CHcharlybruThemenstarter2 Beiträge · seit 201112. Juni 2011 ·
Hi Forumsmitglieder,
ich - weiblich über 40 - würde gerne Ende Oktober 2012 mit einer Freundin für 3 Wochen Botswana erobern. Die vielen Berichte und Bilder in diesem Forum haben mich schon sehr begeistert - Botswana ist offensichtlich noch ne Spur aufregender als Südafrika und Namibia.
Eine grobe Route habe ich schon überlegt - aber bevor ich in die Detailplanung einsteige, würde ich gerne wissen, ob es für zwei Frauen überhaupt ratsam ist, alleine eine Campingtour mit Dachzelten zu machen oder ob es aus Eurer Sicht besser wäre, entweder eine Lodge-Tour zu planen oder sich sogar einer geführten oder organisierten Tour anzuschließen. Gibt es vielleicht Gegenden, aus denen wir uns besser fernhalten sollten?
Wir sind nicht ängstlich und auch praktisch veranlagt - aber auch nicht unbedingt lebensmüde. Was meint Ihr?
Hallo Charlybru, herzlich willkommen bei den Afrikainfizierten 😄 ich für meinen Teil kann Dir sagen, das ich mich überal in Botswana sehr sicher gefühlt habe. An der Tankstelle , am ATM zum Geld abheben,in den Geschäffte ,wo ich immer alleine war , weil mein Mann auf das Auto aufgepasst hat, gab es nie eine Situation wo ich mich gefürchtet/ unsicher gefühlt habe.Auch hat ein junger Mann uns einmal Korbsachen versucht zu verkaufen, nachdem wir gleich dankend abgelehnt haben , zog er sich sofort zurück.In Ghanzi waren wir noch in der Dunkelhet Zufuß unterwegs, was auch kein Problem war. Liebe Grüße Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Ja es klingt alles leicht und seicht in einem Forum. Aber ohne etwas vorgängige Erfahrung im Busch und mit einem 4*4 würde ich davon abraten. Viele Touristen sind oft überfordert von Fahrzeug und Gelände und wissen sich in Stresssituationen nicht selbst zu helfen… sogar Profis machen immer wieder Fehler wie dieser Tour Guide einer Lode… wir hatten fast 3 Stunden bis das Fahrzeug wieder aus dem Sumpf war...
Hallo Charlybru, Erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum. Hier sind nicht nur selbstfahrer und Abenteur-Profis, aber vin denen gibt es eben viele Antworten. Der Unterschied zwischen Selbstfahrer und dem Bild oben ist: Der Feststeckende Wagen ist nicht das Problem der Touristen. Viele unterschätzen, dass sie alle Probleme selbst lösen müssen. Dann schreien Sie nach dem Vermieter, erwarten binnen 15 Minuten den Namibia-ADAC vor Ort etc. - Die Berichte hier im Forum und die Herabschtzenden Äußerungen gegenüber den Nicht-Selbstfahrern lassen das oft so weit in den Hintergrund treten.... Wenn du es dir leisten kannst und du Urlaub und nicht Abenteuer suchst - leiste dir eine Guided Tour. Das geht individuell, nur ihr beide und der Guide oder über Anbieter mit kleinen Gruppen Buschmann Safaris, Bwana-Tucke-Tucke, Abenteuer Namibia sind im Forum aktiv, es gibt noch viele andere .
Viele Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
ich, ebenfalls alleinreisende Frau würde bzw mache das auch nicht vom Sicherheitsgefühl abhängig, ob ich nach Botswana alleine reisen würde, sondern vielmehr davon, ob ich mich (und meine Mitreisende) in der Lage sehe ein bspw festgefahrenes Auto wieder flott zu bekommen, ob ich es mir/uns zu traue, kleinere Reparaturen, wie Reifenwechsel beim 4x4 selber zu bewerkstelligen, ob unsere Fahrkünste ausreichen für Wasser- und Tiefsanddurchfahrten etcpp - ich kam 2007 für mich zu dem Schluss - njet und habe eine Kleingruppenreise über Abendsonne Afrika gebucht (Campingsafari) und habe dabei gemerkt *göttinseidank* bin/musste ich nicht selber fahren. Auch wenn wir (3 Gäste + 1 Guide + 1 Koch + 1 "Mädchen für Alles") von Reifenpannen und Co verschont blieben, aber spätestens bei der Zufahrt zur Central Kalahari durch Tiefsand gabs meinerseits Stossgebete, auch als sich unser Guide in den Pans einmal festgefahren hat (einfach eine blöde Unachtsamkeit, obwohl er die Gegend kennt wie seine Westentasche) und sie zu Dritt eine 3/4 Stunde brauchten, um den Wagen wieder frei zu bekommen, war ich froh, nicht alleine als Frau (oder als 2 Frauen) mitten in der Pampa stehen und schaufeln zu müssen, wohl wissend, dass ein Löwenrudel durch die Gegend streifte. Alleine schon die Logistik bei einer Campingtour alleine zu bewältigen (Vorrat an Lebensmitteln, Brennholz, Benzin und Wasser) für bspw 7 Tage, weil zwischendrin keinerlei Zivilisationskontakt da ist, ist nicht zu unterschätzen, ganz abgesehen davon, dass dementsprechend auch der Wagen gepackt werden muss.
Wenn ihr einen tollen Urlaub verbringen wollt, einen, der dazu noch entspannt ist, dann sucht euch eine Kleinstgruppe oder lasst euch eine individuelle Tour mit Guide zusammenstellen, insbesondere dann, wenn ihr über keinerlei 4x4 Erfahrung verfügt.
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
Hallo zusammen, ich bin am planen einer Reise nach Botswana, und da ist natürlich auch ein Thema ob eine Guided Tour oder nicht. Kommt es dann nicht auch darauf an welches Risiko ich als alleinfahrerIn eingehe? Ich kann/muss ja nicht in jede Ecke fahren. Was meint ihr dazu? LG Walter
Ich kann/muss ja nicht in jede Ecke fahren. Was meint ihr dazu? LG Walter
Hallo Walter, das ist das was ich zur Sicherheit auch noch sagen wollte. Wir haben uns auf Grund des Regens , ein Tag ins Moremi fahren lassen. Diese Möglichkeit gibt es ab Maun, was wir total genossen haben. Lese mal hier in meinem Reisebericht. Die 3 tage Chobe NP , waren kein Problem , bis auf einmal,da haben wir uns ein wenig festgefahren aber uns selbst wieder befreit. 😄
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Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
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Naja, mann muss ja nicht jedes Loch mit den eigenen Reifen ausbürsten, oder ? Man kann Botswana auch mit einem Toyota Tazz erfahren, ins Delta macht man ne Mokorotour, in den Chobe ne Safari.
Ich habe überhaupt keine Fahrerfahrung und bin dort unten schon ziemlich weit herumgekommen (saß außer ein paar mal in Südafrika vielleicht 2 km selbst hinterm Steuer 🙂 ), ich denke in den Ländern sind einige an Touristen unterwegs, die nicht wirklich 4x4 Erfahrung haben.
Es ist hier meiner Meinung nach ein beliebtes Terrain (genauso wie beim Auswandern) um (voreilig) zu schreiben: "Lass da mal Finger von, das ist nur was für Profis wie mich. Für ECHTE Kenner."
CHcharlybruThemenstarter2 Beiträge · seit 201113. Juni 2011 ·
Ich bin ja schwer begeistert, wie schnell die Ratschläge eintrudeln und bin trotzdem noch hin- und hergerissen - das sind genau die Gedanken, die ich mir selbst schon gemacht habe. letztendlich muss man wohl doch selbst entscheiden.
Ich werde mich auf jeden Fall noch bei einigen Anbietern umsehen, ob etwas geeignetes dabei ist, was unseren Vorstellungen entspricht.#
buw schrieb: Kommt es dann nicht auch darauf an welches Risiko ich als alleinfahrerIn eingehe? Ich kann/muss ja nicht in jede Ecke fahren. Was meint ihr dazu?
nun, auf meiner damaligen Tour (leider wird sie so nicht mehr angeboten, war CKGR, Naxi Pans, Makgadikgadi Pans, Moremi, Savuti, Chobe) haben wir morgens in den Makgadikgadi Pans einen Kollegen unseres Guides mit festgefahrenen Bremsen getroffen, er wartete bereits 20h auf ein Ersatzfahrzeug - da er Kühlschrank und Tiefkühler weiter betreiben musste, war mittlerweile sein Sprit und eben auch die Batterie leer - wir konnten ihm kein vollen Ersatzkanister da lassen, brauchten ihn ja selber, dazu streifte die ganze Nacht ein Löwenrudel um sein Fahrzeug (keinen Kilometer weiter war dann unser Fahrzeug im Sand eingegraben). Glück im Unglück war, dass er Teil einer Guided Tour mit 2 Fahrzeugen war - per Satelitentelefon wurde ein Ersatzfahrzeug angefordert, während sein Kollege mit den Gästen die Tour fortsetzte - es also abzusehen war, dass Hilfe geordert wurde .... und nun stell dir diese Situation als Alleinfahrer ohne Sat-Telefon vor....
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
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Hi charlybru, ist wirklich immer die Frage- was will ich, was kann ich? botswana ist schon anspruchsvoller, weil sandiger ( manchmal auch nasser ). Meine Frau ist in diesem Jahr keinen Kilometer gefahren, weil ihr die Pads zu sandig waren. Für mich war es auch nicht immer nur Erholung- war schon auch Arbeit dabei (einschließlich ausbuddeln). Ich will euch aber den Mut nicht nehmen, man kommt nämlich in der Regel ganz gut zurecht und bekommt von Rangern und Touristen recht gute Informationen über den Zustand der Pads und kann das eigene Risiko in Grenzen halten. Übrigens hatten wir auch 2x allein reisende Frauen im Camp. Hut ab! Sicher ist es allemal. Auch wir haben uns nirgends unsicher gefühlt,obwohl fürdie eine oder andere Destination "Unsicherheits-Warnungen" im Forum kursierten.
Ich meine, man/ frau müsste unterscheiden, ob ich mich unsicher fühle aus fahrerischen/ streckentechnischen Gründen oder weil ich eben als Frau - auch zu zweit - unterwegs bin.
Ich glaube, letzteres ist in Botswana nicht so ein Problem. Ich habe mich nie unsicher gefühlt, mein Mann hatte mehr Sorge ums Auto (und vielleicht Aufbrechen desselben) als um mich. 😄 Frauen insbesondere wurde nach unserer Erfahrung sehr freundlich und höflich begegnet.
Wir haben Botswana jetzt im März straßentechnisch in schwieriger Lage vorgefunden. Mein Mann fand das Fahren toll, er liebte die Herausforderung, im Schlamm, Sand usw. zu gucken, wie gut er wirklich fahren kann. Mir wäre es wohl auch gelungen, mich da durchzubringen, einen schönen, entspannten Urlaub stelle ich mir aber eben anders vor.
Auch Männer fahren sich im Schlamm/Sand fest und auch wenns ein bißchen frauenfeindlich klingt, ich fürchte, Männer sehen solchen Gelegenheiten häufig gelassener entgegen. Ist Frau da aber auch nicht aus der Ruhe zu bringe, würde für mich nichts dagegen sprechen, mich allein "durchzuschlagen" 😉
Viele Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Hallo, ich kann nur Erfahrungen aus 2.Hand weitergeben, aber eine Freundin von uns ist in einem 3-er-Frauen-Team nach Botswana (Dachzelt, Tiefsand, Wasserdurchfahrten) gefahren. Die Erfahrungen sind absolut positiv. Sicherheit in den Städten war nirgendwo ein Thema und auf der Piste waren die professionnellen Guides sehr hilfsbereit/auskunftsbereit, was sie sonst den Selbstfahrern gegenüber nicht sind. Viele Grüße, Nenette
@ Charlybru: Aus Deiner Fragestellung geht leider nicht grundsätzlich hervor, in welcher Hinsicht Ihr Sicherheitsbedenken habt. Das Thema Sicherheit ist sehr weitreichend und aus meiner Sicht in drei Bereiche zu unterteilen:
1. Sicherheit im Reiseland allgemein 2. Sicherheit rund um das Thema Autofahren (Linksverkehr, On Road, Off Road, KFZ-Technik + Pannen) 3. Sicherheit im Busch (Richtiges Verhalten in den Camps, Begegnungen mit Löwe, Elefant, Hippo, Hyänen und Co.)
Zu 1: ich hatte zu keinem Zeitpunkt unserer Reise das Gefühl, dass wir als reine Frauentruppe in Botswana oder Namibia ein höheres Sicherheitsrisiko hatten, als eine gemischte Mannschaft oder ein Paar. Gewisse Spielregeln sollte man in jedem Fall berücksichtigen, diese sind aus meiner Sicht aber keineswegs geschlechtsspezifisch (z.B. Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit vermeiden, Taxifahrten in Windhoek, Wertgegenstände offensichtlich im Auto lassen oder am Körper tragen, etc.). 2. Da Du schreibst, dass Botswana etwas spannender als SA oder NAM ist, gehe ich mal davon aus, dass Du diese Länder schon bereist hast und dort bereits erste Erfahrungen im Linksverkehr und auf gemäßigten Schotterpisten gesamnmelt hast!? Die Nationalparks in Botswana stellen da in jedem Fall höhere Ansprüche in puncto Fahrkönnen und an das richtige Gefühl für Bodenbeschaffenheit und die jeweilige Reaktion des Fahrzeuges.
Von uns ist keiner ein Offroad-Profi, jedoch sind wir allesamt Vielfahrer und schrecken weder vor ungewohnten Fahrzeugdimensionen, Linksverkehr noch vor Fahrten auf Schnee, Eis oder sonstigen widrigen Straßenverhältnissen zurück 😉
Die Fahrten durch Tiefsand haben wir dank der hervorragenden All Terrain Reifen unseres Mietwagens locker gemeistert, ohne uns auch nur ein einziges Mal festzufahren. Vor den Wasserdurchfahrten hatten wir schon etwas mehr Respekt, aber die 3-4, die wir am Ende bewältigen mussten, haben wir nach ausführlicher Besichtigung, Austausch mit anderen Fahrern und viel Mutzuspruch im Vorfeld hier im Forum ebenfalls erfolgreich absolviert 🤪
Ich denke, dass Frauen hier generell weniger Risikobereitschaft zeigen, evtl. eine halbe Stunde länger nach einer passenden Durchfahrt suchen und dafür ggf. auch einen längeren Umweg in Kauf nehmen.
Wir haben im Vorfeld hier im Forum zu anderen Leuten Kontakt aufgenommen, die zur selben Zeit dieselben Camps angesteuert haben und haben uns in Maun getroffen. Die Strecke von Maun in Richtung Kasane via Xakanaka, North Gate Camp Site und Savuti haben wir dann im Convoi gemeistert und an den Wasserdurchfahrten haben wir immer wieder Leute getroffen. So hat man gemeinsam besichtigt, diskutiert und sich am Ende gegenseitig geholfen. Ab der 3. Wasserdurchfahrt habe ich dann auch richtig Spaß an der Sache gefunden 😛
In die Situation eines ungewollten Reifenwechsels bin ich bisher noch nie gekommen und auch recht froh darüber. Die Dinger sind sauschwer und durch die Außentemperatur unglaublich heiß! Ein paar robuste Arbeitshandschuhe sollten hier für den Fall der Fälle unbedingt im Reisegepäck sein! Hier ebenfalls ein sehr wichtiger Aspekt: bei der Übernahme des Mietwagens sicherstellen, das man den PASSENDEN Wagenheber dabei hat. Ideal für Frauen sind Auspuffwagenheber, die zwar viel Platz im Laderaum wegnehmen, aber relativ leicht zu bedienen sind.
Ach ja... ein wenig Kenntnisse der KFZ-Technik sind natürlich auch hilfreich! Zumindest die Basics (Ölstand prüfen und wissen, wo man fehlendes Öl reinkippen muss, Umgang mit dem Kompressor, Luft ablassen und auch wieder drauf bekommen, Sicherung austauschen, etc.) sollten schon vorhanden sein.
Für das Okavango-Delta hatten wir zwecks Kontakt zur Außenwelt für den absoluten Notfall ein SATPhone (gemietet) dabei. Gebraucht haben wir's nicht - es stand die ganze Zeit neben Wagenheber und Reserverad 1 ganz hinten im Laderaum. Aber es war ein gutes Gefühl, für den Ernstfall gerüstet zu sein 🙄
Zu 3: Hier ist in erster Linie zu beachten, dass in den Camps in BW 'Open Range' ist, d.h. die Camps sind nicht eingezäunt (wie z.B. im Etosha) und damit auch größere Tiere als Honigdachs oder Schakal zu allen möglichen und unmöglichen Tag- und Nachtzeiten in den Camps unterwegs sind. Ihr solltet Euch also im Vorfeld sehr genau damit beschäftigen, mit welchen Begegnungen zu rechnen ist und wie man sich im Ernstfall richtig verhält, ohne in eine direkte Konfrontation mit Hippo, Eli & Co. zu geraten. Dazu gehört u.a. eine ausführliche Inspektion der Campsite bei Ankunft - wo stelle ich mein Auto am geschicktesten ab? Parken auf direkten Wildwechselpfaden ist da nicht so angesagt 😕
An welcher Stelle kommen nachts die Hippos zum Grasen ans Land? Nicht den Fluchtweg ins nächste Wasser zustellen! Welches sind die Lieblingsbäume der Elefanten? Auch darunter zu parken ist keine gute Idee, auch wenn der Baum noch so viel Schatten spendet!
Auch bei den Game Drives sollte beachtet werden, dass die Toleranzgrenze eines Elefantenbullen im Chobe deutlich geringer ist, als die eines Etosha-Elefanten. Man sollte in den Sightings das Verhalten der Tiere immer sehr genau beobachten und stets rückzugsbereit sein.
Alles in allem muss ich sagen, dass wir eine traumhafte Tour hatten - trotz eines Radlagerbruchs im Caprivi, der uns einen guten halben Tag gekostet hat (entsprechende Puffertage für evtl. Autoreparaturen einplanen!)
Die Route war gut geplant, wir hatten GPS on board, haben die Route im Vorfeld ausgearbeitet und auf's GPS übertragen. GPS war insbesondere im Moremi hilfreich, wo der Main Track teilweise nicht passierbar war und wir mehrfach improvisieren mussten.
Das Feeling am eigenen Lagerfeuer ohne fremde Personen (Guide, Koch, andere Mitreisende) möchte ich nicht missen.
Also... wenn Ihr neben den bereits angesprochenen Fähigkeiten (praktisch veranlagt, nicht ängstlich aber auch nicht lebensmüde) auch noch Organisationstalent und Improvisationsvermögen habt mitbringt, dann ist das Ganze gar nicht sooo abwegig!
Wenn Ihr aber komplette Afrika-Neulinge seid, dann solltet Ihr Euch erstmal über Namibia oder Südafrika ans African Wildlife herantasten und nicht gleich nach BW fahren!
Gegen noch nicht vorhandene 4x4 Kenntnisse hilft ein Offroad-Fahrkurs (im Vorfeld in DE oder z.T. auch vor Ort buchbar - Tante Google hilft....).
Ansonsten kann ich nur sagen - ich hatte das Gefühl, dass die 3 Mädels im blauen Hilux sehr bald in ganz BW bekannt waren. Wir wurden an sämtlichen VetGates und Grenzübergängen extrem freundlich behandelt (freundlicher als 2005, als wir noch einen männlichen Begleiter dabei hatten) und hatten ständigen Smalltalk und Austausch mit den professionellen GameDrive Trucks in den NP's. Die sind sonst eher sparsam mit den Infos, die sie an die Selbstfahrer verteilen, weil sie ja die teuer bezahlenden Lodge-Gäste irgendwie an ein exclusives Sighting bringen möchten. Wir haben im Gegenzug aber auch immer einige interessante Sightings als Gegenleistung gehabt und so herrschte ein reger Austausch, der uns sogar die wertvolle Info einbrachte, wo die Wilddogs gerade unterwegs sind 😉
Ich kann nur sagen - mit dieser Truppe: jederzeit wieder nach Afrika und die reine Mädels-Truppe haben wir eher als Vorteil empfunden!
Also.. nicht gänzlichst entmutigen lassen - es ist noch keiner mit 20 Jahren Offroad-Erfahrung auf die Welt gekommen! Und mit ein wenig gesundem Menschenverstand, Gefühl für den fahrbaren Untersatz, Abenteuerlust und einer gesunden Portion Selbstbewusstsein (ACHTUNG: nicht Selbstüberschätzung!!!) funktioniert das schon!
Wenn Ihr weitere Fragen habt - gerne per PM, da ich derzeit mangels Zeit nicht allzu oft online bin.
So long, liebe Grüße & viel Spaß bei der weiteren Planung, Laponia
wie kommste denn da drauf ??? 😄 🤪 😄 Deine ausführliche Antwort finde ich super! Ohne dass ich jetzt direkt betroffen wäre, spreche ich dir mal im Namen der weiblichen Forumsgemeinde einen Dank dafür aus.
Hinsichtlich Sicherheit im Bezug auf Tiere möchte ich nur kurz darauf hinweisen, dass Affen und dort vor allem Paviane gegenüber Frauen deutlich weniger Respekt haben als gegenüber Männern.
Hi, auf mein Alter angesprochen habe ich an anderer Stelle folgenden Tipp gegeben:
Wegen Rückenproblemen verunsichert, haben wir uns zuletzt entschieden nicht selbst zu fahren und haben mit Hanspeter Meier aus Upington (siehe www.magicdesert.com oder www.kalahari-safari.de ) eine wunderschöne zwölftägige KTP- und Mabuasehube-Tour erlebt und diese „Privatsafari“ sehr genossen. Neben den Kalaharitouren macht er auch jede andere gewünschte Tour in der Region, von Camping light bis zünftig, Lodges, gemischt. Eine echte Alternative für Leute, denen es hauptsächlich um das Erlebnis geht und die nicht unbedingt selbst fahren können oder wollen; weil es ihnen nicht (mehr) so wichtig ist, oder weil es an Erfahrung oder Zeit fehlt (kein Kümmern um Buchungen, Proviant, Auto und Ausstattung mit notwendigen Extras etc.). Die, die als Bonus zum spartanischen Buscherlebnis auch etwas abspecken wollten, muss ich allerdings warnen: Keine Chance, Hanspeter war in seiner ersten Karriere Gastwirt und Koch. Grüße, Werner
ich war mit meiner Freundin letztes Jahr in Namibia ohne Probleme unterwegs. Auf einer sehr einsamen Strasse hatten wir einen Platten und nach 40 Minuten schwitzend unter dem Auto liegen kam eine Reisegruppe und die Herren sprangen heraus und haben die Sache in 15 Minuten erledigt. Nach dieser Reise wollten wir das unbedingt nochmal und wollten dann auch nach Botswana, haben uns dann aber doch entschieden, nochmal Namibia zu erkunden. Die Technik und die Strassen haben uns dann doch zuviel Sorgen bereitet. Ich weiss zwar, wo man Benzin hinein gibt, aber das wars auch schon. Den Reifen hätten wir grad noch wechseln können, aber auch da haben wir uns angestellt. Und im Sand stecken bleiben - muss ich auch nicht haben, so einsam wie die Strecken in Botswana beschrieben sind.
Du wirst Dich richtig entscheiden, viel Spass auf alle Fälle!!
Hi, ich bin vorher noch niemals mit einem Allrad gefahren, außer Audi Quattro in der der Stadt. Wir (meine Frau und ich Generation 50 +) haben langsam angefangen zuerst Südafrika mit B&B und PKW auf der Gardenroute gefolgt auch von Namibia im Allrad mit Dachzelt und haben langsam etwas Erfahrung gesammelt (Richterveld, Eselbank, Baviaanskloof, De Hell, Kgalagadi, Kaokoveld). Heuer haben wir eine große Botswanatour mit Kalahari, Moremi und Chobe gemacht, auch in einem 4X4 mit Dachzelt. Wir sind komplett alles selbst gefahren und finden es ist machbar. Man sollte mit Bedacht fahren, vorher mit den Rangern reden und es ist auch sehr von der Jahreszeit abhängig. Wenn ich natürlich ohne Sinn und Verstand durch jeden Pool fahren will darf ich mich nicht wundern wenn mein Auto absinkt. Jeder ist für sich und seinen Mitfahrer verantwortlich. Aber es gab sehr viele unglaublich schöne Erlebnisse die ich auf keinen Fall mehr missen möchte. Insbesondere die Tierbegegnungen auf den nicht umzäunten Camps in den Nationalparks waren unglaublich. Wir werden diese Tour sicher nochmal machen mit deutlich mehr Zeit in den einzelnen Nationalparks. Ich verzichte gerne auf den Luxus einer Lodge und koche dafür selbst allein um dieses Geräuschkulisse am Abend zu erleben. Ein Navi ist hilfreich, trotz guter Karten (Schilder fehlen oft). Was Tiere betrifft würde ich es einfach so ausdrücken, natürlicher Respekt, Lebensmittel nur im Auto und vor allem „leise sein“ sollte schon helfen. Man sollte natürlich schauen wo man hintritt und wenn man nachts aus dem Zelt muss, zuerst mal einen großen Rundumblick, dass man nicht gegen den Elefanten rennt.
Zu deiner ursprünglichen Frage der Sicherheit, wir hatten bisher keinerlei negativen Erfahrungen und durchaus auch schon Alleinreisende Frauen getroffen, sowohl in Namibia wie auch in Botswana. Ich halte einige einfach Regeln ein, aber genauso auch in New York oder Berlin: keine sichtbaren Wertgegenstände (ausser Kamera), im Geldbeutel sind nur minimale Beträge und den Rest wie auch Pass und Karten immer (unsichtbar) am Körper. Nachts geht das auch immer mit ins Dachzelt unters Kissen. Das einsehbare Führerhaus ist leer, das Handschuhfach offen. So manches mal haben wir Einbrüche mitbekommen (noch nie in Nationalparks) waren selbst aber nie betroffen.
Schau Dir mal die Seite www.ondjamba.com.na an. Mit dem Dieter Risser zu verreisen ist einfach spitze. Wir waren froh, 2005 mit ihm unterwegs sein zu dürfen, er ist qualifiziert, ruhig, erfahren, freut sich selber wie ein Kind über die Tiere und mehr. Sitzt in Swakop. Wir trafen ihn in WDH und fuhren Savuti und Chobe mit seinen eigenen Zelten, Verpflegung von ihm. Sehr zu empfehlen..faährt auch oft Leute von National Geografic etc. Gruss Ducky