Erst fotografiert, dann serviert (Tierschutz)

56 Antworten · 12,7k Aufrufe · gestartet 29. Juni 2014 von Andrea60
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1’324 Beiträge · seit 201301. Juli 2014 ·
Ich möchte Dir gerne etwas konkreter antworten:
Andrea60 schrieb:
Hallo liebes Forum,
vielen Dank für euere Feedbacks, habe mir im voraus schon gedacht, dass ich ein riesiges Fass aufmache und mit vielen Emotionen und Rechtfertigungen rechnen musste.
Wie ich sehe seid ihr eine eingeschworenen Gemeinschaft, die andere Eindrücke und Empfindungen nicht
akzeptiert.
Ich denke, da kann ich für praktisch alle hier reden:
Es werden auch andere Meinungen hier akzeptiert.
Was hast Du Dir erwartet? Du gehst in Deinem ersten Beitrag hier erstmal auf uns hier los.
Ich bin mir nicht im Klaren darüber, wer hier andere Meinungen und Empfindungen nicht akzeptiert.
Andrea60 schrieb:
Schon lange beschäftige ich mich mit" Afrika", bereise dieses Land mit offenen Augen und Sinnen, am liebsten mit
Zelt oder in kleinen Unterkünften, um sehr nahe der Natur und der Bevölckerung zu sein. (Also weit weg vom Massen-
tourismus). Kenne und verstehe die Probleme u. Nöte der indigenen Bevölkerung außerhalb der Nationalparks.
Suche immer den Kontakt mit den Einheimischen u. höre mir ihre Sicht der Dinge an.
Wie oft bist Du wirklich in Afrika gewesen?
Was Du hier ansprichst denken 90% der User bestimmt auch von sich.
Massentourismus dürfte in praktisch allen Ländern des südl. oder auch östlichen Afrika kaum eine Rolle spielen.
Kontakt mit Einheimischen ist doch das was viele von uns suchen. Glaubst Du allen Ernstes Du machst anders Urlaub wie die meisten von uns?
In diesem Forum sind auch viele Einheimische der betreffenden Länder aktiv. Zugegeben unterscheidet sich deren Meinung manchmal von der durchschnittlichen Forenmeinung. Und manches ist auch extrem. Aber gerade deshalb sind diese eine Bereicherung. Ich denke, ich spreche nicht nur für mich, wenn ich sage, man lernt dazu mit diesen Kontakten. Auch wenn man manchmal ganz anderer Meinung ist. Aber genau dies zeugt von der Offenheit der Forianer hier.
Andrea60 schrieb:
Auch haben wir bei unserer drei wöchigen Camping Tour durch Botswana von eine einheimischen Guide, (der mit
viel Enthusiasmus und Herzblut dabei war),vieles über das Ökosystem u. der Bevölkerung ( Sans ) des Landes
gelernt und erfahren. Botswana hat auch Wasserprobleme, wie auch Kenia u. viele afrikanische Länder und trotzdem
wurde kaum Wild verzehrt. Unser Guide verabscheute, wie wir alle in unserer Gruppe,dass viele Jagen in Namibia
Das Jagen veranscheuen auch viele hier. Das wird oft kontrovers diskutiert. Botswana geht einen anderen Weg wie Namibia. Bei auch komplett anderen Vorbedingungen. Das wird von vielen hier gut geheißen. Ist aber auch ein Weg der eben spezifisch ist für Botswana, das lässt sich nicht 1:1 auf andere Staaten übertragen.
Andrea60 schrieb:
Natürlich ist es schwer für Afrika den enormen Bevölkerungszuwachs mit der Tierwelt u. Natur in Einklang zu
bringen um jeden gerecht zu werden. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Tourismus (am besten Öko-
toursimus) die Tierwelt mit ihrer Natur diese erst wertvoll macht.
Das ist vollkommen richtig.
Was ist daran nicht Ökotourismus, wenn sich eine Farm auf Wildtierhaltung spezialisiert? Mehr Öko kann es doch gar nicht geben?
Oder ist für Dich öko, wenn alle Farmer mitsamt ihren vielen 100.000 Angestellten ihr Land verlassen und in die Stadt ziehen? Wer soll das bezahlen? Was sollen die arbeiten? Wer soll die ernähren?
Oder ist Ökotourismus für Dich nur, wenn diese Farmen täglich 40 Touristen über ihre Farm führen? Wo sollen denn all die Touristen herkommen? Von was sollen sie ernährt werden? Dürfen das nur Vegetarier sein? Oder sollen sich die Farmer Rinder und Schweine im Stall halten, die dann geschlachtet werden dürfen obwohl es genug Wild gibt?
Andrea60 schrieb:
Wir bereiteten uns wirklich auf die Namibiareise gut vor, mit Büchern, Reiseführer ,DVDs, Internet u.s.w. Wir
wussten von der Trophaenjagd, doch nicht, dass uns nur Wild serviert wird. Darum mein Beitrag im Forum.
Wir selber essen wenig Fleisch und wenig Fisch( Überfischung) ,desshalb konnte ich auch in Namibia gut auf
Fleisch verzichten. Natürlich bin ich gegen Massentierhaltung, die mit Leid und Elend verbunden ist u. die ich aktiv
ablehne, doch müssen dann auch noch Wildtiere für uns ihren Kopf hinhalten? Man kann sich natürlich alles schön
reden!
Warum bist Du nicht vorher im Forum gewesen und hast gefragt?
Es ist jedem selber überlassen Vegetarier oder Veganer zu sein. Oder so wie ich z.B., der sagt lieber weniger Fleisch und dafür Fleisch aus argerechter Haltung.
Nur was ist artgerecht?
Gibt es eine argerechtere Haltung wie die von Kudus auf einem riesigen Gelände? Tiere, die sich selbst ernähren und unbeeindruckt dort leben, graßen und sich vermehren. Das ist doch Natur pur.
Und was ist schlechtes daran, wenn der Farmer rausgeht und einige der Tiere schießt, da es ja eh zu viele werden und das Fleisch verkauft. Für mich ist das 100% bio!
Und wenn das Tier statt von einem Farmer von einem Jäger erlegt wird, der vorher dick Geld bezahlt wird, ist die Haltung dann weniger artgerecht?
Ich bin kein Jäger und kann auch nicht verstehen wie jemand Spaß daran empfindet so ein Tier zu schießen, trotzdem akzeptiere ich das. Es hilft eigentlich allen.
Andrea60 schrieb:
Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass ohne die Jagd das Ökosystem wieder ins Gleichgewicht kommt.( siehe
Internet, Bücher, Dokus usw z.B. Yellostone Ausrottung und wieder Einführung der Wölfe.
Ohje!
Yellowstone ist ein Nationalpark. Ein geschlossenes Ökosystem. So wie die NPs in Afrika auch. Der Wolf wurde da wieder angesiedelt, weil er da schon immer lebte. kein Farmer in den USA würde einen Wolf auf seinem Gelände dulden.
Ich denke Du vergleichst da Äpfel und Birnen.
Oder stellst Du Dir allen Enstes vor die Farmer sollen das Land verlassen? Sowie, gezwungenermaßen, in Zimbabwe? Die Auswirkungen wären dramatisch und würden das Land ins Verderben stürzen.
Da ist doch die Lösung viel besser auf den Farmen zusätzlich oder auch nur Antilopen und Co. zu halten.
Ein Nachholbedarf besteht sicher auf vielen Farmen was kleine Katzen angeht. Die hat man zum großen Teil ausgerottet (im Yellowstone hat man nahezu alle Jäger ausgerottet. Und das ist NP). Aber auch hier findet ein Umdenken statt.
Mich würde mal interessieren was Du unter "Natur im Gleichgewicht" verstehst. Das erschließt sich mir nicht. Und wie soll der Weg dahin sein?

Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Gast01. Juli 2014 ·
Hallo Andrea,

ich muss grinsen wenn ich deinen Beitrag lese...

aktiv Tiere schützen, über indigene Bevölkerung schreiben, nur das beste wollen aber selber Fleisch und Fisch verspeisen, mit Flugzeugen um die Welt reisen, mit dem Offroader durch die Landschaft fahren und wahrscheinlich auch zum Flughafen nicht mit dem Fahrrad anreisen...

Fang bei dir an, ganz klein und hör doch mal für ein paar Wochen auf Dinge zu essen die getötet oder geerntet werden, verzichte auf Leder, Kunststoff und andere Materialien. Dann kannst du - im Tippi lebend und Blätter lutschend - über andere Leute, die ihr Geld mit Jagd, Tourismus usw. verdienen, deine Meinung gerne abgeben. Die Tiere, die du anscheinend zu Hause isst, werden übrigens auch nicht zu Tode gestreichelt!

So was nervt mich, wenn man zwar tolle Tipps hat und alles schrecklich findet aber selber im Kerosinbomber um die Welt reist, um Farmern in Namibia Tipps zum Ökotourismus zu geben.

Weidmannsdank,
Lonjo Africa
Gast01. Juli 2014 ·
Und noch eine kleine Anmerkung zum Beitrag:

Wenn du den Yellowstone NP mit Namibia vergleichst

a) vergleichst du Äpfel mit Birnen
b) ist das ein Beweis, wie weit du von der Realität entfernt bist.
938 Beiträge · seit 201301. Juli 2014 ·
Hallo Andrea
Andrea60 schrieb:wie wir alle in unserer Gruppe,dass viele Jagen in Namibia
...
Wir wussten von der Trophaenjagd, doch nicht, dass uns nur Wild serviert wird. Darum mein Beitrag im Forum.
Wir selber essen wenig Fleisch und wenig Fisch( Überfischung) ,desshalb konnte ich auch in Namibia gut auf
Fleisch verzichten. Natürlich bin ich gegen Massentierhaltung, die mit Leid und Elend verbunden ist u. die ich aktiv
ablehne, doch müssen dann auch noch Wildtiere für uns ihren Kopf hinhalten? Man kann sich natürlich alles schön
reden!
Ich begreife Deine Vorstellungswelt immer weniger. Du bist gegen Massentierhaltung und gegen Wildnutzung. Also defakto gegen alles Fleisch. Nicht ganz, das Halten von 2 Ziegen und drei Schafen scheinst Du zu akzeptieren. Davon wird aber niemals ein ganzes Land satt. Rinderhaltung wurde, man korrigiere mich, wenn ich mich irre, nicht von den indigenen Völkern eingeführt. Wenn ich aber Rinder halte, dann wachsen die Akazien sehr schnell, da die Rinder die Dornen nicht mögen. Dadurch verbuscht die Landschaft. Eine Akazie verdunstet so viel Wasser, dass die Gegend austrocknet. In meinen Augen ist Rinderhaltung sehr problematisch in Nambia. Halte ich auf der gleichen Fläche Antilopen, betreibe ich auch Viehzucht. Halt mit wilden Tieren, statt mit Rindern. Was ist also flasch, am töten der Antilopen auf einer Farm im Gegensatz zum töten von RIndern? Ökoligischer halte ich die Wildtierhaltung.
Du Vergleichst aber das Jagen ausserhalb der Zäune (Farmen) mit dem erwirtschaften von Farmfleisch. Das passt nicht zusammen.
Andrea60 schrieb:
z.B. Yellostone Ausrottung und wieder Einführung der Wölfe.
Yellowstone ist ein Nationalpark, damit ein ganzen Land zu vergleichen ist höflich ausgedrückt unsinnig. Da kann man vielleicht den Etosha Park mit vergleichen. Und dort mussten meines Wissens noch nie Jäger (Raubtiere) eingeführt werden, weil sie vorher ausgerottet worden waren. Yellowstone ist Massentourismus auf niedrigem Niveau, aber eben doch Massen. In ganz Namibia habe ich nie ansatzweise so viele Menschen um ein Tier herum gesehen, wie im Yellowstone um jeden Bären oder Elch. Und ich liebe den Yellowstone Park.

Gruß Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
2’486 Beiträge · seit 200601. Juli 2014 ·
Andrea60 schrieb:Hallo liebes Forum,
seit kurzem sind wir wieder von unserer 3-wöchigen Namibiareise zurück und ich muss sagen, es war für mich als aktiver Tierschützer wirklich fürchterlich.In jeder Guestfarm unter deutscher Führung wird einem nur Wildfleisch angeboten, dh. Oryx, Zebra, Springbock, Elan, Kudu und sogar Giraffe. Geparden werden als Schädlinge be-
zeichnet. Die Idiologie ist, erst die Tiere zu fotografieren und danach werden sie dir auf dem Teller serviert.
Dies habe ich bis jetzt in keinen anderen afrikanischen Land erlebt. Die Guestfarmbetreiber (Deutsche) fühlen
sich als Gutsherren und haben die selbe Jagdmentalität wie in Deutschland. Diskutieren zwecklos!
Wir waren drei Wochen unterwegs, bis hinauf nach Angola, wir sahen fast keine Tiere und wenn, waren sie
unheimlich scheu. Namibia ist wircklich nicht Afrika und erst recht kein Safari-land. Die natürliche Auslese gibt es
nicht mehr, alles ist eingezäunt und die Raubtiere werden wie bei uns durch die Jagd (Eldorado für Jäger) ersetzt.
Das einzige schöne ist die Landschaft und die kann man ja jetzt frei von gefährlichen Tieren sicher durchwandern.
Schade für das Land und die indigene Bevölkerung .

Grüsse
Andrea60

l
DIE Forengemeinde gibt es in meinen Augen nicht und ich erkenne auch nicht, wo im ersten Posting Andrea "UNS" angegangen wäre. Letztlich schreibt sie doch nur, dass ihr in Namibia zu viele Zäune waren, ihre Kontakte mit Farmern offensichtlich für sie wenig erquicklich waren, weil scheinbar pro-Jagd-lastig, sie zu wenig Tiere gesehen hätte und es ihr nicht gefiel, dass sie abends die Art Tiere essen sollte, die sie tagsüber noch in der sehr schönen Umgebung bewundert hat.

Dies muss sich doch nicht mit den eigenen Erfahrungen in Einklang bringen lassen, aber lasst ihr doch ihre Meinung. Dann fährt sie eben zukünftig in ein anderes Land - who cares?

Im Übrigen kann man durchaus gegen Massentierhaltung sein und dennoch Fleisch essen. Ist vor allem eine Frage der Menge und dass in der Regel zu viel Fleisch gegessen wird, ist eigentlich auch Konsens. In asiatischen Ländern wird viel weniger Fleisch gegessen und überwiegend wird die Bevölkerung auch satt.

Aber auch diese Diskussion bringt nichts.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Gast01. Juli 2014 ·
Sanne schrieb:
DIE Forengemeinde gibt es in meinen Augen nicht und ich erkenne auch nicht, wo im ersten Posting Andrea "UNS" angegangen wäre.

Nein, da stimme ich dir zu. Sie hat einfach ihre Eindruecke geschildert, und zwar so wie es ihrem Weltbild entspricht. Nur greift sie dabei selber Leute an, von denen sie nicht wirklich viel weiss: die deutschen Farmer ("Gutsherren mit Jaegermentalitaet wie in Deutschland" - was immer das heissen soll) und die Jaeger selber.
Die Praxis, dass auf Farmen vor allem Wildfleisch serviert wird bezeichnet sie als "Ideologie". Eine etwas eigenwillige Interpretation dieses Wortes, meine ich.

Es kamen durchaus Beitraege, aus denen sie etwas ueber Land und Leute haette lernen koennen, wenn sie es waehrend ihres Aufenthaltes schon nicht getan hat. Und natuerlich muss sie anderen Leuten zugestehen, ihr Weltbild zu hinterfragen, das so voller Widersprueche und Unkenntnisse zu sein scheint.
Vielleicht hat sie sich nur ungluecklich ausgedrueckt - nur muss man eben mit Sturm leben wenn man Wind saet 😉
Sanne schrieb: Ist vor allem eine Frage der Menge und dass in der Regel zu viel Fleisch gegessen wird, ist eigentlich auch Konsens. In asiatischen Ländern wird viel weniger Fleisch gegessen und überwiegend wird die Bevölkerung auch satt.
Besonders viele Wildtiere gibt es in Asien trotzdem leider nicht mehr 🙁
Ihr Nashorn haben sie schon lang ausgerottet. Orang-Utans und Tiger geht es auch nicht gut.
Aber das ist hier nicht das Thema.

Den Punkt mit der "Forengemeinde" hat Andrea selber auf den Tisch gebracht:
Andrea60 schrieb:
Wie ich sehe seid ihr eine eingeschworenen Gemeinschaft, die andere Eindrücke und Empfindungen nicht akzeptiert..
Was voellig verallgemeinernd und damit keine fundierte Meinung ist mit der man sich auseinandersetzen moechte. Wie oben schon gesagt: hier sind einige Beitraege die man durchaus fuer die eigene Meinungsbildung heranziehen koennte wenn man denn offen genug dafuer ist. Chrigu hat ausserdem zweimal eine Frage gestellt nach der Quelle ihrer Infos, auf die sie nicht eingegangen ist. Mit einer Aussage wie oben kann man sich natuerlich recht einfach aus der Verantwortung fuer die eigenen Worte nehmen.

Andrea60 schrieb:Natürlich bin ich gegen Massentierhaltung, die mit Leid und Elend verbunden ist u. die ich aktiv
ablehne, doch müssen dann auch noch Wildtiere für uns ihren Kopf hinhalten?
Ich muss ehrlich sagen, dass du es dir wirklich sehr einfach machst. Du isst also Fleisch, wenn auch wenig - wo kommt das denn her? Von Tieren die extra dafuer gezuechtet wurden? Und warum bitteschoen ist es okay dass sie ihren Kopf hinhalten, und bei Wildtieren nicht?? Wo ist fuer das Tier selber der Unterschied - hat das Rind etwa darum gebeten dass es fuer den menschlichen Verzehr gezuechtet wird (ich hab grad eine Szene aus "Das Restaurant am Ende des Universums" im Kopf)?
Aber das sind leider alles Fragen, die du weder mir noch dir selber beantworten willst, weil sie nicht in dein Weltbild passen.
Ich finde dein Weltbild ehrlich gesagt heuchlerisch. Meine Meinung. Aber wie du selber schreibst:
Andrea60 schrieb:Man kann sich natürlich alles schön
reden!
Genau.

lg
WoMa
Gast01. Juli 2014 ·
Hallo Sanne,

hast du schön gesagt.

Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass Wildfleisch was die Gesundheit angeht konkurrenzlos ist. Weder Huhn, Pute oder anderes Fleisch kann - was z.B. Cholesterin oder Fettsäuren angeht - mit Wild mithalten. Also ist der Genuss nicht mal mit schlechtem Gewissen verbunden! Kein Chlor, keine gespritzten Vitamine, einfach Natur - da kann kein Öko-Siegel in Europa mithalten.
15 Beiträge · seit 201301. Juli 2014 ·
Andrea60 schrieb:
.In jeder Guestfarm unter deutscher Führung wird einem nur Wildfleisch angeboten.
Und wie sieht das bei Guestfarms aus, die nicht unter deutscher Führung sind?
In diesem Zusammenhang würde mich auch interessieren wieviele Guestfarms tatsächlich von Deutschen geleitet werden.
Andrea60 schrieb:
Das einzige schöne ist die Landschaft und die kann man ja jetzt frei von gefährlichen Tieren sicher durchwandern.
Schade für das Land und die indigene Bevölkerung .
Ich weiss nicht so recht, ob es nun besser für die Bevölkerung (ob indigen oder allochthon) wäre eine Landschaft mit gefährlichen Tieren zu durchwandern. Was sagt die namibische Bevölkerung denn selbst dazu?
Ich persönlich habe mich schon sehr daran gewöhnt, beim Wandern durch den deutschen Wald nicht mit dem Angriff eines wilden Tieres rechnen zu müssen.
727 Beiträge · seit 200801. Juli 2014 ·
Zum Thema Yellowstone zitiere ich mal die Speisekarte der dortigen Lodges:

Bison Burger
Wapiti/Bison/Antilopen Burger
Bison Chili
Bison Steak
Wapiti Lasagne
Wildlachs

Eine Konsequenz ziehe ich aber trotzdem aus diesem Thread: Ich werde jetzt mehr Schweine und Rinder fotografieren 😛

Und weil es so gut passt zitiere ich mal den Facebook Chef Marc Zuckerberg: "This year I’ve basically become a vegetarian since the only meat I’m eating is from animals I’ve killed myself. "

Gruß

Dino
zuletzt bearbeitet 02. Juli 2014
Gast01. Juli 2014 ·
Bisher habe ich das Forum genutzt um Informationen zu finden bzw. nach den Reisen auch anbieten zu können. Durch die Antworten zu diesem Thema lerne ich die Mitglieder mal als absolut witzig und sehr spitzfindig kennen...

hat begonnen mit der Jagd nach Robben in Brasilien,
führte zur Frage ob indigen Völker gefahrenlos durchs Land wandern wollen und dem Rückschluss zur Gefahr für Spaziergeher in heimischen Wäldern bzw.
der Idee, mehr Rinder und Schweine vor dem Abendessen zu fotografieren.

Schön, im Forum einfach mal Beiträge zu lesen um sich zu amüsieren...
auch wenn ich für das Gegenteil von "indigen" Wikipedia nutzen musste...

Trotzdem bin ich gespannt wie ein Bogen, was es jetzt mit den angegebenen Abschussquoten der einzelnen Länder auf sich hat...
2’664 Beiträge · seit 201201. Juli 2014 ·
Liebe Leute,
es ist schon wirklich lustig was abläuft. Jemand hat Euch einen provozierenden Brocken hingeworfen, und Ihr greift den begierig auf.

Auf der einen Seite wird gegen die Jagd gekämpft fast bis das Blut spritzt, auf der anderen Seite will niemand auf sein Wildsteak verzichten (außer offensichtlich die Verfasserin des Thread).

Ich habe nichts gegen die Jagd, nehme aber auch seit Jahrzehnten an keiner Jagd teil, trotz vieler Einladungen. Und schmecken tut mir die Schafrippe oder das T-Bone Steak vom Rind noch immer besser als ein Stück trockenes Wildfleisch (die meisten Landsleute teilen übrigens meinen Geschmack, essen aber Wild, weil es preiswerter zu beziehen ist - z.B. von den Jagdveranstaltern - !).
Was nun? Kein Grund, um Wild nicht zu essen! Oder die Jagd zu verteufeln!

Wie sagt der Ami: Stop beating a dead horse. Wir sind alle unterschiedlich mit unterschiedlichen Geschmäckern, und offensichtlich strömen selbst die Glückshormone unterschiedlich. Macht ja auch nichts.
zuletzt bearbeitet 01. Juli 2014
33,4k Beiträge · seit 200601. Juli 2014 ·
Hi Sanne,

was ich mich schon den ganzen Thread gefragt habe ist dieser Teil:
sie zu wenig Tiere gesehen hätte und es ihr nicht gefiel, dass sie abends die Art Tiere essen sollte, die sie tagsüber noch in der sehr schönen Umgebung bewundert hat.
Wenn Andrea keine Tiere gesehen hat, wo ist dann das Problem diese (nicht gesehenen) abends zu essen? 😉

Viele Grüße aus dem warmen Windhoek
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1’162 Beiträge · seit 201202. Juli 2014 ·
Hallo Andrea,

keine Ahnung aus welcher Schule der Tierschützer Du kommst, aber Raubtiere gehört schon lange nicht mehr zum Vokabular. Das nennt man heute "Beutegreifer". So viel zu der von Dir grundsätzlich verbockten Terminologie. Tierschutz im Titel stimmt auch schon nicht.. Denn um Tierschutz dreht sich Dein Beitrag überhaupt nicht.
Schade, denn Dein Gedankenansatz hätte vielleicht gefruchtet, wenn er nicht so wirr gewesen wäre.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
Gast02. Juli 2014 ·
Noch eine Anmerkung zu den Postings - hier wurde behauptet, dass der Jagddruck dafür verantwortlich ist, dass man wenig Tiere sieht. Kann meiner Meinung nach nicht sein. Stellt man die Anzahl der Jäger mit der Jagdfläche gegenüber, kommt man auf viele KM² Land pro Jäger. Diese werden zwar in Fahrzeugen von den Farmen weggefahren, bewegen sich aber (logischerweise) so leise und unauffällig wie möglich. Meist merken die Tiere die Anwesenheit der Jäger nicht, noch extremer ist die Situation bei den Bogenjägern.

Grundsätzlich sind Wildtiere immer vorsichtig und schreckhaft, das liegt in der Natur der Sache und hängt mit der Bedrohung durch Prädatoren zusammen.

Für mich hängt die Anzahl der gesichteten Tiere von folgenden Faktoren ab:

1. Wo beobachtet man? Im offenen Land, z.B. Namib und anderen Gegenden mit geringem Bewuchs, sind die Tiere leicht zu beobachten. Hier besteht wenig Gefahr durch Angreifer, weil Antilopen usw. die Bedrohung früh erkennen. Im Gegensatz dazu Buschland, wo Kudus extrem scheu sind, weil sich durch die geringe Sichtweite die Bedrohung erhöht. Bei einer Autofahrt zum Deadvlei stehen Springböcke ein paar Meter neben der Straße und bewegen sich kaum.

2. Wie groß sind Tiere - Elands und vergleichbare Tiere sind relativ einfach zu beobachten, während kleine Tierarten, z.B. Duiker, immer nervös sind und sich zu verstecken versuchen.

3. Herden machen Tiere ruhiger, nur bei offensichtlicher und aktueller Bedrohung kommt die Unruhe.

Ich kenne sowohl die Situation auf Jagdfarmen, in Nationalparks und im offenen Land - am meisten Erfolg hat man, wenn man sich vorher überlegt, welche Tiere man sehen möchte und sich erkundigt, wo diese Tiere zu sehen sind. Dann eine Walkingsafari mit Guide buchen, der die Windrichtung einschätzen kann und die Gäste betreut - so kommt der Erfolg bestimmt.

Vielleicht hat die geringe Tierdichte von Andrea etwas mit der Vororganisation der Reise zu tun?
4’132 Beiträge · seit 200802. Juli 2014 ·
Ergänzend zu lonjo africa wäre noch zu sagen, dass man aride und semi-aride Gebiete von ihrer Tierdichte nicht mit bestimmten tierreichen Gegenden in Kenya und Tanzania vergleichen kann. So geschieht es aber bei Andrea60 und dann packt sie ihre neue Erfahrung mal eben so in die „Gutsherren-Jäger-Ideologie-Schublade“.
Vielleicht sollte sie einfach mal grundsätzlich ihre Anspruchshaltung in Bezug auf Wild-Sichtungen überprüfen, insbesondere, wenn sie in wildarmen Gegenden wie dem ariden Nordwesten Namibias unterwegs ist, aber vielleicht auch in Bezug auf den Etosha NP – denn das ist kein Zoo.
Aber wem erzähl ich das, Andrea60 weiß ja Bescheid:
„Schon lange beschäftige ich mich mit" Afrika", bereise dieses Land mit offenen Augen und Sinnen, ...“
😵 😊 😗

Liebe Andrea 60, vielleicht solltest du mal ein wenig mehr sortieren und dazulernen - fangen wir mal damit an: Afrika ist KEIN Land!

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 02. Juli 2014
5’538 Beiträge · seit 200802. Juli 2014 ·
Danke, HaJo,

wenn ich die Bilder sehe, könnte ich vom Jäger-Verteidiger zum Jäger-Beschimpfer wechseln. Aber ich weiß, dass es sich auch bei diesen Menschen um Ausnahmen handelt und Ausnahmen gibt es überall und immer.

@all
Ansonsten finde ich, ist das Thema von Andrea weitgehend ausgelutscht. Je mehr wir darauf noch antworten, um so länger ziehen sie die im Tenor immer wieder gleichen Argumente. Lasst den Thread doch einfach mal auf Seite 3 verschwinden. Danke.

Liebe Grüße
Gerd