Achtung Transport Fleisch durch Namibia

128 Antworten · 7’005 Aufrufe · gestartet 18. Juli 2013 von travelNAMIBIA
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1’107 Beiträge · seit 200904. Okt. 2026 ·
Hi zusammen,


es gibt international klare Vorgehensweisen. Namibia handelt derzeit nicht entsprechend und es ist zu erwarten, dass die Suche auf die aktuelle Art NICHT in den Griff zu bekommen ist. Mir gut bekannte Farmer lassen nicht einmal ihren Familienbesuch auf die Farm, wenn nicht geklärt werden kann, dass der Mietwagen sich nicht im Süden aufgehalten hat.

Der Erreger überlegt waschen etc. sehr lange. Es lohnt sich, sich damit auseinanderzusetzen um zu erkennen was für ein Wahnsinnskampf da ansteht und das es fast ausgeschlossen ist, den Ausbruch aufzuhalten. Es ist imho damit zu rechnen, dass Namibia als letztes Land den Exportstatus verliert.


Warten wir es ab.


1’107 Beiträge · seit 200904. Okt. 2026 ·
Kleine Ergänzung. Möge jeder selbst nachdenken was uns erwartet.


Themenstarter33,3k Beiträge · seit 200604. Okt. 2026 ·


Seyko schrieb:es gibt international klare Vorgehensweisen. Namibia handelt derzeit nicht entsprechend und es ist zu erwarten, dass die Suche auf die aktuelle Art NICHT in den Griff zu bekommen ist.

Das sehen die involvierten internationalen Stellen aber irgendwie anders, z.B.

- "The European Union has praised the government for its prompt, transparent, and professional handling of a recent foot-and-mouth disease outbreak in the country." https://economist.com.na/eu-commends-namibias-swift-response-to-fmd-outbreak/

- Laut der WOAH hat Namibia alle nötigen Maßnahmen ergriffen https://wahis.woah.org/#/in-review/7855


Der Bau eines 180 Kilometer langen Zauns nach Südafrika hat zudem begonnen. Es bleibt natürlich trotzdem unsicher, ob die nötigen Maßnahmen reichen um den Ausbruch auf den einen Distrikt zu begrenzen.


Viele Grüße

Christian 

Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1’107 Beiträge · seit 200904. Okt. 2026 ·
Oh, na dann ist ja alles bestens! 😃


Liebe Grüsse

Guido

1’107 Beiträge · seit 200904. Okt. 2026 ·
Fahrzeuge und Menschen sind hier das Stichwort. Wir reden wieder…


Themenstarter33,3k Beiträge · seit 200604. Okt. 2026 ·
Das war schwierig ist steht außer Frage, aber solange Namibia eben alles tut was man national und international gemäß des Plans (siehe einige Beiträge zuvor) vorgeschrieben hat, muss man eben erstmal abwarten. 


Viele Grüße

Christian 

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1’107 Beiträge · seit 200904. Okt. 2026 ·
Das Problem ist gelb markiert.


Wieviele Kleidungsstücke aus dem Alltag eines Farmers und/oder Jägers kennst du so, die > 60° gewaschen werden (können)?

Wieviele Kleidungsstücke der Worker werden gewaschen und wenn dann  >60°?

Am Ende wird Namibia auf den Export verzichten müssen und sehen wie lange es dauert, das Thema ohne impfen in den Griff zu bekommen, oder aber eben impfen und die nächsten Jahre „sicher“ auf Export verzichten.


Liebe Grüsse

Guido


102 Beiträge · seit 202204. Okt. 2026 ·

travelNAMIBIA schrieb:weil ein Farmer illegale Rinder aus Südafrika nach Namibia eingeführt haben sollen, die MKS-positiv waren

Aber wenigstens wurde mein Feta und meine H-Milch an der illegalen Einfuhr aus Südafrika gehindert - naja, beinahe, für ca. 7 Minuten.

Die Kontrollen scheinen also zu funktionieren wie gedacht - mehr oder weniger.

zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2026
Themenstarter33,3k Beiträge · seit 200605. Okt. 2026 ·
Es wurde nun mit der Tötung infizierter Rinder in dem betroffenen Karasburg-Distrikt begonnen. Zudem wurde eine Impfkampagne begonnen, die in der ||Kharas-Region von Außen nach Innen (also hin zum Ausbruchsherd) durchgeführt wird. Die Region bleibt also demnach für längere Zeit vom Fleischexport in die EU, Norwegen und UK ausgenommen (spielt aber nur eine geringe Rolle, da fast alle Rinder aus der Region ohnehin nach Südafrika exportiert wurden/werden).


Viele Grüße

Christian

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1’107 Beiträge · seit 200905. Okt. 2026 ·
Nette Worte für eine namibische Katastrophe. 

Anschnallen.


Liebe Grüsse

Guido

1’728 Beiträge · seit 200705. Okt. 2026 ·

Die Frage ist halt, wieviel Prozent der in Nam geschlachteten Rinder gehen in die EU?

Und können Sie alternativ nach Südafrika gehen?

Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Themenstarter33,3k Beiträge · seit 200605. Okt. 2026 ·


pollux schrieb:

Die Frage ist halt, wieviel Prozent der in Nam geschlachteten Rinder gehen in die EU?

Und können Sie alternativ nach Südafrika gehen?

Fleisch nach Südafrika machte bisher einen verschwindend geringen Anteil aus. Aber Lebendrinder (neben hunderttausenden Ziegen und Schafen) ist sehr wichtig und könnte sicher noch wichtiger werden. Mal was aktuelles dazu: https://neweralive.na/pressure-mounts-on-sa-feedlots/

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1’107 Beiträge · seit 200905. Okt. 2026 ·
Viehwirtschaft macht etwa 3.5% des BIP aus (>3 Mrd NAD).

60% davon sind waren Exporte in die EU, Norwegen und UK.

Namibia war das letzte Land im südlichen Afrika, das eine Exporterlaubnis hatte.


Liebe Grüsse

Guido


Themenstarter33,3k Beiträge · seit 200605. Okt. 2026 ·
Seyko schrieb:Viehwirtschaft macht etwa 3.5% des BIP aus (>3 Mrd NAD).

60% davon sind waren Exporte in die EU, Norwegen und UK.

Die letzten offiziellen Zahlen stammen aus 2024. Da war der Beitrag zum GDP vom Viehsektor etwa 3,1 Prozent. Wenn man dan nur den Export von Vieh und deren Produkten sich anschaut, waren es etwa 185 Millionen USD, davon etwa 1/3 in die EU, Norwegen und UK.

Die Statistiken des MIT, des LLPB und der NSA sehen folgende Zahlen für 2024:

- Rinder, Schafe, Ziegen lebend (Großteils) und Fleisch (wenig) nach Südafrika: etwa 87 Mio USD

- Fleisch (v.a. gefroren) in die EU, Norwegen und UK: etwa 67 Mio USD

- Sonstige Viehprodukte und Destinationen im Export: etwa 30 Mio USD

- Lokaler Markt (Fleisch + Lebendhandel): etwa 220 Mio USD

Mit anderen Worten: Wir sprechen von einem Markt von mindestens 67 Mio USD (eher mehr, da in den vergangenen Jahren vermutlich mehr exportiert wurde), der nun erstmal weg ist. Was Südafrika oder andere Möglichkeiten auffangen können, ist derzeit wohl noch unklar. Der lokale Konsum wird vermutlich leicht zunehmen können, weil die Preise sinken dürften. Aber das ist natürlich bei uns paar Einwohnern marginal. Erst einmal dürften so einige Arbeitspkätze verloren gehen, v.a. bei den Exportschlachthöfen Savanna Beef (wurde ja gerade erst neu erbaut und erhielt vor Kurzem erst die EU-Zulassung), Meatco, Beefcor und Farmers Meat Market (wurde aber ohnehin zum 30.9.2026 abgewickelt).

Viele Grüße

Christian

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zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2026
1’728 Beiträge · seit 200705. Okt. 2026 ·
Hallo Guido, die Problematik ist klar. Aber was möchtest Du dem Forum eigentlich sagen? Könntest Du das vielleicht etwas ausführen?
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Themenstarter33,3k Beiträge · seit 200605. Okt. 2026 ·

Seyko schrieb:Lügt der Namibian?

Kann schon sein. Die NAU, als Sektorvertreter, sprach auch von 8Mrd... so viele Zahlen. Darum hatte ich die, der möglichst offiziellen Stellen zusammengetragen (aber eben aus 2024). Kann durchaus sein, dass es jetzt wieder mehr ist, 2025 war es auf jeden Fall deutlich weniger (>40% Rückgang, siehe zB https://www.sialparis.com/en/trends/News/From-Namibia-to-Norway-premium-beef).

Es geht aber auf jeden Fall für Namibia um viel Geld, was nun erstmal fehlen wird. Leider. 


Beste Grüße 

Christian 

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1’107 Beiträge · seit 2009gestern 08:53 ·

Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Auswirkungen - insbesondere mittelfristig - klar sind. 

Für den Tourismus wirkt sich das eben auch sehr deutlich aus. Das muss man bei der Reiseplanung berücksichtigen. Mein Eindruck war, dass viele davon ausgehen (auch an anderen Stellen), dass die Sache in Kürze behoben ist. 


Liebe Grüsse 

Guido

pollux schrieb:Hallo Guido, die Problematik ist klar. Aber was möchtest Du dem Forum eigentlich sagen? Könntest Du das vielleicht etwas ausführen?


Themenstarter33,3k Beiträge · seit 2006gestern 09:09 ·


Seyko schrieb:

Für den Tourismus wirkt sich das eben auch sehr deutlich aus. Das muss man bei der Reiseplanung berücksichtigen. Mein Eindruck war, dass viele davon ausgehen (auch an anderen Stellen), dass die Sache in Kürze behoben ist. 

Inwiefern? Es ist halt aktuell so, dass die Region ||Kharas wie das Gebiet nördlich des Veterinärzauns nun behandelt wird. Das sind ja überschaubare Auswirkungen, insbesondere weil die Region ||Kharas eine touristisch eher weniger relevante Region ist. Und ob es sich in Kürze beheben wird, kann keiner voraussehen, da es so einen Fall eben, außer in den 1960er und da unter ganz anderen Vorzeichen, noch nie im Land gab. Es bleibt uns schlicht nur abzuwarten - vielleicht nur Wochen, vielleicht Monate, vielleicht sogar Jahre.


Beste Grüße

Christian

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