Doc in Africa - 4 Wochen Namibia (+SAF) in Bildern

136 Antworten · 92,6k Aufrufe · gestartet 11. Okt. 2009 von DocHoliday
Bilder klein
Antworten
Themenstarter272 Beiträge · seit 200825. Okt. 2009 ·
uyukon schrieb:
Du scheinst ja ein Vogelexperte zu sein.
Nö, überhaupt nicht aber nachdem ich so viele gesehen habe, habe ich mir ein Bestimmungsbuch zugelegt.

13.9.09 Relaxen

Auch an diesem Morgen griff Mutter Natur zum Sonnenaufgang wieder ganz tief in den Farbeimer.



Mit lebendigen Oryx wäre mir die Aufnahme natürlich deutlich lieber gewesen aber zur Not tat es auch diese Skulptur am Visitor Center in Twee Rivieren.

Zunächst war recht wenig "Betrieb" entlang der Parkstraßen. Nur ein paar große und ganz große Vögel kamen mir im Morgenlicht vor die Linse.


Wie man sieht, kann der Straß doch "fliegen", wenn auch nicht sehr hoch 😉



Ansonsten sah es meist so aus:



Eigentlich ist es ja sowieso erstaunlich, dass man in einem Park mit einer Größe von etwa 35.000 qkm überhaupt ein paar Tiere entlang der paar km Straße zu sehen bekommt. Ohne die (künstlichen) Wasserlöcher könnte man wohl sehr lange suchen, bevor man wenigstens mal einen Springbock o.ä. sieht.

Ich habe mir zunächst mal die Überreste einer kleinen Farm angesehen. Südafrika hat vor dem 1. Weltkrieg hier kostenlos Land an Farmer vergeben, die sich dafür verpflichtet haben, die Wasserlöcher (und Pumpen) in Stand zu halten. Natürlich tat man das nicht aus Natur- oder Tierschutzgründen, sondern aus strategischen Überlegungen, weil die Kalahari einer der möglichen Routen für einen Einmarsch in Namibia waren, wenn dir Wasserversorgung für die Armee sicher gestellt war.



Von diesem Häuschen, das auf einem Hügel lag, hatte man eine gute Aussicht aber Tiere waren auch von dort oben nicht zu entdecken.



Das änderte sich aber hinter der nächsten Kurve, als eine Herde Springböcke in SIcht kam.





Nach und nach wurden es immer mehr, die von einer Reihe blühender Sträucher angelockt wurden, von denen sie fein säuberlich die Blüten abfraßen.



Bambi war auch dabei:



Bei dieser Springbockherde habe ich mich eine ganze Zeit lang aufgehalten und sie in aller Ruhe aus der Nähe beobachtetet.

Zwischendurch ließ sich netterweise in dem Baum über mir auch noch ein Pigmy Falcon (Halsband-Zwergfalke) nieder.



Diese kleinen Kerlchen wohnen häufig zur Untermiete in den großen Webervögelnestern. Besonders nette Untermieter sind sie allerdings nicht. Wenn sie anderswo nichts zu fressen finden, machen sie sich über den Nachwuchs ihrer Vermieter her.

Nachdem ich die Springbockherde verlassen hatte, bekam ich wieder nur jede Menge Gegend zu sehen.



Daher fiel der Morning Drive heute recht kurz aus und ich war gegen 9:45 wieder zurück im Camp - gerade rechtzeitig um noch ein Frühstück im Restaurant zu bekommen. Mit einer dicken Portion Kaffee, Eiern und Speck im Bauch war danach erstmal Ruhe angesagt. Mit einem guten Buch habe ich mich in den Campingstuhl gehauen und die Sonne genossen.
So ganz ohne knipsen ging aber auch das nicht ab, weil mich diverse Vögel besuchen kamen.

Ein paar Schwarzbauch-Glanzstare



ließen ihr glänzendes Gefieder in der Sonne schimmern und eine Horde Spatzen hat mich eine zeit lang nett unterhalten. Bei uns sieht man sie ja kaum noch.



Nach ein paar Stunden faulenzen habe ich mich gegen 16:00h wieder auf den Weg gemacht. Irgendwie fur sich das Auto auf einmal seltsam. Er schien nicht richtig Gas anzunehmen und stotterte regelrecht beim beschleunigen. Zuerst habe ich gedacht, ich spinne und bilde mir das ganze nur ein aber es war eindeutig nicht nur meine Fantasie, die da ein Problem hatte.
Was kann da los sein? Habe ich vielleicht gestern verunreinigtes Benzin getankt? Oder den falschen Sprit? Diesel? Ich hatte keine Ahnung.

Nachdem es nicht besser wurde, habe ich nach einer halben Stunde umgedreht und bin ins Camp zurück. Als erstes bin ich nochmal zur Tankstelle und habe auf die Zapfsäule geschaut, wo ich getankt habe. Unleaded 95 Oct. - am falschen Sprit lag es zumindest nicht. Im Motorraum war nichts auffälliges zu entdecken. Allerdings tropfte etwas unters Auto, was nach Benzin roch. Nur ein paar Tröpfchen aber immerhin. Lag es vielleicht daran, dass der freundliche Tankwart gestern den Tank bis zum überlaufen gefüllt hatte und jetzt der Druck einfach zu hoch war, nachdem das Auto sich den ganzen Tag in der prallen Sonne aufgeheizt hatte? Heute morgen war es ja noch recht kühl und ich war auch nur 30 oder 40 km gefahren.
Schon als ich den Tankdeckel aufgeschlossen habe, zischte es ganz gewaltig und beim öffnen kam mir ein ganzer Schwall Sprit entgegen. Hm, hoffen wir mal, dass das Problem damit behoben ist. Inzwischen war es zu spät, um nochmal los zu fahren. Also werde ich wohl erst morgen erfahren, ob es nur am zu hohen Druck im Tank und den Benzinleitungen lag.

Also habe ich beschlossen, das es nichts bringt, weiter zu grübeln. Hier gibt es sowieso keine Werkstatt, die mir weiterhelfen könnte. Es bleibt nur die Hoffnung, dass die Kiste kein ernsthaftes Problem hat und mir morgen nicht irgendwo auf der Strecke verreckt.

Inzwischen meldete mein Magen recht eindringlich, dass das Frühstück schon viel zu lange her war. Im kleinen Lädchen des Camps erstand ich ein paar Beinscheiben vom Lamm (dachte ich zumindest. Das genauere Studium des Etiketts zeigte später, dass es sich um "Mutton" also Hammel handelte. War aber trotzdem lecker und hatte nichts von dem etwas penetranten und tranigen Aroma, dass Hammel in Deutschland oft hat. Dazu gab es einen frischen Salat und den obligatorischen Rotwein und schon war die Welt wieder in Ordnung. Nach einem netten Schwätzchen mit einer südafrikanischen Familie, die nebenan zeltete war ich wieder recht früh im Bettchen.

Bilder habe ich übrigens nachmittags aus lauter Sorge ums Auto kein einziges gemacht. Ich habe aber auch nicht viel gesehen.
Gruß Dirk
690 Beiträge · seit 200926. Okt. 2009 ·
Ich hoffe doch, dass das Problem mit Deinem Auto sich gelöst hat und so bin ich weiter auf die nächste Geschichte gespannt. Entspannt war allerdings Dein Tag. Das ist doch schon mal was. Gruß Edith
9 Beiträge · seit 200926. Okt. 2009 ·
Hallo,
möchte auch einfach mal etwas beitragen: super nett geschriebener Reisebericht. Bin gespannt, was noch so kommt....
Habe beschlossen, dass mein nächster Urlaub in Namibia sein wird und bin so auf dieses Forum gestoßen. Werde nun Informationen sammeln und hoffe sehr, dass mir dann auch so viele Tiere vor die "Linse" laufen.

Viele Grüße
Adriane
690 Beiträge · seit 200927. Okt. 2009 ·
Hallo Dirk, ich vermiss die Fortsetzung...............und andere sicher auch!
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2009
Themenstarter272 Beiträge · seit 200827. Okt. 2009 ·
Ist gerade in Arbeit aber ein Stündchen dauert es sicher noch.
Gruß Dirk
zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2009
Themenstarter272 Beiträge · seit 200828. Okt. 2009 ·
Das Stündchen ist etwas länger als geplant geworden.

14.9.09 - Die 3 von der Tankstelle


Heute morgen mal kein kitschig bunter Sonnaufgang sondern ein paar Scherenschnitte. War doch nett von den Gnus und Springböcken, sich auf dem Dünenkamm aufzureihen.





Heute stand die Fahrt zurück nach Mata Mata auf dem Programm. 120 km mit viel Zeit, unterwegs die Tierwelt zu bewundern.

Dieses Sekretär-Pärchen hat mir eine Weile seine Jagdmethoden vorgeführt. Sieht "lustig" aus, wie sie ihre Opfer tot trampeln.



Auf dem nächsten Baum sass mal wieder ein Vogel, der Mitleid mit mir hatte und sitzen geblieben ist. Ich denke, dass es sich um einen jungen Bateleur (Gaukler) handelte.



Diese beiden Springböcke hatten ein ernsthaftes Gespräch darüber, wer denn hier das sagen hat.



Bambi fand das alles eher langweilig.



Ein Stückchen weiter war eine Gruppe Gnus beim Ballett-Training. Einer hatte wohl die Choreographie nicht verstanden.



Heute war ein Vögel- ähhh, Vogeltag. Irgendwie blieben tatsächlich fast alle sitzen und ließen sich fotografieren. Auch diese Bienenfresser



Auch ein Rotbauchwürger (toller Name ;)), den ich bisher immer nur als roten Punkt aus der Ferne gesehen hatte, posierte relativ geduldig für mich.



Zwischendurch lief mir auch noch dieser Steenbock über den Weg.



Danach kam das erste echte Highlight des Tages: EIne Hyänenfamilie mit drei oder vier Jungen lagerte in einem Gebüsch direkt neben der Straße.
So klein sind sogar Hyänen ganz süß.







War interessant, ihr Familienleben so aus der Nähe beobachten zu können, auch wenn es großenteils hinter den Büschen stattfand.

Von einem deutschen Pärchen, die im Wagen neben mir die Szenerie beobachteten, hörte ich, dass ein paar km weiter 3 Leoparden auf einem Hügel sitzen sollten. 3 Leoparden zusammen? UNgewöhnlich! Vielleicht doch eher Geparden?
Da sich die Hyänen ohnehin zum Mittagsschläfchen niedergelassen hatten, bschloss ich , mal nachzusehen.


Was dabei rausgekommen ist, erfahrt Ihr im nächsten Teil ,9.


Ach so, da war ja noch was!


Das Auto? Ist einfach gefahren ohne weitere Probleme zu machen.
Gruß Dirk
Gast28. Okt. 2009 ·
Hallo,

schöne Bilder, kurzweilige Texte, gern mehr davon.

Beste Grüße

Guido
563 Beiträge · seit 200928. Okt. 2009 ·
Hallo Dirk,
Bericht und Bilder ganz toll! So viel "Jagdglück" hat nicht jeder!!! 🙂 Bei dem noch nicht identifizierten Habicht handelt es sich m.E. um einen Gabar Goshawk Melierax Gabar)im Jugendkleid(Immature).

Gruß Mike
690 Beiträge · seit 200928. Okt. 2009 ·
Hallo Dirk, mit Freunde und einem schmunzeln auf den Lippen habe ich Deinen Bericht gelesen. Du machst es spannend! Also dann, Teil 9 wird erwartet.
1'715 Beiträge · seit 200628. Okt. 2009 ·
Hallo Doc

Bin erst jetzt auf Deinen Bericht gestossen und habe ihn verschlungen. Freue mich auf die Vortsetzung.

Werde mich bald mit unserem Reisebericht revanchieren, aber der kommt in unsere Homepage.

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
zuletzt bearbeitet 28. Okt. 2009
730 Beiträge · seit 200628. Okt. 2009 ·
Hallo Dirk,

vielen Dank für Deinen schönen Reisebericht.
Besonders gefreut habe ich mich heute über Deine Hyänenfotos.
2008 waren wir auch im Kgalagadi Transfrontier Park und konnten 2 Halbwüchsige mit ihrer Mutter beobachten. Es war einfach wunderbar, den Dreien zuzuschauen.



Laut SanParks-Forum sind es in diesem Jahr 3 Junge und wieder in der gleichen Höhle nördlich vom Urikaruus-Wasserloch.

Ich freue mich schon auf Deine Fortsetzung.

Viele Grüße
Ina
zuletzt bearbeitet 28. Okt. 2009
1'312 Beiträge · seit 200628. Okt. 2009 ·
Hallo Dirk,

danke für deine schöne Bilder und den kurz- und knackig geschriebenen Reisebericht. Freue mich ebenfalls auf die Fortsetzung!

LG Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
Themenstarter272 Beiträge · seit 200829. Okt. 2009 ·
15.9.09 Fortsetzung

Hm, warum habe ich den Tag wohl "Die drei von der Tankstelle" genannt?

Genau, weil 5 oder 6 km weiter drei Kätzchen in einiger Entfernung oben auf einem Hügel saßen. Erwartungsgemäß waren es keine Leoparden sondern Geparden.





Unten auf der Straße standen 2 Autos nd warteten, ob sie irgendwann runter kommen würden. Mit einem englischen Pärchen habe ich mich eine Weile durchs Fenster unterhalten. Sie standen schon eine Stunde dort, ohne dass sich die drei Kätzchen gerührt hätten. Deshalb sind die ebiden dann auch weiter gefahren. Schlechtes Timing!
Sie waren kaum um die nächste Kurve herum als Bewegung in deíe Gepardengruppe kam. Erst stand einer auf, dann die anderen beiden, dann kamen sie zusammen den Hügel hinunter.

http://www.usa-travelcenter.de/discoveramerica/wbb/wbb2/galerie/bilder/bild-540.jpg

Unten leifen sie dann ert parallel zur Straße. War gar nicht so einfach, ihnen im Rückwärtsgang zu folgen.





Nachdem sie die Straße überwuert hatten, waren sie so nah, dass ein 100 mm Objektiv ausreichte (oben auf dem Hügel hatte ich noch das 400er mit 2x Konverter gebraucht).

Einer stellte sich für mich in Pose, danach drufte ich nur noch ihre Hinterteile bewundern.



Hat sehr viel Spaß gemacht, die drei aus der Nähe zu beobachten.

Nachdem sich die drei verabschiedet hatten, konnte ich mich wieder auf andere Dinge konzentrieren und entdeckte diese beiden Raubvögel.



Wenn mich nicht alles täuscht, müssten das Gleitaare (Black shouldered Kites) sein.

Inzwischen war es Mittag geworden, die Sonne stand hoch am Himmel, es waurde warm und alles suchte Schatten.





Ich fand das eine gute Idee und fuhr nach Mata Mata um ein wenig Siesta zu halten. Unterwegs sah ich noch diesen Sekretär an einem Wasserloch.



Nach ausgedehnter Mittagsruhe ging es gegen 15.00h weiter.
Nicht weit von der Stelle, wo ich sie verlassen hatte, traf ich noch einmal auf meine drei Freunde. SIe machten aber nicht den Eindruck, als ob sie sich in absehbarer Zeit bewegen woollten.



Nach Gemsbock und Straußen traf ich auf eine Gruppe Gnus, wo einige der Bullen extra für mich ein Unterhaltrungsprogramm aufgelegt hatten.







War schön, die Gnus mal in Action zu sehen. Sonst stehen sie ja neist nur widerkäuhend in der Gegend.

Das war es dann auch für den Nachmittagsdrive.

Abends gabe es ...




... Ihr ahnt es schon...



Steak, Salat und Rotwein!


Der Kandidat hat 100 Punkte. :!! :!!

Auf die nächste Fotrtsetzung werdet Ihr ein wenig warten müssen, weil ich ab heute auf einem Kongress bin (in San Diego ;)).
Gruß Dirk
zuletzt bearbeitet 29. Okt. 2009
690 Beiträge · seit 200929. Okt. 2009 ·
Hallo Dirk, wieder mal ein dickes "Danke schön" für Deinen Bericht und die tollen Bilder. Viel Erfolg in San Diego und geduldig -Geduld haben wir ja in Afrika gelernt- warten wir auf Weiteres.
4'451 Beiträge · seit 200829. Okt. 2009 ·
Hi Dirk,
wir sind am 19.10.09 aus Namibia zurück und haben mit großer Freude Dein Post gesehen.
Sehe Dich online , hoffentlich geht Deine tolle Geschichte und Deine schöne Bilder bald weiter.
Super Danke.
Lieben Gruß
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
45 Beiträge · seit 200829. Okt. 2009 ·
Was ist das für ein Layout, der rechte und linke äußere Rand fehlt bei mir???? 🙄
0
zuletzt bearbeitet 29. Okt. 2009
4'451 Beiträge · seit 200829. Okt. 2009 ·
Hi Glockenfrosch,
Du schreibst :

Was ist das für ein Layout, der rechte und linke äußere Rand fehlt bei mir????

Versuche mal das Design zu wechseln, siehe rechts design 1 2 oder 3
Lieben Gruß
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter272 Beiträge · seit 200804. Nov. 2009 ·
15.9.09 Straußenballett und Köcherbäume

Auch an diesem Morgen ging ganz überraschend die Sonne auf:


Into the light:


An meinem letzten Tag im Kgalagadi hatte ich noch Zeit für einen Morning Drive bevor ich mich auf den Weg nach Ketmannshoop zu den Köcherbäumen machen musste.

Außer dem Sonnenaufgang gab es zunächst nicht viel zu sehen aber am 13. oder 14. Bohrloch entdeckte ich oben auf dem Hügel ein paar Giraffen im Gegenlicht.



Nach und nach tauchten weitere auf und schließlich habe ich von den 11 Tieren, die es laut Parkbroschüre im Kgalagadi gibt, 8 gesehen. Kein schlechter Schnitt! 😉
Nach und nach wanderte auch die Sonne weiter und ich konnte ein paar Bilder mit halbwegs vernünftigem Licht machen.





Der Geier wartete übrigens vergebens 😉.

So langsam wurde es jetzt Zeit, den Rückweg Richtung Parkausgang anzutreten. Der wurde allerdings durch diese Gepardendame deutlich verlangsamt.



Besonders weil sie nicht alleine war, sondern von ihrem Nachwuchs begleitet wurde.



Leider waren die drei relativ weit weg und ich hatte auch nicht so viel Glück wie am Vortag. Statt auf mich zu zu kommen, verschwanden sie langsam aber sicher in die andere Richtung.

Ein paar Springböcke und Gnus winkten mir zum Abschied zu.





Kurz vor Mata Mata hat mich dieser Straußenhahn eine Weile unterhalten. Ich weiß nicht, ob er eine Identitätskrise hatte und nachsehen musste, ob er Männlein oder Weiblein war, oder ob er nur sein Outfit kontrolliert hat. Ist halt doof, wenn man keinen Spiegel hat 😉.



In Mata Mata gingen 6 fantastische Tage im Kgalagadi Tranfrontier NP zu Ende. Schon jetzt (nach gerade einer Woche) habe ich mich gefragt, warum es eigentlich 45 Jahre gedauert hat, das erste Mal nach Afrika zu kommen, und war mit sicher, dass der nächste Besuch nicht annähernd so lange auf sich warten lassen wurde.

Die Fahrt nach Ketmannshoop war höflich ausgedrückt ereignislos (man könnte auch stinklangweilig sagen).







Endlich tauchten die ersten Köcherbäume auf den Bergen neben der Straße auf.



Übernachtet habe ich direkt am Köcherbaumwald. Nach Check-In und Anmeldung zum Abendessen war noch recht viel Zeit bis zum Sonnenuntergang, so dass ich die paar km zum Giants Playground gefahren bin. Sieht wirklich so aus, als hätte ein Riese dort eine Kiste Bauklötze ausgeschüttet (Bauklötze aus Granit).





Auch dort wachsen ein paar schöne Köcherbäume.





Zum warm werden war das schon mal sehr schön. Aber jetzt war es Zeit zum Hauptziel des heutigen Tages zu fahren: Dem Köcherbaumwald.
Leider kamen etwa gleichzeitig mit mir 2 Kleinbusse von Safari-Unternehmen dort an, so dass es etwas schwierig war, eine Position zu finden, aus der man interessante Motive fotografieren konnte, ohne dass dauernd Leute durchs Bild latschen. Das eine oder andere "ungestörte" Bild kann ich aber zeigen:









Gelegentlich hörte man zwischendurch raschelnde Geräusche in den Felsen aber es dauerte relativ lange bis ich die Quelle entdeckte:



Klippschliefer oder Rock Dassies - sehen aus wir Murmeltiere, sind aber keine Nagetiere sondern Verwandte von Elefanten und Seekühen.

Das Abendessen war keine Offenbarung aber essbar. Im Gespräch mit einigen Deutschen habe ich erfahren, dass ich scheinbar mit meinem AUto durchaus Glück hatte. Sie hatten bei der selben Firma gebucht wie ich (allerdings in Südafrika) und inzwischen (nach nicht mal 2 Wochen) schon das dritte Auto nach 2 "Totalschäden" (Getriebedefekt, Ausfall der Lichtmaschine).

Ich war relativ früh im Bettchen, weil ich natürlich am nächsten Morgen möglichst vor Sonnenaufgang noch einmal bei den Köcherbäumen sein wollte.

Zum Abschluss noch eine Dosis Kitsch:

Gruß Dirk
690 Beiträge · seit 200904. Nov. 2009 ·
Hallo Dirk, danke für die Fortsetzung. Nun sind wir gut auf den KTP eingestimmt. Bin gespannt wie Deine Reise weitergeht. Bis jetzt nehmen wir die gleiche Route. Das Afrikafieber scheint auch Dich gepackt zu haben. Uns hat kein Land so nachhaltig fasziniert wie Afrika und so m ü s s e n auch wir immer wieder dorthin zurück.
1'247 Beiträge · seit 200904. Nov. 2009 ·
Hallo Doc

bin eben auf dein Tagebuch gestossen und konnte nicht mehr aufhören. Sehr interessant und spannend, vor allem der Vergleich mit den eigenen Erlebnissen und die so unterschiedliche Erzählweise, obwohl wir uns nur um ein paar Tage verpasst haben 🙁

Die Schakalfamilie haben wir auch gesehen, aber sonst - mein Junge, du hast so was von Schwein gehabt! Mag ich dir aber neidlos gönnen 😎

Ich freue mich auf die Fortsetzung und wenn du vergleichen möchtest: "50 Tage NamBots - Sept. - Okt. 2009".

Gruss aus der Schweiz
Thomas

Sorry, eben gemerkt: Hyänen und nicht Schakale 🙄
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 04. Nov. 2009