Miss Ellie1’723 Beiträge · seit 200921. März 2017 ·
Hallo
ja genau.. in dem Thread wo angekuendigt wurde, dass eine lodge von Gondwana (welche war es noch ?? ) uebernommen wurde, hatte ich einmal angestimmt, dass das mit Gondwana alles nicht sooooo toll ist.. Sind alle ueber mich hergefallen..
Hier fuehle ich mich jetzt doch etwas bestaetigt, Danke .. Ich hatte in Sossus einen Guide, der wie viele andere vorher auch bei Gondwana war.. Der hat uns ein paar Dinge erzaehlt, wie auch unser Lodgebesitzer, die waren nicht sooo professionnel wie Travelnamibia das hier darstellen wollte . .naja .. seis drum .. freue mich auf den Rest deines Berichtes .
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Champagner8’801 Beiträge · seit 201021. März 2017 ·
Burschi schrieb: Bitte also die Qualität der beiden Löwenbilder zu entschuldigen. Hatte nur Bele versprochen, dass man zurzeit auf jeden Fall was zu sehen bekommt.
Hallo Burschi,
das ist aber sehr nett - vielen Dank! 😘 Auch wenn ich noch nicht so recht dran glauben will dass wir außer Gras und Wasser auch etwas anderes sehen werden genieße ich den kleinen Hoffnungsschimmer 😉
Um die African Crake beneide ich dich auch sehr - mein Glückwunsch!
verfolge Deine Eindrücke mit viiiiel Interesse......habe auf der Bakwena HP keine Rates für
das Zimmer NR 10 gefunden.......... die Preise würden mich schon Interessieren.......danke schon mal
im Voraus....... 🙂 🙂 🙂 🙂
lg....BMW
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200922. März 2017 ·
Hallo BMW, da kann ich dir leider nicht weiter helfen, denn wir haben die Unterkünfte in Botswana und Simbabwe als Paket bei einer Agentur gebucht. (Kann ich dir in PN nennen, falls du Interesse hast.) Die Honeymoonsuite haben wir nicht definitiv gebucht, sondern haben sie vor Ort bekommen, ohne dass wir sie irgendwie beantragt hätten. Wir haben uns aber sehr gefreut. LG Burschi
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200922. März 2017 ·
Den heutigen Tag haben wir ganz den Fällen gewidmet. Am Vormittag wollen wir die sambische Seite besuchen. Da wir ja das KAZA-Visum haben, ist das kein Problem. Wir werden von einem Einheimischen begleitet, der auch Regenmäntel für uns hat. Eigentlich dachte ich, die sambische Seite wäre trockener, doch weit gefehlt! Die Wassermassen der Fälle sind durch die Niederschläge so heftig, dass sie genau so stark sind wie in der eigentlichen Regenzeit, wenn die Wassermassen aus Angola ankommen. An einigen Stellen – besonders auf der schmalen Brücke zum Aussichtspunkt – fallen regelrechte Sturzbäche vom Himmel und mit den Füßen watet man bis zu den Knöcheln im Wasser. Dafür kann man an zwei Stellen schöne Aufnahmen mit Regenbogen machen.
Der Übergang an der Grenze war auch insofern interessant, als dort Kolonnen von chinesischen Lastkraftwagen standen, die alle auf ihre Abfertigung warteten. Sie kommen alle aus Sambia und sind in der Regel mit Kupferplatten beladen. Hier kann man die Ausbeutung life miterleben. Ausbeuten wollen einen auch die vielen Straßenhändler, die den Touristen die Hochinflationsscheine Simbabwes andrehen wollen. Da wird es sich wohl in aller Regel um Nachdrucke handeln, was einige, direkt darauf angesprochen, auch zugegeben haben. Am meisten unter der Dusche haben unsere Schuhe gelitten. Sie waren mit Wasser vollgesaugt und ich musste das Wasser rausschütten. Doch im Hotel konnte ich sie beim Wäschedienst abgeben und erhielt sie schon am Abend sauber und trocken zurück. Für den Nachmittag habe ich mich dann schon nur noch mit Slippern, T-Shirt und kurzer Hose ausgerüstet, sowie einem Billigregenschutz – vor allem für den Foto - den ich zuhause schon für 1 € gekauft hatte. Diese Verkleidung erwies sich als sehr brauchbar, denn auch auf der Seite von Simbabwe, befanden wir uns fast unter einer Dauerdusche. Das letzte Stück konnte man schon gar nicht mehr gehen, so prasselte das Wasser in regelrechten Vorhängen auf einen herab. Aufnahmen konnte man eigentlich nur an zwei Stellen machen.
Zum Hotel wurden wir von einer Schar fliegender Händler zurück begleitet. Ich habe ein paar kleine Souvenirs erstanden und bin meine Sonnenbrille günstig losgeworden, die ich extra dafür mitgenommen hatte. Für meine Frau war dies eher etwas unheimlich aufdringlich, mir taten die armen Kerle leid. Um das Wasser vollstständig an diesem Tag zu genießen, bin ich dann wieder in den Pool gesprungen. Den Abend, verbrachten wir dann wie am Tag zuvor bei einem gigantischen Büfett und beim „afrikanischen Heimatabend“.
Am nächsten Morgen präsentiert sich der "donnende Rauch" noch einmal prachtvoll von der Hotelterrasse aus gesehen. Am Vormittag werden wir wieder von „Wild Horizons“ abgeholt und zum Grenzübergang am Chobe zu Namibia gefahren. Nächste Station ist nämlich das Hausboot „Pangolin“. Da dieses in Namibia zugelassen ist, bedeutet das auf der südlichen Seite des Chobe aus Botswana ausreisen, über den Fluss fahren und am nördlichen Ufer auf namibischer Seite einreisen. 9. Das Pangolin-Hausboot: Die Kajüte – wir hatten die erste am Bug – war groß genug für 2 Personen und ordentlich ausgestattet. Am Sonnendeck leider nur 4 Liegen für 6 Personen, Küche und Speisenangebot sind beschränkt und überschaubar. Am Morgen duftete es verführerisch aus der Küche, aber es gab nur Kaffee und Kekse, späterer „Brunch“ war normales Frühstück. Sehr gut waren die Bootsfahrten mit dem kleinen Boot zweimal am Tag. Der Guide war kompetent und fuhr gute Beobachtungsstellen an, alle Großtier- und Vogelliebhaber kamen auf ihre Kosten. Leider sind wir mit dem großen Hausboot bei zwei Übernachtungen nur an einem Tag zwei Stunden gefahren, ansonsten lag es immer am Ufer. Die Rückfahrt dann mit dem Schnellboot in 1 ½-stündiger rasanter Fahrt. Da wären wir viel lieber noch mit dem großen Boot ein wenig länger auf dem Chobe geschippert! Note: 2-3
Aber zunächst gleich mal zu unserer ersten Ausfahrt noch am Nachmittag des ersten Tages. Ich muss gestehen, diese Bootsfahrten auf dem Chobe waren die besten, die ich bis jetzt gemacht habe. Wir kamen unheimlich nahe an Großtiere heran, haben aber auch viele Vögel gesehen und waren fern von den Orten, an denen sonst viele Boote von den Lodgen vor Ort sind.
Gleich zu Beginn standen wir eine ganze Weile bei einer Büffelherde, die jede Menge „Secu-rities“ und Service-Personal dabei hatte. Dabei waren sowohl Gelb- als auch Rotschnabelmadenhacker im Einsatz.
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200922. März 2017 ·
Der nächste Stopp ist bei einer Herde von „Rotelefanten“ einer hat vergeblich versucht, den dicken Puder sich aus dem Gesicht zu waschen. Hier mache ich natürlich auch unendlich viele Fotos, von denen es nur ein geringer Teil ins Fotobuch schaffen wird, Aber es sind doch immer wieder nette Szenen dabei.
Aber ich finde zwischen den Elefantenbeinen auch immer wieder Fotomotive, welche andere Touristen überhaupt nicht sehen. So laufen neben den Hinterlassenschaften der Elefanten auch der Doppelbandregenpfeifer und der Flussuferläufer herum.
Auch zwei verschiedene Mitfahrer haben wir immer wieder an Bord unseres kleinen Bootes: Die Witwenstelze, die uns mit Gesang erfreut, und die Rotkappenschwalbe.
An einer Stelle entdecke ich endlich mal einen balzenden „Red Bishop“, der nicht gleich zwischen den Schilfhalmen verschwindet. Warum der im Deutschen „Orixweber“ heißt, ist mir bis heute rätselhaft.
Zum Abschluss präsentiert sich mal ein Hippo in voller Größe:
Schöner Bericht, bin im Geiste wieder im August 16 😁
@BMW: unter chobebakwena.com mit einem fiktiven Buchungsdatum (weit genug in der Zukunft) kannst Du die Preise abfragen. Wir hatten ein Chalet am Fluß. Zwar auch im Reisepaket gebucht, aber es waren mind. 450 USD/Nacht, wenn ich mich recht erinnere. Wir waren 3 Nächte da, und durch ein Differenzangebot konnten wir auf den Preis rückschließen. BOT ist halt teuer und für das Angebot ist der Preis schon fast fair zu nennen. Immer noch massiv günstiger als im Delta...
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200923. März 2017 ·
Heute machen wir zwei weitere Bootstouren auf dem Chobe, Eine findet am frühen Morgen statt, die andere am Nachmittag, nachdem wir uns innerhalb von zwei Stunden mit dem Hausboot selbst an einen anderen Ort bewegt haben, wo wir wieder vor Anker gingen. Diese Fahrt hätte ruhig etwas länger dauern können. Zuerst fallen mir riesige Vogelschwärme auf.
Zugvögel? Es stellt sich heraus, dass es sich um Brachseeschwalben handelt. Wieder eine Erstsichtung für mich. Doch beim nächsten Halt wieder Elefenten. Es gibt also auch in der regenzeit genügend von denen am Chobe zu sehen und noch dazu in unmittelbarer Nähe vom Boot aus. So nahe kommt man an der Chobe Riverfront mit dem Auto selten. und Vor allem man kann sie nicht so lange in Ruhe beobachten, denn jetzt waren wir ja in einem Abschnitt, in dem die großen Bootsflotten der Lodges nicht mehr hinfahren.
Quizfrage: Wie viele Elefanten sind auf dem Bild?
Wenn man gebau hinsieht erkennt man, dass der Ele wohl in seiner Jugend eine Zahnspange gebraucht hätte! 😄 Und natürlich auch wieder Vögel: Afrikanisches Sultanshuhn und Heiliger Ibis.
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200923. März 2017 ·
Und unendlich viele andere Fotomotive, von denen ich hier nur eine geringe Auswahl einfügen kann.
Wiederholt stoßen wir auf Elefantenherden, die sich das frische, saftige Gras schmecken lassen und es sich in ganzen Bündeln – vorher wird jeweils vom Wurzelballen die Erde abge-schüttelt – in den Mund schieben. Und die Giraffenfreunde will ich hier auch nicht ganz vernachlässigen. Ein anderer Elefant kniet sich nieder und gräbt mit den Stoßzähnen in der Erde nach Mineralien. Er ist gar nicht erfreut, als wir ihn dabei beobachten.
Und dann noch ein mächtiges, ca. 3 1/2 m langes Krokodil. Aber es scheint sich um einen Vegetarfier zu handeln, denn auf dem Eckzahn steckt noch ein Blatt vom letzten Mahl! 😄 😄
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200923. März 2017 ·
Und im letzten Abendlicht haben wir dann noch die Ehre:
Was da Besonderes an dem Krokodil ist? Na, das ist doch eindeutig, es ist ihre Hoheit, die Krokodilprinzessin vom Chobe. Sieht man doch eindeutig an dem Krönchen, das sie auf dem Kopf trägt! 😄 😄 So, in diesem Sinne geht dann der Aufenthalt auf dem Hausboot mit einer ruhigen Nacht - das Gewitter ist vorbeigezogen und es hat nur ein wenig getröpfelt - zu Ende. Uns hat der Aufenthalt auf dem "stillen" Chobe sehr gut gefallen, vor allem, weil wir in aller Ruhe Tiere beobachten konnten und nicht inmitten einer Schar von Booten standen, wie dies inzwischen auf dem Chobe leider der Fall ist, wenn irgendwo ein Elefant oder sonst was Sehenswertes auftaucht. Somit noch letzte Impressionen vom Chobe und einem Weißstirnspint, der schön vor der Kamera posierte.
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200923. März 2017 ·
Der nächste Tag ist kurz beschrieben. Wir werden am Morgen im Schnellboot – leider viel zu schnell – vom Hausboot zurück zum namibischen Grenzübergang und dann wieder nach Kasane zur botswanischen Grenze gebracht. Dort wartet bereits ein Auto von der Chobe Bakwena Lodge auf uns und bringt uns wieder zur Unterkunft, wo auch unser Auto noch wohlbehalten steht. Für die eine Nacht, die wir hier noch sind, bekommen wir natürlich nicht die Honeymoonsuite, aber das normale Häuschen ist auch sehr schön und geräumig.
Wir hätten zwar an diesem Tag noch Gamedrive oder Boatcruise machen können, aber wir brauchen einfach mal einen halben Tag, einfach nur zum Ausruhen, Fotos sichern, Tagebuch schreiben und die Stille in der Lodge zu genießen, wenn alle Gäste außer Haus sind.
Mit Tee, Kaffee und kleinen Leckereien werden wir dabei verwöhnt. Doch selbst an diesem „untätigen Nachmittag" finde ich noch ein Vögelchen, einen „Textor“ (nordische Rasse) oder Schwarzkopfweber, den es abzulichten lohnt.
Wenn wir gewusst hätten, was uns in den kommenden Tagen noch erwartet, wären wir gerne noch einwenig hier geblieben. Aber erstens kommt es anders und zweitens …
Champagner8’801 Beiträge · seit 201023. März 2017 ·
Burschi schrieb: Es ist ihre Hoheit, die Krokodilprinzessin vom Chobe. Sieht man doch eindeutig an dem Krönchen, das sie auf dem Kopf trägt! 😄 😄
Und dazu dieses seelige Lächeln auf dem Gesicht - herrlich 😄
Wenn wir gewusst hätten, was uns in den kommenden Tagen noch erwartet, wären wir gerne noch einwenig hier geblieben. Aber erstens kommt es anders und zweitens …
Hallo Burschi! Ein super Reisebericht mit genialen Fotos! Weiter so!! Es macht echt Spaß deinen Bericht zu verfolgen. LG hopa85
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200924. März 2017 ·
Danke, Bele und Hopa für die Komplimente, wenn man sich viel mit Tieren beschäftigt, dann fallen einem halt mal Details auf, die nicht jeder sieht. es freut mich, dass es euch Spaß macht, sonst würde ich den Bericht nicht schreiben. 🙂 Nun allerdings kommen die weniger schönen Aspekte und Tage der Reise. Ich habe sie gut überstanden, habe wieder einiges gelernt und muss leider auch ein paar kritische Worte dann am Schluss sagen. 😎 Also, lest ruhig weiter, die Fotohöhepunkte aber waren schon. 🙁 Viele Grüße: Burschi
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200924. März 2017 ·
In der Nacht hat es wieder geregnet und am Morgen stehen große Pfützen auf dem Weg, als wir die Lodge verlassen. Wir fahren auf der Teerstraße durch den Chobe-Park und sehen nochmals Löwen und Elefanten neben der Straße. Das Gras steht so hoch, dass man von den Löwen kaum was sieht, als sie neben der Straße herlaufen. Die Grenze nach Namibia ist schnell überschritten, es gibt keine Probleme und ausnahmsweise sitzt mal eine freundliche Beamtin am Schalter. Überraschenderweise aber wird bei uns noch mit der Pistole „Fieber gemessen“, bevor wir nach Namibia einreisen dürfen. Auf meine Frage, was denn gewesen wäre, wenn jetzt jemand erhöhte Temperatur gehabt hätte, bekam ich die Antwort, dass die Person sofort im daneben gelegenen Hospital untersucht worden wäre. Etwa 20 km vor Katima Mulilo biegen wir nach rechts ab, um zur Kalizo Lodge zu gelangen. Eigentlich hatte ich mir hier ja die Brutplätze der Karminspinte zu besichtigen erhofft, doch die befinden sich zu dieser Zeit überhaupt nicht hier. Zum Glück hatte ich aber schon welche gesehen. Die 20 km Gravelroad bis zur nächsten Abzweigung zur Lodge waren schon mal ein Vorgeschmack auf Weiteres. Die Straße wird gerade ausgebaut und die Umfahrungen sind reinste Schlammpisten. Aber es sollte noch besser kommen! Auf der Abzweigung zur Lodge-Pad hatte ich schon einige Schlammlöcher und Wasserpfützen hinter mir, als ich plötzlich vor einer größeren Wasserfläche stehe. Links, oder rechts oder mitten durch? Ich schicke eine SMS – Telefonieren hat nicht funktioniert – und erhalte Antwort, dass ich abgeholt werde.
Kurz darauf erscheint auch ein Auto und ich werde mitten durch den „See“ zur Lodge gelotst.
Von den gebuchten zwei Tagen konnten wir leider nur einen Tag bleiben, weil wir wegen steigenden Hochwassers die Lodge am nächsten Tag fluchtartig verlassen mussten. 10. Kalizo Lodge am Sambesi, Namibia Die Lodge hat schöne Zelthäuschen am Chobe mit separatem Küchenhäuschen. Die Ausstattung ist einfach, enthält aber alles, was man braucht. Management ist sehr freundlich und hilfsbereit (Johann und Cherie); die Küche ist ohne viel Schnickschnack, aber schmackhaft und sehr gut. (ausgezeichnetes Steak!) Ein Pool ist auch vorhanden, allerdings hatten wir genug Wasser von oben. Der Boatcruise war ein wenig unmotiviert, was vielleicht auch daran lag, dass ich die Vögel oft vor dem Guide ausgemacht hatte. Note 2
Vielen Dank nochmals an Johann, ohne den wir noch heute auf der Lodge festsitzen würden! Das uns zugewiesene Häuschen war schön am Ufer des Sambesi gelegen. Außer uns war nur noch ein amerikanisches Ehepaar in der Lodge. Den Boatcruise am Nachmittag machten wir aber allein mit dem Guide „Bernhard“. Natürlich gibt es auch hier wieder Vögel zu entdecken, z.B. Langspornkiebitz (den Langzehenkiebitz und den Senegalkiebitz hatten wir ja schon) und Malachit-Kingfischer, der ist ja immer wieder attraktiv.
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200924. März 2017 ·
Aber auch ein Braunkopfliest, zwei Graufischer am Nest und eine Rahmprinie sind für mich dankbare Fotomotive.
Die kleine Streifenschwalbe baut überall in der Lodge ihre Nester.
Am Abend wird nur für uns gekocht, aber das Essen ist sehr gut und schmackhaft, das Steak das beste bisher auf der Reise. Doch dann folgt das große Abenteuer. Als wir schon in den Betten liegen wird ununterbrochen der Himmel illuminiert – wir hatten doch gar kein Feuerwerk bestellt! – und es beginnt heftig zu regnen. Nein, es regnet nicht, es schüttet. Das Wasser fällt in Vorhängen vom Himmel, man kann keine zehn Meter mehr weit sehen. Der Sambesi, obwohl nicht weit von uns entfernt ist nicht mehr zu sehen. Die grellen Blitze mit den Donnern kommen immer näher, bis es schließlich einen riesigen Knall tut, alle Lichter aus sind und es immer mehr wütet. Meine Frau hat Angst, dass uns der Sambesi wegspült, doch ganz soweit kommt es nicht. Nicht besser wird ihre Laune, als langsam Wasser von der Terrasse außen sich einen Weg ins Zelt sucht. Wir dichten mit Handtüchern ab. Gegen 2.00 Uhr flaut der Tropensturm etwas ab. Mit den Taschenlampen sehen wir, dass um das Zelt herum große Pfützen stehen - zum Glück steht das Zelt auf Stelzen! - und der Sambesi im Bett geblieben ist, im Gegensatz zu meiner Frau, die eine ganze Zeit lang auf einem Stuhl im Zelt gesessen ist. Diese Nacht mit dem tobenden Tropensturm wird uns immer in Erinnerung bleiben. Es war kaum mit Gewittern bei uns zu vergleichen. Nach dieser Nacht quält mich der Gedanke, ob ich den Aufenthalt auf der Lodge – ich hatte zwei Tage gebucht – nicht lieber abbrechen sollte. Da kommt es mir sehr entgegen, dass Cherie am Morgen vorschlägt, doch die Lodge lieber zu verlassen, denn bei weiterem Regen wäre dies mit dem Auto wahrscheinlich nicht mehr möglich. Fairerweise wird mir die bereits be-zahlte Übernachtung mit dem Boatcruise und dem Abendessen verrechnet. Vielen Dank! Die folgenden Übernachtungen kann ich per Anruf jeweils um einen Tag vorverlegen. Johann schlägt dann vor, uns aus der Lodge herauszulotsen, denn auf dem Weg, auf dem wir gekommen waren, steht das Wasser bereits so hoch, dass eine Durchfahrt unmöglich ist. Wir starten um 9.00 Uhr im Konvoi von 3 Fahrzeugen, voran Johann und am Ende die Amerikaner. Johann fährt auf nicht mehr erkennbaren Nebenwegen und querfeldein, was für einen Ortsunkundigen absolut unmöglich gewesen wäre. Auf halber Strecke bleibt der Amerikaner mit seinem Fahrzeug (Toyota 4x4 Hilux) das erste Mal stecken und Johann muss ihn mit seinem Fahrzeug herausziehen. Kurz vor einem Dorf fährt er sich dann zum zweiten Mal fest, dieses Mal aber so heftig, dass er bis zum Bodenblech festsitzt und wir ihn selbst mit unseren zwei Fahrzeugen nicht herausbekommen.
Nun müssen Dorfbewohner helfen: Vorderräder ausgraben, Auto vorne aufbocken, Bretter unter die Reifen schieben. Hinterräder ausgraben, hinten aufbocken, wieder Bretter und Äste unter die Räder. Dann schafft es Johann mit einer Seilwinde, das Auto herauszuziehen. Mit viel Glück, tiefsten Wasserdurchfahrten und tiefen Schlammstrecken schaffen wir es endlich nach 2 Stunden die 5 km entfernte Gravelroad zu erreichen. Doch auch die nächsten 20 km auf dieser sind oft nur mit 4x4 „high range“ zu durchqueren, da die Piste nach dem Regen völlig verschlammt ist. Endlich ist die Teerstraße erreicht und wir können Richtung Katima Mulilo starten. Warum ist unser Auto nicht versackt? Nicht weil ich der bessere Fahrer bin, sondern weil wir einfach die besseren Reifen mit groben Stollen hatten. Darauf sollte man also unbedingt achten. An der B8 verabschieden wir uns von den Amerikanern, die nach den heutigen Erfahrungen ihren Tourenplan ändern. Der Rest des Tages besteht hauptsächlich aus der Fahrt bis an den Kawango zur Nunda Lodge. 11. Nunda River Lodge Obwohl gerade ein Teil der Lodge renoviert wird, haben wir uns recht wohl gefühlt. Wir haben ein geräumiges Häuschen mit allem, was man braucht. Großer sauberer Pool ist vorhanden, aufmerksames und freundliches Management und Personal führt die Lodge, es gibt ordentliches Essen mit kleinen Abstrichen (Oryx-Steak zu dick und zu trocken). Eine Bootsfahrt haben wir witterungsbedingt und Gamedrive zeitbedingt nicht genutzt. Note +2
Wir genießen den Sundowner in Ruhe auf der Terrasse. Stress hatten wir heute ja genug. 😗 😉 🙂
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200924. März 2017 ·
Nach dem Frühstück verlassen wir die Lodge wieder und fahren auf der B8 nach Rundu zur nächsten Zwischenstation, der Hakusembe Lodge am Okawango. Ich habe die Rückfahrt nach Windhoek bewusst in kurze Abschnitte aufgeteilt, um entspannt ans Ziel zu kommen. Doch so ganz entspannt wird der heutige Tag nicht. Schon bei der Einfahrt in die Lodgepad irritiert mich ein Schild: Die Lodgezufahrt ist überflutet, eine Durchfahrt nicht möglich! Bei einem Anruf, ob das zutreffe, kommt die Antwort, alles o.k., man solle das Schild einfach ignorieren. Die Anfahrt war aber tatsächlich nur mit 4x4 möglich! 12. Hakusembe River Lodge am Okawango Namibia (Note 4-) Die Erfahrungen sind subjektiv und basieren nur auf diesem einen Tag. Hakusembe hat eine sehr schöne Lodgeanlage mit großem Restaurant und großer Bar und vielen kleinen Häuschen. Vorhanden ist ein mittelgroßer Pool, der gesäubert wird, als die Gäste bereits darinnen sind. Zum Zimmerbezug muss ich ein wenig ausholen. 11.30 Uhr Ankunft in der Lodge. Das Häuschen ist noch nicht fertig. O.k. wir sind ja auch früh dran, warten gerne bei einem Bier auf der Terrasse. Wir bekommen aber schon mal Haus Nr. 15, wir freuen uns, weil wir beim letzten Besuch das gleiche Haus hatten. Wir sollten etwa eine Stunde warten. Kein Problem! 12.45 Uhr wir sitzen noch auf der Terrasse, mit Blick auf Nr. 15, in das bis jetzt niemand einen Fuß hinein gesetzt hat. Wir bestellen uns im Restaurant einen Salat mit Hähnchenstreifen. 13.00 Uhr bestelle ich ein Glas Weißwein zum Essen, das noch nicht da ist. 13.45 Uhr kommt der Salat nach 1 Std. Wartezeit. Der Weißwein ist längst ausgetrunken, da er warm geworden ist. 14.00 Uhr noch immer war niemand am Haus. Frage: „Wann können wir in das Häuschen?“ Antwort: „Give me half an hour!“ o.k. Wir haben es ja nicht eilig! 15.00 Uhr neue Gäste treffen ein und bekommen Haus Nr. 1 zugewiesen. Inzwischen haben Angestellte gegessen, die das Essen nach 10 Min. bekommen haben. An unserem Haus war noch immer niemand. Meine ungeduldige Frage, wann wir denn endlich das Haus beziehen könnten? „Das Haus wurde desinfiziert, da können Sie frühestens um 17.00 Uhr rein! Sie können aber Haus Nr. 2 haben!“ Nebenbei bemerkt, das wäre bereits vor 2 Stunden fertig gewesen!
15.30 Uhr. Wir sind in Haus Nr. 2 eingezogen, nach 4 Std. Wartezeit!! Kein Wort des Bedauerns oder der Entschuldigung! Auch hier die gleichen Mängel wie bei Namushasha: Alle kleinen „Aufmerksamkeiten“ fehlen, kein Insektenspray oder dgl., Kaffee und Kekse müssen extra an der Bar bezahlt werden. Wir werden gefragt, ob wir an der Bootsfahrt teilnehmen wollen. Wir lehnen ab, da am Himmel absehbar ist, dass es in kurzer Zeit regnen wird. Andere Gäste fahren um 16.30 Uhr los und sind um 17.00 Uhr wieder da, weil es aus allen Wolken schüttet. Sie sollen am nächsten Tag die Bootsfahrt bezahlen, beschweren sich aber. Abendessen. Die Linsensuppe war recht gut. Nudeln kalt, Rösti lauwarm, Oryxsteaks (Fleischschnitzelchen im Sud, aber keine Steaks!) wurden schon eine Stunde vor dem Servieren in einer großen Form nochmals zu Tode gekocht. Am Morgen steht vor dem Frühstück Kaffee vor der Türe des Häuschens. Schön, aber welchen Sinn macht das, wenn man gerade zum Frühstück geht? Mir scheint das Management total überfordert, Personal agiert (bewusst?) sehr langsam. Wir sind so verärgert, dass wir den Aufenthalt nicht genießen können. Ein kleiner Spaziergang und ein kurzer Besuch im Pool sind die einzigen Aktivitäten. Gleichzeitig ist noch eine Regierungsdelegation in der Lodge, die jede Menge Securities dabei haben und von einigen wichtigen Deutschen begleitet werden, die so wichtig sind, dass sie nicht einmal einen höflichen Gruß erwidern. 😈 Die Regierungsvertreter schlafen aber nicht in der Lodge, sondern in einem Hotel in Rundu. So bleibt nur ein allereinziger Lichtblick:
Wir waren zuletzt in Hakusembe, als es kurz zuvor von Gondwana übernommen wurde. Und wir hatten so einen guten Eindruck! Schade!
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200924. März 2017 ·
Durch die nächtlichen Regenfälle ist die Schlammpiste zur Lodge noch tiefer geworden. Die Security-Flotte mit der Regierungsdelegation – die übrigens nur auf der Lodge getagt und nicht dort übernachtet haben – hat die Lodge bereits verlassen und in einem tiefen Schlamm-stück einen PKW einfach stehen lassen. Niemand befindet sich in dem Auto, dem man helfen könnte.
Also umfahren wir den festsitzenden PKW links im tiefen Schlamm und sind froh wieder die Teerstraße zu erreichen. Unsere Route geht weiter auf der B8 Richtung Grootfontein. Dort liegt unsere nächste Zwischenstation, die Fiume Gamelodge. Es ist eine nette kleinere Lodge mit sauberen, zweckmäßig eingerichteten Häuschen, großem Garten, sauberem Pool, sehr nettem und freundlichem Management und Personal. Es gibt sehr schmackhaftes reichliches Essen und aufmerksame Bedienung. Note +2
Vom Game ist leider während unserer Anwesenheit nichts zu sehen, dann auch hier hat es in der Nacht heftig geregnet und überall stehen Pfützen und das Gras ist extrem hoch. Aber ich finde ja immer was, was sich lohnt auf die Speicherkarte zu bannen. Da wäre z.B. noch die Hofkonzertgruppe: Hähne und eine Henne kommen schnurstracks auf uns zu, setzen sich auf ein Holzgeländer und krähen wie Pavarotti und Co! 😄 😄
BurschiThemenstarter4’144 Beiträge · seit 200924. März 2017 ·
Da ich genügend Zeit habe, entdecke ich auch noch ein paar weitere Tierchen: Maricoschnäpper, Wellenastrild und ein Ölkäfer auf einem Rosenstock
Hier treffe ich auch einen alten Bekannten wieder: Morris, von den Buschleuten in Grashoek, der mich vor ca. 11 Jahren zum ersten Mal bei den Buschleuten dort geführt und gedolmetscht hat. Er hat inzwischen Erna geheiratet, die ich ebenfalls gut kenne. Inzwischen haben sie zusammen 5 Kinder und Morris leitet mit Erna das Fiume Bushcamp, das man, wenn man San-Aktivitäten mitmachen will, ebenfalls besuchen kann.
Auf direktem Wege fahren wir am Morgen weiter nach Otjiwarongo und kommen mittags bei unseren Freunden auf der Farm an. Wie immer werden wir herzlich begrüßt, gut untergebracht, bestens verpflegt und liebevoll umsorgt. Wir führen viele Gespräche über die aktuellen Situationen in Namibia und Deutschland und auf den beiden Farmrundfahrten lerne ich wiederviel Neues dazu und auch die Arbeit eines Farmers in Namibia schätzen. Sie bringen eine unglaubliche Leistung und müssen praktisch in vielen Berufen fit sein, um gut überleben zu können. Dabei wirft ihnen der Staat immer wieder Knüppel zwischen die Beine. Nebenbei registriere ich noch zwei neue Vogelarten: Namaquatäubchen und Kalahariheckensänger
Zum Abschluss noch eine Farmidylle:
Wir verabschieden uns naxh zwei Tagen von unseren Freunden, schon ein wenig wehmütig, denn schließlich weiß man nie, ob man sich noch einmal wieder sieht. Ich fahre durch ohne anzuhalten bis Windhoek und kann dort gleich wieder ein Zimmer in der Pension Sonneneck beziehen. Da am Sonntagnachmittag in Windhoek die Gehsteige hochgeklappt werden, habe ich schnell noch ein wenig zum Essen für den Abend eingekauft und wir verbringen den Rest des Tages im Garten der Pension. Da unser Flieger am nächsten Tag erst am Abend geht, haben wir noch einen Tag in Windhoek. Eigentlich wollte ich mich noch mit jemandem treffen, doch da kommen nur Ausreden und Absagen aufs Handy. Wir machen noch einen Spaziergang in Windhoek, dessen Lärm und Unruhe uns aber nach den vielen Erlebnissen in der Natur überhaupt nicht zusagt und so fahren wir zurück in die Pension, packen die Koffer und bleiben dort im Garten. Gegen 15.00 Uhr gebe ich das Auto bei ASCO ab, die nichts zu beanstanden haben und uns dann gegen 16.00 Uhr zum Flughafen bringen. Dann das übliche Procedere: Warten, warten, warten, 😗 Einchecken, Security Check, Warten, Boarding, Warten, Abflug, Essen, Schlafen, Essen, - jetzt ist ja schon morgen! – Landung, Gepäck aufnehmen, zum Zug hasten (ersten Zug erwischt!) – Zugfahrt, Umsteigen (zum Glück innerhalb von drei Minuten den Anschlusszug erwischt) –Ankunft, Taxi, Zuhause. Saukalt!!! Aber im Garten blühen die Krokusse. Zum ersten Mal sagt meine Frau: "Wir hätten ruhig noch etwas bleiben können. Es war schon aweng kurz. " 🤩 Tja, das war´s. Morgen setze ich noch ein kleines Schlusswort und ein paar Gedanken darunter. Viele Grüße: Burschi