was für wunderbare und andersweltliche Bilder! Vielen lieben Dank für deine Mühe, uns teilhaben zu lassen! Auch wenn ich dieses Wetter dort so gaaar nicht mag, aus der Ferne im kuscheligen Bett bereist sich das ja ganz bequem 😊 ich hoffe auf noch viel Feuerspucken
casimodoThemenstarter4’575 Beiträge · seit 200709. Okt. 2026 ·
20.05.2026 Herridarhol 4. Tag Quarantäne
Heute ist der letzte ereignislose Tag. Mit etwas bangen Gefühlen
denken wir an den morgigen Corona Test in Selfoss. Bedingt durch die
Mitternachtssonne ging ich gestern wieder viel zu spät ins Bett. Kerstin ist da
konsequenter.
Es ist wieder ein herrlicher Tag. Der Himmel ist zwar etwas
bedeckt, aber der glatt vor uns liegende See ist ein perfekter Spiegel.
Unser täglicher Spaziergang bietet uns die einzige
Abwechslung.
Aber genau deswegen genießen wir ihn so sehr.
Der Northern Diver ist auch noch da.
Am frühen Abend fliegt sogar eine Eule vorbei.
Danach gibt
es eine Restepfanne und wir verbringen einen weiteren ruhigen Abend.
Morgen kommt
der entscheidende Test. Und der nagt ein wenig an unseren Nerven!
casimodoThemenstarter4’575 Beiträge · seit 200710. Okt. 2026 ·
21.05.2026 5. Tag Quarantäne Herridarhol und Corona Test in
Selfoss
Heute ist der Tag der Wahrheit. Und der empfängt uns mit
strahlendem Sonnenschein.
Gegen 14:30 Uhr brechen wir mit dem Auto zum Covid Test auf.
Dabei kommen wir uns fast ein wenig illegal vor, was wir ja gar nicht sind.
In Selfoss erreichen wir das Open Air Testgelände. Es liegt
an der Einfahrt in eine Tiefgarage. Die Tester haben Ganzkörper- Schutzanzüge
an und testen uns im Auto sitzend. Uff, das ist geschafft. Eigentlich müsste
der Test ja gut gehen, denn wir hatten ja keinen Kontakt zu irgendjemanden.
Aber man weiß ja nie! DAnn geht es auf direktem Weg zurück.
Bei tollem Wetter setzen wir uns auf die Terrasse und
frischen die getroffenen Reisevorbereitungen auf.
Wenn das Testergebnis
rechtzeitig kommt, werden wir morgen zum Vulkan fahren. Trotz aller Recherche
gibt es da einige Ungewissheiten. Der Weg dorthin soll steil und anstrengend
sein. Wenn es warm und windstill ist, ziehen sofort Millionen von nichts stechenden Mücken auf.
Nervös schauen wir immer mal auf unsere Handys. Ist das
Testergebnis da? Nein, noch nicht! Irgendwann brummt mein Handy dann. Welch
Freude ist es, als ich diese Nachricht lesen darf. Leider kommt Kerstins
Testergebnis aber nicht.
Das macht meine ungeduldige Kerstin zum Nervenbündel. Ich
muss allerdings zugeben, dass mir die Warterei auch nicht egal ist. Dann checkt
sie ihre Angabe und bemerkt einen Fehler in der Handynummer. Und siehe da, nach
der Korrektur und einer weiteren Wratezeit kommt auch ihr Testergebnis.
Negativ! Die Freude kann man ihr ansehen, oder?
Nun herrscht Gewissheit. Morgen geht es zum Vulkan und
Übermorgen erkunden wir Island! Ich kann mich noch gut an unsere Hochstimmung
erinnern. Das waren schon irre Zeiten! Aber man war auch Dankbarer…… Island,
wir kommen!
casimodoThemenstarter4’575 Beiträge · seit 200710. Okt. 2026 ·
22.05.2021 Erster Tag ohne Quarantäne und was für einer!
Vulkan…..
Wir stehen heute etwas früher auf und frühstücken voller
Vorwerwartung. Die Spannung steigt. Unser heutiges Ziel ist der gerade aktive
Vulkan im Reykjanes Geopark.
Die Fahrt dauert knapp 1 ½ Stunden. Dabei sehen
wir alle paar Minuten eine gewaltige Dampfsäule aufsteigen.
Und da wollen wir
wirklich ganz nah hin? Schon etwas verrückt!
Dann erreichen wir einen inzwischen von den Isländern
errichteten Schotterparkplatz. Wir sind beileibe nicht alleine, aber die
Mehrheit der Besucher kommt wohl erst später. Also Wandern wir einer lockeren
Karawane folgend los.
Nach einem bequemeren Stück beginnt der erwartete steile
Anstieg.
Wir nehmen uns Zeit und hören dabei erstmals das Grollen des Vulkans.
Ein gewaltiges Geräusch, das wir so noch niemals vorher gehört haben. Langsam kommen wir der Sache keuchend näher. Permanent sind
Hubschrauber unterwegs.
Dann erreichen wir ein dampfendes Lavafeld. Hinten
rechts ist der Vulkan zu sehen. Momentan ist er ruhig.
Doch dann kommt das
Grollen zurück und es ist Lava zu sehen. Schon hier sind wir nach unserem
Gefühl recht nah dran, aber es sollte noch viel besser kommen.
Die Karawane
zieht einen Trampelpfad entlang weiter und wir reihen uns ein.
Schon vorher hatten wir gehört, dass die Einheimischen die
Lava von einem Tal fernhalten wollen, dass in Richtung Grindavik verläuft. Nun
sehen wir das live. Man hat Erde zusammengeschoben. Dahinter liegt ein weit
reichendes, schwefelig riechendes, dampfendes Meer aus erstarrter Lava.
Es ist sehr stürmisch und die Dämpfe werden quer verweht.
Insgesamt sind die Konditionen schwierig und Kerstin fühlt sich ob der
Gesamtsituation sehr unwohl.
Nun geht es den letzten steilen Anstieg hoch noch näher an
den Vulkan heran.
Die Erde bebt und grollen steigt immer wieder Rauch auf. Die
Situation wirkt auf uns wirklich besorgniserregend aber zugleich auch faszinierend.
Als wir oben ankommen, verschlägt es uns die Sprache.
Tosender Wind, querwehender Rauch und wir sind (ich habe es in Google Maps
versucht abzuschätzen) ca. 300 – maximal 500 Meter entfernt von einem Vulkan.
Rund um den Hügel herum haben sich weite Lavafelder gebildet.
Die Fotos musste ich wegen der Rauchentwicklung extrem
nachbearbeiten.
Dann beginnt eine Eruption. Die Erde bebt, wie wir es noch
nie erlebt haben.
Dann schleudert der Vulkan etwas Lava in die Höhe.
Unmassen
von Lava fließen durch einen unterhalb des Hügels entlang laufenden Fluss aus
Lava. Es ist die totale Reizüberflutung.
Die Eruptionen wiederholen sich in Abständen von wenigen
Minuten.
Wir setzen uns hin, denn Kerstin fühlt sich im Sturm auf dem
bröseligen Abhang nicht wohl. Im Sitzen spüren wir die Erdbeben noch
deutlicher. Was tun wir hier eigentlich?
Dann beginnt ein besonders heftige Eruption! Die Lava wird
laut tosend hoch in den Himmel geschleudert! Irre! Völlig Irre!
Einige Male schauen wir uns das völligst fasziniert an, dann
beschließen wir die Position zu wechseln.
ich bin dabei, nach unserem Urlaub ein wenig aufzuholen im Forum und reise natürlich virtuell noch einmal mit nach Island. Was für eine Zeit das war, wirkt wie ewig her (zum Glück). Aber mit Island habt ihr ja viel richtig gemacht - nicht nur wegen der Pandemie, sondern auch mit Blick auf den spuckenden Vulkan. Das haben wir seinerzeit leider nicht hinbekommen. Aber nach Island reisen wir bestimmt auch noch mal - irgendwann.