Dienstag, 21. Juli 2026 – Auto fertig!?
Meikes Gästehaus, Swakopmund
Wie immer, wenn unser Auto in der Werkstatt ist und wir nicht wissen, wie lange es dauert, schlafen wir etwas unruhig. Gegen acht Uhr steht Uwe auf und fährt zu Toyota. Karsten von Namib Campers hatte den Wagen zwar schon längst dort vorbeigebracht, aber angefangen wurde noch nicht. Das Auto steht noch auf dem Hof. Uwe marschiert durch die Werkstatt zum Supervisor und erklärt ihm, dass wir es heute eilig haben. Er möchte sich bitte dringend um unser Temperatur-Problem an den Hinterrädern kümmern, was er auch verspricht. Hoffnungsvoll kehrt Uwe in die Pension zum Frühstück zurück. Eigentlich hatten wir den großen Service an unserem Auto zum Ende unserer Jahresreise vorgezogen, damit wir eben keine Probleme zum Start der nächsten haben sollten. Aber so ist es halt mit Plänen …
Anschließend drehen wir eine letzte Einkaufsrunde zu Spar und Foodlovers. Nachdem wir alle Lebensmittel im Auto haben, fahren wir gegen Mittag zu Toyota. Unser Auto ist tatsächlich fertig. Man habe sich alles angesehen: Bremsen, Radlager, Hinterachse. Und nichts Auffälliges gefunden. Alles sei, wie es gehöre. Vielleicht seien die Temperatur-Sensoren nicht ganz in Ordnung. Wir sind nun mehr oder weniger beruhigt und fahren unser Auto wieder zurück zu Namib Campers.
Den Nachmittag verbringen wir in der Stadt. Zunächst setzen wir uns in das kleine Café „The Shed“ um die Ecke mit angeschlossener Gärtnerei, welches mit einem auffallend schönen Schild um Kundschaft wirbt.
Es gibt dort eine kleine Karte mit hervorragendem Kaffee und Kuchen für einen unschlagbaren Preis: eine absolute Empfehlung. Anschließend spazieren wir ans Meer und freuen uns über die Sonne, die sich nun endlich gegen den Nebel durchgesetzt hat. Es wird richtig warm. Wir werden von mehreren Nuss-Schnitzern angesprochen, können sie aber erfolgreich abwimmeln. Bei einem ehemaligen DDR-Kind klappt das nicht. Er erzählt uns in bestem Deutsch seine Geschichte und sammelt Geld. Für einen kleinen Obolus kaufen wir uns frei und können anschließend allen weiteren DDR-Kindern berichten, dass wir bereits Kind Nr. 8 unterstützt haben, so dass wir in Ruhe gelassen werden.
Wir drehen eine große Runde bis zur Jetty und laufen dann wieder zurück ins Gästehaus. Es dauert nicht lange, bis wir die Info bekommen, dass wir unser Auto abholen können. Die Standheizung läuft auf heißester Stufe, und im Camper ist es ziemlich warm. Nun kann die Kälte im KTP kommen. Es gibt noch einige Handgriffe zu erledigen, aber nach einer weiteren halben Stunde können wir bezahlen und vom Hof fahren.
Es ist schon spät, als wir bei Meike eintreffen. Dennoch schnappt sich Ruth einen Eimer Wasser und macht im Camper sauber. Uwe saugt ein wenig, und dann räumen wir schon einen Teil unserer Sachen ins Auto. Auch den Kühlschrank machen wir voll. Bis es dunkel wird, verstauen wir Sachen, damit wir morgen nicht mehr ganz so viel erledigen müssen. Es ist immer wieder erstaunlich, was es alles zu kramen, räumen und wischen gibt.
Um 19:00 Uhr fahren wir mit Meike und Klaus zum Old Steamers. Das Buffet dort mögen wir sehr gerne. Auch heute genießen wir Suppe, Vorspeisen, Salate, Filet mit Beilagen und verschiedene Nachtische. Alles ist super lecker. Wir ahnen noch nicht, dass das hier erst der Anfang einer Reise ist, auf welcher Essen eine für uns priorisierte Rolle spielen wird. Kein Wunder, dass wir mit über drei Kilogramm Sonnenbräune nach Hause kommen werden.






Wir lassen noch etwas Brennholz da, das wir nicht nach
Südafrika in den KTP mitnehmen dürfen. Bei schönstem Sonnenschein (was doch nun
wirklich gemein ist, nach vier mehr oder weniger grauen Tagen) verlassen wir die
Pension, kaufen noch unser Lieblings- Sauerteig-Brot mit Oliven und fahren aus
der Stadt. Zu Beginn sind noch viele Lastwagen unterwegs, die überholt werden
müssen. Später nimmt der Verkehr zum Glück etwas ab.
Im Camp treffen wir Katrin und Martin.
Die beiden haben bereits ihr Auto eingerichtet und warten auf uns. Wir stellen
auch schnell unseren Camper auf, und dann gehen wir gemeinsam zum Abendessen im
Camp. Das Restaurant ist zwar klein, aber alles ist sehr lecker. Sehr lange
halten wir es aber nach dem Nachtisch nicht mehr aus. Unseren Freunden steckt
der Nachtflug in den Knochen, und wir sind müde von der langen Fahrt. Morgen
wird die Etappe sogar noch etwas länger.



































