Gepardenfarm Otjitotongwe bei Kamanjab

8 Antworten · 6’516 Aufrufe · gestartet 14. Nov. 2011 von Schlafkrötenpärchen
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Themenstarter10 Beiträge · seit 201114. Nov. 2011 ·
Hallo zusammen,

wie einige von euch wissen, sind wir gerade dabei, unsere Route zu überarbeiten.

Mir stellt sich nun die Frage, ob wir die o.g. Gepardenfarm in unsere Planungen einbauen sollen oder nicht. Hat vielleicht jemand aktuelle Informationen (aus diesem Jahr) für uns?

Insgesamt habe ich viel Positives über die Farm gehört (auch hier im Forum), allerdings hat mich eine recht aktuelle Meinung (aus 2010) verunsichert, nach der man auf der Farm ziemlich lieblos behandelt wurde und die Tiere einen recht traurigen Eindruck machten.

Da die Farm auf unserem Weg in den Etosha einen kleinen Umweg bedeuten würde, wäre es schade, wenn wir hier eine Nacht "verschwenden", sofern sich der Ausflug in die Gehege nicht lohnt bzw. die Behandlung durch die Mitarbeiter der Farm eher schlecht ist...

Wäre toll, wenn ihr aktuelle Infos für uns hättet!

Viele Grüße von den Schlafkröten
915 Beiträge · seit 201014. Nov. 2011 ·
Hast Du schon die Suchfunktion genutzt !?
Da findest Du zahlreiche Diskussionsbeiträge zu Otjitotongwe und ähnlichen Einrichtungen.
vg
günter
REISEBERICHT NAMIBIA 2010: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/171342-3-wochen-nambia-ein-kurzbericht-mit-bildern.html#171342 REISEBERICHT SÜDAFRIKA 2013: http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280789-elefanten-satt-und-kein-rhino.html
28 Beiträge · seit 201114. Nov. 2011 ·
Hallo ihr Schlafkröten,

ich war vor einer Woche dort. Sie haben dort zwei, drei Geparden mit der Hand aufgezogen, die sind zahm und man kann sie streicheln. Da habt ihr eine halbe Stunde Zeit, das Fotografieren und Streicheln findet im Garten hinter dem Haus statt. Dann werden alle Teilnehmer auf Ladefläche und Anhänger eines Autos gestellt und die Fahrt geht in die Bar des Campingplatz. Man kann dann ein Getränk kaufen. Anschliessend stellt man sich wieder aufs Auto und es geht ins Gepardengehege. Es sind ca 12 Tiere, die warten schon aufs Futter. Sie sind deutlich besser im Futter als die Tiere auf Düsternbruck. Sie laufen hinter dem Auto her, man kann hier sehr gut Fotos machen. Das dauert wieder eine halbe Stunde.

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Ciao Mojo
2’721 Beiträge · seit 200614. Nov. 2011 ·
Hallo
wir haben bei jedem Namibia-Besuch im Norden des Landes immer die Otjitotongwe Gästfarm besucht. Wir persönlich fühlen uns dort sehr wohl. Die Eigener der Lodge/Farm finde ich nicht lieblos. Sie sind sehr hilfsbereit aber nicht aufdringlich und warten auf Deine Kontaktaufnahme. Dass man mit einem Auto in das grosse Gehege gefahren wird finde ich logisch. Man kann ja nicht zu Fuss zu halbwilden oder gar wilden Geparden spazieren. Die Unterkünfte sind einfache aber zweckmässig eingerichtete Häuschen. Das Essen gute und schmackhafte Hausfrauenkost. Ich liebe diese Gästefarm, da sie gosszügig angelegt ist und man sich auch über Tag gut selbst beschäftigen kann. Interessant für mich sind auch die Amphiboliten und die Schlagenbäume, die man nicht überall bewundern kann.
Bazi
389 Beiträge · seit 200614. Nov. 2011 ·
Hallo allerseits,

wir waren bereits zwei mal auf Otjototongwe. 2007 waren noch keine Geparden am Haus. Dafür war die Führung im Gehege informativer. 2010 sind wir wieder dagewesen. Es war im Gegensatz zu 2007 nicht viel los. Die Geparden am Farmhaus waren für uns neu und klasse. Dafür war die Tour durch das Gehege lieblos.
Wir haben immer gecampt. Eine Übernachtung ist sinnvoll da die Fütterung im Gehege am Nachmittag ist. Die Bar ist auch nicht zu verachten.

Grüße aus der badischen Residenz Karlsruhe
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
192 Beiträge · seit 201115. Nov. 2011 ·
Schau mal in meinen Reisebericht.

http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/207787-so-waren-16-naechte-ersttaetertour-unterkuenfte.html?limit=6&start=30#209807

Hier ist auch ein Link zu einem weiteren Beitrag vorhanden. Daran kannst Du die unterschiedlichen Erlebnisse gut erkennen.

Es bleibt dann letztendlich Dir überlassen.
WIr waren mit der Tour eigentlich zufrieden. Wenn es in die Planung passt, kann man es sicherlich machen. Es gibt, denke ich, ein paar Alternativen, aber die fallen auch, gerade in Hinsicht einer eventuellen Unterkunft meistens um einiges teurer aus. Dann hast du aber auch ein richtiges Cheetah-Projekt. Das ist Geschmacksache.
403 Beiträge · seit 200616. Nov. 2011 ·
Hallo

Auch wir waren schon 2 mal auf Otjitotongwe, allerdings immer nur auf der Campsite. Über die paar Häuschen kann ich mich nicht äussern, da wir mit DZ unterwegs waren.
Ich hatte die negativen Beiträge hier im Forum auch gelesen, davon haben wir beide Male nichts erlebt.
Bei uns waren nur die Eigentümer & ihre beiden Söhne da, welche auch die Tour durch führten. Dabei konnten wir nichts Negatives feststellen.
Auch hatten sie noch eine junge Giraffe, die war sehr zahm und zutraulich.
Mit den Eigentümer hatten wir uns das 2.Mal sehr lange unterhalten und auch da hatten wir einen guten Eindruck von beiden.
So gesehen waren es für uns gute Tage dort.

Margrit
794 Beiträge · seit 200716. Nov. 2011 ·
Hallöchen,

wir waren im Juli 2011 zum erstenmal auf dieser Gepardenfarm Otjitotongwe - anfangs waren wir etwas enttäuscht, als der Farmer uns ohne viel Worte in höherem Tempo vorausfuhr, um uns den Übernachtungsbungalow zu zeigen.Unterwegs sahen wir einen Menschenauflauf vor der Bar - alles Besucher, die auf den Start zum täglichen "Futterdrive" zu den freilaufenden (angeblich 25 Geparden) warteten. Für uns war das in diesem Moment eine Massenveranstaltung mit 3 Autos und einen Anhänger!! Das hatte uns zuerst mal abgeschreckt! Wie wir später hörten, war das ein ungewöhnlich frequentierter Tag mit Tagesbesuchern und Gästen, da die südafrikan. Ferien
hier mit hereinspielten.
Unsere Unterkunft war etwas dunkel, die Solarleuchten etwas düster, aber das war kein Problem. Das Essen war sehr gut und die Gastgeber tauten langsam auf, so dass wir nach und nach immer mehr ins Gespräch kamen.
Der Drive am nä. Tag war lange nicht so frequentiert wie am Vortag und es machte richtig Spaß die Tiere im Freien zu beobachten. Der Farmersohn fuhr sehr langsam in das Gehege ein und ließ sich viel Zeit mit dem Füttern. Solange liefen die Geparden in der Nähe der beiden Autos, auf dessen Ladefläche wir standen,nebenher und zeigten sich manchmal mit gegenseitigen Aggressionen.
Wir kamen zu schönen Bildern, nachdem wir ja den Streichelzoo zuvor am Farmhaus mit 2 Geparden hautnah erleben durften. Auch Geparde schnurren wie Hauskatzen! Und diese Frquenz von ca. 50 Hertz ist gesund für die Knochen, sagen die Mediziner. Hat Heilwirkung!
So kam bei uns die Idee auf beim nächsten Arztbesuch ein Rezept für 30 min. Gepardenschnurren anzufordern!

Also ein Tagesbesuch vermittelt nicht die ganze Breite - es sind 2 Tage sinnvoll, damit man auch per pedes auf den Farmwegen die Tiere beobachten kann.Wir konnten in der Nähe der (bescheidenen) Campsites sehr viele verschiedene Vögel beobachten (u.a. hüpfte der Reichsvogel uns um die Füße herum)und sahen auf der Wanderung Dik Dik-Antilopen.

Interessant auch die Felsformation auf der Farm - ein ganz uriges Felsgestein, das der Farmer in seine Bauwerke sehr gut integriert hat. Ebenso originell die Tische, die auf Oryxgeweih als Tischbein vertrauen, alles selbstgemacht.
Wir wurden nach und nach immer mehr von den Gastgebern als Freunde und nicht als vorübergehende Besucher akzeptiert - ein Prozess, der manchmal halt etwas dauert und bei einem längeren Aufenthalt auch mehr Chancen bietet!

LG, Goldmull
Themenstarter10 Beiträge · seit 201118. Nov. 2011 ·
Hallo zusammen,

vielen Dank für das reichliche Feedback und die vielen Erfahrungsberichte! Das hat uns sehr geholfen, unsere Entscheidung zu treffen 🙂

Wir haben uns nun gegen die Otjitotongwe Farm entschieden. Insbesondere ich hätte zwar sehr sehr gerne mal einen echten Gepard gestreichelt, aber die z.T. doch eher negativen Berichte und abschreckenden Äußerungen über die Farmersleut haben uns doch dazu bewogen, die Farm zu streichen - denn auf Kosten von Tieren wollen wir keinen Urlaub machen ...

Stattdessen werden wir jetzt bei der africat cheetha-Farm eine Nacht campen und dort eine Fahrt in die Gehege mitmachen - abgesehen davon, dass es eh besser auf unserer Route Windhoek-Etosha liegt, sind hier denke ich auch die Campsites deutlich schöner - wir haben sogar einen Pool!!!! 🙂 Und hier wissen wir auch sicher, dass tatsächlich der Schutz der Tiere und nicht irgendeine zweifelhafte Touristengeldmacherei im Vordergrund steht... 😁

So werden wir also Sylvester auf einer Cheetha-Farm sein, ich fang schon mal an zu träumen.... 😎

Viele Grüße
Claudi