Hallo Wolfgang,
klingt nach einer sehr interessanten Tour!
Vorab eine Frage: Wie kommt an "Nacht-Permits" im Deadvlei? Das wäre etwas, was mich auch interessieren würde.
Zu Deiner Route:
Ich würde direkt am Ankunftstag nach Bagatelle fahren. Habe ich 2009 auch so gemacht und fand es eigentlich problemlos. Dabei musste ich in Windhoek erst noch ausgiebig einkaufen, weil ich mit einem Camper unterwegs war und Vorräte und Utensilien brauchte. Man sollte allerdings dafür in der Lage sein, im Flugzeug etwas schlafen zu können.
Auf Bagatelle war ich ebenfalls 2 Nächte. Mir haben die roten Dünen gut gefallen und auch der Besuch bei den Cheetahs und der Gamedrive waren für mich als absolutem Afrika-Neuling toll (meine ersten Kudus, Springböcke, Gnus und Oryx, die Strauße kamen mich sogar auf der Campsite besuchen). Bei engem Terminplan hätte ich aber keine Probleme, hier eine Nacht zu streichen.
Ich habe damals auch im Quivertree Restcamp übernachtet. Übernachtungstechnisch nix besonderes aber o.k. Der Köcherbaumwald dort hat mir sehr gut gefallen. Aber auch hier reicht denke ich eine Nacht. Wenn Du nachmittags ankommst, solltest Du noch genug Zeit haben für einen Besuch auf dem Giants Playground am späteren Nachmittag. Anschließend Sunset und Nachtaufnahmen bei den Köcherbäumen und am nächsten Morgen den Sonnenaufgang dort - das reicht eigentlich.
Damit würde zwar der Start Deiner Tour etwas hektischer aber Du hättest gegenüber Deiner ursprünglichen Planung schon drei Nächte gespart ohne die fotografische Ausbeute allzu sehr zu schmälern. Und Du wärst selbst mit einem Zwischenstop auf dem Weg zum Sossusvlei noch pünktlich zum Vollmond dort.
Kolmanskoop fand ich klasse, obwohl ich nur zu den normalen Öffnungszeiten dort war. Die meisten Bilder habe ich sowieso innerhalb der Gebäude gemacht und dort ist das Licht auch am späteren Vormittag noch durchaus brauchbar. Klein Aus Vista ist eine gute Wahl. Auch auf dem Gebiet der Lodge gibt es tolle Foto.Locations.
Das Geld für ein Chalet direkt am Wasserloch in Okaukuejo würde ich mir (wie schon von anderen gesagt) sparen. Die Vorstellung von der Liege auf dem Balkon aus ganz entspannt mit einem kühlen Gals Wein oder Bier in der Hand Bilder zu machen, hat zwar was aber in der Realität bist Du halt 20 oder 30 m weiter weg, musst zum knipsen ohnehin aufstehen und hast außerdem in meiner Erinnerung auch nur von einem einzigen Chalet einen wirklich freien Blick auf der Wasserloch. Abgesehen davon lässt sich der NWR die Aussicht fürstlich bezahlen.
Ich habe bei meinen beiden Besuchen in Okaukuejo abends mein Stativ irgendwo an der Mauer aufgebaut, mir einen Platz auf einer Bank gesucht, die Aussicht und die Tiersichtungen genossen und ein paar Bilder gemacht. Der Weg dorthin ist auch von den normalen Zimmern oder vom Campground kurz genug.
Aufgrund der gelben Scheinwerfer ist die fotografische Ausbeute dort sowieso eingeschränkt bzw. eigentlich nur für SW-Bilder zu verwerten. Das gleiche gilt für die Wasserlöcher in Halali und Namutomi.
Ich würde mir überlegen evtl. noch eine Nacht im Sossusvlei zu streichen, um mehr Zeit für den Etosha zu haben. Auch wenn mein fotografischer Schwerpunkt bis dahin auf der Landschaftsfotografie lag, hat mich der Tierreichtum im Etosha und die fotografischen Möglichkeiten/Herausforderungen der Wildlife-Fotografie absolut fasziniert.
Wenn es Dich interessiert, kannst Du Dir ja mal meinen
Reisebericht anschauen. Meine Route war Deiner nicht unähnlich (plus eine Woche im KTP).