FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
Nach Halali waren deutlich mehr Tiere unterwegs. Plötzlich sahen wir linker Hand eine Elefantenherde durch die Büsche ziehen.
Bernhard verlangsamte, wollte aber nicht halten, sondern erklärte, er habe eine Ahnung, wohin die Herde unterwegs sei. Um diese Uhrzeit und in der Richtung würden sie bestimmt nach Goas wollen. Also fuhren wir voraus, um auf die Elefanten zu warten.
Goas ist ein doppeltes Wasserloch.
Laut Bernhards Aussage würden die Elefanten wahrscheinlich die untere Wasserstelle passieren und zu der oberen gehen, da dort das Wasser sauberer sei. Alle anderen Tiere waren unten,
entsprechend auch ein paar Autos. Wir standen oben allein, aber als wir und Bernhard selbst nach gut 20min. schon etwas zweifeln begannen, kamen die Herde in aller Pracht und Anmut auf uns zugeschritten.
Es war eine recht große Gruppe mit einigem Nachwuchs. Nach einer kurzen Schrecksekunde, als einige Tiere kurz beim unteren Wasser verhielten kamen sie also zu uns und wir konnten das ganze Schauspiel mit Tränke und Bad einschließlich Schlamm- und Staubkur ausgiebig beobachten. Jetzt hatte sich Bernhards ganze Erfahrung bezahlt gemacht. Allein hätten wir diese Aufnahmen so nicht bekommen.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
(einige können es nicht abwarten)
(einer tanzt immer aus der Reihe)
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
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Studie des Staubbads:
(Ich dachte, wir achten auf die Wasserqualität?)
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
Auf dem Weg zum nächsten Wasserloch haben wir große Herden von Zebras,
(Wir hatten einen Löwen am Hals, aber die Wunde war gut am heilen, auch wenn die andere Seite noch verletzter war)
Springböcken, und Gnus
(wir haben ordentlich Überbiss)
sowie einige Giraffen gesehen.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
Am Wasserloch Chudop befanden sich 3 drei große Elefantenbullen.
Bernhard kam ziemlich nahe heran, bis uns einer zu verstehen gab, dass es nicht weiter gehen würde.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
Die Junggesellen waren ziemlich imposant. Einer hatte so viel Energie, dass er das Staubbad durch unser etwas geöffnetes Busfenster bis in unsere Augen, Münder und Nasen wirbelte.
Bei einem Toilettenstopp in Namutoni fragte uns Bernhard, ob wir alle in die Lodge wollten oder einige gerne noch mal in den Park zurückkehren würden. Wir entschieden uns natürlich für noch ein paar Stunden Park und Barbara schloss sich uns trotz ihres Befindens an, damit Bernhard das auch sicher machte. Anja, Paul und Cindy wollten lieber in der Lodge ausspannen. Leider machte die Dame am Gate einen Riesenumstand um das Lösen eines neuen Permits, obwohl man in Namutoni meinte, wir bräuchten keins. Nachdem wir die anderen und das Gepäck ausgeladen hatten, fuhren wir zurück in den Park (und freuten uns über den vielen Platz vorne).
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
Zunächst fuhren wir nun nach Klein-Namutoni. Dort warteten ein Dutzend Giraffen
(Zungenspiel)
und ein wenig später kam noch eine kleine Elefantenherde mit sieben Tieren, darunter drei Jungtieren hinzu.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
Die Giraffen sind nur ein kleines Stück zur Seite, was wohl sehr ungewöhnlich ist, da Giraffen wohl normalerweise das Wasserloch verlassen, wann eine Elefantenherde zum Trinken kommt.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
Unter den Giraffen war ein sehr interessanter, weil sehr alter Giraffenbulle. Seine Flecken waren ziemlich dunkel aber gleichzeitig auch deutlich ausgeblichen. Einige Wunden an Kopf und Rücken zeugten von vergangenen Kämpfen (Bernhard: „uralter Schläger“).
Wir wollten nun nach Namutoni, um das Permit zu kaufen und das dortige Wasserloch zu besuchen. Unterwegs haben wir Dik-Diks am Straßenrand entdeckt (Dik-Dik-drive).
Leider ging der Stress mit dem Permit in Namutoni weiter,
da die Dame dort immer noch der Meinung war, wir bräuchten keins, Bernhard aber unbedingt eins habe wollte. Da musste erst lange telefoniert werden. Es dauerte fast eine Stunde und wir besuchten in der Zwischenzeit die historische Ausstellung, die aber nicht sehr interessant war. Nun war es zu spät für das Namutoni-Wasserloch und es blieb uns nichts anderes übrig als den Park zu verlassen. Dennoch waren wir Bernhard ziemlich dankbar, dass er uns noch mal in den Park gebracht hatte; als ihn jetzt etwas die Kräfte verließen, merkten wir, dass auch er noch fest im Griff des Infekts war. Der Fahrer vor uns am Gate hatte wohl das gleiche Problem gehabt und musste nun wieder umkehren, um noch ein Permit zu lösen. So waren wir auch froh, dass sich Bernhard nicht hatte abwimmeln lassen.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
Das Gelände der Mokuti-Lodge gefiel uns gut, vielleicht etwas zu touristisch, dafür aber mit vielen Tieren
einschließlich hauseigenen Termiten.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
Es gab auch unzählige Baumhörnchen,
einige Blessböcke
dienten als Rasenmäher und manch scheue Dik-Diks
wagten sich bis an den Rand der Häuser. Cindy lag, während wir noch im Etoscha waren, am Pool. Dort erregte sie die Aufmerksamkeit eines schwarzen Namibiers. Nach einem Flirt, den wir leider, da wir den Elefanten den Vorzug gegeben hatten, nicht beobachten konnten, machte dieser ihr einen Heiratsantrag. Sie wusste nicht damit umzugehen, denn es war der erste Heiratsantrag ihres Lebens; sie fand aber wohl verständnisvollen Rat bei Anja, erzählte aber auch uns noch sehr aufgeregt davon.
Das Abendessen war einfach traumhaft. Bernhard hatte versprochen, dass wir noch einmal so gut wie in der Sossusvlei-Lodge essen würden und hat Wort gehalten. Vorspeisenbuffet: Außergewöhnlich leckeres hauseigenes Brot, dass wir vergleichbar noch nie gesehen haben, Avocadomus, Spinat-Tarte, Gemüse-Quiche, Salat, Käse; Hauptgericht: Nudeln mit Gemüse überbacken und noch etwas vom Vorspeisenbuffet; Nachspeise: Diverse Kuchenstückchen und warmer Malven-Pudding mit Vanillesoße bzw. für Thomas noch mal Brot, Käse und Avocadomus. Fazit: Vergleichbar mit dem ersten Sossusvlei-Abend – der zweite hatte das ja noch mal getoppt (Note 1).
ich freue mich immer wenn es hier weitergeht. Tolle Tiersichtungen und ebenso tolle Bilder davon. Im Gegensatz zu den meisten hier kann ich allerdings eher selten schmunzeln, ich glaube ich wäre häufig ziemlich angenervt gewesen und könnte wahrscheinlich (wenn überhaupt) nur im Rückblick darüber lachen. Da fehlt es mir leider an Gelassenheit. Übrigens hast du Cindy enttarnt 😗
viele Grüße Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
fiedlix schrieb:Hallo Flotho,
ich freue mich immer wenn es hier weitergeht. Tolle Tiersichtungen und ebenso tolle Bilder davon. Im Gegensatz zu den meisten hier kann ich allerdings eher selten schmunzeln, ich glaube ich wäre häufig ziemlich angenervt gewesen und könnte wahrscheinlich (wenn überhaupt) nur im Rückblick darüber lachen. Da fehlt es mir leider an Gelassenheit. Übrigens hast du Cindy enttarnt 😗
viele Grüße Elke
Hallo Elke, vielen Dank für die Nachsicht und vor allem den Hinweis. Ich habe den Namen gleich geändert, obwohl er natürlich für diese Reise auch ein schönes Pseudonym gewesen wäre.
In Erindi sind wir wieder etwas disziplinierter trotz schöner Sichtungen (habe schon aussortiert), kommt aber erst heute nachdem wir vom Forumstreffen zurück sind. Viele Grüße, Thomas
BikeAfrica7’359 Beiträge · seit 200615. Okt. 2016 ·
fiedlix schrieb: Im Gegensatz zu den meisten hier kann ich allerdings eher selten schmunzeln, ich glaube ich wäre häufig ziemlich angenervt gewesen und könnte wahrscheinlich (wenn überhaupt) nur im Rückblick darüber lachen. Da fehlt es mir leider an Gelassenheit.
... ich fühle mich erinnert an meine erste Fernreise. Damals war ich auch mit einer Reisegruppe unterwegs, weil ich solche Reisen als Kind nicht kennengelernt hatte und lieber in einer Gruppe unterwegs sein wollte. Diese Gruppe war wesentlich größer und die Teilnehmer noch viel unterschiedlicher. Entsprechend krass war das Verhalten mancher Menschen und ich habe mich manchmal geschämt, zu dieser Gruppe zu gehören. Mir war nach wenigen Tagen schon klar, dass ich so etwas nicht mehr mache. Die hier geschilderte Reise scheint ja doch sehr entspannt im Vergleich dazu.
Übrigens hast du Cindy enttarnt 😗
.. nicht zum ersten Mal. 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201515. Okt. 2016 ·
BikeAfrica schrieb: ... ich fühle mich erinnert an meine erste Fernreise. Damals war ich auch mit einer Reisegruppe unterwegs, weil ich solche Reisen als Kind nicht kennengelernt hatte und lieber in einer Gruppe unterwegs sein wollte. Diese Gruppe war wesentlich größer und die Teilnehmer noch viel unterschiedlicher. Entsprechend krass war das Verhalten mancher Menschen und ich habe mich manchmal geschämt, zu dieser Gruppe zu gehören. Mir war nach wenigen Tagen schon klar, dass ich so etwas nicht mehr mache. Die hier geschilderte Reise scheint ja doch sehr entspannt im Vergleich dazu.
Cindy habe ich schon vorhin mit der Suchfunktion bemerkt und korrigiert. Etwas doof, weil eigentlich mit autoersetzen alles geändert worden sein sollte.
Wir haben so eine große Gruppe in Erindi hautnah erlebt und waren sehr froh über unsere Leute. Die anderen waren laut, unmöglich im Umgang mit den Angestellten, total unwissend, frech und dumm. Es war sehr zum Fremdschämen.
Gruß, Thomas
BikeAfrica7’359 Beiträge · seit 200615. Okt. 2016 ·
Flotho schrieb: Wir haben so eine große Gruppe in Erindi hautnah erlebt und waren sehr froh über unsere Leute. Die anderen waren laut, unmöglich im Umgang mit den Angestellten, total unwissend, frech und dumm. Es war sehr zum Fremdschämen.
... genau das. Es war damals in Ägypten und es gab ein paar Leute, die sich absolut nicht benehmen konnten. Da wurde während der Mittagspause der Kellner gemaßregelt, weil das Bier zu warm wäre und weil es zu schnell (!) kam, denn ein gutes Pils dauere ja schließlich sieben Minuten. Dass sie im islamischen Ägypten überhaupt Alkohol (und Pils vom Fass) bekamen und die Mitarbeiter selbst gerade im Ramadan den ganzen Tag nichts essen und trinken durften, aber die Gäste bewirteten, hatten die gar nicht auf dem Schirm.
Im Tal der Könige dann eine lange Schlange vor dem Eingang. Die besagten Leute sind einfach lautstark dran vorbei und haben die anderen darauf hingewiesen, dass sie ja mit Reisegruppe XY unterwegs seien und deshalb nicht warten müssten. Alle anderen waren auch mit Reisegruppen unterwegs und warteten auch.
Das war echt peinlich damals. Die "normalsten" Leute waren eine junge Frau, die als Escortdame arbeitete und mich ein wenig an eure Cindy erinnert und ein Typ aus dem Osten, mit dem ich mich beim Abendessen unterhielt und wir bedauerten, dass der Besuch bei der Cheops-Pyramide nur 15 Minuten dauerte. Die Erfahrung habt ihr ja auch gemacht, dass einem die Flexibilität bei der zeitlichen Gestaltung fehlt. Da wir noch einen Tag in Kairo waren, haben wir uns für den nächsten Tag kurzerhand bei der Reiseleitung abgemeldet, die Hoteladresse in arabischer Schrift auf einen Zettel schreiben lassen und sind mit dem Taxi nochmal zu den Pyramiden gefahren. Die Taxifahrt gehört zu den spannendsten Erinnerungen der Reise und ich habe gelernt, dass es auch auf eigene Faust klappt und wie der Straßenverkehr in Afrika funktioniert.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201516. Okt. 2016 ·
08.09.2015
Das Frühstück war sehr, sehr lecker: eine große Auswahl an Früchten und Nüssen sowie ausgezeichnete Vanille-Muffins. Bernhard hielt heute eine weitere Ansprache zur Sitzordnung, weil offenbar eine andere Reisegruppe nicht zusammengesessen war und es dadurch Stress mit den Tischen gab. Die anderen machten auch einen ziemlichen Stress beim Auschecken und beschwerten sich über Land, Leute und ihre ganze Reise.
Danach stand uns eine lange Fahrtstrecke bevor, in Kilometern die längste der Reise.
Den ersten Stopp haben wir in Tsumeb gemacht.
In dieser heute geschäftig wirkenden Industrie- und Mienenstadt gibt es ein interessantes Minenmuseum, was aber laut Bernhard wegen der unwilligen Belegschaft bei allen Reiseveranstaltern aus dem Programm genommen wurde. Oft war zu Öffnungszeiten dort kein Angestellter zu finden und die Reisegruppen standen selbst nach vorheriger Terminvereinbarung vor verschlossenen Toren. So blieben wir also nur zum Tanken.
Das war recht lustig, vor allem wegen der dortigen Verbotsschilder:
Auch direkt unter dem Verbotsschild für Anhalter stand eine Frau mit ihrem Kind und wollte mitgenommen werden, was ihr auch gelang. Überhaupt hat keiner von uns jemals so viele Anhalter gesehen wie in Namibia (aber außer Europa und USA haben wir auch nicht viel Erfahrung). An der Tankstelle selbst wurde Bernhard vom Tankstellenangestellten begrüßt und Bernhard sagte, was getankt werden soll: „50ppm“. Daraufhin sagte der Angestellte „Diesel“, was Bernhard bejahte und der Angestellte lief davon, ohne dass dann etwas passierte.
FlothoThemenstarter246 Beiträge · seit 201516. Okt. 2016 ·
(Die Trockenheit zerstört die Ernte)
Auch bei unserem zweiten Stopp in Otavi haben wir nur getankt.
Bei unserem dritten Stop in Otjiwarongo haben wir an einem Superspar gehalten.
Der Spar war riesig und hatte einen großen Restaurant-Bereich. Die Mittelschicht machte grade Mittagspause und konsumierte reichlich. Wir aßen ein äußert großes, günstiges und trotzdem im Vergleich zu heimischen Konditoren deutlich besseres Stück Käsekuchen. Als Barbara, die nach wie vor ziemlich mitgenommen war, versuchte, ins Auto einzusteigen und zu diesem Zweck ihren Rucksack auf dem Sitz deponierte, näherte sich ein Einheimischer von hinten, um ihn ihr zu entwenden. Bernhard war einen Schritt vorgetreten und hatte den Kerl fixiert, was dieser merkte, so dass er von seinem Vorhaben abließ, beide Daumen in die Höhe strecke, breit grinste und wie der Blitz verschwand. Bernhard erteile dem äußerst unaufmerksamen und mit wichtigeren Dingen beschäftigten Parkplatzwächter einen gehörigen Anschiss: „Stop listening to the rubbish on your mobile!“; allerdings war der Wächter weder einsichtig noch so klug, einfach den Mund zu halten, sondern er gab Widerworte, die dann in einen entsprechend heftigen Wortwechsel mündeten. Im Gegensatz zu der Kontrolleurin vor den Orgelpfeifen hatte der Mann sich seinen Anpfiff allerdings redlich und persönlich verdient.