THEMA: Kurzbericht Unterkünfte CPT-DUR sowie Graskop
22 Dez 2022 11:47 #658021
  • chrissie
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  • chrissie am 22 Dez 2022 11:47
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Da ich unsicher bin, ob ich einen Reisebericht schreiben werde, will ich euch zumindest unsere subjektiven Eindrücke von den Unterkünften widergeben:

Kapstadt: 12 Greenpoint Guesthouse
Auf das Guesthouse bin ich im Forum aufmerksam geworden. Einerseits hätte ich lieber ein B&B gehabt, aber da mich keins von Lage und Preis überzeugt hat (ich muss zugeben, dass ich auch nicht sehr gründlich gesucht habe :silly: ) und ich mich auch lange nicht festlegen konnte/wollte, gab die kostenlose Stornomöglichkeit bis einen Tag vor Anreise den Ausschlag.
Wir haben es nicht bereut. Es ist eine einfache Unterkunft, in dessen sauberer Gemeinschaftsküche man sich kleine Mahlzeiten zubereiten kann. Die Parkplätze auf dem Hof sind bei einem größeren Mietwagen und voller Auslastung des Gästehauses etwas eng. Zur Waterfront sind es ca. 2 km, Supermärkte und Restaurants sind fußläufig erreichbar. Vergleichsweise kurze Betten (ca. 1,80 m) und kein eingebauter Safe. Mit ca. 30,00 € / Nacht dennoch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Plettenberg Bay: Bayside Lodge
Schon im Vorfeld gab es netten Mailverkehr mit Adrienne, selbst Fragen zur wildcoast wurden nach besten Wissen beantwortet.
Wir wurden herzlich empfangen, so dass wir uns sofort willkommen fühlten. Wir hatten das Finch Cottage gebucht, was sehr gut ausgestattet ist. Wenn wir etwas kritisieren müssten, wäre es die Handdusche, die für unsere Begriffe nicht optimal angebracht ist.
In drei Minuten ist man von der Bayside Lodge am Strand. Das Frühstück ließ kaum Wünsche offen. Der von Adrienne organisierte und von den Angestellten mit einem kleinen Ständchen übergebene Geburtstagskuchen rührte mich zu Tränen.
Bernie ließ uns an seinen guten Vogelkenntnissen teilhaben und von beiden gab es viele Ausflugstipps. Zum Teil untermauerten sie ihre Tipps per WhatsApp bzw. gaben noch weitere Hinweise etc. Auch als ich Adrienne abends kontaktierte, weil ich einen Zeckenbiss hatte, kam sie sofort vorbei und entfernte sie professionell.
Beim Abschied gab es noch Tipps für die Weiterfahrt und zwei Muffins als Padkos.
Adrienne und Bernie waren die besten Gastgeber während unserer vierwöchigen Reise. Sollten wir wieder nach Plettenberg Bay kommen, ist die Bayside Lodge unsere erste Wahl.

Addo NP
Wir hatten ein Chalet 2BD S-D im Main Camp. SanParks-Standard. Blick von der Veranda auf das weit entfernte Wasserloch. Das Essen im Restaurant war durchschnittlich, die Wartezeit darauf sehr lang.
Ein eye-catcher waren die als Elefant gefalteten Handtücher.

Morgans Bay: Morgans Bay Hotel
Meine Erwartungshaltung war durch entsprechende Reiseberichte hoch, umso größer war die Enttäuschung, als wir unser Zimmer sahen: zwar ein großes Bad, aber Blick auf das Dach vom Nachbargebäude, auf dem dazu noch Bauarbeiter werkelten. Das sollte die „Deluxe Corner Suite with Sea View“ sein? Wohl kaum! Also zurück zur Rezeption und nachgefragt. Sie mussten wohl aufgrund der Bauarbeiten ein paar Änderungen bei der Zimmervergabe vornehmen und da ist dann wohl etwas schiefgelaufen. Wir bekamen nun zwei Unterkünfte angeboten: eine Wohnung im Parterre mit einem kombinieren Wohn-Schlafraum und einem separaten Schlafzimmer sowie im ersten Stock die gebuchte „Deluxe Corner Suite with Sea View“. Wir waren uns beide einig, die Unterkunft im ersten Stock sollte es sein. Für uns die richtige Wahl, da wir sowohl aufs Meer als auch seitlich zu den Klippen schauen konnten. Einziger Nachteil der Unterkunft: da man sehr weit weg vom Durchlauferhitzer ist, dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis heißes Wasser kam.
Das Essen (wir hatten HP gebucht) hat uns geschmeckt. Vormittags gibt es noch einen Imbiss und nachmittags Kuchen, dies haben wir jedoch nicht ausgekostet. Vor dem Dinner gab es Fingerfood, das war sehr lecker.
Mit dem Wetter hatten wir Pech, dabei hätten wir gerne u.a. das doublemouth nature reserve besucht. Ein Grund zum Wiederkommen  :laugh:

Port St. Johns: The spotted Grunter
Wir hatten nicht vorgebucht und haben uns die N'taba River Lodge und the spotted grunter angeschaut. Mein Bauchgefühl zog mich zur N'taba River Lodge, aber der von Christian gegebene Einwand, dass dort keine Gäste waren und es somit abends eventuell Schwierigkeiten mit dem Essen gäbe, war auch nicht von der Hand zu weisen. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, letztlich war es vermutlich die falsche.
Wir hatten ein self-catering cabin mit einem kleinen Balkon, was auf den ersten Blick sauber war, aber ich empfand es dennoch ein wenig schmuddelig. Der Ausblick auf den Fluss war nett, der Pool nicht einladend. Das Frühstück war im Großen und Ganzen akzeptabel, ebenso wie das Abendessen. Wir waren beide nicht unglücklich, als wir abreisten.

Ramsgate: Wailana Lodge
Hier sind wir aufgrund der Empfehlung im Reiseführer und der Bewertungen im Internet abgestiegen.
Wir hatten zuerst das Orientzimmer im EG und sind nach zwei Nächten ins Obergeschoss umgezogen, weil wir uns für eine Verlängerungsnacht entschieden haben, dass Zimmer jedoch vorgebucht war. Die Zimmer sind sehr sauber und der Blick besonders vom Obergeschoss aufs Meer ist prima.
Es gibt keinen Wasserkocher zur Zubereitung von Tee/Kaffee im Zimmer, aber es gibt eine Art Aufenthaltsraum mit Mikrowelle und Gemeinschaftskühlschrank, wo man sich auch Kaffee / Tee zubereiten kann. Renes Frau hat mir das beste Omelett während unserer vierwöchigen Reise zubereitet.
Wir hätten uns jedoch etwas mehr (fundierten) Input für Ausflüge etc gewünscht.

Ballito:@Dom’s
Wir hatten uns aufgrund der Empfehlung im Forum und der positiven Bewertungen im Internet für das B&B entschieden und buchten bei Booking com ein Deluxe Doppelzimmer mit Balkon und Meerblick. Dominique zeigte uns ein Zimmer im Erdgeschoss (ohne Balkon und Meerblick) und als wir meinten, wir hätten ein Zimmer mit Meerblick gebucht, bot sie uns ein Zimmer im 1. Stock an. Das hatte zwar auch keinen Balkon, aber immerhin Meerblick. Das Mobiliar war schon etwas abgewohnt. Hier hatten wir die einzige Kakerlake im Zimmer bzw. im Schrank, aber das kann in der feucht-warmen Umgebung schon mal vorkommen. Im Nachhinein mussten wir feststellen, dass die Darstellung bzw. Beschreibung der Räumlichkeiten bei booking com zT stark von der Realität abweicht. Der große Balkon ist zB für alle da. Gerechterweise muss ich sagen, dass mir die Unstimmigkeiten beim Abgleich mit der Homepage des B&Bs hätten auffallen können.
Sehr nervend war der laute Generator, der unmittelbar neben unserem Zimmer im Garten stand. Zu unserem Pech waren während unseres Aufenthaltes Bauarbeiten im Gange (Dominiques Schwiegereltern ziehen zu ihnen), auch dadurch war es zT staubig und laut. Dominiques mündliche Erwähnung, beim nächsten Mal wohnen wir zwei Nächte gratis, sind erst mal keine Entschädigung.
Was wirklich stimmt, ist die herzliche Art, besonders von Dominique. Leider konnte sie uns auch keine Ausflugstipps geben, nur Restaurants hat sie empfohlen.

Graskop: Zur alten Mine
Wir waren bisher immer im Honeymoon Chalet, dies war jedoch nicht mehr zu haben, so buchten wir das Family Cottage.
Das Family Cottage ist sehr geräumig und gut ausgestattet, uns war es jedoch ein wenig zu dunkel. Der Eindruck wurde sicherlich durch das schlechte Wetter während unseres Aufenthaltes verstärkt.
Rainer hat diverse Ausflugstipps parat und steht mit Rat und Tat hilfreich beiseite. Das Frühstück war wie immer exzellent.

Kruger NP:
Crocodile Bridge (BD3)
Wir haben zum ersten Mal in diesem Camp übernachtet und es hat uns sehr gut gefallen. Besonders ich hatte Bedenken wegen der nahen „Zivilisation“, aber als wir abends am Zaun vor unserem Bungalow saßen, waren diese vergessen. Im Camp hatten wir neben zahlreichen Vögeln Warzenschweine (mit Ferkeln), Buschböcke und vervet monkeys. Letztere ließen uns zum Glück in Ruhe.

Satara (BD3B)
Da es zum Zeitpunkt unserer Buchung nicht 5 Nächte am Stück freie Unterkünfte am Zaun gab, nahmen wir ein BD3B, damit wir etwas mehr Platz/ Ablage hatten. Unser Bungalow war in Ordnung, was wir jedoch nicht verstanden, war, dass man uns zuerst in einem Bungalow einquartieren wollte, wo am Nachbarbungalow Renovierungsarbeiten von statten gingen. Wir begrüßen es ja sehr, wenn renoviert wird und würden uns bei einem ausgebuchten Camp auch nicht beschweren, wenn es am Nachbarbungalow wäre. Allerdings finden wir, dass man so viel „Fingerspitzengefühl“ erwarten könnte, dass jemand der länger als die meist üblichen ein, zwei Nächte nicht direkt nebenan untergebracht wird – und erst recht nicht, wenn noch viele Kapazitäten frei sind.

Skukuza (LB3)
Diese Unterkunftskategorie war ein Novum für uns. Wir glauben, dass diese Unterkünfte vergleichsweise neu sind (bitte korrigieren, falls wir falsch liegen), aber auch hier könnte noch einiges ausgebessert werden: Fliegengitter marode und ganz nervig die Eingangstür war verzogen und ließ sich daher nur schwer öffnen. Meinem Mann gefällt die vergitterte Veranda, während mir das „naturnahe“ Erlebnis fehlt. Vorteil ist sicherlich, dass man seine Sachen tagsüber liegen lassen kann, ohne von Affen beklaut zu werden, und man witterungsunabhängig ist. Gerade in der Regenzeit kommt zum Tragen, dass das Gitter einen Großteil der Insekten abhält. Ich hätte es tagsüber genossen, dichter an der Vogelwelt zu sein, um ggf schnell mal ein Foto schießen zu können und abends fand ich es etwas nervig, die schweren Stühle nach draußen zum Feuer zu schleppen. Wir hatten Nr. 48, die schlechteste Lage dieser Kategorie: ziemlich gegenüber von der Skukuza Lodge, links vom Bungalow ein Gebäude und ein dicker Baum vor der Veranda, der den Blick auf die Wiese erheblich einschränkte. Da die anderen Bungalows belegt waren, kam ein Wechsel nicht infrage.
Ach so, diese Kategorie hat einen Fernseher, wer’s braucht…

Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten und ein gesundes Jahr 2023.
Gruss Chrissie
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Namibia 2012DVD
Suedafrika DVD
Botswana DVD
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