2021 Island Quarantäne kann cool sein oder Feuerspucker
Ich habe nun 2 Monate Zeit, bis wir nach Uganda fliegen und
möchte diese zu einem Reisebericht nutzen, auf den ich schon länger Lust habe.
Im Jahr 2020 mussten wir eine bereits gebuchte Island Reise wegen
Corona verschieben. Diese sollte dann 2021 nachgeholt werden. Aber kurz vor der
Reise wurde Deutschland wieder zum Risikogebiet erklärt. Und so standen wir vor
der Entscheidung, ob wir wieder stornieren, oder die Reise abgeändert mit der
vorgeschrieben Quarantäne durchführen. Kerstin recherchierte wie ein Wilde und
kam dann auf die Idee, die Quarantäne in einer der registrierten privaten Unterkünfte
vorzunehmen und uns dann frei zu testen. Unsere Freunde erklärten uns für
verrückt.
Die Reisevorbereitungen erforderten einige ungewohnte
Vorbereitungen. Test in Deutschland, Test bei Ankunft. Direkte Fahrt zur
registrierten Unterkunft. Dort das Recht zu einem halbstündigen, täglichen Spaziergang
und dann nach fünf Tage erneuter Test zur Erlangung der Freiheit. Zusätzlich
motiviert waren wir durch die Eruption des Vulkans.
Es sollte eine perfekte Reise mit fast überwiegend gutem
Wetter, menschenleeren Attraktionen und einem unglaublichen, ja fast unfassbaren
Vulkanerlebnis werden. Die Quarantänezeit war balsam für die Seele an einem phantastischen Ort in der Natur.
Ich starte mit einigen Teaser Bildern und lege dann in den nächste
Tagen los.
Teil 201. Okt. 2026
16.05.2021 Flug und direkte Fahrt in die Quarantäne nach
Herridarhol
Es ist Corona Zeit und einige gebuchte und stornierte Reisen
liegen hinter uns. KTP storniert, Island storniert, aber in diesem Jahr sollte
es klappen. Wie gut, dass diese Zeit hinter uns liegt.
Kerstin hat eine tolle Island Runde zusammengebucht und wir
freuen uns unbändig darauf. Das bange Warten wird jäh von neuen Corona
Nachrichten durchbrochen. Deutschland wird kurz vor unserer Abreise auf die
Quarantäne Liste der Isländer gesetzt.
Nicht schon wieder denken wir! Test in Deutschland, Test bei
Ankunft, 5 Tage Quarantäne und dann wieder Freitesten. Das sind die
Rahmenbedingungen für eine Island Reise. Dann entdeckt Kerstin eine Liste von
staatlich registrierten Quarantäne Unterkünften und darauf steht das schöne
Ferienhaus Herridarhol. Alleinlage, Hot Pot, direkt am See. Das hört sich schon
besser als die staatlichen Quarantäneunterkünfte an. OK, wir versuchen es.
Voller Anspannung testen wir uns vor Abflug, negativ……. Uff!
Als wir dann im Iceland Air Flieger sitzen und über die blühenden Rapsfelder
starten, sind wir ein wenig angespannt. Wie wird das bei Ankunft sein?
Im Landeanflug fliegt der Kapitän extra am aktuell aktiven
Vulkan vorbei. Auf unserem Sitzplatz können wir nur den Rauch und erkaltete
Lavafelder sehen.
Am Airport ist alles tippitoppi organisiert. Es gibt mehrere
Testkabinen. Man ist sachlich nett.Und der Test negativ!
Wir bekommen einen netten Ford Kuga 4x4, packen unsere
Sachen und fahren los.
Wir haben die Auflage, direkt in die Unterkunft fahren zu
müssen. Dort haben wir online die Lebensmittel für die nächsten Tage geordert
und die Vermieterin wollte sie im Supermarkt abholen.
Gespannt fahren wir vom Flughafen los auf eine breite
Landstraße. Und dann sehen wir völlig unerwartet hinter einem weiter weg
liegenden Hügel eine veritable Lavafontaine in den Himmel steigen. Waaaas? Ich
halte total hektisch und unerlaubt am Straßenrand ran und nestele aufgeregt am
Teleobjektiv herum.
Durch weite Lavafelder hindurch setzen wir unsere Fahrt
fort.
Dann biegen wir gespannt auf die kleine Sandpad in Richtung unserer Unterkunft
ab.
Wir gelangen an einen See und sehen einen total cool aussehenden
Wasservogel. Später finden wir heraus, dass es ein seltener Northern Diver ist.
Wir werden ihn noch öfters sehen.
Dann sehen wir unsere Unterkunft für die nächsten Tage. Es
ist das kleine Haus in Alleinlage am Wasser.
Sie liegt so toll wie erwartet.
Voller Spannung öffnen wir die Tür und schauen in den Kühlschrank. Wir hatten im
Supermarkt Online alle Lebensmittel und Getränke für die nächsten Tage bestellt.
Zudem hatten wir die erlaubten 4 Flaschen Wein aus dem Duty Free in Frankfurt im
Handgepäck. Unsere Vermieterin wollte die Sachen abholen und das hat sie auch
getan!
Die Hütte hat einen phantastischen Ausblick in die Landschaft
und auf den See.
Es ist fast wie auf einem Schiff. Begeisterung steigt in uns
auf und die Anspannung fällt ab. Wir organisieren uns und gönnen uns ein Glas
Wein und ein kaltes Abendessen.
Die Mitternachtssonne lässt uns nicht müde werden. Gegen Mitternacht
beginnt der stimmungsvolle Sonnenuntergang.
Grundsätzlich dürfen wir uns
täglich eine halbe Stunde zu Fuß bewegen, solange wir mit keinen Menschen in
Kontakt kommen. Diese Gefahr besteht hier nicht.
Es pfeift uns ein kalter Wind um die Ohren und so
ist der Ausflug kurz.
Ich gehe erst gegen 2 Uhr Nachts ins Bett und es ist
immer noch nicht richtig dunkel.
Wir sind tatsächlich in Island und in Quarantäne. Das fühlt
sich wirklich gut an!
Teil 303. Okt. 2026
17.05.2026 Herridarhol
1. Tag Quarantäne
Die ersten Bilder machen wir an diesem bewölkten Tage erst
am frühen Nachmittag.
Man muss sich das versuchen vorzustellen. Wir sind in
Quarantäne und dürfen nichts machen, außer Herumzuhängen und eine halbe Stunde
täglich in der Umgegend Spazieren zu gehen. Draußen ist es frisch und windig.
Wegen Corona waren wir mehrere Monate eingesperrt. Homeoffice war angesagt. Zwei
Reisen mussten storniert werden. Aber unser Einkommen veränderte sich nicht, da
gab es a ganz andere Fälle.
Und nun sitzen wir im für uns neuen Island und dürfen nichts
unternehmen. Zudem steht am 5. Tag der erneute Corona Test an.
Also gammeln wir mit einem Buch oder dem Laptop den ganzen Tage
herum und brauchen keinerlei schlechtes Gewissen zu haben. So richtig furchtbar
ist das nun nicht.
Am Nachmittag machen wir unseren Spaziergang.
Er wird etwas
länger als eine halbe Stunde. Da wir hier aber komplett alleine sind, halten
wir das für OK.
Der kalte Wind weht uns um die Ohren. Unsere Vermieterin
betreibt eine kleine Farm mit Schafen und hübschen Ponys.
Auf der anderen Seite
der Pad liegen weitere zwei Tiny Houses, die aber unbewohnt sind. Sie gefallen
uns auch ausgesprochen gut! -> Bild vom Vorabend
Es ist schon ein besonderes, ganz anderes Gefühl, diese kleine
Erkundung des für uns neuen Landes zu unternehmen.
Rotdrossel
Den Rest des Nachmittages sitzen wir warm angezogen auf
unserer Terrasse und genießen ein Glas Rotwein.
Am See sind immer wieder Vögel
unterwegs.
Diese Ruddy Turnstones gibt es auch in Afrika.
Uferschnepfe
Wie glücklich wir sind, ist auf diesem Foto glaube ich ganz
gut zu erkennen.
Irgendwann wird es zu kalt und wir verbringen einen herrlich
entspannten Abend mit Mitternachtssonne.
Teil 404. Okt. 2026
18.05.2026 2. Tag Quarantäne – so ist das Wetter in Island
Frohen Mutes koche ich Kaffee.
Dann reißt der Himmel auf und
die Sonne scheint. Sofort wirkt die Landschaft noch viel schöner. Unsere
sowieso schon gute Laune steigt auf Begeisterung.
Der heutige Tag sollte uns lehren, wie wechselhaft das
Wetter in Island sein kann. Wir frühstücken draussen und es ist fast warm. Sobald kein
Wind geht, ziehen Milliarden von Mücken auf. Sie stechen nicht, aber es sind Unmassen.
Sobald wieder Wind kommt, sind sie verschwunden.
Am Nachmittag machen wir unseren täglichen Spaziergang und
laufen ein wenig die Straße hoch und runter.
Links am Waldrang liegt unsere Hütte.
Brachvogel
Cooles Schaf
Nach der Rückkehr lassen wir uns die Sonne ins Gesicht scheinen.
Und plötzlich landet ein Schneehuhn direkt neben uns. Da wir ganz still sind,
bemerkt es uns zuerst nicht. Das erste Schneehuhn unseres Lebens bleibt
unfotografiert, da die Kamera weit weg liegt. Nach vielleicht 30 Sekunden
fliegt es weg. Boah!
Ein perfekter Tag, um den Hot Pot zu testen. Er wird durch
natürliche Wärme geheizt. Überhaupt hat die Vermieterin uns darum gebeten,
unsere heimischen Energiesparmethoden hier zu vergessen. Wir sollen trotz
laufender Heizung ruhig Lüften, denn hier laufe alles über Erdwärme. Der Hot Pot
hat seinen Namen verdient und es ist einfach geil. In der warmen Brühe zu
sitzend in die Landschaft zu blicken.
Gegen Abend wird das Wetter dann schlechter und Nachts soll
es sogar schneien. Am Nachmittag war das unvorstellbar. Aber gegen 1:00 Uhr
Nachts (Kerstin schläft bereits) fängt es tatsächlich an zu schneien.
Ungläubig
schüttele ich den Kopf.
Teil 506. Okt. 2026
19.05.2021 Herridarhol 3. Tag Quarantäne
Tja, heute sieht das da draußen mal ganz anders aus! Sieht auch
schön aus, aber eben anders!
Bis zu unserem nachmittäglichen Spaziergang ist die weiße
Pracht aber schon wieder weggetaut. Den dehnen wir heute etwas aus…..
Als wir zurückkommen, hat Kerstin einen entgangenen Anruf
auf dem Handy. Wir rufen zurück und haben einen Mitarbeiter der isländischen Gesundheitsbehörde
am Telefon.Er ist nett, fragt aber sehr bestimmt nach, wie es uns
gefällt, was wir gerade sehen würden. Kurzum, er checkt ab, ob wir hier
geblieben sind.
Am Nachmittag geht es noch einmal in den Hotpod,
danach wird
Thai Curry gekocht.
Inzwischen haben wir uns an das verordnete Lotterleben gewöhnt
und sind dabei, uns gut zu erholen.
Teil 609. Okt. 2026
20.05.2026 Herridarhol 4. Tag Quarantäne
Heute ist der letzte ereignislose Tag. Mit etwas bangen Gefühlen
denken wir an den morgigen Corona Test in Selfoss. Bedingt durch die
Mitternachtssonne ging ich gestern wieder viel zu spät ins Bett. Kerstin ist da
konsequenter.
Es ist wieder ein herrlicher Tag. Der Himmel ist zwar etwas
bedeckt, aber der glatt vor uns liegende See ist ein perfekter Spiegel.
Unser täglicher Spaziergang bietet uns die einzige
Abwechslung.
Aber genau deswegen genießen wir ihn so sehr.
Der Northern Diver ist auch noch da.
Am frühen Abend fliegt sogar eine Eule vorbei.
Danach gibt
es eine Restepfanne und wir verbringen einen weiteren ruhigen Abend.
Morgen kommt
der entscheidende Test. Und der nagt ein wenig an unseren Nerven!
Teil 710. Okt. 2026
21.05.2026 5. Tag Quarantäne Herridarhol und Corona Test in
Selfoss
Heute ist der Tag der Wahrheit. Und der empfängt uns mit
strahlendem Sonnenschein.
Gegen 14:30 Uhr brechen wir mit dem Auto zum Covid Test auf.
Dabei kommen wir uns fast ein wenig illegal vor, was wir ja gar nicht sind.
In Selfoss erreichen wir das Open Air Testgelände. Es liegt
an der Einfahrt in eine Tiefgarage. Die Tester haben Ganzkörper- Schutzanzüge
an und testen uns im Auto sitzend. Uff, das ist geschafft. Eigentlich müsste
der Test ja gut gehen, denn wir hatten ja keinen Kontakt zu irgendjemanden.
Aber man weiß ja nie! DAnn geht es auf direktem Weg zurück.
Bei tollem Wetter setzen wir uns auf die Terrasse und
frischen die getroffenen Reisevorbereitungen auf.
Wenn das Testergebnis
rechtzeitig kommt, werden wir morgen zum Vulkan fahren. Trotz aller Recherche
gibt es da einige Ungewissheiten. Der Weg dorthin soll steil und anstrengend
sein. Wenn es warm und windstill ist, ziehen sofort Millionen von nichts stechenden Mücken auf.
Nervös schauen wir immer mal auf unsere Handys. Ist das
Testergebnis da? Nein, noch nicht! Irgendwann brummt mein Handy dann. Welch
Freude ist es, als ich diese Nachricht lesen darf. Leider kommt Kerstins
Testergebnis aber nicht.
Das macht meine ungeduldige Kerstin zum Nervenbündel. Ich
muss allerdings zugeben, dass mir die Warterei auch nicht egal ist. Dann checkt
sie ihre Angabe und bemerkt einen Fehler in der Handynummer. Und siehe da, nach
der Korrektur und einer weiteren Wratezeit kommt auch ihr Testergebnis.
Negativ! Die Freude kann man ihr ansehen, oder?
Nun herrscht Gewissheit. Morgen geht es zum Vulkan und
Übermorgen erkunden wir Island! Ich kann mich noch gut an unsere Hochstimmung
erinnern. Das waren schon irre Zeiten! Aber man war auch Dankbarer…… Island,
wir kommen!
Teil 810. Okt. 2026
22.05.2021 Erster Tag ohne Quarantäne und was für einer!
Vulkan…..
Wir stehen heute etwas früher auf und frühstücken voller
Vorwerwartung. Die Spannung steigt. Unser heutiges Ziel ist der gerade aktive
Vulkan im Reykjanes Geopark.
Die Fahrt dauert knapp 1 ½ Stunden. Dabei sehen
wir alle paar Minuten eine gewaltige Dampfsäule aufsteigen.
Und da wollen wir
wirklich ganz nah hin? Schon etwas verrückt!
Dann erreichen wir einen inzwischen von den Isländern
errichteten Schotterparkplatz. Wir sind beileibe nicht alleine, aber die
Mehrheit der Besucher kommt wohl erst später. Also Wandern wir einer lockeren
Karawane folgend los.
Nach einem bequemeren Stück beginnt der erwartete steile
Anstieg.
Wir nehmen uns Zeit und hören dabei erstmals das Grollen des Vulkans.
Ein gewaltiges Geräusch, das wir so noch niemals vorher gehört haben. Langsam kommen wir der Sache keuchend näher. Permanent sind
Hubschrauber unterwegs.
Dann erreichen wir ein dampfendes Lavafeld. Hinten
rechts ist der Vulkan zu sehen. Momentan ist er ruhig.
Doch dann kommt das
Grollen zurück und es ist Lava zu sehen. Schon hier sind wir nach unserem
Gefühl recht nah dran, aber es sollte noch viel besser kommen.
Die Karawane
zieht einen Trampelpfad entlang weiter und wir reihen uns ein.
Schon vorher hatten wir gehört, dass die Einheimischen die
Lava von einem Tal fernhalten wollen, dass in Richtung Grindavik verläuft. Nun
sehen wir das live. Man hat Erde zusammengeschoben. Dahinter liegt ein weit
reichendes, schwefelig riechendes, dampfendes Meer aus erstarrter Lava.
Es ist sehr stürmisch und die Dämpfe werden quer verweht.
Insgesamt sind die Konditionen schwierig und Kerstin fühlt sich ob der
Gesamtsituation sehr unwohl.
Nun geht es den letzten steilen Anstieg hoch noch näher an
den Vulkan heran.
Die Erde bebt und grollen steigt immer wieder Rauch auf. Die
Situation wirkt auf uns wirklich besorgniserregend aber zugleich auch faszinierend.
Als wir oben ankommen, verschlägt es uns die Sprache.
Tosender Wind, querwehender Rauch und wir sind (ich habe es in Google Maps
versucht abzuschätzen) ca. 300 – maximal 500 Meter entfernt von einem Vulkan.
Rund um den Hügel herum haben sich weite Lavafelder gebildet.
Die Fotos musste ich wegen der Rauchentwicklung extrem
nachbearbeiten.
Dann beginnt eine Eruption. Die Erde bebt, wie wir es noch
nie erlebt haben.
Dann schleudert der Vulkan etwas Lava in die Höhe.
Unmassen
von Lava fließen durch einen unterhalb des Hügels entlang laufenden Fluss aus
Lava. Es ist die totale Reizüberflutung.
Die Eruptionen wiederholen sich in Abständen von wenigen
Minuten.
Wir setzen uns hin, denn Kerstin fühlt sich im Sturm auf dem
bröseligen Abhang nicht wohl. Im Sitzen spüren wir die Erdbeben noch
deutlicher. Was tun wir hier eigentlich?
Dann beginnt ein besonders heftige Eruption! Die Lava wird
laut tosend hoch in den Himmel geschleudert! Irre! Völlig Irre!
Einige Male schauen wir uns das völligst fasziniert an, dann
beschließen wir die Position zu wechseln.
Teil 914. Okt. 2026
22.05.2021
Erster Tag ohne Quarantäne und was für einer! Vulkan Teil 2
Wir laufen an dem Lavafeld entlang und schauen nun etwas
genauer als vorhin hin.
Unter erstarrten Oberfläche kann man durch Aufbrüche
tatsächlich Lava sehen.
Das ist schon cool.
Ich könnte meine Hand dort
reinhalten!
Der Wind wird immer schlimmer.
Teilweise fliegen uns die
Moosbrocken um den Kopf. Und inzwischen wälzt sich eine ansehnliche
Menschenmenge den Hang zum Aussichtspunkt hoch.
Wir laufen etwas weiter und glauben unseren Augen fast
nicht!
Die Lave muss vor wenigen Minuten die Sperren durchbrochen haben und fließt
nun wie ein Wasserfall ins Tal hinunter.
Dabei entzündet sie trockenes Moos und
Gras.
Ich schnalle total ab! Das sieht alles total abgefahren aus!
Die Lavazunge
sieht mit ihren unterschiedlichen Rot- Tönen super aus!
Untermalt wird das von den Geräuschen
der herumfliegenden Helikopter und dem Sturm.
Das ist hier eine echte Reizüberflutung!
Nun wechsen wir noch einmal zu dem Punkt, von dem aus wir
den Vulkan das erste Mal beobachtet haben. Trotz Warnschilder steht ein Paar
direkt an der Kante der Lavazunge.
Wir bauen das Stativ auf und packen unsere mitgebrachten
Brote aus. Währenddessen bricht der Vulkan weiter aus.
Letztendlich filme ich zufällig die heftigste Eruption.
Alle
herumstehenden Leute schreien vor Phaszination! Die Lava schießt mit dunklem
Grollen hoch in den Himmel und fließt in großen Flüssen den Hang herunter. Wir
sind uns einig, dass das oben am Aussichtspunkt wahrscheinlich beängstigend gewesen
wäre.
Dann treten wir den Rückweg an. Unsere Unterhaltungen drehen
sich um dieses unglaubliche Erlebnis. Und dankbar sind wir! Sehr, sehr dankbar!
Auf dem Rückweg halten wir noch kurz an der blauen Lagune
und einer kleinen Kirche.
Das wiedergewonnene Gefühl der Freiheit fühlt sich gut an,
wir können es noch kaum Realisieren.
Den Abend verbringen wir mit einem guten Tropfen. Und nun
freuen wir uns auf unsere Rundreise durch das uns noch unbekannte Land.