NANachtschwärmerinThemenstarter14 Beiträge · seit 201510. Nov. 2015 · Hallo Karin,
auch dir herzlichen Dank für die wertvollen Tipps.
Meine "nachdenklichen Grüße" richteten sich nicht an deinen Beitrag sondern an die zitierten "Anmerkungen". Die Äußerungen haben so einen Ton, der einen Anspruch erhebt, den ich nicht nachvollziehen kann.
Die Reisezeit werden wir voraussichtlich in den Oktober verlegen - nicht wegen der Temperaturen sondern wegen der Regengefahr und den damit verbundenen Problemen. Wir werden u.a. am Kunene im Hartmannstal und im Mariental sowie in Purros und am Khowarib in Lodges übernachten, so dass wir auch in den Genuss von Pools kommen. Auf Strecke werden wir campen. Auf dem Weg nach Kaokoland werden wir abwechselnd campen und Lodges ansteuern - wie es sich gerade ergibt.
LG Anita
Tomcat1’155 Beiträge · seit 200610. Nov. 2015 · Nachtschwärmerin schrieb:
Die Reisezeit werden wir voraussichtlich in den Oktober verlegen - nicht wegen der Temperaturen
Hallo… Oktober ...nicht wegen der Temperaturen 😮
Ich gehöre zu denjenigen die dem Kaokoveld immer (noch) mit einer gehörigen Portion Respekt begegnen. Einige Strecken sind eine Qual für Mensch und Maschine.
Immer vor Augen halten sollte man sich , dass man oft in sehr einsamen Gegenden unterwegs ist. Gerade mit einem Auto ist es ein Risiko. Oft sind die Mietautos nicht sehr zuverlässig. Wenn ihr irgendwo in der Pampa auf einer Ebene stehen bleibt, dann kann es sehr schnell unangenehm werden und es kann Tage dauern bis euch jemand hilft (unbedingt SAT Tel und Kontaktdaten mitnehmen!!! ) . Die Sonne brennt im Oktober erbarmungslos. Zwei Stunden nach Sonnenaufgang steht sie fast senkrecht und bleibt so bis am späteren Nachmittag. Schatten gibt es oft gar keinen. Die Temperaturen im Oktober sind eine Qual und können locker über 4o Grad gehen. Viel Vergnügen…
lg tom
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200810. Nov. 2015 · Es ist nicht wirklich sinnvoll eine deutsche Großstadt als Gefahren-Vergleich zum abgelegenen Kaokoveld in der Regenzeit heranzuziehen.
Weder die einen noch die anderen Kinder sind per se in der Lage, am jeweils fremden Ort angepasstes Verhalten an den Tag zu legen!
...denn während Mutti dem Papi beim Umgang mit den HighJack und buddeln hilft sucht das Kleinkind erlösenden Schatten beim nächsten Salvadora-Busch, in dem der Löwe Siesta hält – es weißt ja nichts davon – und wenn der Wüstenelefant dann auf leisen Sohlen naht, weil er den menschlichen Eindringling Respekt einflößen will, wird ein Stadtkind sicher ein anderes Verhalten an den Tag legen, als ein einheimisches...
Und da die Nachtschwärmerin berechtigterweise ein wenig Angst hat, fragt sie ja hier und es ist durchaus sinnvoll, nicht alles herunterzuspielen (sonst wird das wohlmöglich noch geglaubt) und so zu tun, als wäre das da alles nur ein wenig „off-road fahren“ – wobei: Neue Tracks zu spuren will man dort nicht haben, im zukünftigen Kunene Peoples Park, man bleibt auf den vorhandenen Tracks.
Hallo, Nachtschwärmerin,
warum hast du nicht gleich verraten, dass euer „Lodge-Netz“ im Kaokoveld so eng ist, dass sich noch nicht einmal wirklich Zwischen-Übernachtungen in der Wildnis anbieten, auf den Strecken.
Du hattest ja sogar nach Streckenvorschlägen gefragt – ohne deine Lodges zu verraten.
Wieso?
Wie soll man denn das verstehen? Wie soll man sinnvolle Streckenvorschläge machen, wenn du die wichtigste Info dafür zurückhältst?
Es ist schon ziemlich strange.
Alle machen sich Gedanken und geben sich Mühe für dich, du erhebst hier den Anspruch auf eine kompetente und nette! Beratung – und spielst selber hier Ratespielchen und gibst nur irgendwelche Krümel-Info zu deinen vielen Fragen.
Gebt einfach euren gebuchten Lodges eure genaue Strecke durch, sie sind auch eure Ansprechpartner für die Wetterlage und die Streckeninfo, zum gegebenen Zeitpunkt, - nicht wir hier. Wir geben hier doch nur weiter, aus der Vergangenheit - wirklich aktuelles kriegst du von deiner Lodge. Die kommen dann und helfen euch, bei Bedarf (SatPhon!). Das Beste wäre, wenn ihr auch mit denen die Scenic-/Gamedrives mitmacht, da seht ihr natürlich Ecken, in die ihr als Selbstfahrer nicht so ohne weiteres kommt.
Gruß lilytrotter
Und denk dran: Kein Kleinkind ist in der Lage, über den Stand seiner Dehydrierung Auskunft zu geben!
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
dergnagflow2’572 Beiträge · seit 200710. Nov. 2015 · Hi.
travelNAMIBIA schrieb:
hast Du nicht - hat aber "nichts gebracht" 🙁 Örtlich gab es an einigen Orten Namibias "viel" Regen,
ja, das haben wir gemerkt. 😉
War das dritte Mal jetzt da im Nordwesten und hatte noch nie so viel Wasser. Ganze Tage waren wie im November bei uns mit Nieselregen, 20 Grad und volle Bewölkung. Meine Frau hat mich immer aufgezogen, weil ich ihr gesagt hab, dass es in der Regenzeit eigentlich eh nicht regnet... 😉
travelNAMIBIA schrieb:insgesamt aber seit 2-3 Jahren extrem wenig (nicht zuletzt deswegen hat Windhoek ab September 2016 kein Trinkwasser mehr, sofern diese Regenzeit nicht guten Zulauf in die Stauseen bringt)
Dass es leider sonst überall eher kritisch ist, bekomme ich eh mit. 🙁
lg
Wolfgang
dergnagflow2’572 Beiträge · seit 200710. Nov. 2015 · Hi,
Tomcat schrieb:
Ich gehöre zu denjenigen die dem Kaokoveld immer (noch) mit einer gehörigen Portion Respekt begegnen. Einige Strecken sind eine Qual für Mensch und Maschine.
Respekt ist immer gut, allerdings sollte man den auch nicht übertreiben.
Tomcat schrieb:Immer vor Augen halten sollte man sich , dass man oft in sehr einsamen Gegenden unterwegs ist. Gerade mit einem Auto ist es ein Risiko. Oft sind die Mietautos nicht sehr zuverlässig. Wenn ihr irgendwo in der Pampa auf einer Ebene stehen bleibt, dann kann es sehr schnell unangenehm werden und es kann Tage dauern bis euch jemand hilft (unbedingt SAT Tel und Kontaktdaten mitnehmen!!! ) .
Wenn man nur mit einem Auto unterwegs ist, ist ein Sat-Telefon absolute Pflicht. Das ist richtig. Zudem würde ich den Zustand des Fahrzeugs bei der Übernahme sorgfältig prüfen. Wir haben unseren Vermieter auf unsere Route aufmerksam gemacht und haben auch ein entsprechendes Fahrzeug ("Off-Road" Version) gemietet. Es waren dann neue Reifen drauf und der Wagen hatte nur ~ 30.000 Kilometer am Buckel.
Tomcat schrieb:
Die Sonne brennt im Oktober erbarmungslos. Zwei Stunden nach Sonnenaufgang steht sie fast senkrecht und bleibt so bis am späteren Nachmittag. Schatten gibt es oft gar keinen. Die Temperaturen im Oktober sind eine Qual und können locker über 4o Grad gehen.
Ist doch schön 😉.
Wir waren im Jänner dort unterwegs. Die Hitze ist erträglicher als beispielsweise in Süd-Ost Asien, weil sie sehr trocken ist. Zudem bläst praktisch immer ein Wind. Im Auto hat man in der Regel eine Klimaanlage, die man sinnvoll einsetzen kann. "Qual" war es für uns im Jänner auch nicht. Warm wird's schon, das muss man halt mögen 😉.
lg
Wolfgang
dergnagflow2’572 Beiträge · seit 200710. Nov. 2015 · Hallo Cora,
Cora schrieb:Und alle, die hier noch Tipps geben, ohne auf die deutlichen Gefahren hinzuweisen, beraten unverantwortlich!
Die Bedürfnisse von Kindern werden überhaupt nicht beachtet!
Bin ich denn der einzige Kinderanwalt hier??
Ähem, was soll denn das für ein Post sein?
Welche deutlichen Gefahren?
Wieso glaubst du, dass die Bedürfnisse der Kinder nicht beachtet werden?
Und warum glaubst du, dass die Kinder der beiden einen Anwalt brauchen?
Dass man Fahrten im Nordwesten gut vorbereiten soll, hat sich ja mittlerweile herumgesprochen, Tipps, was zu beachten ist, findet jeder über die Suche sehr schnell, die muss man nicht bei jeder Anfrage wiederkäuen.
lg
Wolfgang
Topobär5’486 Beiträge · seit 200910. Nov. 2015 · lilytrotter schrieb:Es ist nicht wirklich sinnvoll eine deutsche Großstadt als Gefahren-Vergleich zum abgelegenen Kaokoveld in der Regenzeit heranzuziehen.
Ich halte die Gefahr die der Straßenverkehr deutscher Städte für Kinder darstellt für deutlich größer als die Gefahren des Kaokovelts. Fast täglich muss ich in unserer Tageszeitung von Unfällen mit toten oder schwer verletzten Kindern lesen. Was auch immer gerne vergessen wird - die meisten Unfälle passieren im Haushalt.
Die Gefahren durch Wildtiere sind im Kaokovelt sicherlich gegeben, allerdings längst nicht in dem Ausmaß, wie z.B. in Botswana.
Generell kann man davon ausgehen, dass die Kinder im Urlaub viel besser beaufsichtigt werden als im geregelten und vermeintlich sicheren Alltag zuhause. Allein dadurch werden schon viele Gefahren deutlich minimiert.
Die Gefahren lauern dann sowieso meist dort, wo sie am wenigsten vermutet werden. Wildtiere und Wetter sind gefährlich, das Dachzelt ist sicher. So werden viele denken - wenn Ihr Euch da mal nicht täuscht. 😉
Cantor93 Beiträge · seit 201410. Nov. 2015 · Moin Nachtschwärmerin Anita,
ich möchte es kurz halten, denn Wiederholungen sind kaum produktiv. Ob, wann und wie du mit kleinern Kindern das Kaokoveld bereist, musst du letztendlich allein entscheiden. Wenn ihr für den Fall gelassen bleibt, dass die Kinder nicht so gut drauf sind, dann mag es schon gehen, aber die freundlichen Hinweise (nicht die belehrenden Einmischungen) hinsichtlich der Risiken sind schon berechtigt.
Ich könnte mir vorstellen, dass manche Kinder durch die Überflutung mit neuen Reizen und die ungewohnten Klima- oder Umgebungsverhältnisse irritiert sind und dann evtl.quängelig werden, aber das hängt von den Charakteren und der physischen Belastbarkeit der "Kleinen" ab. Ihr solltet darauf vorbereitet sein, dass das Geländefahrzeug extrem stark schaukelt und ruckelt; außerdem sind die Fahrstrecken tatsächlich zeitraubend (und die Frage "Wann sind wir endlich da?" ist unter den gegebenen Umständen nicht gut zu beantworten). Eine Panne kann leicht auftreten, aber ich wünsche euch, dass das nicht passiert!
Die Camphinweise der Kaoko-Erfahrenen kann ich unterstreichen, würde aber die Marble Campsite bei Otjimene doch stärker hervorheben - ein sehr ruhiger und schöner Ort für eine kurze Pause mit ausreichendem Schatten. Das Khowarib Community Camp empfehle ich ebenfalls ausdrücklich. Platz 1 ist der absollut beste.
Der Dieselvorrat sollte mindestens 150 l betragen, bei vielen Pirsch- oder Erkundungsfahrten auch gern etwas mehr. In Palmwag gibt es eigentlich immer Sprit, aber zur Not geben auch die Anwohner ein paar Liter ab.
Was das Wetter betrifft: Heuer war es extrem trocken, dafür aber erstaunlich kühl, weil der Wind von Westen kam. In der "kleinen Regenzeit" von November bis Dezember sind nach Auskunft der Ansässigen nur geringe Regenduschen zu erwarten, aber ab Januar können dann auch heftigere Schauern niedergehen. Den Oktober und frühen Novenmer halte ich für eine hervorrragende Reisezeit, obwohl es auch dann zu Hitzespitzen kommen kann. Ich fand's insgesamt sehr erträglich.
Und zuletzt: Wüstenelefanten sind derzeit schwer zu sichten, aber wenn überhaupt, damm im Hoanib-Flussbett.
Es grüßt euch
Cantor
NANachtschwärmerinThemenstarter14 Beiträge · seit 201510. Nov. 2015 · lilytrotter schrieb:
Und da die Nachtschwärmerin berechtigterweise ein wenig Angst hat . . .
Hallo, Nachtschwärmerin,
warum hast du nicht gleich verraten, dass euer „Lodge-Netz“ im Kaokoveld so eng ist, dass sich noch nicht einmal wirklich Zwischen-Übernachtungen in der Wildnis anbieten, auf den Strecken.
Du hattest ja sogar nach Streckenvorschlägen gefragt – ohne deine Lodges zu verraten.
Wieso?
Wie soll man denn das verstehen? Wie soll man sinnvolle Streckenvorschläge machen, wenn du die wichtigste Info dafür zurückhältst?
Es ist schon ziemlich strange.
Alle machen sich Gedanken und geben sich Mühe für dich, du erhebst hier den Anspruch auf eine kompetente und nette! Beratung – und spielst selber hier Ratespielchen und gibst nur irgendwelche Krümel-Info zu deinen vielen Fragen.
Gruß lilytrotter
@ Lilytrotter
Angst haben wir nicht, Respekt schon.
Zum zeitlichen Ablauf unserer Planung:
Wir wollen ins Kaokoland, Hartmannstal und Marienflusstal - Recherche im Internet - dieses Forum entdeckt, das und dessen Regularien uns bis dahin unbekannt waren - erste Anfrage hier mit dem Hinweis auf die Ziele und den Plan, Lodges und Camping zu kombinieren - einige Tipps und Hinweise, darunter auch: "Suchfunktion bemühen" (ich glaube von dir) - wir haben die Suchfunktion bemüht und intensiv recherchiert - eine Route kristallisiert sich heraus, die Reisezeit wird verändert - neue Fragen ergeben sich - aus den Antworten ergeben sich neue Erkenntnisse, die eingearbeitet werden.
Warum greifst du mich deswegen an? Ist dieses Vorgehen hier so ungewöhnlich?
Sollte ich dieses Forum und seine Regularien missverstanden haben, bitte ich das meiner Unkenntnis über die hiesigen Gepflogenheiten zuzuschreiben und zu entschuldigen.
Mit den herzlichsten und freundlichsten Grüßen und dem ausdrücklichen Dank für die jetzt schon sehr wertvolle Unterstützung unserer Reise!
Anita
maggus785 Beiträge · seit 200810. Nov. 2015 · Hi,
so, jetzt haben wir uns wieder alle lieb und weiter geht es mit guten und sinnvollen Tipps!
Anita:
Bist hier schon richtig gelandet, das Form ist super informativ und die meisten hier sind sehr hilfsbereit!
Wenn du hier mal eine Weile dabei bist, dann wirst du sehen, dass viele Fragen halt einfach doppelt und dreifach kommen, aber so ist es nun mal.
Viele Grüße und ich wünsche weiterhin eine schöne Vorbereitung
Markus
BikeAfrica7’328 Beiträge · seit 200610. Nov. 2015 · Nachtschwärmerin schrieb:
Das erinnert mich an die übereifrige Kita-Leiterin unseres Sohnes. Nachdem der kleine Mann voller Stolz von seinem letzten "Abenteuerurlaub" erzählt hatte, stellte sie uns regelrecht zur Rede.
Als ihre Intervention nicht den gewünschten Erfolg zeigte, schaltete sie das Jugendamt ein, das daraufhin eine Untersuchung einleitete. Man prüfe, ob hier das Kindeswohl gefährdet sei, hieß es.
... nun ja. Kleine Kinder vermischen bei ihren Erzählungen schon mal die Realität mit ihren Phantasien. Wer weiß, was der Kleine gegenüber der Kita-Leiterin zum Besten gegeben hat und ob ihre daraus resultierende Reaktion aus ihrer Sicht nicht tatsächlich angebracht war.
Auch wenn es für euch letztlich lästig und unangenehm war, finde ich das Handeln der Kita-Leiterin nachvollziehbar. Sie hat eine Verantwortung gegenüber den Kindern und Wegsehen ist nicht die richtige Handlungsweise, wenn sie Zweifel hat. Wenn natürlich alleine das Stichwort "Afrika" eine solche Reaktion auslöst, ist es übertrieben.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
NANachtschwärmerinThemenstarter14 Beiträge · seit 201510. Nov. 2015 · BikeAfrica schrieb:Nachtschwärmerin schrieb:
Das erinnert mich an die übereifrige Kita-Leiterin unseres Sohnes. Nachdem der kleine Mann voller Stolz von seinem letzten "Abenteuerurlaub" erzählt hatte, stellte sie uns regelrecht zur Rede.
Als ihre Intervention nicht den gewünschten Erfolg zeigte, schaltete sie das Jugendamt ein, das daraufhin eine Untersuchung einleitete. Man prüfe, ob hier das Kindeswohl gefährdet sei, hieß es.
... nun ja. Kleine Kinder vermischen bei ihren Erzählungen schon mal die Realität mit ihren Phantasien. Wer weiß, was der Kleine gegenüber der Kita-Leiterin zum Besten gegeben hat und ob ihre daraus resultierende Reaktion aus ihrer Sicht nicht tatsächlich angebracht war.
Auch wenn es für euch letztlich lästig und unangenehm war, finde ich das Handeln der Kita-Leiterin nachvollziehbar. Sie hat eine Verantwortung gegenüber den Kindern und Wegsehen ist nicht die richtige Handlungsweise, wenn sie Zweifel hat. Wenn natürlich alleine das Stichwort "Afrika" eine solche Reaktion auslöst, ist es übertrieben.
Gruß
Wolfgang
Da jetzt ins Detail zu gehen, würde hier zu weit führen. Aber sei versichert, sie hat sich eindeutig in Dinge eingemischt, die sie nichts angingen und ist zu weit gegangen. Das musste auch das eingeschaltete Jugendamt schließlich erkennen. Das war letztenendes eine Glaubensfrage. Stell dir vor, du bis überzeugter Fleischesser. Ein Vegetarier will dich davon überzeugen, dass du in Zukunft auf Fleisch verzichtest. Das willst du aber nicht und lehnst dankend ab. Daraufhin schaltet der Vegetarier die Staatsanwaltschaft ein und behauptest, dass du etwas verbotenes tust - nämlich Fleisch zu essen. In unserem Falle war das Verbotene eine viermonatige Reise mit Kindern durch Afrika.
VG Anita
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200811. Nov. 2015 · Hallo, Nachtschwärmerin!
Zu deiner Beschwerde an mich:
Naja, du beschäftigst schon gern Andere, anstatt dir erstmal selbst richtig Mühe zu machen. – So hast du ja hier begonnen. Du hattest das Namibia-Forum grad entdeckt, wie du sagst und für dich festgestellt, wie das hier so läuft.
Und du bist in Bezug auf vermeintliches Einmischen in das, was du deine „höchstpersönlichen Angelegenheiten“ nennst, äußerst sensibel, wie du deutlich gezeigt hast.
Kannst du dir vorstellen, dass sich jemand begründet Sorgen macht, bei dem, was du da von dir gegeben hast, an Unwissenheit bezüglich Reisen in ariden Gebieten im örtlichen Hochsommer?
Du wolltest dich doch mit deinen kleinen Kindern „so richtig“ im Kaokoveld aufhalten (keine Angaben zu Ausrüstung usw) – „so richtig“ ist ein dehnbarer Begriff (für mich, z.B. würde das bedeuten: mind. 1 Woche ohne Menschen und Kontakt zur Zivilisation).
Auch ich habe dir meine Sorgen dazu mitgeteilt.
Kritische Anmerkungen gefallen dir nicht, du gehst entweder nicht darauf ein oder beschwerst dich.
Deine Vorgaben sind recht anspruchsvoll. Der Grad, es dir Recht zu machen ist schmal, - mir persönlich zu schmal.
Kostenlose Beratung stelle ich mir etwas anders vor. Wir sind hier kein Reisebüro.
Und wenn du nicht verstehst, warum ich deine Vorgehensweise kritisiere, lies einfach alles noch mal im Zusammenhang, vielleicht erschließt sich dir dann das, was ich geschrieben habe.
Du betonst: "Angst haben wir nicht, Respekt schon."
Schon im Eingangspost fragst du unmittelbar nach Streckenvorschlägen – und es geht mehrfach darum, wie die Strecken sind, wie sie zu fahren sind. Das ist im Prinzip natürlich O.K. - nur: Angstfrei sieht anders aus.
Respekt kann man nur vor Menschen/Tieren/Bedingungen haben, die man kennt, - es ist eine innere Haltung.
Verstehe mich nicht falsch: Es ist gut, dort Angst zu verspüren, die zu umsichtigem Verhalten führen sollte. Das zeigt, dass man sich der Gefahren bewusst ist, die eine Wüste so mit sich bringt. Nur allzu gern werden diese heruntergespielt, meist geht es gut, - wehe aber, man landet in einem tagelangen Sandsturm bei 50 Grad Celsius...
Und wenn du wirklich wissen willst, wie das hier am Besten läuft, dann erarbeite dir eine Route und stelle diese hier vor.
Eine solche Eigenarbeit zu unterstützen, das ist hier der übliche Weg.
Du warst doch schon in Namibia und kennst dort schon so einiges, incl. Purros. Es müsste doch für dich recht einfach sein, dir da eine Route zusammenzustellen – allemal mit der vielen Info, die du hier im Forum lesen kannst – ausgiebige Streckenbeschreibungen inklusive.
Was ich mich die ganze Zeit Frage: Wie hast du denn deine vorherige Namibiareise(n) für dich organisiert?
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Cora1’335 Beiträge · seit 200611. Nov. 2015 · Kinder sind keine höchstpersönlichen Angelegenheiten!
Eltern dürfen und sollen ihre Kinder nach persönlichen Normen und Werten innerhalb ihres Menschenbildes erziehen, die Spannbreite ist groß. Aber sie hat Grenzen. Das weißt Du auch!
Da Erziehung nicht nur Elternaufgabe ist, also in Deutschland, siehst Du z.B. auch daran, dass Eltern nicht entscheiden dürfen, ob ihre Kinder auf eine Schule gehen oder z.B. daheim unterrichtet werden. Auch auf die Inhalte von Erziehungs- und Lernprozessen haben Eltern keinen Einfluss. Das ist nur ein Beispiel.
Erziehung findet in verschiedenen Institutionen statt und ist daher nie Privatsache. Und das ist ja auch gut so.
Cora1’335 Beiträge · seit 200611. Nov. 2015 · Die Gefahren, die für Kleinkinder in einer Kaokeveldreise bestehen liegen u.a. darin:
- große Hitze im Auto über mehrere Stunden (Kleinkinder trocknen schneller aus)
- lange Zeiten des Autofahrens, Kleinkinder sollten nicht über mehrere Stunden im Auto rum sitzen müssen. Ich kenne das Kaokeveld gut und ich weiß, wenn man das Marienflusstal und das Hartmannstal besuchen will, viele Tage fahren muss. Und da ist die Gefahr groß, dass man gewisse Strecken „durchzieht“. Kleinkinder müssen dann viele viele Stunden im Auto verbringen. Das weiß jeder, dass sich dabei wohl kaum eine Entwicklungsförderung vollzieht. Kinder im diesem jungen Alter haben ein Explorationsbedürfnis, das wird verhindert! Daher müssten solche Reisenden beraten werden, wie es gelingen kann, kurze Zeiten im Auto zu verbringen. Aber das geschieht nicht. Hier werden Kinder, wie kleine Erwachsene behandelt! Und das ist nicht richtig! Kinder sind in der Entwicklung! Dem muss Rechnung getragen werden. Man muss also wissen, welche Bedürfnisse Kinder haben (die, die der Entwicklungspsychologie und Entwicklungsphysiologie etc. entspringen) Man kann Kinder in dem Alter nicht fragen, was sie möchten. Das sollten verantwortliche Erzieher reflektieren.
- Großartige Landschaften sind für Kleinkinder keine Attraktivität, sie können also der Faszination der Landschaft kaum erliegen. Da sind Tierbegegnungen etwas anderes. Diese sind im KV möglich, aber die Tierdichte ist geringer als in anderen Landesteilen. Was bietet man Kindern also im KV, das sie interessiert?
Insgesamt finde ich die Bagatellisierung von Gefahren beim individuellen Reisen beängstigend. Viele sprechen von Respekt gegenüber dem KV. Der sollte sich m.E. darin zeigen, dass eben auf Gefahren hingewiesen werden (wie oben) und dass Eltern mit Kleinkindern in eine Reflexion und Abwägung kommen. Werden die Bedürfnisse von Kindern wahrgenommen? Welche haben sie? Eltern müssen sich fragen, ob ihre eigenen Bedürfnisse (ich will da hin) über die der Kinder gestellt werden! Das wurde hier nicht deutlich! Daher befürchte ich, dass diese Abwägung nicht stattfindet.
Wenn die Gefahren bagatellisiert werden, ist das ein Zeichen, dass nicht ausreichend reflektiert wird. Es kommt also nicht darauf an, was man macht, sondern wie man es macht. Und wenn ich Gefahren aufzeige und diese beschwichtigt werden, ist das m.E. kein angemessener Umgang mit Gefahren.
Ein angemessenes Verhalten wäre, wenn man sich der Gefahren bewusst ist! Ich habe früher auch vieles auf unseren Reisen bagatellisiert. Seitdem wir ausgeraubt sind, hat sich etwas geändert.
Nach dem tragischen Tod meines besten Freundes (auch im KV) weiß ich, dass es wirkliche Gefahren gibt. Ein (ehemaliges) Fomi hat einen Teil der Verwandtschaft im KV verloren. Bis zu unserem tragischen Unglück habe ich das für eine Geschichte gehalten, die mich wenig angeht. Aber seit dem furchtbaren Erlebnis weiß ich, dass ein Urlaub in Afrika, so wie wir ihn machen, Gefahren birgt! Für mich kann ich bestimmen, ob ich dieser Gefahr begegnen möchte. Aber darf ich das auch für meine Kinder? Dieser Frage sollte man sich stellen.
Und diese Frage darf und muss ich Eltern stellen dürfen! Die sollten auch andere stellen dürfen, denn Kindererziehung ist keine Privatsache (s.o.P.)
NANachtschwärmerinThemenstarter14 Beiträge · seit 201511. Nov. 2015 · @lilitrotter
@cora
Ich habe kein Interesse an dieser Diskussion und werde sie deswegen nicht fortsetzen
@cora
Mit Verlaub. aber du mischt dich in Dinge ein, die dich nichts angehen!
MG Anita
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200811. Nov. 2015 · Claro.
Kein Interesse.
Nachtschwärmerin schrieb:Warum greifst du mich deswegen an? Ist dieses Vorgehen hier so ungewöhnlich?
Du hast mich etwas gefragt und ich habe dir geantwortet, damit du verstehen kannst!
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Cora1’335 Beiträge · seit 200611. Nov. 2015 · Nachtschwärmerin schrieb:@lilitrotter
@cora
Ich habe kein Interesse an dieser Diskussion und werde sie deswegen nicht fortsetzen
@cora
Mit Verlaub. aber du mischt dich in Dinge ein, die dich nichts angehen!
MG Anita
Das scheint Dich zu treffen! Ich habe noch Hoffnung auf Reflexion!
dergnagflow2’572 Beiträge · seit 200711. Nov. 2015 · Puh, na da wird ja starker Tobak aufgefahren...
Wo bin ich hier?
Im großen Erziehungs- und Reiseratgeber?
Leute, lasst die anderen doch machen, wie sie wollen und mischt euch nicht so viel ein. Da ist offenbar viel Reiseerfahrung da (4 Monate Afriakreisen), die werden wissen, wie sie mit ihren Kindern unterwegs sind.
Und Cora, es tut mir wirklich leid, was du offenbar erlebt hast. Das gibt dir aber nicht das Recht, jemand anderen so anzugehen, ihm irgendwelche Dinge zu unterstellen oder ihm gleich mal seine Fähigkeiten abzusprechen. Ja, es ist keine Reise von Buxtehude nach Köln, ja, es kann was passieren, ja, man kann sich drauf vorbereiten, aber im äussersten Extremfall ist es tiefste Wildnis, die man in Europa nicht (mehr) hat. Das ist für viele, die dort hin fahren auch genau der Grund, warum sie das tun.
In den bisherigen Postings konnte ich nicht feststellen, dass die OP überhaupt nicht wüsste, was zu tun ist oder was sie dort erwartet.
Und BTW: in Österreich können Eltern zum Beispiel sehr wohl entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken oder daheim unterrichten. Dein ganzes Posting zu "Erziehung" halte ich daher auch für vollkommen entbehrlich.
Cora1’335 Beiträge · seit 200611. Nov. 2015 · dergnagflow schrieb:
Das gibt dir aber nicht das Recht, jemand anderen so anzugehen, ihm irgendwelche Dinge zu unterstellen oder ihm gleich mal seine Fähigkeiten abzusprechen.
Dein ganzes Posting zu "Erziehung" halte ich daher auch für vollkommen entbehrlich.
Ich habe niemandem etwas unterstellt oder gar Fähigkeiten abgesprochen. Ich habe immer auf Gefahrenhinweise und eine Reflexion dessen hingewiesen.
Entbehrlich war mein Beitrag nicht. Sonst hätte ich ihn nicht geschrieben. Dass Du ihn entbehrlich findest, ist Deine Ansicht. Wenn wir alle unsere Meinungen zu Entbehrlichkeit kund tun, wäre das Forum voll davon.
Ich könnte jetzt auch damit anfangen. 😉