Reisebericht Norden Namibias im April / Mai 2016

Reisebericht 49 Antworten · 15,1k Aufrufe · gestartet 07. Juni 2016 von Tom9876
Themenstarter135 Beiträge · seit 201416. Juni 2016 ·
Fortsetzung: Im Hoanib Valley.

Das Hoanib Valley war DAS Highlight unserer Reise. Nach der beeindruckenden und kargen Landschaft des Crowther's Trails hatten wir den Eindruck ins Paradies zu kommen.

Durch die starken Regenfälle im Hinterland des Einzugsgebiets war die Flut des Hoanibs in diesem Jahr so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr. Aber bei unserer Tour, Ende April, war das Flussbett schon wieder weitgehend trocken.. dachten wir jedenfalls. Zahlreiche Antilopen und Paviane kreuzten unseren track.. und ein Wüstenelefant, der gemütlich und sehr gelassen das frische Wasser seines „holes“ genoss.

An einigen Stellen war der Sand ziemlich weich und tief, aber mit unserem Buschcamper hatten wir soweit keine Probleme.
Nur vor den Wasserdurchfahrten hatte ich gehörigen Respekt. Von einem südafrikanischen Ehepaar hörten wir, dass vor Kurzem eine Reisegruppe 3 Tage im Hoarusib Valley feststeckte (das nächste Trockenflußtal). Das weckte meine eigenen Erinnerungen an ‚get stucked‘ im Hoarusib. Auch wenn es 2011 gut ausging.. einmal ausbuddeln aus einem seicht fließenden Gewässer reicht (10-15cm hoch, mit weichem Untergrund) .. lieber umfahren, abschreiten, einen anderen Weg suchen oder notfalls zurückfahren.
Im weiteren Verlauf und insbesondere kurz vor unserem heutigen Ziel, das Elephant Song Camp, wurde es dann immer spannender. Dort wo im Hoanib noch Wasser stand, gab es teilweise Umfahrungen oberhalb der Flussbetts durch eine enge Spur im Schilf.. (und genau in diesem Augenblick noch mit Gegenverkehr!.. Versorgungsfahrzeug der Lodge) .. kurz vor dem Ziel fehlte dann auch noch die Umfahrung (oder verpasst) und beim Abschreiten war der Untergrund beunruhigend weich, tief und schlammig. Noch mal abschreiten? Probieren? Oder umdrehen? Zum Glück haben dann doch Inselbereiche mit festerem Untergrund gefunden und sind nach einem beeindruckenden, spannenden Tag im Camp angekommen. Eigentlich wollten wir die „schlimmste“ Wasserdurchfahrt filmen.. aber vor lauter Aufregung wurde daraus nichts 🤩 😄

(Die meisten von Euch wissen es .. die vielen sehr schönen Reiseberichte über diese einzigartige Region lassen schnell vergessen, dass so eine Tour ohne Erfahrung oder ungenügender Ausrüstung schneller enden kann als man denkt).

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zuletzt bearbeitet 16. Juni 2016
1’302 Beiträge · seit 200716. Juni 2016 ·
Hallo Tom,

die Gegend erinnert mich doch an was 🙂 Schöne Aufnahmen. Wir sind die Strecke ja ein paar Wochen nach euch gefahren.
Bei unserem Reisebericht (ab nächster Woche) wird sich das ein oder andere Bild dann sicherlich gleichen.

Wir lesen auf jeden Fall mit.

Schöne Grüße
Panther
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zuletzt bearbeitet 16. Juni 2016
Themenstarter135 Beiträge · seit 201417. Juni 2016 ·
>> Jaspar061103: Wahnsinnig schöne Gegend!!! Aber vor dem Fahren dort hätte ich auch gehörigen Respekt ...Sarah <<

Hi Sarah,
ja – eine traumhaft schöne Gegend. Aber man darf nicht leichtsinnig werden (wie die z.B. die „Cowboys“, die uns entgegen gekommen sind;-).
Haben uns Reise für Reise an das nächste Ziel herangewagt.. und wir wissen auch wo unsere Grenzen liegen.. es soll ja am Ende ein toller Urlaub sein.
Gruß,
Tom
Themenstarter135 Beiträge · seit 201417. Juni 2016 ·
>> Panther
Hallo Tom,
die Gegend erinnert mich doch an was Schöne Aufnahmen. Wir sind die Strecke ja ein paar Wochen nach euch gefahren.
Bei unserem Reisebericht (ab nächster Woche) wird sich das ein oder andere Bild dann sicherlich gleichen.
Wir lesen auf jeden Fall mit.
Schöne Grüße
Panther<<

Hallo Panther, freue mich schon auf Euren Reisebericht.. noch mal aus einer anderen Perspektive mitzufahren 🙂 🙂
Wir haben Urlaubstage „gespart“ .. und im Herbst noch mal frei.. zunächst in Richtung Indonesien geplant.. aber dann hat doch das Afrikavirus (wieder mal 😗 ) gewonnen.. mittlerweile sind die (günstigen) Flüge schon gebucht und wir konnten sogar noch den 4.5l D Bushcamper bekommen 🤩

Jetzt ist die Vorfreude riesengroß 🤩 🤩 .. „Namibias Norden - Teil 2“ kommt dann wohl bald.

Viele Grüße,
Tom
zuletzt bearbeitet 17. Juni 2016
Themenstarter135 Beiträge · seit 201418. Juni 2016 ·
Auf Wunsch .. ein kleiner Ausblick auf das Etosha Roadside Camp.. RB geht dann auch bald weiter.
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Hallo Claudia,
hab's nicht geschafft Dir per PN ein Foto des Etosha Roadside Camp (ehemals Hobatere Campsite) zu schicken..
.. darum hier ein Foto von einem der Hügel .. am rechten oberen Rand die Zufahrt von der C35.

Wie gesagt .. wir waren dort 3 Nächte .. zur Abwechslung mal in einem der Safarizelte (statt immer nur im Dachzelt unsers Bushcampers). Direkt vor unserem Zelt gibt es einen Sanitär- & Küchenblock mit Wasser und Gaskocher für Selbstversorger. Weitere Sanitär- & Küchenblöcke sind geplant (bzw. schon fast fertig).. ein Shop oder Restaurant gab es bei unserem Besuch (noch) nicht. Die Betreiber planen allerdings zusätzliche Erweiterungen.
Uns gefällt das Etosha Roadside Camp so wie es ist.. mit den Erweiterungen kommen bestimmt mehr Gäste.. gut für den Betreiber .. aber wir lieben mehr die Einsamkeit.. und hoffen dass der „wilde“ Charakter des Camps erhalten bleibt.

Am Wasserloch gab es überraschend viele Tiere.. besonders früh morgens und kurz vor dem Sonnenuntergang.. auch Elefanten und Löwen..
Und in der zweiten Nacht hatten wir Löwenbesuch direkt(!) am Camp.. nichts für schwache Nerven! .. unser Zelt stand ganz hinten am Rand des Camps.. nach einem wunderschönen Abend am Lagerfeuer bei Mondschein sind wir nachts von einem leisen knistern & knacken aufgewacht .. spürten dass etwas Großes um unser Zelt schleicht .. an 3 Seiten nur die dünnen Fliegennetz-Zeltwände.. und ein Pascha, der uns bestimmt schon wahrgenommen hat.. dann ein tiefes Schnaufen .. und weg war er..
aber das kennt der eine oder andere FoMi bestimmt schon.. einfach ruhig bleiben.. dann ist es ein faszinierendes Erlebnis.
Wir werden das Etosha Roadside gerne wieder für 2-3 Nächte in die nächste Tour einbauen.

Gruß,
Tom

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Themenstarter135 Beiträge · seit 201418. Juni 2016 ·
Hier noch weitere Fotos vom Etosha Roadside Camp.

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zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2018
2’497 Beiträge · seit 201118. Juni 2016 ·
Wir waren letztes Jahr dort und weder Pool noch dieses Gebäude hinter dem Pool waren fertig, das Gebäude nicht mal angefangen. Wir hatten am Wasserloch auch Glück und abends fünf Löwen dort. Im Camp waren angeblich auch welche, da haben wir aber nur die Spuren gesehen. Wir werden dieses Jahr auch wieder da sein und sind gespannt, was sich verändert hat. Wir hoffen mit Dir, dass nicht noch allzu viel aufgerüstet wird, da wir auch gerade die Einsamkeit und Ursprünglichkeit genossen haben.

Danke für die schönen Fotos
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
133 Beiträge · seit 201318. Juni 2016 ·
HalloTom

Danke für die vorgezogenen Infos von Etosha Roadside. Wie ich ja schon geschrieben habe, sind wir im August auch dort.

Das Wasserloch scheint ja gut besucht zu werden. Hoffen wir mal auf eine gute Sichtungsfee bei unserem Besuch.

Klingt ja sehr spannend mit dem Löwen. Dann weiß ich ja wie wir uns verhalten müssen. Und da wir mit unseren Kids da sein werden, werden wir unsere Jungs nicht gemeinsam in einem Zelt schlafen lassen, sondern uns entsprechend aufteilen.

Grüße

Barbara
Namibia 2016 www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291182-unsere-2-familienrunde-durch-namibia.html?limitstart=0
Themenstarter135 Beiträge · seit 201419. Juni 2016 ·
Hallo Karin,
danke für deine Nachricht.

>> Wir hatten am Wasserloch auch Glück und abends fünf Löwen dort.
Ja, mit so viel Glück ist das Roadside Camp ein ganz besonderer Platz.

LG, Tom
Themenstarter135 Beiträge · seit 201419. Juni 2016 ·
Hallo Barbara,
ja, bei unserem Besuch Ende April war überraschend viel "Betrieb" am Wasserloch.
Das muss aber nicht immer so sein. Wir waren schon mal im Juli dort .. leider hatten wir da weniger Glück .. es waren lediglich abends ein paar Kudus am Wasserloch. Aber aktuell war das Roadside Camp schon ziemlich beeindruckend.. nur an wenigen Wasserlöchern im Etoscha haben wir mehr Tiere gesehen.
Zu den Löwen.. auch wenn sie anscheinend nur ab und zu nachts ins Camp kommen.. mit Kids wäre ich auch tagsüber sehr vorsichtig.
Wünsche Euch einen wunderschönen Urlaub und tolle Sichtungen! Tom
Themenstarter135 Beiträge · seit 201420. Juni 2016 ·
Fortsetzung des Reiseberichts: Hoanib Valley / Elephant Song Camp

Nach der spannenden Anfahrt durch die Palmwag Concession, über den Crowther's Trail und durch das Hoanib Valley kommmen wir am dritten Tag am wunderschön gelegenen Elephant Song Camp an. Das Camp liegt etwas erhöht auf einem Hügel über dem Hoanib.. mit einer fantastischen Aussicht über das weite Tal. Es wurde anscheinend mit viel Engagement aufgebaut.. ist aber mittlerweile in einem schlechten Zustand.. die Hütten zerfallen, Duschen & Toiletten sind demontiert / defekt und es gibt auch kein Wasser. Das wussten wir vorher.. sind mit dem Bushcamper bestens ausgerüstet und genießen die Ruhe und Natur.
Weiter unten auf der anderen Flussseite in Richtung Sesfontein gibt es eine Schranke .. und bei der Ausfahrt kassiert der „Wächter“ die geringe Campgebühr (wenn ich mich richtig erinnere 100 N$ pro Person und Nacht). Die „Gebühr“ ist ok für uns.. auch wenn das Camp in einem desolaten Zustand ist, konnten wir an einem wunderschönen Ort übernachten. Hier noch ein paar Fotos.

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zuletzt bearbeitet 20. Juni 2016
Themenstarter135 Beiträge · seit 201421. Juni 2016 ·
Weiter geht’s vom Elephant Song Camp entlang des Hoanib, über die D3707 an Sesfontein vorbei, via C43 zum Camp Aussicht.

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Nun auf Gravel .. Reifendruck wieder rauf.

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Durch Sesfontein

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C43

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Übere die untere Einfahrt zu Camp Ausicht

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Ausblick

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WC

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zuletzt bearbeitet 21. Juni 2016
Themenstarter135 Beiträge · seit 201421. Juni 2016 ·
Camp Aussicht hat uns gut gefallen. Es strahlt Abgeschiedenheit und Ruhe aus.. fast etwas Meditatives .. mit sich selbst im Reinen sein. Marius Steiner und seine Frau sind sehr nette Gastgeber und wir kommen gerne wieder.

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Themenstarter135 Beiträge · seit 201422. Juni 2016 ·
Liebe Mitfahrer.. bitte einsteigen.. da unsere Vorräte aufgebraucht sind, müssen wir weiter.. von Camp Aussicht weiter nach Opuwo.. shoppen und tanken.
Willkommen am Ende der Welt.. so lautet die Übersetzung von „Opuwo“ aus der Stammessprache der Himba. Seit dem letzten Besuch ist das kleine Städtchen deutlich gewachsen und unterscheidet sich doch sehr von vielen anderen Ortschaften in Namibia .. Tradition und Neuzeit treffen hier sehr kontrastreich aufeinander.

Gleich kommen passende Fotos .. aber kurz noch die letzten Eindrücke von Camp Aussicht..
.. das ist doch ein schöner Abschied.
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Themenstarter135 Beiträge · seit 201422. Juni 2016 ·
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538 Beiträge · seit 201222. Juni 2016 ·
Hi Tom 9876,
sach ma, wandelt Marius schon in der Toga - oder wie fielen ihm wohl die tollen Sprüche ein?
Name seines Camps scheint Programm zu sein, welch eine Aussicht!!!
Bis jetzt hab' ich übrigens noch nix von der Mine gesehen, wart ihr aber schon dort - oder?

Danke für den schönen RB,
Rolf
911 Beiträge · seit 200722. Juni 2016 ·
Hallo Rolf,

ich sah letztes Jahr diese Sprüche auch schon und fühlte mich bei Marius richtig wohl. Und seit er nicht mehr so alleine lebt, lacht er auch ganz anders 😉 - Toga trägt er nicht:
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Ich freue mich, Ende August wieder mal auf Camp Aussicht zu sein.
Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
Themenstarter135 Beiträge · seit 201422. Juni 2016 ·
Hi Rolf,
wir waren ziemlich überrascht diese (Lebens-)Weisheiten auf dem Weg zu finden. Da hat sich jemand viele Gedanken gemacht und wir verstehen es als eine Art Abschiedsgeschenk. Eine wirklich tolle Idee 🙂
Darum noch mal lieben Dank an Marius und seine Frau.
In der Mine waren wir auch nicht .. hatten ja vorher schon die Brandberg-West-Mine erkundet. Aber die Mine von Camp Aussicht interessiert mich auch.

Hi Helgi,
schönes Foto von den beiden.. haben sich nicht verändert und sehen noch genauso glücklich, zufrieden aus.
Wenn es irgendwie geht werden wir Camp Aussicht im Oktober auch wieder besuchen.

Rolf, Helgi, Euch beiden herzlichen Dank für Eure Antworten.

Viele Grüße,
Tom
Themenstarter135 Beiträge · seit 201427. Juni 2016 ·
Bitte gut festhalten.. es geht weiter.

Die C43 von Opuwo in Richtung Epupa ist bei unserem Besuch in gutem Zustand und wir genießen die interessante Landschaft. Nach etwa 3,5 Std. entspannter Fahrt erreichen wir die Epupa Fälle des Kunene. Der Wasserstand des Kunene ist noch sehr hoch und der Wasserfall deutlich breiter als bei meinem letzten Besuch 2009.
Ein tolles Schauspiel 🤩 .. wir können uns vom Anblick kaum trennen.. aber wir brauchen ja auch noch einen Stellplatz.

Das Omarunga Camp ist seit 2009 deutlich ausgebaut worden und nennt sich jetzt „Omarunga Lodge and Campsite“. Uns gefällt aber das „Epupa Falls Lodge and Campsite“ irgendwie besser.. ist einfacher, dafür aber näher an der Fällen.

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zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2018