wow 🤩 Was für ein toller Safaritag.
Die Sichtung der Büffel im Schlamm ist schon sehr außergewöhnlich und ihr habt sie in beeindruckenden Fotos festgehalten.
Vielen Dank und Liebe Grüße, Sabine
wow 🤩 Was für ein toller Safaritag.
Die Sichtung der Büffel im Schlamm ist schon sehr außergewöhnlich und ihr habt sie in beeindruckenden Fotos festgehalten.
Vielen Dank und Liebe Grüße, Sabine
Der Tag im Queen Elizabeth NP war wirklich einmalig. Was ich auch erstaunlich fand, dass Büffel und Hippos nebeneinander im Schlamm saßen.
Gruß Marion
Teil 9 - Ishasha 05.01.26
Unser nächstes Etappenziel lag im Süden des Queen Elizabeth Nationalparks. Das Ishasha-Gebiet, bekannt durch seine Baumlöwen. Zuerst fuhren wir zurück zur Hauptstraße und später weiter durch den QENP, aber die Sichtungen hielten sich in Grenzen. Wir
verließen die Savannenlandschaft und fuhren über eine
anspruchsvolle Schotterpiste mit tiefen Schlaglöchern. Weiter ging
es durch dichtes Busch- und Waldgebiet, vorbei an mehreren
Flussläufen und Sumpfgebiet, die mit Papyrus, Wasserlinsen und
dichten grünen Wasserpflanzen zugewachsen waren. Was für eine
Farbexplusion. Blatthühnchen und Teichhühnchen liefen
behende über die Pflanzen, Nimmersatt und Kingfisher saßen am
Uferrand. Hippos verschwanden in dem Grün. Wir stiegen kurz aus und
saugten die Szenerie regelrecht auf.


Unterwegs beobachteten wir noch Schwarz-Weiß Colobusaffen.

Kurz vor Ishasha machten wir Rast und packten unsere Lunchpakete aus.

Über uns lugten grüne Meerkatzen
auf unsere Lunchpakete. Ob sie wohl etwas abhaben wollten?


Kurz vor unserer
nächsten Lodge, der Embogo Lodge, sprach Peter mit einem Guide, der
angeblich wusste, wo ein Baumlöwe in der Nähe faulenzen würde. So
fuhren wir nicht direkt zu unserer Lodge. Wir hatten leider kein Glück. Der
Löwe war leider schon verschwunden, als wir ankamen.


Ihasha ist berühmt für seine Baumlöwen, doch die Population sinkt seit 2018 dramatisch. Drei Löwinnen und acht Jungtiere starben 2018 durch Vergiftung. 2021 wurden wieder sechs Löwen getötet. Konflikte mit umliegenden Dörfern sind der Hauptgrund. Um sie zu schützen arbeitet die UWA (Uganda Wildlife Authority) mit Rangerteams des benachbarten Virunga-Nationalparks Kongo zusammen. Wir halten die Daumen.
Nach dem Check-in in
Embogo wurden wir zu unserem Chalet geführt. Die Lodge selbst können
wir auch empfehlen. Sie liegt direkt an der Grenze des Nationalparks,
nicht eingezäunt, so das Wildtiere, sogar Elefanten,
vorbeischauen können. Im Herzen des Grüns steht ein schöner
Aussichtsturm, ständig bewacht. Von dort hat man einen guten
Überblick. Doch auf den kurzen Weg dorthin ist vorsicht (besonders
nach Dämmerung) geboten. Die Zimmer sind groß, das Bad großzügig,
und vor dem Chalet befindet sich eine erhöhte, schattige Holzterasse
mit Blickkontakt zu einem kleinen Tümpel, an dem ein
Hammerkopf-Fischjäger ganz ungeniert nach Beute suchte.


Wir bereuten es jetzt schon, daß wir nur eine Nacht hier bleiben würden. Um 16.30 Uhr verabredeten wir uns mit Peter zum Game Drive. Zuvor machten wir noch einen Abstecher zum Aussichtsturm, dann entspannten wir auf der Terasse.

Ob wir wirklich Baumlöwen sehen würden? Es gibt keine Garantie dafür und wir hatten auch keinen weiteren Game Drive auf dem Plan. Unterwegs sahen wir einige Antilopen, Warzenschweine und einen einsamen Büffel – Löwenfutter war also vorbereitet.
Wir hatten Glück. Ein Auto an einem großen Feigenbaum winkte uns zu. Wir hielten an und tatsächlich hing eine Löwin zwischen den Baumästen. Ab und zu warf sie uns einen müden Blick zu, als wolle sie sagen: „Immer diese Touris“. Eine Walking-Safari durch den Busch hätte wohl weniger Freude bereitet. Bei einem möglichen Angriff wäre ein Baum vielleicht doch kein sicherer Zufluchtsort gewesen. Zumindenstens kein Baum auf dem ich noch raufgekommen wäre.


Die baumkletternden Löwen in Ishasha sitzen fast ausschließlich auf den Feigenbäumen. Sie haben dicke, massive und vor allem horizontale Äste und bieten eine stabile und bequeme Liegefläche mit dichtem Blätterdach, auf der sie sich lang ausstrecken können. Der perfekte Rückzugsort vor der brennenden afrikanischen Sonne.
Wir standen lange, doch
die Zeit für weitere Sichtungen war begrenzt, denn Peter wollte
unbedingt noch weiter. Wir passierten das Ishasha Ranger Outpost
(UWA) bzw. das Hauptquartier der Wildhüter und erreichten eine
langgezogene Geländeerhebung inmitten des ansonsten flachen
Ishasha-Sektors. Der Blick ging hinab auf die weite, offene Savanne.
Direkt hinter dieser Graslandschaft verläuft ein dichter Wald. Die Anhöhe stürtzte steil ab. Am
Rand standen Tische mit Stühlen. Davon war eine Ganitur für uns gedeckt. Eine echte Überraschung.
Sundowner-Time mit spektakulärem Blick.

Elefantenherden und Antilopen zogen genau zur Sundowner-Time aus
dem Wald in das offene Grasland. Vermutlich um zu fressen oder auf
dem Weg zur nächsten Wasserstelle. Dieser Ort ist perfekt für einen
Sundowner. Die Sonne tauchte die Wolken in Orange- und Rottöne wir
tranken Wein und ließen den Tag mit Peter stimmungsvoll ausklingen.
Eine wirklich schöne Überraschung.
Als wir zurück zur Lodge kamen, war schon Dinnertime – das Buffet war super und der Akku des Tages längst leer. Vor allem nach dem Wein. Das Bett rief: Gute Nacht.
Hoi Marion
Erstmal ein kleines 'Dankeschön' für den bisherigen Reisebericht!
MaryAfrica schrieb:Was ich auch erstaunlich fand, dass Büffel und Hippos nebeneinander im Schlamm saßen.
Bei dem Bild hab ich auch gestaunt! Hab ich so auch noch nie gesehen!
Ich musste auch zweimal hinschauen. Schon verrückt, was die Natur so bereithält. Das zeigt, dass man immer wieder überrascht werden kann.
Teil 10 - Bwindi-Regenwald
06.01.26 – Die Spannung steigt
Nun wartete das nächste Highlight unserer Reise auf uns. Der Bwindi-Regenwald und das
Gorilla- Trekking. Allein der Gedanke daran machte mich schon ein
wenig nervös. Aber dazu später mehr.
Da die Strecke nicht weit war, hatten wir genügend Zeit und während Thomas sich fertig machte, setzte ich mich noch einmal gemütlich vor
unserer Unterkunft und genoss die morgendliche Ruhe. Um 9.00 Uhr ging es pünktlich los in Richtung Bwindi, genauer gesagt zum
Ruhija-Sektor.
Zunächst ging es wieder durch die Landschaft rund um Ishasha. Je weiter wir fuhren, desto mehr
veränderte sich die Umgebung. Wir kamen durch Dörfer, in denen sich
das Leben entlang der Straße abspielte.


Viele Geschäftsgebäude sind so wie auf dem rechten Bild angelegt. Im vorderen Teil befindet sich der Verkaufsraum und direkt dahinter schläft und lebt die Familie.
Wir sahen Kaffee- und Teeanbau, Felder zogen sich über steile Hänge und dazwischen standen kleine Häuser. Die Landschaft wurde zunehmend hügeliger. Wir gewannen langsam an Höhe und die Straße wurde kurviger. Wir fuhren auf unbefestigte, holprige Pisten mit Schlaglöchern und matschigen Stellen, die die Fahrt abenteuerlich machten. Aber gerade dadurch wurde es interessant. Wir waren nun mitten im ländlichen Uganda unterwegs und bekamen einen viel besseren Eindruck vom Leben abseits der großen Straßen.
An steilen Berghängen sahen wir Menschen bei der Arbeit. Auf kleinen Feldern, die teilweise unglaublich steil am Hang lagen, wurde gehackt, gepflanzt oder geerntet. Es war kaum vorstellbar, wie mühsam die Arbeit dort sein musste.


Mit jedem Kilometer
wurde die Landschaft grüner und ursprünglicher. Die offenen Felder
und Dörfer gingen in eine immer dichtere Vegetation über. Die
Berghänge wurden noch steiler, tiefe Täler öffneten sich neben der
Straße und schließlich befanden wir uns am Rande des
Bwindi-Regenwaldes. Wir konnten uns kaum sattsehen. Immer wieder
baten wir Peter anzuhalten, wenn sich ein besonders schöner Blick
auftat. Von den Aussichtspunkten konnten wir über die bewaldeten
Berghänge und tiefen Täler schauen.
Gegen 13.00 Uhr
erreichten wir schließlich das Gorilla Mist Camp. Das Camp liegt im
Ruhija-Sektor, nur etwa 10 bis 12 Minuten vom Gorilla-Briefingpunkt
entfernt.

Wir wurden von einem Dreihornchamäleon begrüßt. Übrigens meine erste Sichtung.
Die Lage des Camps ist wirklich traumhaft. Von der Terrasse hatten wir einen fantastischen Blick über die Berghänge. Wir konnten bis in Richtung der Virunga-Vulkane schauen. Häufig hängen Nebel und Wolken zwischen den Bergen, was wohl auch zum Namen „Mist Camp“ beigetragen hat.

Unser Chalet war geräumig und sauber, könnte allerdings an der einen oder anderen Stelle eine kleine Auffrischung vertragen. Die Sofas waren schon etwas durchgesessen und auch nicht mehr sehr ansehnlich. Auch mit dem Bett hatten wir so unsere Probleme. Es waren mit Abstand die unbequemsten Betten, in denen ich bisher auf einer Reise geschlafen habe.
Nach dem Lunch machten
wir uns zu Fuß auf den Weg in Richtung Ruhija, der kleinen Siedlung
in der Nähe des Camps. Ein klassisches Dorfzentrum gibt es hier
eigentlich nicht. Vielmehr reihen sich kleine Häuser und einfache
Holzhütten entlang der Straße. Überall sieht man Menschen bei der
Arbeit oder sie sitzen vor ihren Hütten. Es wurde gehämmert, gesägt
und gehandelt. Kleine Verkaufsstände und Läden boten bunte Stoffe,
Kleidung, Ketten, Holzschnitzereien und andere Dinge an. Wir kamen
schnell mit einigen der freundlichen Bewohner ins Gespräch und
wurden überall neugierig und herzlich begrüßt.




Besonders lustig wurde es, als Thomas mit einem der Arbeiter ins Gespräch kam, der gerade dabei war, eine kleine neue Hütte zu bauen. Direkt am Straßenrand wurde das Holz dafür zugesägt. Irgendwann bot er Thomas scherzhafter Weise an, selbst einmal mit anzupacken. Das ließ er sich natürlich nicht zweimal sagen. Also stand er plötzlich mitten zwischen den Arbeitern und legte selbst Hand an. Die Männer sahen zu und Thomas war mit großem Eifer dabei. Es wurde gelacht, gescherzt und natürlich kräftig weitergesägt. Ein völlig ungeplanter Moment, aber wir hatten alle unseren Spaß.

Natürlich konnten wir
anschließend nicht mit leeren Händen zurück ins Camp gehen. Wir kauften
einige schöne Stoffe und einen wirklich gelungenen, aus Holz
geschnitzten Gorilla. Ein passenderes Souvenir für unseren
Aufenthalt in Bwindi hätten wir wohl kaum finden können.
Zurück im Camp wurde
es dann ernst. Wir packten unsere Rücksäcke für das
Gorilla-Trekking am nächsten Morgen. Wasser, Snacks, Regenjacken,
Handschuhe, Nüsse und unsere Kameras, alles musste bereitliegen. Beim Abendessen
versuchten wir, uns noch einmal zu entspannen. Das Essen war ganz
gut, aber lange blieben wir nicht sitzen. Wir wollten früh ins Bett, denn schließlich sollten wir am nächsten Morgen fit sein.
Bei Thomas war die
Vorfreude vermutlich größer als die Nervosität. Bei mir war es
genau umgekehrt. Ich lag später im Bett und konnte einfach nicht
einschlafen. Zum einen lag das definitiv an dieser unbequemen
Matratze. Zum anderen kreisten meine Gedanken ständig um den
nächsten Tag. Ich hatte keine Ahnung, was uns erwartete. Wie steil
würde es werden? Wie lange müssen wir laufen? Würden wir
durch Schlamm und dichtes Unterholz klettern? Und vor allem, finden wir die Gorillas überhaupt? Hoffentlich würden wir eine
möglichst leichte Strecke bekommen, denn wir hatten Angst, dass wir nicht fit genug sind. Mit diesen Gedanken lag ich noch
lange wach und ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass der nächste
Tag ganz anders werden sollte, als ich ihn mir vorgestellt hatte.
auch von mir eine herzliches Dankeschön zwischendurch für deinen lebendigen Bericht. Ich kann deine Nervosität und deine Gedanken so gut nachempfinden! Dein kleiner Cliffhanger lässt darauf hoffen, dass ihr mit eurem Trekking vielleicht ähnliches Glück hattet wie wir. Ich bin gespannt, wie ihr eure Gorilla-Begegnung erlebt habt.
Viele Grüße
Elke
Ich schreibe den Bericht sehr gerne, auch wenn er natürlich einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Von Thomas habe ich zwar einige Bilder bekommen, aber ich nehme auch gerne ein paar Standbilder aus meinen eigenen Videoaufnahmen dazu.
Meine alte Videokamera war leider schon ziemlich veraltet und hat zuletzt keine wirklich guten Aufnahmen mehr gemacht. Außerdem war der Zoom defekt. Deshalb habe ich mir inzwischen eine neue Kamera gekauft, denn im Oktober fliegen wir nach Namibia. Mal sehen, vielleicht wird der nächste Reisebericht dann auch bildlich noch etwas besser.
Euren Reisebericht habe ich natürlich auch gelesen. Ihr habt tolle Bilder gemacht und hattet beim Gorilla Trekking so viel Glück! Bei uns war das leider nicht ganz so einfach. Aber trotzdem war es natürlich ein ganz besonderes Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.