nur mal so ganz OT, aber aus gegebenem Anlass Ich bedanke mich oft für Informationen, Hinweise und Beobachtungen. Mich interessieren auch die Meinungen Anderer, auch und vor allem wenn sie von meiner abweichen. Aus all dem bilde ich mir dann meine eigene Meinung. Und Frust über die journalistische Qualität von Inhalten "unserer" Medien über "afrikanische" Zustände kann ich unbedingt verstehen. Werner und die Informationen über die PRAXIS der Abschaltungen sind für mich unbedingt interessant, weil ich demnächst wieder dort bin. Aber für Private ist wohl auch das zu bewältigen, für die Wirtschaft ist es aber mE (!!) eine Katastrophe.
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201127. März 2019 · #22
Hallo Ron, Du bist genauso ein Schönredner wie andere hier über Air Namibia und SAA (und sonstige SOE's).
Ich glaube Du verstehst das Ausmaß von Loadshedding nicht für die Wirtschaft. Wenn Du teure Produktionsmaschinen importieren würdest wie wir, dann sieht das Ganze anders aus. Außerdem gibt es zig Artikel auf News24, search mal Loadshedding und mach Dich etwas schlauer. Das der Rand dann auch noch schlagartig um R1.00 zum Euro schlechter wird, mag für den Touri willkommen sein, aber nicht für die Locals.
Best Regards
Adolf
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Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
swisschees1'715 Beiträge · seit 200628. März 2019 · #23
Wir waren gerade 10 Tage in Buffelsbay und hatten da 2 bis 3 Loadshedings pro Tag. Anscliessenden 8 Tsge on Plettenberg da hatten wir die an 6 Tagen 2x pro Tag.
Gruss aus PE mit keinem Ausfall Emanuel
PS: die Guptas hatten viel Unterstuzung und nicht nur von Zuma
Auch wenn „einheimische“ Foristen gleich über mich herfallen werden und mich der Unkenntnis schelten werden… …aber wenn doch und wenn BEGRÜNDET, werde ich doch wieder etwas dazugelernt haben, also…..alles aus dem Gedächtnis geschrieben und sowieso immer mE: Nach meiner Wahrnehmung über die Jahre liegen die Ursachen der Versorgungskrise schon Jahrzehnte zurück und haben viele Aspekte. Z. B. „amerikanische Zustände“. Der Strom war unwahrscheinlich und viel zu billig, das förderte hirnlose Verschwendung, die (für Weiße) leicht leistbar war. Es wurde und wird schlecht gebaut und das wurde und wird dann mit Elektroheizern und Klimaanlagen in jedem Raum bewältigt. Südafrika ist in Bezug auf Energieeffizienz in der energietechnischen Steinzeit verharrt (z. B. Warmwasser mit Strom aus Kohle oder Öl zu erzeugen) und das ist nicht nur die Schuld der Eskom sondern der Südafrikaner selber. Erst in den letzten Jahren gibt es Anfänge das besser zu machen, ausgelöst durch steigende Kosten und Mangelzustände. Bis zur „südafrikanischen Wende“ war die Versorgung der schwarzen Mehrheitsbevölkerung kein Thema und kein Anliegen. Das sollte sich danach natürlich ändern und das war auch richtig und wichtig, aber es gab ein Dilemma. Der Strom sollte BILLIG SEIN UND BLEIBEN, denn nur so würden die neuen und armen Bezieher etwas davon haben. Und so wurden Jahr für Jahr die Wünsche der Eskom nach Preiserhöhungen zur Finanzierung von Instandhaltung und Erweiterungsinvestitionen abgelehnt bis schließlich die technische Substanz aufgezehrt war. Letzteres aber auch deswegen, weil die Anlagen auch nicht mehr auf guten technischen Standard betrieben und gewartet wurden, weil auch gutes Personal dafür fehlte. Dass Letzteres nichts mit (fehlgeleitetem) BEE und Nepotismus zu tun hatte, glaube ich persönlich nicht. PS: Die Liquiditätskrise ist u. a. auch darauf zurückzuführen, dass viele Kommunen seit Jahren ihre Stromrechnungen nicht bezahlen und Eskom riesige Außenstände hat . Das alles wird noch lange andauern, weil es auch keine auf lange Sicht geplante nationale Versorgungsstrategie zu geben scheint. Es wurden nur Sprechblasen produziert, Zuma z. B. wollte von Putin AKWs bauen lassen und hat damit seriöse Planungen lange blockiert. Die Geldgeber für die gigantischen Metupi und Kusile Kraftwerke haben den Kopf geschüttelt, dass SA derart in Kohle investiert, wo sich die ganze Welt schon davon abwandte, und nur eingewilligt, um das Land vor dem Kollaps zu retten. Und auch das ist wegen unendlicher technischer Mängel (und Pfusch?) in die Hose gegangen. Dazu kommt noch die Trockenheit der letzten Jahre. Und durch Hitachi/ANC/Chancellor House hat die Entscheidung für Kohle und nur Kohle und nix anderes sowieso den üblichen südafrikanischen Geschmack der letzten Jahre. Dass Eskom noch dazu auch noch durch gemeine und Wirtschafts- und Politkriminelle ausgeplündert wurde, macht das Desaster perfekt. Ich persönlich denke doch, dass diese Versorgungskrise durchaus das Potenzial hat, das Land schwer zu destabilisieren, weil es eine wirtschaftliche Katastrophe ist und dringend benötigte ausländische Investoren und Geldgeber abschrecken wird. Bei meinem Besuch in 2008, waren auch gerade schwere Abschaltungen. Dass überhaupt noch etwas ging (und auch heute noch geht), ist nur der Eigenversorgung mit Dieselgeneratoren zu verdanken. Damals stand in den Zeitungen, dass Eskom mit industriellen Großverbrauchern Prämien für Produktionsstilllegungen vereinbart hat, um noch höhere Pönalen für Nichterfüllung der Lieferverträge zu vermeiden. Das muss man sich vorstellen, DER nationale Stromversorger bezahlt seine Kunden dafür, ihm nichts abzukaufen...und das zum volkswirtschaftlichen Preis, dass nicht mehr gearbeitet und produziert wird. Kann man ewig fortsetzen, rasche Lösungen sehe ich nicht, es ist zum Fürchten, zum Heulen sowieso, Werner
freshy3'883 Beiträge · seit 201128. März 2019 · #25
Hallo Werner, ich selbst habe ja keine Ahnung, aber was du schreibst klingt für mich leider logisch und deckt sich mit den Erfahrungen unserer Bekannten aus Südafrika. Nein, ich will jetzt nicht darüber grübeln, was das für die Zukunft des Landes heißt. Jedenfalls danke für dein Meinungsbild.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Sind seit 2 Monaten in SA unterwegs und können bestätigen, dass sich die Stromausfälle/Stromabschaltungen nach wie vor häufen, wenngleich dies regional sehr unterschiedlich scheint. Wir hatten den Eindruck, dass es im Osten des Landes häufiger war als im Westen. Einige Farmer berichteten uns, dass sie sich auf einen Blackout bereits eingerichtet hätten und das im Falle des Eintretens des Ereignisses mit einer rund 3 wöchigen stromlosen Zeit zu rechnen sei....
Gruss Alex
ROron74324 Beiträge · seit 200806. Apr. 2019 · #30
Hallo Adolf,
danke für Deinen "Vorwurf"! Den könnte ich wie folgt zurückgeben: Es gibt eine Menge Leute hier, die einfach selbst nichts auf die Reihe bekommen und dann immer schön die anderen für alles verantwortlich machen.
Ich selbst habe überhaupt keinen Grund etwas schön zu reden. Ich verdiene mein Geld in D nicht in SA. Ich weiß aber auch, dass sich jeder klar denkende Unternehmer hier in SA auf das Problem eingestellt hat. Du magst vielleicht recht haben, dass die "ganz Kleinen" das nicht können - die importieren aber auch keine Maschinen.
Im Übrigen bin ich seit 2 Wochen in CPT zurück und wir hatten hier kein einziges Loadshedding! Es redet auch keiner mehr drüber - weder die Privatleute noch die Unternehmer. Also wo soll das Problem sein?
Ein schönes WE aus der schönsten Stadt der Welt - ohne Loadshedding:-).
Ron
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201106. Apr. 2019 · #31
ron74 schrieb:Im Übrigen bin ich seit 2 Wochen in CPT zurück und wir hatten hier kein einziges Loadshedding! Es redet auch keiner mehr drüber - weder die Privatleute noch die Unternehmer. Ron
Du bist echt der Hammer, ... erinnerst mich an die drei Affen (natürlich nicht persönlich gemeint), nichts hören, nichts sehen und nichts sprechen ... wollen 🤪 , aber wir reden auch nicht mehr drüber, weil wir damit seit vielen Jahren leben müssen. Hier wird darüber geredet und dann meistens nur schön geredet. 🤩 Wie von Dir. 😛
Außerdem ist Loadshedding seit knapp zwei Wochen eingestellt worden, erstmal, was als Nächstes kommt weiß keiner. UND, ich bezweifel das Du mit DER Wirtschaft gesprochen hast die auf Strom sehr angewiesen ist.
So long, enjoy Cape Town. Haben sicher auch kein Wasserproblem. 😄
Best Regards
Adolf
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ROron74324 Beiträge · seit 200806. Apr. 2019 · #32
Hi Adolf,
ganz einfach: Sag mir wan wir in den letzten 2 Wochen Probleme mit dem Strom in CPT gehabt haben sollen! Dann sind wir auf einer objektiven Ebene!
Was meinst Du mit Wasserproblem? Schau Dir mal die die Daten an. Die Kapstädter haben es geschafft, den Verbrauch dauerhaft nahezu halbieren. Auch wenn das immer noch wackelig ist, sehe ich aktuell kein Problem.
Und zum Schluss noch eine Frage: Wieso sollte ich etwas schön reden? Wie gesagt, ich verdiene mein Geld in D. Wenn SA den Bach runtergeht, verliere ich mein Haus in SA. Das würde mir weh tun, wäre aber sicherlich mein Ende. Ich bin gern hier und werde es auch bleiben! Vielleicht solltest Du nach Europa gehen! Da ist definitiv alles besser:-)
Ron
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201606. Apr. 2019 · #33
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travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200611. Apr. 2019 · #35
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Ach der Broder…. Wird auch schon alt und ist auch nicht immer ach so gut zur Info, falls es jemanden interessiert, wer was schreibt @ Sebastian Biel, ORANIA siehe z. B. http://www.alan-aubry.com/telechargement/Orania-EN.pdf Seite 7 Werner Dass der Stromversorgungsauftrag durch die Eskom nicht erfüllt wird, wird damit (meiner Zuschrift) nicht bestritten.