenen Fahrzeug gibt? Wir sind noch am Anfang unserer Recherchen!

LG Andrea
2’530 Beiträge · seit 201127. Sept. 2017 ·
Bekommst auch gute Fahrzeuge in SA, manchmal sogar richtig gut bestückt. Preise sind auch gut da der Markt momentan sehr schlecht ist.

Schau mal auf Gumtree oder im hiesigen Auto Trader. Auch in NAM gibt es bestimmt gute Angebote.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Themenstarter78 Beiträge · seit 200627. Sept. 2017 ·
Danke! Ja, wahrscheinlich werden wir tatsächlich in Südafrika anfangen, erstmal ein Mietauto nehmen und mal schauen, was sich so ergibt!
Weißt du oder jemand zufällig, ob man als Ausländer in Südafrika für ein Auto eine Art Vollkasko-Versicherung abschließen kann?

LG Andrea