Der Namibia-Hype ist völlig überbewertet – Eine ehrliche Abrechnung

97 Antworten · 5’177 Aufrufe · gestartet 11. Okt. 2026 von Yana
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Themenstarter8 Beiträge · seit 202611. Okt. 2026 ·
 Der Namibia-Hype ist völlig überbewertet – Eine ehrliche Abrechnung
Wer vor der Reise nach Namibia die Hochglanz-Prospekte und perfekt inszenierten Instagram-Feeds studiert, erwartet ein magisches afrikanisches Abenteuer. Die Realität sieht jedoch oft ganz anders aus. Nach unserer Rundreise können wir  den aktuellen Hype um dieses Land absolut nicht nachvollziehen. Namibia ist vor allem eines: gähnende Leere, verpackt in endlosen, lebensgefährlichen Autofahrten und unerwartetem Massentourismus-Frust.
Hier sind die Hauptgründe, warum das Land den Erwartungen absolut nicht gerecht wird:
Stundenlang Nichts auf brutalen, gefährlichen Schotterpisten: Die Distanzen werden komplett unterschätzt. Man verbringt 80 Prozent des Urlaubs im Auto und starrt auf monotone Landschaften. Die Pisten sind mörderisch: Durch die extreme Wellenstruktur der Straßen sieht man Gegenverkehr oft erst im letzten Moment. Es wird rücksichtslos gerast – viele Einheimische und Touristen brettern auf engen Wegen mit 120 km/h statt der erlaubten 60-80 km/h an einem vorbei.
Blindflug im Staub und Wildunfall-Gefahr: Wenn man überholt wird oder Gegenverkehr hat, steht man sekundenlang in einer massiven Staubwand. Man sieht absolut nichts mehr. Wenn genau in diesem Moment Wildtiere auf die Straße springen, hat man keine Chance zu reagieren. Die Unfallgefahr ist permanent riesig.
Materialschäden trotz gutem Fahrzeug: Wir hatten eigentlich einen guten Toyota Hilux, aber selbst solche robusten Geländewagen stoßen auf diesen extremen Schotterpisten an ihre absoluten Grenzen. Die ständige, brutale Holperei auf dem Wellblech zerstört einfach alles. Bei unserem Wagen haben sich durch die heftigen Erschütterungen die Schrauben des Dachzeltes gelöst und sind während der Fahrt abgefallen! Wir können von purem Glück sprechen, dass uns das schwere Dachzelt nicht mitten auf der Piste runtergekracht oder dem Hintermann in die Frontscheibe geflogen ist.
Unterirdischer Service in staatlichen Camps: Zu den ohnehin schon völlig überzogenen Preisen kommt eine absolute Servicewüste in den staatlichen Unterkünften (NWR). Das Personal in den staatlichen Camps ist mega gelangweilt und überhaupt nicht serviceorientiert. Man fühlt sich als zahlender Gast eher wie ein störender Bittsteller als willkommen.
Der "Aldi-Effekt" am Spitzkoppe Rock Arch: Wer glaubt, an der berühmten Steinbrücke in der Spitzkoppe einsame Naturromantik zu finden, irrt gewaltig. Die Brücke ist ein absoluter Massentouristenmagnet. Kurz vor Sonnenuntergang bildet sich am Bogen eine Schlange wie beim Aldi am Wochenende. Einige Touristen nehmen absolut keine Rücksicht und blockieren die Location ewig: Erst werden unzählige Fotos mit dem Handy geschossen, danach das Ganze noch mal mit der "richtigen" Kamera. Spricht man sie darauf an, damit es schneller geht, lassen sie einen zwar vor, lassen aber ihren ganzen Krempel, Rucksäcke und Taschen mitten im Bild liegen. Das ist dort leider keine Ausnahme, sondern die Regel!
Stressfaktor Straßenverkehr: Zu der ohnehin schon anstrengenden Umstellung auf den Linksverkehr kommt hinzu, dass sich vor allem Einheimische kaum an Regeln halten. Im Sossusvlei wird weit über dem Limit gerast und in Städten wie Swakopmund ignorieren Fußgänger regelmäßig rote Ampeln. Das erfordert permanente, extrem ermüdende Zusatzkonzentration.
Massentourismus und rücksichtslose Touristen in Sossusvlei: Sossusvlei ist eine riesige Sandkiste. Wer um fünf Uhr morgens aufsteht, um im Kolonnenverkehr zum Parktor zu hetzen, verliert jegliches Gefühl von "unberührter Natur". Besonders nervig: Touristenkolonnen (in unserem Fall große Gruppen aus China), die dann 15 bis 20 Minuten vor der Öffnung der Gates mit laufenden Motoren in der Schlange stehen und die Wüstenluft verpesten.
 Katzen-Enttäuschung im Etosha-Nationalpark: Wer die epische Wildnis aus Dokumentationen sucht, wird bitter enttäuscht. Raubkatzen wie Leoparden, Geparden oder Löwen sieht man extrem selten. Wir haben erst an unserem fünften (!) Tag im Park ein Löwenrudel entdeckt. Viele Touristen, die nur für zwei oder drei Tage in den Etosha kommen, verlassen den Park, ohne eine einzige Katze gesehen zu haben. Man fährt im Grunde nur von einem künstlichen Wasserloch zum nächsten – das fühlt sich eher wie ein staubiger Safaripark an.
Swakopmund – Kulinarisch gut, aber sonst tote Hose: Die Stadt wirkt wie ein bizarres, deutsches Kolonial-Freilichtmuseum im Nebel, das sonntags komplett ausstirbt. Man muss fairerweise sagen: Kulinarisch wird einiges geboten, es gibt viele Restaurants mit qualitativ sehr gutem und leckerem Essen. Abgesehen von ein paar soliden Ausflügen wird hier aber extrem wenig geboten. Nach einem Tag hat man alles gesehen.
Fazit:
Namibia wird als das ultimative Individualisten-Paradies vermarktet, ist aber letztlich eine staubige, überteuerte und durch den rücksichtslosen Tourismus, den schlechten staatlichen Service sowie die materialschädigenden Straßenverhältnisse schlichtweg nervige und gefährliche Angelegenheit. Wer endlose Leere und das Risiko sucht, wird es vielleicht mögen – für alle anderen ist der Hype reine Marketing-Illusion.
1’757 Beiträge · seit 200711. Okt. 2026 ·
Jedem das Seine. Ihr seid offensichtlich mit völlig falschen Vorstellungen nach Namibia gekommen. Offensichtlich habt ihr "die Hochglanz-Prospekte und perfekt inszenierten Instagram-Feeds studiert", statt hier im Forum zu lesen. Manches vom Massentourismus kann ich dennoch nachvollziehen. 
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
7’357 Beiträge · seit 200611. Okt. 2026 ·
Das liest sich wie Satire, wenn man schon andere Länder in Afrika besucht hat.

Gefährlicher Verkehr und schlechte Pisten? Ich kenne nicht viele Länder in Afrika, in denen die Zustände besser sind.

Gruß
Wolfgang

Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
82 Beiträge · seit 201711. Okt. 2026 ·

Ganz ehrlich. Das klingt wie ein Rant grob in die KI gehackt und schön ausformuliert. 

Ich erlaube mir zu mutmaßen, das hier eine streng durchgetaktete Kurzreise beschrieben wird. Alle Hotspots in 14 Tagen mit vielen Fahrkilometern und max eine Übernachtung pro Lodge/Camp.

Und vieleicht ist es einfach nicht das Reiseland wie man es sich erträumt hat. Was absolut okay ist. Dann wäre mit weniger Fahrerei und mehr Infrastruktur Südafrika geeigneter. 

Zudem empfehle ich hier im Forum einfach die Reiseberichte anzusehen. Viel ehrlichere Berichte gibt es kaum.  


Gruß Ingo
27 Beiträge · seit 202511. Okt. 2026 ·
Hallo Yana,

schade, dass die Schönheit des Landes, die (fast?) alle hier im Forum wahrnehmen, nicht auf euch gewirkt hat. Ich kann einen Teil deiner Kritik durchaus nachvollziehen. Doch sind wir auch Teil des Problems. Es gibt gefühlt oder tatsächlich immer mehr Reisende im Land, was zu steigenden Preisen und an manchen Stellen auch zu einem Gefühl, auf Massentourismus zu stoßen, führt (stark vereinfacht gesagt). Die Unterkünfte des NWR und leider auch der Service sind auch mir ein gelegentliches Ärgernis. Und ja, Namibia ist kein billiges Reiseland. 

Doch finde ich deinen Ton völlig unangebracht. Das fängt schon mit der Überschrift an. Dir hat Namibia nicht gefallen. Aber ist das der richtige Weg, seinen Frust loszuwerden? Was ist der Zweck deiner Nachricht in einem Forum voller Namibia-Liebhaber? Erstens wirst du uns nicht umstimmen. Und zweitens wird ein potentieller Reiseinteressent, der sich im Forum kundig macht, ein ziemlich realistisches Bild von Namibia als Reiseland bekommen - und kann dann entscheiden, ob ihm Namibia gefallen könnte oder nicht (siehe Pollux). An beidem ändert auch dein Post nichts.

Ich frage mich bei deiner Beschreibung, wer eure Reise zusammengestellt hat. Wieviel Zeit man im Auto verbringt, hängt auch an einem selbst und der Routenzusammenstellung. Hört sich an, als hättet ihr nur mal eben ein paar (vermeintliche) Hauptattraktionen abgefahren (Sossousvlei, Etosha, Spitzkoppe, Swakopmund). 

Vielleicht solltest du deine eigene Reiseplanung und Einstellung überprüfen, bevor du dich derart in einem Forum äußerst:

Linksverkehr ein Problem, wirklich? Darüber solltest du vorher nachdenken, ob dich das stresst. Und Staub gibt es auf Sandpisten nun mal. 

Swakopmund langweilig? Es gibt ganze Threats, was man dort und in der Umgebung alles machen kann. Man muss sich nur umhören und dafür interessieren.

Wenn du garantiert Katzen sehen willst, geh in den Zoo. Etosha ist ein Park, in dem sich die Tiere frei bewegen können. Ich habe schon beides gehabt: Unmengen Tiere, bin aber auch schon eher etwas enttäuscht rausgefahren. Doch beklagen darf man sich drüber nicht. Das muss einem klar sein, dass das so oder so sein kann. 

Fahr nachmittags ins Sossous-und Deadvlei. Dann hast du es für dich. Auch da ist es faszinierend. 

Fahre Nebenstrecken, dann begegnen dir fast keine Autos.

Rock-Arch: Berühmt und einsam schließen sich ein Stück weit aus. 

Es grüßt Micha, die seit einem Monat von ihrer 7. Namibia-Reise zurück ist und ganz sicher im nächsten Jahr wieder hinfliegen wird, obwohl sie deine Abrechnung gelesen hat. 

 

622 Beiträge · seit 202211. Okt. 2026 ·
Also wer 80% seines Namibia Urlaubs im Auto verbringt, hat falsch geplant. Und gut, dass nicht jeder Namibia schön findet 😁
7’357 Beiträge · seit 200611. Okt. 2026 ·
utaeleonore schrieb:Also wer 80% seines Namibia Urlaubs im Auto verbringt, hat falsch geplant. 

Ja, der kluge Reisende verbringt 80% auf dem Fahrrad.   🙂

Mit freundlichem Grinsen
Wolfgang 

Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
622 Beiträge · seit 202211. Okt. 2026 ·


BikeAfrica schrieb:

Ja, der kluge Reisende verbringt 80% auf dem Fahrrad.   🙂

Mit freundlichem Grinsen
Wolfgang 


🤣
2’484 Beiträge · seit 200611. Okt. 2026 ·
Ich mag Namibia landschaftlich sehr, teile aber manche Aussagen zur Entwicklung des Tourismus dort. 
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
2’580 Beiträge · seit 200711. Okt. 2026 ·
Hallo Yana,

du hast natürlich vollkommen Recht mit allen was du schreibst. 

Tut allen leid, dass du so einen furchtbaren Urlaub erleben musstest und nur knapp mit dem Leben davon gekommen bist. 

Es mag auch allen anderen Neulingen als Warnung dienen! Bleibt besser daheim als dass ihr euch in die afrikanische Gefahr begebt! Namibia ist eine reine Katastrophe. Fahrt dort nicht hin und spult 4000 Kilometer in 10 Tagen runter. 

Amrum ist auch schön, aber fahrt nicht mit der DB dort hin!

Alles Gute in Zukunft!

LG Wolfgang 


Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
7’355 Beiträge · seit 200611. Okt. 2026 ·
@Yana 

Danke für deinen Bericht. Negative Erfahrungen gehören hier genauso hin wie die schwärmerischen.

Spannend wäre deine Reiserute und deine Vorbereitung zu kennen. Habt ihr jemanden beauftragt, alles über Booking gebucht, etc?

Einiges kann ich nachvollziehen. Die Spitzkoppe-Brücke zum Sonnenuntergang ist inzwischen tatsächlich überlaufen (es gibt aber auch viele andere Tolle Orte an der Spitzkoppe wo du praktisch alleine bist), und der Service in den NWR-Camps schwankt stark (nett ausgedrückt). Vieles von dem, was ihr beschreibt, hat aber weniger mit Namibia zu tun als mit der Reiseplanung.

Wer 80 % der Zeit im Auto sitzt, hat schlicht zu viel Strecke für die verfügbare Zeit eingeplant. Weniger Stationen, dafür zwei oder drei Nächte pro Ort, verändert so eine Reise komplett. Auf Schotter gilt: das eigene Tempo fahren, Licht an und bei Staub vom Gegenverkehr kurz vom Gas gehen, bis die Sicht wieder da ist. Was andere tun, kann man nicht ändern.

Dass sich am Dachzelt Schrauben lösen, darf nicht passieren. Das gehört zur Fahrzeugwartung des Vermieters. Unterwegs lohnt sich trotzdem jeden Morgen ein kurzer Rundgang ums Auto. Wellblech rüttelt alles los. Der tägliche Check ist die eigene Verantwortung die man trägt.

Etosha ist ein Wildschutzgebiet und keine Tierdoku. Katzen sieht man mit Geduld, mit Zeit an den richtigen Wasserlöchern und mit etwas Glück. Bei Sossusvlei und Spitzkoppe hilft es, antizyklisch zu planen (wir waren kürzlich auch im Sossusvlei und haben hinten zu Abend gegessen. Wir waren die einzigen Leute vor Ort) oder auf weniger bekannte Orte auszuweichen. Davon hat Namibia mehr als genug (kennt aber zum Glück nicht jeder 😃 ).

Herzliche Grüsse
Chrigu

P.S. Wir waren vor vier Tagen auch noch in der Etosha und haben jede Menge Katzen gesehen 🦁.

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zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2026
35 Beiträge · seit 202611. Okt. 2026 ·


Habicht1864 schrieb:

Was ist der Zweck deiner Nachricht in einem Forum voller Namibia-Liebhaber?  

Erstbeitrag und dann in dieser Form? Liest sich für uns - Achtung, Jugendwort des Jahres 😄 - wie stumpfes Ragebaiting. 

1’823 Beiträge · seit 200811. Okt. 2026 ·
Hallo Yana,

ich komme heute nach 3 Tagen aus Etosha und habe ca. 12 Löwen ( weiß man immer nicht so genau, weil die so verknuddelt rumliegen), 2 Geparden und einen Leo gesehen. Aber das ist immer Glückssache.

Ich freu mich aber auch über eine Springbock- oder Zebraherde, auf die Art und Weise, wie die Tiere friedlich zusammenleben usw. Wenn man nur sensationelles sucht, wird man schnell enttäuscht.

Zum Strassenzustand in Etosha breiten wir mal lieber den Mantel des Schweigens.

Ich fahre sehr gerne Gravel und finde es überhaupt nicht stressig. Du erwähnst selbst die Staubfahnen. Die erzählen dir Kilometer vorher, ob Gegenverkehr kommt. Natürlich gibt es nervige Wellblechpisten, aber im Großen und Ganzen sind die Pads echt in Ordnung.

Linksverkehr finde ich supereasy, war aber auch schon oft in Ländern mit Linksverkehr unterwegs. Gerade in Namibia ist es doch bei dem wenigen Verkehr gar kein Problem.

Wäre interessant, deine Route kennenzulernen.

Gruß Boris

1’727 Beiträge · seit 201611. Okt. 2026 ·
Hallo zusammen,


ich ringe noch mit der Frage, ob das ein ernst gemeinter Beitrag ist? Jedenfalls haben ja viele angebissen. Ich auch.

Ich schluck mal den Köder und nenne ein paar der wichtigsten Dinge, die mich an diesem Beitrag stören.  

Da ist in erster Linie die offenbar übersteigerte Selbstwahrnehmung, Dinge beurteilen zu können, die man erst einmal, anscheinend mit schlechter Vorbereitung und auch nur in wenigen Teilen erlebt hat. Die Verallgemeinerung ist schon eklatant und lässt mich wirklich an eine KI denken. Etwas mehr Selbstreflexion würde sicher auch für die Zukunft helfen. Eure Planung scheint jedenfalls alles andere als ideal gewesen zu sein.

Formulierungs-Bsp.: Die Distanzen werden komplett unterschätzt. -> Richtig wäre: Wir haben die Distanzen komplett unterschätzt (nicht ungewöhnlich, aber ärgerlich für Erstreisende)
Wer die epische Wildnis aus Dokumentationen sucht, wird bitter enttäuscht. -> Nein, ihr habt offenbar falsche Vorstellungen gehabt, vielleicht auch falsch gesucht, wer weiß. Aber so allgemein gesagt ist das verkehrt. Übrigens ist es mit der epischen Wildnis in Dokus auch so eine Sache. Glaub nicht alles, was du siehst.
Nach einem Tag hat man alles gesehen. -> Nach einem Tag hatten wir alles gesehen, was uns interessiert hat.
Usw.

Die Überschrift: Muss es denn gleich eine Abrechnung sein? Wir sind ja nicht in Wild West. Und das Land ist kein Mensch, es hat dir nichts getan. 

Und last but not least lässt sich all das eben so allgemein nicht sagen - eure Erfahrungen gelten für euch, und es wäre schon schön und fair, wenn das viel deutlicher würde. 

Gegenbeispiel: Wir haben im April auf unserer sechsten Namibia-Reise das Sossusvlei voll Wasser und morgens stundenlang mutterseelenallein erlebt (nicht zu verwechseln mit Dead Vlei!), haben aber auch bewusst innerhalb der Parkgrenzen gewohnt. Haben im Etosha ein Löwenrudel beobachtet, wie es vier Cheetahs seine Beute abjagte. Waren mit entsprechendem Permit die ersten Besucher in Kolmanskop und damit allein an einem Touri-Hotspot. Usw. 

Glück? Vielleicht auch. Aber vor allem auch Planung. Alternativen gibt es viele, auch ohne Rock Arch, Dead Vlei und Co. Hättest du dich vorher zum Beispiel hier erkundigt, was empfohlene Orte, Jahreszeiten, Uhrzeiten etc. angeht, hättest du nicht so allgemein und grundsätzlich urteilen - und schon gar nicht abrechnen - müssen. 

Schade in erster Linie für euch, dass euch so viel Schönes entgangen ist.

Viele Grüße und künftig ein besseres Händchen wünscht

Betti   



    

 

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13 Beiträge · seit 202411. Okt. 2026 ·


Yana schrieb:epische Wildnis aus Dokumentationen

45 Minuten epische Wildnis-Dokumentation bedeutet oftmals zwei oder mehr Jahre professionelle Filmarbeit. 

Da ist es gerade in der Wildtierbeobachtung/-fotografie häufig so, dass man in ein paar Tagen auch mal nichts Spektakuläres sichtet.

Wir sind in zwei, für uns nach persönlicher Beratung mit einer Einheimischen sehr gut geplanten, Reisen voll auf unsere Kosten gekommen, und wir hatten bestimmt große Erwartungen, und alle unserer (nichtstaatlichen) Unterkünfte würden wir sofort wieder buchen.

LG Wolfgang

Manche meinen, sie sind beschlagen, dabei sind sie nur bekloppt.
Themenstarter8 Beiträge · seit 202611. Okt. 2026 ·
 Auch bei negativen Themen oder schlechten Erfahrungen kann ich der Community eine Hilfe sein. Wenn Sie im Forum über Probleme oder Enttäuschungen berichten, dient meine Unterstützung vor allem dazu Risiken für andere zu minimieren und sachliche Informationen beizusteuern.
7’355 Beiträge · seit 200611. Okt. 2026 ·


Yana schrieb:
 Auch bei negativen Themen oder schlechten Erfahrungen kann ich der Community eine Hilfe sein. Wenn Sie im Forum über Probleme oder Enttäuschungen berichten, dient meine Unterstützung vor allem dazu Risiken für andere zu minimieren und sachliche Informationen beizusteuern.

Genau. Dann schreib doch auch mal wie deine Vorbereitung und deine Tour ausgesehen hat. Auch das sind wichtige Infos. So ist es nur ein Namibia Bashing ohne Substanz. 

zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
1’757 Beiträge · seit 200711. Okt. 2026 ·
@Chrigu: Ich hoffe da kommt noch was. Denn das ist offensichtlich das Problem. Vorbereitung und Tourlänge in Tagen vs. Kilometer pro Tag. Und wann. August/September würde ich auch keine Ersttätertour mehr machen wollen. 
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
667 Beiträge · seit 202411. Okt. 2026 ·
Hallo, 

Die Aussage "selbst robuste Geländewagen stoßen an ihre absoluten Grenzen" weil "mir ne Schraube vom Dachzelt abgefallen ist" lässt mich schlussfolgern: Das sag ich hier lieber nicht. 

Staub und keine Sicht: anhalten bis der Staub weg ist. 

Andere Rasen: ja und? Fahre ich um so langsamer. 

Öde Landschaften: interessante Strecken nehmen. Die A9 ist auch öde und hat landschaftlich mit Bayern nichts zu tun.

Aber es ist schwierig, wenn man Influencende als Reisevorbereitung zu Rate zieht, das gebe ich zu. Und wer Katzengarantie möchte, ist in der Natur sowieso nicht am richtigen Ort...

Bei der negativen Einschätzung eurer Reiseerlebnisse kann man nur einen Rat geben. Afrika ist nicht euer Reisekontinent.

VG 

zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2026
Themenstarter8 Beiträge · seit 202611. Okt. 2026 ·
Hallo Boris. Danke für Deine freundliche Antwort:) Es ist eben total Typsache.Für viele Selbstfahrer ist die Kombination aus unbekanntem Linksverkehr und rutschigen Schotterpisten erst einmal purer Stress, besonders wenn das Auto in den Kurven mal leicht ausbricht.
Deshalb ist es umso cooler, dass du das so entspannt siehst. Wer die Staubfahnen richtig liest und ein Gefühl für den Untergrund hat, kann die  Landschaft Namibias erst so richtig genießen, statt verkrampft am Lenkrad zu hängen.
Unsere Route: 
21.09.2026,  Urban Camp WDH
22.09.2026 – 24-09.2026, Sesriem Camping 
24.09.2026 – 27.09.2026, private Unterkunft
27.09.2026 – 29.09.2026, Spitskoppe Camping
29.09.2026, Mowani Camping
30.09.2026 – 01.10.2026, Olifantsrus Camping
01.10.2026 – 03.10.2026, Okaukuejo Camping
03.10.2026 – 04.10.2026, Halali Camping 
04.10.2026 – 06.10.2026, Namutoni Camping 
06.10.2026 – 08.10.2026, Okonjima Lodge
Viele Grüße
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