Planung erste Namibiareise

34 Antworten · 1’892 Aufrufe · gestartet 16. Aug. 2026 von Isebell
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Themenstarter13 Beiträge · seit 202616. Aug. 2026 ·
Liebe Forumsgemeinde,


ich bin neu hier nachdem die Familie - wir werden zu viert reisen, wobei die Kinder schon "groß" sind -  nach wochenlangem Brainstorming einstimmig Namibia zum nächsten Reiseziel auserkoren hat. Zur Auswahl standen auch Uganda, Botswana, Tansania und Kenia. Nachdem ich mich jetzt einige Zeit mit der Optimierung meiner Erstroute beschäftigt habe (ich habe den Fehler wie wahrscheinlich viele gemacht, viel zu viel hineinzupacken bis hin zum Chobe NP etc....) und sie anschließend schon mit der KI diskutiert habe, würde ich euch erfahrene Namibia-Reisende ersuchen, einen Blick drüber zu werfen und mir vielleicht noch bessere Optionen aufzuzeigen. Ein paar Unklarheiten bestehen nämlich noch. Der Beginn ist auch noch ein wenig holprig, weil die Flüge teilweise noch nicht freigeschalten sind und ich daher nicht weiß, ob wir morgens oder abends ankommen werden. Falls die Ankunft morgens ist, wäre der Plan, gleich zur ersten Lodge zu fahren, die ich extra deshalb eher nah an Windhoek gewählt habe. Wenn wir abends ankommen, bleiben wir erst in Windhoek. Die Tage sind eigentlich auch noch nicht fixiert. Alles zwischen 2-3 Wochen wäre möglich, wenn ich einen passenden Flug finde.


Tag 1. Ankunft->Eningu Clayhouse 2 Nächte

Tag 3. Eningu Clayhouse Lodge ->Sossusvlei 2 Nächte Desert Quiver Camp, Desert Hills Glamping Camp, oder Alternative?

Tag 5. Panoramaroute vorbei an den Tirasbergen nach Aus 2 Nächte(KI hat mir von Lüderitz als Basis abgeraten. ) zB Desert Horse Inn

Tag 7. Lange Fahrt nach Swakopmund 3 Nächte - noch keine Unterkunft und Frage ob die Fahrt doch zu lange ist? 

Tag 10. Fahrt nach Damaraland 2 Nächte Vingerklip Lodge

Tag 12 Fahrt Richtung Etosha Süd und 1 Übernachtung am Andersson Gate (zB Vreugde Gästefarm?)oder gleich in den Park Richtung Osten?

Tag 13 Weiterfahrt durch den Park bis zum Osten -> 3 Nächte Onguma Forest Camp

Tag 16 tja da bin ich unsicher wie es weitergeht oder ob wir noch an der Route zwischendrin herumfeilen und etwas anderes einschieben sollen für zwei Nächte. Derzeit ist angedacht Otjiwarongo  für zwei Nächte und dann Weiterfahrt nach Windhoek. 

Was meint ihr zu meinem Plan?

7’348 Beiträge · seit 200616. Aug. 2026 ·
Deine KI hat dich leider schlecht beraten. Ich persönlich finde Lüderitz toll. Viele andere lieber Aus. Es gibt Gründe dafür und dagegen. Was gar nicht geht ist Aus nach Swakopmund. Das ist viel zu weit. Wollt ihr gar nicht ins Sossusvlei? Ich verstehe für eure erste Reise den Abstecher nach Aus auch überhaupt nicht. Was versprecht ihr euch davon?

Schaut mal hier: https://zebra.reisen/namibia-pur/
Etwas ähnliches ist auch: https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2026
Themenstarter13 Beiträge · seit 202617. Aug. 2026 ·
Klar wollen wir nach sossusvlei. Da sind zwei Nächte eingeplant in der obigen route. Ich habe die Route selbst erstellt und dann mit ki  nur optimiert. Aus hab ich vor swakepmund eingeplant. Warum nicht beim ersten Mal?
zuletzt bearbeitet 17. Aug. 2026
7’348 Beiträge · seit 200617. Aug. 2026 ·
Hallo Isebell,


Ich hatte deine Tour ein paarmal gelesen und dann bei #3 die Fahrt ins Sossusvlei einfach nicht mehr gesehen.

Ein paar Dinge solltest du bei einer Ersttäter-Tour beachten. Nimm nicht unbedingt Google Maps als Mass der Dinge für die Fahrzeiten. Die Zeiten sind zwar in letzter Zeit viel besser geworden, aber das sind wirklich reine Fahrzeiten. Du wirst deutlich länger unterwegs sein, weil du so viel entdeckst am Straßenrand. Das heißt, du wirst nicht einfach von A nach B fahren, du wirst anhalten, du wirst fotografieren, du musst sicher auch einmal eine Pause brauchen. Das sind alles Verzögerungen, die du berücksichtigen musst. Ihr wollt am ersten Tag gleich nach dem Flug nach Eningu fahren. Je nachdem, wo ihr das Fahrzeug übernehmt, ist das okay. Falls ihr aber erst in die Stadt hinein müsst und dann wieder nach Eningu raus, kostet euch das zusätzlich noch einmal 2 Stunden plus 2 Stunden für die Einreise. Das macht dann nicht mehr unbedingt Sinn. 

Von Eningu aus wollt ihr dann in die Nähe vom Sossusvlei. Rechnet da mit etwa 7-8 Stunden die ihr brauchen werdet. Ich seid wirklich einen ganzen Tag unterwegs. Auch der Tag im Sossusvlei ist recht anstrengend und Zeitintensiv.

Von da aus wollte ich dann nach Süden, nach Aus. Vermutlich, um dann von Aus aus auch noch nach Lüderitz zu fahren. Dann wieder zurück nach Aus. Und dann am nächsten Tag wieder am Sossusvlei vorbei nach Swakopmund.  Das ist alles extrem viel, viel zu eng getaktet, viel zu viel Fahrerei. Ihr werdet kaum die Zeit haben, euch etwas am Strassenrand anzugucken. Ihr rast einfach von vermeintlichem Highlight zum nächsten und fahrt an so vielen kleinen Dingen vorbei die Namibia eigentlich ausmachen. Und dann wird aus einer Reise, die als schöne Einstiegsreise geplant ist, vielleicht sogar ein Desaster.  Nehmt euch mehr Zeit, macht weniger und vor allem, wenn ihr Richtung Süden runter wollt, dann nehmt nicht Sossusvlei gleich als zweite Station, sondern macht eher den Weg im Richtung Keetmanshoop, Aus.

Schaut euch vielleicht auch einmal diese Tour an: https://zebra.reisen/reisen/grosse-namibia-tour-lodge/
Den Fish River Canyon und den Oranje könnt ihr einfach auslassen. Dann seid ihr auch mit etwa 3 Wochen dabei. 


Wann wollt ihr eigentlich reisen? Und warum die drei Nächte Onguma Forrest Camp aber vielleicht die Okaukuejo Region ganz auslassen? Je nach Jahreszeit kann das Sinn machen. Zu den meisten Zeiten würde ich aber den Aufenthalt eher aufteilen auf 2 und 2.


Herzliche Grüsse

Chrigu



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zuletzt bearbeitet 17. Aug. 2026
456 Beiträge · seit 201217. Aug. 2026 ·

Hallo Isabell

Zuerst möchte ich dich beglückwünschen. Namibia ist ein wundervolles Land mit wunderschönen und abwechslungsreichen Landschaften und vielen Tiersichtungsmöglichkeiten in den Nationalparks. Ich denke ihr werdet eure Entscheidung nicht bereuen.

Und zweitens war es auch sehr klug dich hier anzumelden und Leute mit Erfahrung um rat zu bitten.

Aber so wie ich das lese versuchts du gerade das Pferd von hinten aufzuziehen. Von daher hier mal ein paar Informationen und Gedanken meinerseits, wie ich die Planung angehen würde.

1. In Namibia sollte/darf man im Dunkeln kein Auto mehr fahren. Das steht in vielen Mietbedingungen, weil fahren bei Dunkelheit sehr gefährlich ist.

-> Frage: In welchem Monat wollt ihr denn nach Namibia reisen? Denn mit der Anzahl der verfügbaren Tagesstunden variieren auch die Möglichkeiten. Ebenso vom Reise-Monat hängen auch die zu erwartenden Temperaturen sowie die Möglichkeit von Starkregen/Unwettern ab.

2. Was wollt ihr bevorzug sehen und tun? Liegt der Fokus auf dem Reisen durch schöne Landschaften? Oder möchtet ihr eher wilde Tiere beobachten. Oder möchtet ihr an interssanten Tour-Angeboten teilnehmen? Oder legt ihr villeicht auch wert auf gutes und leckeres Essen?

-> Informiere dich etwas intensiver mal über die Sehenswürdigkeiten in Namibia und ersdtelle mal eine Rangliste mit den Orten die ihr unbedingt bereisen wollt. Mit Sossusvlei/Sesriem, Swakopmund, Etosha Nationalpark, Tirasberge kennst du ja schon einige. Ich werfe mal noch Damara Living Museum, Wanderung zur White Lady Felsenmalerei, Twyfelfontein, Waterberg Plateau, Köcherbaumwald, Fish River Canyon und Spitzkoppe mit ein (Liste ist gewiss nicht vollständig)

3. Wie wollt ihr Namibia bereisen? Wollt ihr lieber in festen Unterkünften übernachten und bekochen lassen oder etwas abenteuerlicher auf Campsites in Dachzelten übernachten und selber Essen machen?

4. Tipp: Lese den ein oder anderen Reisebericht von anderen Forenmitgliedern, welche Namibia auch erst ein- bis dreimal bereist haben. Da bekommst du vielleicht ein besseres Gefühl davon, was dich in Namibia erwarten kann.

Das sind so aus meiner Sicht die wichtigsten Fragen und Themen mit denen man sich beschäftigen kann/sollte, bevor man die Flüge gebucht hat. Und erst wenn man die Flüge gebucht hat macht es Sinn in die Detailplanung zu gehen und sich dann auch mit der Frage zu beschäftigen, wie buche ich das alles? Oder wo miete ich welche und wie ausgerüstete Fahrzeuge? 

Ich persönlich zum Beispiel erarbeite mir meine Route erst einmal selbst und lasse dann alles von einem Reisebüro in Swakopmund/Namibia buchen. Die Prüfen auch, ob meine Planung überhaupt umsetzbar ist und geben mir Tipps wo es schwierig werden könnte und was man vielleicht optimieren könnte. Und dadurch habe ich dann auch einen Ansprechpartner vor Ort, wenn etwas schief laufen sollte.


Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
96 Beiträge · seit 202517. Aug. 2026 ·
Hallo Isabell, 

schön, dass Du Dich mit Deiner Route an das Forum wendest. 

Auch für mich ist sie nicht rund. Mit Deinen Zwischenzielen lässt sich eine bessere Runde fahren, so dass Ihr mehr Zeit habt und nicht an den Highlights 2 x vorbei müsst. 

Ich würde wie Chrigu von Windhoek in Richtung Keetmanshoop, Aus/Lüderitz und dann erst in Richtung Sossusvlei vorbei nach Swakopmund fahren. Ihr spart hier einige Kilometer und könnt die Sehenswürdigkeiten auf der Strecke auch noch genießen. 

Deiner Anfrage entnehme ich, dass Ihr in Lodges übernachten wollt. Je nach Jahreszeit müsst Ihr diese zumindest in der Nähe von Sossusvlei rechtzeitig buchen. 

Gut, dass Ihr zwei bis drei Nächte einplant, muss aber nicht immer sein. Manche Übernachtungen sind eben nötig, um die Strecke zu teilen. Ich weiß nicht, wie oft wir auf angeblich reinen Fahrstrecken einen Foto-Stopp machten und so verlängert sich die Fahrtzeit enorm. Dies trifft auf die Strecke zw. Aus und Swakopmund voll zu. Nur die letzten 100 km sind etwas eintönig. Zwischen Aus und Swakopmund liegt die D707 - so tolle Fotomotive. Die Gegend um Solitaire ist ebenfalls sehr fotogen. Viele Tiere siehst Du zwar im südlichen Teil nicht, aber am Anfang bleibt man bei jedem Oryx stehen. Und dann gibt es ja noch Überraschungssichtungen, die man bei einer großen Strecke einfach übersieht. 

Meine Ersttäterrunde sah so aus: 

Windhoek, Kalahari, Fish River, Aus, Tirasberge, Soussusvlei, Swakopmund, Erongogebirge, Etosha, Waterberg, Windhoek

Ihr dürft Euch auf Namibia freuen und die Fehler, die Ihr beim 1. Mal macht, merzt Ihr eben beim 2. Mal aus. Es ist für mich mein Traumland schlecht hin. 

Der Empfehlung den einen oder anderen Reisebericht, geht auch ohne Kommentare, zu lesen, kann ich nur zustimmen. 

Viele Grüße 

Andrea

zuletzt bearbeitet 17. Aug. 2026
Themenstarter13 Beiträge · seit 202618. Aug. 2026 ·
Ich danke euch für eure erste Einschätzung. Ich hatte natürlich schon vorab Routen geschaut. Es ist nur schwierig, alles, was man sich wünscht inklusive dann auch der Lage der Unterkünfte, die einem gefallen, in Einklang zu bringen. Zu euren Fragen kurz: wir wollen im August 2027 verreisen (ich warte wegen definitivem Datum noch ab, da noch nicht alle Flüge buchbar sind) und die Reise darf 2-3 Wochen dauern. Ich möchte bei den Lodges/Gästehäusern einen Mix aus günstig und nett bis hinzu richtig schönen, spektakulären Lodges. In Swakopmund am liebsten ein Appartement, damit wir mal Wäsche waschen können. Die Straßenzustände sind uns bewusst, allerdings wird da auch oft ein wenig "übertrieben". Wir waren zum Beispiel letztes Jahr in Costa Rica und trotz Vorwarnungen haben wir die google maps Angaben zielgenau erreicht oder sogar unterboten. Vielleicht war es Glück. Aber dennoch - genau die langen Fahrten waren auch meine Bedenken und mein Mann hat auch schon sein Veto eingelegt. Weil jemand gefragt hat, warum nach AUS - ich würde gerne die Geisterstadt besuchen - der Standort Aus oder Lüderitz ist mir da eigentlich egal. Aber wenn das wirklich nur mit dem 500 km "Umweg" in Einklang zu bringen ist, dann denke ich, dass wir es auslassen müssten. 


Chrigu danke für den Tipp des Umstellens, aber da sind es immer noch 500 km von meiner neuen Kalahari Standort, Mariental. Meine Bedenken wegen Okaukujejo waren, dass wir eben davor 4 Nächte im Entosho sind und - falls es sehr ähnlich ist - ob es dann nicht zuviel Safari ist. Ich kann das nicht beurteilen, weil es das erste Mal sein wird. Was meinst du? 


blackliion: wir wollen im August verreisen. Fokus eigentlich eine Mischung, Tendenz aber klar die Tierwelt. Die atemberaubenden Landschaften natürlich auch aber wir sind jetzt nicht die großen Wanderer und können uns auch nicht stundenlang an einem Stein erfreuen.


secret: du schreibst, dass nicht überall die Nächte, die ich eingeplant habe, nötig sind. Wo würdest du die eine oder andere Nacht einsparen?


Ich danke euch jedenfalls einmal für eure sehr konstruktive Kritik. 

Meine ein bisschen umgestellte Route sieht derzeit so aus: Windhoek-Kalahari Mariental Gegend-Lüderitz (oder auslassen)-Sossusvlei-Swakopmund-Camp Kipwe-Vingerklip-Etosha West-Onguma-Okonjima-Windhoek

96 Beiträge · seit 202518. Aug. 2026 ·

Hallo Isebell,

 jetzt liest sich das schon viel runder. Ihr fahrt nicht große Strecken hin und wieder zurück. Große Strecken sind teilweise trotzdem noch notwendig. Auch die Strecke von Aus nach Lüderitz muss man zurückfahren. Da gibt es keine Alternativen.

Von Mariental bis Aus kann man auf asphaltierten B Straßen fahren oder über die Maltahöhe über Schotterpisten nach Aus. Egal wie, beides ohne große Stopps fast 5 h Fahrt. Aber das ist machbar. Nach Lüderitz wäre es nochmals 1 h mehr.

Zwei bzw. drei Nächte sind grundsätzlich gut und etwas entspannter als nur eine Nacht. Somit könnt Ihr auch an Aktivitäten der Lodge teilnehmen. Beim Camping muss man immer noch den Aufbau und das Essen vorbereiten einplanen.

Eine Nacht in Windhoek bei der Anreise wäre für mich völlig ausreichend.

a) Bei einem Nachtflug sollte man nicht direkt eine lange Strecke fahren

b) Ihr könnt noch einkaufen (auch als Lodge-Hopper benötigt man z. B. Wasser)

c) Ihr habt Puffer, falls beim Flug etwas schief geht, dann geht euch nur die Nacht in Windhoek oder in der Nähe flöten.


Das Desert Horse Inn ist eine gute Wahl. Von hier aus könnt ihr dann gut nach Kolmanskop und Lüderitz sowie weiter über die D707 nach Sossusvlei an einem Stück fahren. Eine Nacht an der D707 ist trotzdem wegen der Landschaft ganz nett.  Wir waren in Sesriem sowohl im Desert Quiver Camp als auch im Desert Camp. Wir fanden beides gut. Sie liegen nebeneinander und sind vom Gate nur 5 km entfernt.

Vingerklip Lodge ist schön, aber zwei Nächte? Da gibt es bestimmt unterschiedliche Meinungen dazu.

Du schreibst Camp Kipwe-Vingerklip-Etosha West. Das ist wiederum nicht so ganz stimmig. Ursprünglich war noch Vreude Guestfarm dabei. Alles schöne Plätze, aber die einzelnen Strecken zwischen den genannten Lodges sind nicht allzu weit. Hier würde ich mich für weniger entscheiden. Hier solltest Du die Planungen noch etwas verfeinern. Ob Ihr im Etosha Park übernachtet oder außerhalb ist auch Geschmacksache. Die Wasserlöcher in den Camps sind jedoch sehr beliebt. Ich kann hier nichts dazusagen, denn es ist nicht unbedingt mein Lieblingsnationalpark. 

Je nach Flugzeiten brauchst Du ab Okonjima keine weitere Übernachtung mehr in Windhoek. 

Ich bin gespannt, wie Du die Reise weiter verfeinerst. Es kommen bestimmt noch mehr Ratschläge und andere Ansichten. 

Bei meiner Ersttäterreise habe ich auch versucht ganz viel reinzupacken. Das ist schon in Ordnung so. Man weiß ja nicht, ob es noch ein zweites Mal gibt und man möchte so viel sehen, wie es eben geht.  Auch wir sind gerne in Bewegung (am Pool rumhängen ist uns schnell zu langweilig) und wir nehmen schon mal 5-6 h Fahrtzeit in Kauf, wenn es nicht anders geht.  Dann ist eben der Weg das Ziel. Aber bei deiner ersten Planung wärst Du tatsächlich unnötig hin und hergefahren, jetzt ist es schon viel runder. 

Planung schürt die Vorfreude. 

Viele Grüße Andrea

P.s. Bei dieser großen Runde gehe ich von einer Reisezeit von 3 Wochen aus.

zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2026
7’348 Beiträge · seit 200618. Aug. 2026 ·
Hallo Isebell,

Der Weg nach Lüderitz kostet euch zwischen 800 und 1000 km je nach Variante die ihr Fahrt. Die Frage ist, ist es euch das Wert. Natürlich ist es nicht so, dass ihr nur Kilometer schrubbt. Ihr könnt auch unterwegs einiges sehen und erleben. Der Süden hat tolle Landschaften. Ich liebe Farmrundfahrten und die Wüste. Klein Aus Vista ist eine ganz tolle Gegend und ich mag ja lüderitz sehr. Die Halbinsel mit dem Diazkreuz, die Bootstouren zu den Pinguinen oder die Ganztagestour zum Bogenfels. Deshalb würde ich persönlich Lüderitz und auch Aus einbauen.

Wenn ihr das nicht möchtet, dann werfe ich noch ein anderes Gebiet in den Raum. Ihr sprecht von Tierwelt und seid nicht sicher ob 4 Tage Etosha zu viel oder zu wenig ist. Ich bin vor 25 Jahren nach Namibia gekommen wegen der Tierwelt. Ich freue mich noch immer über schöne und spannende Tiersichtungen. Für mich wären also vier Tage Etosha nicht zu viel. Es könnte aber auch noch weiter gehen. In Etosha hast du ein sehr trockenes Gebiet. Flusslandschaften mit entsprechender Fauna und Flora (Flusspferde, Krokodile, Büffel, viele Vögel die auf Wasser angewiesen sind, riesige Bäume, Schilf, Seerosen etc.) sind weiter im Norden bzw Nordwesten. Mit etwa 1000-1100 km Umweg habt ihr diese Wasserregion auch mit dabei.

Für mich ist bei zwei Wochen klar. Da würde ich Windhoek, Klahari, Sossusvlei, Swakop, Damaraland, Etosha und mit einem Zwischenstopp wieder Windhoek machen. Bei drei Wochen müsste ich zwischen Süden mit mehr Landschaft und Geschichte und Norden mit der Flusslandschaft und mehr Tierweltz entscheiden. Ich mag beides sehr gerne.

Herzliche Grüsse

Chrigu


P.S. Ein Hinweis noch. August ist sehr gut für Tierbeobachtung. Ihr habe eher kurze, kühlere Tage. Da sind Katzen auch gerne vor Sonnenuntergang nochmals unterwegs und nicht nur am frühen Morgen. Die Nächte sind entsprechend länger.

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zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2026
606 Beiträge · seit 201219. Aug. 2026 ·
Hallo, 

Chrigu hat es schon erwähnt, aber vielleicht ist es noch nicht richtig durchgesickert: im August ist Winter. Wie bei uns auch sind die Tage recht kurz, was sich natürlich negativ auswirkt, wenn längere Strecken zu fahren sind. In der Dunkelheit fahren ist ein No-Go! Und zieht in Betracht, dass die Nächte empfindlich kalt werden können, auch in die Minusgrade! Bei gebuchten Gamedrives, die standardmässig frühmorgens oder vor Sonnenuntergang und in offenen Fahrzeugen stattfinden, ist es angebracht, richtig kuschelige und warme Kleidung dabeizuhaben, inkl Schal, Mütze und Handschuhe. Ich hab selten so gefroren wie in Namibia zur dortigen Winterzeit...

Grüße, 

HeiVi

105 Beiträge · seit 200819. Aug. 2026 ·
Hallo Isabelle,


einige gute Tipps hast du ja schon bekommen.

Ich würde dir empfehlen zu versuchen die Tipps mit Tracks 4 Afrika Trip planner in eine Route umzusetzen.

Tracks4Africa

Ich versuche bei der Planung mit T4A immer unter 3h Fahrzeit pro Tag zu bleiben, so als Richtwert.

Die Route graphisch darzustellen hilft dir selbst für den Überblick, und hier im Forum auch.


P.S.

Zebramap Offline

ist natürlich auch ein super Tool

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zuletzt bearbeitet 19. Aug. 2026
Themenstarter13 Beiträge · seit 202629. Aug. 2026 ·
Liebe Alle,


erstmal danke für eure Antworten. @ Helvi: also gänzlich unbedarft gehe ich nicht an eine Reiseplanung. Dass im August Winter und Trockenzeit ist, ist mir bewusst ;-).  Ich habe jetzt die Route neu geplant. Allerdings bin ich unsicher, ob die Fahreinheiten jetzt nicht zu kurz sind und ob nicht teilweise die 2-Nacht Aufenthalte reduziert werden könnten - vielleicht zugunsten einer Routenerweiterung. Was meint ihr? Und was wäre noch unbedingt empfehlenswert in unsere Route zusätzlich aufzunehmen. Grundsätzlich wären noch mehr Nächte möglich- ich würde aber das Budget nicht gern überstrapazieren und bin laut erster Planung schon bei +/- 20.000. Das ist halt der Nachteil, wenn man tolle Reisen plant - die erwachsenen Kinder wollen mit ;-). Vielleicht habt ihr auch Tipps für Unterkunftsalternativen wie Gästefarmen. Dachzelt kommt nicht in Frage. Wir denken derzeit an einen 4x4 Fortuner (ohne Dachzelt). Ich habe jetzt mit Zebramap Offline geplant, da ich bei Tracks4Africa bei der Registrierung scheiterte - danke für den hilfreichen Tip amv.


hier jetzt mein nächster Routenentwurf:

Bei Ankunft morgens: 

1 Nacht Auas Safari Lodge oder terra africa guesthouse (bei Ankunft Abends müssten wir uns ein Hotel mit Shuttle vom Flughafen suchen)

2 Nächte Bagatelle Lodge (Kalahari)

2 Nächte Sossusvlei Lodge

3 Nächte Sandseed B&B Swakopmund

1 Nacht Hohenstein Lodge (Erongo)

2 Nächte Vingerclip Lodge (Damaraland)

2 Nächte Etosha Safari Camp

2 Nächte Onguma Forest Camp

1 Nacht Okonjima Plains Camp


Es ist jetzt noch alles in Warteschleife, da die Flüge für August noch nicht buchbar sind und wir Juli/August grundsätzlich völlig flexibel wären. Da wir aus Wien anreisen, von wo es keinen Direktflug gibt,  haben wir auch keine Präferenzen ob über Deutschland oder Schweiz. Da es im August aber schon wärmer wird, tendiere ich jedenfalls zu diesem Monat.

Dann habe ich gelesen, dass manche ihr fertiges Unterkunftspaket einem Reiseveranstalter zur Buchung überlassen. Mit welchen Kosten muss man dafür rechnen? Welche Reiseveranstalter machen so etwas bzw. sind für Namibia empfehlenswert? Ich nehme an, es sind welche vor Ort? Ich habe damit keine Erfahrung, da ich bisher unsere Reisen immer selbst geplant habe. 

142 Beiträge · seit 201729. Aug. 2026 ·
Hallo Isebell, 


bei Condor sind die Flüge für Juli/August schon buchbar.

Wir haben schon oft über Namibia click& travel gebucht. Sind in Swakopmund, keine Extragebühr, du zahlst die gleichen Preise wie bei Direktbuchung der Unterkunft und bekommst eine sehr gute Beratung.

Wenn du etwas sparen möchtest:

Jansen Kalahari Guestfarm statt Bagatelle, Desert Camp statt Sossusvlei Lodge, Etosha Village statt Safari Camp.

3 Nächte bleiben, nur 2 zahlen gibt es oft bei Dertour für das Desert Camp und das Etosha Village. 

VG Andreas 

1’821 Beiträge · seit 200829. Aug. 2026 ·
Wenn du eine Gästefarm suchst: 

Vreugde beim Anderson Gate . 30 Minuten zum Gate, aber toller Ganztagesdrive mit Theo  und total entspannte Atmosphäre. Leider werden die Gästefarmen immer weniger.

LG Boris 

1’821 Beiträge · seit 200829. Aug. 2026 ·
Ach ja, im Erongo noch Omandumba und Otjohotozu . Letzteres ist aber eher eine kleine Lodge
96 Beiträge · seit 202529. Aug. 2026 ·
Hallo Isebell, 


wir waren sowohl im Desert Camp als auch im Desert Quiver Camp. Beide liegen nebeneinander so ca. 5 km vor dem Gate und der Sossusvlei Lodge. Je nach Buchung ist dort das Frühstück oder das Abendessen. Wir können beide Camps empfehlen. Die Entfernung vom Gate und der Lodge waren für uns kein Problem. 

Warum plant ihr zwei Nächte für die Vingerklip Lodge? Mir würde hier 1 Nacht genügen und diese gewonnene Nacht würde ich lieber im Erongo verbringen. Es gibt viel mehr zu entdecken. 


Viele Grüße Andrea

Themenstarter13 Beiträge · seit 202629. Aug. 2026 ·
Wenn man auf 'antworten' klickt ist dann anscheinend nicht ersichtlich worauf. Ich muss mich erst mit den technischen Details hier anfreunden ;-)
zuletzt bearbeitet 29. Aug. 2026
Themenstarter13 Beiträge · seit 202629. Aug. 2026 ·


boris schrieb:Wenn du eine Gästefarm suchst: 

Vreugde beim Anderson Gate . 30 Minuten zum Gate, aber toller Ganztagesdrive mit Theo  und total entspannte Atmosphäre. Leider werden die Gästefarmen immer weniger.

LG Boris 

Die hatte ich ursprünglich geplant,  dachte sber jetzt, dass 30 km zum gate doch viel sind

456 Beiträge · seit 201229. Aug. 2026 ·


P601 schrieb:

Wir haben schon oft über Namibia click& travel gebucht. Sind in Swakopmund, keine Extragebühr, du zahlst die gleichen Preise wie bei Direktbuchung der Unterkunft und bekommst eine sehr gute Beratung.

Bei Namibia click & travel habe ich auch schon zweimal gebucht und bin 2024 sogar mal in deren Büro in Swakopmund vorbeigefahren. Kann ich daher also persönlich ebenfalls empfehlen.

Zwischen Etosha Safari Camp und Onguma Forest Camp würde ich noch eine Nacht in Okaukuejo oder Halali empfehlen. Die einfachen Zimmer sind zwar nichts besonderes, aber alleine schon die Chance Abends an den beleuchteten Wasserlöchern noch Tiere zu sehen und die Möglichkeit auch mal direkt zum Sonnenaufgang in den Park zu fahren wären mir das Wert. Und ausserdem würde es auch den langen Fahrtag durch den Park teilen. Und nein, nach 5 Tagen hast du bestimmt noch nicht alles gesehen. 😉

Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
Themenstarter13 Beiträge · seit 202630. Aug. 2026 ·


Black Lion schrieb:


Bei Namibia click & travel habe ich auch schon zweimal gebucht und bin 2024 sogar mal in deren Büro in Swakopmund vorbeigefahren. Kann ich daher also persönlich ebenfalls empfehlen.

Zwischen Etosha Safari Camp und Onguma Forest Camp würde ich noch eine Nacht in Okaukuejo oder Halali empfehlen. Die einfachen Zimmer sind zwar nichts besonderes, aber alleine schon die Chance Abends an den beleuchteten Wasserlöchern noch Tiere zu sehen und die Möglichkeit auch mal direkt zum Sonnenaufgang in den Park zu fahren wären mir das Wert. Und ausserdem würde es auch den langen Fahrtag durch den Park teilen. Und nein, nach 5 Tagen hast du bestimmt noch nicht alles gesehen. 😉

Danke. Ja da bin ich immer noch zwiegespalten. Wenn, dann würde sich halali perfekt anbieten. Aber das ist so grottenschlecht bewertet. Und dann die Erzählungen von rücksichtslos lauten touristen am wasserloch...aber vielleicht trau ich mich doch eine Nacht drüber. Du würdest es immer wieder einplanen?