Black Lion458 Beiträge · seit 201227. Sept. 2026 ·
Eulenmuckel schrieb:Lannerfalke
Oh mein Gott! Was habt ihr gemacht?! Dem armen Vogel stehen ja die Federn zu Berge! 🤣
Ansonsten würde mich interessieren, wie nah der Schakal der Hyäne wirklich kam. Auf Teleaufnahmen kann man ja die Distanz sehr schnell falsch einschätzen. Aber bei dem Foto sieht es ja so aus, als ob der Schakal im Schatten der Hyäne steht! 😮
¡Hola! Meine Güte - was für eine Sichtung…! Ich habe die Zeilen und Foto‘s beim ersten Mal Lesen nur überflogen… ich konnte nkaum glauben, dies zu lesen und zu sehen. Ein zweites Mal gelesen, langsamer und die Fotos geguckt… da floss schon das ein oder andere Tränchen… (Tut‘ s immer noch). Auch wenn‘s dazugehört…
Hut ab vor Euch, dies in Wort und Bild festzuhalten!
Liebe Grüße, Dorie
EulenmuckelThemenstarter2’121 Beiträge · seit 200629. Sept. 2026 ·
@Black Lion: Der Schakal stand unmittelbar neben der Hyäne, vielleicht einen Meter entfernt. Offensichtlich fühlte er sich nicht bedroht oder in unmittelbarer Gefahr.
@Dorie: Es tut uns leid, dass dich die Geschichte so mitgenommen hat. Aber man müsste schon sehr abgebrüht sein, wenn einen das Geschehen in der Löwenfamilie nicht beschäftigt.
Nein nein, dass muss euch nicht leidtun (ich bin halt eher von der Fraktion Warmduscher und nah am Wasser gebaut…). Afrika ist ja kein Ponyhof, und selbst wenn eure Story sehr aufwühlend war, so ist es euch aber sehr gut gelungen, diesen Teil der rauhen und auch brutal anmutenden Natur sehr eindrucksvoll darzustellen.
Es stimmt natürlich, dass man sehr abgebrüht sein müssste, dass einen eine solche Geschichte nicht kalt lässt…
Liebe Grüße, Dorie
Enilorac65778 Beiträge · seit 201729. Sept. 2026 ·
Hallo Zusammen, wie schön, dass es wieder einen Bericht von euch gibt! Ich lese sie immer sehr gerne und auch die Fotos sind grossartig.
Zu der Löwengeschichte ist schon alles gesagt… ich bin froh, dass ich sowas nicht erleben musste. Klar ist es Natur, aber trotzdem unfassbar. Ich freue mich auf die Fortsetzung! Liebe Grüsse
Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana
EulenmuckelThemenstarter2’121 Beiträge · seit 200630. Sept. 2026 ·
Mittwoch, 29. Juli 2026 – Löwenmorgen
Rooiputs, KTP
Das Löwenbrüllen am Morgen ist genau das gleiche wie
gestern. Es kommt wieder aus derselben Richtung und hört sich ähnlich weit
entfernt an. Wir vermuten schon, dass es der Weckton eines Nachbarcampers ist.
Egal, bei uns hat es jedenfalls funktioniert.
Wir stehen ein bisschen früher auf, um etwas mehr Zeit zu
haben. Es gibt nämlich schon sehr viele Handgriffe zu erledigen. Die Wildkamera
muss ausgeschaltet, gesichtet und eingepackt werden – wieder nur Schakale. Die
Fotokamera mit Stativ muss eingepackt werden – die ganze Nacht über ist der
Vollmond über den Himmel gewandert, dazu sind viele kleine Wölkchen gezogen. Im
Auto muss alles Mögliche verpackt, verräumt und festgezurrt werden.
Währenddessen kochen wir Wasser für alle und trinken Kaffee und Tee.
An einem kalten Morgen taugt der Topf nach dem Wasserkochen auch
gleich noch als Handwärmer.
Wieder fahren wir nach Norden. Auf dem Weg nach Kij Kij sehen
wir einige Sekretäre – so viele wie heute und in den letzten Tagen haben wir
noch nie entdeckt.
Steppenfalke
Katrin und Martin fahren schon ein Stück vor und melden per
Funk Löwen beim Wasserloch. Wir hoffen, dass das Erlebnis diesmal freundlicher
sein wird und wir nicht nur noch EIN ganz besonders dickes Jungtier vorfinden
werden. Als wir uns nähern, sind wir beruhigt, denn wir sehen schon von Weitem
die Löwenmutter mit ihren zwei Kleinen. Wir kommen als zweites Auto dazu und
haben die kleine Katzenfamilie im schönsten Morgenlicht für uns.
Die Kinder
spielen, verstecken sich, ducken sich in Gras, pirschen sich an und verbeißen
sich im Schwanz ihrer Mutter. Es wird gerangelt, gebalgt und getobt.
Die Löwin muss
mit, egal ob sie will oder nicht. Wenn es ihr gar zu wild zugeht, erhebt sie
sich und wandert ein paar Schritte weiter. Doch auch an der neuen Stelle wird
sie rasch ins Spiel eingebunden und besprungen. Geduldig lässt sie das Geturne
über sich ergehen und beobachtet ihre Jungen. Die Löwenkinder maunzen und
quietschen, und die Löwin ruft auch hin und wieder.
Nach einer halben Stunde steht sie auf und spaziert gefolgt
von ihrem Nachwuchs quer über die Straße und die Hügel davon. Schon bald können
wir in der dichten Vegetation nur noch ihren Kopf und ab und zu ein hopsendes
Kätzchen erblicken.
Wir sind glücklich. So ein Erlebnis ist uns doch deutlich
lieber. Wir schauen kurz noch über die Dünenstraße, doch von dem restlichen
Rudel ist weit und breit nichts zu sehen, und so biegen wir wieder nordwärts
ins Nossobtal ein.
SchnurrbärtchenAn der kleinen Erhöhung, von der aus man ins Tal blicken
kann, steht ein Auto. Der Fahrer macht uns auf eine Wildkatze aufmerksam, die
hier in den Bäumen herumstrolchen soll. Wir strengen uns sehr an und suchen und
suchen. Als wir gerade aufgeben und weiterfahren wollen, nehmen wir eine
Bewegung in einem ganz anderen Gebüsch wahr. Wie ist die Katze denn auf einmal
hier hingekommen? Sie ist zwischen den Schatten der Äste sehr gut getarnt und
duckt sich in ihr Versteck. Nach einer Weile verlässt sie ihre Deckung und
läuft zielstrebig in Richtung der Dünen. Immer wieder hält sie inne und lauscht
mit gespitzten Ohren.
Auf dem weiteren Weg nach Melkvlei laufen wieder Sekretäre
neben der Straße.
Wir frühstücken wie gestern in der Sonne. Die restlichen
Roesterkoek gibt es mit Marmelade, Nocciolata und Käse. Wir lassen uns Zeit und
fahren dann gemütlich zurück nach Rooiputs. Der Sand neben der Straße ist
stellenweise so durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Unzählige Mäuse und Ratten
leben hier. Auch heute entdecken wir Gleitaare, Falken und Bussarde, die gerade
ihre Beute verspeisen.
RostschwanzschmätzerLannerfalke
Schwalbenschwanz-Spint
Auf unserem Stellplatz machen wir Mittagspause und ruhen uns
im Camper aus. Ruth schläft, Uwe bearbeitet Fotos. So starten wir gut ausgeruht
am frühen Nachmittag wieder in den Park.
Katrin und Martin bleiben noch ein
wenig länger im Camp. Wir fahren nach Twee Rivieren, duschen und kaufen Brot.
Auf dem Rückweg kommen uns unsere Freunde entgegen. Sie wollen auch noch kurz
ins Camp. Wir fahren gemütlich nach Norden. Eigentlich wollen wir noch einmal
nach Kij Kij, aber bei Leeuwdril sitzt ein Raubadler auf seinem Nest und
füttert sein Küken. Dort bleiben wir lange stehen.
Daher kommen wir am Ende
nicht weiter als bis Rooiputs. Zwei Autos stehen auf der Straße, und ein
Mädchen zeigt zur Seite, hält die Tinkers Map aus dem Fenster und deutet auf
das Bild der Hyäne. Leider sehen wir von unserer Position überhaupt nichts.
Erst als wir ein Stück weiterfahren können, entdecken wir oben auf einem Hügel
den Rücken einer Tüpfelhyäne. Es sind sogar drei erwachsene Tiere, die dort
platt auf dem Kamm liegen. Manchmal wuselt auch ein kleines, braunes Fellknäuel
im Gebüsch herum. Meist ist es von Büschen oder Gras verdeckt, aber wir haben
ja noch etwas Zeit. So bleiben wir bis sechs Uhr dort und freuen uns jedes Mal,
wenn wir das Hyänenkind ein wenig besser sehen können. Gut möglich und sogar
wahrscheinlich, dass dies die Familie ist, die uns schon angekündigt wurde.
Manchmal sind nur ein paar Meter ausschlaggebend, ob man ein Tier zwischen der
Vegetation ausmachen kann, oder nicht.
Als wir schon aufbrechen wollen, entdecken unsere Freunde,
die mittlerweile auch eingetroffen sind, noch einen Kapfuchs, der sich ganz in
der Nähe der Straße zusammengekuschelt hat. Was für ein schöner Abschluss eines
erfolgreichen Safaritages.
Wir fahren ins Camp und kochen Abendessen. Es gibt Nudeln
mit Hackfleischsoße. Während wir noch herumwuseln und das Essen vorbereiten,
hört Ruth ein Rascheln im Gras. An der Intonation und Dringlichkeit ihres
Alarmcalls „Was ist das?“ kann Uwe mittlerweile schon erkennen, wann es sich um
eine Maus und wann eher um ein größeres Tier handeln muss. Dieses scheint also
größer zu sein. Wir erheben uns von unseren Stühlen im A-Frame, schauen
vorsichtig aus dem Häuschen und blicken direkt in ein rundes Hyänengesicht –
und das gleich dreimal. Die drei Tiere haben sich bis an unser Auto
herangepirscht und schauen nun, ob etwas zu Essen für sie abfällt. Puh! Zum
Glück sind es keine Löwen, denn dann wären wir nicht so gut darin, uns unseren
Respekt nicht anmerken zu lassen. Wir klatschen in die Hände und machen ein
paar energische Schritte auf sie zu, so dass die ungebetenen Gäste sich auch
gleich wieder vom Acker machen. Nur gut, dass sie anscheinend nicht wissen, dass
ihre Zähne den unsrigen ziemlich überlegen sind. Wir leuchten ihnen mit unseren
Taschenlampen hinterher, bis wir sicher sind, dass sie nicht gleich wieder an
unserm Tisch stehen.
Unsere Nudeln schmecken prima, und die Portion ist ziemlich
groß. Trotzdem lassen wir nichts übrig, denn wir wollen morgen ja wieder
schönes Wetter haben. Im Baum in unserem Camp ruft eine Weißgesicht-Eule. Ruth
hat sie schnell gefunden. Auch heute bleiben wir nach dem Spülen nicht mehr lange
sitzen. Wir empfinden die Tage mit dem frühen Aufstehen, den vielen Gamedrives und
dem ganzen Geschaue doch als recht anstrengend.
Hallo Ihr Beide,, zwischendurch schon einmal ein großes Dankeschön für euren tollen Bericht. Gerade als ich von Rooiputs Nr 6 las, musste ich an unsere Begegnung auf dieser Campsite denken. Ich glaube unser Schlafplatz unter dem Baum war nicht so gut gewählt 🤔.Liebe GrüßePeter
auch von mir wird es langsam mal Zeit für ein "Zwischen Danke"! Eure Sichtungen sind wirklich der Hammer - eure Ausbeute von einem Safaritag reicht eigentlich für einen ganzen Urlaub! Bei den tollen Bildern bekomme ich direkt Heimweh, aber zum Glück hat das Warten bei uns ja bald ein Ende! Wenn wir dann nur halb soviel sehen wie ihr an einem Tag, bin ich mehr als zufrieden!
Liebe Grüße
Konni
PS: Bei eurem Steppenfalken würde ich gerne ein Veto einlegen🔍️