Wüstenelefanten Tour auf der Grootberg Lodge sinnv

27 Antworten · 7’132 Aufrufe · gestartet 23. Apr. 2017 von botsi
Antworten
4’132 Beiträge · seit 200831. Mai 2017 ·
botsi schrieb:...Was ich mich aber auch Frage, sind das auch wirklich immer echte Wüstenelefanten? Nur weil der Führer es sagt. Die Wüstenelefanten sind ja nach neuesten Erkenntnissen eine Unterrasse und haben gewisse Merkmale die sie vom normalen Steppenelefant unterscheidet. Zu dem laufen in den Gebieten auch normale Elefanten zum Teil rum. Der Bestand der echten Wüstenelefanten in Namibia soll ja so zwischen 300-400 liegen.
Hallo, botsi,

das ist ja hochinteressant, was du da an neuesten Erkenntnissen erwähnst.
Bisher sprachen Biologen/Zoologen immer nur von "desert-adapted Elephants" als Zugehörige zu derselben Art Loxodonta africana.
Ja, sie haben bekanntermaßen einige äußere Merkmale, diese wüstenangepassten Elefanten.
Allerdings scheinst du mehr zu wissen. Bitte sei so nett und benenne doch die "gewissen" Merkmale, die zu der neuen Zuordnung geführt haben und überhaupt:
Wie lautet denn der Name dieser "Unterrasse"? (der neue wissenschaftliche Name wird ja dann zwangsläufig vergeben)
Dazu müsste es doch auch eine wissenschaftliche Quelle/Nachricht geben!? Gib die doch mal bekannt.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2017
33,4k Beiträge · seit 200631. Mai 2017 ·
OFF TOPIC
--------------------
Hi zusammen,
Häufig werden alle Elefanten in der Kunene-Region mit "Wüstenelefanten" gleich gesetzt.
ja, aber wie will man das auch unterscheiden, da es eben keine eigene Art ist. Man könnte pauschal alle Elefanten in der Region unter besonderen Schutz stellen. Wenn dann einer von woanders dort hinwandert, erhält er den Schutz automatisch? Das wäre dann eine klarer regionaler Schutz, der vermutlich mit der ausstehenden Proklamation des Gebietes als Nationalpark, wirklich Realität werden könnte. Der Staat sieht aber in der Tat aktuell zwei "Population": Nord-Östlichen (etwa 16.000 Tiere) und die Nord-Westliche (etwa 4000), die Etosha mit einbezieht.
Knapp 400 habe man 2014 in der Kunene-Region (klassische "Wüstenelefanten") gezählt. (http://www.met.gov.na/files/downloads/e88_Desert%20elephant%20%20press%20release.pdf)

In den sozialen Medien wurde übrigens in den vergangenen Tagen wieder der Abschuss eines "Wüstenelefanten" und "WÜstenlöwen" in der Torra Conservancy beworben. Das Umweltministerium will sich dazu äußern (da wohl scheinbar wieder keine richtige Genehmigung dafür vorliegt).

Die Besonderheit der "Wüsten"elefanten sind ihre anders strukturierten Sohlen und ihre Größe. Interessant ist diese Studie zu Elefanten in Namibia (http://www.nnf.org.na/RARESPECIES/rare_library/documents/NaElephants.pdf) die davon spricht, dass die Wüstenelefanten und Etosha-Elefanten das Gleiche sind, und 30-50% der Etosha-Population monatelang westlich außerhalb des Parks verbringen. 2005 war von etwa 1000 Elefanten in dem Gebiet Kaokoveld/Damaraland die Rede.

Wer sich en detail dafür interessiert, dem sei die angehängte Studie aus 2009 ans Herz gelegt.

Viele Grüße
Christian
📎 OptionsforManagement_Feb2010(1).pdf
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2017
3’394 Beiträge · seit 200931. Mai 2017 ·
Hallo Botsi,

vielleicht ist es ja schon zu spät, denn Du müsstest ja eigentlich schon unterwegs sein.
Was die Eli-Tracking-Tour in der Grootberg-Lodge betrifft, möchte ich Dir meinen Reisebericht empfehlen (=Eigenwerbung 😄 )
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/292526-der-bayern-schorsch-im-gruenen-norden-namibias.html
ab Seite 29 ist genau beschrieben, wie wir die Tour empfunden haben.
Aber das ist natürlich nur unsere Einschätzung.
Bis dann,
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
17,0k Beiträge · seit 201231. Mai 2017 ·
bayern schorsch schrieb:
Was die Eli-Tracking-Tour in der Grootberg-Lodge betrifft, möchte ich Dir meinen Reisebericht empfehlen (=Eigenwerbung 😄 )
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/292526-der-bayern-schorsch-im-gruenen-norden-namibias.html
ab Seite 29 ist genau beschrieben, wie wir die Tour empfunden haben.
Aber das ist natürlich nur unsere Einschätzung.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Es deckt sich genau mit unserer Erfahrung.

LG
Logi
17,0k Beiträge · seit 201231. Mai 2017 ·
dusky schrieb:Hallo,
wir sind kommende Woche für 2 Nächte in Grootberg - allerdings sind wir mit Kindern (8 und 12) unterwegs. Eigentlich hatten wir schon vor, eine geführte Tour von Grootberg aus zu den Wüstenelefanten zu machen, jetzt schrecken mich aber die Berichte doch etwas ab.
Gibt es in der Nähe ein geeigneteres Gebiet, wo solche Touren stattfinden und nicht 6h lang gehen?
Die Touren in der Grootberg Lodge dauern zwischen 6 & 8 Stunden. Für Kinder halte ich das jetzt nicht so besonders geeignet.

Und ich wüsste mit rund 400 Euro (bei 4 Personen) deutlich besseres anzufangen. 😉

LG
Logi
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2017
Themenstarter20 Beiträge · seit 200601. Juni 2017 ·
Wir sind seit gestern in der Grootberg Lodge für 3 Nächte (3für2).
Bisher ist alles grossartig. Der Bungalow, der Service und der das Essen. Wir haben eben die Massagen genossen und die waren wirklich Weltklasse ( meine Frau ist vom Fach).
Nun werden wir heute nachmittag den Sundowner geniessen. Danach entscheide ich mich auch, ob ich morgen die Elitour mitmache.
Gruss botsi
4’132 Beiträge · seit 200801. Juni 2017 ·
Hallo, botsi,
viel Spaß.

Bitte beantworte doch unbedingt die aufgelaufenen Fragen nach deinen "neuesten Erkenntnissen" in Bezug auf die Wüstenelefanten!
Das interessiert uns brennend.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter20 Beiträge · seit 200603. Juni 2017 ·
Hallo
also zu nächst einmal wg der Quelle woher ich das mit der eigenen  Unterart habe. Ich glaube es kam mal in einer Terra X Sendung vor einiger Zeit.
Mehr weiss ich dazu auch nicht zu sagen.

So ich hatte mich gestern nun doch dazu durchgerungen und eine Elefanten  Trackingtour auf der Grootberg Lodge mitzumachen.
Ich muss sagen ich kann nur eines bestätigen, und zwar dass die Guides ziemlich rennen. Aber das ist ja nicht schlecht sondern macht eher noch Spass, vorallem durch welches Offroad Gelände sie den Toyota Landcruiser sicher steuerten war schon beeindruckend, natürlich langsamer.  Vor allem jedes andere 4x4 Fahrzeug wäre nicht durch gekommen, evt. noch ein Landrover.
Aber das ist mein Faible fürs Offroadfahren.
Kommen wir mal zu Tour selber.
Wir waren zu dritt plus den Fahrer und den Tracker. Nachdem wir 30 km über die Hauptstraße  zum Konzessionsgebiet gefahren waren, und zwei Farmer gefragt hatten, ob sie in der Nacht Elefanten sahen, kamen wir zum Wasserloch. Hier bestätigte sich was  die Farmer uns mitteilten, nämlich das in der Nacht zwei Elefantengruppen hier durchgezogen waren. Wir fanden frischen Dung. Nachdem wir den Spuren und dem Dung folgten und auf einem Hügel nach Elefanten Ausschau hielten fanden wir die zwei Gruppen.
Die eine bestand aus 6 und die andere aus ca.10-12 Tieren mit Jungtieren.
Als wir uns im bergigen Gelände mit dem Toyota durchgekämpft hatten, kamen wir zur grossen Gruppe, die aber zunächst durch das laute Geräusch des Autos reißaus nahm. Wir warteten und sahen, dass diese Gruppe nach einer Weile zurückkehrte. Wir verfolgten sie nun zu Fuss und wurden belohnt. Wir konnten die ganze Gruppe beobachten. Zwar nur aus ca. 100 Metern, aber immerhin. Klar hätte ich mir auch Elefanten aus nächster Nähe gewünscht, aber wir sind in der Natur und nicht im Zoo.
Die Führer erklärten uns die Elefanten sind im Moment ziemlich aufmerksam und lassen niemanden so nah an sich ran wg dem Nachwuchs.
Dies zwei Wüsten Elefantengruppen leben hier dauerhaft, da sie hier genügend Wasser und Nahrung/Bäume haben. Sie ziehen nicht so weit umher wie die weiter nördlichen Desert Elefantenpopulationen.

Mein Urteil lautet einfach, es war
eine geile Tour. Wir sahen die Desertelefanten, die Guides machten einen guten Job und bemühten sich.
Ob das ganze jetzt 100 Euro wert ist, muss jeder selber entscheiden. Bei mir war es im Budget mit eingeplant. Zudem ist das Geld für die Community, genauso wie die Übrnachtungskosten etc.. Alle Preise liegen bei der Grootberg Lodge überm Durchschnitt, aber man weiss das vorher, bevor man bucht und es ist wie gesagt zum guten Zweck.