Klimaschutz und Fernreisen

65 Antworten · 11,4k Aufrufe · gestartet 20. Jan. 2010 von michael
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119 Beiträge · seit 200921. Jan. 2010 ·
Für mich ist es selbstverständlich, dass ich die wenigen für mich notwendigen Flüge "klimaneutral" halte.

Es kann sich nur etwas bewegen, wenn jede und jeder bei sich beginnt.
148 Beiträge · seit 200921. Jan. 2010 ·
jeweller schrieb:
Hallo Michael,
werde diesen Bloesinn der Politiker zum Klimaschutz nicht mitmachen. Ich habe mir zu Weihnachten einen 5 Liter SUV gekauft,(Benziner) hasse Diesel. So etwas musst Du einmal fahren, ist schoener als fliegen.
Ich bin bereit auf etwas kleineres umzusteigen, wenn die Politiker, die von meinen Steuern leben, das gleiche tun.
Und bis dahin geniesse ich jeden Km. egal was es kostet.

Gruss Hubert
Butterblume schrieb:
Ach so,

vergass noch zu erwähnen, dass wir unseren Strom von Naturstrom beziehen und unser PKW nur 5 L verbraucht!

LG Marina
Ist doch egal ober 5 Liter Hubraum oder Verbrauch... 😊

@Butterblume:
Ist ja alles prima, aber 450m² Wohnfläche?? Seid Ihr einen 30-köpfige Großfamilie? 70m² wären einfacher zu heizen....

Jeder kann ein bisschen was tun, aber da hört es bei mir auch auf. Ich nehme öfters das Fahrrad, kaufe nicht alle 2 Jahre einen neuen Fernseher/Küche.....
Solange die großen nicht auch wirklich was tun ist das alles ein Tropfen auf den heißen Stein.....

Grüßle
Max
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Gast21. Jan. 2010 ·
Hallo,

jeweller schrieb:
Hallo Guido,
was ich an Euch Deutschen immer so lustig finde ist, dass Ihr glaubt Euer kleines Land kann klimatisch etwas in der Welt veraendern. Wenn die grossen nicht mitziehen, ist es leider hoffnungslos.
Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, dann ist Deutschland der fünft- oder sechstgrößte CO2-Emittent auf dieser Erde und die EU insgesamt ist für gut ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Insofern ist es nicht irrelevant, was Deutschland macht.

Natürlich müssen China, die USA, Indien usw. langfristig mitziehen. Aber wenn alle nach der Devise verfahren "Ich beweg' mich erst, wenn die anderen sich bewegt haben" dann bewegt sich nie jemand. Gerade bei China würde ich gar nicht lange herumbetteln, dass die mitmachen. Da würde ich Importzölle erheben und aus den Einnahmen Umweltschutzmaßnahmen finanzieren.

Beste Grüße

Guido
235 Beiträge · seit 200921. Jan. 2010 ·
Aber hallo, dreifach-verglaste Fenster, jetzt weiss ich warum es in manchen Haeusern so streng richt.
562 Beiträge · seit 200921. Jan. 2010 ·
Wow - jetz wird es polemisch 😵
5’538 Beiträge · seit 200821. Jan. 2010 ·
Hallo Guido,

Du hast ja recht. Aber leider geht es so nicht. Weißt Du wieviele deutsche Arbeitsplätze von China abhängen? Und weißt Du, wieviele Leute nicht mehr ihr geliebtes ADIDAS-Shirt - oder nimm von mir aus auch jede andere Marke -
anziehen können, weil die durch den Zoll zu teuer werden. Wir stehen im internationalen Wettbewerb und können solche Themen, so sehr ich das auch begrüßen würde - leider nicht alleine schultern, auch nicht, wenn wir zu rund 25 % der Verursacher des ganzen Drecks sind. Hinzu kommt, dass Deutschland ohnehin schon sehr ehrgeizige Ziele auf diesem Sektor hat und wenn die verwirklicht werden, dann werden andere Staaten zwangsläufig mal nachziehen.

Um aber auf das Ausgangsthema zurückzukommen. Ich bin gerne bereit, noch mehr gegen die Umweltverschmutzung zu tun, wenn es solidarisch von Allen getan wird. Nur die Fernflieger zu belasten - das kann, will und werde ich nicht akzeptieren.

Liebe Grüße
Gerd

PS für Michael: Da hast Du eine interessante Diskussion angestoßen.
3’766 Beiträge · seit 200621. Jan. 2010 ·
Was mich stört an dieser «freiwilligen» Abgabe ist die soziale Komponente!

Es trifft die weniger Begüterten wieder einmal mehr als die gut Betuchten.

Für den einen ist eine Reisekasse von 2000 Euro das Produkt aus verzicht und sparen,
für den Anderen sind 6000 Euro ein griff in die Portokasse.

So kann es sein das ein ehrliche Umweltschützer sich finanziell arg belastet und der andere
für seine Imagepflege gerade mal auf ein Businesessen verzichtet.

Solche Ideen sind im Grundsatz sicher nicht schlecht aber in der Praxis taugen sie meiner Meinung nach nicht viel.

Gruss Kurt


PS
Deutschland hat sich innerhalb der EU zur führenden Kraft in Sachen Umweltschutz entwickelt,
Windkraft, Sonnenenergie und Euroabgasnormen.

Dies zwingt auch andere nachzuziehen, auch auf China als Beispiel hat das Einfluss, müssen sie doch auch Technologien entwickeln um in den EU Absatzmärkte zu erschliessen.

Auch wenn Erfolge und Resultate nicht sofort ersichtlich sind hat Deuschland vieles in Bewegung gebracht.
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Gast21. Jan. 2010 ·
Hallo Gerd,
gglink schrieb:
Weißt Du wieviele deutsche Arbeitsplätze von China abhängen?
Ja. Etwa 0,6 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland. In den Medien wird gern der Eindruck erweckt, das China für uns DER große Absatzmarkt ist und das wir China bloß nicht verärgern dürfen. Die nackten Zahlen und die Erfahrungen widersprechen dem völlig. Alle westlichen Länder haben ein gigantisches Außenhandelsdefizit mit China und das wächst weiter rapide an. Wir sind für China als Absatzmarkt viel wichtiger, als China als Absatzmarkt für uns. Gerade mal 3% der deutschen Exporte gehen nach China und insgesamt hängen etwa 20% der deutschen Arbeitsplätze am Export (Quelle jeweils Bundesstatistikamt).

Natürlich würde sich China erst einmal mit Zöllen auf westliche Waren revanchieren wollen. Aber China hat bei einem Handelsstreit viel mehr zu verlieren. Im Westen fallen im Worst-Case-Szenario ein paar wenige Arbeitsplätze und minimal Wohlstand weg. In China bricht das ganze Land zusammen, wenn der Export nicht mehr boomt und neue Arbeitsplätze generiert.
Und weißt Du, wieviele Leute nicht mehr ihr geliebtes ADIDAS-Shirt - oder nimm von mir aus auch jede andere Marke -
anziehen können, weil die durch den Zoll zu teuer werden.
Das geliebte Adidas-Shirt kostet 3 EUR in der Produktion und 70 EUR im Handel. Wenn es denn zukünftig mit Zoll 73 EUR kostet, geht die Welt nicht unter.
Nur die Fernflieger zu belasten - das kann, will und werde ich nicht akzeptieren.
Natürlich hat sowas auch negative Aspekte und die 100% ideale Lösung wird es nicht geben. Ich bin selbst auch regelmäßig genervt von der ganzen staatlichen Regulierung und Bevormundung, aber für mich hätte es trotzdem einen gewissen Charme, wenn ein System wie Atmosfair verbindlich vorgeschrieben wäre. Einerseits ist das Geld da besser als beim Staat aufgehoben, der mit zusätzlichem Geld aus CO2-Zertifikaten etc. nur wieder das komatöse Renten- und Krankenversicherungssystem zwangsbeatmet. Andererseits hätte ich eine diebische Freude daran, dann mit ideologisch verbohrten Umweltschützern zu diskutieren, die Fernreisen und Fliegen per se ablehnen und für unverantwortlich halten. Die immer ach so hoch gelobte und angeblich umweltfreundliche Bahn wäre dann nämlich im Vergleich zum Fliegen die reinste Umweltdrecksau 🤩

Beste Grüße

Guido
1’680 Beiträge · seit 200721. Jan. 2010 ·
also ehrlich gesagt, ich bin nicht bereit mein Gewissen für meinen einmal jährlichen Flug "freizukaufen", ich regel das lieber direkt vor Ort (sofern beeinflussbar) und kaufe bsp. nur saisonales Obst und Gemüse dazu aus der Region, sprich keine extra angekarrte Nahrung. Denn jetzt mal auf die Spitze getrieben ... müsste für jede Paprika, für jeden Apfel, für jede Ananas und Co ebenso auf atmosfair extra bezahlt werden, denn der Bärenanteil der Nahrung hat wesentlich mehr Flugkilometer auf der Haut, als ich mit meiner jährlichen Fernreise. Selbst "heimische Krabben" werden zum Puhlen nach Nordafrika gekarrt und wieder zurück ... das ist doch verrückt.

So lange es Menschen gibt, die auch im Winter nicht auf ihre Erdbeeren verzichten können, die ihre Flugmangos und Co "brauchen", sehe ich keinen wirklichen Sinn darin, meine eine Fernreise zu "begleichen".
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2010
3’766 Beiträge · seit 200622. Jan. 2010 ·
Guten Morgen,

heute um 05:30 beim z'Mmorge las ich in einer Tageszeitung einen Bericht der dieses Thema indirekt streift.

Meiner Meinung nach treffen diese Ueberlegungen im Ansatz meine Meinung. Im Artikel ging es sinngemäss um folgenden Denkansatz.

Es kann keine Alternative sein, sein ökologisches Gewissen frei zu kaufen in Projekten fernab der Ursprungsemission.

Solche Projekte ziehen unwillkürlich wieder Emmisionen nach sich.
Was würde ein Windkraftwerk irgendwo im Hindukusch nützen wo nicht einmal gewährleistet werden kann das dieser Luftumwälzer gewartet würde, geschweige denn die Logistik für das heranfahren und anschliessen an ein Netz.

Viel besser wäre es den Schadstoffausstoss direkt zu kompensieren, Die Umweltverschmutzung ist global und verbreitet sich von der Ursprungsquelle aus.

Daher bringt es vielmehr wenn Geld dass nach dem Verbraucherprinzip generiert würde dazu verwendet wird um zB in Europa die Windkraft im grossen Stiel zu fördern.

Es würde vielmehr bringen wenn von Anfang an in den idustriellen Ländern Autos gebaut würden die erst gar nicht viel Emissionen entstehen lassen. Die insvetitionen in emissionsarme Techniken kämen auch direkt den ärmeren Regionen zu gute da erst gar keine Emissionsschäden bekämpft werden müssten.

Ähnlich verhält es ja auch bei der Atomkraft und hoch toxischen Abfällen, da wird auch in die 3.Welt exportiert mit unkontrollierbaren Folgen in diesen Ländern. Nur damit wir am Ursprung mit gutem und vorgetäuschtem reinen Gewissen schlafen können.

Ich bin auch der Meinung das man seine Bilanz nicht erkaufen darf.

Es gibt nichts Gutes ausser man tut es!


Gruss Kurt

PS
Der Artikel wurde nur sinngemäss wiedergegeben unter einbezug meiner Gedanken!
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Gast22. Jan. 2010 ·
Hallo,
Crazy Zebra schrieb:
Es kann keine Alternative sein, sein ökologisches Gewissen frei zu kaufen in Projekten fernab der Ursprungsemission.
Und was heißt das in Bezug auf das hier diskutierte Fliegen? Zum einen fallen die "Ursprungsemissionen" nicht über Deutschland oder der Schweiz an und zum anderen gibt es zu Langstreckenflügen keine Alternative (Die gleiche Strecke in 1-6 Wochen per Bahn oder Schiff zurückzulegen, betrachte ich jetzt mal nicht wirklich als Alternative). Es bleiben dann in Sachen Klimaschutz nur die Optionen, entweder gar nicht mehr zu fliegen oder den CO2-Ausstoss durch andere Maßnahmen zu kompensieren.

Dem Klima ist es völlig egal ob CO2 in Deutschland, Indien oder sonst wo entsteht. Es ist nur die Gesamtmenge relevant. Genauso ist es umgekehrt irrelevant, wo nun genau CO2 eingespart wird. Von daher bin ich eigentlich für einen pragmatischen Ansatz: Das für den Klimaschutz verfügbare Geld so einsetzen, dass mit dem Geld das Maximale erreicht wird. Und wenn das Einsparen einer Tonne CO2 durch Solarthermie in Indien z.B. 20 EUR kostet und die Einsparung einer Tonne CO2 durch Photovoltaik in Deutschland 400 EUR kostet, dann halte ich es nicht für sinnvoll, hier mit Photovoltaik etwas für das Klima tun zu wollen.

Beste Grüße

Guido
3’766 Beiträge · seit 200622. Jan. 2010 ·
Hallo Guido,

deine Antwort hat mir ein heiters Lächeln ins Gesicht gezaubert 🙂 (nicht negativ gemeint)

Ich hoffe du kannst meine Antwort mit Gelassenheit entgegen nehmen, sie ist nicht gegen Dich als Person gerichtet 😛

Was nützen Solarzellen in Indien wenn wir die "Ursprungsemission" das Kerosion weiterhin über den Köpfen der Buschleute verteilen.

Das meine ich mit Ursprungsemission, unsere Wohlstandskultur steht am Anfang der Emission.

Auch denke ich das 1000 Solarzellen in Europa mehr Wirkung zeigen als 1000 in Indien, ich gehe mal davon aus das ein Indischer Reisbauer weniger Heizöl im Winter verpufft als wir.

Ich glaube auch nicht dass ein Afrikanisches Land die Möglichkeiten hat neue Technologien zu entwickeln damit unsere Ferienbomber weniger Dreck über ihren Köpfen verteilt.

CO2 kompensation heisst doch im übertragenen Sinn nicht anderes als das wir weiter gleichviel Dreck produzieren und andere sollen das bitteschön kompensieren.

Das Zauberwort heisst das entstehen der Emissionen zu verhindern, wo weniger produziert wird gibt es auch weniger zu kompensieren.

Ach ja, woher stammen die 20 Euro für eine in Indien Produzierte Solaranlage?
Wenn dem so wäre würde es doch Sinn machen diese dort zu produzieren und in Europa zu verbauen.

Solaranlagen sind ein Hochtechnologieprodukt mit wenig Manpower und die Siliziumpreise sind auch in Indien gleich hoch 🙂

Ich bleibe dabei, Kompensationszahlungen sind im Grunde eine nette Idee, jedoch das vermeiden der Emissionen die wirkliche Herausforderungen.

Würde mich freuen bei einem Bier am Forumstreff mit dir zu plaudern.

Grüsse Kurt
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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2010
Gast22. Jan. 2010 ·
Hallo,
Crazy Zebra schrieb:
Was nützen Solarzellen in Indien wenn wir die "Ursprungsemission" das Kerosion weiterhin über den Köpfen der Buschleute verteilen.
A verstehe ich ehrlich nicht ganz, was Du mit dem Satz sagen willst? B verwechselst Du permanent Solarzellen(=Photovoltaik=teuer) mit Solarthermie, was Dich zu völlig falschen Schlüssen führt.

Wie schon geschrieben, haben wir zum kerosinbefeuerten Fliegen noch nicht wirklich Alternativen. Wenn Du CO2-Emissionen beim Fliegen am Ursprung beseitigen willst, bleibt auf Sicht von 5-10 Jahren nur, Fliegen komplett zu verbieten. Diese Lösung willst Du sicher genauso wenig wie ich. Also bleibt vorerst nur zu schauen, wie man die Emissionen beim Fliegen anderweitig kompensieren kann.
Ich glaube auch nicht dass ein Afrikanisches Land die Möglichkeiten hat neue Technologien zu entwickeln damit unsere Ferienbomber weniger Dreck über ihren Köpfen verteilt.
Genau das ist ja das große Problem beim Klimaschutz. Wir arbeiten uns nur an den ideologisch aufgeladenen Themen ab, statt einfach pragmatisch das zu machen, was dem Klima am meisten nutzt. Das Flugzeug wird regelmäßig verteufelt. Das Auto auch. Die derzeit noch unsinnige Photovoltaik wird mit Milliardenaufwand und ohne nennenswerten Klimanutzen verfolgt...

Dem Klima ist es völlig egal, ob eine Tonne CO2 durch ein Auto, die Heizung eines Hauses oder ein Kohlekraftwerk ausgestoßen wird. Es ist dem Klima auch egal, ob das in Deutschland oder Indien passiert, da sich das CO2 in der höheren Atmosphäre ohnehin recht gleichmäßig verteilt und letztlich nur der weltweite Gesamtausstoß relevant ist. Warum verbieten wir nicht bei Renovierungen und Neubauten den Neueinbau von Ölheizungen? Dafür haben wir Alternativtechnologien, die ohne Subventionen rentabel sind.
CO2 kompensation heisst doch im übertragenen Sinn nicht anderes als das wir weiter gleichviel Dreck produzieren und andere sollen das bitteschön kompensieren.
Nein, andere sollen nicht unseren Dreck kompensieren. Wir haben aber keine unbegrenzten Mittel zum Klimaschutz zur Verfügung. Also sollten wir die begrenzten Mittel so einsetzen, dass sie am meisten bringen. Und wenn ich mit 400 EUR in Indien 20 Tonnen CO2 einsparen kann und mit Photovoltaik in Deutschland für 400 EUR nur 1 Tonne, dann macht es aus Klimasicht überhaupt keinen Sinn, das Geld in Deutschland in Photovoltaik zu investieren.
Ach ja, woher stammen die 20 Euro für eine in Indien Produzierte Solaranlage?
Wenn dem so wäre würde es doch Sinn machen diese dort zu produzieren und in Europa zu verbauen.
Ich schrieb von CO2-Vermeidungskosten pro Tonne. Das ist die relevante Kennzahl, wenn man die Effizienz von Klimaschutzmaßnahmen vergleichen will.
Ich bleibe dabei, Kompensationszahlungen sind im Grunde eine nette Idee, jedoch das vermeiden der Emissionen die wirkliche Herausforderungen.
Da Du bei der Maxime auf absehbare Zeit nicht mehr Namibia fliegst: Wie viel willst Du für Dein Auto haben? 🤩

Beste Grüße

Guido
119 Beiträge · seit 200922. Jan. 2010 ·
Guido. schrieb:
Da Du bei der Maxime auf absehbare Zeit nicht mehr Namibia fliegst: Wie viel willst Du für Dein Auto haben? 🤩
Entschuldige, Kurt, ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen 😄

Ansonsten finde ich mich sehr in den Ausführungen von Guido wieder.

Ich kann (noch) nicht zwischen einem umweltschädigenden und einem umweltschonenden Flugzeug bzw. Flugart wählen. Also muss ich, wenn ich z.B. ins südliche Afrika will und mir die lange Reise auf dem Land- oder Wasserweg (zeitlich) nicht leisten kann, einen umweltschädigenden Flug machen. Dann ist es für mich kein "Ablasshandel", wenn ich parallel dazu konkrete Projekte unterstütze, die den weltweiten CO2-Ausstoss verringern. Es ist ja nicht so, dass ich wegen dieser Möglichkeit nun sinnlos in der Weltgeschichte rumfliege.
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2010
3’766 Beiträge · seit 200622. Jan. 2010 ·
Lieber Guido,

ich werde weiterhin fliegen ich hab nie erwähnt das ich ein Green Panda bin 😉 (mischung zwischen Greenpeace und WWF)

Vieleicht bin ich kein guter Mensch, umwelttechnisch,
aber ich stehe dazu und es verbessert mein Wohlbefinden nicht wenn ich irgend jemanden eine Kompensationszahlung abdrücke.

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2010
3’766 Beiträge · seit 200622. Jan. 2010 ·
sha schrieb:
Guido. schrieb:
Da Du bei der Maxime auf absehbare Zeit nicht mehr Namibia fliegst: Wie viel willst Du für Dein Auto haben? 🤩
Entschuldige, Kurt, ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen 😄


Der war auch gut...
Ich kann (noch) nicht zwischen einem umweltschädigenden und einem umweltschonenden Flugzeug bzw. Flugart wählen.
Doch könntest du,

in dem du eine Fluggesellschafts wählst die mit neuesten Aribuses oder Dreamlinern in gut gewartetem Zustand fliegen

oder

du fliegst mit einem Billigangebot am besten Frankfurt - London - Jo-Burg - Windhuk 😛

Mit dem gesparten Geld kann man dann die CO2 Fee bezahlen 🤪

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2010
119 Beiträge · seit 200922. Jan. 2010 ·
Ja, vielleicht umweltschonender, aber nicht wirklich umweltschonend 😉

Man hat durchaus auch die Möglichkeit, trotzdem noch ein Projekt zu unterstützen, das den weltweiten CO2-Ausstoss zu verringern sucht. Nebst Green und Panda 😛
3’766 Beiträge · seit 200622. Jan. 2010 ·
sha schrieb:
Man hat durchaus auch die Möglichkeit, trotzdem noch ein Projekt zu unterstützen, das den weltweiten CO2-Ausstoss zu verringern sucht. Nebst Green und Panda 😛
Ja, indem man wie ich den ganzen Winter den A - abfriert und Morgens um 05:45 mit dem 2-Rad zur Arbeit fährt 😄

Und vermutlich bin ich der einzige Touristen-Idot im südlichen Afrika der mit Russpatikelfilter in Afrika rumfährt 😛

Und nun habe ich ein gutes Gewissen, den mein Auto in Afrika ist die Kompensation für den Abgefrorenen A.... im Winter 😄 😄

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2010
Gast22. Jan. 2010 ·
Hallo,
Crazy Zebra schrieb:
Vieleicht bin ich kein guter Mensch
Den Verdacht habe ich schon lange 😗
War nur Spaß. 🤩
aber ich stehe dazu und es verbessert mein Wohlbefinden nicht wenn ich irgend jemanden eine Kompensationszahlung abdrücke.
Auch wenn sich das jetzt vielleicht nach Wortklauberei anhört: Atmosfair ist eben im Endeffekt keine Kompensationszahlung, kein Ablasshandel. Es ist tatsächlich eine vollständige Kompensation des anteiligen CO2-Ausstosses durch Deinen Flug.

Beste Grüße

Guido
119 Beiträge · seit 200922. Jan. 2010 ·
Überzeugt - du gehörst auch zu den Gutmenschen 😄

Nee, jeder wie er es für sinnvoll erachtet, es soll ja keine Wertung der einzelnen "Umweltbeiträge" sein! Mich hat bei einigen Beiträgen nur etwas irritiert (und das ist jetzt nicht auf dich bezogen), wenn man solche CO2-Verringeruns-Projekte per se verteufelt (womit wir ja irgendwie doch wieder beim Ablasshandel wären 😛 ). Es ist eine Möglichkeit von vielen - und je mehr Möglichkeiten man wahrnimmt, desto grösser die Überlebenschance der Erde 🤪