TinochikaThemenstarter1’657 Beiträge · seit 201411. Aug. 2015 ·
take-off schrieb
Bei uns war sie noch das übelste Wellblech, das wir bis jetzt gefahren sind.
Wir sind ja nur sechs Tage nach Euch ins Etambura Camp gekommen. Was waren wir überrascht, dass man so gut fahren konnte. Kein geholper und geruckel. Ruck zuck waren wir an unserem Tagesziel angekommen.
Deine schönen Portraits lassen mich gerade in Erinnerungen schwelgen. Und in der Tat hatten auch wir darüber nachgedacht, bei unserem nächsten Besuch im Kaokoveld die gleichen Dörfer aufzusuchen und ihnen ein paar Fotos zu schenken.
Macht das und Ihr werdet sehen welche Freude Ihr damit bringt und wie herzlich Ihr willkommen seid.
TinochikaThemenstarter1’657 Beiträge · seit 201412. Aug. 2015 ·
15.05.15
Wir verabschieden uns von den Himbas und fahren weiter Richtung Kunene.
Die Landschaft ist einfach traumhaft, es öffnet sich vor unseren Augen das unendlich weite Marienflußtal, das Gras schimmert grün und Viehherden kreuzen unseren Weg.
Gegen Mittag erreichen wir Camp Syncro.
Die jungen Schweizer Besitzer: Ryan und Sarah Christinger empfangen uns freundlich und zeigen uns stolz ihre Anlage, die sie seit 16 Monaten betreiben. Übernommen haben sie das Camp nach einem Hochwasser und Brandschaden. Es gibt fünf Campingstellplätze und beide bauen voller Tatendrang und Eigeninitiative, natürlich auch mit Hilfe von Arbeitern, gerade zwei Chalets für Gäste wie uns, die nicht mit einem Camper unterwegs sind.
Die Chalets werden ganz traditionell gebaut. Dung, Lehm und Schieferstein wird benutzt, der in den Nahen Hartmannbergen geholt wird. Beide Chalets haben riesige Fenster. Eines mit direktem Blick auf den Kunene und das andere mit Gartenblick. Man sieht aber nicht nur in den Garten, sondern auf eine schöne Badewanne für zwei, die Ryan extra aus Windhoek geholt und über den Rooidroom Pass gebracht hat. Man muß sich mal vorstellen, man quält sich mit einem Auto über den Pass und von der anderen Seite begegnet man einem Geländewagen mit einer Badewanne auf der Ladefläche. Die Bungalows werden nach Fertigstellung sicherlich wunderschön. Auch ihre Philosophie, lieber zwei große und im Detail ausgereifte Chalets zu bauen, anstatt auf Masse zu setzen ist sehr zu begrüßen und kommt dem Gebiet Kaokoveld nur zu gute. Wir hoffen, dass all ihre Mühe belohnt wird und das möglichst oft ihre fünf Stellplätze und zwei Chalets ausgebucht sind.
Wir haben wieder eine neue Unterkunft für unsere nächste Reise gefunden. So wird es uns dann möglich sein die schöne Landschaft dort im Norden bei besserem Morgenlicht fotografieren zu können.
Gut gelaunt und voller neuer Eindrücke machen wir uns wieder auf den Rückweg und bezwingen zum letzten Mal den Rooidroom Pass. Von Nord nach Süd ist er etwas schwieriger zu fahren. Beim Anstieg habe ich das Gefühl, dass stellenweise die Räder leicht durchdrehen. Letztendlich ist der Pass aber kein Problem für den Hilux. Im ersten Kriechgang und mit ca. 1500 bis 1800 Umdrehungen meistert er jede schwierige Stelle.
An der Marble Mine bleiben wir noch kurz stehen und besichtigen den stillgelegten Marmorsteinbruch. Waylan erzählte uns schon in der Khowarib Lodge, dass sein Großvater dort Marmor abgebaut hat. Da die Qualität immer schlechter wurde, lohnte sich der Aufwand bald nicht mehr und die Mine wurde geschlossen.
Wieder zurück im Etambura Camp
steht ein Safarifahrzeug von T........... Safari auf unserem Parkplatz. Ein Reiseleiter und vier Franzosen sind für eine Nacht dort angekommen. Da wir noch einmal Kartoffeln kochen wollen, nehme ich mir den großen Topf, fülle ihn mit Wasser und Kartoffeln und stelle ihn auf das Feuer, was gerade von den Angestellten angezündet worden ist. Anschließend setzen wir uns auf unsere Terrasse und machen es uns bequem.
Heute soll es nur Kartoffeln geben, wir haben noch Frischkäse, Oliven, Gurken und Silberzwiebeln im Glas. Dazu natürlich Biltong und ein gutes Getränk. Genau richtig für unseren letzten Abend hier.
Da ich noch etwas in unserem Bungalow holen wollte, lasse ich Ingrid alleine.
Als ich zurückkomme sehe ich den Reiseleiter wie ein aufgescheuchtes Hühnchen hin und her laufen. Es paßt ihm nicht, dass wir den großen Topf genommen haben und auf der Sundownerplattform sitzen. Anstatt uns zu fragen, ob wir etwas zur Seite rücken können, damit ein weiterer Tisch für fünf dort aufgestellt werden kann, weiß er gar nicht, was er alles anstellen kann, um uns den Nachmittag zu verderben. Als erstes nimmt er die einzige Bratpfanne mit und versteckt sie, damit wir nichts braten können. Er konnte ja nicht wissen, dass wir das sowieso nicht vor hatten.
Dann geht er auf die Plattform und stellt sich direkt vor Ingrid in die Sonne. Anschließend nimmt er sich einen Stuhl, hat natürlich gefragt, und setzt sich zwischen uns und die untergehende Sonne.
Da uns dies alles nicht interessiert, gibt er bald auf und verläßt die Location mit einer Mimik im Gesicht, die jeden seiner Reisegäste das Frösteln gelehrt hätte.
Ein Wort nur und wir wären selbstverständlich mit unserem Tisch zur Seite gerückt und wir alle hätten den Sonnenuntergang genießen können. Na ja, wir waren nicht traurig darüber und haben uns unseren schönen Sundowner nicht verderben lassen.
Um 06:00h geht es los. Diesmal hat der Reiseleiter schon sehr früh auf der Sundowner Plattform den Tisch für ein Frühstück für fünf Personen aufbauen lassen. Er wollte wohl verhindern, dass wir uns dort hinsetzen um zu frühstücken. Wie an jedem Morgen in Etambura, sind wir auch heute ohne Frühstück gestartet. Wir wollen wieder in das Himbadorf unterhalb vom Camp fahren um beim besten Morgenlicht zu fotografieren. Hier waren wir schon bekannt und willkommen.
Etambura erwacht Teil 1
Diese ersten Morgenstunden in einem Himbadorf erleben zu dürfen war ein Highlight unserer Reise. Wer weiß wie lange das so noch möglich ist. An diesem Morgen durften wir uns frei im Dorf bewegen. Nach einiger Zeit wurden wir nicht mehr beachtet und es gelangen uns ein paar schöne Aufnahmen.
TinochikaThemenstarter1’657 Beiträge · seit 201416. Aug. 2015 ·
Etambura erwacht Teil 2
Nach dem morgendlichen Frühstück hatten die Kinder die Aufgabe die kleinen Ziegen von ihren Müttern zu trennen und hinter einen Baum zu legen. Die Ziegenherde wird dann von den größeren Kindern zum weiden in das Feld geführt.
TinochikaThemenstarter1’657 Beiträge · seit 201416. Aug. 2015 ·
Etambura erwacht Teil 3
Bei unserem ersten Besuch vor zwei Tagen hatten wir als Geschenk auch kleine Püppchen mitgebracht. Die Kleider der Püppchen wurden schnell entsorgt. Alle Augen richteten sich auf die Mädchen, die mit Stolz ihre Geschenke allen zeigten. In den Augen der anderen war kein Neid zu erkennen, sondern neugierige Blicke auf das exotisch anmutende Mitbringsel.
Die Nachbarn kommen zu Besuch
Huckepack mit Ziege
Kurz vor neun entstand plötzlich ein reges Treiben. Was ist los ?
Ahh, die Gruppe mit dem netten Reiseleiter kommt vom Berg herunter. Ein Stopp am Verkaufsstand der Himbas gehört natürlich auch dazu.
Die Himbafrauen im Dorf hatten es plötzlich eilig. Irgendwie war die idyllische Stimmung des Morgens plötzlich verschwunden. Sie rafften ihre Tücher mit Schmuck zusammen und rannten zu den neu angekommenen Besuchern an die Straße. Zufrieden mit unseren Fotos haben wir uns verabschiedet und uns auf den Weg zur nächsten Ebene gemacht. Dort angekommen fanden wir ein paar schöne Fotomotive und Fiffi war bester Laune.
Wir saßen wieder im Auto und fuhren langsam los, als wir im Hintergrund das Safarifahrzeug von Tatekuru Safari auf uns zukommen sahen.
In einem Affentempo mit ca. 80km/h hat er uns auf der breiten Ebene überholt und zeigte uns im vorbeifahren seinen Mittelfinger. Bis heute wissen wir nicht, was ihn dazu veranlasste. Wir gehen mal davon aus, dass solche Reiseleiter nicht damit zurechtkommen, wenn nicht alle nach deren Pfeife tanzen. Toleranz, Flexibilität und Freundlichkeit war zumindest bei diesem Menschen nicht vorhanden.
Fast automatisch, ohne lange darüber nachzudenken, habe ich spontan meinem Toyota Hilux 2,5 D die Sporen gegeben, wir sind ja schließlich im Wilden Westen. Die Pferdestärken des Hilux liefen prompt zur Höchstform auf und ließen den Sand nur so fliegen. Ziemlich schnell habe ich ihn auf der langen Geraden um etwa eine halbe Wagenlänge überholt und ihm ebenfalls leicht lächelnd zugewunken. So steuerten wir gemeinsam auf einen Engpass zu, wo unmöglich zwei Fahrzeuge nebeneinander fahren konnten.
Das Foto vom Engpass hat mir freundlicherweise take-off zur Verfügung gestellt, da wir an dieser Stelle die Kamera nicht so schnell fokussieren konnten.
Gerhard2025338 Beiträge · seit 201516. Aug. 2015 ·
mach schon ! Ich hab nicht ewig Zeit ! schönen Sonntag
Elija gauner
Esmeralda68388 Beiträge · seit 201216. Aug. 2015 ·
Hallo Hartwig,
ich habe heute Euren wunderschönen Reisebericht in einem Rutsch verschlungen und in Euren Bildern geschwelgt. Eine Klasse für sich!
Bitte lass uns mit der Fortsetzung nicht mehr so lange waren - ich tippe ja auf "der Klügere gibt nach 😗 "
Vielen Dank fürs Zeigen und herzliche Grüße Kerstin
TinochikaThemenstarter1’657 Beiträge · seit 201417. Aug. 2015 ·
Hallo Anne,
so hatten wir uns das Treffen mit den Himba vorgestellt. Wir sind froh dass wir dieses in unseren Fotos so rüberbringen konnten. Falls Du weiter Interesse an den Fotos hast, musst du aber noch eine Hyäne drauf legen. 😎
Hallo Elija,
auf den Showdown mußt Du noch bis heute Abend warten. 🙂
Hallo Kerstin,
schön, dass Dir der Bericht und die Fotos gefallen.
ich tippe ja auf "der Klügere gibt nach 😗 "
stimmt nur bedingt. Im Wilden Westen gelten leider andere Regeln….. 😗
TinochikaThemenstarter1’657 Beiträge · seit 201417. Aug. 2015 ·
Variante 3 ist richtig.
Ich bin nicht vom Gas gegangen.
Den Engpass passierte ich als erster und das Spielchen ging so weiter… er versuchte zu überholen und ich gab noch mehr Gas.
Eine Weile blieb ihm nichts anderes übrig als hinter mir zu bleiben. Als sich dann mal wieder eine Überholmöglichkeit ergab, ließ ich ihn wohlwollend vorbei fahren.
Wir wollten ja noch ein paar Fotos machen.
Dieses Jahr wollten wir auch dem Himbadorf an der D3707 wieder einen Besuch abstatten. Auch für die Bewohner von diesem Dorf hatten wir Fotos dabei und natürlich auch Lebensmittel wie Mehl, Öl und Salz. Das Dorf existiert zwar noch, aber leider ist auch hier die „Zivilisation“ mit all ihren negativen Einflüssen angekommen. Fast alle Himbas sind westlich aber ärmlich gekleidet. Unser stolzer Dorfchef nur noch ein Häufchen seiner selbst. Angetrunken saß er mit seinen Freunden unter einem Baum. Wir verteilten unsere Fotos, die wir mitgenommen hatten und machten ihm damit eine Freude. Sein altes Lächeln kehrte für einen kurzen Moment auf sein Gesicht zurück.
Der prächtige Kopfschmuck, den ich letztes Jahr bei der Frau gesehen habe fehlt leider. Vielleicht hat sie ihn verkauft. Wieder ist ein Stück Tradition abhanden gekommen.( siehe meinen Reisebericht: den Wolken immer... Seite 6/ oder 16 mit Sonne)
Wir machten noch Bilder und setzen unsere Fahrt fort.
Auch die Straße hier war kein Vergleich mehr zum letzten Jahr. Frisch gegrätert und gut zu fahren.
Wir trafen noch eine Frau die am Flussufer saß, dort ein Loch gegraben hat und Wasser schöpfte.
Gegen halb vier erreichten wir Opuwo. Wir sind zuerst an die Tankstelle gefahren. Das Reservelicht vom Dieseltank leuchtete schon lange.
Von Sesfontein Tankstelle bis Opuwo Tankstelle sind wir 780 Km gefahren und in Opuwo haben wir 80,94 Liter Diesel getankt. Genauso wie im letzten Jahr auch, haben wir unseren Reservekanister nicht benötigt.
Übernachtet haben wir in der Opuwo Country Lodge. Die Zimmer sind einfach, aber o.k. Das Abendessen wurde serviert. Es gab Kudusteak, mindestens drei Zentimeter dick und auf den Punkt gebraten. Bis jetzt das Beste was wir in diesem Urlaub gegessen haben.
chamäleon20112’497 Beiträge · seit 201118. Aug. 2015 ·
Hallo Hartwig,
ich freu mich sooo, in 2 1/2 Wochen geht es los, Purros, Marble Camp, Camp Syncro. Endlich habe ich den Bericht der "Tonnenroute" lesen können, hab ich sehr drauf gewartet, nun habe ich nach Euren Bildern vom Roidrom Pass ein leichtes Grummeln im Bauch, aber gaaanz langsam wird´s schon gehen. 😊
Die Portraits sind wundervoll, Ihr habt wie take-off anscheinend ein besonderes Händchen, auf Menschen zuzugehen, wir haben da immer ein wenig Hemmungen und Scheu, vielleicht schaffen wir es aber durch die tollen Anregungen diesmal auch, Ideen für passende Mitbringsel sind angelesen und vermerkt.
Danke für den sehr schönen Bericht, in Fifi habe ich mich ja gleich am Anfang verliebt. Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
TinochikaThemenstarter1’657 Beiträge · seit 201418. Aug. 2015 ·
chamäleon2011 schrieb:
ich freu mich sooo
Das kannst Du auch ganz toll, das Kaokoveld ist klasse und dass ihr im Camp Syncro übernachtet, macht mich etwas neidisch, denn jetzt habt ihr die Gelegenheit dort einen Sonnen untergang und -aufgang zu genießen. Wir waren leider in der fotoungünstigen Mittagszeit dort.
nun habe ich nach Euren Bildern vom Roidrom Pass ein leichtes Grummeln im Bauch, aber gaaanz langsam wird´s schon gehen.
Nur keine Panik, wir waren sicherlich nicht die Ersten und auch nicht die Letzten die den Pass geschafft haben. 🙂
auf Menschen zuzugehen, wir haben da immer ein wenig Hemmungen und Scheu
eine kleine Hilfe ( making of ) um die Kontaktaufnahme zu erleichtern und die Anspannung aus den Gesichtern zu nehmen, findest Du in meinem Reisebericht: Den Wolken immer zwei… auf der Seite 26 mit Sonne.
Heute ist wieder Fahrtag. Wir wollen ins Erongogebirge und dort übernachten. In der Erongo Wilderness Lodge gab es ein 3 zu 2 Angebot. Wir haben schon kurz nach Buchung eine Mail in die Lodge geschickt mit dem Wunsch, dass wir Zelt Nr. 6 bekommen. Dieses ist das letzte Zelt, ganz weit oben am Berg. Man kann dort völlig ungestört sonnen und faulenzen und hat eine schöne Private Atmosphäre. Einfach genial.
Nach dem Frühstück in der Opuwo Country Lodge sind wir aufgebrochen. Über Kamanjab sind wir nach Outjo gefahren. Wir passierten zwei Polizeikontrollen, mein Führerschein und die Pässe wurden kurz kontrolliert, das Nummernschild aufgeschrieben und schon konnten wir wieder weiterfahren. Um 12:00h haben wir uns ein letztes Mal mit unseren Freunden Anne und Dieter auf einen Kaffee und Apfelsaftschorle in einem Café in Outjo getroffen.
Über Kalkfeld haben wir am Nachmittag unser heutiges Ziel erreicht. Zum Glück hatte sich für die nächsten Tage kein Hochzeitspärchen angekündigt, denn Zelt Nr. 6 ist das Honeymooner-Zelt.
Ein paar Zaungäste gab es von unserem Zelt aus doch zu sehen.
Pascalinah2’772 Beiträge · seit 200623. Aug. 2015 ·
Hallo Hartwig und Ingrid,
habe gerade euren Bericht verschlungen. Da ich gerade selber am Planen unserer nächsten Kaokoveld-Tour bin, bekam ich von euch interessante Tipps. Danke dafür.
Drei Fragen beschäftigen mich dennoch:
1. Ist der Weg von Orupembe zum Etambura Camp ausgeschildert, da lt. T4A-Karte mehrere Wege in Orupembe abgehen? Beziehungsweise ist das Camp gut zu finden?
2. Ist es problemlos möglich vom Etambura Camp in einem Tag bis Opuwo zu fahren?
Wenn ja, würde ich gerne eine 2. Nacht in Etambura bleiben, ansonsten hätten wir irgendwo unterwegs eine Nacht wild gecampt.
3. Kann man das Himbadorf, das unterhalb Etamburas liegt (ist es Onjuva?), unangemeldet, bzw. ohne Guide besuchen? Wir möchten nicht irgendwo reinplatzen ohne, dass es erwünscht ist.
TinochikaThemenstarter1’657 Beiträge · seit 201424. Aug. 2015 ·
Pascalinah schrieb:
1. Ist der Weg von Orupembe zum Etambura Camp ausgeschildert, da lt. T4A-Karte mehrere Wege in Orupembe abgehen? Beziehungsweise ist das Camp gut zu finden?
2. Ist es problemlos möglich vom Etambura Camp in einem Tag bis Opuwo zu fahren?
Wenn ja, würde ich gerne eine 2. Nacht in Etambura bleiben, ansonsten hätten wir irgendwo unterwegs eine Nacht wild gecampt.
3. Kann man das Himbadorf, das unterhalb Etamburas liegt (ist es Onjuva?), unangemeldet, bzw. ohne Guide besuchen? Wir möchten nicht irgendwo reinplatzen ohne, dass es erwünscht ist.
Es wäre lieb, wenn ihr mir helfen könntet.
Hallo Barbara,
von Purros bis ins Etambura Camp sind es 133 Kilometer und wir haben dafür 3:50 Std. benötigt. Rechne aber lieber eine etwas längere Fahrdauer ein, denn wir waren mit einem normalen Hilux unterwegs und mit dem kann man ja ein bißchen schneller fahren als mit einem Camper.
Kurz vor Orupembe befindet sich eine Polizeistation auf der linken Seite. Danach geht es den Berg herunter und dort steht ein Hinweisschild zum Marble Camp. ( Das Etambura Camp wird erst ein Kilometer vor dem Ziel mit einem Hinweisschild angezeigt. ) Dieser Straße geradeaus mußt Du folgen. Die T4A Karte gibt diese Strecke auch an und führt Dich ohne Probleme ins Etambura Camp. Der letzte Kilometer zum Camp ist noch etwas steil, aber im zweiten Kriechgang ohne Probleme zu meistern. Wenn ihr oben angekommen seid, fahrt nicht links ab, denn dann kommt ihr zu den Personalunterkünften ( das ist uns beim ersten Mal passiert ) fahrt einfach geradeaus.
Vom Etambura Camp bis in die Opuwo Country Lodge sind es 216 Kilometer. Dafür haben wir 07:30 Stunden benötigt. Es ist also bequem möglich für Euch zwei Tage in Etambura zu bleiben. Dann habt ihr ja schon am Tag vorher die Möglichkeit gehabt, das Himbadorf zu besuchen. Daher ist es Euch möglich am nächsten Tag die Strecke nach Opuwo entspannt zu fahren. Fahrt möglichst früh los, dann habt ihr noch schönes Morgenlicht zum fotografieren der Landschaft.
Wie das Himbadorf unterhalb vom Etambura Camp heißt, weiß ich nicht. Wir sind unangemeldet und ohne Guide dort hingefahren. Bei unserem ersten Besuch am späten Nachmittag hatten wir Fotos, Poster und Geschenke dabei. Als wir am Abreisetag früh am Morgen das Dorf noch einmal besuchten, waren wir willkommen und niemand hatte etwas dagegen, dass wir dort Fotos machten. Wir hatten das Gefühl nach kurzer Zeit dazu zu gehören, denn niemand beachtete uns und alle gingen ihren morgendlichen Aufgaben nach. An Geschenken hatten wir an diesem Morgen Mehl, Salz und Öl dabei, welche wir verteilten. Ein kleines extra, schon von zu Hause mitgebracht, war ein warmer Pullover für den Winter, den wir dem Chief überreichten. Er war sichtlich erfreut darüber und wir auch!
chamäleon20112’497 Beiträge · seit 201124. Aug. 2015 ·
Genau, herzlichen Dank, die Antworten helfen auch mir weiter. 🤩
Liebe Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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