Aids in Afrika und Touristen

35 Antworten · 6’293 Aufrufe · gestartet 06. Juni 2009 von Tomcat
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Themenstarter1’155 Beiträge · seit 200607. Juni 2009 ·
@ Pirnaer

..dass dein Horizont bei kritischen Themen sehr eingeengt ist, ist mir schon oft aufgefallen.

Afrika oder auch Asien ist nicht nur "Friede...Freude...Eierkuchen"

Warum sollten in einem Forum nicht auch solche, eher unangenehemen Themen angesprochen werden???
Gast07. Juni 2009 ·
Hallöchen Tomcat,

mein geistiger Horizont ist sehr weit!

Das führt dazu, daß ich der Meinung bin, es hilft niemand ein weltweit bekanntes Thema einfach, ohne eine zusätzliche Erkenntnis!!! das x-te mal breitzuwalzen.
Gast07. Juni 2009 ·
Hallo,
konno schrieb:
War vielleicht nicht eindeutig formuliert: mit "glücklicher Ausnahme" meine ich, dass Südafrika glücklicher Weise eine traurige Ausnahme bildet.
Das hatte ich dann komplett falsch verstanden.
Zu Zuma: Auch er ist kein Stern am Himmel keine Frage. Doch gilt es auch zu bedenken: er wurde erstens nach dem Gericht freigesprochen, zweitens wurde dieses Duschzitat einfach aus dem Zusammenhang gerissen.
Was heißt aus dem Zusammenhang gerissen? Er hat das so gesagt und schlimmer: er hat so gehandelt. Es ist normal, dass die Medien das dann genüsslich ausschlachten und zuspitzen. Es ist auch normal, das der Betreffende die katastrophale Aussage im Nachhinein relativieren will.

Der grandiose Cartoonist Zapiro (Jonathon Shapiro), der Zuma seit 2 Jahren ausschließlich sehr lustig mit Duschkopf zeichnet und dafür von Zuma verklagt wurde, hat Zumas Duschkopf übrigens vorerst suspendiert.
http://www.mg.co.za/zapiro/fullcartoon/2199
http://www.mg.co.za/zapiro/fullcartoon/2200

Pirnaer schrieb
Das führt dazu, daß ich der Meinung bin, es hilft niemand ein weltweit bekanntes Thema einfach, ohne eine zusätzliche Erkenntnis!!! das x-te mal breitzuwalzen.
Touristen sind von politischen und gesellschaftlichen Themen in diesen Ländern auch mittelbar betroffen. Vermutlich werden wir hier nicht die bahnbrechende Lösung für solche komplexen Probleme ersinnen. Aber wenn man sich nicht bereits für allwissend hält, dann besteht auch immer die Chance, bei solchen Diskussionen neue Erkenntnisse zu gewinnen. Insofern finde ich solche Diskussionen hier passend. Ansonsten kann man solche Threads ja einfach ignorieren.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2009
Themenstarter1’155 Beiträge · seit 200607. Juni 2009 ·
@Pirnaer

Wenn dich das Thema nicht interessiert , kannst du dich ja darauf beschränken, die ewig gleichen Routen hier in diesem Forum zu diskutieren.

Nur die wenigsten Reisenden sind so erleuchted wie du und könnten sich durchaus für diese Problematik interessieren 😏
2’047 Beiträge · seit 200707. Juni 2009 ·
Pirnaer wrote
Ich verstehe dieses "Wochenend-Betroffenheitsthema"
in dem Sinne, daß es zusätzlich zu den Themen Malaria und Kriminalität Gründe liefern soll,
nicht nach Afrika zu reisen!?
aus dem fernen Leipzig freut es mich, wenn es gelingt Wissen und Erleuchtung in die Sächsische Schweiz zu bringen. Die heutigen Wahlen werden wieder einmal zeigen, wie nötig das ist.

Aber kein Tourist muss sich vor HIV fürchten, anders als vor Kriminalität und Malaria. Einzig die Notwendigkeit von Blutkonserven stellen eine Fremdgefährdung dar. Der ungeschützte Geschlechtsverkehr ist m.E. eine Eigengefährdung, die jeder selbst verantworten muss. Und anders als Kenia ist das südliche Reiseland nicht typisch für Sex-Touristen.

@ Konno und Guido
ich habe für mich persönlich eine eigene Erklärung für das Versagen der befreiten Regierungen gefunden: Ende dder 80er und zu Beginn der 90er war AIDS als Krankheit sowohl weiß als auch schwul - also beiden Unthemen und keine lösbaren Probleme. Im gesamten südlichen Afrika steht bis heute Homosexualität unter Strafe...

Viele Grüße
und schönen Sonntag
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2009
33,3k Beiträge · seit 200607. Juni 2009 ·
Einzig die Notwendigkeit von Blutkonserven stellen eine Fremdgefährdung dar.
...die wohl auch zum Großteil zu vernachlässigen ist, da Namibia was Blutspender, Konserven etc. angeht ähnlich strenge und genaue Untersuchungen etc. durchführt wie z.B. in Deutschland üblich sind.

Sonnige Grüße
Christian
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1’457 Beiträge · seit 200607. Juni 2009 ·
jaw schrieb:
Im gesamten südlichen Afrika steht bis heute Homosexualität unter Strafe...
jaw
Naja, dann geh doch mal nach Kapstadt ! 🤨 Des Weiteren greift dieses Argument nur bedingt, weil die Vorgänger Regierungen sich ebenfalls nich wirklich gekümmert haben.
33,3k Beiträge · seit 200607. Juni 2009 ·
Hi Jaw,
Im gesamten südlichen Afrika steht bis heute Homosexualität unter Strafe...
sorry, absolut falsch. Schon einmal die Verfassung z.B von Namibia gelesen? Keiner darf aufgrund seiner Rasse, Hautfarbe, ..., sexuellen Orientierung, .... benachteiligt werden. Homosexualität ist also nicht verboten - es wird nur nicht so gerne gesehen und togeschwiegen. Nur weil Sam (und andere) es "abartig" findet, ist es nicht gleich verboten.

Sonnige Grüße
Christian
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1’247 Beiträge · seit 200907. Juni 2009 ·
Naukluft schrieb:


Hallo Eggi,
was hat Tradition mit AIDS zu tun...was hat diese Tradition mit der Ignoranz des Infektionsrisikos dieser Geisel der Menschheit zu tun, oder verstehe ich da jetzt fälschlicher Weise etwas?
Hallo Naukluft,
mag sein, dass ich mich hier etwas missverständlich ausgedrückt habe. Was ich damit sagen will: Jedes Volk hat seine Traditionen - teils gute, sehr oft auch schlechte, wie z.B. (was mit dem Thema hier nur bedingt zu tun hat) die Beschneidung der Frauen in vielen Teilen Afrikas. Verbote nützen da gar nichts, Aufklärung tut not. Und mit Aufklärung meine ich nicht die von den Kirchen weitherum immer noch praktizierte "Entwicklungshilfe":( , sondern eben grundsätzliche Aufklärungsarbeit, wie sie beim Thema Beschneidung seit Jahren läuft und Gottseidank auch erste Wirkungen zeigt (wenn auch nur geringe).
Dem Thema Aids wäre wohl nur beizukommen, wenn weltweit alle am gleichen Strick ziehen würden - was ja leider nicht nur bei diesem Thema nicht funktioniert...
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
1’910 Beiträge · seit 200607. Juni 2009 ·
Hallo Christian, zu Deinem Einwand
sorry, absolut falsch.
zum Verbot der Homosexualität...

Gebe ich in der Suchmaschine dieses Thema zu Afrika ein, kommt sehr wohl, zum einen ein Verbot und zum anderen sogar eine strafrechtliche Verfolgung Gleichgeschlechtlicher Beziehungen.

Zitiere hier afrika.net aus google
Doch von Staats wegen ist Homosexualität in Afrika fast durchwegs verboten...

Nach meinem erlesen ists eher so, dass es vielerorts eine gedultete "Geschichte" ist...kommt es aber zu ungewollten "Übergriffen", doch hart bestraft wird.

Zum anderen von Eggi, das Klischeehafte Gerede über Aufklärung sind dort beim Thema AIDS wohl ein europäischer Gedankengang... und der Vergleich mit der Verstümmelung der weiblichen Geschlechtsteile sind ein gänzlich anderes Thema, hier ist es die von Dir erwähnte Tradition, dieses Krankhafte Denken...
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
33,3k Beiträge · seit 200607. Juni 2009 ·
Hi Naukluft,
Doch von Staats wegen ist Homosexualität in Afrika fast durchwegs verboten...
Es gibt in Afrika 52 Staaten und damit 52 unterschiedliche Gesetzgebungen. In den überwiegend muslimischen Ländern ist es verboten (Sahel, Nordafrika), in Schwarzafrika aber häufig nicht, so auch in Namibia. Es wird - wie gesagt - nicht gerne gesehen und von der Gesellschaft geächtet. Rechtlich ist es aber durchaus anders. Man sieht z.B. in Kapstadt deutlich, dass es sogar auch frei ausgelebt wird (Kapstadt ist übrigens die zweitgrößte Hochburg von Homosexuellen weltweit!) und absolut toleriert wird.

Sonnige Grüße
Christian
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2’047 Beiträge · seit 200707. Juni 2009 ·
Danke Klaus,

ich halte es für problematisch wenn Christian und Konno so lapidar damit umgehen. Definitiv steht Homosexualität zumindest in Namibia, Südafrika und Botswana unter Strafe. Ich hab das jetzt nicht geprüft, aber vor einem Jahr stand das auch ausdrücklich in den Länderinformationeen des Auswärtigen Amtes -sowohl in Deutschland als auch in den USA.

Natürlich gibt es trotzdem eine Szene, wobei die von Kapstadt wohl die größte ist. Mir sind auch keine Bestrafungen von Touristen bekannt. Aber es spiegelt eine Grundeinstellung wieder, bei der sich die alten Rassisten nicht viel von den heute regierenden unterscheiden.

@ Christian:
Die Blutkonserven sind hier sehr sicher. Dies liegt am System der Mehrfachspender und dem Spenderausschluß (z.B. 6-12 Monate nach einer Reise nach Afrika oder Asien...)
In Namibia werden meines wissens sog. Suchtests verwendet, wobei aus Kostengründen teilweise gepoolte Tests eingesetzt werden (statt jede SPende werden 5-10 Proben zusammengemixt, wenn der Test negativ ist sind alle ok), was wegen der Verdünnung automatisch die Nachweisgrenze verschlechtert.
Das eigentliche Problem ist die sog. diagnostische Lücke: Es dauert von der Ansteckung ca. 3 Monate, bis die getesteten Antikörper im Blut nachweisbar sind. Nach der Ansteckung sind aber besonders viele Viren im Blut, d.h. derade diese nicht erkennbaren Fälle sind besonders ansteckend. In Europa wird daher z.B. Pllasma oder Serum gelagert, erst wenn der Spender nach mehr als 3 Monaten wiederkommt und negativ ist wird die erste Charge freigegeben...).

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2009
92 Beiträge · seit 200607. Juni 2009 ·
Naukluft schrieb:
Zitiere hier afrika.net aus google
Doch von Staats wegen ist Homosexualität in Afrika fast durchwegs verboten...
aber afrika.net wird doch garnicht betrieben, die Seite liegt defacto brach und wartet auf eine Projektierung...

jaw schrieb:
Definitiv steht Homosexualität zumindest in Namibia, Südafrika und Botswana unter Strafe. Ich hab das jetzt nicht geprüft, aber vor einem Jahr stand das auch ausdrücklich in den Länderinformationeen des Auswärtigen Amtes -sowohl in Deutschland als auch in den USA.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetze_zur_Homosexualit%C3%A4t#Afrika

Wikipedia ist ja immer mit Vorsicht zu begegnen, aber jedenfalls definiver als Angaben von vor einem Jahr.

wiki: Südafrika ist
[...] weltweit fünftes Land mit Ehe für Gleichgeschlechtliche
Remo Nemitz auf Google+ Reisezeiten
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2009
33,3k Beiträge · seit 200607. Juni 2009 ·
Definitiv steht Homosexualität zumindest in Namibia, Südafrika und Botswana unter Strafe.
Lies die Verfassung und Du wirst eines besseren belehrt. Das erste Google-Suchergebnis hat mir diesen Artikel aus 2005 als Ergebnis gegeben: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2005/10/23/AR2005102301163.html
In Südafrika ist Homosexualität gesetzlich sogar geschützt... in Namibia große Diskussionen und es darf frei ausgelebt werden, z.B, gibt es öffentliche Demonstration von homosexuellen Gruppierungen.

Es gibt in Namibia ein altes Gesetz aus der Apartheidzeit, was Homosexualität unter Strafe stellt. Dieses findet aber keine Anwendung mehr.

Dies ist aber auch nicht das eigentliche Thema dieses Threads.

Sonnige Grüße
Christian
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1’910 Beiträge · seit 200607. Juni 2009 ·
Dies ist aber auch nicht das eigentliche Thema dieses Threads.
Da stimme ich Dir jetzt 100% zu!
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...