Trophäenjäger erlegt Wüstenlöwe

191 Antworten · 27,3k Aufrufe · gestartet 03. Okt. 2013 von sekanzler
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256 Beiträge · seit 201204. Okt. 2013 ·
Klein Windhoek schrieb:....ja mit knapp 70 Menschen die bis gerade "Abgestimmt" (worüber eigendlich?) hatten überwältingend.
Es kommt weniger darauf an, wieviele abstimmen, sondern wieviele mitlesen; es kommt darauf an, in einer Sache präsent zu sein, denn steter Tropfen höhlt den Stein;
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2013
1’457 Beiträge · seit 200604. Okt. 2013 ·
Swakop1952 schrieb:[...]
In der Gegend sägen die Volksgruppen den Ast, auf dem sie sitzen, und hacken die Hand ab, die sie füttert. Afrikaner leben nur im Heute, was morgen kommt steht nicht zur Disposition.
[...]
ich kann diesen Quark einfach nicht mehr lesen. In den USA wurde gerade ein Shutdown beschlossen, Deutschlands Neuverschuldung beträgt momentan über 1000 Euro in der Sekunde. Der deutsche Bundesbürger benötigt jedes Jahr weit über 200 Kg Papier. Aber "Afrikaner" lebt nur im heute....
2’664 Beiträge · seit 201204. Okt. 2013 ·
Lieber Konno,
man ißt doch Quark, seit wann kann man ihn lesen? 🤩 🤩 🤩 😗 😗 😄
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2013
Gast04. Okt. 2013 ·
....wie lustig, passt zum Thema 🤢
33,3k Beiträge · seit 200604. Okt. 2013 ·
Hi zusammen,

aktuelle dazu:
"Der männliche Wüsten-Löwe, der im Torra Hegegebiet im Nordwesten Namibias von einem Trophäen-Jäger erlegt wurde, ist möglicherweise mit einem Problemtier verwechselt worden. Das deutete der Direktor für Parks und Wildhege im Umweltministerium, Sikopo, gegenüber Hitradio Namibia an. Konkretes könne er jedoch erst nach Abschluss der laufenden Untersuchungen sagen. Die Torra Hegegemeinschaft habe eine Quote für einen männlichen Löwen zugeteilt bekommen, so Sikopo. Zudem würden bei Festlegung der Jagd-Quoten stets Faktoren wie Alter oder Zahlen-Verhältnis von männlichen zu weiblichen Tieren berücksichtigt."

und

"Das Erlegen des männlichen Wüsten-Löwen durch einen Trophäen-Jäger im Torra Hegegebiet im Nordwesten Namibias ist rechtlich einwandfrei gewesen. Darauf wies der Berufsjagdverband Napha in einer Pressemitteilung hin. Es habe eine gültige Jagd-Genehmigung vorgelegen und in dem Gebiet sei ein Löwe für die Trophäenjagd freigegeben worden. Man müsse die Untersuchung der Jagd abwarten, so Napha. Zugleich zeigte sich der Verband besorgt darüber, dass kommunale Gemein-schaften immer weniger bereit sind, wilde Tiere in ihrer Nähe zu dulden. Die Einnahmen der Trophäenjagd bilden einen Anreiz zur Wildhege."
(Quellen: www.hitradio.com.na)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2013
2’530 Beiträge · seit 201104. Okt. 2013 ·
Christian, was Du hier zitierst ist noch unfaßbarer, da es eigentlich heißt das der Terrace Male dran glauben sollte.

Ein Pr Hunter sollte in erster Linie auch ein Naturschutzbeamter sein und sich für seine Gegend interesieren und sich vorher besser erkunden, zB bei Dr Flip Stander.

Außerdem entschuldigt es ihn nicht einen der wenigen Male Löwen zu schießen.
Was für eine Farce, ob rechtlich richtig oder nicht!

Hier ging es ums schnelle Geld, nichts weiter! Die sollen sich schämen.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
2’664 Beiträge · seit 201205. Okt. 2013 ·
Ich glaube es ist dringend notwendig daß Flip Stander die Wege der Löwen auf seiner Webseite abschaltet, denn damit ermöglicht er den miesen Geschäftemachern und ihren ebensolchen Permitschreibern immerzu eine leichte und einfache Beute.
Den Abknallern ist es doch egal, ob sie einen Löwen im Zookäfig oder im Freien mit Satellitenhalsband abknallen.
Gast05. Okt. 2013 ·
Hallo,

Wie schon mal geschrieben, will ich eigentlich keine Grundsatzdiskussion über die Jagd anfangen, aber die ganzen Rechtfertigungsversuche von NAPHA und anderen machen aktuell nur noch wütender.

«NAPHA calls on the conservation community to act together in the best interest of the protection of wild animas and their habitat.»
Na klar. Und wenn von 31 männlichen Löwen 29 überwiegend durch Trophäenjäger abgeknallt werden, dann doch nur, weil den Jägern der Schutz der wilden Tiere doch so am Herzen liegt. 🤢


«NAPHA moreover is concerned about an increasing reluctance by rural communities to tolerate potential conflict species like lion in their areas. [..]This often results in drastic actions like poisoning or indiscriminate killing of “conflict species”.»
Das ist natürlich böse, wenn Locals aus Verzweiflung einen Löwen erlegen. Da muss NAPHA kritisieren. Den wollte doch ein NAPHA-Naturschützer abknallen. Und soweit bekannt war der Dorob-Male kein einziges Mal in den Riss von Vieh involviert. Die Rechtfertigung "Abschuss eine Problemtiers" greift also auch nicht.

Nein, die Trophäenjäger, die Löwen in der Kuneneregion schießen, die haben keine Ethik. Verwechslungen, Irrtümer u.ä. kommen da auffallend häufig vor. Es ist einfach zu verlockend mit Absicht den falschen Löwen zu schießen, mit Absicht das zulässige Jagdgebiet zu verlassen und nebenan einen Löwen zu schießen oder mit Absicht und Hilfsmitteln einen Löwen von außerhalb in ein Jagdgebiet zu locken.

Ein weiteres nicht lösbares Problem der Trophäenjagd: Die Trophäenjäger wollen die prächtigste Trophäe. Den größten, kräftigsten, imposantesten Mähnenlöwen. Das ist aber genau der, der gerade die wichtigste Rolle in der Natur spielt und den die Natur als allerletzten aussieben würde. Den zu schießen ist das maximale Gegenteil von Naturschutz. Aber Naturschutz, Forschung u.ä. interessiert diese Jäger Abknaller entgegen aller Lippenbekenntnisse einen Dreck (siehe auch Aussagen von Jagd-Safari-Veranstalter Thormählen) und deshalb sollte es da keine Permits mehr für den Abschuss von Löwen geben.

Wütend macht auch: Untersuchungen von Mißständen verlaufen in Namibia mit schöner Regelmäßigkeit im Sand. Konsequenzen muss wohl niemand fürchten. Wie auch immer: Wütend sein und Emotionen rauslassen hilft letztlich nicht. Einzelne Briefe glaube ich auch nicht. Die Trophäenjagd auf Löwen in der Kuneneregion darf sich für Namibia und die Conservancies wirtschaftlich nicht mehr lohnen. Die Preisfrage ist, wie man diesem Ziel näher kommen kann?

Beste Grüße

Guido
2’530 Beiträge · seit 201105. Okt. 2013 ·
Danke Guido, gute Post,

Es macht mich, der dieses Projekt jeden Monat unterstützt, sehr traurig und wütend, das irgendwelche Hunter kommen und eine jahrelange Arbeit kaputt machen. Ich weiß auch wie Flip sich füllt. Wenn das so weiter geht haben wir den gleichen Stand wie 1990. Der nächste ist Terrace Male!

Meine Meining: Sorry wegen dem English. Bin auch auf anderen Foren!
It is all about ethics. A Trophy Hunter should also be a good conservationist and be extra cautious in areas with a unique population of Lions, Elephants, Cheetah's, Wild Dogs etc, a very sensitive habitat which can not produce these animals nonstop and to be found nowhere else in the world. Why are they not working closely with Dr Stander to ensure a stable and long-term conservation of these species!? Then they can also have their fun! Not so?

Instead they give a sh!t what is happening out there and just look at their own benefit and pocket, nevertheless if the Government gives them a permit or not. A true conservationist would not just go out there with a Trophy Hunter and kill a male lion which is so important for the stability of the population. Those involved in this last incident are ignorant, unethical, and uneducated fanatics only looking after their own interest and that should be condemned with the hardest possible counter reaction possible.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
2’664 Beiträge · seit 201205. Okt. 2013 ·
In dieser Situation glaube ich nur an eines:
Keine Rücksicht, keine Höflichkeiten, sondern ein Shitstorm im Internet gegen die diesbezüglichen Veranstalter, gegen den Begleiter des Abknallers, gegen den Abknaller, und vor allem gegen das Ministerium. Vor allem Letztere sind empfindlich gegen Kritik, und wenn ein Shitstorm über das Ministerium hereinbricht, nur das wird Wirkung zeigen, ansonsten scheren die sich einen Kehricht drum.
Also haben die Twitterer etc. eine Aufgabe, etwas loszutreten.
Der Weg der Höflichkeit funktioniert eindeutig nicht, ansonsten würden Napha und Ministerium nicht so dreist lügen, mit dem Wissen, daß alle feige den Schwanz einziehen und sich verkriechen.
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2013
Gast06. Okt. 2013 ·
Hallo,

Es wäre toll, wenn wir etwas tun könnten, das über reine Symbolik hinaus geht und wenigstens ein bisschen Wirkung zeigt. Ich kenne die verantwortlichen Leute da nicht und kann nicht beurteilen, ob ein Shitstorm Wirkung erzielt. Möglich ist das. Ich hätte ein bisschen Angst, dass dabei zu viele Beleidigungen fallen und man sich selbst disqualifiziert. Und ich bin nicht sicher, ob das bei den entscheidenden Stellen überhaupt ankommt.

Insgesamt habe ich Zweifel, dass pure Apelle an Ethik usw. funktionieren. Ich denke, dass sich die Trophäenjagd auf Löwen einfach wirtschaftlich nicht mehr lohnen darf. Elegant wäre es, der Torra Conservancy die Lizenz zum Löwenabschuss abzukaufen, aber so viel Geld bekommen wir wohl nicht regelmäßig zusammen. Ich werfe mal einen anderen Gedanken in den Ring mit der Bitte um kritische Kommentare:

Die größte Einnahmequelle der Torra Conservancy ist glaube ich das Damaraland Camp. Das hat einst Wilderness Safaris hochgezogen und dann ist das sukzessive ins Eigentum der Conservancy über gegangen. Mittlerweile gehört es komplett der Conservancy und Wilderness Safaris kümmert sich glaube ich nur noch um die Vermarktung. Die Einnahmen durch dieses Luxus-Camp dürften die Einnahmen durch Trophäenjagd auf Löwen in der Torra Conservancy um ein Vielfaches übertreffen. Macht es Sinn, zum Boykott dieses Camps aufzurufen, solange die Torra Conservancy weiterhin Trophäenjagd auf Wüstenlöwen in ihrem Gebiet erlaubt? Da müssen nicht viele Buchungen wegfallen, damit es richtig weh tut und "teurer" als der Abschuss eines Löwen wird.

Jede Aktion hat auch Nebenwirkungen: Nachteil so einer Aktion wäre möglicherweise, dass man als Nebenwirkung eventuell auch die direkten Angestellten des Camps trifft, die nichts für den Abschuss können. Und Philip Stander ist eigentlich dringend auf die Zusammenarbeit und das Wohlwollen der Conservancies angewiesen. Hier ist die Frage, ob man ggf. zuviel Porzellan zerschlägt und Desert Lion unter dem Strich schadet?

Oder erst einmal Wilderness Safaris kontaktieren? Oder auch die deutschen Vermarkter von Wilderness/Damaraland Camps (Michael Poliza Experiences) und schauen, ob die hinreichend Druck erzeugen wollen/können? Originaltext: "Wilderness is first and foremost a conservation company. The reason we exists is to protect pristine wilderness areas and the flora and fauna that they support". Das wäre völlig unglaubwürdiger Mist, wenn die einfach so tolerieren, dass ihr enger Partner die Torra-Conservancy den Abschuss von Löwen wie dem Dorob-Male fördert. Denn das ist unstrittig das Gegenteil von Conservation. Vielleicht kann man hier ansetzen?

Noch eine Anmerkung: Man muss den Locals wohl zugestehen, Löwen zu töten, die andauernd Vieh reißen und somit wirklich Problemtiere sind. Und dann heißt es sinngemäß gern: "Wenn der Löwe sowie geschossen werden soll, dann kann man das durch Trophäenjäger machen lassen und 20.000 USD dafür kassieren. Alles andere wäre Verschwendung und deshalb wäre auch ein totales Verbot der Trophäenjagd falsch". Aber sowie Geld ins Spiel kommt, kommen eben auch falsche Anreize ins Spiel. Dann erklärt man Löwen gern voreilig zu Problemtieren, weil das so lukrativ ist. Oder es wird dann eben "irrtümlich" ein anderer Löwe als das eigentliche Problemtier geschossen, der ganz zufällig als Trophäe etwas prächtiger ist.

Beste Grüße

Guido
983 Beiträge · seit 201106. Okt. 2013 ·
Hallo Guido,

nur ein totales Verbot der Trophäenjagd verhindert solch negative Auswüchse. Punkt aus Ende!

Zu deinem Vorschlag, darüber zu diskutieren, was man tun kann, bin ich der Auffassung, dass man am besten Dr. Standler direkt fragt, welche Art von Maßnahmen einer deutschsprachigen Forumsgemeinschaft ihm beim Kampf für das Überleben der Wüstenlöwen helfen. Vielleicht kann Cruiser hier vermitteln ... 🙂
Beste Grüße rhh64
843 Beiträge · seit 200806. Okt. 2013 ·
@Guido: NGOs gehen das bspw. so an: Alle deutschen Anbieter des teuren Camps rausfinden, und denen einen sachlichen Brief schreiben mit der Frage, ob sich das Ganze mit deren Ethikrichtlinien vereinbaren lässt. Wenn die dann wirklich etwas auf Ethik geben, dann nehmen sie das Camp uU aus dem Programm. Das täte dann schon richtig weh, wenn das nur ein paar Anbieter machten. Glaube, in NAM ist als int., grosse NGO nur der WWF 🙁?

Angestellte u.a. Unbeteiligte trifft man bei so Aktionen leider fast immer. Allerdings könnte die Löwenjagd auch längerfristig zum wirtschaftlichen Nachteil werden, denn die Gegend lebt ja (neuerdings) auch von dem Ruf, dass es da die berühmten Wüstenlöwen gibt.

Ausserdem ist es ein gerne und schnell zitierter "Mythos", dass man Löwen, die Vieh reissen, abschiessen muss. In Anbetracht der Tatsache, dass es nur noch 20.000 Löwen gibt, ist jeder Einzelne schützenwert. Und, es gibt eine Reihe Methoden, das Vieh zu schützen (Kräle, Hunde, biofencing, conditioned taste aversion (cta) uvm).

Vor Ort müsste unbedingt in Ausbildung, Aufklärung und Akzeptanz investiert werden. Sonst gibt es da und anderswo bald keine Löwen mehr.

Ausserdem sind namibische Löwen "besonders wertvoll", weil sie als FIV- und tuberkulosefrei gelten. Der Status des Befalls mit Staupe ist wohl unklar.

Vom Staat ist da so lange wenig zu erwarten, bis denen das nicht auch in irgendeiner Form wehtut.

VG
D.
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zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2013
2’664 Beiträge · seit 201206. Okt. 2013 ·
Deutsche Veranstalter bringen m.E. garnichts.
Wenn ich richtig informiert bin, kommen die meisten Abknaller aus den USA, danach aus dem Lande Putins. Aber man möge mich gerne korrigieren.

@ Guido
Die Regierenden scheuen gewisse Dinge wie die Pest, und das ist:
- öffentlich kritisiert und an den Pranger gestellt zu werden, oder
- vor Gericht gezerrt zu werden.
Rechtlich wird alles so gedreht, daß es stimmig ist. Also da keine Chance. Verhandlungen und Gespräche sind hunderte gelaufen, ohne Erfolg. Da scheitert man an der Dickfälligkeit und Unwilligkeit.
Es hilft nur der Pranger. Mit und ohne Beleidigungen, das ist doch in diesem Falle egal. Wenn man naiv meint, in neuerliche Gespräche eintreten zu können, dann beginnt man jedesmal in 1990, endend mit dem Zustand von jetzt. Wieder 10 und mehr Jahre verlieren?
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2013
4’132 Beiträge · seit 200807. Okt. 2013 ·
- Man sollte doch Kraft seiner guten Kinderstube dazu in der Lage sein, in der Wortwahl anständig zu bleiben, auch wenn man eine Beschwerde vorbringt. Das ist wohl das Mindeste, was von der eigenen Erziehung übrig geblieben sein sollte.

Entscheidend für eine Veränderung sind "die da oben"! Und es wird Zeit, dass sich endlich die Empörung im eigenen Land und bei der eigenen Bevölkerung und den landeseigenen Organisationen rührt - wir paar europäischen Touristen sind den verantwortlichen Conservancys/Konzessionären/PH's/Trophäenjägern soowas von egal (durch unsereins verdienen die sowieso nix). Die machen ihr Geld mit den kleinen Helden die "Siege" erringen erringen möchten, um ihr Ego aufzupolieren.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2013
2’664 Beiträge · seit 201207. Okt. 2013 ·
Klar, unsere gute Kinderstube endet an unserer Haustür.
Um die Kinderstube der "Anderen" bewerten zu können, muß man erst einmal deren Sprachen und Umgangsformen und Kultur kennen (lernen).
Das gilt weltweit, jede Kultur setzt andere Maßstäbe und Werte an.
Weil uns dieses Wissen oftmals fehlt, werden wir auch oft als Schwächlinge und Feiglinge angesehen.
Weit verbreitet bei den Neubesiedlern Mitteleuropas, von Afrika ganz zu schweigen.
Aber wir wollen jetzt keine philosophische Diskussion anfangen.

Und die Wahrheit bei der örtlichen Bevölkerung ist doch:

Den größten Teil der farbigen Bevölkerung interessiert das alles herzlich wenig, das sind die nichtverstandenen Spinnereien der Weißen. Bilden wir uns doch nicht ein, die denken wie wir.

Und die meisten weißen Bewohner ducken sich und wollen nur nicht auffallen, um ihre Stellung nicht zu kompromittieren. Damit nehmen sie die Skrupellosigkeiten einiger weißer Landsleute billigend in Kauf, während diese Skrupellosen Hand in Hand mit Regierungsmitgliedern, deren Verwandten oder mit Beamten in dunkle Geschäfte verwickelt sind.

Deshalb wird man niemals mehr als ein leises Rumoren hinter vorgehaltener Hand hören. Immer mit dem resignierenden Argument: Wir können doch nichts erreichen.

Hat sich jemand schon mal überlegt, wie ein Mann wie Flip Stander diese ganzen Rückschläge in den vergangenen 20 Jahren bis hin zur Selbstverachtung verarbeiten konnte ? Ich bewundere diesen Menschen, nur wirft er die ganze Zeit Perlen vor die Säue mit seinem Engagement. So müssen sich die Sponsoren eigentlich auch fühlen.
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2013
4’132 Beiträge · seit 200807. Okt. 2013 ·
Swakop1952 schrieb:
Hat sich jemand schon mal überlegt, wie ein Mann wie Flip Stander diese ganzen Rückschläge in den vergangenen 20 Jahren bis hin zur Selbstverachtung verarbeiten konnte ?
Was’n das für’n Quatsch? – "...bis zur Selbstverachtung verarbeiten..." ???

Was bildest du, Swakop1952, dir eigentlich ein, dich in dieser Weise über die Psyche eines Philip Stander zu äußern?
In deinen Kategorien denkt der Mann überhaupt nicht.
Im Gegensatz zu dir, weiß ich das genau.

lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2013
2’047 Beiträge · seit 200708. Okt. 2013 ·
Hallo Ralf,
im Gegensatz zu dir sieht ein Dr. Stander die Lebenswirklichkeiten in Afrika so wie sie sind und versucht nicht europäisch-weiße Ideologie einer völlig anderen Kultur möglichst gegen den Willen der dort lebenden Menschen überzustülpen und sich dann noch mächtig gut dabei zu fühlen
Ralf schrieb:
nur ein totales Verbot der Trophäenjagd verhindert solch negative Auswüchse. Punkt aus Ende!
klar, damit ein Ralf aus Europa mit viel Geld für Flug und Mietauto und ein Almosen für Community-Camp mit Kritik am Plunpsklo-sauberkeit einen tollen Urlaub machen kann, müssen die dort lebenden Menschen einfach hinnehmen, dass wegen Naturschutz die Tiere von Löwen gerissen werden, auf denen ihre Lebensgrundlagen basieren und von denen sie existenziell abhängig sind.
Dr. Stander selbst stimmt einem begrenzten Löwenabschuss zu, wobei insbesondere "überzählige", also für die Reproduktion nicht benötigte Männchen, die dann auf Wanderschaft gehen hierfür Kandidaten sind. Und Dr. Stander sieht völlig realistisch, dass die Einnahmemöglichkeiten durch diese Jagd die Bereitschaft fördern, Löwen in der Umgebung der Nutztiere zu tolerieren und den Mehraufwand für Sicherung der Herden zu betreiben.
Wo ich völlig mitgehe, ist darüber zu diskutieren, ob der Anteil, der vor Ort und im Naturschutz ankommt anders verteilt werden sollte und ich sehe sehr genau, dass gerade in diesem bedauerlichen Fall das Management der Naturschutzverwaltung völlig desolat war. Aber wenn ihr euch informiert, dann wüßtet ihr, dass Dr. Standerwohl am Tag vor der Jagd angerufen wurde und selbst daran hätte teilnehmen können. Es hätte möglicherweise dazu beigetragen, dass der richtige männliche Löwe geschossen worden wäre. Und was Dr. Stander nötig hätte, wäre eine Unterstützung bei der Abfassung der Abschussgenehmigungen mit der korrekten eingrenzung auf tatsächlich verträgliche Entnahmen. Wer aber so mit der ideologischen Keule um sich haut wie Ralf wird vor Ort nie was erreichen und tut so engagierten Menschen wie Dr. Stander sicher keinen Gefallen.
Aber klar, man wird hier im Forum auch Unterstützung von ideologisch gleichgesinnten finden und das kann wohl dazu beitragen, sich gut zu fühlen und was §richtiges" getan zu haben. Leider ist es genau der Tonfall, weshalb vor Ort keiner davon etwas hören will. Da ich hier auch damit lebe, dass der Wolf wieder heimisch ist und auch mit landwirten zusammen treffe, deren Zuchttiere gerissen wurde, kann ich gut verstehen, dass diese Menschen damit nicht glücklich sind, selbst wenn sie materiell hier entschädigt werden. In Afrika gibt es praktisch nichts und es geht um die Existenzgrundlage der Menschen dabei - nur so als Vergleich.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
2’664 Beiträge · seit 201208. Okt. 2013 ·
Ach, bist Du mal wieder auf "dem" Trip?
Dann erübrigt sich eine Antwort wohl. 🤩
2’047 Beiträge · seit 200708. Okt. 2013 ·
meinst du mich, swakop?
Ach, bist Du mal wieder auf "dem" Trip?
Dann erübrigt sich eine Antwort wohl. 🤩
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2013