Wie geht es auf der "Pirsch" zu ??

11 Antworten · 2’237 Aufrufe · gestartet 04. Okt. 2009 von Nenette
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Themenstarter1’309 Beiträge · seit 200904. Okt. 2009 ·
Hallo Ihr Afrika-Erfahrenen,

da sich unsere Reise nach Botswana im nächsten Jahr immer deutlicher abzeichnet, habe ich eine Frage zu den heutigen Verhältnissen bei der Tierbeoachtung.

In Kenya war es vor 20 (!!) Jahren so und das hat sich vermutlich auch nicht geändert, dass sich die Safari-Fahrer untereinander die Tipps gaben, wo welches Tier zu finden war und das endete dann des öfteren im Stau vor dem zu beobachtenden Tier und die Pirsch war ungefähr so romantisch und abenteuerlich wie die Warteschlange der Flugzeuge an der Startbahn. Meist hatte das entstandene Photo dann eher Schnappschuss-Charakter.
Auch war es so, dass stehenden Wagen 'präventiv' ein Besuch abgestattet wurde, es könnte ja was zu sehen geben. Während man sich also darum bemühte, den richtigen Winkel und die richtige Beleuchtung für sein Vogelfoto im Gegenlicht zu finden, wurde besagter Vogel des Öfteren von heranpreschenden Wagen verscheucht und verweigerte somit jegliches Foto.

In Botswana herrschte damals die Methode 'jeder für sich' (und natürlich Elefanten für alle). Das war einfach toll! Man konnte in Ruhe seine Fotos schießen und auch wenn abends am Lagerfeuer andere davon berichteten, dass sie einen Leoparden gesehen hatten, war man zwar neidisch, aber auf gar keinen Fall hätte ich mir kenyanische Verhältnisse gewünscht.

Meine Frage ist nun: wie ist das heute in Botswana? Haben sich die Verhältnisse geändert? 😕

Viele Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
728 Beiträge · seit 200604. Okt. 2009 ·
Hallo Nenette,
guckst du hier: http://www.linyanti.de/Reise/BW_2008/bw_2008_01.html
Dort kannst du sehen, dass du fast überall in Botswana allein bist beim Tiere angucken.
Gruß
Reinhard
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2’610 Beiträge · seit 200704. Okt. 2009 ·
Hi Nenette,

Gott sei Dank gibt es in Botswana (noch?) keine derartigen Auswüchse, wie in Kenia. Wir waren Anfangs/Mitte der 80er dort und damals war es im Samburu/Buffaloe Springs N.P. auch noch paradiesisch 🙂 .

Ich hoffe sehr, dass es in Botswana noch lange so bleibt.Da nehme ich es gerne in Kauf schon viele Monate die - begrenzten - Campplätze zu buchen. In der Hauptreisezeit wie Sept./Okt. gibt es zwar mehr Touris als sonst, aber alles hält sich in Grenzen.

Grüße und Spass beim Planen
Jambotessy 🙂
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Themenstarter1’309 Beiträge · seit 200904. Okt. 2009 ·
Hallo,

danke für die schnellen und ermutigenden Antworten.
Die Bilder auf Linyati.de sind ja toll. Vielleicht hätten wir doch nicht so lange warten sollen, bis wir unsere Kinder zu meinen Traumzielen mitnehmen.

Es stimmt, dass die Auswüchse in Kenya sich hauptsächlich im Tsavo, Amboseli und zum Teil in Masai Mara abgespielt haben. Samburu war tatsächlich besser.

Liebe Grüße,
Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
67 Beiträge · seit 200904. Okt. 2009 ·
Hallo Nenette,

wir waren 2007 in Kenia, Massai Mara, Samburu, Mount Kenia, Sweetwater, Lake Nakuru,Lake Baringo und Lake Bogoria, alles auch sehr schön aber nicht zu vergleichen mit Botswana,
wir seid am 21.09. nach 14 Tagen Botswana und 2 Tagen Simbabwe ( Vic. Fall und Matetsi) wieder in Deutschland, es war phantastisch mit eindrucksvollen Tierbeobachtungen und Natur, wir arbeiten gerade an unserem Reisebericht und den Fotos / Film,
Tour war organisiert, da wir erstmals in Botswana und im 4 x 4 Fahren nicht geübt sind,
hier nur als Beispiel ein Foto von einem Leoparden, bewacht seine Beute, frühe Morgenstunden, wir waren allein,

Viele Grüße von Günter
📎 phpUl0dj1
Reisebericht Kalahari 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/291069-kalahari-expedition-2016.html https://www.cewe-community.com/de/galerie/book/32434#pageflip/page/1
287 Beiträge · seit 200904. Okt. 2009 ·
Hallo Nenette,

solche "Verhältnisse" gibt es durchaus auch heute noch in Kenya, allerdings (fast) nur noch bei den billigen Minibussafaris oder Pauschaltouren.
Wenn du möglichst individuell buchst, also alleine oder max. mit 4 Leuten im Auto, bestimmst du wo es lang geht. Und wenn du ein Fahrzeug mietest und selbst fährst oder einen Fahrer dazu buchst, entgehst du in Kenya gänzlich solchen Massenaufläufen.

Besonders in der Massai Mara fahren die Ranger den ganzen Tag Patrouille und sorgen ebenfalls dafür, dass es solche Verhältnisse immer weniger gibt. Leider gelingt ihnen das nicht immer, aber immerhin zunehmend.

Liebe Grüße
Birgitt
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
290 Beiträge · seit 200707. Okt. 2009 ·
Hallo,

Solche Verhältnisse gibt es leider inzwischen auch in Botswana:
Im November 2008 hatten wir von Kasane aus eine Halbtagestour in den Chobe gebucht. Der Fahrer bretterte wie ein blöder durch den Park, hörte mehr auf seinen Funk als dass er sich umschaute und nach etwa 1,5 Stunden kam dann der erlösende Funkspruch, dass ein Löwenpaar gesichtet wurde. Wir fuhren dort hin, es waren bereit 10 weiter Fahrzeuge da. Die Löwen schien das egal zu sein, sie lagen die meiste Zeit nur faul da. Nach einer halben Stunde war die Sache erledigt, der Fahrer fuhr wieder Richtung Parkausgang. Wenn wir nicht darauf bestanden hätten bei einer Gruppe Geier und einem Elefanten zu halten wäre es das gewesen...

Viele Grüße, Phil
Meine Reiseberichte aus Afrika, Thailand, Kambodscha, den Philippinen und von Kreuzfahrten mit der AIDA: http://www.philippschaeufele.de
2’732 Beiträge · seit 200607. Okt. 2009 ·
Das Problem besteht auch in Suedafrika. Im Krueger gibt es regelrechte Staus wenn Loewen oder Leoparden gesichtet werdet. War ganz lustig als wir einfach durch die Autoschlange "gecruised" sind. Die haben wie wild gedeutet, dass wir doch anhalten sollten (dabei hatten wir den Leo ohne Autos erlebt). Fuer einige der Insassen war unser verhalten total unverstaendlich.

Botswana ist es gerade an der Chobe Riverfront so, dass die Fahrer einfach dem Funk folgen und durch den Park brettern. Ist auch verstaendlich, denn die meisten wollen einfach nur Loewen, Leoparden evtl. noch Elefanten sehen. Gerade auf die ersten beiden haben es die Fahrer deshalb abgeseen.
Dabei kann es auch voellig anders sein. Bei unserem ersten Afrikatrip waren wir im Krueger schon 1 Tag unterwegs 😊 und haben eigentlich auch nur nach den grossen Tieren Ausschau gehalten (waren auch leichter zu sehen). Am Abend dann einen game drive gemacht und der Fahrer hat uns auch die kleinen Tiere und auch die Voegel gezeigt. Komisch war nur, dass wir auch einmal viel mehr Tiere sahen, die einfach vorher noch garnicht im Krueer waren 🤩 .
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
3’491 Beiträge · seit 200607. Okt. 2009 ·
Hallo Nenette,
die paradiesischen Zeiten, wo man nahezu allein auf Pirsch war, sind leider auch in Botswana nur noch selten anzutreffen - oder müssen teuer bezahlt werden. Auf dem Chobe herrscht fast autobahnähnliches Gedränge - die Bootsführer sollen sich angeblich darauf verständigt haben, jeweils nur 5 min. " am Objekt" zu bleiben, um auch anderen Booten eine Chance zu geben. Da freuen sich Videofilmer ganz besonders, weil der schöne O-Ton durch ständig an- und abfahrende Motorboote überlagert wird. Oder durch das Synchron-Klicken von 100 Kameras ! Im Okavango-Delta ist es zwar noch nicht ganz so schlimm, aber das Verhältnis "10 Löwen = 20 Autos" ist auch hier recht häufig anzutreffen. Es gibt allerdings auch einige exklusive Lodges, wo die Gamedrives abseits der "Highways" stattfinden und da ist man dann wirklich allein. Aber für diese Exklusivität zahlt man auch !
Sehr angenehm dagegen war es im Panhandle auf Drotzkys Cabin: da war das von uns benutzte Motorboot der einzige Störenfried.
Gruß Joli
1’312 Beiträge · seit 200607. Okt. 2009 ·
@ Joli,
so drastisch, wie du die Zustände in Botswana geschildert hast, habe ich sie überhaupt nicht erlebt!
Wir waren ja jetzt zur besten Reise- und Pirschzeit in Botswana (Moremi, Savuti und Chobe) unterwegs.
Wir haben sehr viel gesehen und waren fast immer alleine am Objekt unserer Begierde.
So haben wir an 3 verschiedenen Stellen Leoparden über eine Stunde alleine beobachten können. Mit Löwen und Wildhunden ging es uns genauso.
Selbst an der recht viel befahrenen Chobe Riverfront war nicht viel Traffic.
Da war in Etoscha viel mehr los. V.a. die nervigen Overlander -Busse, die nie den Motor ausschalteten, waren extrem störend!

Lg Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
Themenstarter1’309 Beiträge · seit 200907. Okt. 2009 ·
Hallo Zusammen,

nun, ich hatte es mir fast gedacht, dass es in Botswana ähnlich werden würde wie in Kenia. Nach den obigen Beschreibungen scheint sich das hauptsächlich im Chobe abzuspielen, das wäre ein Grund, unsere Tour in Livingstone zu starten und in Maun zu beenden.

Wegen der Jungs müssen wir in den Schulferien (August/September) hin, mal sehen, wie es wird.

Eines meiner Erinnerungshighlights sind zwei Tage in der Nxaipan, wo unsere beiden Croc Camp Trucks die einzigen Fahrzeuge im Park waren. Aber ich will mal die Erwartungen nicht zu hoch schrauben! 🙂
Ich freu' mich einfach nur, dass es endlich wieder gen Süden geht!

Wir werden zumindest den Teil in den Nationalparks "organisiert" machen, da uns die Busch-Erfahrung und die Allraderfahrung fehlt.

Liebe Grüße,

Nenette
Il n'y a pas un atome de cette poussière que je n'aime infiniment. Es gibt kein Atom in diesem Staub, das ich nicht unendlich liebe. (Elizabeth Riollet über Voi/Tsavo) Botswana 2010: http://nenette-f.over-blog.de/categorie-11610665.html Mein anderes Hobby: http://lauter-schoene-saetze.over-blog.com/
3’491 Beiträge · seit 200607. Okt. 2009 ·
Hallo Claudia,
ich meine, da hast Du wirklich Glück gehabt, dass Du die Gamedrives so ungestört erleben konntest. Behalte es in guter Erinnerung. Die Chancen, dass das auch beim nächsten Mal so sein wird, stehen nicht sonderlich gut. Vielleicht bin ich aber auch ein Zweck-Pessimist - wer wenig erwartet, wird nicht so schnell enttäuscht 🙂
Gruß Joli